Zitat of the Moment:

"Deine mutter ist eine vertripperte Hure!" - Jack Black in "Tropic Thunder"
Es gibt Beiträge, die sind einfach nur sinnlos.

Andere beschäftigen sich dazu auch noch mit Katzen. Was für eine teuflische und hochexplosive Mischung...





Stealth Ninja.Cat!

The Wizard of Speed and Time

"Ist es Superman? Ist es Flash? Ist es Ironman? Nein, es ist ein Kurzfilm von 1979 von Mike Jittlov, in dem ein Magier in einer grünen Kutte durch Berge rennt, Frauen per Anhalter mitnimmt, goldene Sterne zaubert, auf einer Banane ausrutscht und dann mit Kameras und Filmrollen tanzt."

WTF!

Das sieht nach extrem viel Spaß aus. Nach allem, was ich jetzt innerhalb vom ein paar Minuten aus den weiten des I-Nets zusammen tragen konnte, deutet alles auf einen Kurzfilm hin. Doch es kommt noch besser. Aus dem Kurzfilm entstand ein Kinofilm von Macher selbst, mit dem Macher in der Hauptrolle, in der er versucht, den Kurzfilm zu produzieren. Verrückt!

Guckt auf jedenfall auch den Trailer an.

Bor ey, ich muss diesen Film unbedingt haben!!! *hahaha* Meine Fresse, so viel Wahnsinn auf einem Haufen!!!







Surf Nazis must die

(klicke aufs Cover mehr trashige Infos)

(Release 1987)


Ein paar Freunde, viel Bier und ein Film aus dem Hause Troma – das sollten eigentlich genug Gründe für einen vergnüglichen Abend sein. Oder vielleicht doch nicht?

Troma - bei manchen blankes Entsetzen hervorrufend, aus anderen ein fröhliches Jauchzen entlockend – eine New Yorker Produktionsfirma, die einen geradezu legendären Ruf im Bereich des Trash-Genre hat und unter Fans für ihre einzigartigen Filmgranaten bekannt ist, wirft mit „Surf Nazis must die“ ein weiteres Filmprodukt auf den Markt, das sich mit Herz und Seele dem schlechten Geschmack verschreibt.


In verschiedenen Nebensätzen wird klar, dass die Welt nach einem großen Beben zu Grunde gerichtet worden ist. Es herrscht Anarchie und die Strände des einstigen Surferparadieses von Kalifornien sind mit kriminellen Banden verseucht. Eine davon sind die „Surf Nazis“ unter der Führung von Adolf. Zusammen mit seiner Gang will er den Strand beherrschen und die anderen Gruppen ausschalten. Doch als sie den afroamerikanischen Sohn einer im Altersheim lebenden Omi abmurksen, haben sie einen Mord zu viel begangen. Die Omi sinnt auf Rache, besorgt sich eine große Knarre und ein paar Handgranaten und geht auf Nazijagd. Zwischendurch hauen sich die Gangs auch gerne mal die Surfbretter um die Ohren.


Das klingt erstmal total abgedreht und nach einer Menge Spaß, entpuppt sich dann aber als lahm und langweilig. Dauernd werden irgendwelche Szenen von Wellenstürmenden Surfern gezeigt und die Story bleibt völlig auf der Strecke. Das kuriose Einerlei wird weder durch absichtlich oder unabsichtlich dumme Dialoge oder unfreiwillige Komik, noch durch diverse Gore-Szenen, wie sie sonst immer reichlich in größeren Troma-Produktionen vertreten sind, aufgelockert und so verkommen die hohen Wellen, die uns dieser Trashfilm um die Ohren hauen will, zu einer kümmerlichen Brandung, die nicht mal einen hundertjährigen Opa mit Krückstock und Hüftschaden von den Füssen reißen kann.

Auch die Tatsache, dass ausgerechnet Surf Nazis unter der Führung von Adolf, der eine Liebesgespielin namens Eva und einen Kumpel namens Mengele hat, am Strand rumhängen, kann höchstens die ersten 10 Minuten unterhalten und ist danach ausgelutscht. Lacher, oder besser gesagt verhaltenes Auflachen, konnte beim Begutachten an einer Hand abgezählt werden und wenn die Omi mit Knarre und Granate dann endlich in den Krieg zieht, muss man sich ernsthaft zusammenreißen, weil man vorher schon so unglaublich eingelullt wurde.


Bah, ne, ich will nichts mehr zu dem Streifen schreiben. Wenn ich jetzt noch mal genau darüber nachdenke, war er einfach nur scheiße und ich sehe nicht ein, noch mehr Zeit in dieses Review zu stecken!


