Halloween + Langeweile =



Das kommt dabei raus, wenn man nicht weiss was man vor seiner Nachtschicht machen soll und es kurz vor Halloween ist. :D

Feiert, Ihr Trashjünger! Feiert! Und dies Bitte fleißig und mit viel Alkohol!
Euer Trashonkel Ashley J. Williams wird die Nacht über euch wachen. Versprochen, aber sowat von...

Starship Troopers 3 - Marauder

(klicke aufs Cover für mehr verbugte Infos)

Release: 2008


WARNING: TRASH-REVIEW

Johnny Rico (Casper van Dien) is back und hat es mittlerweile weit gebracht. Auf einem kleinen Planeten wurde ihm die Führung der fordersten Frontlinie im Kampf gegen die Bugs anvertraut. Als Sky Marshal Aneko, sein alter Kumpel General Dix Hauser und seine alte Freundin Lola Beck (Jolene Blalock) auf einem Besuch vorbeischauen, überschlagen sich die Ereignisse. Der Außenposten wird von Bugs angegriffen und Restlos zerstört. Rico wird für diesen Verlust als Verantwortlicher angeklagt und soll gehängt werden. Gleichzeitig stürzt das Raumschiff des Sky Marshals samt Anhang auf einem Bugplaneten ab und auch die Führungsspitze der Föderation spielt ein Doppeltes Spiel. Kurzerhand wird Rico von seinem Kumpel und mit einer geheimen Mission betreut. In einem Powerranger würdigen Vorgang wird das Marauder Team gebildet, dass mit neuster Waffentechnologie den Sky Marshal samt anhang aus den Klauen der Bugs befreien soll.


Zugegeben, das Skript ist gar nicht mal so schlecht. Es strickt eine nette Story um Verrat, Verschwörung, Freundschaft und Bug-Fights und kommt somit überraschend solide daher. Man könnte sogar soweit gehen und diverse Interpretationen im Bezug auf die Nachrichtensendungen, die in regelmäßigen Abständen gezeigt werden, oder das gesamte Führungssystem der Erde anstellen. Zum Beispiel könnte man ernsthaft über die in satirischen Szenen versteckte Kritik an einem faschistischen System diskutieren, in dem die Regierung mit Medien und extremer Propaganda die Bürger gefügig macht. Man könnte über die Beraubung der freien Meinungsäußerung, ja sogar über die Beraubung der eigenen Individualität durch eben dieses System philosophieren oder sich den Kopf darüber zerbrechen, wie weit unsere eigene Welt von der Welt im Film entfernt ist.

Ja, man könnte es tun, aber das würde im Gegenzug bedeuten, dass man ernsthaft einen an der Klatsche hätte, denn „Starship Troopers 3“ ist schlussendlich nur eins: TRASH PUR!


So toll das Skript und die kritischen Elemente auch sind, sie können nicht im Geringsten vom Rest des Films ablenken. Wo fängt man am besten an? Bei den Schauspielern, die fast alle völlig unfähig sind und pures Overacting betreiben, so dass man manchen von ihnen am liebsten persönlich eins auf Nase geben möchte?! Oder bei diesen unglaublich dilettantischen CGI-Effekten, die allesamt wie eine Zwischensequenz aus einem 10 Jahre PC-Spiel aussehen?! Meine Fresse, was haben sich die Effektverantwortlichen eigentlich dabei gedacht? Die CGI-Szenen sehen aus, wie Testmaterial von „Der Rasenmähermann“ oder zumindest erste CGI-Gehversuche aus den 90igern. Allerdings sorgt das auch für mächtig viel unfreiwillige Komik oder zumindest enorm viele Kopfklatscher!

Aber zurück den schlechten Schauspielern. Casper Van Dien und Jolene Blalock machen ihre Sache ja noch ganz gut, den Rest kann man aber getrost in die Tonne kloppen.
Morgan Freeman hat mehr Talent in einer Sommersprosse als der ganze Haufen in diesem Streifen zusammen!
Dazu kommt das erwähnte Overacting der Nebendarsteller, das aber wieder zu der ebenfalls erwähnten unfreiwilligen Komik führt. Ganz krass waren dagegen die enorm riesigen, üppigen, mit Botox, Silikon und Walfett voll gestopften Lippen von Jolene Blalock. Die fielen gerade in den ersten Szenen ja quasi schon aus dem Bildschirm!

Oh, hab ich schon die Dialoge erwähnt, die so aufgesetzt wirken, dass sie einem quasi mit einem Vorschlaghammer serviert werden? Nein? Okay, dann lass ich das auch. Ich sag nur eins, die Dialoge schießen teilweise extrem am Ziel der Szenen vorbei. Einfach köstlich!

Wirklich richtig nervig an dem Film war eigentlich nur dieses ganze Gequatsche vom Glaube und „Ich glaub an Gott, glaub du auch an Gott“ Blablabla! Dazu dieses schreckliche Overacting der noch schrecklicheren Nebendarsteller… so sicherte man sich wenigstens das Privileg, schon kurz nach Erscheinung des Streifens Morddrohungen gegen Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautoren, etc. zugeschickt zu bekommen. Ist doch auch was feines, ode?!


Fazit:
Bei Jolene Blalock's heiligem Lippenstift der Unerschöpflichkeit , was haben wir gelacht! Ja, ehrlich, wir haben gelacht. Entweder das, oder wir haben uns gegenseitig die Patschefinger an den Kopp geklatscht. „Starship Troopers 3 – Marauder“ ist so bescheuert, dass er schon wieder gut ist. Nicht unbedingt Trash der Güteklasse A, aber zumindest nahe dran. Oder sagen wir mal anders: Ich überlegte kurzzeitig, ihn aus meiner Sci-Fi-Ecke zu entfernen und bei den Trashgranaten einzuordnen. Irgendwie ist er aber beides und damit darf er bleiben, wo er ist. Das Skript ist insgesamt solide, die Umsetzung allerdings unterste Schublade. Da kann auch ein Casper Van Dien oder eine Jolene Blalock mit riesigen Lippen nix dran ändern. Auch wenn dabei so eine krasse Scheiße… eh… so toller Trash raus gekommen ist, ist es doch schade, dass Paul Verhoven’s „Starship Troopers“ einfach keinen auch nur ansatzweise würdigen Nachfolger erhält. Dabei sollte das bei dem Thema eigentlich locker realisierbar sein. Naja, zumindest ist der Film besser als der zweite Teil - der war nämlich nur doof!

4 wohlwollende trashige Affenköppe!


PS: Oh shit, ich hab ja völlig vergessen den "Titten-Overkill" in der 64. bis 66. Minute zu erwähnen! Ne, davon gibbet jetzt kein Bildchen... später vielleicht! Guckt den Film selber, ey!!


PPS: Der Song vom Sky Marshal ist übrings einfach nur einsame Spitze. Schon allein wegen dem kompletten Musikvideo sollte man sich die DVD zu legen!! ;-D Ach was sag ich... ICH LIEFERE EUCH DEN SONG VON SKY MARSHAL ANEKO, der olle Playboy, LIVE UND IN FARBE!!!



Zitat of the Moment:

"Sie haben sicher schon von den Gerüchten gehört das meine Filme mit Nazigold finanziert sind. Was soll ich sagen? Es ist wahr!"- Uwe Boll als er selbst in "Postal"

Tunnel Rats

Oh gott, Uwe, warum?! Obwohl... auf den zweiten Blick sieht der Trailer zu "Tunnel Rats" gar nicht mal so schlecht aus. Zwar nicht nach einem Kriegsfilm, sondern eher nach einem Dschungel-Slasher, aber was solls. Ist übrigens diesmal andersrum bei Herrn Boll. Aus dem Film soll ein Spiel werden. Na dann...

PAS DES DEUX - DEMASKIERUNG


Pas des deux:
Die alte Nummer 2 aus „Die Glocken von Big Ben“ ist zurück im Dorf und sieht nur noch eine Möglichkeit an die Geheimnisse von Nummer 6 zu kommen: Ein (Psycho-) Duell auf Leben und Tod. Es kann nur ein Gewinner geben - entweder Nummer 2 bekommt die Informationen oder stirbt bei dem Versuch. Zu diesem Zweck werden beide für 7 Tage im so genannten Embryo-Raum isoliert.
Die vorletzte Episode entstand zu einem Zeitpunkt, in der die abschließende Folge noch nicht einmal in Planung war. MacGoohan, der das Drehbuch verfasste, ließ sich vor allem von den 7 Lebensstadien von Shakespeare inspirieren und inszenierte eine Art Bühnendrama. Schauspielerisch wurde von MacGoohan und LeoMcKern enorm viel abverlangt und McKern versetzte sich so akribisch in seine Rolle, dass er während der Dreharbeiten einen Zusammenbruch erlitt. Außerdem wird auch das einzige Mal direkt von Nummer 6 erwähnt, warum er seinen Rücktritt eingereicht hat. Überhaupt brilliert diese Episode neben dem intensiven Duell mit einer Mischung aus beantworteten und neu aufkommenden Fragen.

Demaskierung:
Nummer 6 hat sich nach dem Duell mit Nummer 2 das Recht erkämpft, als Individuum anerkannt zu werden und muss am Ritual der Amtseinführung teilnehmen. Ihm wird freigestellt zu gehen oder als neue Nummer 2 zu herrschen. Doch vorher muss er eine Gerichtsverhandlung mit ansehen, in der sich verschiedene Personen verantworten müssen, die sich gegen das System gestellt haben. Am ende bekommt Nummer 6 endlich die Chance, das Geheimnis um Nummer 1 zu lüften, doch ihn erwartet eine große Überraschung.
Ein Jahr nach den Dreharbeiten zu „Pas des Deux“ hatte MacGoohan immer noch kein passendes Ende für die Serie gefunden und schrieb das Drehbuch in einem 36stündigen Marathon in seiner Kabine. Heraus kam eine Folge, die sowohl kritisch, angreifend, surreal und vor allem verwirrend ist. Die Aufklärung der Identität von Nummer 1 wirkte auf die damaligen Zuschauer absolut unbefriedigend, da ein Standart Bösewicht a la James Bond erwartet wurde. Die Machart der Folge und die daraus resultierende Unzufriedenheit führten dazu, dass MacGoohan vorübergehend aus England flüchten musste. Fakt ist, dass „Demaskierung“ einer der groteskesten und surrealsten Serienfolgen ist, die jemals produziert wurden. Der Interpretationsspielraum ist riesig und war damit seiner Zeit und dem Horizont des Publikums zu weit voraus. Es ist ratsam gerade die letzten beiden Episoden mehr als einmal zu gucken und sich dann im Kontext der gesamten Serie eine eigene Meinung zu den Geschehnissen um Nummer 6, Nummer 1 und alle anderen ungeklärten Geheimnisse zu bilden!

Wie MacGoohan selber sagte:
„Erklärungen vernebeln das, was die Serie sein sollte: Ein allegorisches Rätsel, das jeder selbst interpretieren sollte. Wenn man ein Rätsel erklärt, ist es kein Rätsel mehr. Wenn man allerdings nach einer Erklärung verwirrter ist als zuvor, geht das Rätsel weiter…“

Be seeing you!

3-2-1-0 - A,B UND C - LIVING IN HARMONY


3-2-1-0:
Zu dieser Folge möchte ich keine kurze Inhaltsangabe schreiben. Es handelt sich um die Verfilmung eines Drehbuches, welches eigentlich für MacGoohans alte Serie „Danger Man“ erarbeitet wurde. Für „Nummer 6“ schrieb man die Story zu einer surrealen Traumsequenz um und ergänzte den Plot etwas, um auch Nummer 2 mit einbeziehen zu können.
Insgesamt fällt diese Episode damit völlig aus dem Gesamtkonzept und als Zuschauer erfährt man erst in den letzten 5 Minuten, was der ganze Zirkus überhaupt soll. Trotzdem sollte jeder selber entscheiden, ob er die Folge mag oder nicht, denn einige skurrile Schauwerte hat sie auf jeden Fall.



A,B und C:
Eine alte Nummer 2 bekommt eine zweite Chance und dazu drei Tage Zeit, dass Geheimnis von Nummer 6 endlich in Erfahrung zu bringen. Mittels einer Droge gelingt es, in die Träume von Nummer 6 einzudringen und diese zu Manipulieren. Damit setzt Nummer 2 in voller Absicht das Leben von Nummer 6 aufs Spiel, obwohl ihm auf keinen Fall physischer oder psychischer Schaden zugefügt werden darf.
Wird anfangs noch gesagt, dass Nummer 6 auf keinen Fall verletzt werden darf, benutzt Nummer 2 hier sehr drastische Mittel, um ihm seine Geheimnisse entlocken und es wird klar, dass die Schonfrist von Nummer 6 langsam vorbei ist - denn irgendwann muss jeder entweder reden oder sterben. Informativ, hinterlistig, spannend!



Living in Harmony:
Nummer 6 findet sich in Harmony wieder, allerdings auch mitten im wilden Westen. Gerade hat sein Amt als Sheriff niedergelegt, da schlug man ihn nieder und verschleppte ihn hier hin. Ohne Pferd und ohne die Möglichkeit einer Flucht lässt er sich vom Richter des Dorfes den Post als neuer Sheriff aufzwingen. Damit beginnen aber erst die wahren Probleme.
Genau wie „3-2-1-0“ handelt es sich hier um ein umgeschriebenes Drehbuch und ist auf MacGoohans Wunsch, einmal in einem Western mitzuspielen zurückzuführen. Allerdings sind hier eindeutige Parallelen zu erkennen. Die Amtsniederlegung, die Entführung, die Drangsalierung durch den Richter oder die Dorfgemeinschaft – alles ist genau so wie immer, spielt nur in einer anderen Zeit und an einem anderen Ort. Interessant, sehenswert, souverän inszeniert und mit einer ordentlichen Prise Psychoterror versehen, kann diese Folge definitiv begeistern. Es ist übrigens die letzte der vier Episoden, die in Deutschland nicht gezeigt wurden. In den USA wurde sie ebenfalls aus der Serie gestrichen, und das, obwohl vordergründig die amerikanischste Folge ist.


DER GENERAL - DAS AMTSSIEGEL - A CHANGE OF MIND


Der General:
Im Dorf geht eine neue Modeerscheinung um: Das Schnelllernen. Innerhalb von nur drei Minuten können die Absolventen bequem vor dem Fernseher das Wissen eines gesamten Semesters erlernen. Ausgeführt wird das Programm von einem Professor, wobei im Hintergrund der General die Fäden zieht. Nummer 6 wird misstrauisch und betreibt eigene Nachforschungen. Mit dieser Episode hatte es MacGoohan vor allem auf das englische Bildungssystem abgesehen. Seine Kritik in Form der Schnelllernmethode ist offensichtlich und kann auch heute noch aufgegriffen werden. Außerdem kann Nummer 6 in dieser Folge endlich wieder einen Sieg für sich einfahren.



Das Amtssiegel:
Eine neue Nummer 2 steht kurz vor der Amtseinführung und plant gleichzeitig die alte Nummer 2 während der Zeremonie ermorden zu lassen. Nummer 6 kommt hinter diese Verschwörung und versucht den Mord zu verhindern.
In dieser Folge geht es nicht ausschließlich um das Lüften der Geheimnisse um Nummer 6, sondern um die Machbesessenheit, welche mit dem Posten als Nummer 2 einhergeht, und um die Möglichkeit, aus Gefangenen Marionetten zu machen. Auch Nummer 6 agiert zunächst als Marionette, bevor er hinter die Machenschaften von Nummer 2 kommt.



