Nico - Above the law

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"He was a covert agent trained in Vietnam. He has a master 6th degree black belt in Aikido... and family in the Mafia. He's a cop with an attitude."

Dem Lord sein erster Klopper!!!

Release: 1988

Steven Seagal spielt Nico Toskani, ein Cop aus Chicago. Natürlich kein gewöhnlicher Cop, das ist klar. Nico wurde von der CIA als Agent im Vietnamkrieg eingesetzt und ist außerdem - oh wunder, oh wunder - Aikaidomeister. Jedenfalls kommt er bei der versuchten Festnahme von Drogendealern einem Komplott auf die Spur. Ohne zu viel zu verraten: Es hat etwas mit der CIA, C4-Sprengstoff und einem Anschlag auf den Senator zu tun. Nach einem tragischen Zwischenfall wird Nico selber zum Verdächtigen und vorläufig vom Dienst suspendiert. Aber so etwas hält den wackeren Polizisten nicht auf und er beschließt, zusammen mit seiner Partnerin auf eigene Faust zu recherchieren. Außerdem muss er sich zwischendurch noch mit seiner Familie beschäftigen, die komplett zur italienischen Mafia gehört und natürlich seiner Frau, die übrigens von Sharon Stone gespielt wird.


Ganze 37 Jahre war Lord Steven jung, als er diesen ersten Actionklopper ablieferte und man merkt doch recht deutlich, dass er nicht gerade vor Schauspielerfahrung strotzt. Der Lord scheint sich vor der Kamera noch etwas unwohl zu fühlen, denn er präsentiert sein "Stoneface" noch etwas unsicher und agiert auch generell eher zurückhaltend. Spätestens bei den Actionszenen ist zum Glück Schluss damit. Wenn auch noch etwas behutsam (wenn man das bei Seagal überhaupt so nennen kann) haut er die Badguys zu Klump und man merkt bereits, dass da noch viel mehr Potential vorhanden ist.

"Kann mal jemand einen Arzt rufen? Der Kerl hat mir die Hand mit einer Machete abgeschlagen..."

Als Bösewicht konnte übrigens Henry Silva ins Boot geholt werden. Ich kenne wenige Schauspieler, die so unglaublich gut in die Rolle des Oberböserwichtes passen. Immer etwas paranoid und wahnsinnig und vor allem durch und durch fies und böse! Klasse!

"I am totally pissed, Dude!"

Die Story kränkelt bereits bei diesem Erstling an einem Syndrom, dass sich durch die meisten Filme des Lords zieht: Sie ist irgendwie unübersichtlich und manchmal hat man probleme, dem ganzen zu folgen. Komischerweise tritt dieses Phänomen immer dann auf, wenn Seagal selber zum Füller gegriffen und am Drehbuch mitgearbeitet hat. Naja, jedem Fan (also mir auch) ist das eh wurscht, weil man sich die Filme ja nicht der Handlung wegen anschaut!

Steve unter Drogen. Oder doch ein Blick auf seine spätere Karriere?

Fazit:
Dem Lord sein Erstlingswerk ist solides Kino. Leider kränkt es an einer kleinen Sache: Die Action ist einfach zu sperrlich vorhanden. Eine kleine Schlägerei hier, eine schnelle Verfolungsjagd da und ab und zu kurze Schießereien. Da hätte echt mehr drin sein können. Wenn auch im großen und ganzen etwas angestaubt, ist der Film aber trotzdem noch einen Blick wert. Man sollte jedoch keinen Kaller erwarten, sondern eher einen passablen Actionthriller. Ich sach ma drei Affenköppe, vielleicht auch vier. Nein, doch eher drei, weil der Lord danach eben doch eine Menge bessere Filme abgeliefert hat.

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