I just leave this here... :)



Ich liebe diesen Film!!
Zitat of the Moment:

"Ich werde nun mit meinem Schleudersitz in die weite Welt hinausfliegen und um Hilfe ersuchen!"
- Charlie Weiss, der Spürhund-Captain aus "00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter"


Die Flugansage ist ein unglaublicher Hammer... grandios!
Damit Charlie Weiss auch weiterhin mit seinen "sechs gelben Äpfeln" unvergessen bleibt,
hier eine Szene, die der Nachwelt unbedingt erhalten bleiben muss:



gez. Ashley J. Williams

Death Race

(klicke aufs Cover für mehr racige Infos)

Release: 2008

"Get ready for a killer ride!"


Was passiert, wenn man Jason Statham für einen Actionfilm verpflichtet, der vom "Resident Evil Macher" Paul W.S. Anderson gefilmt und von Roger Corman (!) produziert wird, der auch für "Frankensteins Todesrennen" verantwortlich war? Ganz genau: Man erlebt eine absolute Trashgranate IM KINO!!!

Das die Handlung dabei völlig daneben ist, kann wohl als selbstverständlich betrachtet werden. Ohne jetzt großartig zu spoilern... geht das überhaupt? Ich meine, es geht um ein verdammtes Todesrennen und nicht um eine Oscar-verdächte Story... jedenfalls passiert im groben folgendes: Frankenstein, der beliebteste Fahrer vom Death Race, das innerhalb der Mauern einer Gefängnisinsel ausgetragen wird, wird bei seinem vorletzten Rennen ins Jehnseits befördert. Da er aber so ein Publikumsliebling ist, muss Ersatz her! Jensen Ames (Jason Statham) ist dieser Ersatz, weil er in seiner Vergangenheit ein totaler Superfahrer war... wahrscheinlich der Transporter! Jedenfalls wird kurzerhand seine Frau umgebracht, er wird dafür eingebuchtet und zum Rennenfahren gezwungen. Weil Ames deswegen natürlich tierisch angepisst ist, sinnt er jetzt auf Rache.
Ihr seht: total beknackte Story und daraus folgen im laufe des Streifens zwangläufig auch ziemlich debile Dialoge, aber auch ein paar coole Oneliner. Bevor ich zum eigentlichen Kern des Films komme - die Action - nochmal schnell was zu den Schauspielern: Allesamt haben eigentlich nur eins zu tun: Grimmig gucken, angepisst durch die Gegend rennen, Muskeln aufpumpen und sich gegenseitig beleidigen oder im Falle der Frauen, sexy aussehen und besser die meiste Zeit die Klappe halten. Damit liegen bei "Death Race" neben der Story auch noch völlig oberflächliche und klischeeüberladene Charaktere vor... fast wie in den guten alten 80igern!
Was den Film aber wirklich ausmacht und was auch begeistern kann, ist natürlich die Action. Angefangen mit den gepanzerten und waffenstarrenden Boliden, über Dauerfeuer und Explosionen bis hin zu fetzigen Stunts und grandiosen Unfällen wird dem Fan hier alles geboten. Meiner Meinung hat man es mit einem guten Actionfilm zu tun, wenn die Liste der Stuntleute mindestens doppelt so lang ist, wie die der Darsteller. Tja, bei "Death Race" ist sie mindestens dreimal so lang... schätze, das ist selbstredend! Cool auch die Ideen um das Rennen selbst. Auf der Rennstrecke sind große, leuchtende Gullis, über die man drüber fahren muss. Ein Schwert, um die Waffen scharf zu machen, ein Schild, um Verteidigung einsetzen zu können und ein Totenkopf, der... nee, das werdet ihr ja noch selber sehen. Während der Rennen - es gibt insgesamt drei Durchgänge - liegt der geschätze Munitionsverbrauch bei ca. 20 Millionen Kugeln. Genau so sehen dann auch die Karren aus! Wenn dann noch der umgebaute Truck auf die Rennstrecke losgelassen wird, der mit einer Panzerkanone am Heck ausgestattet ist, kann die Party entgültig beginnen.


Fazit:
"Death Race" hat eine unglaublich bekloppte Story, die wirklich nur als Aufhänger dient, Jason Statham ins Rennen zu schicken. Eigentlich ist sie so schlecht, dass man die Drehbuchschreiber dafür schon wieder feiern muss, wobei der Film mit einer Laufzeit von knapp 100 Minuten vielleicht etwas zu lang geraten ist. Aber sowas wie Handlung interessiert den Actionfan ja bekanntlich eher selten. An Action wird nämlich einiges geboten und das macht dank (mehr oder weniger) wackelfreien Aufnahmen und vor allem größtenteils handgemachten Explosionen richtig Spaß. Ein paar freudige Jauchzer konnte ich mir jedenfalls nicht verkneifen. Eigentlich bin ich überrascht, dass es dieser Streifen überhaupt in die Kino geschafft hat. Er strotzt vor Logiklöchern, hat quasi keine Handlung und pfeift auf Anspruch oder Niveau. Stattdesser wird er beherrscht von sinnloser Gewalt, Testosteronmonstern und Action und ist dabei auch noch stolz auf seine Explotation/B-Movie-Wurzeln! Aber was zum Teufel will Man(n) denn mehr???

TRASH-Wertung: 4 Köppe!


Es gibt neben "Death Race" und "Frankensteins Todesrennen aka. Death Race 2000" noch weitere Filme mit dem Titel. Die findet ihr beim Endzeit-Special! (siehe: Death Race 2050 und 3000)


PS: Ich denke, die zwei folgenden Bilder sind völlig selbstredend!



