Missing in Action Teil 3

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 1988

Aller guten Dinge sind Drei! Braddock is Back in Vietnam - diesmal allerdings, um seine tot geglaubte Frau, seinen unbekannten Sohn und einen Haufen Vietnamesisch-Amerikanische Kinder aus der Unterdrückung eines bösen Generals zu retten. Selbstverständlich muss er alles auf eigene Faust durchführen, denn der amerikanische Geheimdienst ist natürlich zu feige für solche Arten von Einsätzen. Das ganz klingt nicht nur nach dem ersten Teil, sondern ist bis auf ein paar Ausnahmen quasi ne Plotkopie. Alles, was noch so um den Plot herumgebastelt wurde, tut eigentlich nichts zur Sache.

Braddocks TurboMG/Granatenwerfer des Todes!


Für alle, die es noch genauer haben wollen: Anfangs ist Braddock noch in Vietnam, wo gerade die Amerikanische Botschaft gestürmt wird. Er will seine Frau abholen, doch die zieht auf eigene Faust los. Durch einen dummen Zufall hält er sie dann für tot. Ein paar Jahre Später zu Hause erfährt er, dass sie doch noch lebt und kehrt nach ein paar Scharmützeln mit dem US Geheimdienst nach Vietnam zurück. Relativ schnell findet er seine Frau und muss feststellen, dass er einen Sohn hat (der ihn natürlich hasst). Dann kommt auch schon der böse General und die Folterei und anschließende Flucht beginnt. Dabei darf Braddock ein Turbinenbetriebenes Miniboot, ein MG mit angehängten Granatwerfer, diverse Sprengstoffe, durchlöcherte Flugzeuge und jede Menge Genickbrüche ausprobieren.

Natürlich ist die Handlung wieder nicht gerade was für Menschenrechtler. Wie aus den ersten beiden Teilen bekannt, sind alle Schlitzaugen fiese Möppen - allen vorran der ständig angepisste und überaus cholerische General - und die Amerikaner bzw. die amerikanisch-vietnamischen Kinder aus dem Krieg sind ehrenvolle Helden bzw. unschuldige Engel. Dem Genrefan ist das (ich befürchte, ich wiederhole mich schon wieder) alles völlig egal, denn man hat ihr ein Relikt aus dem Hause Cannon vorliegen und damit einen reinrassigen Actionfilm, was in diversen Szenen eindrucksvoll bewiesen wird. Dabei ist alles etwas ausufernder und übertriebener als in den Vorgängern. Braddock scheint noch härter, gnadenloser und unkaputtbarer zu sein, auch wenn er am Ende fast an seine Grenzen stößt. Leider ist in der ersten Hälfte nicht all zu viel los. Die Anfangsszenen können mit ihren Bildern zwar überzeugen, aber die Actionarmut zieht sich trotzdem noch bis in die zweite Hälfte des Films.

Links rein, alles abknallen, rechts raus - Braddock wütet!


Zu Chuck Norris brauch ich glaub ich nix mehr sagen. Die Rolle ist ihm einfach auf den Leib geschrieben. Im Gegensatz zu Teil 1 und 2 ist er diesmal allerdings noch etwas machomäßiger drauf. Auch seine trockenen Oneliner kommen gezielter und cooler daher (wenns auch nur wenige sind). Was dagegen wirklich genervt hat, war dieser dämlicher Versuch, Braddock durch seinen Sohn irgendwie Emotionen abzuringen. Chuck Norris ist mit seinen Schauspielkünsten damit einfach überfordert, was dazu führt, dass die ganze Vater-Sohn-Beziehungskiste immer ein wenig Fehl am Platz/ im Film wirkt. Aber was solls, hauptsache Chucky darf hinterher zeigen, wo der Hammer hängt!

Fazit:
Bis auf ein paar Änderung ist der dritte Teil nur eine Kopie des Ersten. In Eigenregie ab nach Vietnam, Gefangene befreien, flüchten, unterwegs alles niedermähen. Auch die Vater-Sohn-Geschichte nervt ein bißchen. Trotzdem kann man dem Film seinen Unterhaltungswert nicht absprechen. Die Actionszenen sind ausufender, die Explosionen größer und Chuck Norris noch cooler, als in den Vorgängern. Natürlich ist der Film nur was für beinharte Genrefans, die werden dann aber bestens unterhalten, würd ich sagen! 4 Logos!





PS.: Ach so, ja, die Deutschen Versionen des Films (von Bootlegs mal abgesehen) sind um ca. 20min. gekürzt. Ich empfehle daher die Doppeledition mit Missing in Action 2 und 3 in einem. Hab das gute Stück mal auf einer Börse entdeckt. Hier ist der LINK zur Online Filmdatenbank.

Keine Kommentare: