Trash-Umfrage


Der Zimbelaffe hat 1000 Academy-Studenten gefragt, welche Trashgranate als nächstes geguckt werden solle, und nach dezenten Umfrage-Pushens durch gewisse Individuen kamen wahnwitzige 146 Stimmen zusammen. Jaja, ich weiß, dieser Satz ergibt keinen Sinn... die Umfrage aber genau so wenig. Nun ja, was solls.

Jedenfalls hat sich folgendes Ranking ergeben:
Platz 1 geht an direkt an zwei Kandidaten die sich bei mit 68 Stimmen nach oben geschossen haben. Es handelt sich dabei um "Robo Vampire" und "Death Race 2000".
Übrigens hat mein DVD-Laufwerk bei dem Versuch, Screenshots von Robo Vampire zu machen, den Geist aufgegeben und sich in Jehnseits verabschiedet... ohne Scheiß!




Platz 2 geht an den großartigen "Doc Savage" und Platz 3 geht an die Invasoren aus dem inneren der Erde oder auch anders ausgedrückt, an den "Super Inframan"!



Wenn ich irgendwann die Tage mal besoffen genug sein sollte, einen der Filme (besonders RV) auf Platz 1 zu gucken, werde ich es bestimmt auch irgendwie schaffen, etwas darüber zu schreiben. Nun ja, wenn Deutschland heute abend die EM gewinnt, wird es bestimmt schneller dazu kommen, als mir lieb ist...

Neulich an der Videobar...

...entdeckte ich diese wunderbaren Zusammenschnitte. Es gibt verdammt viele "Best Movie Blabla's" aber diese beiden stachen aus den anderen heraus. Wirklich nett anzusehen und außerdem machen sie Lust auf mehr. Mal wieder "City Cobra" gucken oder "Ronin" oder vielleicht doch lieber nochmal "Dirty Harry" oder "Leathal Weapon"?? Bevor ich weiter darüber nachdenke, guck ich mir lieber nochmal die beiden Vids an!




Zitat of the Moment:


"Deine Mutter hat meinen Hund gegessen!" - "Noch nicht ganz." - Paquita Maria Sanchez & Lionel Cosgrove (Braindead)

Wird auch langsam Zeit...

Der ein oder andere hat bereits davon Wind bekommen. Die Kult-Spieleschmiede Blizzard hat seit Anfang der Woche jeden Tag ein neues Teaserbild zum Besten gegeben, um ihr neues Projekt, welches Sie heute auf der Blizzard World Wide Invitational 2008 in Paris enthüllen wollen, zu umwerben. Es wurde wild in den Inernetforen spekuliert, um was für ein Spiel es sich handeln könnte. Ist es das bereits angekündigte Starcraft 2? Die Augen die am dritten Tag auf den Teaserbildern zu sehen waren, sprechen für Protoss. Oder vielleicht doch ein weiteres Add-On zu World of Warcraft? Die besagten Augen könnten auch von einem Lich stammen. Wobei dies ja ebenfalls bereits angekündigt wurde. Oder handelt es sich dabei um eine Neuauflage von Blackthorne (Download) oder gar den Lost Vikings (Download) (hehe, dass wäre was feines xD)?

Naja, um es kurz zu machen: Es wurde Diablo III angekündigt. Ich jedenfalls freue mir nen Ast ab. :D







Und hier habe ich auch direkt mal en paar absolut frische Bilder vom Spielgeschehen.





Wenn ihr euch noch nen viel größeren Haufen an Pics vom neuen D3 anschauen wollt, kann ich euch DIESE Bildergallery nur empfehlen!
Zusätzlich zu den Bildern gibt es hier drei super Videos. Einen Cinematic- (50 MB), einen Gameplay- (800 MB) und einen Artwork-Trailer (90 MB). Guckt euch die Videos am Besten im Stream an. Der Download gestaltet sich über das Blizzard-p2p-Netzwerk als etwas langwierig.


Euer oller Onkel Ashley wird sich nun langsam aber sicher, nachdem er sich lange genug an den Bildern und Videos ergötzt hat, nen Schrein für Diablo III zusammenzimmern, und seinen Immortal King Stone Crusher Hammer polieren, damit er einer der ersten seien wird, der Diablo einen Scheitel ziehen kann! Wir sehen uns dann in der Hölle! :>

Navy Seals

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Release: 1990

Was macht man(n), wenn er zu viel Testosteron im Körper hat, schießwütig ist und sich für den coolsten Macho auf Erden hält? Genau, er geht zu den Navy Seals, die beste, schnellste überhaupt absolut geilste Eingreiftruppe beim amerikanischen Militär, ach quatsch, der ganzen Welt! Hier kann jeder ordentlich sein Ego raushängen lassen, coole Sprüche drücken und seinen gestählten Körper in hautenge Taucheranzüge pressen. Denn die Navy ist nicht nur ein Job, die Navy ist ein Abenteuer und bietet viel Spaß für alle, die o.g. Eigenschaften erfüllen.

Und genau dazu zählen sich auch die beiden Spaßkanonen Lt. James Curran (Michael Biehn - "Terminator", "Planet Terror") und Lt. Dale Hawkins (Charlie Sheen - "Hot Shots", "Platoon"), wobei Curran der kühlberechnende Anführer der kleinen Truppe und Hawkins der leicht lebensmüde Draufgänger mit nervösen Zeigefinger ist. Mit dem Rest der Truppe sind beide gut befreundet und so verwundert es auch nicht, dass sich alle zusammen zur Hochzeit ihres Gruppenkollegen treffen. Doch von der Hochzeit wird der ganze Haufen per Pieper überraschend zu einem Einsatz gerufen. Mit den platten Worten "Ich ruf dich später an" verlässt der angehende Bräutigam seine Frau und wenig später tauchen die Seals irgendwo im Nahen Osten auf, um ein paar gefangene Amerikaner rauszuhauen. Dabei werden auch zufällig ein paar fette LAW-Raketenwerfer entdeckt. Hals über Kopf reist man mit den Verletzten ab und jagt von nun an hinter den Raketen und dem Anführer irgendeiner fiesen Terrorgruppe hinterher.

Da diese Handlung den gesamten Film aber nicht tragen kann, wurde noch ein bißchen Story um die Charaktere zusammen gebastelt. So trifft man sich zum reichlich Quatsch machen auf einem Golfplatz, Curran und Hawkins graben eine Jornalistin an, die Kontakte zum Terrorgruppenanführer hatte oder man fährt mit Fahrrädern hinter einem Abschlepptransporter her, weil das eigene Auto hops genommen wurde. Klar, dass man bei einer solchen Gelegenheit einfach auf den Hänger springt und entspannt runterfährt.



Was ich eigentlich mit den letzten Sätzen sagen wollte ist, dass die Raketen-und-Terrorbekämpfungshandlung eher im Hintergrund steht. Während man die Ermittlungen so nebenbei führt, wird das Leben der Seals in den Vordergrund geschoben. Dabei sind die Einsätze quasi die Highlights der Männer, in denen sie ordentlich den Macho raushängen lassen dürfen und zeigen können, was sie alles drauf haben. Überhaupt wirkt "Navy Seals" wie eine Art Werbefilm für die Navy. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass Charaktere und Inszenierung völlig klischeeüberladen und heroisch triefend darher kommen und sich viele andere Filme dieses Prinzip abgeschaut haben. Insgesamt kommt aber keine Langeweile auf, denn Lewis Teague, der Regisseur, fand einen guten Mix aus Action und Leerlauf.

Schauspielerisch tun sich alle allerdings nicht viel. Micheal Biehn spult souverän seine Rolle runter, kommt dabei aber wie immer symphatisch rüber und gibt somit den geborenen Leader der Seals ab. Überhaupt finde ich es schade, dass seine Karriere nie so richtig in Fahrt gekommen ist. Charlie Sheen hat mit seiner aufgedrehten Art und den überklugen Sprüchen ein bisschen was von Topper Harley aus Hot Shots an sich und ist immer kurz davor, dass er anfängt zu nerven. Der Rest ist größtenteils nur dazu da, damit man ein komplettes Team zusammen hat, in dem Jeder einen coolen Spruch raushauen darf.


Aber kommen wir lieber mal zu dem Teil des Films, um den es sich neben den Werbeeinlagen hauptsächlich dreht: Die Action. Ob in Beirut, irgendwo im nahen Osten oder einfach nur auf dem Golfplatz mit Kollegen: Überall werden dem Zuschauer ein paar nette Stunts geboten. Gerade der letzte Einsatz im erwähnten Beirut hat fast kein B-Movie-Charakter mehr. Die Kulissen sind zwar vorher schon sehr authentisch, aber dieser abschließende Straßenkampf ist der Wahnsinn. Dreckig, fies und unbarmherzig! Gestorben wird dabei auf beiden Seiten und sowohl die bösen Terroristen (natürlich viel, viel mehr), als auch die Seals (natürlich nur ein paar) verlieren Leute im ausufernden Kugelhagel. Schade fand ich allerdings, dass es den Sniper mit dem Codenamen "God" (Bill Paxton) erwischen musste... okay, er war eigentlich unnütz, bis auf seinen Auftritt mit den Scharschützengewehr. Per Infrarot rotzte er seine Gegner durch Meterdicke Wände weg! Ansonsten muss noch bemerkt werden, dass Wert auf halbwegs korrekte Waffenhandhabung und sogar ein bißchen auf Taktik geachtet wurde. So trotten die Seals auch nicht aufrecht stehend und locker aus der Hüfte ballernd wie Halbstarke Affen gemächlich durch die Krisengebiete, was ich persönlich sehr erfrischend fand.

Fazit:
Fans von Propagandafilmen werden "Navy Seals" auf jeden Fall lieben! Alle anderen sollten die Finger davon lassen. Was hier betrieben wird, ist reine Werbung für die Navy und das amerikanische Militärsystem. Dabei sind die Seals immer die besten der besten der Allerbesten, die immer ganz alleine irgendwo unterwegs sind, um die Welt zu retten. Als Genrefan kriegt man hier eine kleine Perle des Actionfilms zu sehen, bei dem man sich entspannt zurücklehnen kann und sein Hirn die nächsten 100min. nicht mehr benutzen braucht. Beim Geballer wirkt alles sehr authentisch, die Explosionen sind groß, die leergeschossenen Magazine reichlich und die Oneline richtig dick auftragen. Reinrassiges Macho-Actionkino auf den Pfaden der 80iger! 4 Logos!!!

Die Vergelter

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Originaltitel: Armed Response
Release: 1986

Im Klappentext der DVD heißt es:
"Eine Gewalttätige Welt skrupelloser Gangster regiert über die chinesische Unterwelt von Los Angeles. Inmitten der Neonreklamen und der Touristenmassen liegt das Mimosa Cafe. Es wird von einer stolzen Familie von Kriegsveteranen geleitet. Burth North , ein barscher alter Mann, der in der Erinnerung seiner Kampfeinsätze im zweiten Weltkrieg lebt , überlässt seinen Söhnen Tommy und Jim, die noch unter den psychischen Folgen des Vietnamkrieges leiden , den größten Teil der Arbeit."

Tja, diese Infos sind milde ausgedrückt Big Bullshit! Danke, Herr Klappentext, setzen, sechs! Nur mal so nebenbei bemerkt, weil es ne echte Frechheit ist, so einen nichtssagenden Text hinten auf ne DVD zu knallen!