A change of Mind:
Durch sein aggressives und rebellierendes Wesen fällt Nummer 6 in Ungnade und muss sich vor einem Ausschuss, auf den auch Nummer 2 keinen Einfluss hat, verantworten. Als sich Nummer 6 Verhalten nicht ändert, wird er als unkonform abgestempelt und es werden ihm zunächst alle sozialen Kontakte verboten. Anschließend soll jegliche Aggressivität von Nummer 6 unterdrückt werden und zwar durch die Entfernung des vorderen Hirnlappens per operativen Eingriff.
Die dritte in Deutschland nie ausgestrahlte Folge wurde wahrscheinlich auch wieder wegen den damaligen drastischen Bildern aus der deutschen Ausstrahlung entfernt. Wurden die Dorfbewohner in „Schachmatt“ noch als nett und freundlich dargestellt, sind sie hier das genaue Gegenteil. Wer nicht für die Gemeinschaft, ist gegen sie und muss eingegliedert werden, notfalls mit Gewalt. Parallelen zu einer Gesellschaftlichen Form des Faschismus’ sind unverkennbar, unter dessen Folgen Nummer 6 arg zu leiden hat.


HAMMER & AMBOS – THE SCHIZOID MAN – HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH


Hammer und Ambos:
Eine neue, sadistisch veranlagte Nummer 2 treibt ihr Unwesen im Dorf und treibt eine Frau während eines Verhörs in den Selbstmord. Nummer 6 kann diese Methoden nicht dulden und sinnt auf Rache. Durch geschickte Manöver treibt er die paranoide Nummer 2 in den Wahnsinn und hetzt ihn schließlich gegen seine eigenen Leute auf.
Bisher zog Nummer 6 bei Flucht- oder Störversuchen immer den Kürzeren, doch diesmal sitzt er am längeren Hebel und geht aus dem Psychoduell mit Nummer 2 als klarer Gewinner hervor. Dies ist somit einer der wenigen Folgen, in der Nummer 6 von Anfang an am längeren Hebel sitzt, was äußerst unterhaltsam ist und eine sehr nett inszenierte Ablenkung darstellt.



The schizoid man:
Nummer 6 wacht eines Morgens auf und ist Nummer 12. Schwarze Haare, Linkshänder, alles macht ihm weiß, dass er nicht mehr Nummer 6 ist. Von Nummer 2 wird er anschließend beauftragt, dem Mann, der ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ist und sich für die wahre Nummer 6 ausgibt, seine Geheimnisse zu entlocken. Nummer 6 ist verwirrt und zweifelt an seiner eigenen Existenz.
Wieder eine Episode, die in Deutschland nicht ausgestrahlt wurde, was wahrscheinlich auf die recht drastische Darstellung von Gehirnwäsche zurück zu führen ist. Nummer 6 wird hier ziemlich heftig mitgespielt und obwohl er den Spieß umdrehen kann, erleidet er schlussendlich doch noch einen herben Rückschlag. Verwirrend gut!



Herzlichen Glückwunsch:
Als Nummer 6 seine Wohnung morgens verlässt, ist das Dorf wie leer gefegt. Keine Menschenseele ist weit und breit zu finden und auch Nummer 2 schein verschwunden. Kurzerhand baut sich Nummer 6 ein Floß und sticht in See. Nach Wochenlanger reise kommt er schließlich wieder in London an und trifft in seinem alte Haus auf die neuere Besitzerin, die ihn aufnimmt. Jetzt muss er nur noch seine ehemaligen Vorgesetzten von seiner Entführung überzeugen. Die halten ihn nämlich für einen Doppelspion. Und auch die Obersten des Dorfes spielen ein doppeltes Spiel mit Nummer 6.
Diese Episode gehört zu den wenigen, in der Nummer 6 die Flucht (vorerst) gelingt. Er schafft es tatsächlich bis nach London zurück und kann mit Hilfe seiner ehemaligen Arbeitgeber sogar den ungefähren Standort des Dorfes ermitteln. Die ersten zwanzig Minuten kommen fast ohne Dialoge aus und werden nur von der schauspielerischen Leistung MacGoohan’s getragen. Damit gehört die Folge zu den atmosphärisch dichtesten der Serie.

FREE FOR ALL – DIE GLOCKEN VON BIG BEN – 2 : 2 = 2


Free for all:
Wahlen finden im Dorf statt. Nummer 2 schlägt Nummer 6 vor, als Gegenkandidat anzutreten und räumt ihm so die Chance ein, die neue Nummer 2 zu werden. In der Absicht, die Kontrolle über den Ort zu erlangen, willigt Nummer 6 ein.
Hier führte MacGoohan das erste Mal Regie und schrieb außerdem das Drehbuch. Ab dieser Folge riss MacGoohan bei der Produktion auch immer mehr das Ruder an sich. Auch rechnet MacGoohan hier erbarmungslos mit der Politik und der Presse ab. Wahrscheinlich erschien wegen dieser kritischen Botschaft diese Episode nicht in Deutschland.


Die Glocken vom Big Ben:
Eine neue weibliche Bewohnerin trifft im Dorf ein und versucht sogleich Nummer 6 für eine Flucht zu begeistern. Sie behauptet aus sicheren Quellen zu wissen, wo der Ort liegt, und wie man von dort verschwinden kann. Ein Kunstwettbewerb dient als geeignete Fluchtmöglichkeit zurück nach London.
Wieder eine Episode, die viele Informationen zu tage fördert. Erste Details über die Lage des Ortes werden erwähnt und die allgegenwärtige Macht von Nummer 2 wird ein weiteres Mal mehr als deutlich dargestellt.


2 : 2 = 2
Nummer 6 wacht plötzlich in seiner Londoner Wohnung auf und steckt zu seiner Überraschung in einem fremden Körper. Er hat seinen Körper durch Gedankenübertragung mit dem eines Freiwilligen getauscht. Seine einzige Möglichkeit, seinen alten Körper zurückzubekommen ist Doktor Seltzmann. Der wird wegen seiner Erfindung allerdings auch von Nummer 2 und den Oberen des Dorfes gesucht.
Diese Episode wurde fast komplett ohne MacGoohan gedreht, der für ein Filmprojekt in den USA unterwegs war. Erst nach seiner Rückkehr wurden die benötigten Szenen mit Nummer 6 nachgedreht. Auch wenn die „neue“ Nummer 6 etwas unglaubwürdig erscheint und viel Stock Footage verwendet wurde, ist dabei (aus der Not heraus) trotzdem eine gute Episode entstanden.


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DIE ANKUNFT – SCHACHMATT – DIE ANKLAGE


Die Ankunft:
Der Mann, welcher im Vorspann in seiner Wohnung betäubt und entführt wird, wacht in seiner Unterkunft im Dorf auf. Verwirrt rennt er durch die Straßen, sucht intuitiv einen Ausweg, doch findet keinen und auch aus Gesprächen, die er mit Ortsansässigen führt, wird er nicht schlau. Schließlich zitiert ihn Nummer 2 zu sich und verkündet, dass er nun an Nummer 6 ist. Nummer 6 solle einfach alle geforderten Informationen preisgeben und vielleicht könnte er dann wieder nach Hause. Nummer 6 sträubt sich natürlich gegen diese Behandlung. Sein einziger Gedanke ist Flucht, doch die wird schnell von Rover vereitelt.
Diese erste Folge, die MacGoohan selbst als den besten jemals produzierten Pilotfilm ansieht, liefert dem Zuschauer alle nötigen Infos, die nötig sind, um Interesse für mehr zu wecken: Die wichtigsten Dinge über das Dorf und die Strukturen der Administration, die Gier von Nummer 2 nach Informationen, die Unmöglichkeit einer Flucht, die ständige Überwachung aller Bewohner und die nicht zu beantwortende Frage nach Nummer 1. Komprimiert auf normale Serienlauflänge ist sie nicht nur die erste, sondern auch einer der Besten Folgen der Serie. Ganz zu schweigen von den aufgewühlten Reden von Nummer 6, in denen seine Abscheu gegen das System nur zu deutlich wird, und seiner perfekt dargebotenen Schauspielerischen Leistung, die am ehesten mit einem gerade eingesperrten Tier zu vergleichen ist.


