VERKAUFSAKTION! Trash für Minderjährige

Wie angekündigt sollen auch noch ein paar Granaten die heimische Videothek verlassen. Nur DVDs, nur FSK 16 oder tiefer.






Ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau, ob ich überhaupt Werbung für FSK 18 Titel machen darf?? Nun... Reviews schreiben mit blutigen Screenshots ist das eine, aber hier zum Kauf anbieten? Kennt sich da jemand von euch aus??? 


Wenn Interesse besteht: Meldet euch in den Kommentaren.

Alles zusammen geb ich für nen Fuffi ab! Ist doch ein faires Angebot, oder nicht!? ;-)
 
  • American Eagle (Josef Lai, Ladys & Gentlemen)
  •  War City Platoon
  • Das Todesschwert der Ninja (spinnt gg. Ende ein wenig)
  • The Surge
  • Raiders of the magic Ivory
  • Bruce Lee - seine besten Kämpfe
  • Draculas Todesrennen
  • Cannonball
  • Car Crash Auto 1 - 3
  • Deep Star Six
  • Kaktus Jack
  • Fantasy Box (9 Filme)
  • Godzillas Todespranke
  • Future Wars
  • Stealth Fighter
  • Karate Jack
  • Ninja the Protector
  • Zwei gelbe Höllenhunde
  • Der Weg zu den Sternen
  • Unheimliche Begegnung in der Tiefe
  • Django, dein Henker wartet
  • Martial Law
  • Prince of the Sun
  • Ti Lung - der tödliche Schatten des Mister Shatter
  • Quintana

VERKAUFSAKTION! Achtung, Achtung! Nur guter Stoff!


Lange nix geschrieben, aber das soll ja nicht heißen, dass es uns nicht mehr gibt.


Jedenfalls hab ich die Tage mal den Keller etwas entrümpelt und dabei einige Schätze gefunden, die ich gerne verscherbeln würde. Schaut mal drüber und wenn euch gefällt was ihr seht, dann hinterlasst eine Nachricht und Email-Adi einfach in den Kommentaren.


Als erstes direkt das Sahnehäubchen:


EINE 18Zoll ARMY OF DARKNESS ASH FIGUR von McFarlane Toys!







Die Figur wurde schon aus der Verpackung entnommen und stand ein paar Jahre bei mir rum. Hab immer gut auf den kleinen Ash geachtet, daher sind alle Teile sehr gut erhalten. Nur an der Flinte sind Farbreste von der linken Hand der Figur. Der Karton war schon bei der Ankunft bei mir so zerknittert.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass der Bewegungsabhängige Sound NIE aktiviert wurde. Es steckt sogar noch das Siegel in der Figur. Eigentlich kann Ash nämlich so nette Sachen sagen, wie "Groovy", wenn jemand an der Figur vorbei geht. Ich wollte aber nicht, dass etwas kaputt geht und hab dieses Feature daher nie in Betrieb genommen.

Die Tage werde ich dir Figur bei eBay reinstellen, aber bis dahin könnt ihr auch direkt hier zugreifen. 

Für 200,- Euronen + Versandt kann diese seltene Ash-Figur euch gehören!




WEITER GEHTS:
J-E-D-E    M-E-N-G-E     M-A-N-G-A-S

Aus einer Zeit, als noch ziemlich auf diese kleinen Schinken abgefahren bin... Aber seht selbst:

Gun Blaze West
 
 
D-N-A² (komplett)

Kajika & Sandland

Cowboy Bebop (komplett)

You're under Arrest (komplett)

Neon Genesis Evangelion (1-4)

Record of Lodoss War - Die graue Hexe

Record of Lodoss War - Die Chroniken von Flaim

Video Girl Ai (komplett: 1-15)


Die Heftchen haben mehr oder weniger gelitten. Teilweise habe ich auch manche Ausgaben bereits aus zweiter Hand erworben. Bis auf kleine äußere Mängel sind aber alle Bände noch in Ordnung. Ich bin mir noch nicht sicher, wie viel ich für die unterschiedlichen Serien haben möchte, also könnt ihr mir gerne Preisvorschläge machen.

Wer alles zusammen nimmt - immerhin 48 Bände - ist mit 150,- Euronen dabei. Dann würde ich sogar den Versandt übernehmen. ;)

Also dann: Have fun ;-)




PS: Als nächstes wirds auch ein paar Filmverkäufe geben... leider... die Sammlung ist zu groß geworden und ich muss mich von ein paar Schinken trennen. Nur weil ich hier nix schreibe heist das ja nicht, dass ich keine Trash-Filme mehr gucke. Dazu aber später mehr.

eBay-Start der vorgestellten Ware soll übrigens das kommende Wochenende werde (25./26. Mai)... wenn ich nicht zu faul bin jedenfalls.

