2012

(klicke aufs Cover für mehr zerstörungswütige Infos)

Release: 2009


Unser Roland lässt mal wieder die Kacke dampfen! Diesmal gibt’s aber keine Universal-Soldaten, keine Aliens, keine Riese-Gummiexe, keine Megaeiszeit, keine wütenden Mammuts, sondern schlicht und ergreifend den Weltuntergang. Mit Erklärungen will sich unser Roland dabei gar nicht lange aufhalten, denn er hat gute Drehbuchschreiber rangeschafft, die zwar vorher nur Seifenoper-Dialoge geschrieben haben, dafür aber ziemlich günstig waren. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie sich schnell ihre eigene kleine naive Welt schaffen, in der man bloß nicht nach dem „Warum“ fragen sollte, weil sonst alles wie ein Kartenhaus zusammenfallen würde. Das Zusammenfallen überlassen wir dann lieber unserem Roland (und seinen 200 Millionen Dollar), der schon immer eine Zerstörungswut in sich hatte, von der Michael Bay bis heute nur träumen kann.
Aber zurück zum Anfang. Ein riesige Sonneneruption bringt irgendwelche Teilchen/Neutrinos/Dingsis in einem riesigen Wassertank in einer tiefen, tiefen Kupfermine irgendwo in Indien zum Lambada tanzen, wie das blubbernde Wasser eindeutig zeigt. Ziemlich schnell wird den Anwesenden klar, dass es in ein paar Jahren zu einer Erdkrustenverschiebung kommen wird und dass der glorreiche Präsident der USA schnellstens was tun sollte. Und er macht tatsächlich was! Ich glaube, ich verrate nichts neues, wenn ich euch erzähle, dass in China, in der tibetanischen Hochebene riesige Archen durch kleinen chinesischen Kinderhändchen gebaut werden. Ein Ticket kostet 1 Milliarde EURO, weil der Dollar auch im Jahre 2012 noch im Arsch ist. Doch die Katastrophe beginnt früher, als vorausgeahnt. Und so steckt Jackson (John Cusack) samt Ex-Frau, deren Freund, Kindern und Russen schon bald bis über beide Ohren im Schlamassel der untergehenden Welt. Als er jedoch von einem irren Radiomoderator von den Schiffen erfährt, beginnt eine abenteuerliche Reise nach China. Irgendwie muss es ja schließlich möglich sein, sich vor dem drohenden Untergang retten zu können.
Spätestens, als Jackson mit seiner Karre (einer Limosine) vor dem Haus der Ex vorfährt und die Erde zu beben anfängt, weiß auch der letzte Zuschauer, dass das Spektakel gleich beginnen kann… Und wie es beginnt. Das ist einfach unfasslich. Riesige Erdspalten, einstürzende Hochhäuser, einstürzende Highways, einstürzende… ach, es stürzt einfach alles ein! ALLES! Und jedes Mal entkommen unsere Protagonisten im letztmöglichen Augenblick. Der ausufernden Dramatik werden dabei keine Grenzen gesetzt! Das wird auch nicht besser, als ein Supervulkan im Yellowstone Nationalpark hochgeht, Lavabrocken durch die Luft fliegen, Asche über dem gesamten Land niedergeht, ein Flutwelle sämtliche Kontinente überzieht oder gleich ganze Städte im Meer versinken. Dieser ganze Bombast ist so dermaßen Over-the-Top, dass es einem die Schuhe auszieht, wobei ich sagen muss, dass es mir gegen Ende schon fast zu viel wurde. Pure Sinnesüberreizung bei völligem Realitätsverlusst - allerdings auch nur in the holy USA!
Da kann man schon fast von Glück reden, wenn die triefig-schnulzigen Szenen samt passenden, pathosgeschwängerten Dialogen schnell wieder den Wind aus den Endorphinsegeln nehmen. Keine Chance wird ausgelassen, um ordentlich mit der Emotionskeule um sich zu schlagen. Wie gesagt: absolutes Seifenoper-Niveau, vorgetragen von Darstellern, die sich allerhöchstens hölzern durch diese Szenen schlagen können. Überhaupt bleibenden die handelnden Personen bei dem ganzen Effektgewitter ziemlich hinter ihren Möglichkeit zurück bzw. können sich manchmal nur durch Overacting halbwegs glimpflich aus der Affäre ziehen. Unnötig gewordene Charaktere finden meistens ein schnelles Ende, was aber egal ist, denn eine Beziehung zu den Gestalten auf der Leinwand kann der Zuschauer wegen der vorgenannten Punkte eh nur schwerlich aufbauen und so muss man sich mitunter schon anstrengen, um die konstruiert-furchtbaren Schicksale der Leute zu bangen.
Bei wahren Trash-Freunden sorgt das alles schnell für entzückte Lacher, denn an der einen oder anderen Stelle sprüht dieser Schmonz gerade zu vor unfreiwilliger Komik. Zum Beispiel werden zu völlig unpassenden Momenten flache Witze gerissen, alle Ausländer in der deutschen Syncro sprechen mit einem lustigen Akzent (bei den Indern hört sich das standesgemäß knuffig und bei den Russen eher dämlich), Cusack glotzt die ganze Zeit Löcher in die Luft, Woody Harrison ist als irrer Radiomoderator voll in seinem Element und Danny Glover (Lethal Weapon 1 - 4) als Präsident ist sowieso ein Fall für sich. Als die riesige Flutwelle auf das Weiße Haus zu rollt und Danny so was wie „Ich komme nach Hause!“ (seine Frau ist bereits aus der irdischen Welt geschieden) blubbert, hörte ich ihn in meinem Kopf ganz deutlich etwas anderes sagen: „Ich werd’ zu alt für diesen Scheiß!“
Eins ist sicher: Die 200 Millionen US-Dollar sind eindeutig für die Effekte, und nicht für's Drehbuch draufgegangen. Der Schnulzfaktor nimmt genauso rasant zu, wie Rolands Zerstörungswut, und erreicht in der zweiten Hälfte gleich mehrere wahnwitzige Höhepunkte. Eine mit Brechen und Biegen zusammen geschusterte dramatische Szene jagt die Nächste, genauso wie eine Flutwelle der anderen folgt. Da wird’s am Ende schlimmer, als die Motivationsrede des Präsidenten aus Indepence Day (10 mal hintereinander). Es ist sogar noch Platz für ein (in meinen Augen völlig unpassendes und unnötiges) Happy-End, denn nach Aussage der Wissenschaftler ist die Zerstörung der Welt schlussendlich doch nicht so schlimm wie erwartet. So gondeln dann alle Überlebenden fröhlich nach Afrika, denn der Kontinent hat sich angehoben und wurde nicht überspült. Oder mit anderen Worten: Afrika hat wie immer nix mitbekommen, immer noch Bürgerkrieg!
Leute, ich hab nur einen einzigen Rat für euch alle, die ihr den Film noch nicht gesehen habt: Gebt euer Hirn vorher zum Pfandleier. Nachdenken lohnt sich vorne und hinten nicht, denn „2012“ ist die teuerste B- (ich möchte schon fast sagen Trash-) Produktion ever! Zerstörung, Vernichtung, Tot und Verderben + GZSZ-Dialoge, muffige politische Korrektness, Inkonsequenz undHappy-Happy-Alles-wird-Gut-Botschaft = verdammt gute, aber auch verdammt saublöde Unterhaltung, die irgendwie einen schalen Nachgeschmack hinterlässt. Unser Roland hat es jedenfalls mal wieder geschafft, alles das richtig zu machen, was er schon immer richtig machte und alles das falsch zu machen, was er ebenfalls schon immer falsch gemacht hat. Herzlichen Glückwunsch! Dafür gibbet von uns solide 3 Zimbelaffen.



