What do you know....

Hannibal Lecter : 77%
Indiana Jones : 74%
James Bond : 74%
Néo (Matrix) : 74%
Batman / Bruce Wayne : 74%
Eric Draven (The Crow) : 74%
Tony Montana (Scarface) : 74%
Jim Levenstein (American Pie) : 73%
Maximus (Gladiator) : 71%
Yoda (Star Wars) : 66%
Forrest Gump : 61%
Schrek : 61%


Egal was ich mache es kommt immer das gleiche raus ^^
Halb Draufgänger, halb Menschenfresser!
Sollte mir das zu denken geben? :D



Indiana Jones : 77%
Hannibal Lecter : 77%
James Bond : 74%
Batman / Bruce Wayne : 69%
Schrek : 69%
Maximus (Gladiator) : 69%
Tony Montana (Scarface) : 68%
Forrest Gump : 67%
Yoda (Star Wars) : 66%
Néo (Matrix) : 65%
Eric Draven (The Crow) : 61%




Quelle: http://which-film-hero.are-you-really.com

Zitat of the Moment:

"Ich werd dich so verdreschen, dass noch deine Kinder mit Beulen geboren werden!" - Rebecca ("Tank Girl")

The Marine

(klick aufs Cover für mehr infos)

Release: 2006

John Cena, WWE-Wrestler (ein ziemlich hochgepushter *räusper*), spielt John Triton, einen Marine, der direkt zum Anfang des Film Befehlsverweigerung begeht und, obwohl er der Beste der Besten ist, nach Hause geschickt wird. Aus seinem neuen Job als Securityguard in einem Hochhaus fliegt er am ersten Tag raus, weil er einen Besucher duch eine Glasscheibe wirft und so fahren er und eine Frau erstmal für ein paar Tage aufs Land. In der Zwischenzeit zieht eine Gruppe von Ganoven einen großen Diamantenraub durch. Angeführt vom leicht wahnsinnigen Rome (Mr. Flüssigmetall Robert Patrick - Terminator 2) geht die Gang dabei über Leichen, jagt Polizeiautos in die Luft und irgendwann landen alle zusammen an einer Tanke mitten im Nirgendwo. Bullen tauchen auf, einer der Gangster kriegt ein Jucken im Zeigefinger und schon endet alles in der Entführung von Tritons Frau. Was macht man also als (Ex-)Marine? Die Verfolgung aufnehmen und die verdammten Mistkerle einen nach dem anderen kaputthauen!

"Hab ich das Bügeleisen ausgemacht?" *grübel*

Holy Crap! The Marine kann echt einiges und ich hätte echt nicht gedacht, dass sich heutzusage überhaupt noch jemand finden würde, ein solches Konzept umzusetzen. Eine Story ist quasi nicht vorhanden: Böse Buben klauen die Freundin und der aufgepumpte Macker rettet am Ende den Tag. Da Vince McMahon, Unternehmensleiter der WWE, aber scheinbar eine große Vorliebe für die 80iger Jahre hat, wird die Story eh zweitranging. Denn bei einer solchen Produktion dient eine Story nur als Aufhänger, um jede Menge Blei zu verschießen, alles in die Luft zu jagen, was man an Kulissen so aufgebaut hat, lockere Oneliner rauszuhauen und natürlich ordentlich die Muskeln spielen zu lassen. Und genau deshalb hat The Marine so verdammt viel Spaß gemacht. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal solch riesige, zum überwiegenden Großteil nicht CGI-Verfeinerte Explosionen gesehen habe. Die ein oder andere Actionszene ist außerdem noch ziemlich erfrischend durchdacht und choreographiert (z.B. die Verfolgungsjagt mit dem Camaro, die ordentlich gerockt hat!).
Einziger Negativpunkt ist die FSK16 Freigabe. Natürlich kann man nachvollziehen, dass mit der Hoffnung auf mehr Publikum auf einen höheren Gewaltgrad verzichtet wurde, aber ein paar blutige Einschüsse hätte auch nicht geschadet. So wurde immer kurz vorher ausgeblendet und das nervt auf Dauer auch ein bißchen.

John Cenas Hobbies: Verkniffen gucken und vor Explosionen wegrennen!

Anders siehts da schon bei den Darstellern aus, denn John Cena hat quasi kein schauspielerisches Talent. Zum Glück wussten das wohl auch die Verantwortlichen und die meisten Szenen verlangten ihm dieses gar nicht erst ab. Auch fehlt Cena die nötige Ausstrahlung. Er hat bei weitem nicht so viel Charisma wie z.B. Dwayne "The Rock " Johnson, den ich gerne mal wieder in einem ordentlich Klopperfilm sehen würde. Zumal The Rock auch mit der nötigen Selbstironie an seine Rollen geht, was ihn wesentlich sympatischer und menschlischer wirken lässt. Der verkrampft ernsthafte Cena hätte sich davon mal ne Scheibe abschneiden können! So bleibt seine Figur im Großen und Ganzen ziemlich blass und wirkt mehr oder weniger ausstauschbar. Grimmig gucken, Muskeln aufblasen, da hätte man auch jemand anderen nehmen können. Zu Gute muss man ihm allerdings halten, dass er alle Stunts selber gemacht hat und dabei seine Arbeit sehr solide ausgefallen ist.

Mit Robert Patrick dagegen hat man einen wahren Glücksgriff gemacht. Der Kerl passt fantastisch in die Rolle des wahnsinnigen Rome und man merkt sofort, dass er verdammt viel Spaß beim Dreh hatte. Immer wieder haut er lockere Sprüche raus, zeigt die nötige Kaltblütigkeit und stellt im Showdown einen ehrenvollen Gegner für Cena da. An Screentime, würde ich schätzen, hatte Patrick fast so viel wie Cena und kann so dem Hauptdarsteller das ein oder andere Mal locker die Show stehlen. Die anderen Badguys sind dann alle nur noch Durchschnitt und bis auf Anthony Ray Parker, als zurückgebliebener und schießwütiger Handlanger, schafft es niemand aus seiner Rolle herauszustechen. Egal, werden sowieso alle umgeholzt.

KRAWUMM!!! Das muss Fetzen muss das!

