Octalus

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Dreckiges und hungriges Krakenvieh jagt Passagiere, Söldner und Juwelendiebe auf sinkendem Luxusschiff. Und dazu gibts Treat Williams und Famke Janssen (X-Men I-III) als Hauptakteure. Na, wenn das nicht Unterhaltung verspricht! Aber erstmal zur Handlung.
Die "Argonautica", der größte Luxusdampfer der Welt, soll einem Versicherungsbetrug zum Opfer fallen. Dazu verschifft Captain John Finnegan (Treat Williams) eine Söldner Crew quer durch unbekannte Gewässer zum dem Edeldampfer. Die Sölder haben vor, zunächste den Tresor auszuräumen und dann das Schiff auf Anweisung des Erbauers und Drahtziehers des Betruges mit Torpedos zu versenken. Doch das Vorhaben geht gewaltig Schiff (haha...sorry), denn ein Riesenkrakenvieh greift das Schiff an, tötet alle Passagiere bis auf ein paar wenige und als die Söldner endlich an Bord sind und die Gefahr erkennen, ist es schon zu spät. Unter anderem findet sich auf dem Schiff noch die Diebin Trillian St. James (Famke Janssen), die ebenfalls den Tresor ausräumen wollte und ihrerseits den weiblichen Part des Films übernimmt. Was folgt ist ein Kampf gegen das allgegenwärtige Monster und natürlich ums Überleben.
Der Film war damals ein Kinoflopp, aber im heimischen DVD-Player entfalltet er seinen wahren Unterhaltungswert. Dabei sieht man ihm sein hohes Budget an. Großzügige Kulissen und Ausstattungen und natürlich ordentlich Action + Explosionen mit dem nötigen Druck dahinter. Die Tentakel, das Monster, also alle CGI-Effekte sehen ihrem Alter entsprehend aus, aber haben gerade deswegen einen gewissen Charme. Super bei den Effekten ist auch, dass die FSK wohl damals beide Augen zugekniffen hätte, denn das viele Kunstblutt und ein paar nette Gore-Einlagen hätten dem Film heute wohl eher eine 18er Altersfreigabe verpasst.


Fazit:
Herrlich schnell geht es zur Sache und eigentlich wird es nie langweilig, auch wenn die Story total 0815 ist. Was solls, hauptsache spaß beim Gucken. Und den hatten wir - trotz der doofen Story und der mittlelmäßigen Schauspieler wird einem hier ein edeler B-Movie vorgesetzt. Ordentlich viel Geballer aus Mini-Miniguns, passende bis im positiven Sinne dümmliche Oneliner und ein immer passender Score tun ihr übriges um 101 Minuten lang sein Hirn auszuschalten und beim Kampf gegen das Krakenvieh mit zu fiebern. 4 Äffchen!

Jumper

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Gestern gings mal wieder ins Kino und natürlich musste ein Neuerscheinung geguckt werden: Jumper.
Die Handlung lässt sich wirklich schnell zusammenfassen. David Rice (Hayden Christensen) wächst bei seinem heruntergekommenen Vater auf. Die Mutter ist vor Jahren abgehauen. Durch ein Unglück stellt er fest, dass er sich teleportieren kann und zwar an Orte, die er sehen kann (Postkarten, Kühlschrank auf der anderen Seite der Küche, etc.). Warum? Einfach so.

Das ist am Anfang natürlich cool und David verschafft sich erstmal ordentlich Startkapital für sein neues Leben. Er beamt sich in eine Bank und räumt den Tresor aus. Dadurch wird leider auch eine Geheimorganisation unter der Führung von Roland (Samuel L. Jackson) auf den Plan gerufen, die Jumper jagt und tötet. Warum? Einfach so.

Um dem ganzen dann noch etwas (fragwürdige) Würze zu verleihen gibt es noch eine Liebesgeschichte. Denn David kehrt, nachdem die Badguys das erstemal mit Stromschockstäben in seinem Penthouse aufgetaucht sind, in seine Heimatstadt zurück und spürt seine alte Sandkastenliebe Millie Harris (Rachel Bilson) wieder auf. Die wollte schon immer mal verreisen und so jeten die beiden spontan nach Rom. Dort im Coloseum taucht ein zweiter Jumper auf, der wiederum die "Paladine" der Geheimorganistation kaputt macht. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten schließen sich die beiden zusammen, denn David erfährt, dass alle Freunde, Bekannte & Familienmitglieder von Jumpern prinzipiell getötet werden.