Um die Handlungsbeschreibung halbwegs richtig wiederzugeben:
Oberboss Tanaka hat ne Jadestatue, die ihm prompt geklaut wird, die er allerdings als Versöhnungsgeschenk an die Triaden abgeben wollte. Er beauftragt zwei Privatdetektive (einer ist der Sohn Clay Roth) damit, die Statue von den Dieben freizukaufen. Doch sein Partner Cory denkt sich, warum die Kohle nicht selber behalten. Schließlich ist sowohl Geld, als auch Statue weg und nachdem Cory die Schuld der restlichen Familie Roth in die Schuhe geschoben hat, ist die Kacke erst richtig am Dampfen. Tanaka, der davon ausgeht, dass die Roth' sowohl die halbe Mille als auch die Statue haben, tut alles, um beides wiederzubekommen. Klar, dass das David "Kwai Chang Caine" Carradine und Lee "Sabata" van Cleef nicht auf sich sitzen lassen können. Ausgerüstet mit allerhand Kriegsspielzeug, was glücklicherweise aus Vietnam mitgebracht wurde, ziehen sie gegen Tanaka in den Krieg!


Keine Ahnung, was ich erwartet habe, aber bestimmt nicht solch einen unterhaltsamen Trashactioner. Nicht nur das die Handlung teilweise zum Haareraufen ist, auch die Darsteller sind göttlich. David Carradine zeigt sich mal wieder von seiner besten Seite, grinst bei zwischenmenschlichen Beziehungen nur debil und gibt ab und zu ne Gesichtkirmes zum besten, wenn ihn mal wieder böse Vietnamerinnerungen quälen. Lee van Cleef dagegen hat diese Rolle wohl wirklich nur noch zur reinen Altervorsorge angenommen. Zwar agiert er gut gelaunt, aber die meiste Zeit des Films sitzt er an der Theke der Bar und lässt sich volllaufen, verprügelt ein paar Punks oder gibt Oneliner zum besten. Die beiden als Vater-Sohn-Duo bei ihrem ganz persönlichen Rachefeldzug zuzusehen, ist jedenfalls köstlich!

Lustig ist noch Michael Berryman (The hills have eyes) zu erwähnen, der hier als Ninja-Glückskeks-Killer in Erscheinung tritt und ein dicken, sehr verwirrenden Smilie-Button auf der Brust hat. Alle anderen Schauspieler braucht man nicht weiter zu erwähnen. Die meisten können in etwa so viele Emotionen zeigen, wie ein Päckchen Kieselsteine, was natürlich nicht schlimm ist, da dies meistens zur allgemeinen Erheiterung beiträgt.

Was mich allerdings in erster Linie an den Film gefesselt hat, war dieser typische, unnachahmliche Flair der 80iger. Schon am Anfang kommen die Namen der Darsteller in rotleuchtenden Buchstaben mit einem "ZWUSCH" ins Bild geflogen, dazu gibt es kernige Synthie-Mukke. Überall strahlenende Neonreklamen, die schmuddelige Bar, Verfolgungsjagden, reaktionäre Oneliner und Klischees über Klischees unterstützen die Atmosphäre zusätzlich! Die Action kann sich für ein Film dieses Kalibers ebenfalls sehen lassen. Ein paar Shootouts hier und da, bei denen selbstverständlich niemand ernsthaft in Deckung gehen muss, oder auch mal ein paar Explosionen sorgen für den nötigen Schwung und tragen den Film locker über die kurze Laufzeit.

Fazit:
B bis Z Regisseur Fred Olen Ray zaubert hier Trash-Action vom Feinsten aus der Krabbelkiste. Alle Darsteller sind richtig gut aufgelegt, auch wenn ich es ein bißchen bescheuert fand, dass Carradine sein Vietnamsyndrom ausgerechnet gegen Japaner im Stadtjungelkrieg verarbeiten muss. Wahrscheinlich hat sich Regisseur Olen Ray gedacht "Die sehen eh alle gleich aus und auf irgendwas muss man ja schließlich ballern." Naja, is ja auch wurscht. Fakt ist, dass "Armed Response" herrlich sinnfreies Actionkino für einen vergnüglichen Abend ist. Das die einzige deutsche DVD geschnitten ist (Schnittbericht gibts HIER) sollte den Genrefan nicht davon abhalten mal einen Blick zu riskieren. Ich sach ma, 4... ne, vielleicht doch nur 3 (sehr, sehr gute) Köppe!

Army of Darkness meets japanese

Ich muss ehrlich sagen, ich verstehe absolut nicht warum die Japaner alles immer so abartig bunt machen müssen. Sei es in ihren Gameshows, wo man sich eher alle Knochen bricht, als würde man von en Nashorn attackiert werden, welches man dabei gestört hat als es sich ein Loch buddeln wollte, in welches es seine Eier ablegen kann (oder was auch immer diese Tiere machen*hust* ;D). Selbst vor Werbung machen sie keinen Halt. Die klugen Köpfe in der Werbeabteilung haben sich wahrscheinlich gefragt: "Sollen wir normale oder, besser gesagt, vernünftige Werbung kreieren?" Die Frage wurde, wenn man sich die Werbung anguckt, mit en klaren NEIN! abgefertigt. Es muss alles grauenvoll bunt gezeigt werden, mit lustigen Personen die allem Anschein mehr als nur motiviert (und teilweise wie vom Klingonen gebissen) durch das Bild springen, sich wie kleine, unschuldige Blumenkinder freuen und irgendwelche Informationen schnellsprechend von sich geben, sodass selbst Scatman John einen Schock erlitten hätte. Es hätte nicht alleine daran gelegen weil die Herren da aus der Werbung schneller sprechen können als er es je konnte. Nö. Aber ihr wisst was ihm den Rest gegeben hätte. Genau! Die irren, vielen Farben!

Bis heute soll mir das alles recht egal gewesen sein. Solange sie sich ihres Lebens erfreuen, ist alles wunderbar. Jedoch musste ich gerade eine verabscheuende Entdeckung machen. Es brach mir das Herz als ich ein Kinoposter von einen meiner Lieblingsfilme so entstellt wiederfand: Army of Darkness auf japanisch getrimmt...