PS: Ach du meine Güte, jetzt hätte ich ja beinahe die geradezu genialen Logiklöcher vergessen! Die sorgen nämlich für immens viele Kopfklatscher. Also noch mehr, als der Film sowieso schon verursacht. Weil ich jetzt aber zu Faul bin, alle aufzuzählen – Nein – eigentlich weil sich Tumulder schon die Mühe gemacht hat, ein paar PLOTHOLES niederzuschreiben, verlinke ich einfach seinen Beitrag. ;-D


PPS: Und noch mal ein kleines Video, dass so schon mal hier zu sehen war, nach Sichtung des Endproduktes für mich persönlich allerdings noch mehr an Aussagekraft, Bedeutung und Coolness dazu gewonnen hat:

Bitch Slap



i am speechless

KICK ASS


Ich hab keine Ahnung von dem Comic, weil ich auf der Schiene generell nicht viel Ahnung habe, aber dieser Trailer kickt wirklich ziemlich ass! Das ist ein scheiß-deutsch, dafür entschädigen aber die nachfolgenden bewegten Bilder:



QUELLE
thx to harry

22 Bullets

...das klingt besser als "L'immortel", ist aber auch egal, sieht nämlich egal mit welchem Namen nach einem Rachefilmchen mit Jean Reno aus!

"The only man who would dare to try to kill him just made one mistake: he failed."

