Paint-O-Movie III

Dieses Rätsel wurde gelöst!
Es ist HIGHLANDER (natürlich!)


Es ist mal wieder soweit! Nachdem beim letzten mal Herr Wikipedia zu rate gezogen werden musste, gibts jetzt mal wieder was einfaches. Glaub ich jedenfalls! Nein, quatsch, natürlich ist das einfach. Der gesuchte Film hat nämlich einen Oscar bekommen. Und zwar für den Besten Film aller Zeiten! ;)

Also dann, Gentlemen, haut rein:


*shit, shit, shit... das verdammte Bild ist weg... auf ewig verloren... vom Wolf gefressen... shit... jetzt muss ich das neu malen, auch wenns schon gelöst wurde... verdammt...*


*Ach scheiß drauf... keine Lust, das neu zu malen! Es war ein Typ auf einer Steintreppe mit einem Schwert in der Hand, um das Blitze zuckten. Ist doch wohl klar, welcher Film damit gemeint war, oder?! ^^ *


can you hurt THE HOFF!

NO! YOU CAN'T HURT THE HOFF!

Alter Falter... wir alle wissen glaub ich, dass es um die Karriere von David Hasselhoff nicht all so gut bestellt ist. Für ein paar Dollar hat sich der Held meiner Kindheit in letzter Zeit gerne schonmal auf ziemliche Niveaulosigkeiten eingelassen, aber das schlägt dem Fass (vorläufig) den Boden aus.

Oder aber er arbeitet konsequent an einer Art "Trash"-Image. Ich weiß nicht, ich weiß noch nicht mal, was ich von diesem Gametrailer halten soll. Verdammt David, eigentlich bist und bleibste ja ne coole Pocke, aber musste das wirklich sein?!

Taken

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 2008


Qui-Gon Jinn auf Rambo's Spuren!

Liam Neeson spielt Bryan Mills einen CIA-Agenten, der in Ruhestand gegangen ist, um seiner Tochter Kim nach vielen verpfuschten (Ehe-)Jahren näher zu sein können. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn seine Ex-Frau, die mit einem unglaublichen reichen Macker in einer Elfenbeinturmgleichen Villa wohnt, versucht die Vater-Tochter-Beziehung nach Möglichkeit zu verhindern. Die Sache ändert sich schlagartig, als Kim mit einer Freundin nach Paris fliegt und kurz darauf entführt wird. 96 HOURS (geschickte Einbindung des deutschen Titels ;-) hat Bryan nach Schätzungen seiner CIA Kumpels zeit, bis er seine Tochter auf ewig verlieren wird und so spart er sich viele Worte und lässt lieber Taten sprechen.
Eins vorweg: Mit einem Drama oder dergleichen hat „Taken“ rein gar nichts zu tun. Es ist ein Selbstjustiz-Actiontriller ohne großartigen Tiefgang, auch wenn das dem Zuschauer in der ersten halben Stunde vorgegaukelt werden soll. Die aufgesetzte Dramaturgie am Anfang ist jedoch notwendig, um die passende Stimmung aufzubauen und den Zuschauer an die Hauptpersonen zu gewöhnen bzw. eine Verbindung zu Bryan aufzubauen. Mutter, Tochter, Freundin, quasi alle Nebendarsteller bedienen hingegen die üblichen Klischees, welche die Geschichte ins Rollen bringen bzw. vorantreiben sollen. Kim ist ein verzogenes, naives Mädchen, das so ziemlich alles in den Hals geworfen bekommt, was sie haben will. Genau so ihre Mutter - hier verkörpert durch Famke Janssen.
Aber auch bei der Person Bryan Mills sieht die Sache ähnlich aus, wobei er den Zuschauer (uns jedenfalls) dank Sympathie und Charisma sofort auf seine Seite hat. Zunächst ist er der paranoide Ex-CIA-Agent, der hinter jeder Ecke den Feind vermutet, dann ist der Racheengel in Person, der absolut Schonungslos gegen seine Feinde vorgeht. Dabei ist er quasi unantastbar, unangreifbar und unzerstörbar. Ein Profi, wie er im Buche steht, der auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen kann und bereits die haarsträubendsten Aufträge erledigt hat. Außerdem liefert er ein paar ziemlich coole Sprüche ab und beschert sich selbst ebenfalls ein paar sehr coole Auftritte. Nix mehr mit lieber netter Jedi-Ritter oder anders ausgedrück: Der Film lebt (neben der handgemachten Action) von den schauspielerischen Qualitäten Liam Neeson’s!
Tatsächlich fühlt sich „Taken“ dank dem naiven Over-The-Top-Rachefeldzug von Bryan stellenweise wie ein 80iger Jahre Action-Vehikel ala „Death Wish“ an (nicht Teil 1). „Hallo, ich Bryan Mills, der Beste der Besten der Allerbesten, also macht euch lieber nicht unbeliebt bei mir!“
Und genau aus diesem Grund hat das TA-Team den Film so was von gefeiert! Es gibt wenige Filme, die sich einen Dreck um Moralvorstellungen scheren und gleichzeitig konsequent alle Täter ihrer gerechten Strafe zuführen. Ja, wir haben sogar vor Freude gejauchzt, als Bryan seine kleine Rede gegenüber dem Entführer schwingt oder einen anderen Fiesling recht unkonventionell foltert oder generell den einen oder anderen Mistkerl auf äußerst unangenehme Weise aus dem Leben klatscht. Da konnten wir auch ganz locker über die kleinen Mängel am Anfang und das aufgesetzte Happyend am Ende hinweg sehen.


Fazit:
Lassen wir an dieser Stelle auch mal andere zu Wort kommen, nämlich einen Autor aus der OFDB. Ich hoffe, es stößt User rudi3 nicht über auf, dass ich seinen Meinungserguss hier abdrucke, aber der Text ist einfach zu lustig. Irgendwie wie der Trailer zu „Ninja – In geheimer Mission“ nur eben zu „Taken“ und natürlich in geschriebenen Worten. Vielleicht hat User rudi3 etwas sehr heftig auf die Kacke gehauen, aber im Kern will ich dem ganzen einfach mal zustimmen. ;D

"Endlich mal wieder ein richtig geiler Film. Nicht so ein Sissi-Scheiß wie er heutzutage normal ist. Realistisch, brutal wie das Leben und straight. Das Beste am film (der zugegebenermaßen seine dramaturgischen schwächen am Anfang hat) ist Liam Neeson. Ein gutes Gefühl, ihm zuzuschauen. Das ist mal ein Kerl. Nicht so ein Weichei, wie 95% aller Schauspieler heutzutage. Das ist ein richtiger Mann. Und er handelt in diesem film auch so. ich glaube, jeder in seiner Situation würde so schonungslos und brutal und auch von Rache getrieben handeln. Ich finde es sehr gut, dass der film nicht in Hollywood-Pipifax-Klischees verfällt und ihn (weil das ja moralisch ach so verwerflich ist) irgend o ein mieses Schwein verschonen lässt („Ich glaube dir, aber das rettet dich auch nicht“). Genial. Ich finde es supermutig und passend, die Rolle mit Liam Neeson besetzt zu haben. Er passt einfach perfekt in die rolle. So stelle ich mir einen Typen vor, der so viel Mist durchgemacht hat und nicht wie irgend so einen alternden Hollywood Schönling. Mit diesem Film kommen wir endlich wieder an die Realität ran (was man bei Bourne auch schon sehr gut gemacht hat) – die Realität, die echte Emotionen weckt und nicht nur ein müdes gähnen. Man konnte alles mitfühlen: die angst um die Tochter, den Stress, die Zeitnot, die Wut und vor allem die Befriedigung der Rache. Gut dass hier mit vielen Moralvorstellungen gebrochen wird, die in so einer Situation einfach keinen interessieren würden. 9 von 10 punkten"