Fazit:
Sieht (fast) aus, wie aus den 80igern und fühlt sich an, wie aus den 80igern. The Marine fackelt ein ordentliches Feuerwerk für alle Actionfans ab und bietet zu dem noch einen ausgezeichnet aufgelegten Robert Patrick. John Cena hat zwar kein Talent oder Charisma, passt am Ende aber irgendwie doch in die Rolle und kann seine Muskeln spielen lassen. Die Story ist zu vernachlässigen, aber dass die Stärken eines solchen Films in der Action und nicht in der Story liegen, muss ich wohl keinem Genrefan erzählen! GUCKT EUCH DEN STREIFEN AN!


Nur damit hier mal wieder was hingeschrieben wird:

Ich habe fertig für heute! Bochumprüfung (erfolgreich?) überlebt. 80% nur beschissene Multiple Choice Aufgaben und folglich gaaaaanz viel Ratespielchen. Wie kann man da noch ein gutes Gefühl haben? Aber was solls... jetzt zählen die nächsten Prüfungen und nebenbei haben die Bochumprüfung auch schon dümmere Deppen geschafft! :D

Ach ja, da ich jetzt wieder etwas Ruhe habe, kommen sicherlich auch wieder Reviews und so'n Zeug, ne!

So, und jetzt geh ich mich betrinken!

gez. Doc Savage

Double Force

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Originaltitel: Fifty/Fifty
Alternativer Deutscher Titel: Sondereinsatz in der Schlangenbucht
Release: 1993

Es gibt Filme, die schon während ihres Vorspann's (also da wo die Logos und so vorbeifliegen) dem geneigten Actiongenrefan ein fettes Grinsen aufs Gesicht zaubern können. Jedenfalls ging es mir bei "Double Force" so. Scheibe in den Player gelegt, gestartet, geguckt und dann kam dieses Logo...

...und ich dachte mir "Cannon? Alles klar, der Film kann nur geil werden!" Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch, aber alles in allem... aber vielleicht sollte ich bei der Story anfangen!

Alles beginnt mit Ted Striker, der seine gesamte Staffel bei einem Einsatz über Macho Grande verlor und seitdem unter starker Flugangst leidet... NEIN, natürlich nicht, aber der Film geginnt mit Robert Hays. Weil ich jetzt gerade den Namen seines Charakters vergessen habe, werde ich ihn einfach weiterhin Ted Striker nennen, okay?!

Ted Striker führt eine kleine Gruppe von Söldnern auf Gummibooten an, denn sie wollen zusammen den fiesen Diktator von Tengara, ein kleiner Staat in Südostasien, stürzen. Der versklavt nämlich sein Volk und tut generell alles das, was böse Diktatoren in Filmen so machen. Direkt nach der Landung in der Schlangenbucht (haha, da kommt der andere deutsche Titel her) wird der ganze Söldnerhaufen zusammengeschossen. Nur Ted wird am Leben gelassen, denn der Kommandant der gegnerischen Streitkräfte, Jake Wyer (Peter Weller), ist ein alter Söldnerkumpel von Ted. Als sich Jake weigert, seinen alten Freund vor den Augen des Diktators zu erschiessen, raufen sich beide wieder zusammen und flüchten. Fast direkt im Anschluss daran werden die beiden von der CIA auf den Diktator angesetzt. Auf dem Weg zu ihrem Ziel müssen sich die beiden noch mit Rebellen rumschlagen, richten kurzerhand ein Bootcamp für die Leute ein, erfahren dann auch noch, dass der Diktator gemeinsame Sache mit der CIA machen will und am Ende endet alles in einem großen Showdown.

Das Buddydou-Söldner-Dreamteam Weller und Hays... schade, dass die nicht mehr Filme zusammen gedreht haben!

Zum Enstehungszeitpunkt des Films lag die Cannon Group bereits im Sterben und das Studio, dass einst ein garant für action- und pyrotechnische Höchstleistungen war, musste sich in diesen letzten Zügen leider mit weniger Budget begnügen. Das sieht man auch "Double Force", eines der letzten Werke aus dem Hause Cannon, an. Die gerade erwähnten Höchstleistungen sind nämlich nur noch von mittelmäßiger Pracht, von den kostengünstigen indonesischen Kulissen mal abgesehen. Bis auf ein paar kleine Scharmützel wurden alle größeren Knalleffekte in das hintere Drittel geschoben und so muss sich der Zuschauer anfangs mit vermehrten Dialogszenen begnügen.

Ich sage bewusst "begnügen", denn Peter Weller und Robert Hays funktionieren als Buddyduo wirklich großartig. Der eine immer etwas schlauer und spitzfindiger, der andere permanent angepisst und mit zahlreichen zynischen Bemerkungen ausgestattet, können sie einfach keine Situation unkommentiert lassen. Sogar in den brenzlichsten Lagen hauen sie sich noch absolut trockene Sprüche um die Ohren. Das ganze wirkt dermaßen unverfangen und die Schauspieler sind auch generell sehr gut aufgelegt, dass keine Langeweile aufkommen kann und der Film auch bei actionarmen Szenen nicht an Fahrt verliert.

"Jetzt gibbet ordentlich auf die Mütze, du böser Diktator!"

Hätte man jetzt noch ein besseres Drehbuch zur Verfügung gehabt, hätte sich der Film vielleicht sogar über den Durchschnitt erheben können. Denn leider krankt die Story nicht nur an der Actionarmut sondern auch extrem an der stupiden Bedienung ausgelutschter Klischees. Böser Dikator, ein paar Rebellen, alles scheiße, also müssen die Söldner ran. Die Charaktere passen zwar gut zusammen, entsprechen aber auch dem 0815-Strickmuster. Hätten weniger talentierte Schauspieler in den Rollen gesteckt... naja, es wäre bestimmt ziemlich schief gelaufen! Jedenfalls handelt es sich alles in allem um eine simpel gestrickte 0815 Geschichte, in der ganz einfach alle Klischees eingebaut wurden, die in der Schreiberstube so rumlagen. Da man sich aber scheinbar krampfhaft an die Erzählweise und den den damit verbundenen Charme der 80iger-Jahre-Produktionen klammerte, ist das ganze fast schon wieder mit einem Augenzwinkern zu beurteilen.