Fazit:
Wir von der Trash Academy gucken uns ja gerne schlechte Filme an - eigentlich tun wir das dauernd! Und bevor uns jemand etwas vorwerfen will, müssen wir hier in aller Deutlichkeit klarstellen, dass wir das auch gerne tun. Ehrlich, wir lieben Trash und schätzen dieses Genre! Wir haben „Robo Vampire“ überlebt und waren tapfer bei „Supermänner gegen Amazonen“ oder „Roboter der Sterne“, doch was uns „Surf Nazis must die“ lieferte, war schlicht und ergreifend Müll im Müll. Langweilig, unlustig, kein Blut, keine Gedärme, keine bekloppten Dialoge, nur ganz wenige skurrile Einfälle, keine unfreiwillige Komik. Oder anders gesagt: Der Streifen ist so schlecht, dass er schon nicht mehr gut ist, sondern diese Stufe überspringt und dadurch noch schlechter wird, als er eh schon ist. Selbst für Hartgesottene Fans könnte sich diese Trashgranate ganz schnell als herbe Enttäuschung entpuppen und deswegen gibbet auch nur 2 Köppe – einen für den Einfall mit den surfenden Nazis und den anderen irren Gangs und einen für die Amoklaufende Omi! Punkt, Aus, Ende!




PS.: folgende Kritische Kommentare sind bei Wikipedia zu lesen:

"Dilettantisch inszenierter, abstrus-gewalttätiger Actionfilm, der schamlos seine spekulativen Attribute ausschlachtet." - Katholischer Filmdienst

"Nicht einmal die Verwandten der Darsteller werden diesen Film interessant finden." - The New York Times

In einem Artikel in der Chicago Sun-Times schrieb der Filmkritiker Roger Ebert, er habe den Kinosaal nach einer halben Stunde verlassen.

Babylon A.D.

(klicke aufs Cover für mehr endzeitliche Infos)

Release: 2008

ACHTUNG: SPOILER-WARNUNG!

Wenn die Welt am Arsch ist, wenn der Baustil außerhalb großer Metropolen nur noch als Postapokalyptisch bezeichnet werde kann und größere Städte scheinbar nur noch aus Neonreklamen bestehen, dann schlägt die Zeit der Einzelkämpfer und Söldner. Und genau so einer ist Toorop (Vin Diesel). Der Ärger beginnt damit, dass Toorop mehr aus Not, als aus freiwilligen Stücken einen Transportauftrag annimmt. Transportiert werden soll die junge Frau mit dem schönen Namen Aurora (Mélanie Thierry) aus einem Kloster nach New York. Schnell wird klar, dass es sich bei ihr nicht um eine normale Frau handelt. Sie verfügt über ein enormes Wissen und kann mit Dingen umgehen, mit denen sie nie zuvor Kontakt hatte (z.B. alte russische U-Boote). Ohne jedoch viele Fragen zu stellen zieht Toorop den Transport durch, obwohl selbstverständlich jede Menge andere Leute an der mysteriösen Frau interessiert sind. Von einer misslichen Lage stolpert die kleine Gruppe in die nächste, bis sie irgendwann in New York ankommen und das Geheimnis endlich gelüftet wird.

Des Rätsels Lösung ist ebenso beknackt, wie verwirrend – jedenfalls in der Umsetzung. Aurora ist nämlich ein Klon, geboren von einem Supercomputer, mit einem Superhirn im Schädel in dem das gesamte Wissen der Menschheit gespeichert ist. Erschaffen von Ihrem „Vater“ im Auftrag einer gewissenlosen Religion/Sekte namens „Die Neoliten“, sollte sie selbiger unendliche Macht und Reichtum bescheren, da man sie als Jungfrau Maria an die desillusionierte Bevölkerung verkaufen wollte. Warum? Na, weil Aurora irgendwann mit Zwillingen schwanger wird, ohne jemals körperlichen Kontakt zu einem Mann gehabt zu haben. Auroras Vater hingegen hatte ganz andere Pläne. Seine Intention war, dass ihre superintelligenten Computerhirn-Kinder die Menschheit weiterbringen und verbessern sollten, denn im Gegensatz zu der auf der Stelle tretenden Menschheit haben sich Maschinen wenigstens weiterentwickelt. Das wird aber auch erst ganz am Ende erwähnt. Bis dahin hat weder Stiernacken Vin Diesel noch der Zuschauer irgendeinen Plan, was zu Teufel eigentlich los ist.

Ich weiß auch nicht… Babylon A.D. ist weder Fisch noch Fleisch und kann es längst nicht mit Meisterwerken wie „Blade Runner“ aufnehmen. Zwar ist es ein Endzeitfilm, der wieder einmal ein sehr düsteres Bild von unserem Planeten zeichnet und teilweise sind die Bilder dabei wirklich eindrucksvoll - die verfallenen Straßen in den heruntergekommenen Städten Osteuropas oder die strahlende Metropole New York – alles wurde mit sehr viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt. Und trotzdem verspielt der Film zu viele Chancen und Möglichkeiten. Man hat als Zuschauer nicht die Möglichkeit, sich ausreichend satt zu sehen. Zu schnell wechseln die Schauplätze, zu schnell werden postapokalyptische Kulissen verworfen, um die ohnehin schon dünne Handlung voran zu treiben und so fällt es schwer, den Detail- und Einfallsreichtum in seiner Gesamtheit zu erfassen und würdigen zu können.
Da wie erwähnt auch die Handlung nicht wirklich die einfallreichste und klügste ist, plätschert der Film in Folge dessen seicht vor hin. Die im Trailer angepriesene Action ist dabei schlussendlich auch nicht mehr erwähnenswert. Es gibt ein paar nette Explosionen und Geballer, jedoch stört die immer noch so beliebte Wackelkamera und das dazugehörige Schnittgewitter. Wem bei „Das Bourne Ultimatum“ schon schlecht wurde, wird bei „Babylon A.D.“ nach den Kämpfen und Schießereien wahrscheinlich kotzen müssen oder zumindest einen Moment lang desorientiert dreinblicken. Ehrlich, was soll das? Ist das irgendwie Spannungs- oder Realismusfördernd, wenn man als Zuschauer keinen Plan mehr hat, was da gerade passiert und erst mit Sicherheit weiß, dass der Held noch nicht erschossen oder zu Tode geprügelt wurde, wenn eine Actionszene vorbei ist? Ich glaube kaum!
Die meiste Zeit ist der Film allerdings eh durch ruhigere Töne geprägt und so fallen diese Totalausfälle nicht ganz so doll auf.