Untote wie wir

(für mehr untote Infos klicke aufs Bildchen)

Man ist so tot, wie man sich fühlt

Release: 2009


Bart wird im Irak in einem Hinterhalt erschossen, in der Heimat beerdigt und entsteigt 3 Wochen später wieder seinem Grab. Einziger Vertrauter ist sein bester Kumpel Joey, der schnell rauskriegt, dass Bart nachts Blut trinken muss, um nicht zu verwesen. Übrigens nur nachts, denn Bart ist als Untoter Tagsüber im wahrsten Sinne des Wortes leichenstarr. Als so eine Art Zombievampir muss Bart fortan zusehen, wie er an seine nächtliche Blutdosis kommt, wobei er zusammen mit Joey schnell auf die Idee kommt, den einen oder anderen Verbrecher auszusaugen. Als Joey dann auch noch zu einem Vampirzombie wird und Bart alte Flamme auftaucht, ist das Durcheinander komplett…

Okay, was haben wir auf der Haben-Seite:
- Ungewöhnliche Story: check!
- Nette Splattereinalagen, die zwar nicht sehr zahlreich sind, sich aber durchaus blicken lassen können: check!
- Ein paar flache Gags (Stichwort: Zomedy): check!
- Ein paar Ballereien inkl. blutiger Einschüsse: check!
- Witzige Situationen, die sich quasi von allein aus der ungewöhnlichen Story ergeben: check!
- Überraschendes ende mit Twist: check!

So Leute, und das war’s! Der Rest ist nämlich nur noch als träge und halbgar zu bezeichnen. Angesichts der interessanten Plots, ist Regisseur D. Kerry Prior ziemlich inkonsequent in der Umsetzung des Stoffes. Schmeißt er zu Anfang noch alle moralischen Bedenken einfach über Bord, verfällt er in der zweiten Hälfte zu sehr in unnötige Dramatik, in dem er Barts Ex-Freundin mit in die Handlung einbaut. Tatsächlich wird der „witzige“ Kern der Geschichte – nämlich die Jagd auf Verbrecher auf Grund von Blutdurst – erst weit in zweiten Hälfte so richtig aufgegriffen. Bis dahin muss der Zuschauer einige zähe Minuten durchstehen. Auch ein paar laue Gags können die vielen Langwierigen Szenen nur bedingt erträglicher machen.

Offensichtlich war sich Prior, der vorher hauptsächlich für visuelle Effekte bei durchaus namhaften Produktionen zuständig war, nicht so ganz sicher, was er erzählen wollte: Eine Geschichte über mordende Untote, die sich coole Sprüche an den Kopf werfen oder eine Geschichte über einen Untoten, der über die Liebe zu seiner „Ex“-freundin langsam in Depressionen versinkt.

Leider also nix perfektes... wobei auf dem Papier noch alles gut aussieht: Einfach mal ohne Rücksicht auf Verluste einen Mix aus verschiedenen Genres zu präsentieren (Zombie, Vampier, Comedy, Action, Splatter, Drama), klingt nämlich erstmal spannend und interessant. Wer ein solches Konstrukt annehmbar umsetzen will, muss sein Handwerk jedoch verstehen, die richtige Mischung finden und einem strikten roten Faden folgen. Dies schafft Prior aber leider nicht. Die ersten 60 Minuten ziehen sich bis auf wenige Momente wie Kaugummi und wenn in den 110 Gesamtlänge gegen Ende endlich Fahrt aufgenommen wird (also in den letzten 15 Minuten) intessierts keine Sau mehr...

Da frag ich doch ernsthaft, welchen Film zu Teufel die Rezensenten der DVD-Hülle gelesen haben. Dort wird nämlich mit solch vollmundigen Kommentaren geworben, wie "Das beste Zombie-Buddymovie aller Zeiten" oder "Bitterböse Horrorkomödie mit Kultgarantie" (Kult... wenn ich das Wort schon sehe... *börgs*) und "Der Legitime Nachfolger von Braindead und Shaun of the Dead!" *wat* Absolut unverständlich! Beweist allerdings auch mal wieder die These: Je schmackhafter die Werbesprüche, desto schlechter der Inhalt.


Wer alles mal gesehen haben muss, kann sich gerne an "Untote wie wir" versuchen, allen anderen kann ich nur abraten und empfehle stattdessen die Sichtung von "Dead Heat!
 

In diesem Sinne: 2 Köppe - einen für die Idee/das Filmende und einen für die paar blutigen Einschüsse

 PS: Bilder gibbet nicht... keine Lust! 

Welch Überraschung






Somit wurde wieder einmal bewiesen: In Deutschland reicht es, wenn man nur Schnoddergrütze in der Birne hat. Oder liegt der IQ eines durchschnittlichen RTL-Guckers nah bei dem von Joey, so dass ein solches Ergebnis quasi vorherbestimmt war?! Fragen über Fragen...

Jedenfalls erstaunlich, dass diese Blitzbrine ohne seinen Betreuer überhaupt so lange im unbarmherzigen Dschungel ausgehalten hat.  Hoffentlich wächst ihm der Ruhm jetzt nicht zu Kopf und er wacht eines Morgens tot auf...ist ja bekanntlich seine größte Angst oder so...

Es war einmal...

So, damit hier auch mal wieder was hingeschis… hingeschrieben wird: Ein "kurze" Übersicht über die letzten Kino- und Heimsichtungen – jedenfalls alle, an die ich mich noch erinnern kann. Der Jahreswechsel hat doch irgendwie mehr Hirnzellen verbrannt, als geplant. :D

Auffällig ist, dass ich tatsächlich relativ wenig Trash konsumiert habe. Wobei ja doch noch die eine oder andere Granate dabei war. So ganz wird man dieses „Hobby“ eben nie ganz los. Aufzählung der Filme erfolgt in nicht sortierter Reihenfolge.