Warum tut man einem solchen Meisterwerk so etwas an? Warum sieht man im Hintergrund Delfine, und aus welchen Beweggründen springt einer von denen durch einen Kleiderbügel? Oder was wollen uns die Schöpfer dieser Kreation mit dem glatzköpfigen Herrn sagen der ein "Moooonn" von sich gibt? Und was zur Hölle will Ash mit eingefärbten Broten anfangen? Den Deadites vielleicht damit so lange auf en Kopp rumkloppen bis denen die Breche hochkommt und die auf en Gedanken kommen, lustig bunte Gameshows zu moderieren, wo man sich eher die Knochen bricht, als bei dem Versuch nen Grizzly den neuen Saug-O-Mat HELL 3ooo Staubsauger zu verkaufen?

Der Onkel Ashley ist mit en Nerven am Ende. Ich schaue mir nun Army of Darkness an, mit viel lecker Bier um dieses Bild des Schreckens zu vergessen, und direkt danach werde ich nen Grizzly den HELL 3ooo andrehen. Schönen Abend noch.

P.S.: Habe mehr ungewollt als gewollt rausgefunden wie der Titel übersetzt heißt, der sich über mein Alter Ego befindet:
Kapitän Supermarkt...
Ich bin einfach nur sprachlos...

WANTED!



Ey Junge, die 80er sind am Telefon.
Die wollen ihre Frisur zurück! :D

Ich weiß, dieser gutaussehende Herr kursiert bereits länger im Netz, aber ich werde immer wieder aufs neue amüsiert wenn ich den Text lese und dann noch die Visage von besagtem Typen sehe. Darum wollte euer Onkel Ashley euch dieses Erlebnis nicht vorenthalten. Einfach durch und durch köstlich!
Zitat of the Moment:

"Er zaubert Wuselzöpfe auf die Köpfe der Geschöpfe!"- Stoney Brown (Steinzeit Junior)

Nachdem ich zu dieser Aktion quasi genötigt wurde, auf der Arbeit nichts los ist, Pause habe und zudem nicht weiß was ich machen soll, habe ich mir gedacht ich gebe direkt heute mein erstes Zitat of the Moment zum Besten! Angefangen habe ich mit Steinzeit Junior, weil dieser Film sehr gut die heutige Jugend wiederspiegelt. Gemein, rücksichtslos und verfressen. ;D

Zitat of the Moment:

"Gleich verpass ich dir eine, da spuckst du ne Woche lang Zähne!" - Burt Roth (Lee Van Cleef in "Armed Response")

Last Man Standing

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Release: 1996

Bruce Willis spielt einen Gangster ohne erwähnte Vergangenheit mit dem selbstgewählten Allerweltsnamen John Smith, der irgendwann um 1920 rum auf seinem Weg nach Mexiko in dem kleinen Kaff Jericho anhält. Eigentlich nur ein Ort, um kurz zu tanken oder schlimmstenfalls zu übernachten, doch die Dinge sollen sich für Smith anders entwickeln. Denn schnell erfährt er, dass zwei Banden die Stadt beherrschen uns sich auf den Tot nicht ausstehen können. Außerdem gibt es einen käuflichen Sheriff, redseelige Nutten, geschmierte Mexikaner und jede Menge mieser Schurken. Seiner Intuition folgend, versucht Smith durch ein paar Manöver, die beiden Gangs auszuspielen und so das schnelle Geld zu machen.


Die meisten dürften diese Story noch am ehesten von "Für eine Hand voll Dollar" kennen, denn Walter Hill schuf mit "Last Man Standing" ein brillantes Remake des Klassikers mit Clint Eastwood. Walter Hill, dieser Name war in den 80igern hinter vielen Actionstreifen zu finden. Er selbst führte Regie bei "Nur 48 Stunden", "Ausgelöscht" oder "Red Heat" und schrieb an Drehbüchern von "Gateway" oder "Aliens - Die Rückkehr". Kurz: Ohne Walter Hill wären die 80iger heute nur die Hälfte Wert! Hinzu kommt, dass Hill ein bekennender Westerfan ist und genau das und seine Erfahrungen im Actionsektor merkt man "Last Man Standing" sofort an. Schon mit der ersten Szene fühlt man sich wie in einem modern Western, alles ist nur ein bißchen vergammelter, dreckiger, sandiger, die Sonne ist heißer und der Boder ausgetrockneter. Und mitten drin ist der Monologführende, stets mürrisch guckende Bruce Willis. Zusammen mit einem markigen, dreckigen Score kommt sofort Atmosphäre pur vom ersten Moment an auf.


Klar ist auch, dass Bruce als heruntergekommener Antiheld die Sympathien sofort auf seiner Seite hat. Seine ohnehin schon coole und kaltschnäuzige Art wird mit der Rolle des John Smith auf die Spitze getrieben und gerade die Monologe sind an Coolness fast nicht mehr zu überbieten. Neben den vielen anderen Schauspielern (alle passend besetzt) muss man Christopher Walken als Hicky (mal wieder) besonders erwähnen. Der Kleiderschrank spielt natürlich einen Psychopath wie er im Buche steht und wie immer macht es einfach nur Spaß, dem Mann bei seiner (Drecks-)Arbeit zu zusehen. Schade nur, dass er so wenig Screentime bekommen hat.


Zu guter letzt bleibt neben der Handlung eigentlich nur noch etwas zur Action zu sagen. Die ist, wie zu erwarten, Spitzenklasse! Vor allem gibt es handwerklich genial umgesetzte Shootouts zu bestaunen, bei denen Bruce seine Agilität mit zwei 1911er Colts zeigen darf. Schön altmodisch und trotzdem äußerst erfrischend setzt Hill dabei jeden einzelnen Schusswechsel perfekt in Szene. Dabei legt er jedoch kein Wert auf Spannung, wie es beispielsweise Leone getan hat, sondern lässt Smith meistens in wilder Brutalität wüten. Vor allem das Finale ist dabei so Munitionsverschwendend, das man sich fragt, wo Smith die ganzen Magazine immer hernimmt, hinterlässt dafür aber auch staunende Gesichter.

Fazit:
Walter Hill schuf mit "Last Man Standing" einen Neo-Western der Güteklasse A+! Bruce Willis verkörpert den brutalen Anti- und Revolverheld, der doch irgendwo noch einen Funken Anstand hat, perfekt und Christopher Walken glänzt wie immer der Rolle eines Wahnsinnigen. Die Story ist alt hergebracht, aber dank Hills leichten Variationen kommt auch wegen der Erzählweise nie Langeweile auf. Die ausufernden Actionszenen tun ihr übriges, um diesen Film endgültig auf 5 Köppe zu hieven!!!

DVD-CHALLANGE - Hall of Fame

Hey ho! Zwei Monate sind mal wieder rum, aber so viel hat sich bei der DVD-Challange gar nicht getan. Deshalb fällt die Liste leider nicht ganz so lang aus. Ein paar interessante Filmchen waren dennoch dabei und mit Sicherheit wird irgendwann demnächst ne Rezension zu einem der Gewinnerstreifen folgen!


  • 15.04.2008 The Marine --- Ashley J. Williams
  • 27.04.2008 Rambo III --- Doc Savage
  • 29.04.2008 Anchorman --- Ashley J. Williams
  • 06.05.2008 Planet Terror --- Lord
  • 24.05.2008 Hitman --- (Ines)

Und damit bleibt das Ergebnis quasi unverändert... Mr.Williams liegt mit 5 Siegen weit in Führung, gefolgt von Lord mit 2 Treffern und die restlichen Teilnehmer sind (bisher) eigentlich nicht erwähnenswert.

Wir sind gespannt, ob Mr.Williams seinen Siegeszug bald weiter ausbauen kann oder ob der König von 2007 in den folgenden Monaten doch endlich mal geschlagen wird! :-)

Zitat of the Moment:

"Ich hatte sie ja gewarnt... kauf keinen Pudel... nen deutschen Schäferhund hätt ich nicht aus dem Fenster werfen können, verstehn sie?" - aus Exit Wounds

The Patriot

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'Every second counts.'
Release: 1998

Neues aus dem Land des Umweltschutzes: Lord Steven rettet Dorf vor fiesem Virus!S

Steven Seagal ist Dr. Wesley McClaren, ein Ex-CIA/FBI/Geheimdienstler mit einem Doktortitel in Biologie und übermenschlichen Nahkampffähigkeiten, der in seiner Vergangenheit Biowaffen für die USA entwickelt hat (natürlich zum Schutz des Vaterlandes) und mittlerweile im Ruhestand ist und für den Umweltschutz kämpft, weil er gemerkt hat, dass seine Forschung doch nicht so wirklich für den Weltfrieden eingesetzt wurde.
Irgendwo mitten im Nirgendwo hat er sich zusammen mit seinem alten Kumpel und seiner Tochter eine schnuckelige, kleine Existenz als Rancher und Dorfarzt aufgebaut. Aufopferungsvoll kümmert er sich um Pferdeviecher und Mitmenschen, die auch gerne mal zu teure Medikamente mit Handwerklicher Arbeit bezahlen dürfen. Doch die Idylle soll schnell gestört werden. Der Obermacker einer Gruppierung militärischer Glaubenskrieger bekommt ein tödliches Virus in die Hände, was natürlich von McClaren mitentwickelt wurde. Da das Virus wie gesagt tödlich und damit äußerst gefährlich ist und da Mr. Badguy selbstverständlich nicht damit umgehen kann, kommt es wie es kommen muss: Das Zeug wird freigesetzt.

Selbst nicht im Besitz eines Gegenmittels, nimmt die Gruppierung kurzerhand das Dorfkrankhaus in Beschlag. Das wiederum ruft McClaren auf den Plan und er erklärt den Ganoven kurzerhand den Krieg. Nebenbei fängt er an, mit einer indianischen Kollegin in seinem alten Geheimlabor in den Rocky Mountains nach einem Gegenmittel zu suchen. Die Lösung, um es kurz zu machen, ist schlichtweg doof. Mit den Badguys wird kurzer und teilweise ziemlich harter Prozess gemacht und am Ende darf Dr. McClaren's Tochter freudestrahlend und glücklich mit einem jungen Pferdchen spielen.

Wenn das nicht mal zu den schäbbigsten DVD-Menüs gehört, die ich kenne... geht gar nicht! ^^°

Man merkt es vielleicht schon, „The Patriot“ hat mir nicht ganz so gut gefallen. Steven Seagal als Ökodoktor in weiter Flur im Kampf gegen Killerviren kann einfach nicht gut gehen. Und dabei steckt hinter "The Patriot" ein Budget von über 35 Million Dollar. Ich frage mich ernsthaft, wofür die ganze Kohle draufgegangen ist, denn vor allem an Action, die sonst immer so groß in des Lords Produktionen geschrieben wurde, mangelt es erheblich. Gerade mal zwei schickere Szenen gibt es zu sehen und selbst die können, obwohl blutig, nicht überzeugen. Dazwischen plätschert die Story tempolos dahin und so verkommt der Streifen schnell zu einer Art Ökothriller, in dem auf Teufel komm raus versucht wurde, Seagal Schauspielerische Leistungen zu entlocken.
Kann nicht gut gehen, ist es auch nicht... Seagal ist eben ein Actionheld, der seine Handkanten und nervösen Zeigefinger sprechen lässt, anstatt einen auf Landarzt zu machen!