Es kommt wie es kommen muss: Die Perle wird gefangen genommen und ein kurzer Kampf entbricht, bei dem David sich mit Roland anlegt (oder es zumindest versucht). Zwischendurch kommt dann noch raus, dass die Mutter von David ebenfalls für die Organisation arbeitet. Nachdem David Roland in einer einsamen Höhle irgendwo im Nirgendwo absetzt und beteuert, anders zu sein als andere Jumper, besucht er kurz seine Mutter, die ihm versichert, ihn nicht sofort zu töten, sondern ihm einen kleinen Vorsprung zu lassen. Danach jumpen David und Millie, die sich mit der Fähigkeit von ihrem neuen Freund schlussendlich doch abgefunden hat, davon. Film ende...


Fazit:
Ehh, was? Schon zu ende? Der hat doch gerade erst richtig angefangen! Wo ist der dicke fette Showdown, wo sich alle gegenseitig die Köppe einschlagen? Okay, die Geplänkel zwischendurch war sehr reinzvoll und schick in Szene gesetzt, aber das einen Showdown zu nennen wäre echt zuviel verlangt...
Und wieso zum Teufel hätte man nicht wengstens ein bißchen mehr auf Hintergrundinfos setzen können. Grob angerissen und in Nebensätzen verpackt hätte das ja vollkommen gereicht. Stattdessen hält sich der Film viel zu lange mit dem Oberflächlichen Leben von David und seiner späteren Liebesbeziehung zu Millie auf. Die Spezialeffekte dagegen sind klasse. Die Jumper-Idee eröffnet erstens eine unbegrenzte Fülle von Handlungsorten und zweitens völlig neue Möglichkeiten Kämpfe zu visualisieren. Da werden z.B. ganze Buse aus London an einen Ort in der Wüste teleportiert und auf einen Angreifer geschleudert.

Wenn aber schon die Story und die Charaktere eher farblos daher kommen, hätte wenigstens die Action stimmen müssen. Nur leider hält sich der Film zu lange mit Nebensächlichkeiten auf. Wenn man den Zuschauer sofort ins kalte Wasser schmeißt, dann kann man ihm auch von Anfang ne ordentliche Packung verpassen.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass Jumper eine frische Grundidee hat, die völlig neue und ungeahnte Möglichkeitet bereithält, leider aber verdammt viele Chancen verspielt und somit nur toll aussieht, aber trotzdem einen eher überflüssigen Eindruck hinterlässt.

3 von 5 Zimbelaffen!


Zitat of the Moment:

"You are under arrest. You have the right to remain disgusting. " - Doug Bigelow zu einer noch frischen Leiche ( "Dead Heat" )

Dead Heat

NEUES WERTUNGSYSTEM:
Für Actionfilme und alles was man da so zu zählen kann (also quasi alles, was unter dieses Label gepackt wird), wurde nun ein neues Wertungsystem entwickelt. Ab jetzt werden in dieser Sektion keine Zimbelaffen mehr verteilt, sondern CANNON-LOGOS. Denn Cannon Films ist (für mich jedenfalls) der Inbegriff von reinrassigem 80iger Jahre Actionkino und überhaupt war Cannon cool! So, noch Fragen? Nein? Gut!



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"Roger Mortis (Treat Wiliams) und Doug Bigelow (Joe Piscopo) sind zwei L.A. Cops die nichts als Unsinn im Kopf haben. Als zwei Zombies einen Juwelier überfallen, machen sich die beiden Cops an die Aufklärung des Falles. Ihre Recherchen führen sie zu einem Chemiekonzern wo Leichen wiederbelebt und zu kriminellen Taten missbraucht werden. Als Roger beim Einbruch in den Chemiekonzern erschossen wird, sieht Doug nur noch eine Lösung: Sein Partner muss in die Wiederbelebungsmaschine."

So stehts hinten auf der DVD-Hülle. Stimmt zwar nicht ganz, aber eigentlich ist genau das der Plot dieses Actionflicks aus den guten alten 80iger Jahren, als die Actionfilmwelt noch in Ordnung war, als man noch blaue Sackos inkl. Hawaihemdn oder viel zu enge Jeans + aufgeplusteter Lederjacke tragen konnte und damit cool aussah. Ach ja...
Wie auch immer - nach seiner Wiederbelebung ist Roger von nun an ein untoter Polizist, was dann auch ziemlich schön verarbeitet wird. Er fängt so ziemlich Kugel, die auf ihn abgefeuert wird, mit seiner Brust ab, stört sich nicht an irgendwelchen Explosion oder Verbrennungen und versucht seinen verblassenden Taint ab und zu mit Lippenstift und Schminke wieder ins rechte Licht zu rücken. Doug dagegen darf sich zwischendurch ordentlich mit Zombie-Badguys und Zombiegeflügel prügeln und lässt immer wieder witzige Oneliner ab.