Tja, Jean Reno kann man eben nicht einfach abknallen und wir hoffen das Beste!



QUELLE
thx to harry

Jan Tenner - Special


„Bewegung ist nicht alles!“ sagte schon Ron Jeremy. Auch die Ohren können eine große Rolle spielen (was er wiederum nicht sagte). Oder anders ausgedrückt: Trash und Wahnsinn, Faszination und Entsetzen muss man nicht unbedingt nur mit den Augen aufnehmen. Man kann sie auch hören!

Wahnsinn hören? Wie soll das denn gehen? Ganz einfach! Besorgt euch lediglich die 46 Folgen umfassende Hörspielserie „Jan Tenner“ und ihr habt den ersten Schritt hinab in die Welt des Hörspiel-Trash’s getan.

Wie jetzt? Ihr kennt Jan Tenner nicht??? DEN Jan Tenner! Ein junger, durchtrainierter, gutaussehender, aber leider durchweg drogensüchtiger Student, der keine Chance auslässt, um sich von seinem Mentor Professor Futura mit den neusten Designerdrogen vollpumpen zu lassen? Jan Tenner, der ständig auf Haarsträubenste Art und Weise seine Heimat Westland rettet, um seiner ebenfalls gutaussehenden Kollegin Laura zu imponieren. Jan Tenner, der vor Optimismus nur so sprüht, dass es schon an Naivität grenzt und trotzdem mit immer wieder aus dem dicksten Schlamassel entkommen kann.
Wenn der Osterhase durchdreht - Jan Tenner im Kampf gegen Amok-Eier!

Aber Tenner ist nicht allein, denn wie schon angedeutet hat er noch ein paar gute Freunde, mit denen er abends gerne um die Häuser zieht, ein Bierchen trinkt, abhängt oder eben nebenbei die Welt rettet.
An erster Stelle hätten wir da Professor Futura, der intelligenteste Mensch der Welt, der ein Serum erfunden hat, welches z.B. Mücken in Elefanten verwandeln kann. Aber man wird davon auch unsichtbar, superstark oder superklein. Man kann fliegen, teleportieren, Gedanken lesen und vieles mehr. Ganz nach dem Motto: Neue Folge, neuer Stoff!

Ihm zur Seite steht Laura, die hübsche Assistentin, die eigentlich immer nur dazu da ist, rum zu quieken oder zu sagen, dass Jan sich nicht in Gefahr begeben soll und ihn schließlich immer wieder begleitet, nur um anschließend von ihm gerettet zu werden. Naja, ganz so schlimm es nicht, aber die erste Assistentin des Profs – Tanja – war so. Leider ist sie nach einem missglückten Selbstversuch in Tiefschlaf versetzt und durch Laura ersetzt worden. Böse Zungen behaupten, ihre Nachfolgerin hätte etwas damit zu tun gehabt.

Das Militär wird durch General Forbett vertreten. Er ist Soldat durch und durch. Erst schießen, dann fragen, lautet seine Devise und des Öfteren hätte er schon gerne den ein oder anderen Kontinent mit Atomraketen beschossen, nur weil dort ein paar Außerirdische gelandet sind. Außerdem ist er ein Mann des Volkes und wirkt manchmal ein bisschen wie der Dorfsheriff. Wenn irgendein Farmer mitten in einem degeneriertem Hinterwäldchenstädtchen seinen Sohn verwisst, kann er sich beruhigt zu jeder Zeit persönlich an den General wenden und sich gewiss sein, dass er schon bald mit Jan, Laura und dem Professor angerollt kommt.

Als zusätzlichen Begleiter erhalten die Vier später den Supercomputer „Mimo“, welcher der Bordcomputer des Silbervogels ist – ein erbeutetes Raumschiff. Mimos Lieblingsbeschäftigung ist rum moppern, Befehle verweigern und überhaupt irgendwie meistens sein eigenes Ding zu machen. Kurz: Manchmal ziemlich nerviger Elektroschrott, den alle aber irgendwie mögen.

Abenteuer gibt es viele, Logik eher weniger!