Es ist absolut klar, dass ein Film, der die Selbstjustiz derart glorifiziert die Meinungen der Zuschauer spaltet, vor allem wenn näher über das Gesehene nachdenkt. Actionfans werden ihn lieben und Spaßbremsen/Realisten/Menschen mit Anspruch werden ihn hassen. Das TA-Team gehört ganz klar zur ersteren Kategorie und deswegen gibbet 4 Zimbelaffen!




Und zum Nachtisch gibt's noch zwei Videos:




Ninja - In geheimer Mission 2

Und weil Trailer so schön sind - vor allem die Trailer, welche von DEM Sprecher kommentiert wurden - gibts jetzt exklusiv den Trailer zu

Ninja - In geheimer Mission 2
"RUSSIAN TERMINATOR"






Aber lasst euch davon bitte nicht beeindrucken und zieht euch vorher das Review zu "Ninja - In geheimer Mission" rein! Nichts ist so, wie es zu sein scheint, vor allem nicht bei DEM Kommentator!


PS: Wer mir sagen kann, wie DER Mann heißt und welche Trailer er noch so alles "verfeinert" hat, dem wäre ich ewig Dankbar. In seinen kleinen "Anreizen" steckt dermaßen viel "Einfallsreichtum" und sprachliches "Geschick", dass er locker eine eigene Rubrik füllen könnte!

Ninja - In geheimer Mission

(klicke aufs Cover für mehr ninjamäßige Infos)

Release: 1984

TRAILER --> SIEHE UNTEN (!!!)

TRAILER TEIL 2: HIER LANG (!!!)

„Wenn der Terminator ein Russe wäre, …“

…isser aber nicht, ansonsten wäre der Film vielleicht noch was geworden. Es geht in diesem Ninjaklopper um einen Wissenschaftler, der in Russland an einer supergeheimen Formel/Liste/irgendwas arbeitet. Um ehrlich zu sein: ich hab’s vergessen… es war ne verdammt wichtige Erfindung und das ist alles was zählt. Allerdings will er seine Forschungen auf keinen Fall mit dem kommunistischen Regime teilen und arrangiert sich mit den kapitalistischen Westmächten. Leider kriegen das die Russen mit, fangen die Abfanger ab, geben sich als Amis aus und vollführen eine Fake-Grenzüberschreitung mit dem Prof., der wiederrum danach denkt für die Amis zu arbeiten und die Russen lachen sich ins Fäustchen…höhöhö! Doch die Genossen haben die Rechnung ohne die Tochter des Professors gemacht, die sogleich eine schlagfertige Ninjakampftruppe ordert, die ihren Papi aus den Fängen der KGB-Sadisten befreien soll.
Der Ninja - Ein Meister der Tarnung und Täuschung

Machen wir es kurz und knapp. Das Beste an dem Ninja-Streifen ist der deutsche Trailer, den man im Gegensatz zu Slugs noch auf Youtube bestaunen kann (siehe unten). Hier wird einem eine Trashperle vom feinsten versprochen. Ninjaaction für eine bessere Welt und Realitätsverschleierung, wie man sie selten bei der Anpreisung eines Films erlebt hat.
Gnadenlose Ninjaaction für eine besser Welt!

Die Story von „Ninja – In geheimer Mission“ ist dabei noch das kleinste Problem. Jedenfalls würde sie locker für einen mittelguten Spionage-Actioner reichen. Leider wird der gesamte Kahn aber rigoros auf die Klippen des Verderbens gefahren. Neben den drittklassigen Schauspielern, die nicht mal ansatzweise das körperliche Talent haben, um einem Ninja gerecht zu werden, und überflüssigen Dialogen, ist der Film vor allem eins: zäääääh. Er plätschert dahin und zieht und dehnt sich, wie eine gesamte Packung HubbaBubba, die man sich auf einmal in den Mund gestopft hat.
Der Ninja - er mäht seine Feinde nieder, wie Unkraut im Garten der Freiheit

Actionmäßig gibt die ersten 60% des Films kaum was zu bestaunen. Zwar sterben die Feinde meist extrem blutig und übertrieben zahlreich, aber dabei aufkommende Spannung sucht man vergebens. Erst gegen Ende kommt etwas Schwung in die Sache, nämlich wenn der Ninjatrupp endlich das Schloss stürmt, in dem der Professor gefangen gehalten wird. Hier können die Schwarzen Kämpfer zeigen, was sie drauf haben. Es werden Ninjasterne durch die Gegend geschleudert, mit explodierenden Pfeilen geworfen, die Schwerter geschwungen und Genicke in Mann-gegen-Ninja-Faustkämpfen gebrochen. Als dann die Kohle knapp wurde und ein schnelles Ende hermusste, bekommen alle überlebenden Ninjas eine MP in die Pfote gedrückt und mähen mit Unendlich-Magazinen ganze Horden von heranstürmendem russischen Kanonenfutter um. All das kann den Film natürlich nicht mehr retten, dank übertriebener Gewalt unter schicker Goreeinlagen sieht er bis zum bitteren Ende, also ca. die letzten 20 Minuten, wenigstens noch ganz nett aus.
Ninja-Burg-Explosion = ohne Worte...


Fazit:
Hallo und herzlich willkommen in der untersten Schublade. Hier finden sie unter anderem diese Trashgranate. Lassen sie sich auf keinen Fall von der Faszination des Trailers blenden! Der Film an sich ist alles in allem schon eine herbe Enttäuschung, aber wenn sie den Trailer vorab gesehen haben, werden sie wahrscheinlich um die zum Fenster rausgeschmissenen Dollars weinen. Vielleicht hat die reißerische Anpreisung auch meine Sinne getrübt, oder aber der Film ist wirklich sauschlecht - wie auch immer: Entscheiden sie selbst, ob sie dieses Risiko eingehen und sich selbst eine Meinung bilden wollen. Außer natürlich sie zählen sich zu absoluten Ninja-(Trash)film-Fans und/oder sind masochistisch veranlagt. 1,5 Affen gibt’s für den Film, 1 Affe kriegt der Trailer. Das macht zusammen 2,5 Affen, was insgesamt schon fast wieder zu viel ist!

,5



TRAILOOOOOOOOOR!!!