Schachmatt:
Im Dorf findet ein Schachturnier statt, doch anstelle von kleinen Holzfigürchen dienen die Dorfbewohner als Schachfiguren. Nummer 6 wird dabei auf den Turm aufmerksam, der sich ebenfalls seine Unabhängigkeit bewahrt zu haben scheint. Gemeinsam fangen sie an, einen Fluchtplan zu schmieden.
Schachmatt ist die Folge mit den meisten Außenaufnahmen des Dorfes. Nur sehr wenig musste im Studio gedreht werden, wo durch diese Folge mit starker Atmosphäre aufwarten kann. Dies außerdem einer der Folgen, die von MacGoohan als wirklich wichtig betrachtet werden.


Die Anklage:
Ein alter Kollege nimmt mit Nummer 6 Kontakt auf. Wenig später findet er seine Leiche am Strand und schickt sie samt Rettungsring und Nachricht zurück aufs Meer. Damit er den Bogen überspannt und muss sich vor Nummer 2 und einem Lynchgericht verantworten.
Eine Folge, die viel Raum für Interpretation lässt, ein paar Fragen beantwortet, aber umso mehr Fragen aufwirft.

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Superstau

(klicke aufs Cover für mehr gestaute Infos)

Release: 1991


Willkommen beim Asi-Abend der Trash-Academy!

Wer schätzt sie nicht, die guten alten deutschen Komödien. Klassiker, wie „Zwei Nasen tanken super“, über "Mann spricht Deutsh", bis hin zu neueren Werken, wie „Was nicht passt wird passend gemacht“ bezeugen den eigenwilligen und ganz speziellen Sinn für Humor der Deutschen. Wenn der Film dann noch durch die Überzeichnung der unterschiedlichen Kulturen Deutschlands und der Darbieten von jeder Menge Marotten, die die Menschen Anfang der 90iger kurz nach der Wiedervereinigung so hatten, lebt, kann eigentlich nur eins dabei rauskommen: Totaler Blödsinn und damit genau das richtige für uns.

Für diejenigen, die den Superstau noch nicht kennen, kommt jetzt mal ne Zusammenfassung: Endlich Sommerferien, komischerweise in ganz Deutschland gleichzeitig. Die Autowelle rollt Richtung Süden und mit ihr eine Familie aus’m Ruhrpott, eine Familie aus Bayern und eine Familie aus Thüringen (?). Ein paar Autobahnstunden später hocken alle zusammen in einem Superstau und die Kulturen prallen auf einander. Zum Glück gibbet noch den Commander, die olle CB-Funksau, der mit seinem Ford Granada mitten drin steckt und zusammen mit seinem Kumpel Mustang versucht, den Ausnahmezustand möglichst glimpflich über die Bühne zu bringen. Kollege Mustang hat immerhin den Superstau im Winter `72 miterlebt und weiß, was in einem solchen Fall zu tun ist. Kurzerhand werden Parzellen abgesteckt und Toilettengänge in die freie Wildbahn organisiert. Jedenfalls bis dem Commander seine Fluppen ausgehen.
„Hömma, meine Freundin hat die Pille abgesetzt. Die nimmt jetz die Glücksspirale! Datt war der neuste Witz vom Commander!“

Die Bayern in ihrem prolligen Wohnmobil lässt das alles kalt, da sie sowieso auf alles vorbereitet sind. Außerdem hat Ottfried Fischer ganz andere Sorgen: Seine Frau versteht sein Schnipsen nicht (einmal Schnipsen = Gib mir mein Bier, Weib! Zweimal Schnipsen = Gib mir die Chipstüte) und außerdem hat er arge Probleme mit seinem Stuhlgang. Die Frau tut, wie ihr befohlen und rollt nebenbei den grünen Camping-Vorzelt-teppich vor dem Wohnmobil aus und steckt mit dem Klappzäunen das Grundstück ab.
"Mei Stuhl is hart wie Steinkohle und k’nau so schaut er au’ aus"

Die Ruhrpottler hingegen müssen die Fähre nach Korsika rechtzeitig erreichen, wofür Papa Ralle Richter nach der Nachtschicht aufm Pütt (Zeche Zollverein in Essen) nicht mal duschen war und noch rabenschwarz wie gerade ausm Schacht geklettert losbrettert. Wie es so seine Art ist, macht er seinem Unmut mit typischer Ruhrpottschnauze Luft und hat die ganze Zeit einen gefühlten Blutdruck von 180. Der Urlaub is schließlich schon seit Januar gebucht! Außerdem säuft sein Sohn die ganze Caprisonne weg und muss andauernd aufs Klo, watt Papa Ralle zur Weißglut treibt. Seine Konfirmationsuhr zeicht ihm, der Zeitplan ist eng und für Pinkelpausen is keine Zeit.
Pachulke mein Name! Ich hätte da ma ne Frage an sie!“

Und die Ossis gibt’s ja auch noch! Zusammen mit Muddi und Vaddi fahren Tochter und Ehemann im kleinen Trabbi samt Anhänger in Richtung Italien und erkennen schnell, dass die Wiedervereinigung vielleicht doch nicht ganz so toll ist. Kapitalistische Raffzähne, die einem die Club-Cola unterm Arsch wegkaufen und die Zustände in der Küche einer Autobahnraststätte lassen sie an der neu gewonnenen Freiheit zweifeln. Zwischendurch sucht ein Kerl immer wieder sein kleines gelbes Auto mit so kleine gelbe Radkäpsche’ und eine Gruppe bayrische Touristen diskutiert wild über den Staugrund, der scheinbar durch einen Jugoslawen entstanden ist, der sich mit Tanklaster samt Talbrücke in die Luft gejagt haben soll. Klar, dass das dicke Ende erst noch kommt, bevor es endlich weitergehen kann.
"Drogen, Prostitution und diese Raserei das ham wir alles mit dem Staatsvertrag übernommen."


Ehrlich: „Superstau“ ist deutsche Asi-Kultur in Reinform. Klar kann das nur anhand von Vorurteilen funktionieren und so kriegt jeder irgendwie sein Fett weg - ob es jetzt die spießbürgerlichen, überkorrekten und vor allem erzkonservativen Bayern sind, bei den die Frau noch dem Mann zu gehorchen hat oder die Ruhrpottler, die scheinbar nur aus Chaoten bestehen und nur durch Rumgeschnauze kommunizieren können. Nur die Ossis stellen eine kleine Ausnahme dar. Sie werden mit ihrer Naivität und der Rosaroten Brille, mit der sie durch den Westen brausen, eher absichtlich verarscht, was aber nicht heißen soll, dass das nicht lustig wäre. Da wir aus dem Ruhrpott kommen, liegen unsere Sympathien natürlich ganz klar Ralf Richter und dem Commander, der übrigens aus Gelsenkirchen kommt.


