Fire Down Below

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"Beneath a land of wealth and beauty hides a secret that could kill millions. Undercover has never run so deep."

Release: 1997

Steven Seagal spielt Marshall Jack Taggart, einen Ökoagenten, der in ein kleines Kaff geschickt wird, weil dort böse Umweltverschmutzer am Werk sind. Allen vorran der großkotzige Unternehmer und ehemaliger Dorfbewohner Orin Hanner, der Sondermüll in einem stillgelegten Bergwerk lagert und sich eine goldene Nase daran verdient. Die Dorfbewohner werden von ihm geschmiert, halten infolge dessen die Klappe und nehmen die zunehmende Gefahr einfach hin. Auch sind sie dem unbekannten Marschall gegenüber nicht gerade freundlich eingestellt und nachdem dieser langsam aber sicher immer mehr in Erfahrung bringt, fangen die Dorfbewohner an, an seinem schnellen Ableben zu arbeiten. Klare Sache, dass Taggart angepisst ist und den bösen Jungs ordentlich eins vor Kauleiste gibt.

Hehe, wer das erwartet, wird von Fire Down Below wahrscheinlich ziemlich enttäuscht sein. Dem Drehbuchautor ist es nämlich zu verdanken, dass der geneigte Seagal-Fan hier genau das geboten kriegt, was er nie sehen wollte: Seagal in einer Romanze, Seagal im Gefühlstaumel, Seagal mit nur ganz wenig Handkantenschlägen...
Denn der in diesem Film äußerst menschlich wirkende Seagal verguckt sich in die einzige Dame im Dorf, die freiwillig mit ihm über die Geschehnisse redet. Er repariert ihre Verandatreppen, hilft hier bei der Gartenarbeit, schlecht ihren süßen Honig... ehhhh, also er kauf ihre Honigbestände, weil Ihre Bienen so überproduktiv sind... ne auch... ach egal, man will es eh nicht sehen!

Bis zur ersten Schlägerei vergehen locker 40min! Das schreibt sich Vierzig! Minuten! Bei Deadly Revenge glühten die Handkanten schon, bevor überhaupt der Filmtitel eingeblendet wurde. Selbst wenn es dann zu einer kleineren Prügelei kommt, setzen viel zu schnelle Schnitte dem Ganzen schnell ein Ende. Zwischendurch gibts noch eine ganz nette Verfolgungsjagd und am Ende einen Kampf in der Mine. Der Showdown ist dann leider viel zu kurz geraten und kann keinen Genrefan vom Hocker hauen. Bei allen Actionszenen wird die sonst so beliebte Machoart Seagals größtenteils unterdrückt. So kann der Lord leider auch nur ganz wenige fetzige Oneliner reißen.

Fazit:
Fire Down Below funktioniert als Ökothriller vielleicht ganz gut, aber Seagals Rolle ist völlig verkehrt. Seagal und in einer Lovestory ist eigentlich von vorn herein zum scheitern verurteilt. Mich hat die dahinplätschernde Story jedenfalls nur genervt und die schmächtig gesäten Actionszenen konnten da auch nicht mehr viel reißen. Ja, man könnte sagen, ich war ziemlich enttäuscht von dem Film. Wenn ich jetzt im Nachhinein versuche irgendwas herausragendes an dem Film zu finden, dann muss ich glatt passen. Vielleicht kann ihm allenfalls die schicken Aufnahmen gutschreiben, aber ansonsten... 2 Köppe für einen Seagalfilm, dem Stevens allumfassende Liebe zur Natur überdeutlich anzumerken ist. Hät er sich klemmen und bei seinen Paraderollen bleiben sollen. Oder anders gesagt: Der Abstieg des Lords hat begonnen...

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