Allerdings haben die beiden nicht ein Leben lang Zeit (haha) den Fall aufzuklären, denn Rogers Körperzellen bauen rapide ab und so wird er mit der Zeit immer unansehnlicher. Trotz aller Hindernisse schießen sich die beiden zur Wahrheit durch und am Ende decken sie sogar noch eine Verschwörung von altersschwachen Millionären auf. Und sie tun, was getan werden muss: Was cooles sagen, alle erschießen und dabei immer noch cool aussehen. YEAH! Das rockt einfach nur tierisch!

Eine meiner lieblingsszenen spielt (mal so als kleines Appithäppchen) in einem chinesischen Imbiz (oder Schlachthof...). In dem Lokal ist auch so eine Wiederbelebungsmaschine an der Decke montiert und nach dem die aktiviert wurde, werden plötzlich alle toten Tiere (ein verkohltes Schwein, geköpfte Enten, Hähnchenflügelchen und sogar noch ein kopfloser Bulle) lebendig. Man kann sich sicher vorstellen, wie bescheuert fazinierend das aussieht. Nein? Hier ist ein Bild!


Fazit:
Dead Heat ist schlichtweg ein Wahnsinnsfilm, in dem
Mark Goldblatt (Regie: The Punisher 1989) die Großartigkeit des 80iger Actionkinos verdammt gut einzufangen weiß. Dazu kommt dann noch dieser Genremix von Action und Horror, der mir in der Form eigentlich noch nie begegnet ist. Was soll ich sagen? Das ist verdammt gut gelungen und außerdem sorgt das für eine Menge cooler Szenen. Dazu kommen immer wieder coole Oneline (meist von Piscopo, der auch mal Entertainer war). Beispiel gefällig?

Roger kriegt in einem Haus eine Menge Kugeln bei einem überraschende Zombieangriff ab. Blutüberströmt richtet er sich auf und eine weibliche Nebendarstellerin fragt ihn: "Bis du verletzt?" - "Ich verdammt nochmal tot!" Herrlich!

Ach ja, die Frauen. Davon gibts natürlich welche in dem Film. Zwei um genau zu sein. Da der Film aber nun mal ein Buddy-Team-Film ist, haben beide eigentlich nur Gastauftritte. Die eine versucht mit einer vergangen Liebschaft Rogers Charakter etwas zu beleuchten und die andere hat was mit der Verschwörung zu tun. Im Laufe Story müssen dann allerdings beide den Löffel abgegen. Die eine, um Roger so richtig wütend zu machen und die andere wegen spontanem Selbstzerfall.

Zur Action lässt sich nur soviel sagen: Sie ist dauerhaft und immer ordentlich blutig vorhanden. Schon nach 5 Minuten wird dem Zuschauer eine eindrucksvolle Ballerei mit ordentlich Kunstblutt präsentiert. Diese Zerstörungsorgien ziehen sich dann in regelmäßigen Abständen durch den Film. Shootouts, Explosionen, alles ist dabei! Durch die oben erwähnte Zelldegeneration von Roger und der daraus resultierenden Zeitknappheit hat auch der Film keine Längen und kommt zügig voran. Die ca. 84min Laufzeit vergingen jedenfall wie im Flug und zurück blieb der Eindruck, endlich mal wieder einen richtig fetzigen 80iger Jahre Actionschinken gesehen zu haben.

4 von 5 Cannonlogos!


Vielleicht noch schnell was zur DVD:
Fans besorgen sich gefälligst die 2-Disc-Edition von ATLANTIS FILM. Enthalten sind dort die Deutsche Version und die um einige Einstellung erweiterte Ami-Fassung. Außerdem gibt es jede Menge Extras, ein unerwartet aufwendig gestaltetes Hauptmenü und einen Schnittbericht zwischen der amerikanischen und der Norwegischen Fassung, die nochmals ein paar Szenen enthält, die so in keiner anderen Fassung zu sehen sind. Jedenfalls sehr umfangreich sehenswert das ganze!

Roboter der Sterne

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Hackfressen, total bescheuerte Sprüche, eine haarsträubende Story, ohrwurmgefährliche Discomusik und Spezialeffekte, die jedem noch so schlechten Godzillafilm das Wasser reichen können. Das ist "Roboter der Sterne"

Um die Story kurz irgendwie zusammen zu fassen:
Im Bermudadreieck verschwinden andauernd Schiffe. Die einzige mögliche Erklärung, es sind Außerirdirsche, welche die Erde unterjochen wollen. Doch eine mutige kleine Gruppe von japanischen Hackfressen stellt sich den Invasoren entgeben. Unter ihnen ist Kai, der einziger Mensch, der mit hilfe einer verdammten Schwimmweste eine Angriff eines außerirdischen Riesenroboters auf ein Schiff überlebt hat. Seine Eltern gingen dabei natürlich hops, aber wie gesagt, er hatte zum Glück die Schwimmweste. Jetzt arbeitet er für den Professor, den Abwehrchef der Erde, und außerdem ist er der einzige der die Supermaschiner der Erde steuern kann.

