Zitat of the Moment:

"Ich trete nicht auf Füße, Sir. Ich trete in den Arsch!"
- Chuck Norris (angepisst) - Col. James Braddock (Missing in Action III)

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

(heute gibts kein Cover zum Klicken, also klickt halt einfach da oben drauf!)



Ich hab eigentlich gar keine Lust eine Review zu dem Film zu schreiben... in der OFDB zerreißen sich sowieso schon alle das Maul über Indi's neustes Abenteuer. Deswegen belasse ich es bei ein paar Bemerkungen:

Indi ist und bleibt Indi! Damit meine ich allerdings nur Harrison Ford, der seine Paraderolle so gut wie in alten Tagen spielt und das ist herrlich anzusehen. Shia LaBeouf ist mit Sicherheit bei Vielen ein Kritikpunkt gewesen, aber ich fand ihn eigentlich ganz okay. Das wars dann aber schon mit dem positiven Beiträgen.

Das Drehbuch ist schlichtweg doof und die vielen (sehr vielen) Actionszenen versuchen irgendwie darüber hinweg zu täuschen. Keine Ahnung, woran George Lucas jahrelang herum gewerkelt hat, an dem Drehbuch jedenfalls bestimmt nicht. Okay, es wurde versucht einen 50iger Jahre B-Movie-Style zu kreieren, aber das ist meines Erachtens völlig nach hinten losgegangen. Dazu kommt, dass der Film total Effektüberladen ist und zwar so sehr, dass einem schlecht werden kann. Indiana Jones auf Speed hab ich mal irgendwo im Vorfeld gelesen und passt wirklich ziemlich gut.

Doch am allerschlimmsten fand ich das fehlen des Flairs. Der Charme der alten Teile war nicht mehr zu spüren. Ob es an der Handlung oder dem Effektgewitter lag kann ich nicht sagen, aber dieser Film hatte nichts mehr von seinen Vorgängern. Das erste, was mir nach verlassens des Kinosaals durch den Kopf ging, war "Ja, schön anzusehen, aber absolut seelenlos!" Klingt vielleicht bescheuert, aber der Film hatte keine Seele. Er wirkte vielmehr, als ob Lucas und Spielberg alles, was etwas schwer zu inzenieren gewesen wäre, kurzerhand durch CGI ersetzt und den Rest quasi als kleine Altervorsorge lieblos heruntergekurbelt haben.

Dank Harrison Ford und ein paar netten Momenten spendiere ich dem Film aber trotz allem noch drei Zimbelaffen!

Nachtrag: Heute ist der 27. Oktober 2008 und mittlerweilen steht die DVD bei mir im Regal. Natürlich wurde der Film ein weiteres mal gesichtet, jedoch mit dem gleich Resultat. Der Film krankt an den selben Kritikpunkten, die bereits genannt wurden. Einzig das Effektgewitter wirkt in Fernsehgröße nicht mehr ganz so heftig. Auf dem DVD-Cover steht übrigens in dicken Buchstaben "Der beste Indie aller Zeiten!" Wir mich ist es allerdings der schlechteste...

- gez. Doc Savage -




Sodele. Da Doc Savage sich ja immer beschwerd, er sei der Einzige der den Blog benutzt, bekommt ihr heute auch mal meinen Senf zu lesen.

Obwohl Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels schon vorab in der Presse zerrissen wurde, bin ich gänzlich unvoreingenommen ins Kino gestiefelt, um mir selbst eine Meinung zu bilden.

Die ersten drei Teile waren nicht als riesen Blockbuster geplant, sind aber ein Erfolg geworden. Indi 4 kann da allerdings nicht anschließen. Wie Doc schon sagte: "Das Drehbuch ist schlichtweg doof". Einzig Harrison Ford reißt noch einiges heraus. Sidekick Shia LaBeouf machte auf mich einen derart dilettantischen Eindruck, dass ich mir wohl keinen Film mit ihm mehr angucken kann ohne an Indi 4 zu denken.
Vielleicht liegt es auch am schlechten Drehbuch, aber die Einführung seines Charakters misslingt auf ganzer Linie. Da hilft auch Fords Talent nicht, die aneinandergereihten, gestellt wirkenden Szenen glaubwürdig erscheinen zu lassen. So verkommt, für mich, Shia zu einer Witzfigur, die nur noch von so glanzlosen Charakteren wie 'Mac' George McHale (Ray Winstone) übertroffen wird.
Indis Gegenspielerin, die Russin Irina Spalko (Cate Blanchett) macht ebenfalls charakterlich nicht viel her. Ihr Charakter ist so klischeehaft das es schmerzt. Für eine Parodie des Filmes könnte man sie 1:1 übernehmen.

Neben den Charakteren ist es aber der fehlende Charme, der diesen Film von den anderen drei abgrenzt. Sprüche, Gags und Storyelemente sind 5 Minuten im Voraus vorhersagbar. Desweiteren sind die Sprüche platt und die Gags allesamt gestellt. In den anderen Filmen hatte man das Gefühl, die Gags wären erst beim Dreh entstanden - was bei einigen sogar stimmt.
Darüber hinaus haben George Lucas und Steven Spielberg einen schlimmen Fehler begangen, über den sie eigentlich erhaben sein müssten. Und dabei meine ich nicht den Wir-führen-einen-jungen-Charakter-ein-um-Fortsetzungen-drehen-zu-können-Fehler.
Nein, damit meine ich den Bezug im Film auf die anderen Filme. Das in einer Szene kurz die Bundeslade zu sehen ist, stört mich nicht. Aber dass durch schlechte Gags etc dem Zuschauer gezeigt werden soll "Sieh her, dass hier ist wirklich ein Indiana Jones Film" hat bei mir einen sehr schlechten Beigeschmack hinterlassen. Sie mussten doch niemandem etwas beweisen und doch begehen sie Anfängerfehler.
Für den nächsten Film sollten sie außerdem weniger auf CGI setzen und mehr Pappsteine basteln lassen. Ok, ich habe mich köstlich amüsiert, als Harrison, Shia, Karen und Ray eine CGI-animierte einstürzende Treppe mit dem Elan einer Oma mit Gehwägelchen emporsteigen :)


Obwohl ich nun sehr kritisch auf diesen Film geblickt habe, bekommt Indi 4 auch von mir 3 Zimbelaffen, denn ich habe mich doch recht gut unterhalten gefühlt. Auch wenn es teilweise mehr lachen über den Film als mit der Handlung war.