Übrigens spielt Vin Diesel seine Rolle überraschend gut. Ja, es ist eine Standartrolle für ihn. Nicht viel Sprechen, grimmig gucken, ab zu was Böses sagen und wenn es hart auf hart kommt, alles zerstören, was sich ihm in den Weg stellt. Trotzdem passt er super in diese zerfallene Welt und man hat keine Probleme, ihm die Rolle und die damit verbundene moralische Zwickmühle abzukaufen. Mélanie Thierry verkörpert auch irgendwie eine typische Rolle: Nett aussehen und ab und zu ein bisschen mit ihren Anfällen nerven. Mehr gibbet dazu nicht zu sagen.
Interessant ist noch zu erwähnen, dass es verschiedene Cuts des Films gibt: Die US-Fassung und die wesentlich längere Fassung fürs europäische Kino. Dabei wurden nach meinen bisherigen Informationen bei der europäischen Fassung trotz längerer Laufzeit sowohl eine spektakuläre Verfolgungsjagd (im Trailer gegen ende ganz kurz angedeutet) und das eigentliche Ende weggelassen, was leider zu noch mehr Unstimmigkeiten bei der EU-Fassung führt. Die US-Fassung ist dagegen wahrscheinlich um etliche Handlungsszenen gekürzt. Man kann also auf einen Super-Directors-Special-Unrated-Cut auf DVD/Bluray hoffen. Ob der Streifen zu den Filmen gehört, die auf Silberscheibe im heimischen Player besser werden als sie es im Kino waren, bleibt abzuwarten.

Fazit:
Babylon A.D. will mehr sein, als er eigentlich ist. Wenn ein Endzeitfilm schon nicht mit einer tiefsinnigen Story ausgestattet ist, sollte er wenigstens von seiner beklemmenden Atomsphäre leben können, aber auch die bleibt trotz vieler netter Einfälle auf der Strecke. Auch wenn Regisseur Mathieu Kassovitz (Die purpurnen Flüsse) eine wahnsinnige Detailverliebtheit an den Tag legt, wird man das Gefühl nicht los, dass er sich in dem Genre etwas übernommen hat. Wenigstens hat er mit Vin Diesel,
Mélanie Thierry und Michelle Yeoh die richtigen Schauspieler für den Job ins Boot geholt. Weil ich so hin und her gerissen bin, die Negativaspekte aber leider überwiegen, gibt es auch nur knappe 3 Köppe.



Angriff der Killertomaten

(klicke auf Cover für mehr trashige Infos)

Release: 1978


Ende der 70iger Jahre waren Katastrophenfilme groß im Kommen. Brennende Wolkenkratzer, wie am Fließband abstürzende Flugzeuge oder Städtevernichtende Erdbeben gehörten zum Pflichtprogramm in den Kinosälen. Doch eine kleine Gruppe aus Filmstudenten machte es sich zur Aufgabe, dem Katastrophenkino den Kampf an zu sagen. Und zwar mit puren Wahnsinn!

Killertomaten fallen über die Menschen in den USA her. Ohne Rücksicht führen sie einen vernichtenden Krieg gegen alles, was mit zwei Beinen unterwegs ist. Das Militär ist machtlos gegen die Übermacht und auch die klügsten Wissenschaftler finden keine Lösung. So wird Mason Dickson zusammen mit seinem Team bestehend aus einem schwarzen Verkleidungskünstler, einer russischen Testosteronmonster-Leistungsschwimmerin, einem debilen Kampftaucher und einem Fallschirmjäger mit eindeutigem Sprung in der Schüssel losgeschickt, um der Sache auf den Grund zugehen. Gleichzeitig versucht der Pressesprecher des Präsidenten, welcher unermüdlich kistenweise Kugelschreiber auf Vordrucken testen muss, die Bevölkerung durch Werbung der Werbefirma „Meinungsmacher“ von der Harmlosigkeit der Tomatenplage zu überzeugen. Warum ausgerechnet der Pressesprecher? Na weil er als einziger einen Gemüsegarten besitzt, ist doch klar!