Der Hobbit
Kommt als erstes, weil einfach alle drüber reden müssen. Wir waren dann auch in der Supermegaspecial HFR-3D-Vorstellung, um uns den Schmonz anzuschauen. Peter Jackson kann man sicherlich nicht absprechen, ein guter Filmemacher zu sein. Seine visuellen Darbietungen ist fantastisch, die Geschichten toll erzählt und seine Darsteller leisten hervorragende Arbeit. Es ist also meine ganz eigene, subjektive Meinung, wenn ich sage, dass mich der erste Teil des Hobbits ziemlich kalt gelassen hat. Ja, die Landschaftsaufnahmen waren klasse und die Kämpfe sahen auch schick aus, aber der Rest war ziemlich belanglos. Es fehlte teilweise einiges an Dynamik und die meisten „witzigen“ Szenen wirken erzwungen und überflüssig. Auch technisch gesehen wurde ich eher abgeschreckt. Das HFR-Gedönse sorgte für unnatürliche Bewegungsabläufe und Seifenopern-Optik… und 3D empfand ich sowieso schon immer als überflüssig.

Jack Reacher
Steht und fällt mit dem Darsteller oder besser gesagt mit der Beziehung zum Darsteller. Ich kenne etliche, die mit Tom Cruise nichts anfangen können und deswegen auch seinen Filmen keine Chance geben. Ich selbst sehe den ollen Scientologen ganz gerne. Ob als Geheimagent, Kampfjetpilot oder Sportmanager – er hat immer überzeugende Arbeiten abgeliefert. So auch in Jack Reacher. Der Streifen bietet unterhaltsame Thrillerkost, mit halbwegs tiefgründiger Story und überzeugender Action. Anfangs noch etwas langatmig unterwegs, nimmt die Geschichte zum Ende hin gut fahrt auf und nach und nach präsentiert sich der wahre Charakter der Hauptfigur. Eine Fortsetzung kann ruhig kommen!


Expendables 2
Schon bißchen älter, ich weiß, aber muss hier auch erwähnt werden. Noch schneller und härter, als der Vorgänger. Als kleinen Kritikpunkt lässt sich vielleicht anführen, dass sich die vielen Oneliner bei mehreren Durchläufen stark abnutzen dürften, aber der Rest unterhält dafür immer noch genug. Coolere Sprüche, coolere Action, coolere Typen und die Story ist total gaga! Also genau das, was ich eigentlich schon in Teil 1 erwartet habe. Danke, Sly, für dieses geile Stück Actionkino. Und für die Fortsetzung wünsche ich mir Micheal Dudikoff, yeah!

Act of Valor
Mehr Patriotismus geht nicht! War dieser Streifen nicht zunächst mal als Werbefilmchen für die Navy Seals geplant und ist dann auf die große Leinwand gehievt worden? Teilweise trieft der Patriotismus aus allen Poren (ganz schlimm wird es, wenn man sich zu Anfang und gegen Ende die Monologe eines „Hauptdarstellers“ anhören muss). Um den Film noch glaubhafter *kicher* erscheinen zu lassen, hat man gleich auf echte Seals zurückgegriffen. Dieser Umstand führt leider auch dazu, dass dem Zuschauer keine Identifikationsfigur geliefert wird, da die Darsteller allesamt reichlich hölzern agieren. Die Actionszenen machen dafür ne Menge Spaß – im MakingOf wird groß damit getönt, dass teilweise mit echter Munition herumgeballert wurde *whatever* - und können stets überzeugen. Zum Glück… ansonsten hätte man nämlich nur noch einen Film, der die Seals bis zum erbrechen glorifiziert und die Teammitglieder als ehrliche vaterlands- und familienliebende Amerikaner darstellt, die den amerikanischen Traum leben, so wie es jeder gute Amerikaner tun sollte. Insgesamt also durchaus vergleichbar mit „Navy Seals“ mit Charlie Sheen, nur nicht mehr so trashig. I love this crap!

Gefährten aka Warhorse
Für meine bessere Hälfte erworben und durchgestanden. Mein Gott… Steven Spielberg liefert hier… ja was liefert er denn überhaupt? Eine Aneinanderreihung von Episoden, die arg konstruiert und dadurch extrem unglaubwürdig wirken. Nicht falsch verstehen: Ein vermenschlicht dargestelltes Pferd, dass im ersten Weltkrieg zum Kriegsdienst eingezogen wird, mal der Kavallerie zur Verfügung steht, dann an ein kleines krankes Mädchen gerät, zum Haubitzen-Zugpferd verdonnert wird, durch Schützengräben galoppiert, sogar zu einem kurzzeitigen Waffenstillstand beiträgt und am Ende wieder zu seinem Besitzer zurückfindet, kann selbstverständlich nur als unglaubwürdig bezeichnet werden. Allerdings sollte man bei Steven Spielberg doch davon ausgehen, dass der Zuschauer durch anständige Dramatik und eine mitreißende Story davon abgelenkt wird. Von wegen: Die überzeichneten Charaktere, die vielen überdramatisierten Momente verleihen vielen Szenen eher etwas lächerliches, als etwas Mitreißendes. Oder wollte Spielberg, der diesen Streifen ja ernst gemeint hat, einfach nur Edeltrash produzieren? Für meine Begriffe wäre Sauerbraten die bessere Wahl gewesen.