Fazit:
Schnell vorbei, bisschen wenig Geballer, aber lustig wars. So könnte man "Double Force" am schnellsten beschreiben. Cannon versucht noch einmal eine ordentliche Actionshow zu präsentieren, scheitert jedoch am Budget und liefert somit nur Durchschnittsware. Dafür gibt es zwei geniale Schauspieler zu bestaunen, die richtig gut drauf sind, überraschenderweise verdammt gut zusammenspielen und sich alle Nase lang coole Sprüche um die Ohren hauen. Die Story ist zwar nur eine Zusammenreihung von altbekannten Elementen, allerdings fühlt sich der Film klar den 80igern verbunden und gerade deshalb ist der Streifen eine absolute Empfehlung für alle Genrefans!!! 4 Cannonlogos!




Okay, ich gebe es zu... Ich habe mir zuviel vorgenommen...


Alle Streifen des Lords noch im April zu rezensieren sprengt einfach den zeitlichen Rahmen. Ich war so voller Tatendrang, dass ich nicht wirklich dran gedacht habe, wieviele Klopperfilme das mittlerweilen sind. ^^°
Aber schon allein wegen anstehender Leistungsüberprüfungen etc. muss ich meine Schreibwut züglen. Deswegen belasse ich es erstmal dabei, versuche ab und zu auch mal ein anderes Review zu schreiben und zwischendurch schieb ich einen Seagalfilm dazwischen. Oder um es kurz zu machen: Ich mach ne Jahresaufgabe draus!

Sorry Leute... ich weiß, dass ihr alle die nächste Reviewerscheinung kaum erwarten konntet... =D

gez.
Doc Savage

"Batman: Gotham Knight" Trailer


OK nicht wirklich Trash, dennoch ist der Trailer durchaus sehenswert.

Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von 6 Kurzgeschichten, die zwischen Batman Begins und The Dark Knight spielen "könnten" und die den Charakter Batman/Bruce Wayne besser offenbaren.

Ist also sowas wie des dunklen Ritters Animatrix.

Hoffe nur, dass The Dark Knight nicht noch weiter dem Beispiel der nachgeladenen Matrizen und der daraus resultierenden Revolution folgt und als reine Materialschlacht ausartet.

Trailer


Kommentar: Datt rockt schon ziemlich, find ich! :) - Doc Savage

Pistol Whipped

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

"They came to collect a debt - He paid in Full"

Deutscher Titel: Deathly Weapon
Release: 2008

Steven Seagal spielt Matt, einfach nur Matt, einen suspendierten, ausgebrannten Cop mit dunkler Vergangenheit und jeder Menge Spielschulden. Als eine geheime Regierungsorganisation seine Schuldscheine aufkauft, soll Matt als kleine Gegenleistung eine Reihe mächtiger Krimineller finden und eliminieren. Das ganze läuft soweit ganz gut, doch dann soll er den Stiefvater seiner Tochter und befreundeten Cop Steve aus dem Verkehr ziehen. Zunächst weigert sich Matt dagegen, doch nach und nach lüftet sich das Geheimnis um seinen vermeintlichen Freund und Matt wird richtig sauer. Am Ende bleibt ihm keine andere Wahl, als sich aus der ganzen Situation freizuschießen und dabei noch irgendwie seine Tochter aus den Klauen der Bösewichter zu befreien.

Einen sogar recht ausführlichen Shootout gibts leider erst am Ende.

Nach dem Seagal mit "Urban Justice" einen, im vergleich zu seinen letzten Jahren, ziemlich brauchbaren B-Actioner ablieferte, verbessert er seine Karriere und angeschlagenen Ruf mit "Pistol Whipped" noch einmal ein wenig. Ich würde sagen, nicht zu letzt wegen der handwerklich guten Arbeit des Regisseurs Roel Reiné. Auf abdunklungen zu gunsten des Hauptakteur wurde verzichtet, den Kulissen sieht man das niedrige Budget nicht an und Seagal darf seine Kampfeinlagen nicht mehr einem Stunddouble überlassen. Außerdem versteht sich Reiné auf dynamische Actionszenen, bei denen er lieber zu Zeitlupensequenzen greift, als alles mit wirren Schnittgewittern kaputt zu machen. Auch unser Kampfklops scheint etwas Motivierter als in seinen vorherigen Werken und scheint sogar wieder etwas abgespeckt zu haben. Wie auch immer: Man sieht dem Film an, dass sich alle Beteiligten endlich mal wieder mehr Mühe gegeben haben.

Klingt ja erstmal nicht schlecht, ne?! Jaaa, leider krankt der Film, wie so viele andere Filme des Lords, an seiner Story. Das Grundgerüst mit dem spielsüchtigen Matt und der Geheimorganisation ist zwar wieder etwas kompliziert aber gerade noch okay. Wenn dazu dann allerdings noch dämliche Familienszenen mit Matts Tochter und ein Tächtelmächtel mit einer ca. 30 Jahre jüngeren Geliebten kommen, und das ganze am Ende alles mit der Hauptstory verknüpft wird, um irgendwie die Familie auch noch mit reinzuziehen, wirds echt zu doof. Darauf hätte man ruhig verzichten können!
Teilweise zieht sich die Grundstory sowieso schon wie Kaugummi, da sind diese Nebenstorys für Geschwindigkeit des Film auch nicht mehr förderlich. Dazu kommt, dass man Seagal den ausgebrannten Cop oder den besorgten Vater nur schwer abnimmt bzw. zeitweise gar nicht abnehmen kann. Immer wieder sticht seine Machoader durch und ihn in 90% aller Szenen lässt sie Ihn wie immer sowieso als unkaputtbar darstehen. Mit einem besseren Drehbuch hätte man diese Hürden sicherlich umschiffen können. So ist man leider voll auf Grund gelaufen.


Brennende Leichenwagen für eine extraschnelle Beerdingung!

Aber was soll, hauptsache der Zuschauer bekommt ab und zu auch mal ein bißchen Action zu sehen. Die ist zwar spärlicher im Film vorhanden, aber wenn dann (wie oben bereits erwähnt) solide bis sehr erfreulich. Zwar fehlt manchmal der letzte Schliff, aber generell wissen alle Shootouts, Kampfeinlagen und Verfolgungsjagten zu überzeugen. Joa, mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen...

