On deadly ground

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Deutscher Titel: Auf brennendem Eis
Release: 1994

Steven Seagal spielt Forrest Taft, einen Feuerbekämpfer einer großen Ölfirma in Alaska. Mal was anderes, was?! Keine Sorge, denn Taft ist Ex-CIA'ler und damit äußerst Kampferprobt. Seine kämpferische Seite darf er auch ziemlich auspacken, als ein paar Ölbohrmitarbeiter die Ureinwohner in einer Bar schikanieren, doch das sei nur am Rande erwähnt. Es geht eigentlich um eine riesige neue Ölplattform, die gewissen Mängel aufweist und der absolut srupellose Öl-Konzern unter der Führung von Michael Jennings (Michael Caine). Der große Boss scherrt sich natürlich einen scheißdreck um die alaskische (ist das so richtig?) Natur und nimmt einer riesige Ölverschmutzung für mehr Provit gerne in Kauf. Dahinter kommt ein alter Freund von Taft, der auch gleich dran glauben muss. Taft ist danach natürlich verdammt angepisst und zieht zusammen mit seiner Eskimogeliebten in einen persönlichen Krieg gegen den Ölkonzern und Jennings.

Firefighter und Ex-CIA'ler oder Ökosoftie? Was gefällt euch besser?

Da ist er nun, des Lords erster ganz eigener Film. Selbst produziert (okay, das er bei vielen Filmen getan) und selbst gefilmt. Doch hat seiner Karriere sein kleiner Ausflug auf den Regiestuhl gut getan? Im hinblick auf den Plot (anfänglich jedenfalls) klingt noch alles nach eine typischen Seagalfilm: Er spielt seinen typischen Held, es gibt einen bösen Buben und es gibt relativ viel Krachbumm und PengPeng zu sehen. Eins fängt dann jedoch ziemlich schnell gewaltig zu stören:

Dieses dämliche Ökogefassel!!!

Ich hab nichts gegen Umweltschutz. Im Gegenteil! Aber gehört das Thema wirklich in einen Seagalactioner? Nein, ich glaube nicht. Jedenfalls guck ich mir einen Klopperfilm des Lords nichts wegen seiner Aussage, sondern wegen den vielen gebrochenen Knochen an. Okay, davon gibt es im Film auch viele zu sehen und am Ende kann der gute Mann auch nochmal ordentlich wüten, aber diese Doppelrolle als Moralapostel und gleichzeitig Machoheld war für meinen Geschmack echt zu penetrant.


Die weiten Alaskas... zur linken aufgemalt auf einer riesigen Pappwand!

Spätenstens wenn Forrest Taft hinter die bösen Pläne des Öl-Konzerns kommt, in einen Hinterhalt gelockt und anschließend von den Ureinwohnern (sind das jetzt Eskimos oder Inuits? oder sind die die selben?) wieder aufgepepelt wird. Um zu alter Stärke zu finden, muss er in Visionen und Träumen seinen inneren Schweinehund oder weiß der Teufel was finden/ besiegen/egal. Das war mir eindeutig zu abgedreht. Naja, ich will mich da jetzt nicht zu sehr dran hochziehen, aber wenn der Teil im Film fehlen würde, wärs echt nicht schlimm! ^^°

Ja, was kann ich noch sagen? Handwerklich ist eigentlich nichts an "On deadly Ground" auszusetzen. Die Action stimmt auch, könnte aber mal wieder mehr vorhanden sein. Lustig fand ich die offensichtlich gemalten Hintergründe (siehe Bild), die bstimmt irgendwie vermeidbar gewesen wären. Im Showdown wird dann nochmal ein ordentliches Feuerwerk abgefackelt und am Ende hält der Lord eine Rede darüber, dass wir die Umwelt besser behandeln könnten und so. Bla...

Fazit:
Solider Actionfilm vom Aikidomeister persönlich, bei dem zwar die etwas wenig vorhandene Action stimmt, aber von den vielen Moralpredigten des Hauptdarstellers nicht wirklich ablenken kann. Naturschutz und expliziete, pyrotechnisch abgerundete Gewaltorgien vertragen sich irgendwie nur sehr schwer. Und gerade nach dem grandiosen Film "Under Siege" hätte hier viel viel mehr kommen müssen. Ganz knapp drei Köppe!


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