Lockout
Es hört noch nicht auf mit den Rügen. Die Trailer sahen sehr vielversprechend aus. Im Kino verpuffte der Mix aus Die Hard und Escape from New York im Weltraum dann aber recht schnell. Warum wusste ich dann auch nach der Heimauswertung. Außer pseudocoolen Onelinern von Guy Pierce passiert nämlich nicht viel. Dazu kommen sich CGI-Effekte, die nur noch als unverschämt bezeichnet werden können (ich will hier nur mal an die Verfolgungsjagt zu Beginn erinnern). Hier und da blitzt immer wieder das vorhandene Potential auf, aber letztendendes bleibt nicht genügend Substanz für einen guten Film übrig. Schade…
Rango
Endlich mal nachgeholt. Gute Animationsunterhaltung, die mal nicht von Pixar kommt. Die Gags halten sich eher im Hintergrund. Teilweise wird die Story schon fast zu ernst, wobei Rango auch nie als der große Familienspaß beworben wurde. Anspielungen auf andere Filme fallen wahrscheinlich nur den Kennern auf. Die werden dann aber auch sehr gut unterhalten. Ein bisschen träge hier und da, aber insgesamt sehr schön gemacht.

The Guard
Irischer Humor? Den kannte ich auch noch nicht. Ich machs kurz: guckt euch den Streifen an, der ist wirklich gut! Eine menge böse und ultratrockene Sprüche und dazu ein vielschichtiger Hauptcharakter, welcher vom Zuschauer anfangs noch ziemlich missverstanden wird. Nach und nach eröffnet sich Handlung und nach und nach öffnet sich auch der Hauptcharakter. Nettes Kino abseits des Mainstreams.

Elite Fighter aka Power Force aka True Vengeance Back to the roots. B-Action vom feinsten mit Daniel Bernhardt, der als Ex-Navyspezialist von der Yakuza erpresst wird und dann eliminiert werden sollt. Blöder Fehler seiner Widersacher: Sie haben zuvor seine Tochter entführt. Das eine solche Konstellation nur in einem Rachefeldzug enden kann, ist wohl klar. Die Story ist so simpel, wie zwei Duplosteine, dienen also höchstens als Lückenfüller zwischen den Scharmützeln, die sich zahlreich über die Laufzeit verteilen. Dabei sind die Explosionen groß, die Schläge hart und die Einschüsse blutig. Was will der B-Action-Fan mehr, frage ich da?

Mission Impossible – Phantom Protokoll
Joa, Tom Cruise, ne?! MI.III hat mir schon gut gefallen und der vierte Teil kann daran mit wenigen Einbußen anknüpfen. Ein paar eindrucksvolle Szenen, wie z.B. die Verfolgungsjagt in den heranbrausenden Sandsturm hinein bleiben auch im nach hinein noch im Kopf. Ansonsten gibt’s Mainstream-Actionware, die gut unterhält und niemals tiefgängig ist oder in irgendeiner weise fordernd wird. Wenn man nach einem beschissenen Bürotag nach Hause kommt und einfach ne Runde abschalten will, dann würde ich diesen Streifen ohne zu zögern auswählen.
Tucker and Dale Vs. Evil
So oft bin ich schon an der DVD vorbeigegangen. So oft habe ich die Scheibe schon in der Hand gehalten und jetzt hab ich ihn erst gesichtet. Warum eigentlich so spät? Diese Horrorparodie ist großartig. Sehr erfrischend umgesetzt und jegliche Klischees aus Backwood-Slashern aufs Korn nehmend. Wir haben uns bestens amüsiert. Da kann man mal sehen, was alles passieren kann, nur weil man nicht in Ruhe mit einander reden will und sich stattdessen lieber seinen Vorurteilen hingibt.

Cowboy Bebop – komplette Serie
Meiner Meinung nach DIE Anime Serie schlechthin. Hier stimmt einfach alles. Geniales Setting, charismatische Figuren und ein abartig guter Soundtrack, der mich nun schon viele Jahre immer mal wieder begleitet. Als ich die Serie das erste Mal sah, war dies geradezu prägend und dementsprechend subjektiv ist nun meine Meinung dazu. Aber auch objektiv betrachtet gehört Cowboy Bebop immer noch zu den Oberklassen der Anime-Welt. Wer noch nichts von CP gehört hat: Die Serie ist vom Flair entfernt vergleichbar mit der Serie „Firefly“. Wer davon auch noch nichts gehört hat, der soll sich schleunigst beides reinziehen!

Prometheus
Im Kino ist der Streifen an mir vorbeigezogen, aber jetzt konnte ich dieses Sci-Fi-Schmankerl endlich nachholen. Am ende war ich jedoch unsicher, wie ich diesen Film bewerten soll. Optisch ist der Film ein wahrer Augenschmaus. Effekte und Kulissen sind absolut sehenswert. Michael Fassbender als Androide ist hochmotiviert und verleiht seiner Figur das gewisse Etwas. Noomi Rapace hingegen übertrifft sich selbst im Finale mit einer Gesichtsentgleisung nach der anderen. Überhaupt empfand ich den Film gegen Ende überhastet und sprunghaft. Nachdem zunächst viel Zeit für Storyaufbau draufgeht, überschlagen sich die Ereignisse im Finale, was angesichts der sonst exzellent erzählten Geschichte wirklich schade ist. Und warum zum Teufel hat Scott nicht die Deleted Scenes im fertigen Werk gelassen. Meiner Meinung nach hätten einige davon wesentlich zu einem besseren Verständnis des Films beigetragen oder hätten die eine oder andere Szene wesentlich runder erscheinen lassen. Naja, sei es drum – Prometheus ist trotz einiger Schwächen immer noch ein toller Science-Fiction-Film… wurde auch mal wieder zeit, dass auf diesem Sektor was Vernünftiges erscheint!





Und wer den Hals nicht voll bekommen kann, für den habe ich auch noch ein paar Spieletipps:

Hitman – Absolution
Der Glatzkopf ist zurück und diesmal ist es persönlich. Nachdem er seine Auftraggeber hintergeht, wird Mister 47 zur Zielscheibe. Doch zielstrebig, wie er nun mal ist, verfolgt er seine Ziele bis zum bitteren Ende. Dabei darf er sich dank neuer Grafikengine in einer toll aussehenden Welt bewegen und wieder einmal zahlreiche Möglichkeiten nutzen, seine Ziele zu eliminieren. Die Fehlertoleranzen sind extrem niedrig und auf höheren Schwierigkeitsgraden ist das Spiel knackeschwer. Das die Hitman-Reihe nichts für unruhige Zocker ist, ist aber eh jedem Fan des Glatzkopfes bewusst. Leider nicht alles an dem neusten Teil positiv. Die Level sind zwar groß, leider aber in Abschnitte unterteilt, die für sich genommen Schlauchartig wirken. Trotz Verkleidung wird man nach kurzer Zeit entdeckt, muss als trotzdem noch in der Deckung umherschleichen und das Speicherpunktsystem kann auch nicht gerade ausgefeilt genannt werden. Das ist allerdings meckern auf sehr hohem Niveau, denn Hitman ist Hitman und kann an sich eigentlich schon nicht schlecht sein! ;-D


PS: Ich hab das Spiel für die PS3 doppelt. Falls wir hier noch Leser haben: Bei Interesse gerne melden!



Mass Effect
Seit Dezember gibt es den ersten Teil im Playstation-Network für ein paar Euronen und da hab ich direkt mal zugegriffen. Was für ein grandioses Spieleerlebnis! Zwar sieht man die Spiel sein Alter an, die Level wirken kahl, die Figuren bewegen sich hölzern und das Kampfsystem etwas hackelig, trotzdem macht es ein riesen Spaß. Das liegt vor allem an der Geschichte, welche mitreißt und perfekt auf die weiteren Teile der Trilogie einstimmt. Nebenmissionen habe ich nur eine Handvoll erledigt. Der Erforschung von Sternensystemen wurde ich irgendwann überdrüssig, weil ich mehr von der Story erfahren wollte. Doch selbst damit bin ich auf gute 30 Stunden Spielzeit gekommen. Sehr ordentlich. Von angeblichen Rucklern und Framerateeinbrüchen oder langen Ladezeiten habe ich übrigens nichts gemerkt. Einzig die deutsche Synchronisation ist ziemlich grottig.

Mass Effect 2
Hab ich dann direkt nachgeschoben und wurde noch mehr gefangen. Der zweite teil legt schon allein grafisch ne Schüppe drauf. Doch auch in Punkto Story, Dramatik und Action haben die Entwickler noch mal alles gegeben. Zahlreiche Nebenmissionen – vor allem die Loyalitätsmissionen der eigenen Crewmitglieder – runden die Geschehnisse um Commander Shepard ab. Manche Charaktere sind mir dermaßen ans Herz gewachsen, dass mir die Einteilung der Teams in der letzten, sprichwörtlichen Selbstmordmission wirklich Bauchschmerzen bereitet hat. Wer nach Teil 2 mit dem dritten anfängt, kann nämlich den Speicherstand des vorherigen Teils übernehmen und dann… dann sind die gefallenen Kameraden auch wirklich futsch. Insgesamt habe ich mich sehr intensiv mit den zahlreichen Nebenmissionen beschäftigt, viel erforscht und die Nebenhandlungen genossen. Damit kam ich dann auch auf 45 Stunden Spielzeit. Übrigens kam es dann bei Teil 2 zu den Leistungseinbrüchen, vor allem in den Zwischensequenzen, und zu langen Ladezeiten. Teilweise nervig, aber mit Blick auf das Gesamtwerk verschmerzbar. Ich bin gespannt auf Teil 3!


Haut'a rein, Leude!

Pacific Rim

Jetzt muss ich doch was posten:

Mutha'fuckin' Robotaction! Big time!

