Marine Fighter

(klicke aufs Cover für mehr Dudikoff'sche Infos)

Release: 1992
Originaltitel: The human shield


Der Dudi! Der Koff! Der Michael!

Michael Dudikoff zieht mal wieder unter der Flagge von Cannon in den Krieg. Um genauer zu sein diesmal in den Irak-Krieg, wo sein Bruder von einem fiesen General verschleppt wurde und als Köder festgehalten wird. General Dallal hat mit Dudi noch ne Rechnung offen, weil der Dudi dem General früher mal ordentlich eins auf die Mütze gegeben hat! Zwischendurch trifft er noch seine alte Jugendliebe wieder, ein paar alte Kollegen und irgendwann natürlich auch seinen Bruder. In einer alten Chemiefabrik dürfen sich Dudi und General Dallal dann nach Herzenslust prügeln, wobei in der zentralen Schaltzentrale, von wo aus die gesamte Fabrik gesteuert wird (und in die Luft gesprengt werden kann), aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen ein Pott mit radioaktiver Sülze rum steht. Dann fliegt alles in die Luft und alle sind glücklich.
Obwohl die Machart an sich auch für heutige Verhältnisse ziemlich gut ausgefallen ist, krankt dieser Genrebeitrag aus dem Hause ganz entschieden an einer Sache: Pure Actionarmut. Es gibt ein bisschen PengPeng am Anfang in der Mitte und am Ende, was bis auf ein paar wenige Explosionen nicht wirklich überzeug kann. Insgesamt gibt’s (wenn’s hochkommt) nur ca. 10 min., in denen der Fans so was wie Action zu sehen bekommt und das ist eindeutig zu wenig. Ich kann ja verstehen, dass Cannon keine Kohle mehr für ausufernde Ballerfilme hatte, aber „Marine Fighter“ ist echt ne Frechheit. Die Sache mit der oben erwähnten radioaktiven Sülze ist tatsächlich das beste und unfreiwillig komischste an dem ganzen Film.
Dabei kann der Streifen ebenfalls kein Stück von der Story leben, denn die ist mit ihrem Racheplot gerade mal Standartware. So zieht sich Dudikoff’s Eindringen in den Irak und die Suche nach seinem Bruder wie Kaugummi. Wenn dann auch noch die Liebesgeschichte mit seiner alten Flamme, die nebenbei bemerkt pottenhässlich ist und seinetwegen auch noch den fiesen General heiraten musste, kommt das Szenario endgültig ins stocken. Es ist wirklich schade, zu sehen, wie Michael Dudikoff hier gnadenlos verheizt wird. Schauspielerisch talentiert war der Junge ja eigentlich noch nie so wirklich, aber so ein Karrieretief hat der sympathische Kerl auch nicht verdient! Muss ich noch extra erwähnen, dass quasi alle Leute aus dem Irak durch und durch böse sind und somit Klischees mächtig breit getreten werden? Ich glaube kaum…


Fazit:
„Marine Fighter“ ist mit einem Wort beschrieben langweilig und zwar teilweise so langweilig, wie einem Hufeisen beim Rosten zuzuschauen. Durch dauerhafte Actionarmut wird dem Fan hier nichts geboten, was irgendwie sehenswert wäre. Die Darstellerriege macht eine jämmerliche Figur, Dudikoff kann sich von allen Darstellern in dieser 0815-Story aber immer noch am Besten aus der Affäre ziehen. Tja, also wer sich irgendwann mal das Ziel gesetzt hat, alle Dudikoff/Cannonfilme zu sichten, wird an „Marine Fighter“ wohl nicht vorbeikommen, alle anderen können getrost nen großen Bogen drum machen! Dank Dudikoff-Sympathie-Punkten bin ich bereit, gerade noch 2 Logos zu verteilen... mehr ist da wirklich nicht zu holen!


PS: Die Bilder stellen 3 von 4 Actionszenen da...

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