Fazit:
Besser als "Urban Justice" und auf jeden Fall auch besser, als so manch anderer Streifen aus den letzten Seagaljahren, trotzdem immer noch nur Durchschnittsware. Von der wieder einmal ziemlich kränkelnden Story und den zähen Dialogen können die schick inzenierten Actionszenen und ein etwas motivierterer Seagal zum Glück ablenken. Ich bin ja der Meinung, dass sich der Aikidomeister ein letztes mal zusammenreißen und sich mit einem Knall aus dem Filmgeschäft verabschieden sollte. Da das aber nicht passieren wird und er auch dieses Jahr bestimmt noch 2 bis 4 Filme auf dem Markt schmeißen wird, bleibt nur zu hoffen, dass die kommenden Werke wenigstens auf dem selben Niveau bleiben. Oder vielleicht sogar drüber? Nein, die Vorstellung wäre zu wahnwitzig...
3 solide Köppe!


Glimmer Man

(klicke auf Cover für mehr Infos)

"Two good cops. One bad situation."

Release: 1996

Steven Seagal spielt John Cole, einen Cop, der einem brutalen Serienkiller auf der Spur ist. Früher erledigte er als Ein-Mann-Killerkommando die Drecksarbeit für den US-Geheimdienst, man nannte ihn den Glimmer Man. Als man seine Ex-Frau tötet, wird Cole selbst zum Tatverdächtigen und muss feststellen, dass er es mit mächtigen Drahtziehern im Hintergrund zu tun hat. Auf grausame Weise wird Cole von seiner Vergangenheit eingeholt.
So ungefähr (leicht abgeändert) stehts hinten auf der DVD-Hülle und damit ist eigentlich auch schon alles zur Handlung gesagt. Cole zur Seite steht Detectiv Jim Campbell (Keenen Ivory Wayans), der ebenfalls hinter dem Serienkiller her ist. Als Cole sein neuer Partner wird, kommt es natürlich zu anfänglichen Streitigkeiten, aber am Ende kloppen die beiden die Badguys gemeinsam kräftig zu Brei.

"Ey Steven, watt ziehste denn so'ne Gesichtskirmes?"

Als ich den Film das erste mal sah, dachte ich als erstes an einen "Sieben"-Klon. Ein Serienkiller, zwei Cops, ein ordentlicher Schuss Mysterie... ein scheinbar ernstes Thema mit guten Thrillerelementen... aber eigentlich ist das nur Fassade, hinter der sich ein typischer Seagalfilm versteckt. Es gibt blutige Einschüsse, explodierende Autos und viele gebrochene Knochen und zwischendurch die Pseudojagt auf den Killer. Dabei ist die Aufklärung wirklich ziemlich dämlich und Seagal lässt mit seinem Einfall das gesamte Polizeirevier wie verdammt Deppen aussehen. Am Ende spielt der wahre Serienkiller gar keine große Rolle mehr, denn mal wieder funkt die CIA dazwischen. Wie gesagt, typisch.

Seagal ist dabei zum Glück immer motiviert bei der Sache, auch wenn er hier seine Liebe zum Buddismus mächtig raushängen lässt, was teilweise schon ein bißchen nervt bzw. es ist ziemlich ungewohnt! Die Rolle verlangt ihm allerdings auch keine Hürden ab. Keenen Ivory Wayans (sein kleiner Bruder spielte übrigens in "Last Boy Scout" mit) funktioniert leicht sentimentaler Partner, der ab und zu mal ein sarkastische Sprüche loslassen darf, ziemlich gut. Jedenfalls passt er mit seiner Leistung in die Gesamtheit des Films. Einzig die Bösewichte wirken etwas farblos, auch wenn sie souverän ihren Job tun und in regelmäßigen Abständen für Leichen sorgen. Atmosphärisch hätte dennoch insgesamt mehr drin sein können.

Genau das will man doch eigentlich nur sehen, oder?! :-)

Trotz der fast schon üblichen Kritikpunkte geht "Glimmer Man" mit einer Laufzeit von 88min. richtig flott von statten. Es gibt kaum Längen, in den meisten Dialogszenen sorgen Seagal und Wayans mit ihrem gegenseitigen Angezicke für Schmunzler. Dazwischen gibt es immer wieder fette Actionszenen, die alle ziemlich aufwendig inzeniert daherkommen. Dabei verwundert die FSK16 Freigabe, denn sanft wird mit den bösen Buben nicht gerade umgegangen. Da werden Kehlen aufgeschlitzt und ziemlich blutige Einschüsse verteilt, um nur ein wenig vorweg zu nehmen.

Fazit:
Immer noch einer der jüngeren Produktion vom Aikidomoppel und damit nicht nur für Fans des Lords geeignet. Mit zügiger Geschwindigkeit, hohem Gewaltgrad und einem Schuss Mystik werden auch normale Actiongenrefans an diesem Buddyduo-Streifen ihre Freude finden. Ich wurde jedenfalls über die kurze Laufzeit hinweg bestens Unterhalten und was soll ein Seagalfilm denn sonst machen? Glatt ma 4 Köppe!


Endlich 57

LORD STEVEN HAT GEBURTSTAG!


Und deswegen gratuliert die Trash-Academy dem Aikidomeister zu seinem 57. Geburtstag!

Möge unser Knochenbrecherpriester noch lange leben und uns noch viele gut/schlechte Filme in die heimische Videothek liefern! Und wenn man noch einmal ganz persönliche Hoffnungen hegen darf: Möge der Lord ein letztes mal in die Kinos kommen :D Okay, das ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen...

Als kleinen Bonus haben wir uns die Mühe gemacht und die größten Erfolge von Steven Seagal in einer kleinen Galerie zu präsentieren. Viel Spaß dabei!

Erste Gehversuche als Flash S. Gordon, ein Ex-Cop. Als seine Frau von Terroristen ermordet wird, übt er furchtbare Rache und wird nebenbei zum Retter des Universums.

Seine Rolle als Yoda, ein Kriegsveteran und Navy Seal im Ruhestand, brachte den endgültigen Durchbruch.

Mit dieser Rolle konnte Seagal trotz heftiger Kritiken die Massen bewegen. Hauptgründe der Kritiker lagen vor allem in der düsteren Vergangenheit der Kaiserin als Ex-CIA Agentin.

