Starship Troopers 3 - Marauder

(klicke aufs Cover für mehr verbugte Infos)

Release: 2008


WARNING: TRASH-REVIEW

Johnny Rico (Casper van Dien) is back und hat es mittlerweile weit gebracht. Auf einem kleinen Planeten wurde ihm die Führung der fordersten Frontlinie im Kampf gegen die Bugs anvertraut. Als Sky Marshal Aneko, sein alter Kumpel General Dix Hauser und seine alte Freundin Lola Beck (Jolene Blalock) auf einem Besuch vorbeischauen, überschlagen sich die Ereignisse. Der Außenposten wird von Bugs angegriffen und Restlos zerstört. Rico wird für diesen Verlust als Verantwortlicher angeklagt und soll gehängt werden. Gleichzeitig stürzt das Raumschiff des Sky Marshals samt Anhang auf einem Bugplaneten ab und auch die Führungsspitze der Föderation spielt ein Doppeltes Spiel. Kurzerhand wird Rico von seinem Kumpel und mit einer geheimen Mission betreut. In einem Powerranger würdigen Vorgang wird das Marauder Team gebildet, dass mit neuster Waffentechnologie den Sky Marshal samt anhang aus den Klauen der Bugs befreien soll.


Zugegeben, das Skript ist gar nicht mal so schlecht. Es strickt eine nette Story um Verrat, Verschwörung, Freundschaft und Bug-Fights und kommt somit überraschend solide daher. Man könnte sogar soweit gehen und diverse Interpretationen im Bezug auf die Nachrichtensendungen, die in regelmäßigen Abständen gezeigt werden, oder das gesamte Führungssystem der Erde anstellen. Zum Beispiel könnte man ernsthaft über die in satirischen Szenen versteckte Kritik an einem faschistischen System diskutieren, in dem die Regierung mit Medien und extremer Propaganda die Bürger gefügig macht. Man könnte über die Beraubung der freien Meinungsäußerung, ja sogar über die Beraubung der eigenen Individualität durch eben dieses System philosophieren oder sich den Kopf darüber zerbrechen, wie weit unsere eigene Welt von der Welt im Film entfernt ist.

Ja, man könnte es tun, aber das würde im Gegenzug bedeuten, dass man ernsthaft einen an der Klatsche hätte, denn „Starship Troopers 3“ ist schlussendlich nur eins: TRASH PUR!


So toll das Skript und die kritischen Elemente auch sind, sie können nicht im Geringsten vom Rest des Films ablenken. Wo fängt man am besten an? Bei den Schauspielern, die fast alle völlig unfähig sind und pures Overacting betreiben, so dass man manchen von ihnen am liebsten persönlich eins auf Nase geben möchte?! Oder bei diesen unglaublich dilettantischen CGI-Effekten, die allesamt wie eine Zwischensequenz aus einem 10 Jahre PC-Spiel aussehen?! Meine Fresse, was haben sich die Effektverantwortlichen eigentlich dabei gedacht? Die CGI-Szenen sehen aus, wie Testmaterial von „Der Rasenmähermann“ oder zumindest erste CGI-Gehversuche aus den 90igern. Allerdings sorgt das auch für mächtig viel unfreiwillige Komik oder zumindest enorm viele Kopfklatscher!

Aber zurück den schlechten Schauspielern. Casper Van Dien und Jolene Blalock machen ihre Sache ja noch ganz gut, den Rest kann man aber getrost in die Tonne kloppen.
Morgan Freeman hat mehr Talent in einer Sommersprosse als der ganze Haufen in diesem Streifen zusammen!
Dazu kommt das erwähnte Overacting der Nebendarsteller, das aber wieder zu der ebenfalls erwähnten unfreiwilligen Komik führt. Ganz krass waren dagegen die enorm riesigen, üppigen, mit Botox, Silikon und Walfett voll gestopften Lippen von Jolene Blalock. Die fielen gerade in den ersten Szenen ja quasi schon aus dem Bildschirm!

Oh, hab ich schon die Dialoge erwähnt, die so aufgesetzt wirken, dass sie einem quasi mit einem Vorschlaghammer serviert werden? Nein? Okay, dann lass ich das auch. Ich sag nur eins, die Dialoge schießen teilweise extrem am Ziel der Szenen vorbei. Einfach köstlich!

Wirklich richtig nervig an dem Film war eigentlich nur dieses ganze Gequatsche vom Glaube und „Ich glaub an Gott, glaub du auch an Gott“ Blablabla! Dazu dieses schreckliche Overacting der noch schrecklicheren Nebendarsteller… so sicherte man sich wenigstens das Privileg, schon kurz nach Erscheinung des Streifens Morddrohungen gegen Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautoren, etc. zugeschickt zu bekommen. Ist doch auch was feines, ode?!


Fazit:
Bei Jolene Blalock's heiligem Lippenstift der Unerschöpflichkeit , was haben wir gelacht! Ja, ehrlich, wir haben gelacht. Entweder das, oder wir haben uns gegenseitig die Patschefinger an den Kopp geklatscht. „Starship Troopers 3 – Marauder“ ist so bescheuert, dass er schon wieder gut ist. Nicht unbedingt Trash der Güteklasse A, aber zumindest nahe dran. Oder sagen wir mal anders: Ich überlegte kurzzeitig, ihn aus meiner Sci-Fi-Ecke zu entfernen und bei den Trashgranaten einzuordnen. Irgendwie ist er aber beides und damit darf er bleiben, wo er ist. Das Skript ist insgesamt solide, die Umsetzung allerdings unterste Schublade. Da kann auch ein Casper Van Dien oder eine Jolene Blalock mit riesigen Lippen nix dran ändern. Auch wenn dabei so eine krasse Scheiße… eh… so toller Trash raus gekommen ist, ist es doch schade, dass Paul Verhoven’s „Starship Troopers“ einfach keinen auch nur ansatzweise würdigen Nachfolger erhält. Dabei sollte das bei dem Thema eigentlich locker realisierbar sein. Naja, zumindest ist der Film besser als der zweite Teil - der war nämlich nur doof!

4 wohlwollende trashige Affenköppe!


PS: Oh shit, ich hab ja völlig vergessen den "Titten-Overkill" in der 64. bis 66. Minute zu erwähnen! Ne, davon gibbet jetzt kein Bildchen... später vielleicht! Guckt den Film selber, ey!!


PPS: Der Song vom Sky Marshal ist übrings einfach nur einsame Spitze. Schon allein wegen dem kompletten Musikvideo sollte man sich die DVD zu legen!! ;-D Ach was sag ich... ICH LIEFERE EUCH DEN SONG VON SKY MARSHAL ANEKO, der olle Playboy, LIVE UND IN FARBE!!!



Kommentare:

Arribert hat gesagt…

Das Geschwafel mit Gott war Absicht und spätestens wenn die eine Blonde wie die Jungfrau Maria durch das Schiff geführt wird, nach der Befreiungsaktion sollte klar sein, dass es extrem satirisch gemeint ist.
Hast du den Film auf englisch gesehen, auf deutsch ist der nämlich wirklich lahm.
Ich sach nur: "I like my bugs fried" von einer Französin mit Silikonlippen, fantastisch.
Der Film funktioniert leider tatsächlich nur auf englisch.

Doc Savage hat gesagt…

Der hat auch so wunderbar funktioniert, bloß bei uns auf anderen Ebene.

Das extrem satirische geht auf Deutsch tatsächlich größtenteils verloren, aber so krankt es bei dem Streifen an allen Ecken und Kanten. Deswegen hatten wir auch keine Lust, ernsthafte Gedanken an das Ganze zu verschwenden. ;)