The Keeper


"Kill Switch" ist gerade raus, "Ruslan" und noch irgendein Streifen werden gerade fertig gestellt, da kurbelt Lord Steven bereits den nächsten Film runter. Man kann ihm ja auf seine alten Tage viel vorwerfen, aber nicht, dass er nicht alles tun würde, um jedes Jahr mindestens 4 Filme zu drehen. Zumindest bleibt er seit "Urban Justice" immer in etwa auf dem selben durchschnittlichen Niveau. Ach was solls... soll er noch so viele Filme drehen, wie er lustig ist! Einen Zuschauer hat er nämlich garantiert... :___D



Zitat of the Moment:


"Your PC is running wild, because the Internet is attacking you!" - Die Fehlermeldung gab ein Virus von sich als sich ein Kollege so ein pöses Teil eingefangen hat. Einfach nur köstlich... Das Internet attackiert uns und bricht somit unsere Moral! ZU HÜLFE! xD

Futureworld

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 1976

Das Land von Übermorgen!

Es ist bestimmt schon 8 oder 9 Jahre her, seit ich Futureworld das letzte mal im Vormittagsprogramm vom Kabel 1 gesehen habe. Wie man sieht läuft der Film immer noch auf K1, nur um eine extrem unchristliche Zeit: 3:35h... Wie kann man ein solch solides Werk auf so eine Sendezeit verbannen? Haben "Futureworld" und Peter Fonda, der alte Easyrider, das verdient? Nachdem ich tatsächlich meinen alten VHS-Rekorder wieder angeschlossen bekommen habe und mit freude feststellte, dass er sogar noch funktionstätig ist, nahm ich den Film kurzerhand auf, um ihn mir endlich mal wieder an einem dreckigkalten Sonntagnachmittag reinzuziehen. Futureworld ist übrigens die Fortsetzung von "Westworld", bezieht sich aber nur selten auf den Vorläufer, womit Futureworld getrost auch ohne Vorwissen geguckt werden kann.

Futureworld - Modernste Technik für das Land von Übermorgen!

Delos ist back in Action. Der Multikonzern, der auch schon für Westworld zuständig war, hat sich von der schlechte Publicity erholt und die Roboter, die damals in Westworld Amok gelaufen sind und über 50 Menschen getötet haben, gründlich überholt. Nach Milliardenteuren Investitionen öffnet Futureworld seine Tore. Insgesamt steht eine antike, eine mittelalterliche und eine futuristische Welt zur Verfügung, in die der Gast eintauchen kann. Umgeben von Robotern kann er das Leben der einzelnen Welten genießen und aktiv daran teilnehmen (z.B. Schwertkämpfe oder Skifahren auf dem Mars). Erlebnisurlaub vom feinsten! Um bessere Presse zu erzielen und die Vorurteile gegenüber Robotern zu zerstreuen, werden die Reporter Chuck Browning (Peter Fonda) und Tracy Ballert (Blythe Danner) eingeladen, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Doch Browning traut dem Braten nicht und schnell wird klar, dass Delos ziemlich größenwahnsinnige Ziele verfolgt: Den Austausch großer Persönlichkeiten (Staatsmänner, Wissenschaftler, Millionäre etc.) durch die eigenen, entwickelten Roboter. Als auch Chuck und Tracy ersetzt werden sollen, kommt es zu einem Kampf gegen ihre eigenen Ebenbilder und niemand kann mehr sagen, wer Mensch und wer Maschine ist.

Futureworld - Entertainment pur!


Besonders imposant geraten sind bei Futureworld vor allem die Kulissen, die für damalige Verhältnisse wirklich ziemlich futuristisch aussehen. Kilometerlange Rohrleitungen ziehen sich durch die unterirdischen Tunnelsysteme, überall gibt es Kontrollpulte mit Millionen blickender Knöpfe und Schalter, kleine Personenbahnen fahren die Besucher direkt zu ihren gewünschten Zielen, alles ist überwacht, alles wird kontrolliert. Und überall ist der allgegenwürtige Charme der 70iger Jahre zu spüren, den man entweder hasst oder liebt. Besonders mit der futuristischen Welt hat man sich viel Mühe gegeben. Dort gibt es zum Beispiel ein holografisches Schachspiel oder das oben gezeigte Boxkampfsystem. In Futureworld ist alles möglich, wird immer wieder gesagt und wenn man sich das Ganze so anschaut, wird es dank der extremen Detailverliebtheit fast schon glaubhaft. Natürlich ist die Technik entsprechend veraltet, insgesamt aber passend. Bei Futureworld kamen übrigens die ersten Computeranimationen der Filmgeschichte zum Einsatz: Eine Drahtgitterhand und der digitalisierte Kopf von Peter Fonda.

Futureworld - wir hauen ihnen die Falten aus dem Gesicht!

Der Spannungsbogen ist bei Futureworld ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite kann die als Thriller konzipierte Story auch in ruhigen Momenten entweder durch die zänkerischen und gut aufgelegten Schauspieler Fonda und Danner, durch die großzügigen Kulissen oder durch die treibende, im Ohr hängen bleibene Filmmusik überzeugen. Insgesamt plätschert die Handlung aber ohne viel Tiefgang dahin, was den Film trotz interessantem Plot zu einer leichten Kost verkommen lässt. Man hätte insgesamt einfach viel mehr aus der Roboter-Verschwörung machen können! In einer Traumsequenz, die mit der eigentlichen Story nichts zu tun hat, ist übrigens Yul Brunner in seiner letzten Rolle vor seinem Tod zu sehen. Sieht nett aus, ist aber völlig überflüssig und sinnlos.


Fazit:
"Futureworld" kann sich von den typischen 70iger Jahre Sci-Fi-Filmen abheben und ist auf einer Stufe mit seinem Vorgänger "Westworld". Gute Schauspieler, tolle Kulisse, interessante Story und typischer 70iger Jahre Charme tragen den Sci-Fi-Thriller lockerflockig über eine Laufzeit von knapp 100 Minuten. Die Spannung ist zwar konstant vorhanden, insgesamt aber auf einem niedrigen Niveau, da auch aus dem Thema mehr hätte gemacht werden könnten. Trotzdem ein toller Film, dem ich Fans von älterer Science-Fiction-Kost gerne ans Herz legen möchte. Ich persönlich würde dem Film locker 5 Köppe vergeben, realistisch betrachtet werden's aber nur drei... ha, ne vier! So! Guckt euch "Westworld" aber auch noch an, der ist nämlich auch klasse und Yul Brunner spielt den amoklaufenden Bösewicht! ;)

In diesem Sinne:



American Fighter

(klicke aufs Cover für mehr Ninjamäßige Infos)

Release: 1985

NINJAAAS!!!