- gez. Lord -

Seagal Special


Nachfolgend findet ihr hier alle bisherigen Filme des Lords inkl. Review-Verlinkung (falls schon vorhanden). Die Streifen sind nach Jahren sortiert und außerdem in verschiedene Rubriken unterteilt. Kann man jetzt sehen wie man will und ich selber hab diese Unterteilung auch nur übernommen (Vern, aintitcool.com, Seagalogy), finde sie aber ziemlich passend und selbsterklärend. Also dann, have fun! ;-)


GOLDENE ÄRA
1988 - Nico
1990 - Hard to Kill
1990 - Marked for Death
1991 - Deatly Revenge

SILBERNE ÄRA
1992 - Alarmstufe: Rot
1994 - Auf brennedem Eis
1995 - Alarmstufe: Rot 2
1996 - Excusive Decision (Kurzkommentar)
1996 - Glimmer Man
1997 - Fire Down Below

Übergangs-Ära
1998 - The Patriot
2001 - Exit Wounds
2001 - Ticker
2002 - Halb Tot

DTV ÄRA
2003 - The Foreigner
2003 - Out for a Kill
2003 - Belly of the Beast
2004 - Out of Reach
2005 - Into the Sun
2005 - Submerged
2005 - Today you Die
2005 - The Foreigner 2 - Black Dawn
2006 - Mercenary for Justice
2006 - Shadow Man
2006 - Attack Force
2007 - Unsichtbarer Fein
2007 - Urban Justice
2008 - Pistol Whipped
2008 - Kill Switch
2009 - Against the Dark
2009 - Driven to Kill
2009 - The Keeper
2009 - Lawman (TV-Serie)
2010 - A dangerous Man
2010 - Machete
2010 bis 2012 - True Justice (mehrere TV-Filme)
2012 - Maximum Conviction
2013 - Force of Execution

Alle Seagal-Review's sind selbstverständlich zu 100% subjektiv!



Review-Verzeichnis


#
2012
12 Rounds
8 Blinkwinkel
96 hours

A
 
Alarmstufe: Rot 1
Alarmstufe: Rot 2
Agenten sterben einsam
American Eagle
American Fighter

Angriff der Killertomaten
Atemlos vor Angst
Attack Force
Auf brennendem Eis
Avanging Force


B
Babylon A.D.
Batman - The dark Knight
Belly of the beast

Blackjack
Blechpiraten, Die
Black Rain
Blutiges Lang Mei
Blutrache

C
Chain of Command

Chuck (Serie)
Crank 2 - High Voltage

Crash-Dive
Crazies, The
Cyborg Cop

Cyberjack

D
 
Dead Heat
Deadly Revenge
Death Race (2008)
Death Race 2000

Defender, The
Doc Savage
Doomsday

Double Force
Draculas Todesrennen

Drei Spaghetti in Shanghai
Driven to kill
Duell der Giganten


E 
Eat my Dust
Ein Königreicht vor unserer Zeit
Eine Faust wie ein Hammer
 
Einer gegen das Imperium
erste Fahrt zum Mond, Die
Erwin Braddog 2 - Tag der Abrechnung
Exit Wounds

F

Farcry
Fatal Termination
Fantasy Mission Force
Feuer, Eis & Dynamit

Fight of the Dragon
Film Noir
Fist of Legend

Firefly (Serie)
Firestorm
Fire Down Below
Fluchtpunkt San Francisco

Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah
Futureworld


G

G.I. Joe - The Rise of Cobra
Gale Force
Geheimcode: Wildgänse
Gesetz der Rache
Glimmer Man

Godzilla (1954)
Godzilla kehrt zurück  
Godzilla und die Urweltraupen
Grand Theft Auto

Gravity

H
 
Hard Rock Zombies
Hard Target
Hard to Kill
Haywire
Hitman


I
Iron Man
Iron Man 2
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (kurz und knackig)
Into the Sun

J

Jan Tenner (Hörspiel)
James Bond - Quantum of Solace

Jumper
Jungle Force

Jungleground

K

Keeper, the
King of the Hill
Knight Rider 2000
Knowing
Kommando Leopard
Kommando: US Seals II
Kung Pow
 
L

Leviathan
Last Man Standing

letzte amerikanische Soldat, Der

M 

Mad Max 2
Mad Max 3
Mann von Hongkong, Der
Marine, The
Marine 2, the
Marine Fighter
Max Payne

Mechanik, The
Mercenary for Justice
Missing in Action
Missing in Action - Teil 2
Missing in Action - Teil 3
Mutant Chronicles

My Name is Bruce
Mystery Science Theater 3000

N
Navy Seals

Nemesis
Nico
Ninja - In geheimer Mission

Ninja - Pfad der Rache
Ninja Assassin
No Country for old Men
Nummer 6 (Serie)


O

Octalus
Outpost


P
Patriot, The
 
Peacekeeper, The
Parker
Phantom Commando - Die Rückkehr
Phantom Raiders
Pistol Whipped
Platoon Leader
Predators (2010)

Prince of Persia
Prince of the sun
Punisher vs. Punisher vs. Punisher


Q

R
 
Raiders of the magic ivory
Rampage
R E D
Red Hill
Retroactive
River of Death 
Robocop (2014) 
Roboter der Sterne
Robotjox
Robo Vampire
rote Flut, Die

Rückkehr des King Kong, Die

S

Safe 
Schrecken von Kung Fu, der
Schwarze Loch, Das
Screamers
Screamers II

Six String Samurai
Slugs
Showdown
Showdown in little Tokyo
Soldier Boyz

Soldiers of Fortune
Söldner Kommando 2
Star Force Soldier
Star Trek XI
Starship Troopers 3 - Marauder
Stealth - Unter dem Radar
Stiefbrüder, Die

