nachträglicher Weihnachts-Trash

Sooooo, Weihnachten ist vorbei und alle Verwandten und Bekannten wurden wieder einmal erfolgreich aus den heimischen Gefilden vertrieben, nachdem sowohl jeglicher Süßkramm vernichtet und auch die letzte Ecke ganz hinten im Kühlschrank ausgekratzt wurde. Geschenke haben hoffentlich alle ihren Besitzer gewechselt oder wurden in den letzten Tagen wieder erfolgreich umgetauscht, wobei man an der Kasse beschähmt in die Luft guckt, weil man genau weiß, dass auch jeder anderer weiß, dass dieser unglaublich hässliche Jogginganzug definitiv nur ein Geschenk gewesen sein kann.

Jedenfalls kehrt so langsam wieder Ruhe rein und auch bei der Trash-Academy kann man sich endlich wieder auf das Wesentliche besinnen: Schlechte Filme!

Doch vorher muss hier noch was anderes erledigt werden, denn genau in dem gerade oben beschriebenen Trubel hatte eine Trash-Academy-Mitglied Geburtstag. Kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich Menschen, die in den besinnlichen Tagen freiwillig zur Welt kommen - und nur in der Hoffnung, doppelt Geschenke abzusahnen!


Und so steht das heilige Fest im Hause P. aus V. wie jedes Jahr unter dem Motto:


... oder auch Chewieee genannt!


Wie Chewieee zu seinem Namen gekommen ist, ist übrigens ne ganz lustige Geschichte. Auf seinen Streifzügen durch die Welt traf er eines Tages auf ein paar Wookies, mit denen er eine Zeit lang abhing. Als es dunkel wurde und die Müdigkeit zunahmen, fing er an zu gähnen, was auf die Wookies einen enormen Eindruck machte. Verständigungsprobleme waren damit aus der Welt geschafft und Chewieee wurde einen Wookie ehrenhalber.

Jaja, ich weiß, eigentlich ne bekloppte Geschichte, aber bevor noch jemand fragt...


Auf jeden Fall bereichert er seit seinem frühen Eintritt in die Academy diesen Blog mit geistreichen Beträgen bzw. neusten Trailern und dafür möchten wir uns bedanken und wünschen nochmals nachträgliche


herzliche Glückwünsche!


Into the Sun

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 2005

"Only one man can stop the Yakuza!"


Steven Seagal ist Travis Hunter, ein Ex-CIA Agent im Ruhestand und nebenbei Schwertverkäufen und somit natürlich auch ein Meister des Samuraischwertes. Hunter wohnt und arbeitet in Tokyo, wo nebenbei in der Unterwelt einiges vor sich geht. Ein junges Führungsmitglied der Yakuza schmiedet auf eigene Faust und ohne das Wissen der Ältesten eine Allianz mit den Tongs. Mit Quellen zum goldenen Dreieck wollen sie Japan mit Drogen überschwemmen und vor allem schnell mächtig und schnell reich werden. Das ruft den CIA auf den Plan und kurzerhand wird Hunter reaktiviert, was dieser nicht so prickelnd findet. Zusammen mit einem Frischlingsagenten, der von Hunter die ganze Zeit gepiesackt wird, beginnen die Recherchen. Als er den bösen Buben jedoch zu sehr auf die Pelle rückt, bringen diese kurzerhand seine Verlobte um. And so it’s on! Ab jetzt ist Gnade ausverkauft und Hunter zieht mit Katana und Colt in seinen persönlichen Rachefeldzug!
"I couldn't sleep well knowing I hadn't chopped off your balls yet."

Nach „Attack Force" war es eine wahre Wohltat, sich einen besseren Film aus Seagals DTV-Ära anzuschauen. Überhaupt ist Seagal bei „Into the Sun" nach seiner miesen Vorstellung in „Out of Reach" wesentlich motivierter bei der Sache und übernimmt gleich die Aufgaben eines Drehbuchschreibers, Produzenten und Musikzulieferer (insgesamt 6 eigene Musikstücke). Es ist für den Lord ja auch quasi eine Rückkehr zu seinen Wurzeln, zu seiner Wahlheimat Japan und genau das sieht man Steve auch an. Geradezu fröhlich stapft er durchs Bild, lächelt sogar in einigen Szenen und macht insgesamt einen ziemlich zufriedenen Eindruck. Von der Unlust und Langeweile in seinen späteren Produktionen (zum Beispiel in seinem Tal der Tränen) ist hier nichts zu spüren.

Auch die Kulisse Tokyos macht einiges mehr her, als die immer gleichen schnöden Ostblockbauten und heruntergekommenen Lagerhallen. Sonnige und vor allem Menschenüberfüllte Seitenstraßen in der Riesenmetropole, Zen-Gärten, kleine japanische Tempelanlagen und bunte Neonreklamen sorgen für reichlich Schauwerte und wurden von mink (der Regisseur nennt sich wirklich so) immer schick eingefangen. Das ganze wirkt fast wie eine kleine Verbeugung vor der japanischen Kultur. Hinzu gesellen sich spielfreudige junge japanische Schauspieler, wie z.B. der fiese Yakuza Anführer und seine Handlanger.

Leider handelt es sich immer noch um einen Seagalstreifen aus der DTV-Ära und somit gibt es auch Kritikpunkte. So einfach wie die Story oben beschrieben ist, stellt sie sich im Film leider nicht da. Es gibt viele Handlungen und Geschehnisse, die eigentlich nichts mit dem Hauptplot zu tun haben, was zu Logiklöchern und Verständnisproblemen oder einfach nur Langeweile führt. Ebenfalls gibt e ein paar unglückliche Szenen mit Seagal und seiner Geliebten. So gut man aus dem Mord an der Verlobten eine Rachestory stricken kann, so bescheuert sieht der Lord mit einer gefühlten 40 Jahre jüngeren Frau an seiner Seite aus. Es macht schon einen extrem komischen Eindruck, wenn er ihr eine alte wertvolle Haarbrosche schenkt, die beiden aber gleichzeitig an der Theke in einer Bar hocken, wobei im Hintergrund in einem Glastank nackte Frauen planschen. Vielleicht hat sich mink doch etwas zu sehr auf Drehbuch verlassen...
Zum anderen fehlt es „Into the Sun" vor allem an Action, so dass der Film eigentlich mehr zu einem Actionthriller verkommt. Wenn allerdings die Fäuste fliegen und Schwerter gezückt werden, sind die Schauwerte zwar nicht überragend, aber definitiv solide - in Anbetracht der einiger Längen auf jeden Fall befriedigend. Vor allem der letzte Kampf in einem japanischen Tempel/Dojo… diese japanischen Häuschen mit Pappschiebetüren eben… fällt sehr ergiebig aus, wobei vor allem mit dem Schwert gekämpft und blutig getötet wird. Letzten Endes tötet der Lord einen seiner Gegner sogar mit verdammten Essstäbchen!


Fazit:
Es ist leichter über einen schlechten Film zu reden, als über einen Guten. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es sich bei „Into the Sun" über einen Streifen aus Seagals Direct-to-Video-Ära handelt, trifft eindeutig letzteres zu. Schicke Optik, halbwegs gute Story und motivierte Schauspieler wissen für Seagalverhältnisse zu überzeugen. Nur die Action kommt einfach viel kurz, ist dann allerdings umso schicker inszeniert. Auf einige überflüssige Szenen und darauf entstehende Längen hätte mink auch ruhig verzichten können. Nicht so gut, wie „Belly of the Beast", aber immer noch besser als viele andere Gurken. Wenn man vorher „Attack Force" gesehen hat, ist das sowieso ein Unterschied, wie Tag und Nacht! 3 Köppe


Zitat of the Moment:

"Damals waren die Dildoschlachten noch was Besonderes... Da hat man dafür noch mit Steinen gefüllte Schweinedärme benutzt!" - Zwei betrunkene Mädels im Cage-Club

Jahahaha... Das waren noch Zeiten! Ich für meinen Teil will sie nicht zurück haben...

Max Payne

(klicke aufs Cover für mehr schmerzliche Infos)

Release: 2008


Grandiose Shootouts dank matrixmäßiger Bullettime und eine Story, wie sie atmosphärischer nicht sein könnte - das ist das PC Spiel Max Payne im Kern. Die gleichnamige Hauptfigur ist der perfekte Antiheld, der der New Yorker Unterwelt nach dem Mord an seiner Frau und neugeborenen Tochter den Krieg erklärt hat. Lebensmüde begibt er sich auf einen erbarmungslosen Rachefeldzug, um die Mörder seiner Familie zu richten und wenn er dabei selber draufgeht.Der erste Teil von Max Payne gehört für mich zu den besten Actionshootern, die ich je gespielt habe und wenigstens einmal im Jahr ertappe ich mich dabei, wie ich die CD einlege und mich durch die Rosco Streetstation kämpfe. Keine Comicsequenz, mit ihren zynischen und Metapherüberladenen Monologen wird ausgelassen, jede einzelne wir genossen, jedes Level so perfekt wie möglich gespielt. Entsprechend groß waren da natürliche meine Erwartungen an die Verfilmung, wenngleich ich im Vorfeld nichts Gutes darüber lesen konnte. Leider sollten alle, die den Film bereits zerrissen hatten, recht behalten…
Als Filmvorlage diente die Story des ersten Teils, die jedoch leicht abgeändert wurde. Zwar wird Max’ Familie ermordet, aber Max Werdegang ist ein völlig anderer. Anstatt sich undercover in den Untergrund zu begeben, fängt er an, in den Akten von nicht aufgeklärten Fällen zu wühlen… 60 Minuten lang. Ich will nicht sagen, dass die umgebaute Story doof ist - zumindest kann man sie logisch nachvollziehen – aber warum zum Teufel strickt man sie neu, wenn das Spiel schon eine film reife und vor allem actiongeladene und wesentlich abwechselungsreichere Vorlage liefert?

So verbringt ‚Marki’ Mark Wallberg mehr als die hälfte des Streifens damit, zu recherchieren, seiner toten Familie nachzutrauern oder einfach nur gelangweilt drein zu blicken. Vor allem letzteres hat er verdammt gut drauf. Keine melancholischen Monologe, keine zynischen Kommentare… einfach keine Spielfreude! Wahrscheinlich hatte er selbst keine Lust auf die langen Durststrecken, in denen einfach nichts passiert, denn erst wenn im letzten Drittel das Feuerwerk los geht, bessert sich seine Lauen ein wenig.

Wobei Feuerwerk auch übertrieben ist. Die Action lässt sich nämlich problemlos auf ca. 10 Minuten zusammenpferchen und ist ausschließlich im erwähnten letzten Drittel zu finden. Bullettimesequenzen gibt es eigentlich nur zwei, wovon eine sogar durchaus schick aussieht. Insgesamt können die Actionszenen die vorangegangene Langeweile aber nicht im Geringsten beiseite schieben und verpuffen letztlich wie der bekannte Tropfen auf den heißen Stein.

Fazit:
Ohne scheißt, für diese Verhunzung einer dermaßen genialen Spielevorlage gehört Regisseur John Moore an die Wand gestellt und zwar ohne Augenbinde! Auch wenn er schick fotografierte Bilder abliefert, die manchmal sogar an die düstere Atmosphäre des Spiels herankommen, verspielt er doch unendlich viel Potential. Moore schafft es ja nicht mal, seine Schauspieler zu motivieren, was man vor allem Wallberg ansieht, der ja eigentlich einiges auf dem Kasten hat! Bei der Action versagt er ebenfalls. Anstatt sie irgendwie gleichmäßig über den Film zu verteilen und den Fans genau das zu geben, was sie sehen wollen, liefert ein paar kümmerliche Shootouts und Explosionen ab, die das Ruder beim besten Willen nicht mehr rum reißen können.

Mein Gott, was für eine Enttäuschung… was für eine Zelluloid- und vor allem Zeitverschwendung… was für eine endlos erbärmliche Vorstellung… Alles, was man bei einer Spieleverfilmung eines ACTIONSHOOTERS (in Großbuchstaben) falsch machen konnte, hat Moore falsch gemacht… Hut ab! Ich könnte mich jetzt noch weiter auskotzen, aber das macht den Film ja auch nicht besser. Viel lieber leg ich mal wieder die CD des ersten Teils in meinen Rechner, verbringe mal wieder ein bisschen Zeit mit dem wahren Max Payne und versuche die schmerzlichen Erinnerungen an den Film mit ein paar payne’schen Painkillern zu unterdrücken… ne Runde weinen gehe ich später vielleicht auch noch.