Wie schon erwähnt, lebt Tenner in Westland. Das ist so eine Art Superstaat, denn außer Westland gibt es nur noch Europa. Entweder hat der General also alle anderen Länder weg gebombt, oder der Weltfrieden hat neue Dimensionen erreicht. Ehrlich gesagt, tippe ich aber auf ersteres, denn innerhalb Westlandes scheint es nur ein paar wenige Städte zu geben und alles ist in wenigen Stunden mit dem Auto zu erreichen…

Müssen die Abenteuer zunächst noch auf der Erde bestritten werden, geht es in späteren Folgen ab ins All. Erst mit Raumsonden, die mit einem nicht näher bezeichneten Superantrieb ausgerüstet sind, dann mit einem erbeuteten Raumschiff eines feindlichen Volkes, welches über viele Episoden hinweg die Menschheit bedroht (also die Aliens, nicht das Raumschiff!). Die Wesen dieses Volkes – Leonen genannt – haben vier Arme und einen Löwenkopf, wollen das gesamte Uran der Erde für sich erbeuten und lassen sich dafür allerhand fiese Tricks einfallen. Außerdem haben es Tenner & Co noch mit dem wahnsinnigen Professor Zweistein zu tun, der zwar verdammt diabolisch lachen kann, sonst aber ein ziemlicher Loser ist. Seine selbst bezeichneten Wasserdichten Pläne können in der Regel schnell und unkompliziert oder durch schlagkräftige Argumente vereitelt werden.
Logik spielt meistens keine große Rolle. So werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse meistens auf pure Behauptungen gestützt, als auf aussagekräftige Beweise. Aber wer braucht schon Beweise, wenn sowieso immer den richtigen Riecher hat. Als z.B. radioaktive Strahlung in einem Berg gemessen wird, vermutet Tenner, dass es sich um eine vorzeitliche Station handeln könnte, deren Erbauer schon lange weg sind und die jetzt von einem Computergehirn gesteuert wird. Die Strahlung wird durch eine künstliche Sonne erzeugt und außerdem könnten dort Wesen aus der Urzeit in Tiefschlaf vorsetzt worden sein… Was soll ich sagen: Er hatte recht!!!

Das Beispiel ist natürlich extrem übertrieben, aber so ungefähr kann man sich in der Serie die allgemeinen Schlussfolgerungen vorstellen. Ist natürlich auch ne Möglichkeit, lange wissenschaftliche Studien zum umgehen, damit sich die Laufzeit einer Episode (Kassette… das waren diese eckigen Dinger mit Magnetband… manche erinnern sich vielleicht noch daran) nicht aus versehen von ca. 45 Minuten auf 4.500 Minuten aufbläht.
Jan Tenner - die fliegende Kanonenkugel!

Bei all der naiven Unschuld, welche jede einzelne Folge in gewissen Momenten versprüht, so muss man der Serie doch ein paar Dinge zu gut halten: Abwechselung und Kontinuität zum Beispiel.
Beschränken sich die anfänglichen Episoden auf abgeschlossene Handlungen, geht man bald dazu über, einen verknüpften Handlungsstrang zu verfolgen. Geschehnisse bauen plötzlich auf einander auf, bis es sogar zu einer mehrere Folgen dauernden Jagt nach dem Stein der Macht kommt. Auch danach gibt es immer wieder Folgen, die unmittelbar zusammenhängen. Gleichzeitig entwickelt sich Westland ebenfalls immer weiter. Gibt es am Anfang kaum Raumfahrt oder ähnliches, verfügt der General gegen Ende über einen Raumhafen, mehrere Superlaserkanonen oder eine Mondbasis. Für eine Hörspielserie aus den späten 80igern ganz und gar unüblich.

Gleichzeitig kann man sagen, dass es nur wenige Folgen gibt, die durchwachsen daherkommen. Natürlich sind manche vom Aufbau her einfach nur doof geraten, trotzdem kann man den fleißigen Schreiberlingen (manche haben übrigens auch Perry Rodan Storys geschrieben) eine blühende Fantasie nicht absprechen. Es gibt mutierte Riesenadler, gefährliche Weltraumpflanzen, durchgedrehte Supercomputer, Puppenplaneten, Steinzeitseuchen und vieles mehr. Dem Einfallsreichtum waren keine Grenzen gesetzt. Da wurde auch gerne mal auf schwarze Magie zurückgegriffen, wenn der Pott mit den Sci-Fi-Ideen gerade leer war. Egal, abwechselungsreich ist es am Ende immer irgendwie geworden.

Zimperlich waren die Episodenschreiber übrigens auch nicht. Es wird natürlich nicht explizit erwähnt, aber gerade zum Serienanfang gibt es fast keine Folge ohne Toten (und wenn es nur ein totes Kaninchen ist). Außerdem werden auch gerne mal ganze Städte in Westland verwüstet, in bester Godzilla-Manier dem Erdboden gleich gemacht oder gleich ganze Planeten vernichtet. Sehr ungewöhnlich für eine Kinderserie!