Badguy und Blüten-Wurf-Helikopter: Beide sehen doof aus...

Fazit:
"The Patriot" kann man ganz gut an den Niedergang Seagals Karriere bezeichnen. So viel Budget, so wenig Potential, dass ist ziemlich ernüchternd. Dazu kommt dann noch die Actionarmut und tempolose Inzenierung, die den Film zu einem Kinounwürdigen Streifen verkommen lassen. Und dann die ganze Zeit diese versteckten Ökophilosophieren... nee, dann lieber nochmal "Alarmstufe: Rot" oder "Zum töten freigegeben" gucken. Trotz allem noch 2 Köppe, weil in Steven's Filmografie noch viel dickere Dinger zu finden sind.





PS.: Das Lexikon des Internationalen Films schreibt dazu: "Einmal mehr rückt der schauspielerisch untalentierte Steven Seagal in die Rolle des Heilsbringers, der seine schlagkräftige Rolle durch homöopathische Dosen esoterischer Binsenweisheiten vollends unerträglich macht. Unterm Strich ein handelsüblicher brutaler Actionfilm mit unzähligen Kampfsequenzen." Okay, ehm, ja, okay soweit, bis auf die nicht vorhandenen unzähligen Kampfsequenzen.

Missing in Action Teil 3

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Release: 1988

Aller guten Dinge sind Drei! Braddock is Back in Vietnam - diesmal allerdings, um seine tot geglaubte Frau, seinen unbekannten Sohn und einen Haufen Vietnamesisch-Amerikanische Kinder aus der Unterdrückung eines bösen Generals zu retten. Selbstverständlich muss er alles auf eigene Faust durchführen, denn der amerikanische Geheimdienst ist natürlich zu feige für solche Arten von Einsätzen. Das ganz klingt nicht nur nach dem ersten Teil, sondern ist bis auf ein paar Ausnahmen quasi ne Plotkopie. Alles, was noch so um den Plot herumgebastelt wurde, tut eigentlich nichts zur Sache.

Braddocks TurboMG/Granatenwerfer des Todes!


Für alle, die es noch genauer haben wollen: Anfangs ist Braddock noch in Vietnam, wo gerade die Amerikanische Botschaft gestürmt wird. Er will seine Frau abholen, doch die zieht auf eigene Faust los. Durch einen dummen Zufall hält er sie dann für tot. Ein paar Jahre Später zu Hause erfährt er, dass sie doch noch lebt und kehrt nach ein paar Scharmützeln mit dem US Geheimdienst nach Vietnam zurück. Relativ schnell findet er seine Frau und muss feststellen, dass er einen Sohn hat (der ihn natürlich hasst). Dann kommt auch schon der böse General und die Folterei und anschließende Flucht beginnt. Dabei darf Braddock ein Turbinenbetriebenes Miniboot, ein MG mit angehängten Granatwerfer, diverse Sprengstoffe, durchlöcherte Flugzeuge und jede Menge Genickbrüche ausprobieren.

Natürlich ist die Handlung wieder nicht gerade was für Menschenrechtler. Wie aus den ersten beiden Teilen bekannt, sind alle Schlitzaugen fiese Möppen - allen vorran der ständig angepisste und überaus cholerische General - und die Amerikaner bzw. die amerikanisch-vietnamischen Kinder aus dem Krieg sind ehrenvolle Helden bzw. unschuldige Engel. Dem Genrefan ist das (ich befürchte, ich wiederhole mich schon wieder) alles völlig egal, denn man hat ihr ein Relikt aus dem Hause Cannon vorliegen und damit einen reinrassigen Actionfilm, was in diversen Szenen eindrucksvoll bewiesen wird. Dabei ist alles etwas ausufernder und übertriebener als in den Vorgängern. Braddock scheint noch härter, gnadenloser und unkaputtbarer zu sein, auch wenn er am Ende fast an seine Grenzen stößt. Leider ist in der ersten Hälfte nicht all zu viel los. Die Anfangsszenen können mit ihren Bildern zwar überzeugen, aber die Actionarmut zieht sich trotzdem noch bis in die zweite Hälfte des Films.

Links rein, alles abknallen, rechts raus - Braddock wütet!


Zu Chuck Norris brauch ich glaub ich nix mehr sagen. Die Rolle ist ihm einfach auf den Leib geschrieben. Im Gegensatz zu Teil 1 und 2 ist er diesmal allerdings noch etwas machomäßiger drauf. Auch seine trockenen Oneliner kommen gezielter und cooler daher (wenns auch nur wenige sind). Was dagegen wirklich genervt hat, war dieser dämlicher Versuch, Braddock durch seinen Sohn irgendwie Emotionen abzuringen. Chuck Norris ist mit seinen Schauspielkünsten damit einfach überfordert, was dazu führt, dass die ganze Vater-Sohn-Beziehungskiste immer ein wenig Fehl am Platz/ im Film wirkt. Aber was solls, hauptsache Chucky darf hinterher zeigen, wo der Hammer hängt!

Fazit:
Bis auf ein paar Änderung ist der dritte Teil nur eine Kopie des Ersten. In Eigenregie ab nach Vietnam, Gefangene befreien, flüchten, unterwegs alles niedermähen. Auch die Vater-Sohn-Geschichte nervt ein bißchen. Trotzdem kann man dem Film seinen Unterhaltungswert nicht absprechen. Die Actionszenen sind ausufender, die Explosionen größer und Chuck Norris noch cooler, als in den Vorgängern. Natürlich ist der Film nur was für beinharte Genrefans, die werden dann aber bestens unterhalten, würd ich sagen! 4 Logos!





PS.: Ach so, ja, die Deutschen Versionen des Films (von Bootlegs mal abgesehen) sind um ca. 20min. gekürzt. Ich empfehle daher die Doppeledition mit Missing in Action 2 und 3 in einem. Hab das gute Stück mal auf einer Börse entdeckt. Hier ist der LINK zur Online Filmdatenbank.