Ich lach mich kaputt... ein Millionenbudget für einen Giant-Robots-vs-Monsters-Movie?! Sowas gabs noch nie... geschweige den auch noch im Kino... in 3D ... und von Guillermo del Toro... D-E-R H-A-M-M-E-R

Besser als Robotjox wird er sicherlich allemal. :D



Ich sollte Hellseher werden

Wie heute bekannt wurde, hat Disney LucasFilm und alle seine Tochterunternehmen für rund 4 Milliarden von George Lucas gekauft. Des Weiteren wurde bekannt gegeben, dass Disney die Star Wars Reihe fortsetzen will. Star Wars VII soll 2015 in die Lichtspielhäuser weltweit kommen. Nun wird natürlich über den Inhalt und eventuelle Auftritte von Mark Hamill, Carrie Fisher und Harrison Ford spekuliert.

Daher möchte ich an dieser Stelle auf meine hellseherischen Fähigkeiten zum 1. April 2010 hinweisen:



Sollte irgendetwas von dem Mist, den ich mir zusammengesponnen habe, wirklich in den Filmen erscheinen, verklage ich George Lucas und Disney auf Schadenersatz :-D

P.S.: Die Lottozahlen von heute Abend sind: 3, 7, 23, 25, 33, 48; Zusatzzahl: 8

A good day to die hard - Teaser



Sorry Leude... fühlt sich irgendwie noch nicht wie "Die hard" an. Ging mir bei den ersten Teasern zum Vierten Teil schon so, aber diesmal ist das Gefühl stärker... vielleicht weil Willis in den letzten Jahren in so vielen Gurken mitgewirkt hat?! Keine Ahnung, aber der Streifen hat noch viel Arbeit vor sich, um mich zu überzeugen.

Kommando - U.S. Navy Seals II


(klicke aufs Cover für mehr knallige Infos)