Fazit:
Ich will gar nicht mehr viel über den Film schreiben, denn so richtig beschreiben kann man den Streifen eh nicht. Er lebt einzig und allein von Vorurteilen und seinen wenigen deutschen Schauspielergrößen. Er greift Vorurteile geschickt auf und überzeichnet sie derart, bis nur noch purer Wahnsinn übrig bleibt und ich garantiere jedem, der sich auf das äußerst niedrige Niveau des Films herablassen kann, ein richtig beklopptes Filmerlebnis. Bei einer Laufzeit von gerade mal 75min. kann man den Kulturschock sowieso noch ganz gut verkraften. Außerdem gibt es oben drauf auch noch jede Menge zitierwürdige Zitate und so kann man auch später noch von dem Streifen zähren und sich nach einem gebrachten Zitat in bierseliger Kumpelrunde Zustand die ein oder andere Freudenträne aus dem Knopfloch drücken. Ey, und wenn euch der Film nicht gefällt, ne, dann kommt der Commander und der Ralle und die haun euch kaputt! 4 Asi-Affenköpfe für diese Trashgranate des deutschen Kulturguts!




PS: [EDIT] Superstau gibts jetzt doch auf DVD!!! Also offiziell, nix mehr Bootleg. Dafür aber ziemlich teuer, aber da wird sich wohl erstmal nix dran ändern...

Zitat of the Moment:


"Großer Gott, Brick, du hast jemanden mit einem Dreizack getötet." - Anchorman - Die Legende von Ron Burgundy

Einfach ansehen...

... und auf sich wirken lassen. Da ich mir gerade den Anfang der siebten Staffel von Family Guy antue, dachte ich mir, packe ich diesen ca 37 Sekunden lange Clip auf en Blog. Unter uns: auf die "Tanzmoves" fahren die Frauen voll ab. ;D

Porn without sex


Ja, manch einer wird sich beim lesen der Überschrift fragen: wer denkt sich einen solchen schwachfug aus. Einen Porno ohne Sex an den Mann zu bringen ist doch mehr als nur unsinnig. Aber es soll Leute geben, die sich denken: ein Porno ist eigentlich ein gar nicht mal sooo schlechter Film, wenn der Sex nicht nur immer die Handlung kaputt machen würde.

Das muss sich zumindest James Gunn gedacht haben, der bereits Filme wie Slither und Dawn of the Dead gedreht hat. Als Darsteller hat er sich auch direkt Firefly Captain Malcolm „Mal“ Reynolds, alias Nathan Fillion und Aria Giovanni ins Boot geholt. Was aus seinem wahnwitzigen Vorhaben genau geworden ist, und was der "Nagel"werfer damit am Hut hat, findet ihr am besten raus, wenn ihr euch das Video antut. Und ja, ein Porno ohne Sex kann auch unterhalten. ;D

Nummer 6 - Episodenführer

Wie bereits erwähnt, herrscht bei der Reihenfolge der Episoden ein großes Durcheinander. Fans und Forscher diskutieren schon seit Jahrzehnten über die „Richtigste“ Reihenfolge, ohne dabei auf einen grünen Zweig kommen. Es ist eine quasi unlösbare, nervenzehrende Aufgabe. Fakt ist, dass „Nummer 6“ in fast allen Ländern, in denen die Serie gezeigt wurde, in unterschiedlicher Reihenfolge ausgestrahlt wurde. Deutschland fällt dabei völlig aus dem Muster, denn Hierzulande herrschte das größte Durcheinander, wobei 4 der 17 Folgen niemals gezeigt wurden.

Allerdings kann eine grobe "Grundidee" in der Reihenfolge anhand von z.B. Querverweise in Dialogen oder Zeitangaben ermittelt werden, wodurch man eine eine halbwegs chronologische Reihenfolge auf die Beine stellen kann, welche den Zuschauer nicht mehr als nötig verwirrt. Ein paar Logiklöcher und Widersprüche werden zwar bestehen bleiben, die auszuradieren ist allerdings unmöglich.

Auf der Seite "Match Cut", welche sich ausschließlich mit "Nummer 6" beschäftigt, sind weitere interessante Fakten zur Episodenreihenfolge aufgeführt. Neben einer selbst entwickelten Reihenfolge ist dort auch folgendes zu lesen (frei wiedergegeben!):

Neben den chronologischen Aspekten muss ein anderes Augenmerk auf den Schauwerten und einem Mix aus Handlungsorientieren und intellektuellen Folgen liegen. Ein Aspekt, den man bei einer Serie dieses Kalibers durchaus berücksichtigen muss. Auch ist es wichtig, dass dem heutigen Zuschauer ein gewisses Maß an Nachvollziehbarkeit geboten wird, um überhaupt Interesse für die Serie zu entwickeln.

Wie bereits erwähnt findet sich auf "Match Cut" neben der BBC-Reihenfolge auch eine selbst zusammengestellte. Nachdem ich jetzt alle Folgen sowohl in der BBC-Reihenfolge, als auch in der "Match-Cut"-Reihenfolge gesehen habe, muss ich dazu ganz klar sagen: Letzte macht mehr Sinn und auch mehr Spaß. Wer mehr über die Intention hinter der neuen Reihenfolge lesen will, sollte sich HIER mal umschauen.

Nachfolgend die von mir favorisierte „Match-Cut Reihenfolge“ inkl. Englischer Episodennamen und BBC-Reihenfolge:

1. Die Ankunft – The Arrival – BBC Folge 1
2. Schachmatt – Chackmate – BBC Folge 9
3. Die Anklage – Dance of the dead – BBC Folge 8
4. Free for all – BBC Folge 4 (keine deutsche Synchro)
5. Die Glocken von Big Ben – The Chimes of Big Ben – BBC Folge 2
6. 2 : 2 = 2 - Do not forsake me oh my darling - BBC Folge 13
7. Hammer und Ambos – Hammer and Anvil – BBC Folge 10
8. The schizoid Man – BBC Folge 5 (keine deutsche Synchro)
9. Herzlichen Glückwunsch - Many Happy Returns – BBC Folge 7
10. Der General – The General – BBC Folge 6
11. Das Amtssiegel - It’s your funeral – BBC Folge 11
12. A Change of Mind – BBC Folge 12 (keine deutsche Synchro)
13. 3-2-1-0 - The girl who was death – BBC Folge 15
14. A,B und C – A, B and C – BBC Folge 3
15. Living in Harmony – BBC Folge 14 (keine deutsche Synchro)
16. Pas des Deux - Once upon a time – BBC Folge 16
17. Demaskierung - Fall Out – BBC Folge 17



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"Nummer 6"-Special


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IMDB-LINK

Ein Mann rast mit seinem pfeilschnellen Lotus Super Seven über einen leeren Highway. Donner grollt im Hintergrund, der Himmel ist zugezogen und beschreibt das drohende Unheil. Doch der Mann rast weiter. Weiter zu seinem wohl wichtigsten Gespräch. Schließlich kommt er in London an und fährt in die Tiefgarage seiner Arbeitsstätte. Unter erneutem Donner stapft er durch die dunklen Gänge. In sein Gesicht ist die pure Entschlossenheit gemeißelt. Genau mit diesem Gesichtsausdruck reißt er wenig später die Tür zum Büro seines Bosses auf und knallt ihm donnernd sein Rücktrittsschreiben auf den Schreibtisch. Wieder zu Hause angekommen packt er schnell seine Sachen, will in den verdienten Urlaub, doch man kommt ihm zuvor. Gas strömt durch das Schlüsselloch seiner Wohnungstür und das letzte, was er sieht, sind die Wolkenkratzer Londons.

Nach einem traumlosen Schlaf erwacht er in einem fremden Bett. Noch benommen von der Betäubung taumelt er zum Fenster, öffnet es und blickt hinunter auf einen unbekannten Ort.

Nach diesem Vorspann folgt der immer gleiche Dialog...

- "Wo bin ich?
- Sie sind da.- Was wollen sie?
- Informationen!
- Auf wessen Seite sind sie?
- Wir sind auf der richtigen Seite. Wir wollen Informationen, Informationen!
- Ich sage nichts.
- So oder so, sie werden sprechen.
- Wer sind sie?
- Die neue Nummer Zwei.
- Wer ist Nummer Eins?
- Sie sind Nummer Sechs.
- Ich bin keine Nummer, ich bin ein freier Mensch!
- Ha, ha, ha...!"