Jan Tenner – eine Hörspielserie, die ich als Kind liebte und die ich nie ganz vergessen konnte. Natürlich ist es eine Kinderserie und natürlich gibt es deswegen eine Menge Logikfehler, aber wer es schafft, diese Tatsachen mal kurz beiseite zu schieben und das Kind in sich heraus zu lassen, der wird bestimmt begeistern werden. Wir können das und deswegen gibt’s auch glanzvolle 5 Zimbelaffen!



Paint-O-Movie VIII

Dieses Rätsel wurde gelöst.

Natürlich handelt es sich um "Predator"!
Herzlichen Glückwunsch an Tumulder, der sich nebenbei für den Wunschfilm "Galaxina" entschieden hat.



Neuer Monat, neues Glück!


Sagt uns, welchen Film wir suchen und werdet mir einer Überraschung... überrascht. Der Gewinner darf sich nämlich einen Film aussuchen, den unsere freien Mitarbeiter Jack Logan und Sam Burton begutachten und natürlich dann auch besprechen werden (müssen). Na, ist das nichts?! Na?! Naaaaaaa?! Also volle Energie und fertig ist die Ramrod-Infantrie! ;D


Oh, ganz vergessen. Natürlich haben wir eine kleine Vorauswahl getroffen. Zur Wahl stehen für den glücklichen Gewinner folgende Perlen:

- Robo Vampire, Galaxina & KungFu Kanibalen

Sand of Time

Einer gegen das Imperium

(klicke aufs Cover mehr wahnwitzige Infos)

Release: 1983


Jack Logan: „Hallo liebe Leidensgenossinnen und Genossen. Ich heiße euch ganz herzlich zu einer neuen Ausgabe unserer beliebten Reihe „Burton und Logan – zwei knallharte Profis auf dem Weg durch den Dschungel des filmischen Wahnsinns“ willkommen. Bei mir ist wie immer mein werter Kollege Sam Burton.“

Sam Burton: „Hallöchen alle zusammen!“

JL: „Unsere heutige Perle des schlechten Geschmacks kommt aus Italien und niemand anderes als Antonio Margheriti ist für dieses Werk verantwortlich. Mit Reb Brown in der Hauptrolle hat man sich außerdem einen bekannten Namen aus dem Filmgeschäft als Zugpferd dazugeholt.“

SB: „Bekannt?! Naja, ich weiß nicht, ob Robowar, Space Mutiny oder Strike Commando unbedingt bekannt sind. Da hat dieser talentfreie Knispel nämlich noch mitgespielt.“

JL: „Ach ist doch egal! Hauptsache einen amerikanischen Namen auf dem Cover. Darauf kommt’s doch schließlich an. Jedenfalls haben wir so ziemlich alles erwartet, aber was wir bekamen, war etwas, vorauf sich niemand hätte vorbereiten können.“

SB: „So ist es. Und so kam es, dass EINER GEGEN DAS IMPERIUM mal wieder unseren tristen Alltag versüßen konnte! Leg los, Jack!“



JL: „Und ab geht die Post: Alles beginnt zunächst sehr harmlos. Ein fetziger Song, unterlegt mit feinsten Klängen aus einem Synthesizer, dringt in unsere Ohren. Die Titelmusik lässt den noch aufkommenden Wahnsinn bereits erahnen, aber bevor man sich lange damit beschäftigen kann, kommt auch schon YOR ins Bild gehüpft. YOR, der Jäger aus den Bergen, bewaffnet mit einer gar fürchterlichen Frisur, einem Stringtanga unter seinem Lendenschurz, massenweise Öl auf dem nackten Körper und einem immerwährenden debilen Lächeln, hopst zu den Klängen des Titelsongs über eine steinige Ebene. Doch schon ist Ärger angesagt! Als ein paar Eingeborene ein Dino-Baby fangen wollen, welches sich ganz klar als angemaltes Ferkel mit angeklebten Pappstacheln und Pappschwanz herausstellt, greift die Dino-Mama an. YOR eilt zu Hilfe, tötet die Gummibestie und kredenzt sich aus dem Blut des erlegten Tieres erstmal einen ordentlichen Begrüßungscocktail. Sein Handeln bleibt natürlich nicht ohne folgen. Die errette Schönheit Kalaa gehört nämlich jetzt ihm und damit hat er leider auch ihren Stiefvater, den etwas asozial ausschauenden Pag, an der Backe…“