Wenn die Cannon-Group billige aber schicke Drehorte auf den Philippinen für sich entdeckt und Michael Dudikoff für seinen ersten Actionklopper und Ninja-Experte Sam Fristenberg als Regisseur des Ganzen verpflichtet, dann kann man davon ausgehen, dass man in den nächsten 90 Minuten mit 80iger Actionkino vom feinsten unterhalten wird.

Alles beginnt damit, dass Joe Armstrong als Fahrer bei US-Army anfängt und man seine Fahrzeugkolonne direkt an seinem ersten Arbeitstag angreift und plündern will. Ebenfalls in der Kolonne ist auch die Tochter des Generals der US-Streitkräfte. Dann tauchen plötzlich Ninjas auf und nur Joe stellt sich ihnen in den Weg, wobei er natürlich über die nötige Kampferfahrung verfügt, um sich gegen die schwarzen Schergen behaupten zu können. Joe wurde nämlich als Kind von einem Ninjameister im Dschungel großgezogen und beherrscht die hohe Kunst des Hokuspokus… Scherz! Aber ist dann eben auch ein Ninja – der amerikanische Ninja! Zurück im Lager – die Tochter hat er zu Hause abgeliefert – misstraut man ihm zunächst, aber nachdem er dem Sergeant (Steve James) ordentlich eins auf die Mütze gegeben hat, werden die beiden dicksten Kumpel. Leider steckt Joe’s Vorgesetzter, der General, ziemlich tief in einem Komplott mit dem lokalen Waffenschieber Mister Ortega, der militärische Waffen von Ninjas klauen lässt, die dann über Mr. Ortega weiterverkauft werden. Klar, dass Joe weder die Entführung seiner Schnitte, noch die Waffenschieberei und natürlich die vielen Angriffe auf sein Leben gutheißen kann. Er stellt alle Fieslinge auf einem großen Villengelände und der finale Kampf gegen eine Horde Badguys und natürlich gegen den Oberninja und Helfershelfer von Mr. Ortega kann beginnen. Natürlich darf auch sein Kollege von Army ordentlich mitmischen und in einer schmerzhaften Szene die Kronjuwelen eines Angreifers zu Brei schlagen... wirklich sehr schmerzvoll…

"You see this guy? He's super serious!"

Sam Fristenberg, der schon so manchen Klopperactionstreifen vorzugsweise mit Ninjas inszenierte, zeigt auch mit „American Fighter“ wieder, wozu er in der Lage ist. Oder wozu nicht, nämlich solide Drehbücher verfassen! Wer kommt den bitte auf die Idee, sich eine private Ninjaarmee zu halten, die Waffen von der Army klauen sollen, die dann wiederrum an irgendwelche zweitklassigen Schmalspurganoven weiter verkauft werden? Eigentlich ist die Story so extrem blöde, dass sie schon wieder genial ist. Überhaupt kann man „American Fighter“ einen gewissen Trashfaktor nicht absprechen. Es fällt jedenfalls schwer, beim Anblick der watschelnden Ninjas ernst zu bleiben, oder bei den Szenen aus dem Ninja-Trainingslager, wo die Deppen in Bunten Kampfanzügen über Gerüste klettern und danach vom Oberninja zwecks Machtdemonstration kaputt gekloppt werden. Oder allein der Anblick von Mr. Ortega, der irgendwie so gar nicht nach einem oberfiesen Waffenschieber aussieht, sondern eher wie ein prolliger Zuhälter. Es ließen sich noch mehr solcher Momente aufzählen, aber insgeheim macht das ja den Reiz des Streifens aus oder es liegt an mir, dass ich all die Ninjastreifen seit „Das Todesschwert der Ninja“ und "Ninja - In geheimer Mission einfach nicht mehr ernst nehmen kann.
"BANZAI! Das heißt auf japanisch BAHNFREI!"

Neben diesen ungewollt trashigen Szenen versteht sich Fristenberg aber vor allem auf eins: Action am laufenden Band. Eigentlich gibt es keine Szene, in der irgendjemand mal nicht eins über die Rübe kriegt, wobei so etwas natürlich entweder von maskierten Ninjakämpfern oder von Dudikoff ausgeführt wird, der mit „American Fighter“ nebenbei bemerkt sein Actiondebüt feierte. Entsprechend zurückhaltend agiert er hier und wirkt schon fast ein wenig verschüchtert. Zum Glück ist sein Charakter nicht sehr redselig und so wird Dudikoff kein schauspielerisches Talent abverlangt, auch wenn sein Charakter dadurch etwas blass wirkt. Bei Kämpfen kann er dann allerdings wieder zeigen, was er so drauf hat. Obwohl Dudikoff zu diesem Zeitpunkt keinerlei Kampfsporterfahrung hatte, macht er seine Sache nämlich ziemlich gut und gerade Schwertkämpfe bestreitet er recht elegant.

Faustkampfchoreografien hingegen entsprechen leider absolut nicht mehr den heutigen Standards. Sie wirken zu langsam, klobig und unbeholfen. Zum Glück haben die Ninjas meistens viel mehr Freude an Wurfsternen, Rauchbomben, irgendwelchen kleinen Pfeilschleudern und Schwertern, als am harten Faustkampf. Aus dem restlichen Budget bastelt Fristenberg ein paar nette Explosionen und Shootouts, die zwar billig aussehen, damit aber gut zur restlichen Machart passen. Besonders bei dem Angriff der Army auf die Villa von Mr. Ortega (siehe Bild) kommt dank totaler over-the-top-Inszenierung noch einmal so richtig schönes 80iger B-Action-Feeling auf, was die Herzen von Genrefans höher schlagen lassen sollte.