...und läutet eine neue Folge von "Nummer 6" ein - im Original wesentlich passender "The Prisoner" benannt.


Nummer 6 ist nach seinem Rücktritt im Dorf - "The Village"- gefangen und er ist nicht der einzige. Das Dorf ist gefüllt mit Menschen verschiedenster Herkunft. Alle verbindet eine Vergangenheit als Geheimnisträger. Die einen sind ehemalige Wissenschafter oder Geheimagenten, andere haben nur aus Versehen vom Dorf erfahren und fanden sich wenig später dort wieder. Auch Nummer 6 war ein Geheimagent und gehört somit zu diesen Geheimnisträgern, ohne jedoch jemals etwas darüber preiszugeben. Kontrolliert wird das Dorf von Nummer 2, dessen Person sich von Folge zu Folge ändert. Alle wollen hinter das Geheimnis von Nummer 6 kommen, welches offensichtlich von enormer Bedeutung ist. Doch niemand schafft es, gegen die störrische, individualistische und clevere Art von Nummer 6 anzukommen, geschweige denn, irgendwelche Informationen zu erlangen oder den Willen von Nummer 6 zu brechen.

Nummer 6 hingeben wird schnell von klar definierbaren Größen getrieben. Zum einen will er um jeden Preis fliehen. Zum anderen möchte er aber auch hinter das große Geheimnis von Nummer 1 kommen, der im Hintergrund die Fäden zieht und nie persönlich in Erscheinung tritt. Während seines Aufenthaltes im Dorf versucht er stets gegen das System anzukämpfen und sein Leben als eigenständiges Individuum zu bewahren. Dazu gehört in erster Linie, keine Fragen zu seinem ungeklärten Rücktritt zu beantworten. Dabei hat er nicht nur mit den hinterlistigen Plänen und der ständigen Überwachung von Nummer 2 zu kämpfen, sondern auch mit dem einfachen Umstand, dass er nicht weiß, wer im Dorf ein Gefangener und wer ein Wächter ist.
Im Dorf selber gibt es keine Grenzen, keine künstlichen Barrieren oder Mauern. Alles wird Überwacht, überall sind Kameras und Mikrofone installiert. Straßen nach Außerhalb gibt es keine und hohe Berge umschließen die Bucht und den Ort darin auf natürliche Weise. Boote oder Helikopter können zudem per Knopfdruck ferngesteuert werden und wenn alle Stricke reißen und sich ein Gefangener tatsächlich zu weit vom Dorf entfernt, tritt "Rover" in Erscheinung - eine riesige weiße Latexkugel, die mit nervenaufreibenden Brüllgeräuschen die Verfolgung aufnimmt. Begegnungen mit "Rover" enden nicht selten mit dem Tod, nur ist Nummer 6 dafür zum Glück zu wertvoll.
Wem das jetzt was sagen sollte, den darf ich an eine Simpsonsfolge erinnern, in der sich Homer auf "Der Insel" wieder findet, nachdem zu viele Gerüchte als Mr.X auf seiner Internetseite verbreitet, und ebenfalls vor "Rover" flüchtet. Alledings nimmt die Sache bei den Simpsons einen etwas anderen Ausgang (zu sehen in der Folge "Mr. X und der Website-Schund" - "The Computer Wore Menace Shoes").


Die Serie aus dem Jahre 1967 umfasst insgesamt 17 Folgen, wobei die eigentliche Grundidee und viele Folgen aus der Hand und unter der Regie des Hauptakteurs und ausführenden Produzenten Patrick McGoohan entstanden sind.Anfangs war es McGoohans Idee, eine Miniserie zu produzieren. Da dieses Format jedoch zu damaliger Zeit absolut unüblich war, entschied sich BBC für eine Verlängerung auf insgesamt 17 Folgen.Die Produktion verlief jedoch nicht ganz ohne Schwierigkeiten und es kam schon mal vor, dass Drehbücher erst kurz vor Drehbeginn fertig gestellt wurden. Auch seitens des BBC war man Unzufrieden über den Werdegang der Serie, denn die erhofften Einschaltquoten blieben aus. Im krassen Gegensatz dazu stand ein enormes Budget, welches McGoohan zur Verfügung hatte und auch nutze, was man deutlich an den Kulissen oder den Außenaufnahmen erkennen kann.

Die vielen Produktionsschwierigkeiten führten schlussendlich auch zu einem der größten Geheimnisse der Serie: Die exakte Episodenreihenfolge! Nicht mal beim BBC ist man sich einig, in welcher Reihenfolge die Episoden korrekt zusammengehören. McGoohan schweigt seit Jahrzehnten über dieses Phänomen und genauso lange zerreißen sich schon die Fans die Mäuler darüber. Jedoch konnte bis heute keine eindeutige Reihenfolge festgelegt werden. Da zum Glück alle Episoden in sich abgeschlossen sind und nicht auf einander aufbauen, bilden sowohl die erste als auch die letzten beiden Episoden die Klammer, um das Konstrukt zusammen zu halten.
"The Prisoner" ist ebenfalls keinem Genre genau zuzuordnen. Sowohl Drama, Thriller und Science-Fiction fließen in die Serie mit ein. Dazu gesellt sich der allgegenwärtige Charme der 60iger Jahre, was vor allem an den Indoor-Kulissen sichtbar wird: Lavalampen, Eierschalensessel, technische Geräte, etc.

Oberflächlich betrachtet versucht sich Nummer 6 nicht unterkriegen zu lassen. Er lässt sich nicht zu einer Nummer degradieren oder sich in das im Dorf bestehende System zwängen. Er untergräbt die Autoritäten wo er nur kann, wodurch er immer mehr über seinen „Feind“ erfährt und im Umkehrschluss versucht, so wenig wie möglich über sich selbst preiszugeben. Das sind wie gesagt jedoch nur Oberflächlichkeiten und Nummer 6 Suche nach Nummer 1 oder seine Fluchtversuche dienen eigentlich nur als Aufhänger, um das Interesse beim Zuschauer zu wecken und aufrecht zu erhalten
Näher betrachtet verfolgt die Serie einen ganz anderen Hintergrund. Sie hält der Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt dem Zuschauer, in was für einem System er lebt oder leben könnte. Das kann sowohl vor dem Hintergrund der 60iger Jahre gesehen (Kalter Krieg), aber auch problemlos auf die heutige Zeit bezogen werden. Außerdem geht es um den Erhalt der eigenen Freiheit, die eigentlich gar nicht mehr zu erreichen ist. Nummer 6 fungiert als Transporter dieser Informationen, denn McGoohan hinterfragte als Nummer 6 gezielt verschiedene Mängel, Prinzipien, etc. die ihm im wahren Leben
auffielen und verarbeitete sie in den Episoden. Ob man seine Meinung teilt oder wie viel man in die einzelnen Folgen der Serie hineininterpretieren will, ist jedem selbst überlassen. So könnte man mit der Analyse der Serie auch problemlos ganze Webseiten füllen, wobei jeder im Endeffekt unterschiedliche Meinungen vertreten wird.

Aber genau das macht diese Serie so einzigartig. Niemand wird sie so sehen, wie es der andere tut und niemand wird dieselben Dinge in das Gesamtkonzept, als welches „Nummer 6“ gesehen werden sollte, hinein interpretieren. Näher möchte ich deswegen darauf nicht mehr eingehen. Jeder sollte selbst entscheiden. Fakt ist jedoch, dass McGoohan mit „Nummer 6“ eine großartige geschaffen hat, die leider viel zu unbekannt ist. Doch genau deswegen und wegen ihres Inhaltes, der seiner Zeit damals zu weit voraus war, als dass sie ein großer kommerzieller Erfolg hätte werden können, erlangte die Serie zu recht Kultstatus und kann mit recht als zeitlos betrachtet werden.