Von ihrer Unterwasserbasis starten dann erst immer drei kleine Angriffjets, die natürlich gegen die bösen Aliens und ihre Roboter völlig nutzlos sind. Und dann kommt er, der MAGISCHE BALLERMANN. Ein knallroter Plastikroboter, der mit allerhand Schnickschnack ausgestattet ist. Von Flammenwerfer, über Torpedos aus der Brust, bis hin zu absprengbaren Flugfäusten und den tötlichen Laserstrahlen aus den Augen hat der Bursche alles zu bieten. So nimmt der Bursche dann nach und nach alle feindlichen Roboter auseinander. Das übliche halt...

Die Außerirdischen wiederrum werden vom großen Koordinator befehligt, dessen Frisur schlimmer ist, als alle 70iger Jahre Glamrockfrisuren zusammen (und die Haarpracht kann sogar die Farbe wechseln, je nach Stimmung). Ihm unterstehen bösartige Helfershelfer, die allesamt in Schwarz-weiße Footballuniformen gekleidet sind.


Aber der eigentliche Reiz des Film sind die Sprüche. Unglaublich, was die Sychronsprecher da aus dem Ärmel gezaubert haben. Ich tippe einfach mal darauf, dass die Sprecher beim Anschauen bescheuert geworden sind. Ein paar Kostproben gefällig?

Immer wenn der Professor seine Truppe losschickt, schickt er sie mit einem eindringlichen
"Macht sie FETTICH!" in den Kampf.

Während einem der Roboterkämpfe: "Gleich gibts Roboter in eigener Soße"

Während einem Angriff mit den Jägern: "Schnell, leg mal ein paar Fresskohlen auf"

oder der bescheuerte Inspektor namens Specki auf seinem Motorrat, dass mittels einem Ballon durch durch Luft gondelt: "Wir der Inspektor erstmal sauer, werde ich schnell zum Bauer."


Fazit:
Mein Gott... ich weiß nicht, was ich sagen soll... ich finde auch nicht die richtigen Worte, dieses "Meisterwerk" akkurat zu beschreiben. Eins ist klar, es handelt sich hier um 100%igen Trash. Herrlicher, quietschbunter Trash, den man so nur sehr selten zu sehen bekommt. Mit sicherheit ist dieser Film nur für Trashfans geeignet. Andere Konsumenten könnten schwere inner Blutung erleiden und sich womöglich nie wieder von diesem Film erholen. Eine absolute Trashgranate, die jeden Trashabend retten kann und wenn einen der Film nicht schon wahnsinnig macht, dann schaffen es auf jeden fall die Dialoge!!! Hätte Youtube jetzt noch ein Video parat, dann wäre das Review komplett, aber ich denke die Bilder sprechen auch schon ganz gut für sich. 5 von 5 Zimbelaffen, MACHT SIE FETTICH!


Zitat of the Moment:

"was soll das hier sein? [...] und das Design. hmm ist nicht mal trash sondern echt scheiße.wo ist die ORDNUNG, scrollen ist oma" - fool (Shoutbox)






Und jetzt einen warmen Applaus für den ersten Disser mit seinem TRASHIGEN Eintrag auf unserem TRASH-BLOG! Herzlich Willkommen, du Pappnase! Hier, setz dich, nimm einen Glückskeks! *lol*

*GNAHAHAHAHARHARHAHRAHRAHRAHRHAR*

Ma watt gaaaanz schreckliches...

Das sitzt man bei ein paar Bierchen zusammen und plötzlich fängt einer in der Runde an (ich will jetzt keine Namen nennen, derjenige weiß bescheid, wenn er das hier liest ;), von irgendeinem bescheuerten Lied zu erzählen. Natürlich fällt ihm kein Name ein. Er grübelt und grübelt und grübelt und plötzlich fallen folgende Wörter aus seinem verwirrten Hirn:

Fred... Rakete... Fred... FRED VOM JUPITER!

Natürlich wird sofort Youtube konsultiert und tatsächlich... den verdammten Song gibt es wirklich. Was dann allerdings auf uns losgelassen wurde, war schlimmer als so manche Trash-Granate...
Ich... ich kann und will es nicht beschreiben, deswegen schaut dieses "Meisterwerk" mal selber an. Wir übernehmen keinen Schadensersatz!!!




(unbedingt auch in anderen Versionen "genießen")

Fatal Termination

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Zwar war gestern der wöchentlich Trashabend und wir haben auch einen verdammt bescheuerten und zugleich äußerst unterhaltsamen Film geguckt (The Stabilizer), aber trotzdem kommt jetzt erstmal was anderes. Ein Film, den ich am Wochenende geguckt habe und mit dem ich das "Fernöstliche Easternstudium" einleiten möchte:

Fatal Termination!

Der Film von 1990 wandert auf den Pfaden des "Heroic Bloodshed Genres", was an sich schon mal nicht schlecht ist. Jedenfalls werden mir alle diejenigen beipflichten, die schon mal einen alten John Woo Film gesehen haben und von der Action umgehauen wurden. Die Erwartungen waren somit schon mal ziemlich hoch und leider - ich muss das einfach vorweg sagen - wurde ich enttäuscht, doch das lag auch zu großen Teilen an der wirklich verdammt schlechten DVD.

Aber ich fang am besten erstmal mit der Handlung an:
Es fängt damit an, dass die "Jihad Brigade" (okay, okay, da hab ich gelacht! So ein bescheuerter Name! Europäer mit Turban aufm Kopp, die kein bißchen aussahen wie wahnsinnige Terroristen aus dem nahen Osten. Ich glaube, sie waren sogar ein wenig braun angemalt)... naja, auf jedenfall will die Jihad Brigade für läppische 34 Millionen US-Dollar Waffen kaufen. Sie gehen ihren Einkaufszettel durch, wo Handgranaten, Raketenwerfer, jede Menge Knarren etc. und auch ein paar Panzer draufstehen und schließen den Deal ab. Officer Wai vom Zoll soll die Waffenlieferung anschließend durch den Flughafenzoll schmuggeln (Panzer? ja ne is klar).

Jetzt kommt Jimmy von der Political Devision ins Spiel. Der kriegt nämlich einen Tipp und sucht den Anführer der Jihad Brigade - Dan heißt die Turbanpappnase. Er taucht bei Officer Wai auf, aber der verwehrt ihm natürlich jede Hilfe. Dann plötzlich hat der Jimmy den Dan doch geschnappt, wie und wann auch immer. Dan befreit sich und in einem Parkhaus wird plötzlich auf alles geballert, was da so rumläuft. Massen von Passanten tauchen wie aus dem nichts auf und sofort fallen dem Kugelhagel zum Opfer, nur Jimmy natürlich nicht. Sofort rückt ein Sonderkommando an, dass von einem Ehepaar (so was bescheuertes) angeführt wird. Die beiden knallen Dan auch gleich über den Haufen und Jimmy ist böse auf die, weil er seinen Zeugen verloren hat. Zugegeben, der Shootout war ziemlich nett anzusehen!

Jimmy also wieder zurück zu Wai, der supendiert daraufhin einen kleinen Lagerarbeiter vom Dienst. Der Lagerarbeit ist zufällig der Bruder von dem Sonderkommandoanführer. Von da an verdächtig Jimmy den Kerl und den Sonderkommandoanführer und seine Sonderkommandoanführerfrau. Aber eigentlich ist das auch egal, denn von da an taucht Jimmy im Film eigentlich nur noch ab und zu auf bzw. wird zum Nebendarstelle degradiert.

Unterdes hat Wai in seiner Geldgier die ganzen Waffen versteckt (auch die Panzer... keine Ahnung wie...) und will mehr Geld für seine Zollschmuggeldienste von der Jihad Brigade. Das kriegt der Bruder vom S.K.A (Sonderkommandoanführer), geht petzen und stirbt. Der S.K.A. versteckt darauf hin die Waffen nochmal (auch die Panzer... wie auch immer...) und erpresst sowohl die Jihad-Brigade und Officer Wai, denn er will von dem mittlerweilse kaum bis gar nicht mehr vorkommenden Jimmy nicht mehr verdächtig werden.

Darauf hin wird sein Kind entführt. Ungefähr so:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das gegen so ziemlich alle bekannten Drehvorschriften verstößt. Ich mein, die Göre hängt wirklich ausm Fenster und das Auto fährt wirklich nicht gerade langsam.

etc. etc. etc.

Nach und nach stolpern dann alle Schauspieler mit mehr oder weniger vorhandenem Talent dem Showdown entgegen (außer Jimmy, der ist wahrscheinlich gegen Ende der Dreharbeiten in Urlaub geflogen) und Wai und die Jihad-Brigade kriegen ordentlich eins aufs Maul oder sterben an Bleivergiftungen.


Fazit:
Ja, richtig, die Handlung ist kompliziert und wenn man den Film so guckt, ist sie noch unübersichtlicher als es sich hier schon anhört. Dafür stimmt aber die Action! Es kracht und rummst an allen Ecken, die Shootouts sind ordentlich blutig und alle Darsteller können schön um sich treten und ihre Martial Arts Fähigkeiten präsentieren. Dazu werden reichlich Zeitlupensequenzen geliefert und die Stunts sind alle echt nicht von schlechten Eltern. Von der Seite gibt es an dem Film absolut nichts auszusetzen.


Jedoch, und jetzt kommt das was mich so nervte, ist die DVD wirklich unter aller Sau. Das Bild sieht aus wie von einer 20 Jahre alten Videokassette und dazu gibts eine Syncro, die an einen nachsyncronisierten schlechten Porno erinnert. Am schlimmsten und anstrengensten empfand ich jedoch das totale Fehlen von Backgroundgeräuschen. Das einzige was zu hören ist, sind die Sprecher, das Geballer, ab und zu mal eine Explosion und Tritte bzw. Schläge. Den röhrenden Motor bei einer Verfolgungsjagd hört man nur noch ganz leise und der dröhnt wohl noch von der Originaltonspur durch. Weder Reifengequietsche, noch Stadtlärm, noch Fußschritte oder Hingefalle... NIX! Könnt ihr euch eigentlich vorstellen, wie nervig sowas ist??? Ich hab ja wirklich viele Ramsch-DVD's hier, aber so was beschissenes hab ich bisher echt selten erlebt... *räusper* T'schuldigung.

Jedenfalls würde ich dem Film glatt 4 Äffchen verpassen, aber weil die doofe DVD so viel kaputt gemacht hat, kriegt er jetzt nur noch 3! Feddich! Wenn irgendwann mal eine bessere DVD davon rauskommt, ändere ich meine Meinung vielleicht .



In eigener Sache: ZWOBOT

Gerade zufällig bin ich über etwas gestolpert, dass ich zu den besten Shows der Fernsehindustrie gezählt habe und immer noch zähle:

ZWOBOT!

Damals lief die Show zu späterer Stunde auf VIVA Zwei.

Viva zwei war so nebenbei bemerkt wirklich klasse! Das war mehr als nur ein 0815-Musiksender. Da müssen nur Wahnsinnige in der Chefetage gesessen haben. Anders kann ich mir die Zwobot Show jedenfalls nicht erklären. Im Grunde genommen haben diletantisch zusammengeklebte Handpuppen die Moderatoren ersetzt. Der mächtige Zwobot himself, ein Mikrofonsconer mit Augen, war der Chef der Truppe. Dazu kamen dann noch Wah Wah Binx, Seattle Jörg und seiner einziger Freund das Tagebuch, Mr. Explosion, das Klingelmonster, der Kinkie, der Pianist vom Planet der Affen, usw. usw. usw. Ist alles wirklich schwer zu beschreiben, deswegen schaut einfach mal HIER und HIER nach. Die Seiten bieten ein paar nette Infos, Clips und vieles mehr an.

Minimalistisch, absolut überdreht, völlig irre und vor allem eins: trashig! Richtig TRASHIG!!

Deswegen und in Gedenken an dieses großartige Stück Fernsehgeschichte hab ich mal ein paar Clips in den Trailerpark gepackt, damit ihr alle euch eure Gehirne wegbrennen könnt. Nach ein paar Folgen werdet ihr sicher erkennen, dass Zwobot einfach nur großartig war *muahahaha*.



In diesem Sinne:

"Eine Show, sie zu knechten. Sie alle zu finden.
Ins Dunkel zu treiben. Und ewig zu binden.
Im Mediapark, wo die Schatten drohen.

In grauer Vorzeit ward die Eine Show geschmiedet.
Seit diesen unheiligen Januar-Tagen des Jahres 2000 n. Chr.
verbreiten puppenartige Geschöpfe Ulk und Entsetzen im
Gestrüpp des Unterhaltungs-Dschungels.

"Bidi Bidi"-blökende Robot-Monster.
Gallengrütze speiende Hartplastik-Echsen.
Depressive Grunge-Jammerlappen aus Stoffabfällen.
Bomben der guten Laune.
Nassforsch klimpernde Bananenbengel.
Und der Eine Mikrofonschoner."
(Zitat von zwobotgeist.de)

DVD-Challange 2008 - Ein Kurzüberblick

Neues Jahr, neues Glück...


...dachte sich auf Mr. Williams und legte mit drei Siegen in Folge mächtig vor. Doch so schnell geben sich die Spieler natürlich nicht geschlagen und sägen bereits kräftig am Trohn des Champions aus dem letzten Jahr.

Wirklich trashige Filme waren leider dieses Jahr noch nicht dabei. Komischerweise überleben sie einfach nicht lange genug, um in die engere Auswahl zu kommen. So ist es bereits sehr oft vorgekommen, dass sich Arnie als Phantom Commando getarnt zusammen mit Rambo und Dolph dem Punisher unter die letzten vier Filme geballert, geschossen und geschlitzt haben, doch nie konnten sie sich endgültig durchsetzen. Vielleicht programmiere ich ja demnächst einfach meinen eigenen Zufallsgenerator und manipuliere die Challange ein wenig, damit endlich mal wieder hochkarätige Äkschnfilme den Weg in den DVD-Player und damit auf die Gewinnerliste finden!


Wie dem auch sei, hier kommt die bisherige Hall of Fame 2008:

  • 01.01.2008 Equilibrium --- Ashley J. Williams
  • 28.01.2008 Shooter --- Ashley J. Williams
  • 19.02.2008 Stirb langsam 1 --- Ashley J. Williams
  • 23.02.2008 Indiana Jones 3 --- (Tobsen)
  • 04.03.2008 Indiana Jones 1 --- Lord


Ich hab mir gedacht, dass ich die Liste so ca. im 2-Monats-Rythmus poste. Wenn was passendes in der Zeit dabei war, gibbet auch noch ein Review hinterher. Im fall der oben Aufgeführten Filme kann ich nur sagen: Wer John McClane und Indi noch nciht gesehen hat, der hat noch nicht gelebt! ;)

No Country for old men


Professor Zimbel: "Guten morgen, liebe Schülerinnen und Schüler! Ich hoffe sie haben gestern alle gut aufgepasst, denn wir bilden jetzt einen Stuhlkreis und besprechen ‚No Country for old men’. Mr. Savage, wenn sie doch bitte einfach mal beginnen würden.

Savage: „Äh, ja, okay. Also zunächst einmal muss ich sagen, dass ich ziemlich hohe Erwartungen an den Film hatte, schon allein dadurch, dass er schließlich vier Oskars abgeräumt hat und die Unterschriften der Coen-Brüder trägt. Auch durch unterschiedliche Reviews war ich ziemlich gespannt auf den Streifen. Und, was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Vielmehr wurde ich mitgerissen und begeistert.

Wenn ich versuchen müsste, den Film irgendwo einzuordnen, würde ich ihn als Road-Thriller-Gangster-Neowestern-Drama bezeichnen. Jedenfalls trifft es das vorläufig ganz gut.

Die Story ist im Grunde genommen recht einfach gestrickt. Texas, nahe der mexikanischen Grenze, im Jahre 1980: Ein Mann - Llewelyn Moss (Josh Brolin) - findet, während er auf der Jagd weit draußen in der monumentalen Landschaft Texas’ ist, ein Schlachtfeld vor. Scheinbar ist ein großer Drogendeal geplatzt und die Mexikanischen Unterhändler haben sich alle gegenseitig abgeknallt. Moss findet einen dicken Koffer mit ca. einer halben Million harter US-Dollar und nimmt den Koffer natürlich mit und fährt nach Hause zu seiner, ich sag mal minderbegabten Frau. Gleichzeitig ist ein verdammt psychopatischer Killer unterwegs, der bereits von dem Massaker weiß und auch weiß, dass das Geld futsch ist. Er hängt sich an die Fersen von Moss, der mittlerweile auf der Flucht ist, und hinterlässt eine teilweise ziemlich krasse Blutspur. Irgendwann kommt es zum Kampf zwischen den beiden. Gleichzeitig gibt es noch den Countysheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones), der sowohl dem Massaker, dem Killer und NAME hinterher forscht und sich währenddessen langsam aber sicher über die schnell wachsende und verändernde Welt und sein Leben darin im Klaren wird. Um es kurz zu machen: Die Story dreht sich eigentlich nur um den Koffer mit dem Geld. Allerdings ist das der Aufhänger für die Coen-Brüder, um sich mit den bis ins Detail skizzierten Charakteren zu beschäftigen - was ihnen schlussendlich auch gelingt.

Der Umstand, dass im ganzen Film kein einziges Mal Musik zu hören ist (bis auf den Abspann), hat mich nicht gestört. Im Gegenteil: Als Zuschauer konzentrierte man sich auf die Personen und die Dialoge. Man wurde förmlich gezwungen, sich mit den Charakteren auseinander zu setzen und sich in manche hinein zu versetzen.