Fazit:
„American Ninja“ prägte nicht nur vier Folgefilme, sondern der Streifen machte Michael Dudikoff auch zum Aushängeschild von Cannon und brachte ihn endgültig groß raus. Themen, wie die Ninjaarmee samt Trainingslager und Trainingsmontage oder Oberninja als Helfershelfer wurden zum Pflichtprogramm in vielen anderen Ninjastreifen. 80iger Actionkino vom feinsten aus dem Hause Cannon wird hier präsentiert und macht, so blöde das ganze auch ist, einfach Spaß – immer unter der Voraussetzung, dass man sich als Genrefan bezeichnen und sein Hirn für sowas abschalten kann. All zu ernst darf man den Streifen nämlich wirklich nicht nehmen! Ganz lockere 4 Logos!


BriTANick

Um auf deren Seite zu kommen, tue einfach machen klicke Bild.

Sich unmögliche Dinge ausdenken, um einen Kuss von einer Dame abzustuaben?
Eine Hotline für Helden, die gerade keinen passenden Oneliner auf der Zunge liegen haben?
Oder ein Kampf zwischen dem eigenen Unterbewustsein und dem Unterbewustsein eines Cops mitten im Supermarkt?
Und wie würde die Welt heutzutage wohl aussehen, wenn man durch einnahme gewisser Pillen teleportieren könnte? Vorraussetzung: man muss sich einen Tripper eingefangen haben.

Wenn Ihr nun meint: dass hört sich gar nicht mal sooo schlecht an, schaut euch BriTANic an. Für den kleinen Zeitvertreib zwischendurch sind die Clips allemal zu haben.

Hier schonmal meine zwei Favoriten:

Teamwork:


Beer Run:


Have fun folks

Marine Fighter

(klicke aufs Cover für mehr Dudikoff'sche Infos)

Release: 1992
Originaltitel: The human shield


Der Dudi! Der Koff! Der Michael!

Michael Dudikoff zieht mal wieder unter der Flagge von Cannon in den Krieg. Um genauer zu sein diesmal in den Irak-Krieg, wo sein Bruder von einem fiesen General verschleppt wurde und als Köder festgehalten wird. General Dallal hat mit Dudi noch ne Rechnung offen, weil der Dudi dem General früher mal ordentlich eins auf die Mütze gegeben hat! Zwischendurch trifft er noch seine alte Jugendliebe wieder, ein paar alte Kollegen und irgendwann natürlich auch seinen Bruder. In einer alten Chemiefabrik dürfen sich Dudi und General Dallal dann nach Herzenslust prügeln, wobei in der zentralen Schaltzentrale, von wo aus die gesamte Fabrik gesteuert wird (und in die Luft gesprengt werden kann), aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen ein Pott mit radioaktiver Sülze rum steht. Dann fliegt alles in die Luft und alle sind glücklich.
Obwohl die Machart an sich auch für heutige Verhältnisse ziemlich gut ausgefallen ist, krankt dieser Genrebeitrag aus dem Hause ganz entschieden an einer Sache: Pure Actionarmut. Es gibt ein bisschen PengPeng am Anfang in der Mitte und am Ende, was bis auf ein paar wenige Explosionen nicht wirklich überzeug kann. Insgesamt gibt’s (wenn’s hochkommt) nur ca. 10 min., in denen der Fans so was wie Action zu sehen bekommt und das ist eindeutig zu wenig. Ich kann ja verstehen, dass Cannon keine Kohle mehr für ausufernde Ballerfilme hatte, aber „Marine Fighter“ ist echt ne Frechheit. Die Sache mit der oben erwähnten radioaktiven Sülze ist tatsächlich das beste und unfreiwillig komischste an dem ganzen Film.
Dabei kann der Streifen ebenfalls kein Stück von der Story leben, denn die ist mit ihrem Racheplot gerade mal Standartware. So zieht sich Dudikoff’s Eindringen in den Irak und die Suche nach seinem Bruder wie Kaugummi. Wenn dann auch noch die Liebesgeschichte mit seiner alten Flamme, die nebenbei bemerkt pottenhässlich ist und seinetwegen auch noch den fiesen General heiraten musste, kommt das Szenario endgültig ins stocken. Es ist wirklich schade, zu sehen, wie Michael Dudikoff hier gnadenlos verheizt wird. Schauspielerisch talentiert war der Junge ja eigentlich noch nie so wirklich, aber so ein Karrieretief hat der sympathische Kerl auch nicht verdient! Muss ich noch extra erwähnen, dass quasi alle Leute aus dem Irak durch und durch böse sind und somit Klischees mächtig breit getreten werden? Ich glaube kaum…


Fazit:
„Marine Fighter“ ist mit einem Wort beschrieben langweilig und zwar teilweise so langweilig, wie einem Hufeisen beim Rosten zuzuschauen. Durch dauerhafte Actionarmut wird dem Fan hier nichts geboten, was irgendwie sehenswert wäre. Die Darstellerriege macht eine jämmerliche Figur, Dudikoff kann sich von allen Darstellern in dieser 0815-Story aber immer noch am Besten aus der Affäre ziehen. Tja, also wer sich irgendwann mal das Ziel gesetzt hat, alle Dudikoff/Cannonfilme zu sichten, wird an „Marine Fighter“ wohl nicht vorbeikommen, alle anderen können getrost nen großen Bogen drum machen! Dank Dudikoff-Sympathie-Punkten bin ich bereit, gerade noch 2 Logos zu verteilen... mehr ist da wirklich nicht zu holen!


PS: Die Bilder stellen 3 von 4 Actionszenen da...

Doomsday

(klicke aufs Cover für doomige Infos)

Release: 2008

Yeah, endlich konnten wir "Doomsday" gucken!