McGoohan, dessen Interviews zur Serie an einer Hand abzuzählen sind, antwortete auf die Frage nach den vielen, ungeklärten Rätseln um die Serie „Nummer 6“:
„Erklärungen vernebeln das, was die Serie sein sollte: Ein allegorisches Rätsel, das jeder selbst interpretieren sollte. Wenn man ein Rätsel erklärt, ist es kein Rätsel mehr. Wenn man allerdings nach einer Erklärung verwirrter ist als zuvor, geht das Rätsel weiter…“
Als einzige Negativaspekte kann man der Serie eigentlich nur die aus ihrem Alter resultierende Naivität bezüglich der Technik (z.B. Computer) und einige Logiklöcher und Inszenierungsfehler vorwerfen. Letztere sind allerdings eher auf die schlechten Produktionsumstände bzw. die verwirrende Episodenreihenfolge zu schieben und können getrost vernachlässigt bzw. durch eine neue Reihenfolge teilweise korrigiert werden!




In einem Wikipedia ist bezüglich der Serienbewertung folgendes zulesen:
The Prisoner besticht durch seine schauspielerische Leistungen und ein visionäres, gut umgesetztes Thema. McGoohan setzt sich in dieser Serie mit Themen wie privater Überwachung (das gesamte Dorf ist videoüberwacht), Methoden zum Brechen des Willens und dem Individuum als Opfer einer übermächtigen und anonymen Macht auseinander.

Auf der Suche nach Freiheit, der Identität der ominösen Number One und einem Ausweg aus seiner Situation spielen die Episoden zahlreiche interessante Ideen durch. Das System versucht durch zahlreiche Tricks, den Einsatz von Doppelgängern und moderner Technologie, den Willen von Number Six zu brechen. Der Protagonist besticht durch Geistesgegenwart und starken Widerstand.

The Prisoner ist weit mehr als eine einfache Fernsehserie. Sie bietet aufgrund ihrer surreal gehaltenen Handlung selbst heute noch ausreichend Stoff für die unterschiedlichsten Interpretationen ihres unumstritten vorhandenen, tieferen Sinngehalts.

The Prisoner gilt als eine der besten Fernsehserien der Sechziger Jahre und hat eine starke Fankultur nach sich gezogen. Zahlreiche Websites bieten Analysen der einzelnen Episoden und versuchen, das Unerzählte der Serie aufzudecken.


Das sagt eigentlich alles und deswegen gibt dick und fett verdiente...

...5 von 5 möglichen Köpfen

Be seeing you! Wir sehen uns!



PS.: Die komplette Serie erschien 2006 von Kochmedia in einer schicken DVD-Box mit vielen netten Extras. Enthalten sind alle 17 Folgen, eine Bonus-DVD und ein 35ig Seiten starken Begleitheftchen, dass jede Menge Hintergrundinfos und einen detailreichen Episodenführer beinhaltet. Die 4 in Deutschland nie gezeigten Folgen liegen im O-Ton mit deutschen Untertiteln vor. Ich kann diese Box, die es bei Amazon für knappe 30€ gibt, nur empfehlen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und außerdem wird einem in Deutschland ein besseres oder vergleichbares Release mit Sicherheit nicht mehr geboten! (Amazon-LINK )



NUMMER 6 - EPISODENFÜHRER


MATCH-CUT
(umfangreiche Fansite und absolut empfehlenswert!)


Infos zum Remake




SPOILER:
Nur wer die Serie ganz gesehen hat, sollte sich dieses äußerst aufschlussreiche Interview mit Patrick McGoohan aus dem Jahre 1977 durchlesen!


Interview


Und hier gibts als Zugabe noch das oben beschrieben Intro:
Zitat of the Moment:

"You dumbed a Pornstar?! ... Friendship OVER!!!!!!" - Barney, "How I met your mother"
Zitat of the Moment:

"Actually I'm the Captain of Awesome! Befor I became an actor I went to an awesome academy and studied become awesome. First I was a Lieutenant, than a Sergeant and now I'm a Captain. I'm awesome." - Captain Awesome, "Chuck"

Die Stiefbrüder

(klicke aufs Cover für mehr Ferrell'schen Blödsinn)

IMDB-Link

Will Ferrell hat einen äußerst ausgeprägten Sinn für schrägen und subtilen Humor und wenn dann auch noch sein Kumpel John C. Reilly (Ricky Bobby) dabei ist, kann der Film eigentlich nur eins werden: Total bescheuerter Nonsens! Genau das ist nämlich ihr neustes Machwerk „Die Stiefbrüder“, aber – bevor mich hier jemand falsch versteht – im positiven Sinn. Egal welchen Film ich bereits mit Will gesehen habe, er hat mich immer kräftig zum lachen gebracht, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass ich seinen Humor in vielerlei Hinsicht teile. Nachdem er sich jetzt schon Jahrelang durch diverse Sportarten gekämpft hat (Rennfahrer, Eiskunstläufer, Basketballspieler) widmet er sich endlich wieder den wichtigen Dingen des Lebens: Der Familie. Oder um es anders auszudrücken: Er spielt einen vierzigjährigen Nichtsnutz, der immer noch bei seiner Mama wohnt und sich aufführt wie ein Teenager – beschützt, behütet und vor allem verzogen.


Doch die Idylle gerät in Gefahr, als sich seine Mutter in einen reichen Doktor verliebt, der ebenfalls einen Sohn (John C. Reilly) zu Hause hat, der eigentlich das genaue Ebenbild von Will ist. Nach der Heirat ziehen sie zusammen und vom ersten Moment an hassen sich die ungewollten Stiefbrüder und bekriegen sich, wo sie nur können. Das ist jedoch noch nicht die Krönung, dient die ganze Rumzickerei doch eigentlich nur dem Spannungsaufbau (wenn davon bei einer Komödie dieses Kalibers überhaupt sprechen kann). Denn nachdem Reilly den großkotzigen Bruder von Will eins aufs Maul gibt, entdecken die beiden, wie viel sie gemeinsam haben und werden die besten Freunde. Und wieder: Das dicke Ende kommt erst noch, wenn sich die Eltern wieder trennen wollen und Ihre Söhne ins Berufleben zu drängen versuchen. Man könnte es auch so ausdrücken: Von Feinden zu Freunden. Von Freunden zu Feinden und dann wieder zu Freunden. Klingt verwirrender, als es im Film ist, denn wer Ferrell-Filme kennt, weiß genau, dass auf eine komplexe und komplizierte Handlung zu Gunsten von jeder Menge bekloppten Situationen und Sprüchen grundsätzlich verzichtet wird!


Adam McKay, der Will Ferrell für alle seine bisherigen Filme (Anchorman & Ricky Bobby) für sich gewinnen konnte, zieht auch hier wieder seine Nummer durch und beweist zum wiederholten Mal einen ausgeprägten Sinn für eine absurde Story, noch absurdere Szenen und total stumpfen, wie lächerlichen Fäkal- und Furzhumor. Aber genau das wissen Ferrell und Reilly umzusetzen. Sie sind deutlich spürbar voll in ihrem Element und haben sichtlich Spaß an ihren beschränkten Charakteren, die von einer dämlichen Situation in den nächste Stolpern. Ob es die nächtliche Schlafwandelei der beiden ist, der Kampf gegen 10-jährige, die ihnen auf dem nach Hause weg auflauern und gegen die sie keine Chance haben oder der Versuch, eine eigene Marketingfirma zu starten… Ach was sag ich – man kann die viele Situationskomik einfach nicht in Worte fassen (deswegen ist es wohl auch Situationskomik). Man sollte sie gesehen haben! Natürlich beschränkt sich die schauspielerische Leistung auf pures Overacting, das jedoch erschreckend real und aus dem Leben gegriffen wirkt. Echt grandios verrückt eben.