Turkish Star Wars

(klicke aufs Cover für mehr unfassliche Infos)

Release: 1982


„Und am achten Tag schuf Gott den Trash und ihm dämmerte, was er da angerichtet hatte.“


Seitdem entstanden aus willkürlichen Naturlaunen heraus die absonderlichsten Filme. Filme, die das durchschnittliche menschliche Gehirn auf der Stelle rösten können. Filme, die so unglaublich unfassbar sind, dass die bloße Erwähnung der Titel debiles Gekicher auslöst. Und Filme, die in einer mystischen Wolke zu schweben scheinen und deren Existenz nur durch Mundpropaganda von einem Trashfan zum anderen weitergetragen wird.

Ein solcher Film ist „Turkish Star Wars“ (Dünyayi kurtaran adam), manchen vielleicht eher bekannt als „The Man who saved the world“, mit dem einzigen Superstar der Türkei „Cüneyt Arkin“.
Aber worum geht es überhaupt?! Tja, schwer zu sagen. Da es nur das türkische Original mit ziemlich rudimentären englischen Untertiteln gibt, kann soviel mit Sicherheit gesagt werden:

Es geht um Captain Murat und Captain Ali (Ränge der beiden sind frei erfunden, weil hört sich cooler an), die über einen freien Willen verfügen und die Erde gegen den bösen Zauberer und seine Streitkräfte verteidigen. Der böse Zauberer wiederrum lebt schon seit 1000 Jahren, ist unsterblich und verfügt über unendliche Macht. Allerdings braucht er menschliche Gehirne um… ja um, eh… um halt noch mächtiger und fieser zu werden. Und da war noch irgendwas mit menschlicher Willensstärke, die er braucht, um die Erde zu zerstören – warum auch immer er das machen will, wenn er doch menschliche Gehirne benötigt, um mächtiger zu werden…

Knapp 10 Minuten dauert diese Einführung in den Film, der zwar wie gesagt untertitelt ist, wobei man sich als Zuschauer aber nur schwer auf die Buchstaben konzentrieren kann. Zu unfasslich sind die Bilder. Zu unfasslich eigentlich das gesamte filmische Werk, aber schon diese ersten 10 Minuten treffen den Zuschauer wie ein Vorschlaghammer. Da bleibt einem echt die Spucke weg! Dreist wurden Szenen von "Krieg der Sterne" geklaut und es fliegen X-Wings vorwärts und rückwärts durchs Bild. In wilden Schnitten werden Tie-Fighter über die Leinwand gehetzt und immer wieder die Explosion des Todessterns eingeblendet. Das ganze ist allerdings nur ne Rückprojektion und so sieht man Augenblicke später, wie unsere beiden Ziegenhir... eh Helden mit Motorradhelmen auf der Rübe so tun, als würden sie die Erde verteidigen. Es wird übrigens versucht, den Todesstern als Erde zu verkaufen… echt wahr... glaub ich jedenfalls!
Dann stürzen beide ab - Peng Buff - Und wachen eine geklaute Explosion später unter Geröll vergraben irgendwo in der Wüste am Bosporus wieder auf. Hmm? Wo ist das Raumschiff? Wo die Wrackteile? Sind die beiden vor dem Aufprall mit den Schleudersitzen in die weite Welt hinausgeflogen? Das würde erklären, warum sie unter die Erde gepflügt wurden. Egal, tut nichts zur Sache, denn sofort machen sich Murat und Ali auf, den unbekannten Planeten mit ernster Miene zu erforschen und sich coole Sprüche um die Ohren zu hauen.
Unterdes wird der böse Zauberer mit seiner Pappmaske gezeigt, der vor einer riesigen Katzenkopfmaschine steht, deren Augen als Monitore dienen. Natürlich sollen die Eindringlinge beseitigt werden. Oder nur gefangen oder so was in der Art.
Murat und Ali haben in der Zwischenzeit die Relikte einer alten Zivilisation entdeckt und erkennen, dass es einst Menschen mit hochentwickelter Technologie auf dem Planeten gab, die sich jedoch längst durch einen nuklearen Krieg ausgelöscht haben, weil sie zu ernst waren und nicht genug gelacht haben... ja, so ist das mit Seriösität! Außerdem gibt es auf dem Planeten die Macht zu finden, die den bösen Zauberer vernichten kann. Dass dabei Aufnahmen von verschiedenen Pyramiden, der Sphinx und ägyptischen Zeichnungen gezeigt werden, die Qualitativ noch schlechter als der Film sind, wundert eigentlich nur den Zuschauer.
Dann endlich gibbet die erste Klopperei. Und die spricht Bände! Sofort wird die Musik von Indiana Jones hörbar und unsere Helden kloppen fröhlich und ohne Sinn und Verstand drauf los. Choreografie = Fehlanzeige! Dafür aber jede Menge unkoordiniertes Prankengehämmer inkl. Gesichtskirmes, die vor allem Cüneyt Arkin in Perfektion beherrscht. Per nicht sichtbaren Trampolinen werden die Möchtegernskelettkrieger von Ihren Pferden gekickt, damit man sinnlos mit den Handflächen auf sie eindräschen kann. Schließlich können sie zwei Pferde unter Ihre Kontrolle bringen und reiten wieder zu Indiana Jones auf und davon.
Jetzt werden in schnellen Schnitten Typen mit lustigen Gummimasken eingeblendet und schließlich werden Murat und Ali von frühen Vorläufern zylonenähnlicher Topflappenrobotern von ihren Pferden gerissen. Gefesselt werden sie abgeführt und treffen zum ersten Mal auf die Bewohner des Planeten, die in gladiatorenähnlichen Kämpfen vor hübscher Bergkulisse gegen die fiesen Schergen des bösen Zauberers antreten müssen. Die fiesen Schergen sind in diesem Fall allerdings irgendwelche Witzfiguren mit lustigen Helmchen auf dem Kopf. Murat und Ali können dabei natürlich nicht tatenlos zusehen, vor allem nicht mehr, als Robi, der Bollerkopp-Roboter, in einer wild hinein geschnittenen Szene ein wehrloses Kind würgt.
Beide befreien sich von den dilettantisch verknoteten Fesseln und kloppen mal wieder unter Indiana-Mukke alles kaputt, was einen lustigen Helm trägt. Dann geht’s ab in die Höhlen, wo Murat seine große Liebe trifft und sich beide minutenlang zu StarWarsMelodien schnulzigdebil anlächeln. Nebenbei bemerkt, sieht die Perle ziemlich zugedröhnt… Hier erfahren sie vom Oberältesten Obi Wan… ach quatsch… keine Ahnung, wie der alte Knacker heißt... dass der böse Zauberer sich auf dem Planeten aufhält.
Kurz darauf und ein paar Schnitte auf den bösen Magier später wird die Höhle von in Klopapier eingerollten Mumien und Teddybär ähnlichen Kuschelmonstern überfallen. Es bleibt nur die Flucht für unsere Helden, samt Kokstrulla und Sohn im Schlepptau.
Jetzt kommt die wohl größte, beste und eindrucksvollste Trainingsmontage seit allen Rockyfilmen! Erst zu Kampfstern Galactica, dann zu Indiana Jones kratzen beide im Sand rum, dreschen auf wehrlose Felsbrocken ein, hüpfen mit Steinblöcken an den Beinen durch die Gegend und treten Steinklumpen durch die Gegend, welche beim Aufprall EXPLODIEREN!
So gestärkt begeben sie sich in eine Kantine – eindeutig wieder an Star Wars angelehnt – treffen auf zahlreiche Gummimasken, Kuschelmonster und lustige Helmträger, die dann auch gleich wieder zu Brei geschlagen werden dürfen. Kurz danach ist übrigens eine sehr geile Szene zu bestaunen: Murat haut einem roten Kuschelmonster die Krallenärmchen ab und ersticht selbiges mit selbigen. Jetzt wissen wir auch, woher die Idee zur sagenumwobenen Arm-ab-Szene von Phantom Commando stammt! In der Kantine tritt der böse Zauberer dann auch noch mal persönlich unter die Augen der Neuankömmlinge, färbt das Bild rot, stammelt irgendwas vor sich hin, spielt mit einem Kaleidoskop rum, was seine Macht zur Verdreifachung demonstrieren soll und verschwindet wieder.
Nach mehreren kurzen Intermezzos lässt der böse Zauberer Murat gegen das Lamettamonster antreten, aber der Kampf auf Leben und Tot wird von Murat durch seine ausgefeilte Hüpf-Konfusions-Technik frühzeitig beendet. Ali ist indes in die Klauen des Fieslings geraten und soll das Hirn ausgesaugt bekommen, worauf Murat sich sofort auf die Suche nach der Macht, die Erde zu retten und seinen Feind zu vernichten, begibt: Ein goldenes Gehirn in einer Holzschachtel und ein überdimensioniertes goldenes Pappzackenschwert. Vorher gibt’s in irgendeinem türkischem Museum allerdings noch ne Runde Koran-Commercials und Beweihräucherung der islamischen Religion, was wahrscheinlich politische Gründe hatte. Jedenfalls gucken alle Beteiligten ziemlich ernst oder versuchen es zumindest.
Nach ganz, ganz viel Indiana-Musik-Gekloppe und Pappzackenschwert-Geslashe wird Ali befreit und stirbt kurz danach, weil er Rache üben will, weil der böse Zauberer Schwert und Gehirn berühren konnte und jetzt in der Lage ist, die Erde zu zerstören. Whatever, Ali geht in den Armen von Murat kaputt und gibt in einer unglaublich schwulstigen Szene den Löffel ab. Darauf hin schmilzt Murat Schwert und Gehirn ein, tunkt seine Hände in die Suppe und bekommt goldene Superhandschuhe.
„The man with the golden gloves“ läutet zusammen mit John Whiliams den Showdown ein. Während immer wüste Schnitte auf Krieg der Sterne - Szenen eingefügt wurden, verkloppt Murat Massen an Monstern. Durch die Kuschelmonster tritt er einfach durch oder reißt ihnen gleich die Köppe ab. Die Toilettenpapiermumien enthauptet er und schleudert ihre abgerissenen Köpfe auf heraneilende Feinde, die darauf hin explodieren. Auch die explodierenden Steine kommen noch mal zum Einsatz. Der böse Zauberer wiederum verwandelt sein Zepter in zwei gezackte Pappradkappen mit Bumerangfunktion. WHAT THE FUCK! Wer glaubt, bei TSW bereits alles gesehen zu haben, wird spätestens hier eines besseren Belehrt. Da bleibt einem echt die Spucke weg. Zu guter letzt spaltet er den bösen Zauberer in zwei Teile und fliegt mit den rasenden Falken davon.