SB: „Der Frieden im kleinen Dorf ist jedoch nicht von großer Dauer. Während sich YOR ordentlich einen hebt, tanzt Kalaa zu rhythmischen Klängen der Dorftrommeln und starrt Ihren Helden dabei so derart lasziv an, dass man denken könnte, sie würde ihn gleich nackig anspringen. Da plötzlich greifen die fiesen Blauköppe, oder auch Viel-Haare-im-Gesicht-Menschen genannt, oder halt einfach ein Rudel fieser Höllenmenschen das Dorf an. Ihr Anführer will zum einen alle Frauen und außerdem das Amulett von YOR, welches dieser seit seiner Kindheit um den Hals trägt und eigentlich nichts damit anzufangen weiß. YOR wiederum findet das nicht so toll und haut alles kurz und klein, ganz besonders die Höllenmenschen. Blöderweise wird Kalaa kurz nach dem Überfall verschleppt.“

JL: „Nach weiteren kleinen Scharmützeln hat man die Hölle der Fieslinge gefunden und YOR und Pag sind bereit, die Mädels zu retten. Vorher müssen sie allerdings noch beobachten, wie der Anführer der Höllenmenschen ein paar seiner eigenen Leute verprügelt. Warum? Na um klar zu stellen, wer der Obermacker im Batcave ist. Als ein Flugsaurier auftaucht, ergreift YOR seine Chance. Er tötet das Vieh mit einem gezielten Pfeilschuss und benutzt das tote Tier kurzerhand als Para-Gleiter. Danach flutet er die Hölle, in dem er einen kleinen Staudamm zerstört – so richtig in guter alter Tempel-des-Todes-Manier. Gemeinsam mit Kalaa und Pag kann er entkommen. Was mit dem restlichen Frauen passiert ist, kann nicht mehr geklärt werden, aber die sind bestimmt rechtzeitig entkommen… bestimmt!“

SB: „Danach geht’s weiter Richtung Feuerberge/Wüstenland, denn dort erhofft sich YOR die Antworten auf seine Herkunft. Er hat nämlich erfahren, dass dort mal ein Feuervogel vom Himmel gefallen ist. Kaum dort angekommen, muss er sich auch gleich wieder brüllend und Steinaxtschwingend in den Kampf gegen Sandleute mit brennenden Mistgabeln stürzen. Sie drängen unseren Helden in eine Hölle, wo er auf Roa trifft. Sie trägt das gleiche Amulett wie YOR, lebt in einer Eishölle und weil sie so jeden Tag ein bisschen Wasser gewinnen kann, ist sie die Herrscherin über die Sandleute. Naja, fast jedenfalls, denn die Kerle wollen YOR immer noch an den Kragen und YOR muss alle mit einem erbeuteten Flammenschwert niederstrecken… wohl eher abfackeln. Als Dank für die Rettung schenkt sich Roa ihrem tapfern Helden.“

JL: „Jetzt hat YOR allerdings die Qual der Wahl: Kalaa oder Roa. Beide hassen sich natürlich bis aufs Blut, besonders Kalaa hat einen Blick drauf, gegen den tausend Nadelstiche ein Scheißdreck sind. Zum Glück gibt es ein Gesetz, nach dem YOR so viele Frauen haben darf, wie er lustig ist. Das würde erklären, warum er das ganze Eifersuchtsgetue nicht wirklich registriert und weiterhin debil grinst. Im laufe der Reise erledigt sich die Sache allerdings von alleine, denn Roa wird von ein paar übriggebliebenen Höllenmenschen kaputtgeschlagen und anschließend von YOR unter einem Matschhaufen begraben. Ein Teil seines Herzens, so sagt er schnulzig, wird für immer an diesem Ort bleiben. Eine runde Mitleid für den armen, traurigen YOR… jetzt hat er nur noch ein Weibchen.“

SB: „Als das Grüppchen das Meer erreicht, muss YOR gleich wieder gegen einen Gummisaurier kämpfen und eine Frau und zwei Kinder retten. Als dank werden sie in das Dorf der Geretteten eingeladen. Dort wird die Frau YOR zum Geschenk gemacht… oh wunder, oh wunder! Außerdem erfahren Sie, dass auch hier mal ein Feuervogel vom Himmel gefallen ist. Die Dorfbewohner haben den Insassen dummerweise aus Angst erschlagen und rechnen jetzt mit einem Gegenangriff der Götter. Der auch kommt und die vielen, in mühseliger Handarbeit errichteten Strohhütten, gehen in Flammen auf. Damit wäre auch die erste Hälfte des Films geschafft… uff…“