Das Trash-Academy Team ist für die anschließende Bewertung noch mal zu einer Diskussionsrunde zusammen gekommen. Zwar ist der Streifen nicht so beschissen, wie "Attack Force" (wobei es schon schlimm genug ist, hier mit diesem Seagalstreifen verglichen zu werden ;-), aber die anfänglichen veranschlagten zwei Zimbelaffen sind doch irgendwie zuviel verlangt.

Herzlichen Glückwunsch, Mr. Moore, sie bekommen die ZWEITSCHLECHTESTE Bewertung in der Geschichte der Trash Academy: 1,5 Köppe...

,5

Against the dark


Gerade mal DREI WOCHEN sind vergangen, seit wir einen Promo-Trailer zu Lord Stevens "The Keeper" geliefert haben, da kommen schon die Informationen zu seinem nächsten Streifen rein!

"Against the dark" soll der Klamauk heißen und wird bereits am 10.02.2009 per DVD auf die Fans losgelassen. Das photogeshopte Cover spricht schon jetzt Bände und ich muss unwirkürlich an "Attack Force" denken... :D


Zitat zur Story:
"Katana master Tao (Steven Seagal) leads a special ops squad of ex-military vigilantes on a massacre mission, their target: vampires. On the post-apocalyptic globe, sucked dry by bloodthirsty vampires, a few remaining survivors are trapped in an infected hospital. Tao is their only hope and he knows the only cure is execution. Now it's time for the last stand against the flesh-eating vampires and there's nothing left to lose but the last of humanity!"


Weitere Infos sind auf "Bloody Disgusting" nachzulesen:
"The film also stars Dwayne “The Rock” Johnson’s cousin, (...)"


Na dann, Prost!!!



TREILOOOR:


Sh*thouse


Eine kurze Comicreihe (gerade mal 73 Zeichnungen je 4 Bilder) die jedoch zu überzeugen weiß. Der kranke bis komische Humor, der von diesen zwei Kreisen aus geht (oder sind es Popkörner?) hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Von einer Schneeballschlacht, in der jedoch kein Schnee geworfen, sondern mit Backsteinen um sich gepfeffert wird, bis hin zu fragwürdigen Methoden um sich zu enthaaren (ich sage nur Fisch, schreien und Essig) ist alles dabei.

Schaut euch die Comics an, feiert es und überreicht dies euren Kindeskinder, so das dieses wertvolle Gut für immer erhalten bleibt!

Naja, ich schweife ab...

Have fun folks ;)

Tust du klicken HIER für Cohmiek!

Attack Force

(für mehr dolle Infos klicke aufs Cover)

Release: 2006

"Humanity's greatest hope... Faces his greatest battle."


Steven Seagal ist Marshall Lawson, arbeitet für das Militär und leitet ein Spezialteam im Kampf gegen den Drogenschmuggel und wogegen man noch so alles kämpfen muss. Genau damit fängt der eigentliche Ärger dann auch schon an. Die neuste Droge – CTX – macht aus den Menschen nämlich ziemlich angepisste und aggressive Typen, verändert nebenbei auch noch ihre DNA, wodurch sie übermenschliche Kräfte bekommen. Im weitesten Sinne könnte man die Drogenjunkies auch als Vampire/Aliens bezeichnen, dazu aber später.

Nachdem Lawson einen Drogenschmuggel nicht verhindern konnte, bekommt er ein neues Team von jungen Soldaten zugewiesen. Zusammen mit seinem langjährigen Kumpel hockt dann in irgendeinem bulgarischem Kleinkaff, dass dem Zuschauer tatsächlich als Paris verkauft werden soll und guckt seinen blutjungen Teammitgliedern beim Besäufnis zu. Irgendwann schleppen die Kerle dann eine Nutte aus einer Bar mit aufs Zimmer, die allerdings unter dem Einfluss von CTX steht und Lawson’s Team nach nur 10 min. Screentime blutig über den Jordan schickt. Tolles Team...
Klar sind der Marshall und sein Kumpel deswegen ziemlich angefressen und versuchen der Sache auf den Grund zu gehen. In einem zum Abriss freigegebenen Plattenbau in Bulga… ehm… Frankreich, dass dem Zuschauer dreister weise als Außenstelle des Militärs verkauft wird und in dem die Droge auch noch entwickelt wurde, um damit Supersoldaten zu züchten, hofft Lawson auf Antworten – zumal er scheinbar mal ne Affäre mit der leitenden Wissenschaftlerin hatte, die auch noch die Droge mitentwickelt hat. Doch durch Machtstreitigkeiten in der Chefetage bleibt ihm der Eintritt verwährt – mehr noch, er wird kurzerhand auf die „Halt dich bloß da raus, sonst bist du dran" – Liste gesetzt, was ihn aber nicht die Bohne juckt.

Schließlich findet Lawson, nachdem sein Double ein paar Knochen gebrochen hat, heraus, dass ein Wissenschaftler mit allen Unterlagen abgehauen ist und sich seine eigene kleine CTX Armee aufbauen will – mehr noch, er will das Trinkwasser der Stadt mit der Droge versetzen! Zu geil auch: Der Typ ist Besitzer eines Nachtclubs und hat sein Labor in einer herunter gekommenen Kirche. Nach ein paar Scharmützeln bekommt Lawson total krasse Plastik-Nanoklingen, die er sich an den Unterarmen festmachen kann und durch die er den Junkies ebenbürtig wird. Damit er endgültig auf Alien.. nein.. Junkiejagd gehen kann, muss er seinem neuen Team aber noch beibringen, woran man einen CTX-Abhängigen erkennt.
Er behauptet, dieses Erkennungstraining in anstrengender Kleinstarbeit erledigt zu haben, was ich für totalen Unfug halte, denn die Typen sind wirklich sehr leicht zu erkennen: Sie klimpern komisch mit den Augen, haben übermenschliche Kräfte, sind zu 80% weiblich und immer sehr attraktiv, tragen schwarzes Leder, sind meist sehr knapp bekleidet, sind ausschließlich Nachtaktiv und haben eine Vorliebe dafür, ihre Opfer durch Wände zu schleudern, weil das eben cool aussieht. Oh, und wenn man gegen sie kämpf, werden weiße CGI-Blitze eingeblendet!