Stranded
Street Fighter - The Movie
Street Trash
Submerged

Superstau
Surf Nazis must die

Sweepers

T 
Tank, Der
Terminator 4 - Die Erlösung
Thunder & Lightning
Todeslied der Shaolin, Das
Trancers

Tremors
Turkish Star Wars

U
 
Universal Soldier
Universal Soldier 2
Unternehmen Feuergürtel
Untote wie wir

V
Vergelter, Die

W
Wanted
War City Platoon
Watchman
Welcome to the jungle
White Heat

X

X-Men Wolverine

Y

Z
 
LinkZwei Supertypen räumen auf
Zum Töten freigegeben

Chain of Command

(Klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 1994

Und wieder einmal schlägt der Cannon-Faktor zu. Und wieder gebührt Michael Dudikoff die (zweifelhafte) Ehre. Diesmal ist der Gute als Merrill Ross in irgendeiner kleinen Bananen-Republik unterwegs und arbeitet bei einer riesigen, wenn nicht sogar DER riesigsten Öl-Gesellschaft. Natürlich war er früher mal Agent oder so... auf jeden fall hat er eine dunkle Vergangenheit. Jedenfalls wird eines Nachts die Öl-Gesellschaft von vermeintlichen Terroristen angegriffen und Geiseln genommen. Ross entkommt, wird aber darauf hin direkt zu Zielscheibe diverser Organisationen. Vom CIA, FBI, Mossat, eine kleine Terroristen-Gruppe und dem Bananen-Republik-Militär ist alles dabei. Es kommt zu zahlreichen Wendungen, in denen er mal dabei hilft die Geiseln zu befreien und mal seine eigene Haut vor einem wahnsinnigen Helfershelfer retten muss. Alles in allem beginnt ab dem Überfall auf die Öl-Gesellschaft ein großes Katz-und-Maus Spiel, indem Ross oft nicht weiß, auf welcher Seite er steht oder wem er trauen kann.

Waren das nicht wunderbare Zeiten, als noch echte Platzpatronen benutzt wurden?!

Die Handlung ist für einen Cannon-Film ziemlich komplex geraten und mit vielen Wendungen versehen. Das mag auf den ersten Blick interessant erscheinen, die Umsetzung ist allerdings sehr unübersichtlich geworden. Wer ist denn jetzt wer? Gehört die Perle jetzt zu den Terroristen oder doch eher zum CIA oder zum Mossat und warum spielt die anfang die abgebrühte Unnahbare und dann eine Weichgewordene Schickimicki-Tussi? Warum wurde die Öl-Gesellschaft überhaupt überfallen??? Das alles wäre ja halb so wild, nur schienen den Autoren gegen Ende die Ideen ausgegangen zu sein. Denn wenn sich schlussendlich alles aufklärt, packt man sich an den Kopf und denkt sich "Wie jetzt? Dafür der ganze Trubel? Was soll denn der Scheiß???"

Die einzigen Faktoren, die der Zuschauer klar definieren kann, sind Michael Dudikoff und der komische Wolle Petri/ Thomas Anders Verschnitt, als klar abgesteckte Gegenspieler. Während Dudikoff seine Rolle jedoch souverän abspielt und wie immer Sympathieträger ist, fällt es schwer Todd Curtis (Bösewicht) mit der komischen Matte aufm Kopp ernst zu nehmen. Zwar spielt Curtis schön überdreht und wahnsinnig, aber mal ehrlich, wer so bescheuert rumläuft kann doch nur für Gelächter sorgen! Schon die erste Szene (siehe Bild) von Mr. Curtis ist klasse. Im ersten Moment noch eine Mütze auf, im nächsten wird die Haarpracht präsentiert... echt zum brüllen!

Mr. Badguy: Eine Mischung aus Thomas Anders und Wolle Petri...

Da es sich außerdem um eine sehr späte Cannon-Produktion handelt, krankt der Streifen zusätzlich noch am Budget. Okay, das wäre nicht weiter tragisch, wenn es irgendwann nicht so drastisch auffallen würde. Bei den (leider zu wenigen) Actionszenen hat man sich anfangs noch sichtliche Mühe gegeben. Auch was den Spannungsbogen dabei angeht wurde hier solide Arbeit geleistet. Die Geiselbefreiung ist relativ real gehalten und das kleine Scharmüzel zwischen Dudikoff und Curtis inklusive später folgendem Mann-gegen-Mann-Kampf kann sich durchaus noch blicken lassen. Dann schien die Knete aber futsch gewesen zu sein... Am Ende werden die Gegnerhorden nämlich nur noch im Dutzend mit locker aus der Hüfte abgefeuerten AK47-Salven umgeholzt. Schade eigentlich...

Fazit:
Wieder mal ein mit ach und krach durchschnittlicher Streifen von Dudikoff und dann noch unter der Cannon-Flagge. Die Autoren wollten mehr Handlung, als sie selber im Standen waren sich aus den Finger zu ziehen. Dabei ist die Action nicht zahlreich genug vertreten und gegen Ende fast schon lächerlich... jedenfalls im Gegensatz zum restlichen Film. Wenigstens gibt es keine großartigen Längen und so plätschert der Streifen so vor sich, vergeht ohne anzuecken oder später schwer im Magen zu liegen und sorgt mit seinem Bösewicht immer mal wieder für ein paar Lacher. Wirklich schade, dass Dudikoff irgendwann einfach nur noch verheizt wurde, denn eigentlich fand ich den Kerl als "Schauspieler" immer sehr sympathisch. Noch drei Logos!