Schluss… Aus… ich kann nicht mehr… mein Bauch tut mir weh vom Lachen, meine Augen sind ausgetrocknet, weil ich vor Unfasslichkeit nicht mehr zu Zwinkern wagte, mein Gesicht erstarrt vor Schreck, Abscheu und gleichzeitiger Begeisterung und mein Hirn nur noch eine wabernde Masse aus weichgekochtem Bioschleim… TSW ist vorbei und ich am Ende!

Dieser Film hat mein Leben verändert, aber irgendwie im positiven Sinne. Es gibt nämlich nicht mehr vieles, was filmisch gesehen noch schlimmer ist (außer Robo Vampire vielleicht… aber auf eine andere Art und Weise). Die Machart von TSW ist derart dreist dilettantisch und zusammen geklaut, dass man sich fragt, was die Verantwortlichen sich dabei gedacht haben. Haben sie überhaupt gedacht? Das konnten die doch nicht ernst gemeint haben, oder?! Oder vielleicht doch? Ist TSW vielleicht gerade wegen dieser Faktoren eine solche Trashgranate geworden? Egal, lustig war es allemal und komischerweise auch irgendwie kurzweilig sehr unterhaltsam. Wenn man sich erstmal an dieses... dieses Etwas gewöhnt hat, vergeht die Zeit sogar wie im Fluge. Wer weiß, vielleicht sendet der Film aber auch irgendwelche manipulierenden Wellen aus, die einen für kurze Zeit hypnotisieren oder unerfahrene Zuschauer gleich einer kompletten Gehirnwäsche unterziehen. Jedensfalls ist TSW wie ein schrecklicher Unfall: Es ist grausam und furchtbar, aber man kann einfach nicht weggucken!


Fazit:
"Turkish Star Wars" ist wirklich eine Kronjuwele unter den Trashperlen dieser Welt. Der Text oben ist vielleicht sogar etwas zu harmlos geraten, denn es ist schwer, diesen Wahnsinn in passende Worte zu fassen. Lasst euch davon bitte NICHT täuschen!!! TSW kann schwere, irreparable Schäden bei Neueinsteigern verursachen. Einen guten Psychiater in der Nähe zu haben, der erste Hilfe leisten kann und sich mit Trash-Traumatas auskennt, kann lebensrettend sein. Einen eisernen Überlebenswillen sollte man zudem ebenfalls sein eigen nennen. TSW wird das Leben eines jeden Zuschauers verändern - nichts wird nach überstandener Sichtung noch so sein, wie es mal war – DIE Blaupause des Trash’s - Gehirnschmelze ist vorprogrammiert! Oder anders ausgedrückt: Für wahre (und vor allem erprobte) Trash-Fans ist „Turkish Star Wars“ schon längst ein absolutes MUST SEE!!!



PS: Auf Youtube findet man einige sehr schicke Ausschnitte. Hier mal einer, der die beiden Helden beim Training zeigt. Einfach nur sau lustig und einer großen Höhepunkte (nur mit andere Musik unterlegt).



PPS: Der Versuch, ein Original dieses Films auf VHS oder DVD zu bekommen, ist eine Lebensaufgabe. Zum Glück verstößt der Streifen gegen derart viele Copyright (und Menschen-) Rechte, dass man ihn (noch) ohne Probleme bei Google-Video mit eng. Untertiteln bestaunen kann.


PPPS: Ein paar Wahnsinnige haben sich tatsächlich doch noch die Mühe gemacht, den Film mit einer relativ freien deutschen Synchro zu versehen. In viele kleine Pakete aufgeteilt gibts das ganze bei Youtube zu begutachten. Ich persönlich finde die englischen Untertitel besser, was nicht heißen soll, das man nicht auf jeden fall mal einen Blick riskieren sollte!