Alles beginnt mit dem Reaper-Virus a la „28days later“ an, der plötzlich in Schottland wütet. Kurzerhand wird eine große Mauer mit automatischen Geschützen hochgezogen und der Schlüssel weggeworfen, in der Hoffnung, dass das Virus in Vergessenheit gerät und niemals ein Präsident über Schottland abstürzt. Ein paar Jahre in der Zukunft stürzt dann zum Glück nicht der Präsident ab, allerdings tauchen in London ein paar Reaper-Infizierte auf und versetzen Bevölkerung und Politiker in Angst und Schrecken. Plötzlich kommen Geheimberichte ans Tageslicht, die eindeutig belegen können, dass es in Schottland seit geraumer Zeit doch noch Überlebende gibt. Und wo es Überlebende gibt, gibt es auch einen Impfstoff und genau den soll Major Eden Sinclair mit ihrem Team besorgen und damit London retten. Leider bestehen die Überlebenden zur Hälfte aus ziemlich abgedrehten Kannibalen-Punks und zum anderen aus ebenfalls ziemlich abgedrehten Mittelalterfanatikern und beide Gruppen sind alles andere als erfreut über den Besuch von der Außenwelt. Naja, die Punks mögen die Neuankömmlinge schon irgendwie… zum fressen gern! *haha*… sorry! Jedenfalls erfährt einer nach dem anderem aus dem Team ein mal mehr, mal weniger ekeliges Ableben, nur unsere scharfe Snake-Plisken-Tante nicht und am Ende gibt es noch eine schicke Mad-Max-Verfolgungsjagt und danach ein endzeitliches „Leckt mich doch alle am Arsch“- Ende.


Auch wenn sich das jetzt vielleicht anders anhört, aber – ohne scheiß – der Film hat richtig Spaß gemacht. Neil Marshall hat das Genre mit seinem Machwerk nämlich weiß Gott nicht neu erfunden, aber das wollte er auch gar nicht. Er nahm ein paar erfolgreiche Zutaten, mixte sie wild zusammen und herauskam eine Verbeugung vor diversen Vorbildern. Dass sich, wie die Handlungszusammenfassung schon angedeutet hat, sein Machwerk dabei zu keiner Minute ernst nimmt, Actionszene an Actionszene reiht und die Handlung absolut für den Popo ist, ist wohl selbst redend.
Gepaart mir jeder Menge solide inszenierter Action ohne beschissene fWk (fucking Wackelkamera) hält Marshall das Tempo während des gesamtes Filmes ziemlich hoch, wodurch kaum langweiliger Leerlauf entsteht. Wenn’s doch mal ruhiger (im Sinne von Actionarm) wird, dann kommt Marshall meistens mit skurrilen Ideen um die Ecke (z.B. die Tanzeinlage vom Oberkannibalenpunkboss kurz vor dem Festessen). Ansonsten gibt’s Knochenbrüche, Einschusslöcher, fiese Fleischwunden, gespaltene Schädel und rollende Köpfte in handwerklich traditioneller Arbeit ohne CGI-Nachbearbeitung zu bestaunen – immer wieder abgerundet durch nette Oneliner. Überhaupt wurde größtenteils auf CGI verzichtet - jedenfalls soweit das meine laienhaften Augen beurteilen konnten.


Zu den Darstellern will ich jetzt nicht all zu viel schreiben, außer vielleicht das wir es bei der Hauptrolle mit einem weiblichen Snake Plisken zu tun bekommen, gespielt von Rhona Mitra. Bis auf die Augenklappe (die wurde verbessert) hat nämlich auch Mitra’s Charakter alles was den Flüchtling von N.Y und L.A. ebenfalls ausmachte: Absolute Coolness, immer einen zynischen Spruch auf den Lippen und zielsicheres Fingerchen am Abzug. Der Rest der Bagage tut seine Pflicht, um Maj. Sinclair bei ihrem Feldzug unterstützen und wenn’s auch nur die Pflicht ist, im Kampf drauf zu gehen.


Fazit:
Neil Marshall scheißt auf Gewaltentschärfenden Cuts und dadurch auf ausbleibende Kinoauswertungen und inszeniert stattdessen unmoralisches Splatter-Action-Zombie-Mutanten-Endzeitkino vom feinsten. Er hat keine Lust, dass Genre neu zu erfinden, sondern bedient sich reichlich an vorhandenen Vorlagen und gibt den Fans ein Film, in dem sie sich von der erste Minute an wohl fühlen. Nichts neues, nicht innovatives, aber dafür unglaublich cool in Szene gesetzt. Ohne Durchhänger, dafür aber mit jeder Menge Action voll gepackt, vergingen die knapp 100 Minuten wie im Fluge und am Ende kann ich nur sagen: Wenn ihr zu den endzeitgeilen Freaks gehört, die bereits mehrmals „Escape from NY/LA“, „Mad Max 1 bis 3“, „Aliens“, „28 days later“, etc. etc. etc. verschlungen haben, dann zieht euch verdammt noch mal auch „Doomsday“ rein! Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen (naja, einige vielleicht schon ;-D ).

Zitat of the Moment

"Where there is smoke, there is a fire. And so where is a hand on a kids' ass, there is Michael Jackson" - Kevin Smith, Sold out - A Threevening with Kevin Smith
ARE YOU A VILLAIN?

Zum aktuellen Bond-Abenteuer gibts von Swatch die passende Collektion und um die Entscheidung für ein schweineteure Uhr leichter zu machen, gibts ne kleine Entscheidungshilfe.
"Du bist berühmt-berüchtigt dafür, immer und überall dein Ziel zu treffen. Auch wenn du ein stilsicheres Auftreten hast, so kannst du nur sehr schwer deine Gier nach absoluter Macht verbergen. Manchmal zeigst aber auch du menschlich Gefühle: Du verbindest gern das Angenehme mit dem noch Angenehmeren – so wie auch James Bond."
Ist natürlich absoluter Quatsch, aber die Uhr sieht ganz nett aus. Für mehr Infos einfach aufs Bildchen Klicken!