Jahre später kehrte er zu alter Stärke zurück und unterstütze G.L. ein weiteres mal. Diesmal jedoch in der Rolle eines abgebrühten Superagenten an der Seite von Anakin Skywalker. Der Buddyduofilm wurde ein großer Erfolg.

Zwischenzeitlich bekam Seagal einen Oscar und zwar einfach nur für seine Präsenz, die er hauptsächlich durch die ausgekugelten Arme der Jury zeigte. Wie man hier sehen kann, ist der Lord sehr gerührt.


Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem ereignisreichen Leben von Steven Seagal. Alles hier wieder zu geben würde einfach die Kapazitäten des Blogs sprengen. Für alle, die an ernsteren Tatsachen interessiert sind, empfehle ich die folgenden LINK (1), LINK (2).

Noch einmal herzlichen Glückwünsche an Mr. Seagal und bitte nimm das hier nicht so ernst. Wir sind nämlich noch zu jung um zu zum sterben... ;)

Excusive Decision

(Klicke aufs Cover für mehr Infos)

"Fasten your seat belts."

Release: 1996

Datt is jetz ma kein Review hier, ne!

Hört man sich unter Seagalkritikern um, wird oftmals ein Film genannt, in dem er seine beste Leistung erbracht haben soll: "Excusive Decision" oder auch "Einsame Entscheidung". Den in dem Streifen übernimmt Seagal nur eine supportende Rolle und was noch viel wichtiger - ich möchte fast sagen DRAMATISCHER - ist... Steven Seagal stirbt! Ja, richtig gehört, der Lord geht hops. Ab übern Jordan. Exitus.

Um die Handlung ganz kurz und grob zu umreißen:
Es geht um ein von Terroristen entführtes Flugzeug (was den Film ja fast schon zu Under Siege 3 machen würde *hehe* ) und Kurt Russel und Steven Seagal, der den Kommandanten einer Spezialeinheit spielt, fliegen mit der Truppe in einem Stealthbomber zu dem Flugzeug, docken an und wollen an Bord gehen, um schlimmeres zu verhindern. Dabei geschieht dann das folgenschwere Unglück... (siehe Youtube-Szene)

Es gibt auch ne ganz lustige Geschichte zu der Szene. Ich hab irgendwo mal gelesen, dass Seagal sich anfangs weigerte, den Tod seines Charakters zu filmen, weil er damit seine Fans enttäuschen würde. Ich schätze, dass hing auch damit zusammen, dass bei ersten Werbemaßnahmen mit ihm in der Hauptrolle geworben wurde... whatever! Später hat er dann gesagt, dass die Szene durchaus noch die Möglichkeit zulassen würde, sein Charakter hätte das ganze irgendwie überleben können... jaaaa... ehhh, dazu sag ich mal nix. ^^°

Fakt ist, dass es Seagals erste Nebenrolle seit beginn seiner Karriere war. Aber sind wir mal ehrlich, hätte man ihn in die Hauptrolle gesetzt bzw. seinen Charakter nicht sterben lassen, wäre die Spezialeinheit, der Techniker und Kurt Russel absolut überflüssig geworden. Der Lord hätte sich mit den Terroristen den Allerwertesten abgewischt, danach Halle Barry vernascht und anschließend den Vogel sicher gelanden, noch ehe die anderen Futzis, mit denen er hochgeflogen ist, überhaupt die Lage gepeilt hätten.

Trotz allem muss aber eins echt nochmal gesagt werden: Der Film ist gut! Sogar verdammt gut!!! ;)


Under Siege 2

(klicke aufs Bild für mehr Infos)

"Ihr Ziel: Das Pentagon
Ihr Preis: Eine Milliarde Dollar
Ihr Problem: DER KOCH!"


Deutscher Titel: Alarmstufe Rot: 2
Release: 1995

Steven Seagal spielt zum zweiten mal Casey Ryback, diesmal allerdings nicht als Koch auf einem entführten Kriegsschiff, sondern als Onkel in (und auf) einem entführten Zug. Und damit ist auch schon quasi der einzige Unterschied zum ersten Teil genannt. Nicht Boot, sondern Zug. Ansonsten die gleiche Mixtur: Zug wird entführt, Entführer expressen die USA - diesmal allerdings mit einer Satelliten, der Erdbeben auslösen kann - und Ryback tauch uneingeladen auf der Party auf, um sie möglichst schnell und möglichst brutal zu beenden. Nebenbei muss er auch noch seine Nichte, mit der auf Zugreise gegangen ist, aus den Krallen der Terroristen befreien und sich seinem Sidekick, dem Kofferträger, rumschlagen. Am Ende siegt er natürlich mit Hilfe seiner alten Freunde Handkante und Ballermann.

"Du bist also die Pappnase, die in diesem Film für Spaß sorgen soll?"

Nach dem finanziellen Reinfall mit "On deadly Ground" zog Warner die Konsequenzen, holte Seagal weg vom Regiestuhl und steckte ihn in eine Fortsetzung seines erfolgreichsten Films "Under Siege". Und das war auch gut so. Zwar ist die Story, wie oben etwas flappsig beschrieben, praktisch identisch mit dem ersten Teil, aber trotzdem immer noch besser als noch mehr Ökomist. Wahrscheinlich aus Kostengründen wurde die Handlung in einen Zug verlegt und für ein bißchen mehr Flair sorgt jetzt ein todbringender Satellit und viel CGI-Technik.
Wie gesagt, es hat sich zum ersten Teil nicht viel verändert und so weiß der Genrekenner ziemlich genau was passieren wird. Ryback kämpft und schießt sich Stück für Stück durch den Zug bis alles in einen großen Finale endet, in dem die Terroristen auf übelste Weisen dran glauben müssen.

Und das sind die Oberpappnase, die Steven sich für's große Finale aufspart!

