Tremors

(klicke aufs Cover für mehr raketenwurmige Infos)

Release: 1990



Achtung, die Graboiden kommen!

Earl Bassett (Fred Ward) und Valentine McKee (Kavin Bacon) sind eigentlich zwei ganz normale Kerle, die in einem winzigen Kaff in Perfection-Valley ihr tägliches Brot mit Minijobs verdienen. Außer der flimmernden Wüste Nevadas und der kleinen Stadt Perfection, gibt es in dem von Bergen eingekesselten Tal nichts Erwähnenswertes und so führt die handvollgroße Bevölkerung ein sehr ruhiges und überschaubares Leben. Doch die Ruhe wird plötzlich gestört, als immer wieder Leichen auftauchen bzw. Bewohner verschwinden und das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als Earl und Valentine endlich das Tal verlassen wollten. Tja, Pustekuchen! Ziemlich schnell kommen die beiden (und auch alle anderen) dahinter, dass ihnen 10 Meter Lange „Raketenwürmer“ nach dem Leben trachten. Diese wiederum wühlen sich durch das Erdreich und reagieren auf alle Geräusche an der Oberfläche. Jetzt heißt es, ab auf die Dächer, Gewehre nachladen und vor allem keine unnötigen Geräusche machen. Ansonsten landet man nämlich ganz schnell in den Mäulern der fiesen, mit der Zeit immer intelligenter werdenden Viecher!
Ja das nenn ich doch mal ein einfallsreiches Drehbuch! Zum einen sorgen die Raketenwürmer selbst für mächtig Abwechselung, wenn sie z.B. einen Presslufthammer quer durch den Asphalt schreddern oder gleich ein ganzes Auto in der Erde verschwinden lassen, und zum anderen entstehen viele Abwechselungsreiche Szenen aus der Flucht vor den gefräßigen Viechern. Da jeder Tritt auf den nackten Sandboden der letzte sein könnte, werden die Darsteller per Stabhochsprung über die Felsblöcke gejagt, klettern auf Dächer oder lassen sich verrückte Ablenkungsmanöver einfallen.

Doch nicht nur das Drehbuch ist super geworden – die Idee zog nebenbei bemerkt 3 weitere Teile nach sich und man kann somit schon von einem eigenen Graboiden-Universum sprechen – auch die Effekte können sich sehen lassen. Die sind nämlich mit einem Wort einfach nur als „Liebevoll“ zu bezeichnen. Hier gibt es keine CGI-Effekte oder Wackelkamerashit, hier gibt es handgemachte Gummimonster, die per Animatronic in ihren Löchern rumwackeln. Hier gibt es keine übertriebene Effekthascherei, hier stehen der Charme und die liebevolle Inszenierung, die mit Absicht an die Monsterhorrorfilme der 50iger Jahre angelehnt sind, im Vordergrund.

Neben den Verantwortlichen für die Spezialeffekte, hatten aber auch die Darsteller sichtlichen Spaß an diesem Filmprojekt. Fred Ward (ebenfalls in Teil 2 mit von der Partie) und Kevin Bacon ergänzen sich perfekt und sorgen mit humorvollem Wortwitz für viele kleine Lacher. Neben diesen beiden Plappermäulern bilden die restlichen Darsteller eine rundum sympathische Truppe. Im laufe des Film dürfen die immer panisch werdenden Einwohner mit irren Ideen um sich werfen, wie sie den Graboiden entkommen könnten, immer wieder mit ironischen Bemerkungen ihrer Leidensgenossen kommentiert. Vor allem Burt Gummer muss hier herausragend erwähnt werden! Er ist der Waffennarr von Perfection, der sich mit seiner Frau in einem Bunker vor der Stadt auf den dritten Weltkrieg vorbereitet und den Würmern schließlich mit selbstgebauten Rohrbomben (fette Splattereinlage) und einem Elefantentöter zu leibe rückt. