Jumper

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Gestern gings mal wieder ins Kino und natürlich musste ein Neuerscheinung geguckt werden: Jumper.
Die Handlung lässt sich wirklich schnell zusammenfassen. David Rice (Hayden Christensen) wächst bei seinem heruntergekommenen Vater auf. Die Mutter ist vor Jahren abgehauen. Durch ein Unglück stellt er fest, dass er sich teleportieren kann und zwar an Orte, die er sehen kann (Postkarten, Kühlschrank auf der anderen Seite der Küche, etc.). Warum? Einfach so.

Das ist am Anfang natürlich cool und David verschafft sich erstmal ordentlich Startkapital für sein neues Leben. Er beamt sich in eine Bank und räumt den Tresor aus. Dadurch wird leider auch eine Geheimorganisation unter der Führung von Roland (Samuel L. Jackson) auf den Plan gerufen, die Jumper jagt und tötet. Warum? Einfach so.

Um dem ganzen dann noch etwas (fragwürdige) Würze zu verleihen gibt es noch eine Liebesgeschichte. Denn David kehrt, nachdem die Badguys das erstemal mit Stromschockstäben in seinem Penthouse aufgetaucht sind, in seine Heimatstadt zurück und spürt seine alte Sandkastenliebe Millie Harris (Rachel Bilson) wieder auf. Die wollte schon immer mal verreisen und so jeten die beiden spontan nach Rom. Dort im Coloseum taucht ein zweiter Jumper auf, der wiederum die "Paladine" der Geheimorganistation kaputt macht. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten schließen sich die beiden zusammen, denn David erfährt, dass alle Freunde, Bekannte & Familienmitglieder von Jumpern prinzipiell getötet werden.

Es kommt wie es kommen muss: Die Perle wird gefangen genommen und ein kurzer Kampf entbricht, bei dem David sich mit Roland anlegt (oder es zumindest versucht). Zwischendurch kommt dann noch raus, dass die Mutter von David ebenfalls für die Organisation arbeitet. Nachdem David Roland in einer einsamen Höhle irgendwo im Nirgendwo absetzt und beteuert, anders zu sein als andere Jumper, besucht er kurz seine Mutter, die ihm versichert, ihn nicht sofort zu töten, sondern ihm einen kleinen Vorsprung zu lassen. Danach jumpen David und Millie, die sich mit der Fähigkeit von ihrem neuen Freund schlussendlich doch abgefunden hat, davon. Film ende...


Fazit:
Ehh, was? Schon zu ende? Der hat doch gerade erst richtig angefangen! Wo ist der dicke fette Showdown, wo sich alle gegenseitig die Köppe einschlagen? Okay, die Geplänkel zwischendurch war sehr reinzvoll und schick in Szene gesetzt, aber das einen Showdown zu nennen wäre echt zuviel verlangt...
Und wieso zum Teufel hätte man nicht wengstens ein bißchen mehr auf Hintergrundinfos setzen können. Grob angerissen und in Nebensätzen verpackt hätte das ja vollkommen gereicht. Stattdessen hält sich der Film viel zu lange mit dem Oberflächlichen Leben von David und seiner späteren Liebesbeziehung zu Millie auf. Die Spezialeffekte dagegen sind klasse. Die Jumper-Idee eröffnet erstens eine unbegrenzte Fülle von Handlungsorten und zweitens völlig neue Möglichkeiten Kämpfe zu visualisieren. Da werden z.B. ganze Buse aus London an einen Ort in der Wüste teleportiert und auf einen Angreifer geschleudert.

Wenn aber schon die Story und die Charaktere eher farblos daher kommen, hätte wenigstens die Action stimmen müssen. Nur leider hält sich der Film zu lange mit Nebensächlichkeiten auf. Wenn man den Zuschauer sofort ins kalte Wasser schmeißt, dann kann man ihm auch von Anfang ne ordentliche Packung verpassen.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass Jumper eine frische Grundidee hat, die völlig neue und ungeahnte Möglichkeitet bereithält, leider aber verdammt viele Chancen verspielt und somit nur toll aussieht, aber trotzdem einen eher überflüssigen Eindruck hinterlässt.

3 von 5 Zimbelaffen!


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