Fist of Legend

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 1994


Jet Li schlägt um sich und verursacht nicht nur unschöne Knochenbrüche! Japan und China während des zweiten Weltkrieges, die Japaner marschieren in China ein und alle kriegen sich ordentlich in die Wolle. Die Japaner hassen die Chinesen und die Chinesen hassen natürlich die Japaner und dazwischen hängt Chen Zhen (Jet Li). Der ist Schüler einer großen Kampfsportschule und am Anfang Schüler in Japan. Er soll nämlich die Technik der Japaner erlernen und dann gegen sei einsetzen, der kleine Attentäter. Aber es kommt anders. Chen Zhen erfährt vom Tod seines Meisters und kehrt nach China zurück. Dort muss er feststellen, dass der Meister nicht im Kampf gestorben ist, sondern viel mehr da hinter steckt. Unter anderem das japanisches Militär und ein Verräter und der Meister einer verfeindeten japanischen Kampfsportschule und alle kriegen mächtig auf die Fresse. Zwischendurch wird noch eine kleine Liebschaft zwischen Chen Zhen und einer Japanerin eingeflochten, um der Story etwas Dramatik zu verpassen.

Willkommen zu einer neuen Folge von "Wie hau ich alle kaputt!" Heute mit Jet Li!

Dramatik hin oder her, das interessiert hier sowieso keinen. Denn es geht natürlich um die Martial Arts Einlagen und von denen gibt es reichlich. Eigentlich wird jeder, der sich irgendwie gegen Chen Zhen oder seine Kampfsportschule stellt, verprügelt. Alle Kampfszenen sind absolut spitze durchchoeografiert und bieten dem Fan alles was er braucht: Schnelle Moves, Knochenbrüche und trotz typischer asiatischer Übertreibung nur wenig bzw. unauffällige Kabelarbeit. Die Story ist dabei nur der Aufhänger für die vielen Kämpfe, denn als einfallsreich kann man das Drehbuch bestimmt nicht bezeichnen.

Jet Li sticht in der Hauptrolle natürlich heraus und steht deutlich über allen anderen Darstellern. Seine Leistungen als Schauspieler sind sicherlich fragwürdig, seine Leistungen als Kämpfer dafür umso herausragender. Mit anderen Worten: Der Junge hats einfach drauf und rockt ohne erbarmen alle Feinde in Grund und Boden. Mehr braucht man dazu wirklich nicht sagen. Bis auf den Endkampf ist er in der Regel allen Feinden überlegen und bietet dem Zuschauer bei allen Fights ein Höchstmaß an Kampfkunst und natürlich Unterhaltung.

Der böse Endkampf General beim Training

Fazit:
Fist of Legend gehört zu den besten Martial Arts Filmen, die ich bisher genießen durfte. Ich bin mit Sicherheit kein Experte auf dem Gebiet, aber die Kämpfe sind dermaßen durchgestylt, dass es einfach nur Spaß macht, sich das ganze anzugucken. Die Story ist nicht blöde, sondern zweckmäßig. Größere Durchhänger gibt es zum Glück auch nicht und in regelmäßigen Abständen kriegt irgendjemand von dem flinken Zwerg eins auf die Nase. Immer unter der Vorraussetzung, das man an solchen Filmen gefallen findet, kann ich Fist of Legend nur empfehlen. Ganz großes asiatisches Klopperkino! 5 Zimbelaffen, 4 für die großartige Show und 1 um mal wieder die 5 voll zu machen (und natürlich um die miese Bewertung von "Fatal Termination" wieder gut zu machen)!

Zitat of the Moment:

"Its cool stone cold she was a bitch anyway. Lets get on harleys and ride into the sunset." - Bloodninja

Avanging Force

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 1986
deutscher Titel: Night Hunter

Tatort: Heimischer DVD-Player, Täter: Ein Cannon Films Produkt aus den guten alten 80igern!

Michael Dudikuff, der American Ninja und lange Zeit eines der großen Aushängeschilder der Globus und Golan Gruppe wird in diesem Streifen unter anderem auf einen Rachefeldzug und auf eine kleine Menschenjagd geschickt. Aber fangen wir besser weiter vorne an.

Dudikoff spielt Matt Hunter, einen Superagenten (so wie sich das gehört) im Ruhestand, der auf einer Farm Kälber mit dem Lasso fängt und auf seine kleine Schwester aufpasst. Eine dunkle Vergangenheit und eigene Schuldzuweisung in Form der bei einem Anschlag getöteten Eltern gehört natürlich auch noch dazu. Zusammen mit Großväterchen besuchen die Drei den alten Kollegen von Hunter - Steve James - , der sich in New Orleans (glaub ich) zum Senator aufgestellt hat. Leider ist Steve ein Afroamerikaner (hoffentlich ist das jetzt politisch korrekt…) und wird somit schnell zur Zielscheibe einer rechtsradikalen Gruppierung namens Pentangle. Die Leitsätze dieser Gruppierung bestehen grob zusammengefasst aus Selbstjustiz und Ethnischer Säuberung der USA. Als kleines Schmankerln veranstaltet der harte Kern der Organisation, bestehend aus drei Typen mit lustigen Masken und unterschiedlichen Waffenfavoriten) regelmäßig Menschenjagden durch schlammige Sumpflandschaften auf verschiedene Typen, die sich ihnen in den Weg stellen wollen.

Nach einem missglückten Attentat auf die Familie von Steve treten die beiden zusammen einen kurzen und knackigen Rachefeldzug gegen die Helfershelfer an und im Verlauf der Story wird dann auch noch die kleine Schwester von Hunter entführt. Er schafft es zwar die Göre zu befreien, findet sich aber dann als Verfolgter mitten im Sumpf wieder. Ein Kampf um sein Überleben, um das seiner Schwester und natürlich um Gerechtigkeit beginnt, in dem sich Hunter und die vier Pentangle Badguys nichts schenken.

Dudikoff und Co - Der Rachefeldzug kann beginnen...