Ein bißchen nervig dageben ist Seagals Sidekick. Den für die Zeit typisch coolen Afroamerikaner, der ein paar dämliche Sprüche ablassen soll, um für Stimmung zu sorgen, hätte man sich ruhig sparen können. Naja, egal, er hat echt nur ne Nebenrolle und wird die meiste Zeit einfach von der Präsens des Lords verdeckt. Die Bösewichte (keine Ahnung, wie die heißen) kommen nicht ansatzweise an die Leistungen von Tommy Lee Jones und Gary Busey aus Teil 1 ran, wirken aber trotzdem nicht fehl am Platz. Alles in allem ist der Film halt "billiger" als sein Vorgänger. So kann man ihm auch so gerade noch die mehr schlecht als recht aussehenden CGI-Effekte verzeihen. Vorallem weil die Action endlich mal wieder stimmt und es dadurch einfach zu keine Minute langweilig wird.

Fazit:
Nicht ganz so toll wie Teil 1, aber auf jeden Fall über dem Durchschnitt. Keine Langeweile, viel Krachbumm und Keilerei und vor allem viel Seagal, der gut drauf ist und orgentlich kaputtmachen darf. Die Story ist zu vernachlässigen. Am besten nicht drüber nachdenken, zurücklehnen und die Zugfahrt genießen. 4 von 5 Zimbelaffen



On deadly ground

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Deutscher Titel: Auf brennendem Eis
Release: 1994

Steven Seagal spielt Forrest Taft, einen Feuerbekämpfer einer großen Ölfirma in Alaska. Mal was anderes, was?! Keine Sorge, denn Taft ist Ex-CIA'ler und damit äußerst Kampferprobt. Seine kämpferische Seite darf er auch ziemlich auspacken, als ein paar Ölbohrmitarbeiter die Ureinwohner in einer Bar schikanieren, doch das sei nur am Rande erwähnt. Es geht eigentlich um eine riesige neue Ölplattform, die gewissen Mängel aufweist und der absolut srupellose Öl-Konzern unter der Führung von Michael Jennings (Michael Caine). Der große Boss scherrt sich natürlich einen scheißdreck um die alaskische (ist das so richtig?) Natur und nimmt einer riesige Ölverschmutzung für mehr Provit gerne in Kauf. Dahinter kommt ein alter Freund von Taft, der auch gleich dran glauben muss. Taft ist danach natürlich verdammt angepisst und zieht zusammen mit seiner Eskimogeliebten in einen persönlichen Krieg gegen den Ölkonzern und Jennings.

Firefighter und Ex-CIA'ler oder Ökosoftie? Was gefällt euch besser?

Da ist er nun, des Lords erster ganz eigener Film. Selbst produziert (okay, das er bei vielen Filmen getan) und selbst gefilmt. Doch hat seiner Karriere sein kleiner Ausflug auf den Regiestuhl gut getan? Im hinblick auf den Plot (anfänglich jedenfalls) klingt noch alles nach eine typischen Seagalfilm: Er spielt seinen typischen Held, es gibt einen bösen Buben und es gibt relativ viel Krachbumm und PengPeng zu sehen. Eins fängt dann jedoch ziemlich schnell gewaltig zu stören:

Dieses dämliche Ökogefassel!!!

Ich hab nichts gegen Umweltschutz. Im Gegenteil! Aber gehört das Thema wirklich in einen Seagalactioner? Nein, ich glaube nicht. Jedenfalls guck ich mir einen Klopperfilm des Lords nichts wegen seiner Aussage, sondern wegen den vielen gebrochenen Knochen an. Okay, davon gibt es im Film auch viele zu sehen und am Ende kann der gute Mann auch nochmal ordentlich wüten, aber diese Doppelrolle als Moralapostel und gleichzeitig Machoheld war für meinen Geschmack echt zu penetrant.


Die weiten Alaskas... zur linken aufgemalt auf einer riesigen Pappwand!

Spätenstens wenn Forrest Taft hinter die bösen Pläne des Öl-Konzerns kommt, in einen Hinterhalt gelockt und anschließend von den Ureinwohnern (sind das jetzt Eskimos oder Inuits? oder sind die die selben?) wieder aufgepepelt wird. Um zu alter Stärke zu finden, muss er in Visionen und Träumen seinen inneren Schweinehund oder weiß der Teufel was finden/ besiegen/egal. Das war mir eindeutig zu abgedreht. Naja, ich will mich da jetzt nicht zu sehr dran hochziehen, aber wenn der Teil im Film fehlen würde, wärs echt nicht schlimm! ^^°

Ja, was kann ich noch sagen? Handwerklich ist eigentlich nichts an "On deadly Ground" auszusetzen. Die Action stimmt auch, könnte aber mal wieder mehr vorhanden sein. Lustig fand ich die offensichtlich gemalten Hintergründe (siehe Bild), die bstimmt irgendwie vermeidbar gewesen wären. Im Showdown wird dann nochmal ein ordentliches Feuerwerk abgefackelt und am Ende hält der Lord eine Rede darüber, dass wir die Umwelt besser behandeln könnten und so. Bla...

Fazit:
Solider Actionfilm vom Aikidomeister persönlich, bei dem zwar die etwas wenig vorhandene Action stimmt, aber von den vielen Moralpredigten des Hauptdarstellers nicht wirklich ablenken kann. Naturschutz und expliziete, pyrotechnisch abgerundete Gewaltorgien vertragen sich irgendwie nur sehr schwer. Und gerade nach dem grandiosen Film "Under Siege" hätte hier viel viel mehr kommen müssen. Ganz knapp drei Köppe!


1 Million und Boll hört auf

BREAKING NEWSLink zur Petition

Link zu einem Kommentar auf Chip.de

Vor ein paar Tagen wurde eine Petition against unser aller Lieblingsregisseur UWE BOLL gestartet. Zum Inhalt hat die Petition eigentlich nur, dass Boll endlich mit der schlechten Verfilmung von Videospielen aufhören soll (korrigiert mich, wenn ich falsch liege).

Boll's Kommentar dazu (sehr, sehr, sehr frei wiedergegeben):

"Pfff, so ein Quatsch, die 18.000 Unterschriften, die da bisjetzt drauf stehen shocken mich nicht. Ich bin f****ing Uwe Boll. One of the best moviedirectors of the world! Ich sach ma, bei über eine Million können wir nochmal drüber reden, okay?! Ansonsten kann ich den Typen, der die Petition gestartet hat, immern noch zum Boxkampf herausfordern und wegklatschen!"