PPPPS: Es hat uns fast 2 1/2 Jahre gekostet, diesen Film komplett zu sichten, ihn anschließend in vielen kleinen Gesprächen zu verarbeiten, um heute endlich darüber schreiben zu können.

Rückblick, Vorblick, Durchblick? Kino 2008 und der Wookie


Zu Beginn eines jeden Jahres ist es doch immer das gleiche: Die Medien hypen das begonnen Jahr und die in dem Jahr anlaufenden Filme (ok, ok, ist nicht immer so wie die aktuelle Situation beweist aber wieso mussten auch die Lehmann-Brüder vor 2 Jahren gegen die Wand fahren?!!).


Aber wurde nun Geschichte geschrieben?
Let’s take a look!



Babylon A.D.
Trailer sahen sau gut aus. Vin Diesel spielte mal wieder seine Paraderolle. Da konnte eigentlich nicht viel schief gehen. Aber dennoch eher mässiges Ergebnis. Der Film endet nach der Hälfte der Handlung! Hallo geht’s noch? Und warum? Weil ne Blondinne stirbt......

The dark Knight
hat alle Erwartungen mehr als nur erfüllt. Hat den Menschen sogar eine neue Lebensphilosophie gegeben („I believe whatever doesn't kill you, simply makes you...stramger“). NUR wird man sich fragen: was wäre gewesen, wenn Heath Ledger sich nicht bei den Tabellen vergriffen hätte?

Death Race
Trashiges Fast n Furious im Knast mit Miniguns ohne Handlung. Da hilft auch nicht le transportör. Ab einem Pegel von 1,x oder mehr genießbar.
Doc Savage meint dazu: Watt, datt war ja wohl ein Trashfest vom feinsten, du Kulturbanause!

Hancock
Hand cooked oder watt. Also bitte; das Essen, was man bei den Dreharbeiten vernichtet hat, hätte man auch nach Somalia schicken können. Hungersnot adee. Der Film war, ist und bleib total scheisse.

Hellboy 2
SO AWESOME. Red und Ape schmerten zusammen Lovesongs. outstanding!
Billboard Charts we are coming!

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
wie kann man heute noch einen Film von George Lucas hypen. Star Wars 1-3 haben gezeigt, dass George Lucas - cineastisch gesehen - in den 80er das blinde Huhn war, das das Korn sogar 2 mal getroffen hatte. Bitte keinen 5. Teil von Indy

Iron Man
Robert Downey Jr. has an awesome suit. Mit dem ersten selbstproduzierten Film hat Marvel alles richtig gemacht. Ganz großes Tennis und a Huge Potential of Awesomeness!

John Rambo
Sly zu Gottschalk „Wetten,dass... ich 1.000.000 Menschen innerhalb eines Filmes mit einer Laufzeit 80 Minuten abmetzeln kann und danach trotzdem gefeiert werde.“
Würde sagen er hat gewonnen!

Kungfu Panda
im Original mit Jack Black. Funny.

Leg dich nicht mit Zohan an
Adam Sandler spielt den Super-James-Bond-Man beim Mossad, der mangels Motivation Friseur wird. Klingt total bescheuert, sieht auch so aus, war aber irre lustig. Vor allem wegen Johnny Mac.
Doc Savage meint dazu: Naahh, don't like it...

Madagascar 2
der 2. Trailer zum Film der Pinguinmafia. Kanns kaum erwarten bis der in die Kinos kommt.

Max Payne
2 mal im Kino für 10 Minuten eingeschlafen und nix verpasst. Sagt alles oder?
Doc Savage meint dazu: Der Chewieee ist zwei mal im Kino eingepennt... ich hab durchgehalten, aber nur mit Aufputschmitteln...

Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaiser
ich war krank und hatte langweile....

Ein Quantum Trost
der Extended Cut zu Casino Royal nur ohne Casino Royal. Weniger Story hatte bisher kein Bondfilm. Aber war ein cooler Song von Keys und White.
Doc Savage meint dazu: Und so viel fucking Wackelkamerea hatte noch kein Bond vorher *kotz*

Starship Troopers 3: Maurader
mit mehr Titten und einem Aldi-Notebook für die CGI wäre es ein guter Film geworden


Die Stiefbrüder
Will Ferrel at its best. Manche mögen ihn nicht und ich mag ihn und nur das zählt! Schon mal einen Wookie geschlagen?
Doc Savage meint dazu: Will Ferrell for President! Besonders die allerletzte Szene ist pädagogisch enorm Wertvoll! ;)

Street Kings
Neo, ohne Kräfte aber durchgehend betru.... ok, angetrunken, im Krieg "Dr. House vs. the last King of Scottland" hin und her gerissen. Netter Film!
Doc Savage meint dazu: Fand ich mehr als nett. Vielleicht auch weil ich Reeves ziemlich cool finde (jaja, kein Talent, bla, mir doch egal)

Tropic Thunder
Seeing the dude playin' the dude, disguised as another dude. Ist einer der wenigen Filme, in denen ich Tom Cruise nicht scheisse fand. Das ist ungefähr so, wie eine bestimmte Strecke innerhalb von 12 Parsec fliegen zu können. Nur Jack Black war irgendwie fehl am Platz.
Doc Savage meint dazu: Ich suche übrigens noch eine VHS von Simple Jack. Zahle gut!

Der unglaubliche Hulk
hm.... ich mag Eric Bana, ich mag aber auch Edward Norton. Aber Grün bleibt trotzdem Grün und wird nicht Rot. Außer man ist farbenblind.

W.
ganz schön bitter macht ganz schön lustig oder?

Wanted
die dümmste Story der Welt aber nette Matrix-Action. Ich frag mich nur, hat Uwe Boll das Casting gemacht oder warum waren in dem Film so viele Stars vertreten?
Doc Savage meint dazu: C'mon! Der war doch extrem unterhaltsam! Ein No-Brainer vom feinsten UND der Webstuhl des Schicksals. Watt hab ich gefeiert!




Logan n Victor: Outcasts, Brothers, Legends



Drei Klingeln, drei TV-Spots:

(klick it)


Sieht schon ziemlich tasty aus. Potential of Awesomeness durchaus vorhanden.


PS1: lasst uns bitte alle beten, dass auf DVD / Blu-Ray ein Ultimate Unlimited Extended Directors Cut Special Edition mit FSK 18 rauskommt.

PS2: Review von Rescue Dawn steht noch aus. Kommt innerhalb der nächsten 7 Tage.

PS3: Wade Wilson is Jesus Christ

Zitat of the Moment:


"Sind Sie vielleicht John Wayne? Oder bin ich das?" - Pvt. Joker in Full Metal Jacket

Ach Bay, du alter Draufgänger, irgendwie lieben wir dich ja für deine Effektgeilheit, die ja sonst kaum jemand so exzessiv auslebt wie du. Sieht auf jedenfalls mal wieder voll fett aus! :D

SLUGS

(für mehr schleimige Infos klicke aufs Cover)

Release: 1988


"Dieser Film kann schon morgen schneckliche Realität werden!"

