Ninja - In geheimer Mission

(klicke aufs Cover für mehr ninjamäßige Infos)

Release: 1984

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„Wenn der Terminator ein Russe wäre, …“

…isser aber nicht, ansonsten wäre der Film vielleicht noch was geworden. Es geht in diesem Ninjaklopper um einen Wissenschaftler, der in Russland an einer supergeheimen Formel/Liste/irgendwas arbeitet. Um ehrlich zu sein: ich hab’s vergessen… es war ne verdammt wichtige Erfindung und das ist alles was zählt. Allerdings will er seine Forschungen auf keinen Fall mit dem kommunistischen Regime teilen und arrangiert sich mit den kapitalistischen Westmächten. Leider kriegen das die Russen mit, fangen die Abfanger ab, geben sich als Amis aus und vollführen eine Fake-Grenzüberschreitung mit dem Prof., der wiederrum danach denkt für die Amis zu arbeiten und die Russen lachen sich ins Fäustchen…höhöhö! Doch die Genossen haben die Rechnung ohne die Tochter des Professors gemacht, die sogleich eine schlagfertige Ninjakampftruppe ordert, die ihren Papi aus den Fängen der KGB-Sadisten befreien soll.
Der Ninja - Ein Meister der Tarnung und Täuschung

Machen wir es kurz und knapp. Das Beste an dem Ninja-Streifen ist der deutsche Trailer, den man im Gegensatz zu Slugs noch auf Youtube bestaunen kann (siehe unten). Hier wird einem eine Trashperle vom feinsten versprochen. Ninjaaction für eine bessere Welt und Realitätsverschleierung, wie man sie selten bei der Anpreisung eines Films erlebt hat.
Gnadenlose Ninjaaction für eine besser Welt!

Die Story von „Ninja – In geheimer Mission“ ist dabei noch das kleinste Problem. Jedenfalls würde sie locker für einen mittelguten Spionage-Actioner reichen. Leider wird der gesamte Kahn aber rigoros auf die Klippen des Verderbens gefahren. Neben den drittklassigen Schauspielern, die nicht mal ansatzweise das körperliche Talent haben, um einem Ninja gerecht zu werden, und überflüssigen Dialogen, ist der Film vor allem eins: zäääääh. Er plätschert dahin und zieht und dehnt sich, wie eine gesamte Packung HubbaBubba, die man sich auf einmal in den Mund gestopft hat.
Der Ninja - er mäht seine Feinde nieder, wie Unkraut im Garten der Freiheit

Actionmäßig gibt die ersten 60% des Films kaum was zu bestaunen. Zwar sterben die Feinde meist extrem blutig und übertrieben zahlreich, aber dabei aufkommende Spannung sucht man vergebens. Erst gegen Ende kommt etwas Schwung in die Sache, nämlich wenn der Ninjatrupp endlich das Schloss stürmt, in dem der Professor gefangen gehalten wird. Hier können die Schwarzen Kämpfer zeigen, was sie drauf haben. Es werden Ninjasterne durch die Gegend geschleudert, mit explodierenden Pfeilen geworfen, die Schwerter geschwungen und Genicke in Mann-gegen-Ninja-Faustkämpfen gebrochen. Als dann die Kohle knapp wurde und ein schnelles Ende hermusste, bekommen alle überlebenden Ninjas eine MP in die Pfote gedrückt und mähen mit Unendlich-Magazinen ganze Horden von heranstürmendem russischen Kanonenfutter um. All das kann den Film natürlich nicht mehr retten, dank übertriebener Gewalt unter schicker Goreeinlagen sieht er bis zum bitteren Ende, also ca. die letzten 20 Minuten, wenigstens noch ganz nett aus.
Ninja-Burg-Explosion = ohne Worte...


Fazit:
Hallo und herzlich willkommen in der untersten Schublade. Hier finden sie unter anderem diese Trashgranate. Lassen sie sich auf keinen Fall von der Faszination des Trailers blenden! Der Film an sich ist alles in allem schon eine herbe Enttäuschung, aber wenn sie den Trailer vorab gesehen haben, werden sie wahrscheinlich um die zum Fenster rausgeschmissenen Dollars weinen. Vielleicht hat die reißerische Anpreisung auch meine Sinne getrübt, oder aber der Film ist wirklich sauschlecht - wie auch immer: Entscheiden sie selbst, ob sie dieses Risiko eingehen und sich selbst eine Meinung bilden wollen. Außer natürlich sie zählen sich zu absoluten Ninja-(Trash)film-Fans und/oder sind masochistisch veranlagt. 1,5 Affen gibt’s für den Film, 1 Affe kriegt der Trailer. Das macht zusammen 2,5 Affen, was insgesamt schon fast wieder zu viel ist!

,5



TRAILOOOOOOOOOR!!!

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