Your evil

James Bond - Quantum of Solace

(klicke aufs Cover für ein Quantum an Informationen)

Release: 2008


Freitag Abend war es soweit. Doc Savage und ich, beide große Bond-Jünger, machten uns auf den Weg ins nächst beste Kino.
Von einigen schlechten Kritiken vorgeschädigt, erwarteten wir mit ein wenig Unbehagen das nun kommende. Und es kam......

Oder sollte ich besser sagen, es wackelte an. James Bond (Daniel Craig) auf der Flucht. Nur wie, wo, was, wann? Es wackelt viel, man verliert teilweise die räumliche Orientierung und die Perpektivenwechsel geben einem den Rest. So entsteht der Eindruck als hätten Kameramann und Cutter Parkinson. Die Wackelkamera in den Verfolgungsjagden der ersten 10 Minuten nimmt einem ein wenig den Spaß, aber wer die einmal überstanden hat, der wird mit einem durchaus soliden Film belohnt.
Um Quantum of Solace (QoS) zu gänze verstehen zu können, sollte man vorher auf jeden Fall Casino Royal (CR) gesehen haben, da nicht nur einige Charaktere daraus wieder auftauchen, sondern die beiden Filme als eine Einheit konzipiert sind.
Auch wenn Moneypenny und Q respektive R in diesem Film fehlen, so enthält die Story doch typische Bond-Motive, spielt genau wie "Goldfinger" und "Der Morgen stirbt nie" mit aktuellen Ängsten der Welt und zeigt humoristischen Zeitgeist - Bestechungsgelder werden in Euro gezahlt, nicht mehr in Dollar.
Camille (Olga Kurylenko, Hitman), das neue Bond-Girl, bleibt über den gesamten Film ein wenig blass, was nicht nur an der unpassenden Synchronisation liegen dürfte. Und wenn ich es recht überlege, bleiben einige Charaktere in diesem Film unter ihren Möglichkeiten.
Oberschurke Dominic Green (Mathieu Amalric) wirkt, dafür das er Mitglied einer Organisation ist, die sogar den MI6 unterwandert hat, ein wenig zu sehr eingeschüchtert von Bond, dessen Charakterbildung, die nun einmal das Hauptaugenmerk von CR und QoS sein sollten, etwas zu dezent abgehandelt wird. Natürlich sind wir im Actiongenre, wo großartiges Liebesgeturtel oder schmalziges Herzausschütten vermieden werden sollte und zum Glück auch nicht Bestandteil ovn QoS ist, allerdings sind für mich einige Reaktionen Bonds vom Himmel gefallen, als dass sie einem erkennbaren psychischem Wandel folgen.
Insgesamt verließen wir das Kino aber mit dem Gefühl einen guten, modernen und actionreichen Bond gesehen zu haben.Der Film hat mir trotz seiner gewissen Blässe gut gefallen und erhält gute 4 Zimbelaffen dafür.

gez.: Lord





Tja, also da hat mein werter Kollege ja eigentlich schon fast alles gesagt. Ein paar Dinge will ich aber noch hinzufügen. Eine kurze Pro- und Contraliste:

Daniel Craig! Er hat ne verdammt gute Figur als rachsüchtiger, erbarmungsloser und skrupelloser Bond gemacht und damit seine Sympathien nach CR weiter ausgebaut. Er war allerdings so rachsüchtig, dass die Arschlochart zwar wunderbar passte, die (zwar nur kurz angerissene) Liebesszene mit Bondgirl Nr. 1 (Gemma Arterton) aber fast unpassend wirkte. Dafür gabs dann daraus resultierend eine herrliche Hommage an "Goldfinger" und die vergoldete Frau!
Ein weiterer Bonuspunkt sind die Locations des Films. Über Italien, Österreich, Chile, London, Bolivien geht die Hetzjagd und das bittet viel Platz für schicke Kulissen.
Als Actionfan kam ich ebenfalls auf meine Kosten. Bei der kurzen Laufzeit von knapp 100 Minuten (kürzester Bond aller Zeiten) traten quasi keine Längen auf. Dauernd Krachte und Knallte es. Faustkämpfe kamen mit einer brutalen Härte daher, was wunderbar mit der erbarmungslosen Art von Craig harmonisierte.

Die ganze Actionpracht überschattet allerdings diese verdammte Wackelkamera! Es ist doch wirklich ein absolutes Unding, ein derartiges Schnittstakato abzufackeln, dass man als Zuschauer kein Plan mehr hat, was da eigentlich ab geht! Was zum Teufel soll das?? Mehr Spannung, Intensität und Realismus etwa??? Ne, totaler Bullshit, mehr nicht! Ruhige Kamerafahrten während Actionszenen waren immer Markenzeichen von Bondfilmen, schon alleine aus dem Grund, dass man diese immer besonders spektakulär auslegte und die Zuschauer besonders viel davon haben sollten. Dieser Stilbruch fällt bei QoS wirklich unglaublich störend auf und da ich nicht der einzige bin - das ist quasi in jeder halbwegs objektiven Bewertung kritisiert worden - hoffe ich, dass sich das beim nächsten mal wieder ändert!
Ansonsten muss man aber wirklich sagen, dass das QoS ein toller neuer Bond geworden ist, der nach CR allerdings ein wenig hinter den Erwartungen zurückbleibt. Doch gerade im Zusammenhang mit CR gesehen bilden diese beiden neuen Bond-Werke einen gelungenen Neuanfang der Reihe und mit Daniel Craig an Bord, den man hoffentlich noch ein wenig behält, können sich Fans schon jetzt auf die nächste Mission des Agenten im Auftrag Ihrer Majestät freuen! Ebenfalls solide 4 Köppe!

gez. Doc Savage



Der blutige Pfad Gottes - TEIL 2


Im Jahre 2000 wurde "Der blute Pfad Gottes" nach einer misslungenen Kinoauswertung über Nachtzu einem One-Hit-Wonder auf DVD und schnell zu einem Kultobjekt. Ich denke, dass mir da jeder Freund der gepflegten Actionunterhaltung recht geben wird, wenn ich sage, "Der blutige Pfad Gottes" ist ein verdammt geiler Film!!!

Tja und was gabs im Zusammenhang damit zu lesen? JAAAA, die Dreharbeiten zum zweiten Teil haben endlich begonnen! Das ganze gibts hier zu lesen: LINK

Laut der IMDB sind (natürlich) wieder die selben Leute an Bord (LINK). Nur William Defoe konnte leider nicht mehr für den zweiten Teil gewonnen werden.

Neuere Infos kann man in diesem Thread des Gemeinschaftsforum der Ofdb.de nachlesen. Da ja jetzt mit den Arbeiten am zweiten Teil begonnen wurde, werden die Informationen dort mit Sicherheit regelsmäßiger zusammengetragen, als hier! Natürlich werden wir euch aber ebenfalls auf dem laufenden halten!

Showdown

(klicke aufs Cover mehr Infos)

Release: 1997

Spontankauf Nummer 3
(siehe auch Spontankauf No.1 und No.2)


Für Spontankauf Nummer 3 war schlicht und ergreifend mal wieder das Cover verantwortlich. An den lächelnden Schauspielergrößen Peter Weller, Dennis Hopper und Tia Carrere konnte ich einfach nicht vorbeigehen, schon gar nicht zu dem Preis (irgendwas um die 2 Euro aus’m Wühltisch).

Ray Mercer (Peter Weller) ist gerade auf Bewährung draußen und schon muss er mit seiner Noch-Ehefrau Rebecca (Tia Carrera) zum Scheidungsanwalt nach Las Vegas. Nach 4 Jahren Knastaufenthalt hat die nämlich keine Lust mehr auf den Ex-Cop und hat sich mit Casinobesitzer Charles Atlas (Dennis Hopper) zusammen getan. Kurze Zeit später findet sich Ray mitten in einem Casino wieder, in dem sich seine Noch-Frau schnell noch etwas Kleingeld besorgen will. Wegen seinen Bewährungsauflagen zur Untätigkeit zwischen all den Automaten verdammt, überredet er Rebecca dazu, mal schnell an einem Hebel zu ziehen und gewinnt gleich den Jackpot. Und als wäre das nicht genug, räumen in der Zwischenzeit ein paar debile Schurken den Casinosafe aus. Ray, der eigentlich nur seinen Gewinn kassieren und die Scheidung über die Bühne bringen will, wird daraufhin kurzerhand von Atlas bei dem anrückenden Cops als Drahtzieher des Raubüberfalls angeschwärzt, was dem natürlich gar nicht gefällt. Es beginnt eine Flucht quer durchs Casino, bei der irgendwann auch noch ein italienischer Mafiosi namens „Der Schlächter“ mitmischt und am ende wird noch ein ein mit Hängen und Würgen zusammengeflickter Storytwist eingebaut.
Her Gott, die Story ist – um es kurz zu machen – einfach durcheinander. Die Räuber kommen, räumen den Safe aus und sind unfähig, wieder aus dem Casino zu finden. Atlas versucht die ganze Zeit irgendwie Ray loszuwerden, nachdem er von Rays Beziehung zu seiner Geliebten Rebecca erfahren hat. Überall wuseln Polizei- und Spezialteams rum. Dazu gesellt sich noch ein wahnsinniger Mafiosi und mitten drin ist Ray, der versucht, irgendwie wieder heil aus der ganzen Sache raus zukommen. Das hört sich erstmal toll an, funktioniert in der Umsetzung nur leider nicht bzw. nicht so richtig. Zu keiner Zeit kommt die Story richtig in Fahrt, wodurch ein ordentlicher Spannungsbogen natürlich nicht aufgebaut werden kann.

Dabei hätte dieser Streifen aus dem B-Studio NuImage so viel mehr werden können. Neben den drei bereits erwähnten Schauspielergrößen tummeln sich noch viele andere bekannte Gesichter im Casino und auch die handwerkliche Arbeit des Regisseurs Sidney J. Furie (Der stählenrne Adler, Direct Action) ist wirklicht nicht von schlechten Eltern. Vor allem wenn es um Actionszenen geht, beweißt er sein Können und zerlegt die Casinokulisse im Laufe des Films permanent in ihre Einzelteile. Die tolle Verfolgungsjagd mit dem Geldtransporter wurde später übrigens für „Today you die“ wiederverwertet, aber auch eine Fahrt in einem Kabrio durch das Casino oder der Showdown auf einem Staudamm bieten dem Actionfreund einige schicke Schauwerte. Dazu gesellt sich die atmosphärenträchtige Kulisse Las Vegas der 90iger, die ebenfalls eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde.Nur leider kann das einen Film nun mal nicht tragen und so plätschert die Handlung von einer Actionszene zur nächsten, die mal mehr, mal weniger ansehnlicher ist. Der eher lustige Unterton kann da ebenfalls nur bedingt Abhilfe schaffen und manchmal kann nur Tia Carrere’s oder Peter Weller’s Charisma die ein oder andere Szene vor dem Totalausfall bewahren. Dennis Hopper hab ich jetzt extra nicht erwähnt, der bleibt nämlich weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und wird, wie einige andere bekannte Gesichter, ziemlich verheizt.


Fazit:
„Showdown“ war mit Sicherheit kein Fehlkauf und auch keine sinnlose Zeitverschwendung, er bleibt eben nur meilenweit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Mit Weller, Hopper, Carrere und all den anderen bekannten Gesichtern hatte man jede Menge schauspielerisches Potential und mit Furie einen handwerklich begabten Actionregisseur an der Hand. Nur das Drehbuch war eben einfach Bockmist und verspielt leider jede Menge Chancen. Zumindest Furie kann man handwerklich nichts vorwerfen, der hat nämlich bei den Actionszenen das Beste aus den gegebenen Mitteln gemacht. Ich sag mal, nettes Mittelmaß und damit 2,5 Punkte!