Dazu kommen beeindruckende Landschaftsaufnahmen aus dem Hinterland von Texas, wobei die Kamera oft minutenlang starr ausgerichtet ist. Jede Einstellung, jedes Bild, jede Landschaft mit Hügeln, Sonne und Schatten, scheint akribisch gesucht und gefunden worden zu sein. Wo wir gerade bei der Kamera sind: Schnelle Schnitte oder gar die von mir so verhasste Wackelkamera fehlen hier komplett, obwohl es stellenweise schon ziemlich kracht. Gerade Mr. Anton Chigurh, der gefühlslose und absolut kaltblütige Killer, begeht nicht gerade unblutige Morde, wobei z.B. Erschießungen nicht der Befriedigung der Blutgier der Zuschauer dienen, sondern zweckdienlich sind und irgendwie in die Handlung passen.

Das und die erwähnte Tiefgründigkeit der Charaktere tragen sehr stark zu der ohnehin dichten Atmosphäre des Films bei. Verstärkend kommt noch die Arbeit sämtlich Nebendarsteller hinzu, denn der Film spielt wie gesagt in Texas, genauer gesagt im Hinterland von Texas - Dort, wo quasi nur Hinterwäldler rumlaufen. Da alle Charaktere in dieser Umgebung aufgewachsen sind (den Killer lass ich jetzt mal außen vor), haben alle ein – sagen wir mal – schrulliges Verhalten. Das und so mancher Spruch führen des Öfteren zu einer Art unfreiwilligen Komik im positiven Sinne.

Und dann hätten wir da noch das Ende des Films. Es lässt die Zuschauer plötzlich und mit fragenden Gesichtern zurück. Es hat eigentlich gar nichts mit der Geldkofferstory zu tun, sondern ist in meinen Augen einer der wenigen Anspielungen auf den Filmnamen. Es erklärt sich auch nicht von selber, sondern der Zuschauer muss sich eigene Gedanken machen, was ja heut zu tage ziemlich selten geworden ist. Jedenfalls habe ich den Kinosaal mit nachdenklicher Stirn und den Film verarbeitend verlassen.

Selbstverständlich leisten alle Schauspieler sehr saubere Arbeit. Tommy Lee als nachdenklicher Sheriff, dessen Charakter eigentlich als einziger wirklich zu dem Namen des Films passt und Josh Brolin als Kofferklauender, immer auf der Flucht befindlicher, absolut abgebrühter und abgeklärter Vietnamveteran. Dazu gibt es noch Woody Harleson in einer kleinen Nebenrolle.





Trotzdem stielt einer imo allen die Show: der Killer (Javier Bardem)!

Der Kerl hat vorher nur in kleinen Produktionen mitgemacht, taucht jetzt in einem internationalen Film auf und kassiert gleich den Oscar als bester Nebendarsteller (absolut verdient). Meine Fresse, der hat aber auch ne Arschcoole Pocke gespielt (tschuldigung für den Ausdruck)! Und er hatte eine verdammte Auto-Shotgun mit einem verdammten Schalldämpfer (die er auch sehr eindrucksvoll benutzt hat!). Ich muss unbedingt herausfinden, ob so was tatsächlich möglich ist! *kicher*



Fazit:

No Country for old men ist ein herausragender Film, der seine Oscars verdient hat. Ich muss gestehen, dass ich völlig überrascht war, als ich hörte, dass "The Big Lebowski" und "Fargo" ebenfalls von den Coen-Brüdern sind. Sehr vielseitig, die Jungs! Die Charaktere, die damit verbundene schauspielerische Leistung, die Aufnahmen, alles wirkt sehr gut zusammen und präsentiert so dem gewillten Zuschauer ein atmosphärisch sehr dichtes Gesamtkunstwerk, dass in keinster Weise mit Mainstreamware zu vergleichen ist, aber auch gar nicht einen solchen Anspruch erhebt. Jedenfalls sollte man den Film auf jeden fall gesehen haben und sich vor allem auch drauf einlassen können, denn es ist verdammt schwer ihn akkurat zu beschreiben.

Natürlich sind Meinungen zu Filmen immer subjektiv und ich habe auch schon von vielen gehört, der Film wäre langweilig und das Ende wäre „kacke“ und überhaupt keine Musik und blabla etc… Dazu kann ich nur eins sagen: Leute, guckt euch solche Filme einfach nicht und besucht lieber die Vorstellung von SAW 20 oder sonst irgendeinem Mainstreamscheiß. Ich kann ja auch nichts dafür, dass die wissensfremden Bratzbacken heutzutage nicht mehr klar kommen, wenn sie in einem Film plötzlich und völlig überraschend mit Intelligenz konfrontiert werden! ;D

5 von 5 Zimbelaffen, ganz klare Sache!!!"

Professor: „Ausgezeichnet, Herr Savage. Möchte noch jemand seine Meinung kundtun?"


Zitat of the Moment:

"Gimme some sugar, Baby!" - Ashley 'Ash' J. Williams (Army of Darkness)