Also ich persönlich will ja eigentlich gar nicht, dass Herr Boll aufhört. Ich will nicht sagen, dass ich seine Film mag, aber unterhaltsam waren sie allemal. Besonders als Partyfilm ziemlich geeignet... mein Gott, was rede ich da...


"Would you please sign my petition! *kehehe*"

Under Siege aka Alarmstufe: Rot

(click cover for more information)

Release: 1992

Steven Seagal spielt Casey Ryback, einen Kommadeur einer Spezialeinheit von Navy Seals (wenn ich das noch richtig im Kopf hab). Allerdings ist er gerade mehr oder weniger außer Dienst und arbeitet als Koch auf einem Kriegsschiff der US Navy. Top ausgebildet in tödlichen Nahkampftechniken, an allen Waffen und Sprengstoffen fristet er sein Leben in der Kombüse bis eines Tages Terroristen das Kriegsschiff in ihre Gewalt bringen und die Vereinigten Staaten mit den nuklearen Langstreckenraketen an Bord erpressen wollen. Höchste Zeit für Ryback aktiv zu werden. Zusammen mit Miss July, die eigentlich nur aus einer Torte springen und für den mittlerweile toten Captain tanzen sollte, und ein paar anderen Crewmitgliedern tötet Ryback alles was ihm vor die Flinte bzw. Fäuste kommt, um so die Katastrophe abzuwenden und sein Heimatland von ein paar weiteren Terroristen zu befreien.

So lieben wir unsere Kampfsau.

Under Siege oder Alarmstufe: Rot, wie der Film hierzulande heißt, makiert den Höhepunkt von Seagals Karriere. Ja, so einfach ist das. Mit einem Einspielergebniss von 156 Millionen US-Dollar ist das auch kein Wunder. Wie oft hatte sich der Lord schon gewünscht, in einem Zug mit Arnold Schwarzenegger, Sly Stallone und Bruce Willis genannt zu werden (reine Spekulation) - mit diesem Film hatte er es (zumindest kurzzeitig) geschafft! Ein paar Faktoren waren dafür jedoch unerlässlig (neben Seagal versteht sich :)

1. Der Schauplatz
Die Story auf einem gewaltigen und echt eindruchsvollen Kriegsschiff anzusiedeln, war ein frischer und unverbrauchter Einfall bei dem doch eher ausgeslutschten Thema.

2. Die Badguys & Anhang
Tommy Lee Jones und Gary Busey als Psychopaten im Doppelpack. Einfach nur Klasse den beiden zu zusehen. Busey gibt wie so oft den leise wahnsinnig kichernden Verrätertyp und Jones einen ständig irres Zeug quatschenden Psychoterrorist der Spitzenklasse. Herrlich! Nebenbei gibts übrigens noch Elena Eleniak (Baywatchgirl) zu begutachten, die ne ziemlich gute Figur macht... auch mit Klamotten.

"Hier steht, ich bräuchte psychologische Betreuung. Sehe ich etwa so aus?" - "*räusper*"

3. Ordentlich viel Feuerwerk
Davon hat der Film wirklich mehr als genug zu bieten. Andrew Davis, der auch schon für "Above the Law" verantwortlich war und mit diesem Streifen wohl auch seinen schafferischen Höhepunkt erreichte, fackelt hier ein Actionfeuerwerk erster Güte ab. Nicht zu letzt durch die Fähigkeit seines Hauptdarstellers (NEIN, nicht die schauspielerischen). Lord Steven darf hier so ziemlich alles machen: Genicke brechen, Nasenbeine und alle anderen brechbaren Knochen (also alle) brechen, mit Messern werfen, rumballern bis zum gehtnichtmehr und mit selbstgebastelten Bomben (McGyver lässt grüßen) alles mögliche in die Luft jagen. Selbstredend, dass ihm dabei seine Aikido-Kampfkünste und seine scheinbar angeborene Fähigkeite, Waffen zu führen, nur zu Gute kommen.

"Noch ein Ton über meine Kochkünste und..."

Es versteht sich außerdem noch quasi von selbst, dass die Figur Casey Ryback über alle Zweifel erhaben ist. Schwerere Verletzungen kommen bei Seagalfilmen sowieso ab "Hard to Kill" nicht mehr in Frage und so verläuft dann auch die Mission von Ryback ohne größere Schwierigkeiten... für ihn jedenfalls. Aber das ist ja auch nicht schlimm, denn die Actiondichte und die hohe Geschwindigkeit des Films lassen hier auch gar nichts anderes zu! Positiv ist dabei auch zu vermerken, dass dieser Umstand auch keine schauspielerischen Leistungen von Seagal fordert. Sein Stoneface passt einfach perfekt in die Handlung, besser als in vielen anderen Filmen.

Fazit:
Mit Under Siege legt der Lord nicht nur seinen besten Film hin, er liefert auch gleichzeitig einen der besten Actionfilme überhaupt ab. Brutal, schnell und verdammt actiongeladen gehts zur Sache und immer mit dem vergangenen Flair der 80iger Jahre behangen. Genau das, was Fans dieses Genres gerne sehen, auch wenn die Story eigentlich nix anderes als "Die Hard" auf nem Kriegsschiff ist. Ich würde sagen, ma ganz locker 5 Äffchenköppe, aber sowas von!!!




Kleines Schmankerl für alle Miss July Fans:

Deadly Revenge aka. Out for Justice

(click the cover for more information)

"He's a cop. It's a dirty job... but somebody's got to take out the garbage."

Release: 1991

Steven Seagal spielt Gino Felino (geiler Name, oder?!), einen harten Cop aus Brooklyn. Als sein bester Freund plötzlich und ohne Vorwarnung auf offener Straße vor Frau und Kind vom Koksdealer und Freizeitpsycho Richie Madano (Whilliam Forsythe) brutal erschossen wird, zieht Felino mit Barret aufm Kopp und ner Flinte in der Hand los, um seinen Freund zu rächen und jeden einzelnen Schurken und irgendwann auch Richie eiskalt nieder zu knüppeln. Es kennt sich halt keiner besser in der Gegend aus, als Gino Felino! Das macht er dann auch während seiner Streifzüge durch den heruntergekommenen Stadtteil, der nebenbei bemerkt sehr schön in Szene gesetzt wurde. Zwischendurch wird noch die Mafia mit eingebunden, zu denen Felino einen guten Draht hat, weil er selbst in Brooklyn aufgewachsen ist. Aber das nur so am Rande.

