Dead Heat

NEUES WERTUNGSYSTEM:
Für Actionfilme und alles was man da so zu zählen kann (also quasi alles, was unter dieses Label gepackt wird), wurde nun ein neues Wertungsystem entwickelt. Ab jetzt werden in dieser Sektion keine Zimbelaffen mehr verteilt, sondern CANNON-LOGOS. Denn Cannon Films ist (für mich jedenfalls) der Inbegriff von reinrassigem 80iger Jahre Actionkino und überhaupt war Cannon cool! So, noch Fragen? Nein? Gut!



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"Roger Mortis (Treat Wiliams) und Doug Bigelow (Joe Piscopo) sind zwei L.A. Cops die nichts als Unsinn im Kopf haben. Als zwei Zombies einen Juwelier überfallen, machen sich die beiden Cops an die Aufklärung des Falles. Ihre Recherchen führen sie zu einem Chemiekonzern wo Leichen wiederbelebt und zu kriminellen Taten missbraucht werden. Als Roger beim Einbruch in den Chemiekonzern erschossen wird, sieht Doug nur noch eine Lösung: Sein Partner muss in die Wiederbelebungsmaschine."

So stehts hinten auf der DVD-Hülle. Stimmt zwar nicht ganz, aber eigentlich ist genau das der Plot dieses Actionflicks aus den guten alten 80iger Jahren, als die Actionfilmwelt noch in Ordnung war, als man noch blaue Sackos inkl. Hawaihemdn oder viel zu enge Jeans + aufgeplusteter Lederjacke tragen konnte und damit cool aussah. Ach ja...
Wie auch immer - nach seiner Wiederbelebung ist Roger von nun an ein untoter Polizist, was dann auch ziemlich schön verarbeitet wird. Er fängt so ziemlich Kugel, die auf ihn abgefeuert wird, mit seiner Brust ab, stört sich nicht an irgendwelchen Explosion oder Verbrennungen und versucht seinen verblassenden Taint ab und zu mit Lippenstift und Schminke wieder ins rechte Licht zu rücken. Doug dagegen darf sich zwischendurch ordentlich mit Zombie-Badguys und Zombiegeflügel prügeln und lässt immer wieder witzige Oneliner ab.

Allerdings haben die beiden nicht ein Leben lang Zeit (haha) den Fall aufzuklären, denn Rogers Körperzellen bauen rapide ab und so wird er mit der Zeit immer unansehnlicher. Trotz aller Hindernisse schießen sich die beiden zur Wahrheit durch und am Ende decken sie sogar noch eine Verschwörung von altersschwachen Millionären auf. Und sie tun, was getan werden muss: Was cooles sagen, alle erschießen und dabei immer noch cool aussehen. YEAH! Das rockt einfach nur tierisch!

Eine meiner lieblingsszenen spielt (mal so als kleines Appithäppchen) in einem chinesischen Imbiz (oder Schlachthof...). In dem Lokal ist auch so eine Wiederbelebungsmaschine an der Decke montiert und nach dem die aktiviert wurde, werden plötzlich alle toten Tiere (ein verkohltes Schwein, geköpfte Enten, Hähnchenflügelchen und sogar noch ein kopfloser Bulle) lebendig. Man kann sich sicher vorstellen, wie bescheuert fazinierend das aussieht. Nein? Hier ist ein Bild!


Fazit:
Dead Heat ist schlichtweg ein Wahnsinnsfilm, in dem
Mark Goldblatt (Regie: The Punisher 1989) die Großartigkeit des 80iger Actionkinos verdammt gut einzufangen weiß. Dazu kommt dann noch dieser Genremix von Action und Horror, der mir in der Form eigentlich noch nie begegnet ist. Was soll ich sagen? Das ist verdammt gut gelungen und außerdem sorgt das für eine Menge cooler Szenen. Dazu kommen immer wieder coole Oneline (meist von Piscopo, der auch mal Entertainer war). Beispiel gefällig?

Roger kriegt in einem Haus eine Menge Kugeln bei einem überraschende Zombieangriff ab. Blutüberströmt richtet er sich auf und eine weibliche Nebendarstellerin fragt ihn: "Bis du verletzt?" - "Ich verdammt nochmal tot!" Herrlich!

Ach ja, die Frauen. Davon gibts natürlich welche in dem Film. Zwei um genau zu sein. Da der Film aber nun mal ein Buddy-Team-Film ist, haben beide eigentlich nur Gastauftritte. Die eine versucht mit einer vergangen Liebschaft Rogers Charakter etwas zu beleuchten und die andere hat was mit der Verschwörung zu tun. Im Laufe Story müssen dann allerdings beide den Löffel abgegen. Die eine, um Roger so richtig wütend zu machen und die andere wegen spontanem Selbstzerfall.

Zur Action lässt sich nur soviel sagen: Sie ist dauerhaft und immer ordentlich blutig vorhanden. Schon nach 5 Minuten wird dem Zuschauer eine eindrucksvolle Ballerei mit ordentlich Kunstblutt präsentiert. Diese Zerstörungsorgien ziehen sich dann in regelmäßigen Abständen durch den Film. Shootouts, Explosionen, alles ist dabei! Durch die oben erwähnte Zelldegeneration von Roger und der daraus resultierenden Zeitknappheit hat auch der Film keine Längen und kommt zügig voran. Die ca. 84min Laufzeit vergingen jedenfall wie im Flug und zurück blieb der Eindruck, endlich mal wieder einen richtig fetzigen 80iger Jahre Actionschinken gesehen zu haben.

4 von 5 Cannonlogos!


Vielleicht noch schnell was zur DVD:
Fans besorgen sich gefälligst die 2-Disc-Edition von ATLANTIS FILM. Enthalten sind dort die Deutsche Version und die um einige Einstellung erweiterte Ami-Fassung. Außerdem gibt es jede Menge Extras, ein unerwartet aufwendig gestaltetes Hauptmenü und einen Schnittbericht zwischen der amerikanischen und der Norwegischen Fassung, die nochmals ein paar Szenen enthält, die so in keiner anderen Fassung zu sehen sind. Jedenfalls sehr umfangreich sehenswert das ganze!

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