Ganz ehrlich, wer diese fiesen Möppen nicht erkennt, gehört nicht ein Spezialeinsatztrupp, ja nicht mal ins Militär geschweige denn sonst wo hin! Zum Glück hat Lawson ja seine Plastikklingen und ist damit in der Lage, die Junkies ebenfalls durch Wände zu pfeffern und natürlich sein Team zu rächen. Nachdem sein neues Team während des Showdown in der alten Kirche fast komplett hops geht, Lawson alle Vampire… eh… Junkies schnell und ziemlich uninteressant aus dem Leben geklatscht hat, schnappt er sich den letzten noch lebenden Soldaten und fährt mit ihm durch die Nacht hinfort und zwar in einer Szene, die genau so in der Mitte des Films schon mal zu sehen war.


Eigentlich sagt diese „verspielte" Inhaltsangabe schon alles: Der Film ist scheiße! Ich habe glatte drei Anläufe gebraucht, ihn ganz zu gucken, weil ich andauernd eingeschlafen bin. Es ist einer von drei Seagal-Streifen, die unter der Regie von Michael Keusch (Autobahnraser… sagt eigentlich alles), einem ziemlich untalentierten deutschen Regisseur, entstanden sind und die von mit gerne als „Des Lords Tal der Tränen" bezeichnet werden. Zusammen mit „Shadow Man" und „Flight of Fury" bezeichnen diese drei Streifen nämlich den absoluten Tiefpunkt in der Karriere von Lord Steven. Nie zuvor waren die Storys schlechter, nie zuvor war der Lord unmotivierter, nie zuvor klangen Dialoge in den Mund gelegter und nie zuvor wurden Stunt- und sogar Voicedoubles so massiv verwendet, wie in diesen „Werken".
Guckt euch den Film mal im O-Ton an und ihr werdet etliche Szenen finden, in denen ganz eindeutig nicht Seagals Stimme zu hören ist. Die Verantwortlichen haben sich nicht mal ansatzweise die Mühe gemacht, eine ähnliche Stimme zu finden! Nicht zu vergessen war übrigens auch die Regie nie schlechter! Ich beschreibe die Arbeit und Fähigkeit von Michael Keusch mal so: Gegen ihn sieht Uwe Boll aus, wie ein Maestro des Zelluloids!

Seagal selber darf übrigens ein bisschen Autofahren, in Bars rumhängen und mit gezückter Knarre oder Nanoklingen an den Unterarmen durch die Gegend taumeln, bei allem was auch nur Ansatzweise mit Action zu tun hat, müssen allerdings seine Stuntdoubles ran. Aber selbst die Arbeit seiner Doppelgänger hält sich sehr in Grenzen, da es schlichtweg kaum erwähnenswerte Actionszenen gibt, in denen sie sich austoben könnten. Somit kommt der Lord eindeutig zu kurz. Von seiner Präsenz wie in alten Tagen, zur goldenen oder silbernen Ära, ist längst nichts mehr zu spüren. Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass er gegenüber seinem letzten Film 2 Pfund abgenommen hat.Ein anderes Problem von „Attack Force" ist die bereits angedeutete Sache mit dem Originaldrehbuch (das zum Teil von Lord Steven geschrieben wurde). Ähnlich wie bei „Submerged" sollte die Story nämlich anfangs eine ganz andere werden. Geplant war eigentlich ein Vampir- oder Alienklopperfilm, in dem Seagal auf Vampir/Alienjagd geht und die Welt vor dem fiesen Abschaum rettet. Das Studio und die Produzenten waren aber plötzlich nicht mehr davon überzeugt, dass sie mit diesem Konzept großen Erfolg haben würden. Nachdem der Film halb im Kasten war, wurde das Drehbuch komplett umgeschrieben und die Crew zu Nachdrehs verdonnert, ohne dass Seagal oder Keusch involviert waren. Zurückbleibt somit ein zusammen geflicktes Machwerk, bei dem sich Langweile, Unlogik, verdammt miese Inszenierung und beknackte Story die Klinke in die Hand geben. Perfekter Mist eben!


Fazit:
„Attack Force" ist einer von drei Filmen, die wirklich in unterste Schublade in der Filmografie von Lord Steven gehören. Nur noch ganz hartgesottene Fans des Aikido-Moppelchens sollten sich mit diesem Werk auseinandersetzen. Ansonsten kann man den Streifen eigentlich nur als 90 minütige Zeitverschwendung bezeichnet werden. Problem für mich ist jetzt nur die Bewertung… welcher Film ist schlechter? Shadow Man, Attack Force oder Flight of Fury? Ich sag mal, ein Affenkopf, womit „Attack Force" bisher die schlechteste Bewertung in der Geschichte der Trash-Academy bekommt… aber die anderen beiden Streifen steht ja bereits in den Startlöchern, womit sich die Bewertung vielleicht noch ändern könnte… ;-)



PS: OMFG! Warum zum Henker schreibe ich überhaupt so viel zu dem Streifen???

The Outbreak




Wirst du überleben?! Wirst einen kühlen Kopf bewahren und dich gegen blut lüsternde Zombiehorden zu wehr setzen können oder werden die Untoten dich erwischen.

Teste all dein Wissen über Zombies, wähle den richtigen Weg und überlebe "The Outbreak"!


Für mich galt leider sehr schnell...
BLARG, I'M DEAD!

Zitat of the Moment:


"Whou, man. It´s not easy being William Shatner.
Actor, singer, rancher, all around macho hombre. Uh Yeah!"
- William Shatner in Robot Chicken

Damals war alles...

... viel verstörender. Der Clip ist mal extrem freaky, und entstammt aus der Feder von Mark Twayne (natürlich nicht der eigentliche Film. Selbstredent. ;D). Ich will zu No. 44, the Mysterious Stranger auch nichts mehr großartiges sagen. Na gut, en bissel schon noch:

Freaky No 1.

There is no God, no universe, no human race, no earthly life, no heaven, no hell.
It is all a dream - a grotesque and foolish dream. Nothing exists but you.
And you are but a thought - a vagrant thought, a useless thought,
a homeless thought, wandering forlorn among the empty eternities!

Freaky No 2.



Have fun folks... so mehr oder weniger... ney?




Yo! Doc Savage am Start! ^^
Ich hab auch noch was extreeeeeeeeem freakiges gefunde... ich glaube ich werde heute nacht nicht gut schlafen können... vielleicht auch gar nicht... vielleicht werde ich mich einfach unter meiner Decke zusammenrollen und mich in den Schlaf weinen und ab und zu verstört kichern...