Erst jemanden vermöbeln und dann ne coole Einblendung kriegen - So muss das laufen!

Tja, das war im Grunde genommen der ganze Plot. Der Grund, weshalb Richie plötzlich so wahnsinnig geworden ist und warum er einfach Felinos Kumpel abknallt, ist - naja - dämlich, aber ich will jetzt auch nicht viel spoilern. Hauptsache Lord Steven kann losziehen und so ziemlich jedem Mistkerl in Brooklyn eins aufs Maul geben! Ich schätze, eine andere Intention als einen harten & fiesen Actionthriller abzuliefern hatten die Verantwortlichen auch gar nicht und um ehrlich zu sein, etwas anderes hab ich auch gar nicht erwartet.

"Ach mist, schon wieder jemanden mit einer Weinflasche verwechselt"

Also wenn die Story schon dünn und irgendwie bescheuert ist, muss ja wohl wenigstens die Action stimmen, richtig? Richtig! Die Kämpfe sind wirklich ziemlich hart inzeniert. IMO härter, als in den letzten drei Seagalstreifen. Besonders Faustschläge sehen verdammt schmerzvoll aus. Auch was die Aikaidokünste und blutige Shootouts angeht, wird ihr dem Zuschauer mehr als üblich geboten. Mir hats jedenfalls gut gefallen. Dazu kommen wie immer ein paar nette Oneliner und das Machogetue bzw. die Beweihräucherung Seagals, was hier zwischendurch schon ziemlich auf die Palme getrieben wird.

Fazit:
Überdurchschnittlicher Actionthriller mit einer ganz schwachen Story. Dafür stimmt der Härtegrad der Action. Seagal wirkt im nötigen Maße motiviert, wird allerdings innerhalb des Filmes verdammt hochgelobt, was gerade den Mainstreamguckern wohl eher nicht gefallen dürfte. Fans werden allerdings eine wahre Freude an "Deadly Revenge" haben. Drei Zimbela... ne, doch eher 4 Zimbelaffen! ;)



Ich empfehle außerdem noch folgendes: Guckt euch ein paar Szenen von "Out for Justice" bei Youtube an! Da findet man erstens ne ganze menge zu und zweitens kann man sich den Barfight angucken. In der Szene bringt Seagal eines bescheuersten Schimpfwörter, das mir bisher untergekommen ist: He's a chickenshitfuckin'pussyasshole! Ist das nicht mal ne kreative Sache? Jou, find ich auch! ;D

Marked for Death

(click the cover for more information)

"In Above the Law, he got tough; In Hard to Kill, he got even; Now the man with the short fuse is... Marked For Death"

Deutschter Titel: Zum töten freigegeben
Release: 1990

Steven Seagal spielt John Hatcher, einen DEA-Agenten aus Chicago, der in Columbien unterwegs ist, um eine Gruppierung von Drogendealern auseinander zu nehmen. Der Deal geht schief und auf der Flucht wird sein Partner erschossen. Ausgebrannt, motivationslos und müde reicht er seine Kündigung ein und fährt zu seiner Familie. Schon kurze Zeit später, er hat zwischendurch noch seinen alten Veteranenkumpel Max getroffen, wird Hatcher in einen Kampf zwischen zwei rivalisierenden Drogenbanden verwickelt. Eine davon besteht aus rücksichtslosen Jamaikanern und unter der Führung des irren Srewface wollen sie den Drogenhandel in der Stadt unter ihre Kontrolle bringen. Es kommt wie es kommen muss: John Hatcher wird von Srewface für seine Einmischungen zum Abschuss freigegeben. Als dann auch noch Anschläge auf seine Familie verübt werden, beginnt Hatcher zusammen mit Max und einem jamaikansichen Cop einen Rachefeldzug gegen die jamaikanische Drogenmafia und gegen Srewface.

Das tat sogar beim zuschauen weh...

Der dritte Streifen des Kampfsportmeisters hat endlich das, was ich in den vorherigen vermisste: Eine wesentlich höhere Geschwindigkeit, mehr Shootouts, mehr Aikaido, einen würdigen Showdown und das abgebrühte Steingesicht von Seagal, dass er mittlerweile perfektionieren konnte. Dazu kommen coole Sprüche, wie "Der eine dachte er wäre unbesiegbare, der andere dachte er könne Fliegen. Sie haben sich beide geirrt!" Super!


Showdown mit Schwertern. Klasse!

Langweilig wird der Streifen eigentlich zu keiner Zeit. Es wurde wert darauf gelegt, dem Zuschauer in regelmäßigen Abständen ein kleines oder größeres Actionspektal zu präsentieren, wobei diese immer recht gut in Szene gesetzt werden und das Herz eines Action- und Seagalfans höher schlagen lasse. Gut okay, die Ballereien sind nicht unbedingt das gelbe vom Ei, aber alles was mit Handkantenschlägen zu tun, sieht klasse, fies und hart aus. Die simple, aber absolut passende Story tut ihr übriges, um dem Anspruch eines überdurchschnittlich guten Actionfilms gerecht zu werden. Gut gefallen haben mir auch die mystischen Elemente, wie Voodoo oder Flüche, die ab und zu als quasi als "Nebensatz" eingebaut wurden. Oh, da fällt mir ein: Mit dem Screwfacedarsteller hat man damals einen sehr guten Bösewicht gefunden. Ein bißchen Wahnsinnig und unberechenbar, so wie das sein muss.

Der fiese Drogenbaron Srewface.

Fazit:
Kann man mal sehen, was alles passieren kann, wenn das Budget stimmt und ein zumindest handwerklich begabter Regisseur mit der richtigen Story die richtigen Anweisungen gibt. Zumal Seagal sehr motiviert wirkt und noch keine Probleme damit hat, selber durch die Gegend zu rennen, aus brennenden Autowracks zu robben und sich anschließend zur Explosion zu Boden zu werfen. Soll heißen: Nicht nur für Fans des Lords, sondern generell für alle Fans von guten Actionfilmen ist dieser Streifen zu empfehlen, auch wenn er quasi nur von Mr. Seagal zusammengehalten wird (aber was will man mehr :)! 4 Affenköppe