Missing in Action Teil 2

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 1985

Neulich auf dem Pausenhof der Trash-Academy. Zwei junge Studenten, die gerade aus der Vorlesung "Mögliche Hirnschädigungen bei Unerfahrenen" kommen, unterhalten sich:

A: "Bor, ich hab mir letztens wieder Missing in Action angeguckt!"
B: "Chuck Norris, oder was?"
A: "Aber sowas von! Der rockt ja wohl die Scheiße fett, oder?!"
B: "Das kannste aber laut sagen."
A: "Weißte, was richtig klasse wäre?"
B: "Ne..."
A: "Missing in Action 2! Und zwar ein Prequel! Chuck Norris wird in Vietnam gefangen genommen und schmachtet mit ein paar Witzfiguren in einem Gefangenenlager im Jungel rum."
B: "Klingt gut! Und der Obermacker von dem Lager ist ein sadistisch veranlagter General oder Colonel, oder sowas."
A: "Genau. Aber Chuck Norris ist nicht klein zu kriegen."
B: "Natürlich nicht. Der böse General will nämlich ein Geständnis von dem haben, in dem Kriegsverbrecherei zugeben soll. Was Chucky natürlich nicht macht und somit foltert der General die anderen Gefangenen alle kaputt."
A: "Willst du vielleicht den General spielen, du Psychopath? Egal, und irgendwann entkommt Chucky dann und seine Rache wird ganz und gar furchtbar. Wir brauchen Explosionen und Geballer und, und, und einen Flammenwerfer und eine Brücke, welche den einzigen Ausweg aus dem Lager darstellt..."
B: "...von dem Abhang und dem Wasserfall und den Stromschnellen, den Stolperdrähten und Tretminen etc. mal abgesehen!"
A: "Genau!"
B: "Jou!"

Und so entstand "Missing in Action 2 - The Beginning" ein Jahr später (vielleicht wars auch anders, wer weiß :-) und Chuck Norris kehrte als Col. James Braddock in den Jungel Vietnams zurück. Um die Story ganz kurz zusammen zu fassen: Sein Helikopter wird bei einer Rettungsmission abgeschossen und sowohl die Heli-Crew als auch die Soldaten am Boden werden gefangen genommen. Dort werden die Männer ganze 10 Jahre hält von dem sadistischen Kommandant Yin eingekerkert. Dieser will Braddock mittels verschiedener Foltermethoden an ihm und seinen Leuten zwingen angebliche Kriegsverbrechen am vietnamesischen Volk zu gestehen - was Braddock natürlich nicht macht. Nachdem sich die Ereignisse überschlagen, flüchtet Braddock in den Jungel, will seine Männer aber nicht zurücklassen. Also besorgt er sich ein paar Waffen und zieht in einen persönlichen Krieg gegen Yin.

Das Leben ist kein Ponyhof.

Chuck Norris ist zurück in seiner Paraderolle und was noch viel besser ist, er kann in dieser Beziehung noch einen drauf setzen. Denn mit seinen zerzausten Haaren und Bart, den abgerissen Klamotten und leicht gebückter Haltung gibt er den perfekten Kriegsgefangenen ab. Die anderen Schauspieler auf der US-Army-Seite kannte ich zwar alle nicht, aber auch sie passen ziemlich gut in ihre Rollen. Besonders hervorzuheben ist noch Soon-Tek Oh (Kommandant Yin), der einen richtig schön fiesen und sadistischen Bösewicht abgibt.

Zur Handlung lässt sich eigentlich nur folgendes sagen: Zweckmäßig. Jungelfolter, Ausbruch, Rache sind die drei Akte dieses Films. Das man bei Cannon eine tiefsinnige Story aber nicht erwarten sollte, müsste jedoch hinreichend bekannt sein. Als Negativpunkt muss ich allerdings deutlich die Filmhälfte benennen. Der ganze Foltermist wird so extrem ausgereizt, dass auch der letzte Vollidiot das Thema "Wie bricht man Braddocks Willen am Besten" verstanden hat. Zu mal sorgt das auch für erhebliche Actionarmut weit über die Hälfte des Streifens und damit für zunehmende Langeweile (wenn man nicht gerade Spaß an dem Gezeigten hat). Dazu kommen die üblichen Klischees (Vietnamesen sind entweder Sadisten oder Huren und die GI's allesamt unschuldige Lämmer), die gut durchgekaut werden.

Dafür entschädigt dann aber die Action in der zweiten Filmhälfte. Nachdem Braddock ausgebüchst ist, fängt er auch sofort an, die Soldaten nacheinander zu dezimieren und alles möglich in die Luft zu sprengen oder abzufackeln. Zwischendurch ein paar locker aus der Hüfte abgefeuerte Salven aus seiner erbeuteten MP und der Actionfan ist wieder glücklich. Gerade Explosionen können sich durchaus blicken lassen und auch der Kampf zwischen Braddock und Yin ist richtig schick choreographiert. Da darf Chucky dann auch mal seine Martial Arts Künste auspacken und dem fiesen Mistkerl ein paar ordentliche Tritte und Schläge verpassen.

Fazit:
Gerade heraus herunter gekurbelt, ohne große Längen inzeniert und mit Schicker Jungeloptik versehen, ist Missing in Action 2 - The Beginning durchausehenswert. Gerade die Umgebung sorgt für reichlich Atomsphäre. Die Folterszenen sind zu ausschweifend geraten, dafür darf Norris hinterher so richtig schön Selbstjustiz üben, bei der jedem Menschenrechtsgelehrtem schlecht werden würde. Jedenfalls ist der Streifen alles, nur nicht politisch korrekt und damit (wie fast alles von Cannon) eigentlich nur für den wahren Genrefan ein Genuss! Alles in allem kommt der Film auf runde drei Logos, würd ich sagen.