Schreibe dein Gesicht


Ganz genau, schreibe dein Gesicht. Einfach den Namen eingeben und die Seite zeigt dir dein Gesicht. Quasi in Buchstaben und irgendwie auch wieder nicht. Guckt euch das einfach mal an und wenn was lustiges bei rum gekommen ist, lasst es mich wissen. Vielleicht kann man ja auch noch ein paar andere Names-Gesichter hochladen! :D

Hier die sind dieBilder vom Trash-Academy-Team. Von Oben nah unten, von Links nach rechts... Mr. Williams, die antwort wird Ihnen nicht gefallen... ^^°

Doc Savage, Sebulon McMoese,
Chewieee, Lord
Ashley J. Williams

:D




Her gehört, her gehört!

Das Trash-Academy-Team lässt verkunden, dass die Trash-Academy seit geraumer Zeit als Partner des Astakinos an der FH Lemgo fungiert.

Ja, genau, Lemgo... das liegt irgendwo hinter Bielefeld und da hat den Sebulon hinverschlagen, der den Laden jetzt eigenmächtig schmeißt und von dort aus versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen.



Was zum Teufel ist Lemgo?
Berechtigte Frage, aber in der Tat gibt es über Lemgo - auch Hellgate Lemgo oder Silent Lemgo genannt - ein paar wirklich interessante Info's nachlesen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass auch heute noch Hexenverbrennungen in Lemgo durchgeführt werden? Dort hat das Osterfeuer noch eine ganze andere Bedeutung für die Dorfbewohner. Witzig ist auch, dass in dem Wappen der Stadt eine blaue Rose prangt. Rose... blau... ich glaub, ich weiß wer bei der Entwickelung ebenfalls blau war. Ingesamt gibt es Lemgo recht wenig zu besichtigen. Außer dem Hexenbürgermeisterhaus, einem Nerd-Computershop, dem Winchester und dem Tor zur Unterwelt, aus dem in regelmäßigen Zombiehorden in unsere Welt strömen, ist Lemgo mit insgesamt 2000 Einwohner und ca. 40.000 Studenten relativ übersichtlich. In weiterläufiger Wald und Flur verläuft sich die Einwohner- und Zombiedichte allerdings ziemlich gut.


Bisher wurden folgende Filme im Namen der Trash-Academy gezeigt:

Iron Man
Thank you for smoking
Der blutige Pfad Gottes
Wag the Dog


...weitere Infos werden sicherlich folgen...
I just leave this here... :)



Ich liebe diesen Film!!
Zitat of the Moment:

"Ich werde nun mit meinem Schleudersitz in die weite Welt hinausfliegen und um Hilfe ersuchen!"
- Charlie Weiss, der Spürhund-Captain aus "00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter"


Die Flugansage ist ein unglaublicher Hammer... grandios!
Damit Charlie Weiss auch weiterhin mit seinen "sechs gelben Äpfeln" unvergessen bleibt,
hier eine Szene, die der Nachwelt unbedingt erhalten bleiben muss:



gez. Ashley J. Williams

Death Race

(klicke aufs Cover für mehr racige Infos)

Release: 2008

"Get ready for a killer ride!"


Was passiert, wenn man Jason Statham für einen Actionfilm verpflichtet, der vom "Resident Evil Macher" Paul W.S. Anderson gefilmt und von Roger Corman (!) produziert wird, der auch für "Frankensteins Todesrennen" verantwortlich war? Ganz genau: Man erlebt eine absolute Trashgranate IM KINO!!!

Das die Handlung dabei völlig daneben ist, kann wohl als selbstverständlich betrachtet werden. Ohne jetzt großartig zu spoilern... geht das überhaupt? Ich meine, es geht um ein verdammtes Todesrennen und nicht um eine Oscar-verdächte Story... jedenfalls passiert im groben folgendes: Frankenstein, der beliebteste Fahrer vom Death Race, das innerhalb der Mauern einer Gefängnisinsel ausgetragen wird, wird bei seinem vorletzten Rennen ins Jehnseits befördert. Da er aber so ein Publikumsliebling ist, muss Ersatz her! Jensen Ames (Jason Statham) ist dieser Ersatz, weil er in seiner Vergangenheit ein totaler Superfahrer war... wahrscheinlich der Transporter! Jedenfalls wird kurzerhand seine Frau umgebracht, er wird dafür eingebuchtet und zum Rennenfahren gezwungen. Weil Ames deswegen natürlich tierisch angepisst ist, sinnt er jetzt auf Rache.
Ihr seht: total beknackte Story und daraus folgen im laufe des Streifens zwangläufig auch ziemlich debile Dialoge, aber auch ein paar coole Oneliner. Bevor ich zum eigentlichen Kern des Films komme - die Action - nochmal schnell was zu den Schauspielern: Allesamt haben eigentlich nur eins zu tun: Grimmig gucken, angepisst durch die Gegend rennen, Muskeln aufpumpen und sich gegenseitig beleidigen oder im Falle der Frauen, sexy aussehen und besser die meiste Zeit die Klappe halten. Damit liegen bei "Death Race" neben der Story auch noch völlig oberflächliche und klischeeüberladene Charaktere vor... fast wie in den guten alten 80igern!
Was den Film aber wirklich ausmacht und was auch begeistern kann, ist natürlich die Action. Angefangen mit den gepanzerten und waffenstarrenden Boliden, über Dauerfeuer und Explosionen bis hin zu fetzigen Stunts und grandiosen Unfällen wird dem Fan hier alles geboten. Meiner Meinung hat man es mit einem guten Actionfilm zu tun, wenn die Liste der Stuntleute mindestens doppelt so lang ist, wie die der Darsteller. Tja, bei "Death Race" ist sie mindestens dreimal so lang... schätze, das ist selbstredend! Cool auch die Ideen um das Rennen selbst. Auf der Rennstrecke sind große, leuchtende Gullis, über die man drüber fahren muss. Ein Schwert, um die Waffen scharf zu machen, ein Schild, um Verteidigung einsetzen zu können und ein Totenkopf, der... nee, das werdet ihr ja noch selber sehen. Während der Rennen - es gibt insgesamt drei Durchgänge - liegt der geschätze Munitionsverbrauch bei ca. 20 Millionen Kugeln. Genau so sehen dann auch die Karren aus! Wenn dann noch der umgebaute Truck auf die Rennstrecke losgelassen wird, der mit einer Panzerkanone am Heck ausgestattet ist, kann die Party entgültig beginnen.