Wenn man jetzt von dem Umstand absieht, dass es sich bei den Angreifern um Killertomaten absieht, klingt die Story doch eigentlich ganz passabel, oder?! Tja, leider handelt es sich hier allerdings um Trash pur. Niemand, der mit einer Prise schrägem Humor ausgestattet ist, kann bei dem Anblick riesiger rollender Pappmascheetomaten ernst bleiben. Aber die Tomaten sind nur die Spitze des Eisbergs bei dieser Ketchupkomödie. Der gesamte Streifen sprüht nur so vor Wahnsinn und man fragt sich, in welchem geistigen Zustand die Macher auf solche skurrile Ideen gekommen sind. Die Umsetzung ist dabei jedes Mal so unglaublich schlecht, dass sie schon wieder gut ist. Aber genau das ist die Definition von Trash: So bad, it’s good! Ob die platten Gags, die amateurhafte Kameraarbeit, die wahrscheinlich direkt von der Straße wegrekrutierten Darsteller und ihre Charaktere, die äußerst eindringliche Musik, die „Effekte“ – vollkommen egal, alles ist einfach nur großer, wunderbarer Mist.

Abzüge gibt es nur für die teilweise lahme Inszenierung, denn ab und zu neigt der Streifen dazu, sich wie Kaugummi zu ziehen. Nach solchen Szenen wird man dann allerdings schnell wieder mit dem nächsten Tomatenmord oder dem schwarzen Verkleidungskünstler in Hitler-Verkleidung vertröstet.

„Angriff der Killertomaten“ ist Trash pur, aber gewollt lustiger Trash. Schon allein die Idee an sich macht den Film irgendwie zum etwas Besonderem. Menschen, die über „Hotshots“, „Die nackte Kanone“ oder „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ herzhaft lachen konnten, haben auch den nötigen Humor, der nötig ist, um über diesen Streifen lachen zu können. Wenn man es schafft, sich auf das Niveau des Films herunter zu begeben, wird man jedenfalls eine Menge Spaß haben. Besonders empfehlenswert sind die Killertomaten auch für einen Party-Filmabend mit Gleichgesinnten und ner Kiste Bier – Kopfklatscher gibt’s gratis dazu! Trashige 5 Zimbelaffen!!!





PS.: Die Scheibe gibts für günstig Geld als Special-Edition mit jeder Menge Extras zu kaufen.


Und hier ist noch die Anfangsszene des Films. Wenn man den Song ein paar mal zu oft hört, kriegt man ihn tagelang nicht mehr aus dem Kopf... ^^

Wenn das nicht mal verdammt echt aussieht...

Habt Ihr euch eigentlich auch schon gefragt, aus welchen Beweggründen der Arni seine Rollen immer so absolut... ja... wie soll ich sagen... angsteinflößend real rübergebracht hat? Das folgende Video seines "Schöpfers" dürfte einen kleinen Einblick geben wie Arnold es geschafft hat. Das das Ganze jedoch ab und an ausser Kontrolle geriet, ist eigentlich selbstredend. Ich meine... HALLO! Es ist dat Arnold. Da sollte man schonmal die ein oder andere Versicherung abschließen und ein paar Trauerkörbe vorbereiten. Sicher ist sicher. *hust* Have fun Folks ;D

Redshirts can't die

Als alter Trekkie weiß man natürlich, dass man auf der alten Enterprise niemals ein rotes Shirt tragen sollte, außer man hatte ernsthafte Selbsterhaltungsprobleme. Jetzt hat sich ein Ex-Redshirt - wie auch immer er überlebt hat - die Mühe gemacht und die plötzlichen, tragischen, verhängnisvollen oder selbstaufopfernden Tode seiner Kollegen zu einem schicken Video zusammen zu basteln. Höchst amüsant!


Zitat of the Moment:


"Wir könnten Blut und Sperma verkaufen." - "Kacke!" - "Was denn? Doch nicht gemixt!"
- Dwight & Steve der Pirat (Voll auf die Nüsse)

Wanted

(klicke aufs Cover für mehrs Infos)

Release: 2008


Wesley Gibson (James McAvoy) ist ein absoluter Durchschnittsbürger, mit einem langeweiligen Job in einem Großraumbüro, einer fetten nervigen Cheffin, einer heruntergekommenen Wohnung in einer heruntergekommenen Gegend und einer Freundin, die ihn mit seinem Arbeitskollegen betrügt. Hinzukommt sein Herzproblem, gegen das er regelmäßig Pillen schlucken muss, um bei Stress nicht sofort den Löffel abzugeben (so jedenfalls seine Intrepetation). Um es anders zu sagen: Er ist ein Loser, der den Glauben an sich verloren hat, sich für alles Entschuldigt und keine Perspektiven hat. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihn Fox (Angelina Jolie) mehr oder wenig unfreiwillig aus seinem gewohnten Leben reißt und ihn mit einer geheimen „Auftragskiller-Sekte“ in Kontakt bringt, für die auch sein Vater gearbeitet hat. Schnell wird klar, dass Gibson doch nicht so ein Loser ist, denn er gehört zu den wenigen Menschen, die ihren Herzschlag auf zigtausend Schläge pro Minute erhöhen können und durch den wahnsinns Adrenalienausstoss plötzlich Turboreflexe haben. Die Killersekte bekommt Ihre Zielpersonen übrigens durch den „Webstuhl des Schicksals“ mitgeteilt, desen Fäden ein Binärcoden enthalten, der wiederrum den Namen auspuckt.
Jaaa, genau…Webstuhl des Schicksals… Egal, Gibson tritt bei und wird erstmal ordentlich trainiert, was ungefähr so aussieht, dass er jeden Tag zusammengeschlagen wird, um ihn abzuhärten usw. Um nicht zu zu viel zu verraten, im Endeffekt dreht sich alles um Macht und Habgier, wobei Gibson schlussendlich den wahren Feind erkennt und furchtbare Rache übt.