,5

Mutant Chronicles

(klicke aufs Cover für mehr mutierte Infos)

Release: 2008

Spontankauf Nummer 2
(siehe auch Spontankauf No.1 und No.3)

Zu Spontankauf Nummer 2 kam ich, weil ich den Namen irgendwo mal gelesen und das Poster dazu gesehen hatte. Bilder vom Film waren mir bis dato völlig unbekannt. Ich blickte auf die Rückseite der DVD und sah den Butten „SPIO – JK geprüft“ und dachte mir: „Nimmste einfach mit, wird schon uncut sein und der rest scheint ja auch nett zu werden.“ Beim nächsten Trash-Abend musste die neu erstandene DVD dann natürlich geguckt werden.

Auf der Erde im Jahre 2707 herrscht mal wieder Krieg. Vier große Konzerne kämpfen um die letzten Ressourcen des Planeten. Die Technik der alten Zeit ist schon lange verloren gegangen und man beschränkt sich auf Waffentechnologie, die von ihrer Funktionsweise her etwa aus dem ersten oder zweiten Weltkrieg stammen könnten. Was aber niemand mehr weiß (bis auf einen kleinen Orden), vor tausenden Jahren wurde ein Maschine auf der Erde versiegelt. Eine außerirdische Maschine, die Menschen in brutale Mutanten verwandelt. Durch eine große Schlacht wird die Maschine wieder reaktiviert und die Mutanten fallen über die Menschheit her. Stadt um Stadt fällt und nur der kleine Orden besitzt noch das Wissen, die Maschine zu zerstören. Also zieht der oberste Priester zusammen mit einer wild durcheinander gewürfelten kleinen Truppe los, um durch in den Untergrund zu der Maschine vorzudringen und die Menschheit zu retten. Dass diese Mission einem Himmelfahrtskommando gleichkommt, muss wohl nicht extra erwähnt werden.
„Mutant Chronicles“ kann wohl am ehesten als Endzeit-Sci-Fi-Fantasy bezeichnet werden. Düstere Zukunftsvisionen, nix mit Mikroprozessortechnik, sondern dampfbetriebene Flugschiffe, alles im Flair des zweiten Weltkrieges gehalten (Kleidung und Waffen z.B.)… das schafft eine ganz eigene, ungewöhnliche Atmosphäre. Hinzu kommt der Umstand, dass der Film quasi komplett vor einem Green-Screen entstanden ist, wie z.B. auch 300 oder SinCity. Die endzeitliche Stimmung, die zerstörten Städte, Kampfgebiete oder versunkene Städte im Untergrund können dadurch unglaublich stimmungsvoll in Szene gesetzt werden. Verschieden Farbfilter und das im krassen Gegensatz dazu immer quietschrote CGI-Blut tun ihr übriges, um dem Film einen Comichaften Charakter zu verleihen, was allerdings absolut passend ist! Hinzu gesellen sich wirklich gut aufgelegte Schauspieler – allen voran natürlich Alt-Punisher Thomas Jane, der den typischen rebellischen und zynischen Soldaten mimt. Schade, dass ihm immer noch nicht die Ehre zu Teil geworden ist, die er verdient hat. Aber vielleicht ist auch gerade das sein Ziel – nämlich in solchen Randerscheinungen mitzuspielen, weit ab der Mainstreamunterhaltung?! Wer weiß… Fakt ist, er ist einfach ne arschcoole Pocke in diesem Film!
Negativ fallen dagegen einige Längen auf. Nach der bombastischen Schlacht direkt zu Beginn, findet der Streifen erst mit den letzten Szenen zu dieser anfänglichen Dynamik zurück. Dazwischen hat man als Zuschauer bei einer Laufzeit von knapp 100 Minuten mit einigen Längen zu kämpfen. Kleine Atempausen um die apokalyptischen Bilder zu bestaunen, sind ja prinzipiell nicht schlecht, aber meisten werden diese Szenen von schweren bis langweiligen Dialogen überschattet. Umso mehr freut man sich allerdings dann auf die regelmäßigen Scharmützel mit Mutanten oder kleine Actioneinlagen. Was außerdem noch bemängelt werden könnte, ist der Umstand, dass man dem Film sein Budget ansieht. Zu keiner Zeit ist so edel, dass er ins Kino gepasst hätte. Dafür sind die CGI Effekte eben doch noch ein wenig zu billig. Allerdings handelt es sich hier eindeutig um einen B-Film (wenn auch gehobenerer Klasse) und dadurch relativiert sich das ganze wieder, denn was aus den gegebenen Mitteln gemacht wurde, spricht eigentlich für sich! Die immer gleich aussehenden Mutanten, die von anderen oft bemängelt wurden, sind für mich kein Negativaspekt. Sie sind ein zweckdienlicher Gegner und dienen eh nur als Kanonen-/ Schwertfutter (Masse statt Klasse)!

Fazit:
„Mutant Chronicles“ wird mit Sicherheit nicht jedem gefallen (das war auch am Trash-Abend der Fall... 2 gegen 2 war das Resultat am Ende)! Man muss schon ein Faible für dieses CGI-Gewitter haben, aus dem der Streifen besteht und erst recht muss man ein gewisses Interesse am Genre mitbringen, um sich in der unwirklichen und unrealistischen Szenerie zu Recht zu finden. Wer diese Kriterien aber erfüllt und dazu auch noch B-Filme mag, der sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Ungewöhnlich, faszinierend, lebendig, trostlos, gewalttätig, blutig… erstaunlich und erfreulich zugleich, dass ein Film mit solchen Effekten weit ab von Hollywood auf die Beine gestellt werden konnte! Schade nur, dass das Drehbuch einige schwächen aufweist und der Film dadurch einige Längen hat bzw. die ein oder andere Chance ungenutzt lässt. Für die insgesamt solide Unterhaltung und den paar Negativpunkten verteile ich deswegen drei Affeköppe!