Angriff der Killertomaten

(klicke auf Cover für mehr trashige Infos)

Release: 1978


Ende der 70iger Jahre waren Katastrophenfilme groß im Kommen. Brennende Wolkenkratzer, wie am Fließband abstürzende Flugzeuge oder Städtevernichtende Erdbeben gehörten zum Pflichtprogramm in den Kinosälen. Doch eine kleine Gruppe aus Filmstudenten machte es sich zur Aufgabe, dem Katastrophenkino den Kampf an zu sagen. Und zwar mit puren Wahnsinn!

Killertomaten fallen über die Menschen in den USA her. Ohne Rücksicht führen sie einen vernichtenden Krieg gegen alles, was mit zwei Beinen unterwegs ist. Das Militär ist machtlos gegen die Übermacht und auch die klügsten Wissenschaftler finden keine Lösung. So wird Mason Dickson zusammen mit seinem Team bestehend aus einem schwarzen Verkleidungskünstler, einer russischen Testosteronmonster-Leistungsschwimmerin, einem debilen Kampftaucher und einem Fallschirmjäger mit eindeutigem Sprung in der Schüssel losgeschickt, um der Sache auf den Grund zugehen. Gleichzeitig versucht der Pressesprecher des Präsidenten, welcher unermüdlich kistenweise Kugelschreiber auf Vordrucken testen muss, die Bevölkerung durch Werbung der Werbefirma „Meinungsmacher“ von der Harmlosigkeit der Tomatenplage zu überzeugen. Warum ausgerechnet der Pressesprecher? Na weil er als einziger einen Gemüsegarten besitzt, ist doch klar!

Wenn man jetzt von dem Umstand absieht, dass es sich bei den Angreifern um Killertomaten absieht, klingt die Story doch eigentlich ganz passabel, oder?! Tja, leider handelt es sich hier allerdings um Trash pur. Niemand, der mit einer Prise schrägem Humor ausgestattet ist, kann bei dem Anblick riesiger rollender Pappmascheetomaten ernst bleiben. Aber die Tomaten sind nur die Spitze des Eisbergs bei dieser Ketchupkomödie. Der gesamte Streifen sprüht nur so vor Wahnsinn und man fragt sich, in welchem geistigen Zustand die Macher auf solche skurrile Ideen gekommen sind. Die Umsetzung ist dabei jedes Mal so unglaublich schlecht, dass sie schon wieder gut ist. Aber genau das ist die Definition von Trash: So bad, it’s good! Ob die platten Gags, die amateurhafte Kameraarbeit, die wahrscheinlich direkt von der Straße wegrekrutierten Darsteller und ihre Charaktere, die äußerst eindringliche Musik, die „Effekte“ – vollkommen egal, alles ist einfach nur großer, wunderbarer Mist.

Abzüge gibt es nur für die teilweise lahme Inszenierung, denn ab und zu neigt der Streifen dazu, sich wie Kaugummi zu ziehen. Nach solchen Szenen wird man dann allerdings schnell wieder mit dem nächsten Tomatenmord oder dem schwarzen Verkleidungskünstler in Hitler-Verkleidung vertröstet.

„Angriff der Killertomaten“ ist Trash pur, aber gewollt lustiger Trash. Schon allein die Idee an sich macht den Film irgendwie zum etwas Besonderem. Menschen, die über „Hotshots“, „Die nackte Kanone“ oder „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ herzhaft lachen konnten, haben auch den nötigen Humor, der nötig ist, um über diesen Streifen lachen zu können. Wenn man es schafft, sich auf das Niveau des Films herunter zu begeben, wird man jedenfalls eine Menge Spaß haben. Besonders empfehlenswert sind die Killertomaten auch für einen Party-Filmabend mit Gleichgesinnten und ner Kiste Bier – Kopfklatscher gibt’s gratis dazu! Trashige 5 Zimbelaffen!!!





PS.: Die Scheibe gibts für günstig Geld als Special-Edition mit jeder Menge Extras zu kaufen.


Und hier ist noch die Anfangsszene des Films. Wenn man den Song ein paar mal zu oft hört, kriegt man ihn tagelang nicht mehr aus dem Kopf... ^^

Kommentare:

Brice hat gesagt…

das ist ein wahnsinns fil :D hab ich vor 8 jahren oder so mal im tv gesehen, da kam er nachts auf zdf oder so :D

Jan hat gesagt…

Ich hatte den das erste Mal vor 20 Jahren aus der Videothek ausgeliehen.. damals gab es dort ja noch die guten alten VHS-Kassetten. Von dem Titel hatte ich bis Datum nix gehört, aber er sprang mir sofort ins Auge... und seit dem liebe ich dieses mörderische Gartengemüse!!!