Hahaha, oh man, so eine dämliche Story und so geile Action! Ich bin hin- und hergerissen. Fakt ist, dass „Wanted“ eine Comicverfilmung ist, da ich das Comic aber nicht kenne, kann ich in diesem Zusammenhang keine Vergleiche ziehen. Was ich jedoch kann, ist den Film aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Denn es gibt genau zwei Möglichkeiten für einen Nicht-Comic-Kenner, sich den Streifen reinzuziehen: Mit oder ohne Hirn!



Diverse, spontane Auszüge aus der Sicht eines Zuschauers mit Hirn:

„Was zum Teufel?! Der Typ wurde stehend in den Innenraum durch die offene Tür eines herum schleudernden Autos gepfeffert. Und jetzt fährt Angelina nur noch auf den Felgen durch die Stadt. Killersekte unter der Leitung von Morgan Freeman, okay, das geht in Ordnung. Freeman ist ja an sich immer ein ganz cooler Typ. WHAT THE FUCK?! Webstuhl des Schicksals? Namen, die aus einem Stück Stoff anhand eines Binärcodes herausgelesen werden? Mit einer Pistole um ein Stück Fleisch herumschießen? Kugeln, die sich im Flug gegenseitig treffen?
W H A T T H E F U C K! Unser Held ist gerade mit seiner Karre in Hohen Bogen über eine Limo geflogen und hat den Knispel durchs geöffnete Schiebedach erledigt! Gott, dieses CGI-Gewitter ist ja grausam. Da scheint ja nix mehr Handgemacht! Oh, war ja klar, hallo Handlungstwist! Hmm, sieht so aus, als wäre Gibson ein bisschen angepisst, jetzt wo er die Wahrheit erfahren hat! Und was kommt jetzt? Etwa verdammte Raten mit verdammten Zeitbomben dran? Ne, nicht wirklich… doch… verdammte Raten mit verdammten Zeitbomben dran!! Gott sei dank, endlich hat er alle um die Ecke gebracht und der Film ist zu ende. Das war vielleicht ein dämlicher Streifen… meine Fresse!“


Diverse, spontane Auszüge eines Actionfreaks, der schon lange gelernt hat, sein Hirn bei dieser Art von Unterhaltung auf Sparbetrieb zu schalten:

„WUHUUUU!! YEAH!!! HELL FUCKING YEAH!!!! SLOWMOTION ROCKT! VERFOLGUNGSJAGD ROCKT! UM DIE ECKE SCHIEßEN ROCKT! Okay, der Webstuhl des Schicksals ist bullshit, aber egal! WIE KRASS IST DAS DENN?! VERSCHÄRFTE RATTEN MIT VERSCHÄRFTEN ZEITBOMBEN! JA, GIBSON, MACH SIE FERTIG!! NIEDER MIT DEN VERRÄTERN! PAHAHAHAHA, YEAAAHHHHHHHHH!!! Nice movie, dude!“

So, das hätten wir geklärt und sonst gibt es auch nicht mehr viel zu sagen. Es muss hier wirklich unterschieden werde, ob man sich auf die Machart und die Hinrlosigkeit einlassen kann oder nicht. Ja, die Effekte hat man alle schon mal gesehen. Ja, das ist alles irgendwie Matrixabklatsch. Ja, es besteht alles fast nur noch aus CGI. Aber, verdammt, das ganze ist unglaublich unterhaltend. Matrix 2 und 3 hab ich mir auch nicht wegen den Handlung angeschaut, sondern wegen den erstklassigen Actioneinlagen. Aber genung davon, ich denke, die Aussage ist klar!

Was noch zu erwähnen wäre, ist die abgemagerte Angelina Jolie, die entweder wirklich unter dem schlankheitswahn Hollywoods leidet oder zu lange bei ihren Kindern in Afrika rumgehangen hat. Ne ne, geht gar nicht. Mit ihren dünnen Ärmchen, knochigen Fingern, der abgemagerten Figur und dem unnatürlich wirkenden riesigem Kopf (kann ich nicht anders beschreiben), wirkt sie alles andere als aufreizend und sexy. Hauptdarsteller McAvoy dagegen ist definitiv gut besetzt. Er erfühlt zwar die gleichen Teenie-Kriterien wie z.B. Shia LaBeof (oder wie auch immer... der Transformas-Disturbia-Sohn-von-Indy-Junge halt), kommt jedoch wesentlich sympatischer rüber. Schön zu sehen war noch, dass Regisseur Timur Bekmambetov seinen alten Hauptdarsteller Konstantin Khabensky von „Wächter der Nacht und Wächter des Tages“ mit ins Boot geholt hat. Der konnte schon bei den Wächter-Filmen beeindrucken und es ist schade, dass er hier nur eine kleine Nebenrolle bekommen hat. Morgen Freeman zeigt dagegen zwar wie immer sein schauspielerisches Talent, seine Rolle ist allerdings völlig unauffällig. Er mimt den Anführer der Killersekte, was durch seine altehrwürdige Erscheinung auch okay ist, jedoch hätte man auch einen X-beliebigen anderen Darsteller, der die gleichen Kriterien erfüllt, für die Rolle nehmen können.