Avanging Force gehört zu den klassischen B-Movie Produktion der Cannon-Ära. Mit einem kurzen und straighten Drehbuch, einem prägnanten Gesicht in der Hauptrolle und eigentlich mit viel zu viel Budget ausgestattet, durften Regisseure damals meistens ein ordentliches Feuerwerk abfackeln. Sam Fristenberg (American Ninja, Cyborg Cop), der sich für diesen Streifen verantwortlich zeigt, tut das natürlich auch. Von blutigen Shootouts, hart inszenierten Kämpfen bis hin zu schick in Szene gesetzten Verfolgungsjagden wird einem alles geboten. Der Härtegrad ist dabei stets sehr hoch und es kommt des Öfteren mal vor, dass auch Unschuldige dran glauben müssen. Allerdings sorgt das auch dafür, dass der Film nicht zu einem reinen Action-Spaß-Produkt verkommt, sondern meistens einen ernsthaften Unterton behält.

Die Hauptakteure Dudikoff und Larry Richards passen gut in ihre Rollen und ziehen ihr Ding ohne großartig vorhandenes Talent durch, doch gerade Dudikoff kann wie immer mit seinem Charisma punkten. Richards hält eigentlich nur mit seinen Muskeln dagegen, aber ein bisschen Machodasein gehört eben auch dazu. Beide können ihre Kampferfahrung sehr schick zu schau stellen, auch wenn sich die meisten Kämpfe nur auf Faustkämpfe beschränken. Gerade jedoch bei der Jagd auf Dudikoff im Sumpf sorgen diese sehr groben Schlägereien für die nötige Realität.

Ganz anders die Badguys. Von der ersten filmischen Begegnung an sind diese sofort unsympathisch. Durch ihr fieses Auftreten, ihre Darstellung und nicht zu letzt durch ihre Sichtweisen werden hier die Rollen von Gut und Böse klar abgesteckt, was nicht nur ein Pluspunkt für Dudikoff bedeutet, sondern auch der Story den nötigen Antrieb verpasst.

...jedenfalls wenn die Badguys nicht so dämlich aussehen würden!

Den größten Negativpunkt kriegt Avanging Force für die Atmosphäre in Form der Filmmusik. So hart und dreckig die Shootouts oder die Kämpfe bei strömenden Regen im Sumpf auch inszeniert sein mögen, die Musik macht einiges kaputt. Zu größten Teilen ist sie einfach nur zäh und schleichend, manchmal so überzogen, dass die Kämpfe den Charakter einer Stummfilmproduktion erhalten. Über Logiklöcher in der Story kann man wiederum leicht hinwegsehen, wenngleich sie dem Zuschauer teilweise sehr direkt ins Gesicht springen.

Fazit:
Avanging Force ist ein guter Film, eine gute Cannon-Produktion und einer von Michael Dudikoffs besten Filmen. Das Thema um die Rasitische Gruppierung mit Selbstjustizansichten und ihre makaberen Spielchen kann schon fast als Zeitlos betrachtet werden und gerade die Menschenjagd diente danach für einige andere Filme als Vorlage. Die teilweise ungewöhnlich harte und dreckige Inszenierung tut ihr übriges, um den Film über den Durchschnitt zu heben. Da sich das Geschehen allerdings trotz allem etwas zieht und ich persönlich die Filmmusik als unpassend empfand, kriegt der Streifen NUR drei Logos, auch wenn er locker Vier wert wäre. So was ist aber sicherlich Ansichtssache. Cannon- und Genrefans können auf jeden Fall beherzt zugreifen.


PS: Avanging Force ist in Deutschland unter dem Titel „Night Hunter“ erschienen. Bisher gab es noch keine DVD-Auswertung, allerdings ist auf der US-Fassung von MGM die deutsche Tonspur enthalten!!

Hitman

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 2007

Mister 47 hat es auf die große Leinwand geschafft und eine weitere Spieleverfilmung erwartete letztes Jahr den geneigten Zuschauer. Diesmal lag es an dem immer leicht verschmitzt grinsenden Timothy Olyphant (Bösewicht von Die Hard 4, Dreamcatcher), die Hauptfigur zu mimen und damit der Figur des Hitman irgendwie Leben einzuhauchen. Als großer Fan der Spielereihe freute ich mich sehr auf diese Umsetzung, wenngleich die Produktion zumindest in den Nachrichten unter keinem guten Stern stand.

Der Hitman - oder einfach nur 47 (Strichcode auf dem kahlen Hinterkopf) - ist ein Superkiller im Auftrag "Der Agentur". Diese Organisation unterhält Kontakte zu allen Regierungen und führt ausschließlich Terminierungsaufträge mit Hilfe ihrer Hitmans durch, welche sie als Kinder von der Straße weg rekrutierten und entsprechend ausbildeten. 47 ist der Beste von ihnen. Eines Abends nimmt er den Auftrag an, den russischen Präsidenten (ich sag jetzt einfach mal Präsident, okay) zu eleminieren und führt den Auftrag prompt danach aus. Wieder zurück in seinem Lieblingshotel guckt 47 nicht schlecht, als der gerade mit einem sauberen Kopfschuss aus dem Weg geräumte Präsident wieder fröhlich durch die Nachrichten tingelt. Noch überraschter muss er feststellen, dass ein Sondereinsatzkommando vor seiner Zimmertür wartet. 47 ist in eine handfeste Verschwörung geraten und wird vom Jäger zum Gejagten. Jedenfalls kurzzeitig, denn irgendwann dreht er den Spieß einfach um und geht mit eiskalter Härte gegen diejenigen vor, die ihm einst nach dem Leben trachteten. Unterwegs klebt ihm noch eine russische Prostituierte am Hintern, aber keine Angst, auf eine Liebesgeschichte wird zum Glück verzichtet.

Wer der Auftragserfüllung im Weg steht, hat eindeutig Pech gehabt.

Mit Hitman hat der unbekannte und junge Regisseur Xavier Gens ein Spiel gewählt, dass er zwar nach eigenen Angaben sehr mag, aber vom Thema her verdammt schwer zu verfilmen ist. Es gibt dabei zwei wichtige Faktoren zu beachten: 1. die Story und 2. die Hauptfigur. Das Drehbuch ist auf Grund der Verschwörung kompliziert geraten. Jedenfalls hat es nichts mit den eher ruhigen Aufträgen aus dem Spiel zu tun, ist dafür aber um so mehr Vorlage für coole Shootouts und sehr schön umgesetzter Action (dazu später). Auch legt Gens ein ziemliches Tempo vor, was leider dazu führt, dass man sich beim ersten Gucken etwas schwer tut, alles auf anhieb zu kapieren. Da sich am Ende alles aufklärt und man sich wegen der hohen Geschwindigkeit irgendwann sowieso nicht mehr auf die Story konzentriert, ist das nicht so schlimm.

Hinzukommen in diesen Tagen alte aber erfrischende Feinbilder, denn die bösen Russen mit ihren Inlandgeheimdiensten und hinterhältigen Machenschaffen werden nach langer Zeit mal wieder aus der Feindkiste gekramt. Dabei sind alle Figuren herrlich überzeichnet und klischeebeladen. Es gibt einen rauchenden, mit tiefen Augenringen herumlaufenden FSB-Agenten (also ein typischer KGB Macho) und den übermotivierten Interpolagenten, der schon seit Jahren versucht um jeden Preis den Hitman zu fangen. Die russische Prostituierte nicht zu vergessen, die zwischendurch für ein paar Schmunzler sorgt, sonst aber nur den typischen weiblichen Part übernimmt: Lecker aussehen, zwischendurch mal rum zicken, aber im großen und ganzen die Klappe halten.

Was im Spiel dagegen normalerweise nicht vorgesehen ist, wird im Film ordentlich auf die Palme getrieben: Die Action! Sie fällt ordentlich großzügig aus - jedenfalls auf der Extended-DVD-Edition. Wackelkameras wurden nur begrenzt eingesetzt und es wurde auf klassische Dynamik gesetzt. Dazu gibt es sehr blutige Einschüsse und eindrucksvolle Shootout. Bis auf ganz, ganz wenige CGI- Ausnahmen trägt alles dick und fett die Aufschrift "HAND GEMACHT" und ist einfach nur Klasse!

Im Spiel hätte der Hitman alles gemacht, aber niemals so eine bescheuerte Gesichtkirmes abgeliefert.

Der einzige Knackpunkt an der filmischen Umsetzung ist für mich nach wie vor der Hauptdarsteller Timothy Olyphant. Naja, es ist mehr so eine Art Hassliebe. Zum einen passt er zwischendurch wirklich gut in die Rolle und zum anderen schießt er des öfteren darüber hinaus und zieht den Hitman leicht ins lächerliche oder lässt ihn unglaubwürdig wirken. Natürlich haben alle Verantwortlichen irgendwie versucht eine Mischung aus dem Spiel und eigenen, frischen Ideen zu finden, aber bei allem nötigen Respekt: Der Hitman als abgebrühter, eiskalter Killer sollte keinerlei Gefühle zeigen. Er wurde zu einer emotionslosen Killermaschine herangezüchtet und nach den Bildern im Vorspann sollte man eher meinen, dass der Typ psychisch wesentlich angeknackster sein sollte. Auch hat Olyphant meiner Meinung nach keine prägnat genug geratenen Gesichtszüge oder die nötige Ausstrahlung, die im Spiel eine einfache Pixelfigur ohne Probleme rüberbringen kann. So bleibt stehts ein etwas bitterer Nachgeschmack zurück.

Fazit:
Wer Hitman liebt und sich den Film genau deswegen anschaut, wird sicherlich enttäuscht werden. Olyphant kommt dem Original 47 einfach nicht nah genug und auch sonst ging man größtenteils neue Wege. Actionfans allerdings können ohne Probleme einen Blick riskieren, denn hinter der pseudointelligenten Handlung verbirgt sich ein klassischer Actionfilm, dem man die Liebe zum Handgemacht ansieht, der schnell inzeniert ist und jedemenge coole und harte Szenen abliefert. Hirn ausschalten, nicht all zu sehr an das Spiel denken und das Knallbonbon genießen, so lautet die Devise und nur so kann man Hitman noch als gelungenen Film ansehen.
Da der Streifen eindeutig B-Movie-Charakter hat und im Kino ziemlich Fehl am Platz wirkte, auf einer Silberscheibe jedoch (auch auf Grund der Extended Edition) durchaus glänzen kann, schafft es Hitman noch
ganz knapp auf 4 Affenköpfe!

The Adventures of Bloodninja!
- Classic cyber pranks -


Diese Chatauszüge gehören zu den lustigsten, die ich je gelesen hab. Der Typ ist einfach klasse und hat es mittlerweile auch zu fragwürdiger Ehre im Internet gebracht. Entsprechende Links findet ihr unten und rechts unter "Links" wurde die Seite von "Bloodninja Seeker" hinzugefügt. Da findet man alle Gespräche zwischen Bloodninja und seinen Opfern geordnet nach "Topic" und "Name". Also dann... viel Spaß!


bloodninja: Baby, I been havin a tough night so treat me nice aight?
BritneySpears14: Aight.
bloodninja: Slip out of those pants baby, yeah.
BritneySpears14: I slip out of my pants, just for you, bloodninja.
bloodninja: Oh yeah, aight. Aight, I put on my robe and wizard hat.
BritneySpears14: Oh, I like to play dress up.
bloodninja: Me too baby.
BritneySpears14: I kiss you softly on your chest.
bloodninja: I cast Lvl. 3 Eroticism. You turn into a real beautiful woman.
BritneySpears14: Hey...
bloodninja: I meditate to regain my mana, before casting Lvl. 8 Cock of the Infinite.
BritneySpears14: Funny I still don't see it.
bloodninja: I spend my mana reserves to cast Mighty F*ck of the Beyondness.
BritneySpears14: You are the worst cyber partner ever. This is ridiculous.
bloodninja: Don't f*ck with me bitch, I'm the mightiest sorcerer of the lands.
bloodninja: I steal yo soul and cast Lightning Lvl. 1,000,000 Your body explodes into a fine bloody mist, because you are only a Lvl. 2 Druid.
BritneySpears14: Don't ever message me again you piece of ****.
bloodninja: Robots are trying to drill my brain but my lightning shield inflicts DOA attack, leaving the robots as flaming piles of metal.
bloodninja: King Arthur congratulates me for destroying Dr. Robotnik's evil army of Robot Socialist Republics. The cold war ends. Reagan steals my accomplishments and makes like it was cause of him.
bloodninja: You still there baby? I think it's getting hard now.
bloodninja: Baby?