Fazit:
"Death Race" hat eine unglaublich bekloppte Story, die wirklich nur als Aufhänger dient, Jason Statham ins Rennen zu schicken. Eigentlich ist sie so schlecht, dass man die Drehbuchschreiber dafür schon wieder feiern muss, wobei der Film mit einer Laufzeit von knapp 100 Minuten vielleicht etwas zu lang geraten ist. Aber sowas wie Handlung interessiert den Actionfan ja bekanntlich eher selten. An Action wird nämlich einiges geboten und das macht dank (mehr oder weniger) wackelfreien Aufnahmen und vor allem größtenteils handgemachten Explosionen richtig Spaß. Ein paar freudige Jauchzer konnte ich mir jedenfalls nicht verkneifen. Eigentlich bin ich überrascht, dass es dieser Streifen überhaupt in die Kino geschafft hat. Er strotzt vor Logiklöchern, hat quasi keine Handlung und pfeift auf Anspruch oder Niveau. Stattdesser wird er beherrscht von sinnloser Gewalt, Testosteronmonstern und Action und ist dabei auch noch stolz auf seine Explotation/B-Movie-Wurzeln! Aber was zum Teufel will Man(n) denn mehr???

TRASH-Wertung: 4 Köppe!


Es gibt neben "Death Race" und "Frankensteins Todesrennen aka. Death Race 2000" noch weitere Filme mit dem Titel. Die findet ihr beim Endzeit-Special! (siehe: Death Race 2050 und 3000)


PS: Ich denke, die zwei folgenden Bilder sind völlig selbstredend!



The Keeper


"Kill Switch" ist gerade raus, "Ruslan" und noch irgendein Streifen werden gerade fertig gestellt, da kurbelt Lord Steven bereits den nächsten Film runter. Man kann ihm ja auf seine alten Tage viel vorwerfen, aber nicht, dass er nicht alles tun würde, um jedes Jahr mindestens 4 Filme zu drehen. Zumindest bleibt er seit "Urban Justice" immer in etwa auf dem selben durchschnittlichen Niveau. Ach was solls... soll er noch so viele Filme drehen, wie er lustig ist! Einen Zuschauer hat er nämlich garantiert... :___D



Zitat of the Moment:


"Your PC is running wild, because the Internet is attacking you!" - Die Fehlermeldung gab ein Virus von sich als sich ein Kollege so ein pöses Teil eingefangen hat. Einfach nur köstlich... Das Internet attackiert uns und bricht somit unsere Moral! ZU HÜLFE! xD

Futureworld

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 1976

Das Land von Übermorgen!

Es ist bestimmt schon 8 oder 9 Jahre her, seit ich Futureworld das letzte mal im Vormittagsprogramm vom Kabel 1 gesehen habe. Wie man sieht läuft der Film immer noch auf K1, nur um eine extrem unchristliche Zeit: 3:35h... Wie kann man ein solch solides Werk auf so eine Sendezeit verbannen? Haben "Futureworld" und Peter Fonda, der alte Easyrider, das verdient? Nachdem ich tatsächlich meinen alten VHS-Rekorder wieder angeschlossen bekommen habe und mit freude feststellte, dass er sogar noch funktionstätig ist, nahm ich den Film kurzerhand auf, um ihn mir endlich mal wieder an einem dreckigkalten Sonntagnachmittag reinzuziehen. Futureworld ist übrigens die Fortsetzung von "Westworld", bezieht sich aber nur selten auf den Vorläufer, womit Futureworld getrost auch ohne Vorwissen geguckt werden kann.

Futureworld - Modernste Technik für das Land von Übermorgen!

Delos ist back in Action. Der Multikonzern, der auch schon für Westworld zuständig war, hat sich von der schlechte Publicity erholt und die Roboter, die damals in Westworld Amok gelaufen sind und über 50 Menschen getötet haben, gründlich überholt. Nach Milliardenteuren Investitionen öffnet Futureworld seine Tore. Insgesamt steht eine antike, eine mittelalterliche und eine futuristische Welt zur Verfügung, in die der Gast eintauchen kann. Umgeben von Robotern kann er das Leben der einzelnen Welten genießen und aktiv daran teilnehmen (z.B. Schwertkämpfe oder Skifahren auf dem Mars). Erlebnisurlaub vom feinsten! Um bessere Presse zu erzielen und die Vorurteile gegenüber Robotern zu zerstreuen, werden die Reporter Chuck Browning (Peter Fonda) und Tracy Ballert (Blythe Danner) eingeladen, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Doch Browning traut dem Braten nicht und schnell wird klar, dass Delos ziemlich größenwahnsinnige Ziele verfolgt: Den Austausch großer Persönlichkeiten (Staatsmänner, Wissenschaftler, Millionäre etc.) durch die eigenen, entwickelten Roboter. Als auch Chuck und Tracy ersetzt werden sollen, kommt es zu einem Kampf gegen ihre eigenen Ebenbilder und niemand kann mehr sagen, wer Mensch und wer Maschine ist.

Futureworld - Entertainment pur!


Besonders imposant geraten sind bei Futureworld vor allem die Kulissen, die für damalige Verhältnisse wirklich ziemlich futuristisch aussehen. Kilometerlange Rohrleitungen ziehen sich durch die unterirdischen Tunnelsysteme, überall gibt es Kontrollpulte mit Millionen blickender Knöpfe und Schalter, kleine Personenbahnen fahren die Besucher direkt zu ihren gewünschten Zielen, alles ist überwacht, alles wird kontrolliert. Und überall ist der allgegenwürtige Charme der 70iger Jahre zu spüren, den man entweder hasst oder liebt. Besonders mit der futuristischen Welt hat man sich viel Mühe gegeben. Dort gibt es zum Beispiel ein holografisches Schachspiel oder das oben gezeigte Boxkampfsystem. In Futureworld ist alles möglich, wird immer wieder gesagt und wenn man sich das Ganze so anschaut, wird es dank der extremen Detailverliebtheit fast schon glaubhaft. Natürlich ist die Technik entsprechend veraltet, insgesamt aber passend. Bei Futureworld kamen übrigens die ersten Computeranimationen der Filmgeschichte zum Einsatz: Eine Drahtgitterhand und der digitalisierte Kopf von Peter Fonda.

Futureworld - wir hauen ihnen die Falten aus dem Gesicht!