Release: 1999

wusch – zwoooosch - w'sch

Wegen diverser Meinungsverschiedenheit gehen die beiden Seals Casey Sheppard und Frank Ratliff als Feinde auseinander. Der eine – Casey – zieht sich aus dem aktiven Dienst zurück und wird Schweißer und Künstler. Der andere – Frank – raucht weiterhin Zigarillos, entführt eine Atomphysikerin und zwingt diese, zwei Atomraketen auf eine fiktiven Insel im Beringmeer scharf zu machen. Selbstredend will er damit die Welt erpressen und fordert schlappe 1 Milliarde Dollar. Ebenfalls selbstredend, dass nur ein Mann den Wahnsinnigen stoppen kann. So tauchen dann auch wenig später Casey ehemaliger Vorgesetzter und Major Donner in Caseys Atelier auf. Bei der Erwähnung seines Erzfeindes willigt dieser natürlich ein, allerdings mit der Prämisse, sein Team selbst zusammenstellen zu dürfen. In einer kurze Montage werden die Kerlchen kurzerhand von Übungsgeländen, aus Bars, von Bikertreffpunkten und aus Gefängnissen rekrutiert. Zusammen mit Major Donner geht’s ab Richtung verlassener Insel, die – jetzt kommt der Clou – mit Methangas verseucht ist. Daher darf auf der gesamten Insel keine Waffe abgefeuert werden. Was passiert, wenn es doch getan wird, demonstriert Major Donner eindrucksvoll, in dem er ein brennendes Feuerzeug an Methangasballons hält: KaBOOM! Soll aber alles kein Problem sein. Die muntere Truppe ist Nahkampferprobt und so kann der Spaß mit Messern, Beilen, Ketten, Stangen und einer Art Säureball verschießenden Luftdruckpistole beginnen.
Ganz großes Tennis! Nix erwartet, alles bekommen – so kann ich Kommando US Seals am besten zusammenfassen. Issac Florentine, der seine Erfahrungen beim Dreh von Power Ranger Episoden sammelte, zeigt hier wieder einmal, was sich selbst mit kleinem Budget so alles bewerkstelligen lässt. Übrigens nicht das erste mal, dass Florentine eine Genreperle im B-Movie-Sektor erstrahlen lässt: Fight of the Dragon mit Dolph Lundgren und Undisputed II mit Michael Jai White und Scott Adkins seien nur beispielhaft erwähnt. Bei Kommando – US Seals wird zudem seine Vorliebe für das Asiatische Kino und die Martial Arts Künste deutlich ersichtlich. Gerade in der zweiten hälfte fliegen die Fetzen. Die Seals kloppen alles kurz und klein, wobei sich Ihnen auch eine unzählbare Masse an Gegnern in den Weg stellt. Kein Wunder übrigens wenn der Stuntkoordinator und ebenfalls Darsteller Andy Cheng heißt. Dieses Kerlchen war schon Stuntdouble für Jackie Chan (gibt’s die doch??? o_O) und Stuntkoordinator für The Scorpion King oder Welcome to the Jungle.
Für Freunde von Dauerfeuer und Explosionen hat Florentine direkt zu Anfang einiges aufgetischt. Ein Einsatz der Seals artet unerwartet in ein hartes Feuergefecht aus. Bevor man jedoch dazu verleitet wird, eine billige Inszenierung mit rauchigen Explosionen zu erwarten, wird der erste Wachturm von einer großes Explosion zerrissen. Kurz darauf fällt ein Gegner, von Kugeln durchsiebt, von einem Dach und reißt dabei eine hölzerne Tür ein. Der Hammer! Ich musste sogar zurückspulen und mir das ganze zweimal anschauen, so viel Spaß hat das Feuerwerkt gemacht. Die sehr schnell inszenierte Kampfchoreografie ist ebenfalls bemerkenswert weit über dem Genredurchschnitt. Gebrauch von Wackelkamera ist Fehlanzeige. Es schien Florentine einzig und allein um einen hohen Unterhaltungswert und Funfaktor zu gehen, was auch wunderbar gelingt.
Im Gegensatz dazu ist das Drehbuch erwartungsgemäß absolute Standartware. Hey, die beiden Widersacher kennen sich. Hey, der eine ist der Gutmensch, der andere Psychopath. Hey, einsame Insel und – oh staunet – Atomraketen. Eieiei, wenn das mal keine Erpressung nach sich zieht… Reißbrettstory, in der sich die dazu passenden stereotypen Figuren bewegen. Standardmäßig besteht die Truppe als schrulligen Typen (und einer Frau), die alle so ihre Macken und jeder einen eigenen Kampfstil haben. Das reicht ja auch eigentlich, um für Trouble zu sorgen. Einzig Marshall Teague (Major Donnor), vllt. bekannt durch zahlreiche Minirollen, z.B. aus The Rock und Armageddon, sticht mit seinem Bierbauch und seiner (extrem coolen) Säuraballpistole etwas heraus. Damian Chapa (Street Fighter) ist als Oberschurke im Dauer-Overaction-Modus, weiß dadurch aber zu überzeugen. Grenzwertig empfand ich dagegen Michael Worth in der Hauptrolle, der weniger Mimik als ein Holzklotz hat. Ein Holzklotz mit dauerhaft belämmerten Blick… Fast unerträglich, da völlig überdreht gespielt, war auch Kate Connor als Atomphysikerin. Ihr Verhalten und schauspielerische Darbietung erinnerte mich eher an Hochglanzpornos „Oh, Casey, sie haben mich gerettet – treiben wir es gleich hier auf dem Labortisch“.
Das wirklich absolut und unerreichbar beste Gimmick an diesem Streifen ist die allerdings Vertonung! Egal welche Bewegung die Darsteller machen, ob eine Waffe zu Boden fällt, ob jemand kurz nach rechts und links guckt: Alles wird mit einem „Wusch“-Geräusch unterlegt. Ich hab mich teilweise gekringelt vor lachen, da so ein Effekt natürlich viele Szenen ins unbewusst lachhafte zieht. Da läuft ein Seal voran durch einen Tunnel, gibt Handzeichen (Wusch, zwossch, wunsch), der Hintermann bestätigt (wusch, wusch) und einer Dritter blickt kurz nach hinten (zwosch, wosch). Großartig! Das ganze wird offensichtlich mit Absicht betrieben und lässt den Streifen zusammen mit vielen, vielen anderen maßlos übertriebenen Szenen wie eine Parodie auf das Subgenre der Spezialeinheiten-Filme erscheinen. Das meine ich jedoch – als Trashfan – absolut positiv. Denn da sich der der Streifen selbst kaum ernst nimmt, vor übertriebenen Szenen und Dialogen nur so trieft, entfaltet er erst seinen ungemein hohen Unterhaltungswert.
Fazit: 
Krasse Sache! Florentine zaubert wieder mal eine Granate aus dem Hut und präsentiert handfeste, weit über dem B-Movie-Durchschnitt liegende Actionware. Darsteller sind alle allesamt austauschbar, Story ebenfalls, aber dafür rappelt es immer wieder gehörig im Karton. Nach der anfänglichen Materialschlacht ist zwar bis zur Filmmitte etwas Leerlauf, dafür zieht sich der Showdown auf der Insel aber auch über die gesamte zweite Hälfte. Langweilig wird’s übrigens dank der teils behämmerten Dialoge nie. Wenn das nächste Wusch-Geräusch ertönt, während Major Donner seine coole Säureballpistole nachlädt und den nächsten Widersacher aufs Korn nimmt, sollte das Grinsen der Fans breiter weiter. 80 Minuten geht der Streifen, 75 Minuten davon hab ich abgefeiert, 5 Minuten lang war ich Bier holen/wegbringen. Was will man(n) mehr? 4 Köppe!

 
PS: Ganz nett übrigens die uralten Kino-Trailer auf der ungeschnittenen DVD von Best Entertainment / Screen Power. Sowas sollte es öfters geben!

Haywire

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 2011


Mallory Kane ist Ex-Marine(in ?), deswegen natürlich knallhart und für ein privates Sicherheitsunternehmen tätig. Für verschiedene Auftragsgeber erledigt sie im Team diverse Jobs z.B. Geiselbefreiungen oder ähnliches. Bei ihrem neusten Job merkt sie gleich, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Prompt stolpert sie in ein groß angelegtes Komplott und kann einen Anschlag auf ihr Leben nur knapp vereiteln. Von nun an ist Kane auf der Flucht, ohne zu wissen, warum sie überhaupt gejagt wird, wer dahinter steckt, wem sie trauen kann und wie sie aus der Sache heil wieder rauskommen soll. Doch Kane wäre nicht die Beste der Besten der Allerbesten, wenn sie sich nicht auf ihre Intuition verlassen könnte und vor allem auf ihre Eisenfäuste, um die Wahrheit Licht zu prügeln.
 