JL: „Am nächsten Tag lassen die Drei die kümmerlichen Überreste des Stranddorfes und den fauligen Geruch verbrannter Leichen zurück und segeln mit einem Strohschiffchen zu einer Insel, wo YOR mal wieder nach Antworten suchen will. Das Grüppchen – mittlerweile durch Barbiepuppen ersetzt – gerät prompt in einem putzigen Badewannensturm und – schwippschwapp – purzeln die Püppchen von Bord. Der Wahnsinn hingegen nimmt seinen Lauf! Auf der Insel herrscht nämlich der dunkle Imperator. Er weiß, dass YOR der Sohn eines Rebellenanführers war und er will aus seinen Zellen einen genetischen Superkrieger erschaffen. Seine Leibgarde, schwarze Androiden, die eine frappierende Ähnlichkeit mit Lord Helmchen aufweisen, sollen den Jäger aus den Bergen für ihn fangen.“

SB: „Leider hat er seine Rechnung ohne die Rebellen gemacht, die den Overlord vernichten wollen. Kaum, dass YOR gefangen genommen wurde, wird er auch schon wieder von Ena, einer „hübschen“ Wissenschaftlicheren befreit. Sie bietet sich ihm zwar nicht an, aber YOR weiß bereits, dass er die Schnitte schon so wie in der Kiste hat. Von Ihr erfährt er auch etwas über seinen Vergangenheit und so sehen wir, wie YOR orientierungslos, aber dauergrinsend durch den Wald rennt und jagen lernt. Faszinierend!“

JL: „Auf dem Fluchtweg nach draußen, wird YOR vom dunklen Herrscher abgefangen. Der lässt es sich nämlich nehmen, den blonden Blödmann in seine finsteren Pläne einzuweihen, so wie sich das für finstere Herrscher gehört. Noch voll in seiner Siegesrede steckend und YOR seinen teuflischen Plan darlegend, schlendert dieser aus Langeweile allerdings einfach aus dem Raum, um seine Freunde zu suchen… unfassbar! Der Kampf gegen die schwarzen Androiden beginnt und plötzlich haben alle Lasergewehre und liefern sich hitzige Gefechte in alten Fabrikgebäuden und Lagerhallen. Durch waghalsige Seilakrobatik kann YOR dabei eine Bombe am Hauptreaktor der unterirdischen Station anbringen, der nur vom Overlord selbst abgeschaltet werden kann.“

SB: „Als unser Held dem finsteren Schurken in einem finalen Kampf gegenübersteht, schmeißt er seine Laserpistole weg und ersticht ihn stattdessen mit einer Lanze. Gegen finstere Herrscher hilft eben doch nur gute alte Handarbeit und kein technischer Firlefanz. Kurz bevor der gesamte Laden in die Luft fliegt, können YOR, Kalaa, Pag und die restlichen Überlebenden mit einem Raumschiff entkommen und während erneut die fetzige Titelmusik erklingt, fliegt das kleine Plastikflugdings hinaus in die Welt, dem Sonnenuntergang entgegen. Ende gut, alle gut!“

JL:
„Bor, was für ein Film… was für ein Genremix…Steinzeit, Barbaren, Roboter, fiese Frisuren und viele Unfasslichkeiten mehr – EINER GEGEN DAS IMPERIUM hat alles zu bieten, was das Trashherz begehrt und noch mehr, denn dank des Regisseurs Margheriti – einer kleinen Legende des italienschen Exploitationkinos – konnte man auf ein ordentliches Budget zurückgreifen. Natürlich sieht der Film immer noch billig aus, aber er hätte auch wesentlich fürchterlicher werden können.“

SB: „Jedenfalls vom Setting her, denn alles andere ist ja schon ziemlicher Blödsinn… verdammt unterhaltsamer Blödsinn allerdings! Wenn ihr also schon immer mal das Bedürfnis nach einer Mischung aus Steinzeitgekloppe und Lasergewitter hattet, bei dem ein eingeölter Kerl in Lendenschurz eine Frau nach der anderen abgreift und für genetische Experimente missbraucht werden soll, dann solltet ihr euch ganz schnell diese Granate besorgen.

5 Köppe von uns und endlich mal wieder ein Kandidat für die Trash-des-Monats-Rubrik!“



Wenn euch das alles viel zu viel zu lesen ist, dann zieht euch einfach das hier rein:

Die rote Flut

(klicke aufs Cover für mehr blutflutige Infos)