Fazit
:
Regisseur Bekmambetov, der schon mit den russischen Wächter-Filmen auf sich aufmerksam machte, fackelt in „Wanted“ ein wahnsinnig übertriebenes Actionfeuerwerk ab. Die Aussage ist deutlich: Hirn aus, Spaßgarantie an. Aber nur, für diejenigen, welche sich dafür auch begeistern können, denn die Story ist einfach nur haarsträubend. Alles andere wurde eigentlich schon gesagt. Handlung pfui, Action hui, und weil ich ein gottverdammter Actionfreak bin gibbet deswegen auch 4 Köppe! Ich geh dann mal ne Runde um-die-Ecke-ballern üben…

Microsoft + 300 Mio $ + Werbekampagne = 100 % Trash

Was passiert, wenn ein Monopolist Angst um sein Monopol (Windows) hat?

Er schmeißt riesig viel Geld aus dem Fenster, verpflichtet einen bekannten Schauspieler und dreht Werbespots:

NUMMERO UNO



Hm....OK...soweit so gut, aber WAS ZUM ... hat das mit Windows zu tun?

Vielleicht etwa, dass man zu Windows noch 100.000 Sachen kaufen, herunterladen und installieren muss, damit es so einigermassen gut funktioniert?

Microsoft antworte auf diese Frage "Man wolle einfach nur Aufmerksamkeit erregen."

Nun zum zweiten (5 Minuten langen) Streich :



Also ich weiß auch nicht mehr weiter. Die Dinger sind nur lustig, aber ohne Sinn und Verstand.

Ich bin einfach nur gespannt, was die Herren aus Redmond als nächstes präsentieren.
RIP, Blade Runners Universe


Ein großartiger Blog ist heute von uns gegangen.

Täglich versorgte er uns bis vor wenigen Monaten noch mit den neusten Filmnews und Trailern und brachte und mit flammender Begeisterung meist die Welt des B-Films näher. Lasst uns diesen großartigen Blog in guter Erinnerung behalten!

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf die über 2000 Rezenssionen von Blade Runner in der Online Film Datenbank hinweisen! Sie haben mir oft den richtigen Weg gewiesen und waren nicht selten ausschlag gebend für einen gezielten Kauf unbekannter B-Film-Ware.

Danke Blade!

Danke für deine langjährige Arbeit am Blog und an den vielen Reviews!

Sie war nicht umsonst...
Zitat of the Moment

"Es ist noch nicht mal Mittag, und ich habe schon Sex mit 14 Frauen gehabt. Aber man muss dazu sagen, dass es nicht nur meine Schuld war..." - Ron Jeremy



Zitat aus der Autobiographie des größten Pornostars aller Zeiten - Ron Jeremy. Interessiert? Die Bio gibts HIER bei Amazon! ;-)

Belly of the beast

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

"A Father's Rage knows no limits!"

Release: 2003


Steven Seagal spielt Jake Hopper, einen Ex-CIA Agenten, dessen Tochter zusammen mit der Tochter eines Senators bei einem Urlaub in Thailand von einer muslimischen Terrorgruppe entführt wird. Kurzerhand entschließt er sich, die Mädchen selber zu retten und deckt dabei mehr als nur eine einfache Entführung auf. Der fiese General Jantapan hat die Entführung durch die Terrorgruppierung nur vorgetäuscht und hält die Mädels bei sich zu Hause gefangen. Insgeheim hofft er nämlich, dass die USA ihn mit Truppen unterstützt, um so ein für alle mal gegen die Terroristen vorgehen zu können. Doch natürlich hat er seine Rechnung ohne Hopper und seinen CIA Kumpel Sunti gemacht! Gemeinsam und mit göttlich-buddhistischer Unterstützung, die Hopper tatsächlich vor bösen Thai-Voodoo beschützen kann, walzen sie alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt, bis sie schließlich Jantapan gegenüberstehen.

Na geht doch! Es ist tatsächlich möglich, die Story nachzuvollziehen und akkurat zusammen zufassen, auch wenn die gesamte Handlung wieder völlig an den Haaren herbeigezogen ist. Das ist bei einem der späteren Werke (z.B. Submerged) ja nicht mehr selbstverständlich. Wäre es kein Seagalstreifen, wäre der ganze Buddha-Voodoo-Quatsch mit Sicherheit überflüssig gewesen, aber da sich der Lord so stark dem Buddhismus verpflichtet fühlt und der Film auch noch in Thailand spielt, sollte man sich über den Schuss Mystik nicht all zu sehr aufregen und das ganze einfach hinnehmen. Hauptkritikpunkt - neben ein paar wirklich beknackten Logiklöchern und „What-the-fuck“-Momenten, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen will - an der seichten Story ist eigentlich nur, dass sich der Lord auf die Seite der Terroristen stellt, indem er dem Anführer das Leben rettet, wohl wissend, dass die Terrorgruppierung für etliche Bombenanschläge verantwortlich ist. Hätte ich Seagal so nicht zugetraut, kämpft er doch sonst immer gegen das Unrecht. Wahrscheinlich musste er sich aber ganz einfach aussuchen, wo in diesem Fall das größere Unrecht lag. Naja, obwohl, General Jantapan hat seine Tochter in seiner Gewalt und Familie geht schließlich vor. Und wer weiß: Vielleicht kommt Jack Hopper ja irgendwann noch mal nach Thailand zurück, um den Terroristen ordentlich in den Arsch zu treten, so wie sich das gehört!