Der Spannungsbogen ist bei Futureworld ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite kann die als Thriller konzipierte Story auch in ruhigen Momenten entweder durch die zänkerischen und gut aufgelegten Schauspieler Fonda und Danner, durch die großzügigen Kulissen oder durch die treibende, im Ohr hängen bleibene Filmmusik überzeugen. Insgesamt plätschert die Handlung aber ohne viel Tiefgang dahin, was den Film trotz interessantem Plot zu einer leichten Kost verkommen lässt. Man hätte insgesamt einfach viel mehr aus der Roboter-Verschwörung machen können! In einer Traumsequenz, die mit der eigentlichen Story nichts zu tun hat, ist übrigens Yul Brunner in seiner letzten Rolle vor seinem Tod zu sehen. Sieht nett aus, ist aber völlig überflüssig und sinnlos.


Fazit:
"Futureworld" kann sich von den typischen 70iger Jahre Sci-Fi-Filmen abheben und ist auf einer Stufe mit seinem Vorgänger "Westworld". Gute Schauspieler, tolle Kulisse, interessante Story und typischer 70iger Jahre Charme tragen den Sci-Fi-Thriller lockerflockig über eine Laufzeit von knapp 100 Minuten. Die Spannung ist zwar konstant vorhanden, insgesamt aber auf einem niedrigen Niveau, da auch aus dem Thema mehr hätte gemacht werden könnten. Trotzdem ein toller Film, dem ich Fans von älterer Science-Fiction-Kost gerne ans Herz legen möchte. Ich persönlich würde dem Film locker 5 Köppe vergeben, realistisch betrachtet werden's aber nur drei... ha, ne vier! So! Guckt euch "Westworld" aber auch noch an, der ist nämlich auch klasse und Yul Brunner spielt den amoklaufenden Bösewicht! ;)

In diesem Sinne:



American Fighter

(klicke aufs Cover für mehr Ninjamäßige Infos)

Release: 1985

NINJAAAS!!!

Wenn die Cannon-Group billige aber schicke Drehorte auf den Philippinen für sich entdeckt und Michael Dudikoff für seinen ersten Actionklopper und Ninja-Experte Sam Fristenberg als Regisseur des Ganzen verpflichtet, dann kann man davon ausgehen, dass man in den nächsten 90 Minuten mit 80iger Actionkino vom feinsten unterhalten wird.

Alles beginnt damit, dass Joe Armstrong als Fahrer bei US-Army anfängt und man seine Fahrzeugkolonne direkt an seinem ersten Arbeitstag angreift und plündern will. Ebenfalls in der Kolonne ist auch die Tochter des Generals der US-Streitkräfte. Dann tauchen plötzlich Ninjas auf und nur Joe stellt sich ihnen in den Weg, wobei er natürlich über die nötige Kampferfahrung verfügt, um sich gegen die schwarzen Schergen behaupten zu können. Joe wurde nämlich als Kind von einem Ninjameister im Dschungel großgezogen und beherrscht die hohe Kunst des Hokuspokus… Scherz! Aber ist dann eben auch ein Ninja – der amerikanische Ninja! Zurück im Lager – die Tochter hat er zu Hause abgeliefert – misstraut man ihm zunächst, aber nachdem er dem Sergeant (Steve James) ordentlich eins auf die Mütze gegeben hat, werden die beiden dicksten Kumpel. Leider steckt Joe’s Vorgesetzter, der General, ziemlich tief in einem Komplott mit dem lokalen Waffenschieber Mister Ortega, der militärische Waffen von Ninjas klauen lässt, die dann über Mr. Ortega weiterverkauft werden. Klar, dass Joe weder die Entführung seiner Schnitte, noch die Waffenschieberei und natürlich die vielen Angriffe auf sein Leben gutheißen kann. Er stellt alle Fieslinge auf einem großen Villengelände und der finale Kampf gegen eine Horde Badguys und natürlich gegen den Oberninja und Helfershelfer von Mr. Ortega kann beginnen. Natürlich darf auch sein Kollege von Army ordentlich mitmischen und in einer schmerzhaften Szene die Kronjuwelen eines Angreifers zu Brei schlagen... wirklich sehr schmerzvoll…

"You see this guy? He's super serious!"

Sam Fristenberg, der schon so manchen Klopperactionstreifen vorzugsweise mit Ninjas inszenierte, zeigt auch mit „American Fighter“ wieder, wozu er in der Lage ist. Oder wozu nicht, nämlich solide Drehbücher verfassen! Wer kommt den bitte auf die Idee, sich eine private Ninjaarmee zu halten, die Waffen von der Army klauen sollen, die dann wiederrum an irgendwelche zweitklassigen Schmalspurganoven weiter verkauft werden? Eigentlich ist die Story so extrem blöde, dass sie schon wieder genial ist. Überhaupt kann man „American Fighter“ einen gewissen Trashfaktor nicht absprechen. Es fällt jedenfalls schwer, beim Anblick der watschelnden Ninjas ernst zu bleiben, oder bei den Szenen aus dem Ninja-Trainingslager, wo die Deppen in Bunten Kampfanzügen über Gerüste klettern und danach vom Oberninja zwecks Machtdemonstration kaputt gekloppt werden. Oder allein der Anblick von Mr. Ortega, der irgendwie so gar nicht nach einem oberfiesen Waffenschieber aussieht, sondern eher wie ein prolliger Zuhälter. Es ließen sich noch mehr solcher Momente aufzählen, aber insgeheim macht das ja den Reiz des Streifens aus oder es liegt an mir, dass ich all die Ninjastreifen seit „Das Todesschwert der Ninja“ und "Ninja - In geheimer Mission einfach nicht mehr ernst nehmen kann.
"BANZAI! Das heißt auf japanisch BAHNFREI!"

Neben diesen ungewollt trashigen Szenen versteht sich Fristenberg aber vor allem auf eins: Action am laufenden Band. Eigentlich gibt es keine Szene, in der irgendjemand mal nicht eins über die Rübe kriegt, wobei so etwas natürlich entweder von maskierten Ninjakämpfern oder von Dudikoff ausgeführt wird, der mit „American Fighter“ nebenbei bemerkt sein Actiondebüt feierte. Entsprechend zurückhaltend agiert er hier und wirkt schon fast ein wenig verschüchtert. Zum Glück ist sein Charakter nicht sehr redselig und so wird Dudikoff kein schauspielerisches Talent abverlangt, auch wenn sein Charakter dadurch etwas blass wirkt. Bei Kämpfen kann er dann allerdings wieder zeigen, was er so drauf hat. Obwohl Dudikoff zu diesem Zeitpunkt keinerlei Kampfsporterfahrung hatte, macht er seine Sache nämlich ziemlich gut und gerade Schwertkämpfe bestreitet er recht elegant.

Faustkampfchoreografien hingegen entsprechen leider absolut nicht mehr den heutigen Standards. Sie wirken zu langsam, klobig und unbeholfen. Zum Glück haben die Ninjas meistens viel mehr Freude an Wurfsternen, Rauchbomben, irgendwelchen kleinen Pfeilschleudern und Schwertern, als am harten Faustkampf. Aus dem restlichen Budget bastelt Fristenberg ein paar nette Explosionen und Shootouts, die zwar billig aussehen, damit aber gut zur restlichen Machart passen. Besonders bei dem Angriff der Army auf die Villa von Mr. Ortega (siehe Bild) kommt dank totaler over-the-top-Inszenierung noch einmal so richtig schönes 80iger B-Action-Feeling auf, was die Herzen von Genrefans höher schlagen lassen sollte.


Fazit:
„American Ninja“ prägte nicht nur vier Folgefilme, sondern der Streifen machte Michael Dudikoff auch zum Aushängeschild von Cannon und brachte ihn endgültig groß raus. Themen, wie die Ninjaarmee samt Trainingslager und Trainingsmontage oder Oberninja als Helfershelfer wurden zum Pflichtprogramm in vielen anderen Ninjastreifen. 80iger Actionkino vom feinsten aus dem Hause Cannon wird hier präsentiert und macht, so blöde das ganze auch ist, einfach Spaß – immer unter der Voraussetzung, dass man sich als Genrefan bezeichnen und sein Hirn für sowas abschalten kann. All zu ernst darf man den Streifen nämlich wirklich nicht nehmen! Ganz lockere 4 Logos!


BriTANick

Um auf deren Seite zu kommen, tue einfach machen klicke Bild.

Sich unmögliche Dinge ausdenken, um einen Kuss von einer Dame abzustuaben?
Eine Hotline für Helden, die gerade keinen passenden Oneliner auf der Zunge liegen haben?
Oder ein Kampf zwischen dem eigenen Unterbewustsein und dem Unterbewustsein eines Cops mitten im Supermarkt?
Und wie würde die Welt heutzutage wohl aussehen, wenn man durch einnahme gewisser Pillen teleportieren könnte? Vorraussetzung: man muss sich einen Tripper eingefangen haben.

Wenn Ihr nun meint: dass hört sich gar nicht mal sooo schlecht an, schaut euch BriTANic an. Für den kleinen Zeitvertreib zwischendurch sind die Clips allemal zu haben.

Hier schonmal meine zwei Favoriten:

Teamwork:


Beer Run:


Have fun folks

Marine Fighter

(klicke aufs Cover für mehr Dudikoff'sche Infos)

Release: 1992
Originaltitel: The human shield


Der Dudi! Der Koff! Der Michael!

Michael Dudikoff zieht mal wieder unter der Flagge von Cannon in den Krieg. Um genauer zu sein diesmal in den Irak-Krieg, wo sein Bruder von einem fiesen General verschleppt wurde und als Köder festgehalten wird. General Dallal hat mit Dudi noch ne Rechnung offen, weil der Dudi dem General früher mal ordentlich eins auf die Mütze gegeben hat! Zwischendurch trifft er noch seine alte Jugendliebe wieder, ein paar alte Kollegen und irgendwann natürlich auch seinen Bruder. In einer alten Chemiefabrik dürfen sich Dudi und General Dallal dann nach Herzenslust prügeln, wobei in der zentralen Schaltzentrale, von wo aus die gesamte Fabrik gesteuert wird (und in die Luft gesprengt werden kann), aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen ein Pott mit radioaktiver Sülze rum steht. Dann fliegt alles in die Luft und alle sind glücklich.
Obwohl die Machart an sich auch für heutige Verhältnisse ziemlich gut ausgefallen ist, krankt dieser Genrebeitrag aus dem Hause ganz entschieden an einer Sache: Pure Actionarmut. Es gibt ein bisschen PengPeng am Anfang in der Mitte und am Ende, was bis auf ein paar wenige Explosionen nicht wirklich überzeug kann. Insgesamt gibt’s (wenn’s hochkommt) nur ca. 10 min., in denen der Fans so was wie Action zu sehen bekommt und das ist eindeutig zu wenig. Ich kann ja verstehen, dass Cannon keine Kohle mehr für ausufernde Ballerfilme hatte, aber „Marine Fighter“ ist echt ne Frechheit. Die Sache mit der oben erwähnten radioaktiven Sülze ist tatsächlich das beste und unfreiwillig komischste an dem ganzen Film.
Dabei kann der Streifen ebenfalls kein Stück von der Story leben, denn die ist mit ihrem Racheplot gerade mal Standartware. So zieht sich Dudikoff’s Eindringen in den Irak und die Suche nach seinem Bruder wie Kaugummi. Wenn dann auch noch die Liebesgeschichte mit seiner alten Flamme, die nebenbei bemerkt pottenhässlich ist und seinetwegen auch noch den fiesen General heiraten musste, kommt das Szenario endgültig ins stocken. Es ist wirklich schade, zu sehen, wie Michael Dudikoff hier gnadenlos verheizt wird. Schauspielerisch talentiert war der Junge ja eigentlich noch nie so wirklich, aber so ein Karrieretief hat der sympathische Kerl auch nicht verdient! Muss ich noch extra erwähnen, dass quasi alle Leute aus dem Irak durch und durch böse sind und somit Klischees mächtig breit getreten werden? Ich glaube kaum…


Fazit:
„Marine Fighter“ ist mit einem Wort beschrieben langweilig und zwar teilweise so langweilig, wie einem Hufeisen beim Rosten zuzuschauen. Durch dauerhafte Actionarmut wird dem Fan hier nichts geboten, was irgendwie sehenswert wäre. Die Darstellerriege macht eine jämmerliche Figur, Dudikoff kann sich von allen Darstellern in dieser 0815-Story aber immer noch am Besten aus der Affäre ziehen. Tja, also wer sich irgendwann mal das Ziel gesetzt hat, alle Dudikoff/Cannonfilme zu sichten, wird an „Marine Fighter“ wohl nicht vorbeikommen, alle anderen können getrost nen großen Bogen drum machen! Dank Dudikoff-Sympathie-Punkten bin ich bereit, gerade noch 2 Logos zu verteilen... mehr ist da wirklich nicht zu holen!


PS: Die Bilder stellen 3 von 4 Actionszenen da...