The Patriot

(Klicke aufs Cover für mehr Infos)

'Every second counts.'
Release: 1998

Neues aus dem Land des Umweltschutzes: Lord Steven rettet Dorf vor fiesem Virus!S

Steven Seagal ist Dr. Wesley McClaren, ein Ex-CIA/FBI/Geheimdienstler mit einem Doktortitel in Biologie und übermenschlichen Nahkampffähigkeiten, der in seiner Vergangenheit Biowaffen für die USA entwickelt hat (natürlich zum Schutz des Vaterlandes) und mittlerweile im Ruhestand ist und für den Umweltschutz kämpft, weil er gemerkt hat, dass seine Forschung doch nicht so wirklich für den Weltfrieden eingesetzt wurde.
Irgendwo mitten im Nirgendwo hat er sich zusammen mit seinem alten Kumpel und seiner Tochter eine schnuckelige, kleine Existenz als Rancher und Dorfarzt aufgebaut. Aufopferungsvoll kümmert er sich um Pferdeviecher und Mitmenschen, die auch gerne mal zu teure Medikamente mit Handwerklicher Arbeit bezahlen dürfen. Doch die Idylle soll schnell gestört werden. Der Obermacker einer Gruppierung militärischer Glaubenskrieger bekommt ein tödliches Virus in die Hände, was natürlich von McClaren mitentwickelt wurde. Da das Virus wie gesagt tödlich und damit äußerst gefährlich ist und da Mr. Badguy selbstverständlich nicht damit umgehen kann, kommt es wie es kommen muss: Das Zeug wird freigesetzt.

Selbst nicht im Besitz eines Gegenmittels, nimmt die Gruppierung kurzerhand das Dorfkrankhaus in Beschlag. Das wiederum ruft McClaren auf den Plan und er erklärt den Ganoven kurzerhand den Krieg. Nebenbei fängt er an, mit einer indianischen Kollegin in seinem alten Geheimlabor in den Rocky Mountains nach einem Gegenmittel zu suchen. Die Lösung, um es kurz zu machen, ist schlichtweg doof. Mit den Badguys wird kurzer und teilweise ziemlich harter Prozess gemacht und am Ende darf Dr. McClaren's Tochter freudestrahlend und glücklich mit einem jungen Pferdchen spielen.

Wenn das nicht mal zu den schäbbigsten DVD-Menüs gehört, die ich kenne... geht gar nicht! ^^°

Man merkt es vielleicht schon, „The Patriot“ hat mir nicht ganz so gut gefallen. Steven Seagal als Ökodoktor in weiter Flur im Kampf gegen Killerviren kann einfach nicht gut gehen. Und dabei steckt hinter "The Patriot" ein Budget von über 35 Million Dollar. Ich frage mich ernsthaft, wofür die ganze Kohle draufgegangen ist, denn vor allem an Action, die sonst immer so groß in des Lords Produktionen geschrieben wurde, mangelt es erheblich. Gerade mal zwei schickere Szenen gibt es zu sehen und selbst die können, obwohl blutig, nicht überzeugen. Dazwischen plätschert die Story tempolos dahin und so verkommt der Streifen schnell zu einer Art Ökothriller, in dem auf Teufel komm raus versucht wurde, Seagal Schauspielerische Leistungen zu entlocken.
Kann nicht gut gehen, ist es auch nicht... Seagal ist eben ein Actionheld, der seine Handkanten und nervösen Zeigefinger sprechen lässt, anstatt einen auf Landarzt zu machen!

Badguy und Blüten-Wurf-Helikopter: Beide sehen doof aus...

Fazit:
"The Patriot" kann man ganz gut an den Niedergang Seagals Karriere bezeichnen. So viel Budget, so wenig Potential, dass ist ziemlich ernüchternd. Dazu kommt dann noch die Actionarmut und tempolose Inzenierung, die den Film zu einem Kinounwürdigen Streifen verkommen lassen. Und dann die ganze Zeit diese versteckten Ökophilosophieren... nee, dann lieber nochmal "Alarmstufe: Rot" oder "Zum töten freigegeben" gucken. Trotz allem noch 2 Köppe, weil in Steven's Filmografie noch viel dickere Dinger zu finden sind.





PS.: Das Lexikon des Internationalen Films schreibt dazu: "Einmal mehr rückt der schauspielerisch untalentierte Steven Seagal in die Rolle des Heilsbringers, der seine schlagkräftige Rolle durch homöopathische Dosen esoterischer Binsenweisheiten vollends unerträglich macht. Unterm Strich ein handelsüblicher brutaler Actionfilm mit unzähligen Kampfsequenzen." Okay, ehm, ja, okay soweit, bis auf die nicht vorhandenen unzähligen Kampfsequenzen.

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