John ist Umweltbeauftragter in einem kleinen, völlig unbedeuteten Kaff irgendwo in den USA. Mit einem Mal häufen sich dort allerdings unerklärliche Todesfälle. Immer öfter stößt John bei nachfolgenden Ermittlungsarbeiten auf schwarze, glibberige Riesenschnecken mit sehr bissigem Charakter und macht sich mit seinem Kumpel und dem Wissenschaftler Mike, an die Aufklärung dieses schleimigen Phänomens. Was niemand weiß: Die Stadt wurde auf einer Giftmülldeponie erbaut und die Biester sind nichts anderes als eine Mutation, Ausgeburten der Hölle, der Schnecken… eh… Schrecken eines jeden Vegetariers. Scheißviecher halt! Natürlich glaub dem kleinen Team niemand auch nur ein einziges Wort, worauf sie eigenmächtig in die Kanalisation hinabsteigen, um dem Schneckenterror Feuer unterm schleimigen Hinterteil zu machen.

Slugs - Killerschnecken aus dem Garten des Grauens!

Hat einer von euch den Trailer von „Slugs“ gesehen? Wenn ja, dann wisst ihr, warum der Film in der heimischen DVD Sammlung gelandet ist. Tierhorror vom feinsten und ekelhafte Goreeinlagen werden dort angepriesen. Dazu noch die Killerschnecken – ein Thema, was so auch noch nicht da war – und der Sprecher, der sich mit seinen Kommentaren jedes Mal selbst zu überbieten versucht. Da kann man als Trashliebhaber einfach nur noch breit grinsen.

Tja, die Krux mit solchen Trailern ist, dass sie eigentlich nichts über den Film aussagen, außer das sie die Erwartungen hoch schrauben. Um ganz ehrlich zu sein: Der Trailer ist 100mal besser, als der Film. Und dabei hätten wir eigentlich schon gewarnt sein müssen. Die Art des Trailers und der auch der Sprecher sind dieselben, wie bei „Ninja – In geheimer Mission“ und der war ebenfalls unglaublich scheiße...

Slugs - Gartenarbeit wird zum glittschigen Grab!

Das Endprodukt kann man insgesamt als „Langeweile mit Ketchup“ beschreiben, denn wirklich viel Abwechselung gibt es nicht. Die Killerschnecken schlagen zu, es gibt ein bisschen Kunstblutgespritze, dann rückt John an usw. Eine Spannungskurve sucht man vergeblich und so zieht sich die zusammen gewürfelte Handlung um Killernacktschnecken, alkoholabhängige Ehefrauen und Halloweenpartys wie Kaugummi von Unglück zu Unglück, um schließlich in einem unbefriedigendem, aber zum Gesamteindruck passendem Finale zu enden.

Gut, okay, die Goreeinlagen können sich in der Tat sehen lassen, sind allerdings immer nach ein paar Sekunden wieder vorbei und insgesamt ziemlich spärlich gesät. Dabei wäre das ne gute Möglichkeit gewesen, ein wenig mehr Drive in die ganze Sache zu bringen. Ein Hauch von Atmosphäre kommt dann aber doch noch auf, wenn tausende schwarze Schnecken in Zeitrafferaufnahmen an den Wänden lang glibbern. Aber wirklich nur ganz kurz.

Slugs - Wenn der Ruf der Natur nach Rache klingt, antwortet der Mensch mit seinem Todesschrei!


Fazit:
Insgesamt ist „Slugs“ ganz okay, nur eben nicht wirklich spannend oder sonst was. Zwar haben die Verantwortlichen versucht, einen möglichst ernsthaften Horrorstreifen zu inszenieren, jedoch haben sie damit eine ordentliche Bruchlandung hingelegt. Das heißt, dass „Slugs“ zwar noch für einen bierseligen Abend mit Gleichgesinnten reicht, da die meisten Szenen von unfreiwilliger Komik dominiert werden, man aber auf keinen Fall zu viel erwarten sollte. Oder zieht euch den Trailer rein und feiert den! Da sind nämlich fast alle Goreszenen drin und auch sonst macht der einfach viel mehr her. Realistisch betrachtet kann ich für das Endprodukt auf keinen Fall mehr als 2 Köppe springen lassen… naja, sagen wir 2,5, um uns irgendwo im Durchschnittsumpf zu treffen.

.5

WIR FEIERN UNS...


…und ihr könnt das auch! Also feiern… und dergleichen!


Es ist ja allgemein bekannt, dass viele Menschen in Deutschland immer wieder nach Gründen suchen, ordentlich die Sau rauszulassen, ein Fass aufzumachen und generell so richtig schön abfeiern zu können. Glücklicherweise haben wir ein Herz für diese Menschen und geben ihnen das, wonach es ihnen dürstet: Einen Grund zu feiern.


Die Academy feiert nämlich einjähriges Bestehen!


Leider sind wir uns nur über den genauen Entstehungszeitpunkt unschlüssig. Aus den Überlieferungen geht auf Grund vieler Editierungen nichts Konkretes mehr hervor, die Erinnerungen des Teams sind dank vieler bierseliger Abende nur noch recht lückenhaft und selbst unser geschätzter Professor Zimbelaffe konnte bisher keine genaue Aussage machen. Aber solche Kleinigkeiten halten uns nicht auf und so legten wir uns einfach auf den gesamten Monat Februar fest! Einen Monat feiern… wann bekommt man schon mal eine solche Gelegenheit geboten?!


Und weil wir gerade schon mal dabei sind und weil sich das ja irgendwie für einen solchen Beitrag gehört, möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Leserinnen und Lesern bedanken, die sich irgendwann und irgendwie mal auf den Blog verirrt haben. Insbesondere bei denen, die unseren etwas anderen Filmgeschmack teilen und ab und zu auch noch einen Kommentar dazu abgelassen haben. Dank euch hatten wir die nötige Motivation, weiter zu machen, und wir hoffen, dass das auch so bleiben wird… also sowohl die Motivation, als auch eure Kommentare und dergleichen! Wer hat schließlich schon Bock gegen eine digitale Wand zu schreiben? Jedenfalls dürft ihr euch alle auch weiter hin auf durch und durch seriöse Beiträge und knallharte, meinungsfreie Filmkritiken freuen. Versprochen!


Also rann an die Buletten oder wie es ein krisenerprobter Präsident, der es in seiner Karriere immerhin zwei(odermehr)mal mit Außerirdischen zu tun hatte und sowohl einen Kampfjet der Airforce, als auch ein Wohnmobil fliegen durfte, einst in einer unglaublich kitschigen, patriotischen, hier völlig unangebrachten und absolut übertriebenen (und nur ganz, ganz leicht abgewandelten) Rede *lufthol* sagte:

"Unser gemeinsames Interesse verbindet uns. Vielleicht ist es Schicksal, dass im Moment Februar ist und dass wir einmal mehr für unsere Freiheit kämpfen werden. Nicht etwa gegen Tyrannei, Verfolgung oder Unterdrückung, sondern für unseren einzigartigen Filmgeschmack. Wir kämpfen für unser Recht zu sehen, zu schreiben und sollten wir diesen Monat überstehen, wird der Februar nicht mehr länger nur ein einfacher Monat sein. Sondern der Monat an dem das vom Zimbelaffen unterjochte Team mit einer Stimme erklärt: Wir werden nicht schweigend in der Nacht untergehen. Wir werden nicht ohne zu kämpfen vergehen. Wir werden überleben. Wir werden weiterleben. Heute feiern wir gemeinsam unseren Trash-Academy-Day… eh, Monat!"