Steven Soderbergh versucht sich mal wieder am Thema Thriller. So richtig geklappt hat das aber leider nicht. Aber so ist das mit Soderbergh… für viele eine Hassliebe durch und durch. Auf der einen Seite versteht er sich auf coole, ungewöhnliche Inszenierung, auf der anderen Seite kann er seine Fingerchen aber einfach nicht von übertriebenen Stilmitteln lassen, wie z.B. Farbfiltern. So sind dann auch hier alle wärmeren Handlungsorte gelb und alle kühleren Orte blau eingefärbt. Fand ich schon bei Traffic doof und gefiel mir hier immer noch nicht.

Weiteres Manko ist ganz klar das Drehbuch. Denkt man zunächst noch, dass mehr in der anfangs noch sehr undurchsichtigen Story steckt, muss man am Ende leider erkennen, dass es doch nur wieder auf zwei sehr einfache Gründe hinläuft: Verrat und Rache. Kane wird veräppelt, entkommt und klatscht jeden um, der sich gegen sie verschworen hat inkl. kollateraler Schäden. Da der Plot im Grunde so einfach ist, Soderbergh das ganze aber in seiner typischen Art bis zum Erbrechen aufbauscht, wirkt die Geschichte ziemlich überkonstruiert. Geradliniger & direkter wäre sicherlich nicht schlechter gewesen. Dazu kommen immer wieder solch merkwürde Zufälle, die mir persönlich übel aufgestoßen haben: z.b. flüchtet Kane durch eine enge Straße, ist kurz davor geschnappt zu werden, da kommt zufälligerweise ein Taxi vorbei. Später flüchtet sie mit einem Auto rückwärtsfahrend durch einen Wald, ist ihren Häschern fast entkommen, da stoppt plötzlich ein durch die Scheibe springendes Reh ihre Flucht…o_O von solchen unrealistischen Szenen gibt es noch zwei, drei mehr… klar, irgendwie muss die Handlung vorangetrieben werden, in welche Richtung auch immer, aber doch bitte nicht so absurd!

Naja, wie gesagt stimmt aber die Inszenierung des ganzen. Die fällt mitunter nämlich sehr ungewöhnlich aus und verschließt sich damit auch den typischen Blockbusterbildern. Besonders auffällig ist der Umstand, dass in Kampfszenen vollständig auf die musikalische Untermalung verzichtet wurde. Dafür sind Schlag- und Kampfgeräusche umso präsenter, wodurch die diversen Handgemenge ungeheuer intensiv und brachial wirken. Toll! Zusätzlich ist der restliche Film mit einem treibenden Score versehen, der mal nicht nach Hans Zimmer klingt, sondern eher nach Oceans 11-13. Wie gesagt: Ungewöhnlich, aber intensiv. Gerade weil sich der Streifen aber von den bekannten Sehgewohnheiten unterscheidet, hatte er bei mir von vorn herein ein Stein im Brett.
 
Positiv muss ich auch die Muay Thai Kämpferin und ehemalige Psychologiestudentin Gina Carano erwähnen. Die guckt zwar meistens grimmig, was aber absolut ausreichend ist. Vor allem hat sie aber richtig viel Power und jede Menge Charisma. Dank ihrer starken Leinwandpräsenz schafft sie es trotz mangelnder schauspielerischer Erfahrungen sofort, den Zuschaue für sich zu gewinnen und mit zu reißen. Nicht zuletzt freut man sich natürlich auch auf den nächsten Schlagabtausch. Carano ist eben eine verdammt gute Kämpferin und weiß genau, was sie da tut. Das merkt man und das wird in Haywire mehr als deutlich gezeigt – ganz zur Freude actionhungriger Fans. Ich kann nur hoffen, dass Ihre Rolle im sechsten Fast & Furious-Teil ähnlich gut wird. Als Sahnehäubchen tauchen außerdem immer wieder bekannte Gesichter auf. Allen voran Michael Fassbender und Ewan McGregor. Beide darf Carano übrigens nach allen Regeln der Kunst vermöbeln. Auch gegen Channing Tatum darf sie die Fäustchen schwingen. Dazu dürfen sich dann noch Michael Douglas, Antonio Banderas und Bill Paxtion mit der Amazone herumschlagen, allerdings nur mündlich. Man will der alten Garde ja nicht all zu viel zumuten.

 

Fazit:
Leider schwächelt Soderberghs Actionthriller an einem arg konstruiert wirkenden, leicht einfallslosen Drehbuch. Man merkt das lediglich eine Story um die Amazone Gina Carano herum gebastelt wurde, welche ihre Fähigkeiten auf dem Martial-Arts-Sektor formschön in Szene setzen soll (was dann wiederrum auch wunderbar funktioniert). Sei es drum, der Film unterhält trotzdem gut - nicht nur dank der ungewöhnlichen Inszenierung und der Charismatischen Hauptdarstellerin. Mit Soderberghs Stil kommt garantiert nicht jeder klar, aber wer sich drauf einlässt und über die Schwächen im Drehbuch hinwegsehen kann, der bekommt einen netten kleinen Thriller für zwischendurch präsentiert. 3,5 Köppe