Gegen das Unrecht kämpft der Kampfbuddha übrigens dann auch in sehr eindrucksvoller Form. Kein geringer als Siu-Tung Ching übernahm hier die Regie und macht seine Sache schon aufgrund seiner Erfahrung aus Filmen wie "Hero" oder "House of Flying Daggers" richtig gut. Allein Thailands Kulisse bietet dem Regisseur enorm viele Möglichkeiten, den Film nach mehr aussehen zu lassen, als er vom Budget her sein konnte. Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch klar auf den Actionszenen und die sind für B-Film-Verhältnisse weit über dem Durchschnitt. In langen Zeitlupeneinstellungen (vor allem beim Showdown) fängt er die Gewaltorgien super ein und lässt damit die Herzen der Genre-Fans höher schlagen. Wer „Hero“ mit Jet Li in der Hauptrolle kennt, kann sich die Actionszenen in „Belly of the beast“ ziemlich gut vorstellen, denn mit Realismus hat das ganze herzlich wenig zu tun. Nicht nur, dass oft mit Wirework gearbeitet wurde, auch choreographiert Siu-Tung alle Kämpfe in übertriebener und unrealistischer Form. So lässt er Seagal z.B. stylisch durch eine Holzwand eines Wagons hechten und noch im Flug mehrere Typen umrotzen (gefühlte 50 Schüsse ohne nachzuladen) oder gegen Ende einen Pfeil im Flug mit einem Katana spalten. Das hat natürlich nichts mehr mit seinen älteren Produktionen zu tun, in dem die realitätsnahe Härte eines Kampfes im Vordergrund stand, aber dafür sind alle Shootouts und Combats verdammt schick anzusehen.


Was jedoch bei der ganzen schicken Klopperei stört - wenngleich das einem normalen Actionfan wahrscheinlich weniger auffallen dürfte – ist die Tatsache, dass Seagal extrem oft gedoubelt wird. Das liegt hier aber eher weniger an seiner Körperlichen Form, sondern mehr an der Choreographie. Okay, sein Körperumfang hat wieder zugenommen, aber er hat zu diesem Zeitpunkt seiner DTV-Karriere noch nicht diesen müden, unmotivierten Blick in den Augen. Teilweise sind die Doppelgänger jedenfalls zu offensichtlich. Da werden zwischendurch akrobatische Einlagen von einem Seagaldoppelgänger hingelegt, dass man als Zuschauer mit Erinnerungen an des Lords Frühwerke und seine eigentlichen Fähigkeiten nur noch verzweifelnd mit dem Kopfschütteln kann. Bei aller Verzückung bei den Actionszenen, aber ein bisschen mehr Aikidokampfkunst wäre mir bei den Hand-to-Hand-Kampfeinlagen vielleicht doch lieber gewesen.


Fazit:
Steven ist gut drauf und darf in Thailand so richtig die Sau raus lassen. Auch wenn die Story bescheuert ist, dient sie als halbwegs verständlicher Aufhänger für einen vernichtenden Rachefeldzug. Regisseur und Choreograph Siu-Tung Ching lässt keine Chance ungenutzt, um den Film mit möglichst spektakulärer Action voll zustopfen, was Ihm sicherlich auch dank seiner Erfahrung bestens gelingt. Ohne großartig viel Wert auf Realismus zu legen, bedient sich Siu-Tung reichlich an Wireworks, was zusammen mit schicken Zeitlupeneinstellungen zu viel Unterhaltung bei den Fans führt. Auch wegen dem nicht unerheblichen Mystikeinfluss, dem Buddhismus-Voodoo und den übertrieben inszenierten Kämpfen gehört „Belly of the Beast“ zu den ungewöhnlichsten Filmen aus Seagals Sortiment. Und aus der Reihe seiner DTV-Produktionen mit Sicherheit zu den Besten. Knappe 4 Affenköppe!

Submerged

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

"He found the enemy... on the wrong side."

Release: 2005


Steven Seagal spielt Chris Cody, den besten Sölder der Welt. Vor ein paar Jahren widersetzte er sich ein paar Befehlen des Militärs, weshalb man ihn und sein Team einbuchtete. Doch jetzt ist er zurück aus dem Knast, um zusammen mit seinem Team einen Auftrag durchzuziehen, der so vom Militär nicht erledigt werden kann. Es geht um die Eliminierung eines verrückten Wissenschaftlers names Adrian Lehder, der eine Gedankenkontrollmaschine entwickelt hat und zusammen mit einem privaten Unternehmen hochrangige Mitglieder in einem Bananenstaat kontrollieren will, um so ein Attentat auf den Präsidenten der USA zu verüben, weil dieser "das große Geschäft" nicht zu schätzen weiß. Jedenfalls lässt sich sowas in der Richtung vermuten...

Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, worum sich die eigentlich Handlung dreht oder ob es überhaupt eine genaue gab. Fakt ist, dass der Streifen zuerst ganz anders aussehen sollte. Nix mit Gehirnwäsche und bekloppten Wissenschaftlern, nix mit Attentaten und auch nix mit völlig verwirrender Handlung. Alles sollte sich um das U-Boot drehen, mit dem Cody inkl. Team im Endeffekt nur eine kurze, gerade mal 15 minütige Flucht antreten. Grob übersetzt lautete die erste Anpreisung des Films wie folgt: "Ein Action- und Horromix in einem Unterwasser-Thriller, über eine U-Boot-Crew, die gegen furchtbare Mutanten kämpfen muss, nachdem Fässer mit einer gefährlichen Chemikalie ausgelaufen sind. Die Dinge verschlimmern sich zusätzlich, als ein Zerstörer geschickt wird, um das U-Boot zu jagen und zu zerstören und damit auch die Mutantengefahr."

Noch eine andere Quelle berichtete, dass Lord Steven auf einem U-boot gegen Terroristen kämpfen müsste, die Atomwaffen in ihre Gewalt gebracht hätten. Das wäre dann wohl so eine art "Alarmstufe: Rot 3" geworden. Wie auch immer... Seagal gefiel der Gedankt nicht, mit Plastik- und/oder CGI-Spinnen/Mutanten/Schlange/weißderGeier zu kämpfen, warf das gesamt Skript über den Haufen und so wurde aus einem geplanten Mutanten-U-Boot-Film ein (fast) typischer Seagal-DTV-Actioner mit wirrer Story.

Überhaupt ist Seagal hier irgendwie nicht bei der Sache. Nicht nur seine Leibesfülle ist unverändert, das Aikido-Moppelchen ist völlig unmotiviert. Müde dreinblickend stapft er durch die Pampas und wenn er dann doch mal kämpfen muss, dann lieber mit der Bleispritze. Hand-to-Hand dauert höchstens 2, 3 Minuten, dann ist der Gegner niedergestreckt. Das ist wirklich schon ein wenig traurig mit an zusehen und ich frage mich tatsächlich manchmal, ob der Film ohne Seagal nicht sogar besser geworden wäre.

Gott sei dank hatte man dann aber mit Anthony Hickox (Hell Raiser III) einen Regisseur ins Boot geholt, der was von seinem Handwerk versteht. So holt er technisch auch alles raus, was raus zu holen ist und fackelt schon fast ein Feuerwerkt aus "Wusch's" und "Plop's" ab, die bei Schnitten immer wieder zu hören sind. Zwar schießt er damit ab und zu übers Ziel hinaus bzw. es wird sicher den ein oder anderen nerven, aber irgendwie passt es ganz gut zu dem Brainwash-Plot. Dazu gesellen sich jede Menge Farbfilter, Fastmotion oder Slowmotion, die den Bildern den letzten Schliff verpassen.
Neben dieser stylischen Inszenierung weiß Hickox aber auch die Action gut zu gestalten. Nicht nur, dass er er sie mal wieder einen Tick härter in Szene setzt, sie sehen dazu auch immer top aus. Da gibt es blutige Einschüsse, Explosionen, eine größere Verfolgungsjagt und einen abstürzenden Helikopter, der mit viel Krachbumm in ein Gebäude reinbrettert. Klasse gemacht und überaus schick anzusehen!

Außerdem gibt es noch Vinnie Jones (Snatch) zu sehen, der den Sniper des Teams spielt. Zwar steckt er in seiner Standartrolle (großkotzig, immer schlecht gelaunt und rummotzend), aber sie passt einfach zu ihm.

Fazit:
Mal wieder das Drehbuch, immer wieder das verdammte Drehbuch. Die Story ist zwar interessant und kann auch fesseln, aber verstehen tut man die meiste Zeit nix. Motive bleiben ungeklärt und Logiklöcher reihen sich aneinander. Angesichts der Ausgangssituation, nämlich das der Film eigentlich ein ganz anderer werden sollte, und angesichts des wirklich schnieken Looks des Streifens und natürlich wegen der erstklassig inszenierten Action kann man als Zuschauer darüber hinweg sehen. Lord Steven ist zwar unmotivert bei der Sache und mehr als Fäustchen heben kriegt er auch nicht mehr, aber irgendwie schafft man es hier noch, ihm das zu verzeihen. Stellt sich nur noch die Frage, warum der Film nach Fertigstellung immer noch "Submerged" hieß und nicht, wie irgendwann mal angekündigt "The Enemy within". Das hätte doch viel besser gepasst, oder nicht?!
Da der Streifen besser als "Mercenary for Justice", etwa auf einer Stufe mit "Belly of the Beast", jedoch schlechter als "Exit Wounds" ist, vergeb ich 4 Zimbelaffen. Sehr unterhaltsame B-Movie Actionkost für Fans und die, die es werden wollen! ;)