Iron Man

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Seit langem gings endlich mal wieder ins Kino. Selbstverständlich in den Exklusiv-Kinosaal vom Cinemaxx, denn es lief ein Film, den ich schon lange mit Spannung erwartet habe: IRON MAN! Schon der Trailer versprach einen ordentlichen Film und irgendwie wusste ich, dass das ganze Projekt nur gut werden konnte.

Iron Man gehört sicherlich zu den unbekannteren Marvelhelden hier in Deutschland. Bis auf eine Zeichentrickserie, die irgendwann mal lief, gibt es noch die Comics und auch die stehen neben anderen Helden wohl eher im Hintergrund. Zur Story (für alle, die bisher noch nichts vom Film gehört haben...):

Robert Downey Jr. spielt Tony Stark, der größte und wahrscheinlich auch intelligenteste Erfinder und Mensch der Welt. Leider auch genau so eitel und eingebildet. Er hat ein Alkoholproblem, ist durchgehend schlecht gelaunt und ein Zyniker durch und durch. Nebenbei ist er noch so reich, dass er sich bis zu seinem Lebensende absolut keine Sorgen um Geld machen muss. Zu diesem Reichtum ist er durch seinen Vater und seine Firma "Stark Industries" gekommen, die sich fast ausschließlich auf die neuste Waffentechnologie und Herstellung konzentriert. Bei einer Vorstellung seiner neusten Waffenerfindung wird Tony dann aber plötzlich von Terroristen entführt und darüber hinaus auch noch von seinen eigenen Waffen schwer verletzt. Metallsplitter stecken in seiner Brust und wandern zum Herzen. Nur ein Elektromagnet, welcher ihm von einem Doktor eingesetzt wurde, bewahrt Tony vor seinem Tod. Dazu kommt noch, dass die Terroristen von ihm verlangen, eine Waffe für sie zu bauen.

Um die Splitter von seinem Herzen abzuhalten, setzt er sich einen Minireaktor ein (das blau Ding auf der Brust). Der liefert nebenbei auch die Energie für eine Superrüstung, die Tony baut, um zu fliehen. Der Doktor, der ihm dabei hilft, macht ihm nebenbei auch noch klar, dass er seine Leben besser nutzen sollte und sich dafür schämen sollte, dass die Terroristen Massenmorde mit seinen Waffenentwicklungen begehen. Das übliche halt.
Die Flucht gelingt natürlich und Tony will das Waffengeschäft hinschmeißen, um ausschließlich an einem Neuentwurf der PowerRüstung zu arbeiten. Iron Man wird geboren und beginnt auch sofort einen kleinen Rachefeldzug gegen den Terrorismus, nachdem Tony erfahren hat, dass es sein langjähriger Partner und Freund Obadiah Stane (Jeff Bridges) war, der ihn entmündigen ließ. Stane ist auch noch dafür verantwortlich, dass Tony entführt wurde und die Terroristen seine ganzen Waffen bekommen haben.
Unnötig zu erwähnen, dass Stane die Blueprints der ersten Rüstung findet und sich ebenfalls eine baut. Das Finale kann man sich ausmalen: Kampf der Stahlgiganten.


Ironman hat richtig Spaß gemacht und wird auch immer wieder viel Spaß machen, denn der Film lebt nicht nur von seinen Effekten, von der Story schon gar nicht - Er lebt von seiner Hauptfigur, Tony Stark, die Robert Downey Jr. so verdammt gut verkörpert hat, dass man ihm seine zunächst arrogante und später geläuterte Art sofort abkauft. Dazu kommt geschickt positionierte Situationskomik, die einen immer wieder zum lachen bringen wird... eigentlich ziemlich oft!
Überhaupt kann man den Film fast schon als Oneman-Show bezeichnen, denn die anderen Charaktere stehen allesamt ziemlich weit im Hintergrund oder sind einfach nur zweckdienlich, wenngleich sie sehr gut besetzt sind und ihre Sache mehr als gut machen. Bei Jeff Bridges tut es mir sogar leid, dass er so wenig Screentime bekommen hat, denn er gibt einen fantastischen Bösewicht ab.


Neben den Charakteren und der Komik darf die Action in einem solchen Film natürlich auch nicht zu kurz kommen. Nun, wahnsinnig viel hat man nicht unbedingt gesehen, aber das Gesehene hat durchaus gefallen. Ich würde sagen, vom Actiongehalt wurde hier ungefähr so viel, wie beim ersten X-Men Streifen geboten. In erster Linie wurden die Personen vorgestellt, danach kam erst die Action. Aber egal, denn auch zwischen den hervorragenden Kloppersequenzen wird der Film zu keiner Minute langweilig. Nebenbei erwähnt muss ich dem Film auch hoch anrechnen, dass auf Wackelkamerafahrten größtenteils verzichtet wurde. Meist klare und trotzdem dynamische Einstellungen sorgen am Ende eben doch für mehr Spaß bei Actionsequenzen!!!
Dazu gesellt sich übrigens noch ein erfrischender Score, der mal nicht aus einem pompösen Orchester oder völlig unpassender Möchtegern-Schrömmel-Musik besteht. Passende E-Gitarren - nicht zu hart, nicht zu weich - unterstreichen die Erlebnisse des Iron Mans. Vermisst habe ich eigentlich nur einen prägnanteren, eigenen Theme für die Hauptfigur, sonst war die Mukke aber sowas von super!


Fazit:
Iron Man gehört für mich zu den bisher besten Marvel-Verfilmungen. Neben dem etwas anderem Thema weit ab vom perfekten Helden mit angeborenen Superkräften hat mich vor allem die gesamte Machart des Films und natürlich der Hauptdarsteller überzeugt. Zum einen nimmt der Film sich durch die viele Komik etc. selber nicht all zu ernst und zum anderen hat man mit Robert Downey Jr. einen absoluten Glücksgriff gemacht. Ohne einen solchen Charakterschauspieler wäre der Film längst nicht so gut geworden. Sofern die Gerüchte Stimmen und Downey bereits für zwei weitere Teile unterschrieben hat, kann man sich auf die Fortsetzungen freuen. Dann aber auch bitte mit dem selben Team und mehr Action! Wie auch immer: Iron Man kriegt lockere Fünf Zimbelaffen! Ja, 5 Stück, weil ich gestern so verdammt gut unterhalten wurde und weil der Film einfach nur ROCKT! Da können sich die X-Men und die anderen Quacksalber mal ne Scheibe von abschneiden.



PS: Dieses Review verfolgt selbstverständlich nicht den Anspruch in irgendeiner Weise eine objektive Betrachtung des Gesehenen wiederzugeben. Der Text ist rein subjektiv verfasst und wenn sich jemand den Film voller Vorfreude anschaut, obwohl in das Thema gar nicht interessiert/anspricht/etc. und den Blog nach dem Kinobesuch für so eine bescheuerte Rezension verflucht, dann ist mir das völlig egal! ;)

1 Kommentar:

chewieee hat gesagt…

3 unvergessliche Szenen:
1. der Privatjet mit der ausfahrenden Metallstange für die an bordbefindlichen Stewardessen/Stripperinnen
2. Tony Stark hält eine Pressekonferenz aufm Boden sitzend und isst einen Cheeseburger von BK
3. erster Flugversuch mit 10% Schubkraft :D
4. alle Mono-/Dialoge von Stark mit seinen Maschinen
5. hm... sagte ich 3?