Release: 1984


Also gut, es ist soweit! Die Russen kommen! Meister Röhrich hatte recht! Und sie kommen zusammen mit Kubanern, um eine amerikanische Kleinstadt zu überfallen. Nein, eigentlich um sich ganz Amerika einzuverleiben, jedoch spielt die Handlung nur rund um das kleine Kuhkaff. Dabei fängt alles so idyllisch an. Jed hat seinen kleinen Bruder und ein paar Kumpels gerade zur Schule gefahren, damit diese während einer Erklärung über die Kriegskünste von Dschingis Khan friedlich vor sich hin schlummern können, da fallen plötzlich tausende Fallschirmjäger aus dem Himmel. Sofort bricht die Hölle los und nur mit Mühe und Not können sich ein paar Jugendliche – unter anderem Jed und Matt - in die Berge retten. Dort wird gejagt und gewartet bis man der einhelligen Meinung ist, doch mal ein paar Russen zu töten. Verständliche Sache, wenn man bedenkt, dass diese die Eltern haben exekutieren lassen, um ein Exempel an die Ausreißer zu statuieren. Mit Hilfe weiblicher Verstärkung und einem abgeschossenen Kampfpilot (Powers Booth) kämpfen sie fortan als „Wolferines“ gegen die rote Flut und werden zu Helden der Nation!
Kennt ihr den Song „America – fuck yeah“ aus dem gar wunderbaren Film „Team America“? Den könnte man nämlich die ganze Zeit zu diesem Streifen vor sich her summen. Hier trieft der Patriotismus aus der jeder offenen Pore Zelluloid, dass man denken könnte, man hätte es mit der Mega-Pommes-Portion vom Griechen nebenan zu tun, der das Frittenfett seit 20 Jahren nicht gewechselt hat. Eine Handvoll Blagen stellen sich gegen eine sowjetische Invasionsmacht und hauen kräftig auf den Pudding, um die Flagge des Vaterlandes zu verteidigen. Denn der Kommunismus ist das Übel der Welt und alle Russen sind fiese Kerle und überhaupt können die Vereinigten Staaten von Amerika gar nicht verlieren!
Präsentiert wird uns dieses pädagogisch zweifelhafte Werk von John Milius, der uns auch schon mit „Conan“ in Verzückung versetze. Er erzählt die Geschehnisse rund um die Wolferines mehr oder weniger Episodenhaft. Logiklöcher findet man in der dünnen Story mehr als genug, aber dass soll uns nicht weiter stören, denn es sind andere Faktoren, die diesen Film nicht zu einem Rohrkrepierer haben werden lassen. Zum einen hätten wir da ein paar junge Schauspieler – allen voran Patrick Swayze und Charlie Sheen – welche später in die höchsten Riegen Hollywoods aufsteigen sollten – und zum anderem eine ganz eigene, fesselnde Atmosphäre. Denn Milius zeigt uns nicht nur gut inszenierte Action, er zeigt uns auch wunderschöne Landschaftsaufnahmen, die durch ihre Trostlosigkeit fast so etwas wie Endzeitstimmung aufkommen lassen.
Von wegen Action: Die darf in so einem Patos-Schinken natürlich nicht fehlen. Nicht nur, um die Brutalität der Invasoren zu unterstreichen, auch um die Rache der Wolferines zu verdeutlichen, wird ordentlich auf den Putz gehauen. In regelmäßigen Abständen dürfen Feindeshorden niedergemäht, Handgranaten in MG-Stellungen geworfen oder Fahr- und Flugzeuge in die Luft gejagt werden. Die Blutpakete unter der Kleidung der Opfer werden gegen Ende vielleicht etwas weniger, aber insgesamt wird uns hier absolut solide Kost geboten.
Red Dawn – das heißt in erster Linie die Fahne hochhalten und Hand aufs Herz legen (hier zu Lande konnte man damit nicht ganz so viel anfangen und kurz nach dem Kinostart hats Beschwerden gehagelt). Das ganze verpackt in einer leicht verständlichen, fast idiotischen Story, getarnt durch handmade Action. Wäre da nicht die dichte Atmo und die spielfreudigen Jungschauspieler + der damalige Zeitgeist, wäre der Streifen glatt ein Reinfall geworden. So ist allerdings ein verdammt unterhaltsamer Kracher aus den 80iger. Jedenfalls sofern man sich nicht an den Kritikpunkten stört! 4 Köppe, weil wir so auf diesen Scheiß stehen! ;-)

Smoking Aces 2 - Assassin's Balls

Alles in Allem will ich den Trailer einfach mal unkommentiert lassen. Naja, vielleicht eine kleine Anmerkung:

1. der Trailer zu Smoking Aces war auch ziemlich krass
2. Smoking Aces konnte dann im Endeffekt aber nicht halten, was versprochen wurde
3. THIS TRAILER ROCKT! Also lasst euch blenden und wartet aufs Endprodukt! :D

(wups... das waren drei Anmerkungen... ach egal... have fun!)