In diesem Sinne und Prost Mahlzeit!

Euer
Trash-Academy
Team


Ninja Warrior

Kennt das einer? Hat das schonmal einer gesehen? Sind die Kommentatoren immer so crazy??? Wenn ja, dann muss ich da unbedingt mehr von haben! :D

Inglorious Bastards


Das sollte niemanden vorenthalten werden! Tarantino tobt sich mal wieder aus und hoffenltich in gewohnter Form. Wer das Original noch nicht kennt, sollte ebenfalls unbedingt einen Blick riskieren ;D






Zitat of the Moment:


"Heute ist Montag und ich denke schon an Mittwoch... Heute ist doch Montag, oder?"
- Earl Bassett Im Land der Raketenwürmer

Ne, wir haben heute sogar schon Mittwoch.
Aber dir sei verziehen. Bist schließlich ne arschkuhle Pocke.

Showdown in little Tokyo

(klicke aufs Cover für mehr Infos)

Release: 1991


Oder: Die kunterbunte Welt von Triple-D und Krähen-Mann

Chris Kenner (Dolph Lundgren) ist der härteste Cop in L.A. und kümmert sich zusammen mit seinen alten Freunden Stahlfaust und Todeskick gewissenhaft um seine schwarzen Schäfchen der japanischen Unterwelt. Am liebsten operiert er mit seiner Desert Eagle – kurz Deagle – am offenen Herzen der Kriminalität und wurde deshalb vom TA-Team liebevoll Triple-D getauft. Obwohl er laut seiner Berufsbezeichnung zwar für Recht und Ordnung einsteht, schert er sich einen Dreck um geltende Gesetze und knüppelt lieber alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Daran ändert sich auch nichts, als ihm sein neuer Parter Johnny "Krähen-Mann" Murata (Brandon Lee) zur Seite gestellt wird. Zusammen ziehen die beiden in einen kleinen Rachefeldzug gegen Yoshida (Cary-Hiroyuki Tagawa), der mit einem perfiden, bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Plan das amerikanische Volk per Bierbrauerei mit der neusten Modedroge überschwemmen will. Oh, und Minako (Tia Carrere) darf auch noch abwechselnd gerettet, entführt, gerettet, gebürstet, entführt und wieder gerettet werden.

Es ist ja allseits bekannt, dass man über gute Filme nicht viel schreiben kann (oder braucht), weil es einfach nichts gibt, über das man sich so richtig aufregen kann. Auf der anderen Seite sind Meinungen ganz extrem von den eigenen Vorlieben abhängig! „Showdown in little Tokyo“ ist in meinem Augen genau so ein „guter“ Film. Bei einer Laufzeit von gerade mal ca. 75 Minuten wird dem Actionfan ein Nonstop-Feuerwerk geboten, bei dem er sich die ganze Zeit zurücklehnen und sein Gehirn ausschalten kann. Alle Leser, die mit Nobrainer-B-Action rein gar nichts anfangen können, sollten besser erst gar nicht mehr weiterlesen.
Mark L. Lester, der auch schon für Blaupause des 80iger Jahre Actionfilms „Phantom Commando“ verantwortlich war, schickt diesmal Dolph Lundgren und Brandon Lee ins Rennen, was im Großen und Ganzen auch wunderbar funktioniert. Natürlich können die beiden wegen ihrem sehr geringen schauspielerischen Talent als Buddyduo nur bedingt überzeugen, aber das ist auch nicht die oberste Prämisse des Streifens. Beide dürfen dafür einen Oneliner nach dem anderen zum Besten geben, sich gegenseitig anzicken und dabei als unschlagbare Zwei-Mann-Armee jede Menge Yakuza vermöbeln oder umnieten. Tia Carree gibt es gratis und schick anzusehen dazu, auch wenn Ihre Rolle eigentlich nur dazu dient, noch mehr fiese Möppen ins Jenseits befördern zu können. Oh, und Cary-Hiroyuki Tagawa als Oberboss natürlich nicht zu vergessen. Der Typ passt einfach perfekt in die Rolle eines dämonischen, erbarmungslosen und unberechenbaren Anführers – egal in welchem Film.
Eine wirkliche Handlung oder sogar Tiefgang sucht man natürlich vergebens. Tiple-D und Krähenmann besuchen eine asiatische Nacktbar oder was weiß ich und hauen alles kurz und klein. Danach schickt Yoshida ein paar Gangster bei den Helden vorbei, die wiederrum alles kurz und klein hauen, worauf die beiden wieder bei Yoshida vorbeischauen… und so weiter und so weiter… Auch mit der Logik hat es der Film nicht so wirklich und so scheint es keine Sau zu interessieren, wenn sich ein Verdächtiger während eines Verhöres selber das Genick bricht, oder dass Triple-D und Anhang gegen das halbe Gesetzbuch bei ihrem Kampf gegen Mr. Yoshi verstoßen.
Bei der Action zeigt Mark Lester dann engültig, was er wirklich drauf hat. Erst schießen/schlagen, dann fragen, lautet die Devise und in der Regel wird das ziemlich explizit dargestellt. Blutige Einschüsse in Mengen, ein Handkantenschlag nach dem anderen und schön große Explosionen werden dem Zuschauer im Minutentakt serviert. Dabei kann man der Action, so toll sie auch ist, eine unfreiwillige Komik einfach nicht abstreiten, weil alles unglaublich naiv und gnadenlos over-the-top inszeniert wurde. Spätestens wenn Dolph nur in Boxershorts und Stiefeln über einen Schrottplatz rennt oder im modischen Kimono mit Stirnband und MG in den Endkampf zieht, kann man den Film dann wirklich nicht mehr ernst nehmen. Das dabei auch die Logik eine eher ungeordnete Rolle spielt, ist wohl klar. So springt Dolph zum Beispiel über ein heranrauschendes Auto oder kippt eine andere Karre kurzerhand als Kugelfang auf die Seite.


Fazit:
Alle, die auch nur den geringsten Wert auf Logik, Handlungstiefe, ausgefeilte Charaktere, etc. legen, sollten einen ganz großen Bogen um dieses Actionvehikel machen, denn eigentlich ist „Showdown in little Tokyo“ einfach nur saudoof… wegen der Naivität, wegen der Unlogik, wegen den Schauspielern, wegen der Over-the-Top-Inszenierung… Aber genau deswegen wird er allen Genrefans unglaublich viel Spaß machen, denn er gibt ihnen genau das, was sie sehen wollen: hirnverbrannte und zugleich unglaublich coole Action am Rande eines geistigen Totalausfalls. Und natürlich Triple-D oben drauf! Nicht zu vergessen sau hässliche Zeitgerechte Klamotten und fiese Syntie-Pop-Mukke! Zurücklehnen, nicht nachdenken, genießen, Spaß haben! Dafür gibbet dann auch 5 Zimbelaffen.


the agency

Das nenn ich doch mal ne nette Idee! Hätte man zwar insgesamt mehr drauß machen können, aber ich hab gelacht: Zieht sie euch rein, die Agentur für ehemalige Sci-Fi-Figuren!

