Glimmer Man

(klicke auf Cover für mehr Infos)

"Two good cops. One bad situation."

Release: 1996

Steven Seagal spielt John Cole, einen Cop, der einem brutalen Serienkiller auf der Spur ist. Früher erledigte er als Ein-Mann-Killerkommando die Drecksarbeit für den US-Geheimdienst, man nannte ihn den Glimmer Man. Als man seine Ex-Frau tötet, wird Cole selbst zum Tatverdächtigen und muss feststellen, dass er es mit mächtigen Drahtziehern im Hintergrund zu tun hat. Auf grausame Weise wird Cole von seiner Vergangenheit eingeholt.
So ungefähr (leicht abgeändert) stehts hinten auf der DVD-Hülle und damit ist eigentlich auch schon alles zur Handlung gesagt. Cole zur Seite steht Detectiv Jim Campbell (Keenen Ivory Wayans), der ebenfalls hinter dem Serienkiller her ist. Als Cole sein neuer Partner wird, kommt es natürlich zu anfänglichen Streitigkeiten, aber am Ende kloppen die beiden die Badguys gemeinsam kräftig zu Brei.

"Ey Steven, watt ziehste denn so'ne Gesichtskirmes?"

Als ich den Film das erste mal sah, dachte ich als erstes an einen "Sieben"-Klon. Ein Serienkiller, zwei Cops, ein ordentlicher Schuss Mysterie... ein scheinbar ernstes Thema mit guten Thrillerelementen... aber eigentlich ist das nur Fassade, hinter der sich ein typischer Seagalfilm versteckt. Es gibt blutige Einschüsse, explodierende Autos und viele gebrochene Knochen und zwischendurch die Pseudojagt auf den Killer. Dabei ist die Aufklärung wirklich ziemlich dämlich und Seagal lässt mit seinem Einfall das gesamte Polizeirevier wie verdammt Deppen aussehen. Am Ende spielt der wahre Serienkiller gar keine große Rolle mehr, denn mal wieder funkt die CIA dazwischen. Wie gesagt, typisch.

Seagal ist dabei zum Glück immer motiviert bei der Sache, auch wenn er hier seine Liebe zum Buddismus mächtig raushängen lässt, was teilweise schon ein bißchen nervt bzw. es ist ziemlich ungewohnt! Die Rolle verlangt ihm allerdings auch keine Hürden ab. Keenen Ivory Wayans (sein kleiner Bruder spielte übrigens in "Last Boy Scout" mit) funktioniert leicht sentimentaler Partner, der ab und zu mal ein sarkastische Sprüche loslassen darf, ziemlich gut. Jedenfalls passt er mit seiner Leistung in die Gesamtheit des Films. Einzig die Bösewichte wirken etwas farblos, auch wenn sie souverän ihren Job tun und in regelmäßigen Abständen für Leichen sorgen. Atmosphärisch hätte dennoch insgesamt mehr drin sein können.

Genau das will man doch eigentlich nur sehen, oder?! :-)

Trotz der fast schon üblichen Kritikpunkte geht "Glimmer Man" mit einer Laufzeit von 88min. richtig flott von statten. Es gibt kaum Längen, in den meisten Dialogszenen sorgen Seagal und Wayans mit ihrem gegenseitigen Angezicke für Schmunzler. Dazwischen gibt es immer wieder fette Actionszenen, die alle ziemlich aufwendig inzeniert daherkommen. Dabei verwundert die FSK16 Freigabe, denn sanft wird mit den bösen Buben nicht gerade umgegangen. Da werden Kehlen aufgeschlitzt und ziemlich blutige Einschüsse verteilt, um nur ein wenig vorweg zu nehmen.

Fazit:
Immer noch einer der jüngeren Produktion vom Aikidomoppel und damit nicht nur für Fans des Lords geeignet. Mit zügiger Geschwindigkeit, hohem Gewaltgrad und einem Schuss Mystik werden auch normale Actiongenrefans an diesem Buddyduo-Streifen ihre Freude finden. Ich wurde jedenfalls über die kurze Laufzeit hinweg bestens Unterhalten und was soll ein Seagalfilm denn sonst machen? Glatt ma 4 Köppe!


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