Bloodninja in der Encyclopedia Dramatica
Chatauszüge 1
Chatauszüge 2 (aus nem Forum)

Fire Down Below

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

"Beneath a land of wealth and beauty hides a secret that could kill millions. Undercover has never run so deep."

Release: 1997

Steven Seagal spielt Marshall Jack Taggart, einen Ökoagenten, der in ein kleines Kaff geschickt wird, weil dort böse Umweltverschmutzer am Werk sind. Allen vorran der großkotzige Unternehmer und ehemaliger Dorfbewohner Orin Hanner, der Sondermüll in einem stillgelegten Bergwerk lagert und sich eine goldene Nase daran verdient. Die Dorfbewohner werden von ihm geschmiert, halten infolge dessen die Klappe und nehmen die zunehmende Gefahr einfach hin. Auch sind sie dem unbekannten Marschall gegenüber nicht gerade freundlich eingestellt und nachdem dieser langsam aber sicher immer mehr in Erfahrung bringt, fangen die Dorfbewohner an, an seinem schnellen Ableben zu arbeiten. Klare Sache, dass Taggart angepisst ist und den bösen Jungs ordentlich eins vor Kauleiste gibt.

Hehe, wer das erwartet, wird von Fire Down Below wahrscheinlich ziemlich enttäuscht sein. Dem Drehbuchautor ist es nämlich zu verdanken, dass der geneigte Seagal-Fan hier genau das geboten kriegt, was er nie sehen wollte: Seagal in einer Romanze, Seagal im Gefühlstaumel, Seagal mit nur ganz wenig Handkantenschlägen...
Denn der in diesem Film äußerst menschlich wirkende Seagal verguckt sich in die einzige Dame im Dorf, die freiwillig mit ihm über die Geschehnisse redet. Er repariert ihre Verandatreppen, hilft hier bei der Gartenarbeit, schlecht ihren süßen Honig... ehhhh, also er kauf ihre Honigbestände, weil Ihre Bienen so überproduktiv sind... ne auch... ach egal, man will es eh nicht sehen!

Bis zur ersten Schlägerei vergehen locker 40min! Das schreibt sich Vierzig! Minuten! Bei Deadly Revenge glühten die Handkanten schon, bevor überhaupt der Filmtitel eingeblendet wurde. Selbst wenn es dann zu einer kleineren Prügelei kommt, setzen viel zu schnelle Schnitte dem Ganzen schnell ein Ende. Zwischendurch gibts noch eine ganz nette Verfolgungsjagd und am Ende einen Kampf in der Mine. Der Showdown ist dann leider viel zu kurz geraten und kann keinen Genrefan vom Hocker hauen. Bei allen Actionszenen wird die sonst so beliebte Machoart Seagals größtenteils unterdrückt. So kann der Lord leider auch nur ganz wenige fetzige Oneliner reißen.

Fazit:
Fire Down Below funktioniert als Ökothriller vielleicht ganz gut, aber Seagals Rolle ist völlig verkehrt. Seagal und in einer Lovestory ist eigentlich von vorn herein zum scheitern verurteilt. Mich hat die dahinplätschernde Story jedenfalls nur genervt und die schmächtig gesäten Actionszenen konnten da auch nicht mehr viel reißen. Ja, man könnte sagen, ich war ziemlich enttäuscht von dem Film. Wenn ich jetzt im Nachhinein versuche irgendwas herausragendes an dem Film zu finden, dann muss ich glatt passen. Vielleicht kann ihm allenfalls die schicken Aufnahmen gutschreiben, aber ansonsten... 2 Köppe für einen Seagalfilm, dem Stevens allumfassende Liebe zur Natur überdeutlich anzumerken ist. Hät er sich klemmen und bei seinen Paraderollen bleiben sollen. Oder anders gesagt: Der Abstieg des Lords hat begonnen...

Panini-Sammel-Wahn

Bald ist EM-Start und da haben wir uns gedacht, warum nicht einfach eine eigene Nationalmannschaft aufmachen. Aber nicht etwa, um Fussball zu spielen, sondern um Millionen mit dem Verkauf von Stickern und Stickerheftchen in bewehrter Panini-manier zu kassieren!


Hier vorab schonmal ein kleiner Auszug:









bor, damit kann man so viel scheiß machen! Klasse!!!

Quelle: www.Volee.ch

Zitat of the Moment:

"Angeblich hat er 23 Leute mit bloßen Händen umgebracht!" - "Am besten fang ich auch auch mit Karate an." - "Das war BEVOR er Karate konnte..."

Doc und Danny ("Mean Machine")

Iron Man

(klicke aufs Cover für mehr Infos)


Seit langem gings endlich mal wieder ins Kino. Selbstverständlich in den Exklusiv-Kinosaal vom Cinemaxx, denn es lief ein Film, den ich schon lange mit Spannung erwartet habe: IRON MAN! Schon der Trailer versprach einen ordentlichen Film und irgendwie wusste ich, dass das ganze Projekt nur gut werden konnte.