Have fun

Paint-O-Movie II

Dieses Rätsel wurde gelöst!
Es handelt sich - natürlich - um
"ORGAZMO"



Nachdem beim letzten Paint-O-Movie Contest bereits nach wenigen Sekunden die richtige Antwort in den Comments zu finden war (Tumuldur hat es richtig erkannt, indem er mehr oder minder seinen Etherrausch Fear and Loathing in Las Vegas like, ausgepennt hat), haben sich die Trash Academy Inhaber zusammengesetzt und sich dazu durchgerungen, den Schwierigkeitsgrad ein klein wenig anzuheben.

Daraufhin hat unser High End Rechner PDP-7 ein Update erfahren, welches ihn auf OS/360 hievte. Keine wirkliche Hilfe, da ich mal wieder besagte Hotline konsultieren musste, damit ich ein Handbuch erhalte, welches eine Sprache inne hat, der ich auch mächtig bin. Kyrillische Keilschrift sollte heutzutage eigentlich nicht mehr verwendet werden. Alleine schon deshalb, weil die Steinplatten zu teuer sind und zudem schlecht in en Drucker passen...


Nach sage und schreibe 5(!!!) Stunden wurde mir eine Mail gesendet, mit dem benötigten Inhalt. Nachdem mehrmals mein Kopf den Schreibtisch begrüßte, bin ich letztenendes dazu gekommen ein Bild hinzuzaubern, welches nun euren grauen Hirnschmand auf Trab bringt.

Wie immer, die Lösung ab in die Comments.

Und ein weiteres, "wie immer" an dieser Stelle vom Onkel Ashley:

have fun folks!

Tremors

(klicke aufs Cover für mehr raketenwurmige Infos)

Release: 1990



Achtung, die Graboiden kommen!

Earl Bassett (Fred Ward) und Valentine McKee (Kavin Bacon) sind eigentlich zwei ganz normale Kerle, die in einem winzigen Kaff in Perfection-Valley ihr tägliches Brot mit Minijobs verdienen. Außer der flimmernden Wüste Nevadas und der kleinen Stadt Perfection, gibt es in dem von Bergen eingekesselten Tal nichts Erwähnenswertes und so führt die handvollgroße Bevölkerung ein sehr ruhiges und überschaubares Leben. Doch die Ruhe wird plötzlich gestört, als immer wieder Leichen auftauchen bzw. Bewohner verschwinden und das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als Earl und Valentine endlich das Tal verlassen wollten. Tja, Pustekuchen! Ziemlich schnell kommen die beiden (und auch alle anderen) dahinter, dass ihnen 10 Meter Lange „Raketenwürmer“ nach dem Leben trachten. Diese wiederum wühlen sich durch das Erdreich und reagieren auf alle Geräusche an der Oberfläche. Jetzt heißt es, ab auf die Dächer, Gewehre nachladen und vor allem keine unnötigen Geräusche machen. Ansonsten landet man nämlich ganz schnell in den Mäulern der fiesen, mit der Zeit immer intelligenter werdenden Viecher!
Ja das nenn ich doch mal ein einfallsreiches Drehbuch! Zum einen sorgen die Raketenwürmer selbst für mächtig Abwechselung, wenn sie z.B. einen Presslufthammer quer durch den Asphalt schreddern oder gleich ein ganzes Auto in der Erde verschwinden lassen, und zum anderen entstehen viele Abwechselungsreiche Szenen aus der Flucht vor den gefräßigen Viechern. Da jeder Tritt auf den nackten Sandboden der letzte sein könnte, werden die Darsteller per Stabhochsprung über die Felsblöcke gejagt, klettern auf Dächer oder lassen sich verrückte Ablenkungsmanöver einfallen.

Doch nicht nur das Drehbuch ist super geworden – die Idee zog nebenbei bemerkt 3 weitere Teile nach sich und man kann somit schon von einem eigenen Graboiden-Universum sprechen – auch die Effekte können sich sehen lassen. Die sind nämlich mit einem Wort einfach nur als „Liebevoll“ zu bezeichnen. Hier gibt es keine CGI-Effekte oder Wackelkamerashit, hier gibt es handgemachte Gummimonster, die per Animatronic in ihren Löchern rumwackeln. Hier gibt es keine übertriebene Effekthascherei, hier stehen der Charme und die liebevolle Inszenierung, die mit Absicht an die Monsterhorrorfilme der 50iger Jahre angelehnt sind, im Vordergrund.

Neben den Verantwortlichen für die Spezialeffekte, hatten aber auch die Darsteller sichtlichen Spaß an diesem Filmprojekt. Fred Ward (ebenfalls in Teil 2 mit von der Partie) und Kevin Bacon ergänzen sich perfekt und sorgen mit humorvollem Wortwitz für viele kleine Lacher. Neben diesen beiden Plappermäulern bilden die restlichen Darsteller eine rundum sympathische Truppe. Im laufe des Film dürfen die immer panisch werdenden Einwohner mit irren Ideen um sich werfen, wie sie den Graboiden entkommen könnten, immer wieder mit ironischen Bemerkungen ihrer Leidensgenossen kommentiert. Vor allem Burt Gummer muss hier herausragend erwähnt werden! Er ist der Waffennarr von Perfection, der sich mit seiner Frau in einem Bunker vor der Stadt auf den dritten Weltkrieg vorbereitet und den Würmern schließlich mit selbstgebauten Rohrbomben (fette Splattereinlage) und einem Elefantentöter zu leibe rückt. Sein Charakter wird wegen den bekannteren Gesichtern in den Hauptrollen zwar noch etwas klein gehalten, trotzdem ist er aber schon hier ne ziemlich coole Pocke! Er ist es übrigens auch, der in allen vier Teilen auftaucht und ab Teil 3 sogar die Hauptrolle übernimmt.

Fazit:
Kurz und knackig, mit hohem Tempo erzählt und ohne Längen, kann „Tremors“ durch ein einfallsreiches Drehbuch, sympathische Charaktere, liebevoll inszenierte Effekte und natürlich den nicht zu kurz kommenden Humor überzeugen. Der Versuch, den Charme eines 50iger Jahre Horrorfilms mit einem ordentlichen Schuss Humor und Selbstironie in die 90iger Jahre zu hieven, funktioniert auch dank Fred Ward, Kevin Bacon und der restlichen gut aufgelegt Crew wirklich super. Teil 2 kann dank mehr Knete sogar noch ne Schüppe drauf legen, die Idee des ersten Teils bleibt unerreicht. Nach Meinung des TA-Teams verdiente 4 Zimbeläffchen.