Fazit:
Adam McKay (Filme siehe oben) hat es mal wieder geschafft, mit Will Ferrell und John C. Reilly eine etwas andere Komödie zu produzieren. Natürlich steht und fällt der Film mit Will Ferrel. John C. Reilly ist ohne frage auch super, steht aber immer ein wenig im Schatten seines Kollegen, was auch schon bei „Ricky Bobby“ zu beobachten war. Die Gagdichte, die dem Zuschauer geboten wird, steigt mit fortschreitender Handlung und hat zu Anfang noch so ihre Startschwierigkeit. Je näher jedoch das Ende rückt, umso heftiger werden auch die Darbietungen. Ja, der Humor besteht meist aus kranken Situationen und Abartigkeiten unterhalb der Gürtellinie, und ja, der Humor hat eigentlich nur einen Ausgangsplot – Erwachsene, die sich wie Kinder benehmen – aber trotzdem ist er anders, als z.B. in irgendwelchen dämlichen 0815-Teeniekömdien… irgendwie erfrischender, absurder und schwärzer. Insgesamt für mich jetzt gerade schwer zu beschreiben. Jedenfalls: Wenn man sich tatsächlich auf dieses Niveau herablassen kann – ein Niveau, dass bei vorangegangen Ferrellfilmen nicht viel höher war und damit zumindest den Fans bestens vertraut sein sollte – dann wird man eine Menge Spaß haben. Alle anderen werden meine Aussage wahrscheinlich verfluchen, wenn sie sich „Die Stiefbrüder“ in Erwartung, eine anspruchsvolle Komödie zu sehen, ansehen. Entweder man kommt drauf klar, oder man hält Will Ferrell für den größten Idioten und den unlustigsten Mann der Welt. Ich tue das nicht – im GEGENTEIL – und so ist auch nicht verwunderlich, dass ich über diesen bekloppt guten Film verdammt viel gelacht habe - mal leiser, meist aber lauter – und dafür gibt’s auch 4 grinsende Affenschädel!




Hier gibbet noch den Trailer, allerdings muss man dazu sagen, der Film mit Sicherheit im O-Ton noch viel besser kommt. War bei allen anderen Ferrellfilmen jedensfalls immer so. ;-)


Who the F*ck is Chuck?






















(klicke aufs Bildchen für mehr Infos zur Serie)

IMDB-LINK!

Chuck, Chuck.... Chuck Norris? Nein, der vollbärtige Karate-Meister, auf den selbst die Zeit wartet (a.d.R.: „Die Sprüche sind einfach nur herrlich und haben so manche Unterrichtsstunde erst erträglich gemacht.“), ist nicht gemeint.


Bei Chuck handelt es sich um eine Serie aus dem Hause NBC, welche sich gerade am Anfang der 2. Staffel befindet und unter anderem dafür sorgt, dass es vermehrt zu Gerüchten über die Absetzung der zur selben Sendezeit laufenden Terminator Serie kommt.

Die Rechte hierzulande hat sich die ProSiebenSat1-Media AG gesichert. Wann die Serie hier gezeigt wird, ist noch nicht bekannt. Sie würde jedoch einen guten Ersatz für Scrubs darstellen, da diese leider mit der nächsten Staffel ihr Ende findet. =(






Zurück zum Thema....


Die Basisfacts:
  1. Spion bricht in eine Einrichtung von CIA und NSA (No Such Agency), läd sich Kopie von einer ultrahyperabgefahrenfortschrittlichen Datenbank auf seinen PDA, jagd die Einrichtung in die Luft und schickt die Daten per Mail an einen alten Studienkollegen, als er auf der Flucht getötet wird.
  2. Studienkollege bekommt die Mail, öffnet diese und lädt sich ohne es zu wissen alle Informationen in sein Gehirn
  3. Studienkollege, a.k.a. Chuck, wurde somit zum Protagonisten erklärt, der nun über das komplette Wissen von NSA und CIA verfügt.
  4. Es gibt immer einen Haken.
  5. Er kann das Wissen nicht beliebig abfragen, sondern muss auf Sachen und Objekte „flashen“.
  6. Ein Haken ist nicht genug.
  7. Chuck bekommt zwei Agenten/Bodyguards zur Seite gestellt, die Ihn beschützen und Aufträge auf Basis der Flashes durchführen.
  8. Alle guten Dingen sind drei Haken.
  9. Vermeintliche Lovestory zwischen Chuck und weiblichem Agenten
  10. Doppelleben können anstrengend und verdammt lustig sein
  11. Captain Awesome
  12. Shiny Adam Baldwin
  13. abgedrehte Nebenstories
  14. short skirt, long jacket <-- geiler Song
Zu den Charakteren:

Chuck Bartowski:
Nach seinem Rauswurf aus der Stanford University vor 8(?) Jahren arbeitet Chuck in der Computerabteilung eines Mediamarkt ähnlichen Elektromarktes genannt „Buy-More“. Er lebt zusammen mit seiner Schwester und Ihrem Freund (von allen nur Captain Awesome genannt) unter einem Dach. Er ist dieser "leicht vertrottelt, nett und hilfsbereit zu jedem, kann keiner Fliege etwas zu Leide tun und ist ungeschickt im Umgang mit Frauen"-Typ. Da in Chucks Kopf sich nun alle Informationen der gemeinsamen Datenbank von NSA und CIA befinden, ändert sich sein Leben dementsprechend schlagartig. Er führt fortan ein Doppelleben und versucht beides irgendwie in Einklang zu bringen. Das dies nicht so ohne Komplikationen verläuft... tja davon handelt die Serie.

Sarah Lisa Walker:
Top-CIA-Agentin und dazu noch extrem gutaussehend. Nachdem sich die Regierung damit abgefunden hat, dass in Chucks Kopf die Datenbank ist, wird sie als Baby-Sitterin abgestellt. Als Tarnung wird sie Chucks Freundin und arbeitet im Wiener-Würstchen-Laden gegenüber vom Buy-More.

Major John Casey:
Top-NSA-Agent. Babysitter Nr.2. Der perfekte Soldat. Er arbeitet nach dem Motto „erst schiessen, dann fragen“. Auch er bekommt eine Tarnung in Chucks Nähe verpasst und arbeitet fortan auch im Buy-More.
(P.S.: Die Rolle wird mehr als glaubhaft von Adam Baldwin verkörpert, der auch schon in Serenty bzw. Firefly als kantiger Typen zu überzeugen wußte.)

Morgan Grimes:
Chucks Arbeitskollege und bester Freund. Er hat ein herausragendes Talent: Er ist der beste im Vermeiden von arbeiten. Seine Tipps sind nicht immer die Besten ums höflich auszudrücken, aber ist an sich eine treue Seele. Durch Morgan u.a. wird der „nicht Agenten"-Teil der Serie, welcher größenteils im Buy-More spielt, erst richtig interessant.
Beispiel
Frage: Wie wählt man den Assistant-Manager am besten aus?
Antwort: Man lässt die 2 Kandidaten im Lager des Marktes einen Cage-Fight austragen!


Ellie Bartowski:
Chucks Schwester ist Ärztin und wünscht sich nichts mehr, als dass ihr Bruder endlich etwas aus seinem Leben macht und nicht nur zu Hause rumhängt. Ist zusammen mit Captain Awesome.

Captain Awesome:
truly awesome. u 'll c

Man sollte sich von diesem Mix aus Agenten-Trottel-Lovestory-Action-Comedy nicht abschrecken lassen. Denn wer schon mit dem Stil von Scrubs etwas anfangen konnte oder allgemein Serien/Filme mag, die alles machen außer sich ernst zu nehmen, wird hier sicherlich seinen Heidenspass haben.



Zur Wertung nach aktuellem Status:


Vier von Fünf Affen!