Iron Man gehört sicherlich zu den unbekannteren Marvelhelden hier in Deutschland. Bis auf eine Zeichentrickserie, die irgendwann mal lief, gibt es noch die Comics und auch die stehen neben anderen Helden wohl eher im Hintergrund. Zur Story (für alle, die bisher noch nichts vom Film gehört haben...):

Robert Downey Jr. spielt Tony Stark, der größte und wahrscheinlich auch intelligenteste Erfinder und Mensch der Welt. Leider auch genau so eitel und eingebildet. Er hat ein Alkoholproblem, ist durchgehend schlecht gelaunt und ein Zyniker durch und durch. Nebenbei ist er noch so reich, dass er sich bis zu seinem Lebensende absolut keine Sorgen um Geld machen muss. Zu diesem Reichtum ist er durch seinen Vater und seine Firma "Stark Industries" gekommen, die sich fast ausschließlich auf die neuste Waffentechnologie und Herstellung konzentriert. Bei einer Vorstellung seiner neusten Waffenerfindung wird Tony dann aber plötzlich von Terroristen entführt und darüber hinaus auch noch von seinen eigenen Waffen schwer verletzt. Metallsplitter stecken in seiner Brust und wandern zum Herzen. Nur ein Elektromagnet, welcher ihm von einem Doktor eingesetzt wurde, bewahrt Tony vor seinem Tod. Dazu kommt noch, dass die Terroristen von ihm verlangen, eine Waffe für sie zu bauen.

Um die Splitter von seinem Herzen abzuhalten, setzt er sich einen Minireaktor ein (das blau Ding auf der Brust). Der liefert nebenbei auch die Energie für eine Superrüstung, die Tony baut, um zu fliehen. Der Doktor, der ihm dabei hilft, macht ihm nebenbei auch noch klar, dass er seine Leben besser nutzen sollte und sich dafür schämen sollte, dass die Terroristen Massenmorde mit seinen Waffenentwicklungen begehen. Das übliche halt.
Die Flucht gelingt natürlich und Tony will das Waffengeschäft hinschmeißen, um ausschließlich an einem Neuentwurf der PowerRüstung zu arbeiten. Iron Man wird geboren und beginnt auch sofort einen kleinen Rachefeldzug gegen den Terrorismus, nachdem Tony erfahren hat, dass es sein langjähriger Partner und Freund Obadiah Stane (Jeff Bridges) war, der ihn entmündigen ließ. Stane ist auch noch dafür verantwortlich, dass Tony entführt wurde und die Terroristen seine ganzen Waffen bekommen haben.
Unnötig zu erwähnen, dass Stane die Blueprints der ersten Rüstung findet und sich ebenfalls eine baut. Das Finale kann man sich ausmalen: Kampf der Stahlgiganten.


Ironman hat richtig Spaß gemacht und wird auch immer wieder viel Spaß machen, denn der Film lebt nicht nur von seinen Effekten, von der Story schon gar nicht - Er lebt von seiner Hauptfigur, Tony Stark, die Robert Downey Jr. so verdammt gut verkörpert hat, dass man ihm seine zunächst arrogante und später geläuterte Art sofort abkauft. Dazu kommt geschickt positionierte Situationskomik, die einen immer wieder zum lachen bringen wird... eigentlich ziemlich oft!
Überhaupt kann man den Film fast schon als Oneman-Show bezeichnen, denn die anderen Charaktere stehen allesamt ziemlich weit im Hintergrund oder sind einfach nur zweckdienlich, wenngleich sie sehr gut besetzt sind und ihre Sache mehr als gut machen. Bei Jeff Bridges tut es mir sogar leid, dass er so wenig Screentime bekommen hat, denn er gibt einen fantastischen Bösewicht ab.


Neben den Charakteren und der Komik darf die Action in einem solchen Film natürlich auch nicht zu kurz kommen. Nun, wahnsinnig viel hat man nicht unbedingt gesehen, aber das Gesehene hat durchaus gefallen. Ich würde sagen, vom Actiongehalt wurde hier ungefähr so viel, wie beim ersten X-Men Streifen geboten. In erster Linie wurden die Personen vorgestellt, danach kam erst die Action. Aber egal, denn auch zwischen den hervorragenden Kloppersequenzen wird der Film zu keiner Minute langweilig. Nebenbei erwähnt muss ich dem Film auch hoch anrechnen, dass auf Wackelkamerafahrten größtenteils verzichtet wurde. Meist klare und trotzdem dynamische Einstellungen sorgen am Ende eben doch für mehr Spaß bei Actionsequenzen!!!
Dazu gesellt sich übrigens noch ein erfrischender Score, der mal nicht aus einem pompösen Orchester oder völlig unpassender Möchtegern-Schrömmel-Musik besteht. Passende E-Gitarren - nicht zu hart, nicht zu weich - unterstreichen die Erlebnisse des Iron Mans. Vermisst habe ich eigentlich nur einen prägnanteren, eigenen Theme für die Hauptfigur, sonst war die Mukke aber sowas von super!


Fazit:
Iron Man gehört für mich zu den bisher besten Marvel-Verfilmungen. Neben dem etwas anderem Thema weit ab vom perfekten Helden mit angeborenen Superkräften hat mich vor allem die gesamte Machart des Films und natürlich der Hauptdarsteller überzeugt. Zum einen nimmt der Film sich durch die viele Komik etc. selber nicht all zu ernst und zum anderen hat man mit Robert Downey Jr. einen absoluten Glücksgriff gemacht. Ohne einen solchen Charakterschauspieler wäre der Film längst nicht so gut geworden. Sofern die Gerüchte Stimmen und Downey bereits für zwei weitere Teile unterschrieben hat, kann man sich auf die Fortsetzungen freuen. Dann aber auch bitte mit dem selben Team und mehr Action! Wie auch immer: Iron Man kriegt lockere Fünf Zimbelaffen! Ja, 5 Stück, weil ich gestern so verdammt gut unterhalten wurde und weil der Film einfach nur ROCKT! Da können sich die X-Men und die anderen Quacksalber mal ne Scheibe von abschneiden.



PS: Dieses Review verfolgt selbstverständlich nicht den Anspruch in irgendeiner Weise eine objektive Betrachtung des Gesehenen wiederzugeben. Der Text ist rein subjektiv verfasst und wenn sich jemand den Film voller Vorfreude anschaut, obwohl in das Thema gar nicht interessiert/anspricht/etc. und den Blog nach dem Kinobesuch für so eine bescheuerte Rezension verflucht, dann ist mir das völlig egal! ;)