PS.: Lexikon des Internationalen Films: "Fragwürdiger Film mit Szenen von physischer und psychischer Gewalt, die in ihrem Sadismus kaum zu überbieten sind." Ballerspaß für die ganze Familie!

Missing in Action

(Klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 1984

Nach Michael Dudikoff, eines der großen Aushängeschilder von Cannon, ist es doch eigentlich nur fair, sich nun dem Vernichter, dem Zerstörer, dem Mann mit dem tödlichen Bart, dem Gott mit dem TexasRanger Stern zu widmen: Chuck Norris!

Er besitzt mehr Führerscheine, Personalausweise und Kreditkarten als Max Mustermann. Er hat bereits bis Unendlich gezählt - zwei mal. Eigentlich ist er schon tot, aber Gott traut sich nicht, es ihm zu sagen.
UND er ist Col. James Braddock - US Army - und gerade frisch aus Vietnam zurück, wo er allerhand fiese Foltermethoden durch den fiesen Vietcong erleiden musste. Um es ganz kurz zu machen: Nach 10 Jahren kehrt er als Gast zu Verhandlungen mit der Vietnamesichen Regierung in das Land zurück und behauptet, dass es immer noch Kriegsgefangene geben würde, was von den Regierungsoberhäuptern natürlich riegeros abgestritten wird. Auf eigene Faust kämpft er sich in den Jungel und findet tatsächlich ein paar Überlebende. Jetzt muss die Gruppe nur noch unter starken Feuergefechten aus dem Jungel zurückkehren. Ein Kampf ums Überleben beginnt.

geile Szene: Chuck taucht mit der M60 aus dem Wasser auf und ballert einfach alles über den Haufen

Jeder (B-Movie)-Action-Schauspieler hatte in seiner Karriere eine Rolle, die ihm wie auf den Leib geschrieben war. Eine Paraderolle, in der er trotz fehlender schauspielerischer Fähigkeiten so glaubwürdig erschien, dass nur noch wenige Zuschauer was zu meckern hatten. Bei Chuck Norris war es ganz klar Colenel James Braddock. Patriotisch durch und durch, auf der Suche nach Kriegsgefangenen, ist er der Saubermann vom Dienst, der - nachdem er auch noch verschiedenen Kriegsverbrechen gegen das vietnamesische Volk bezichtigt wird - loszieht und dem durch und durch fiesem Vietcong ordentlich eins vor die Kauleiste gibt.
Okay, genug Norris-Huldigung. Einigen wir uns einfach darauf, dass er verdammt gut in die Rolle passt. Quasi wie Faust aufs Auge plus das gelbe vom Ei! Feddich!

Wie man oben vielleicht schon gemerkt hat, weißt der Film neben der überzogen amerikanischen Braddock-Figur ganz leicht rassistische Ansichten im Bezug auf Vietnam auf. Aber wirklich nur ganz leicht! ^^° Das Militär lügt entweder oder foltert alles und jeden zu Tode und Bangkok ist sowieso nur ein einziger großer Straßenstrich. Dazu kommt eine Handlung vom Reißbrett. Man packe schön viele Klischees und typische Elemente für einen patriotischen Film in einen Topf und heraus kommt eine 0815-Story, in der es aber dafür...

Die fiesen Möppen sollten besser schonmal in Deckung gehen und nicht so fies lachen!

...ORDENTLICH KRACHT! Denn trotz der vielleicht etwas kritisch zu betrachtenden Story, weiß der Regisseur Joseph Zito (Red Scorpion, Invasion USA) sein B-Movie-Budget ordentlich zu verwenden und lässt es daher an allen Ecken und Kanten so richtig schön fetzen. Dabei entstehen ein paar wirklich coole Szenen (besonders um Braddock noch heldenhafter darstehen zu lassen), die wirklich sehenswert sind. Leider - und das ist die Kehrseite der Budgetmedallie - kommt nach dem lecker anzusehenden Anfang lange Zeit nix mehr. Zwar darf Chucky zwischendurch ein paar fiese Schlitzaugen (darf ich das so Schreiben?) verprügeln und sich eine kleine Autoverfolgung liefern, aber so richtig zur Sache geht es erst wieder in der letzten halben Stunde, wo Braddock endlich die Kriegsgefangenen entdeckt hat und in Sicherheit zu bringen versucht.

Fazit:
Schicker B-Movie-Actioner mit (schon fast Legende) Chuck Norris in seiner Paraderolle, die er erst viel später vor den Texas Ranger ablegte. Zwar ist der Film schon etwas angestaubt und weißt zwischendurch immer wieder ein paar Längen auf, aber gerade Genrefans werden ihre Freude an dem Streifen finden. Denn genau die achten dann auch nicht so sehr auf die klischeeüberladene und platte Handlung, sondern wissen die säuberlich inzenierte Action und die "Ausstrahlung" des Hauptakteurs zu schätzen. Alle anderen werden wahrscheinlich irgendwann ne Hasskappe schieben, aber für die wurde so ein Film sowieso nie produziert. Lockere 4 Logos!




PS: Ach ja, was ich noch bei Wikipedia zu dem Film gefunden hab, war dieser Kommentar aus dem Lexikon des internationalen Films: "Die Story ist gespickt mit rassistischen Durchhalteparolen und von eindeutiger politischer Parteinahme bestimmt, wobei dem Zuschauer suggeriert wird, dass der Zweck die Mittel heilige. Ein menschenverachtendes Machwerk." Na wenn das nicht nach reinsassigem 80iger Jahre Actionkino aus dem Hause Cannon und damit nach ner Menge Spaß klingt!!!



PPS: Wer eine geradezu philosophische Rezension mit viel Hintergrundinformationen lesen will, der sollte sich mal bei den benzinsaufenden Himmelhunden (hier) umschauen. Sehr eindrucksvoll, die beiden Schreiberlinge!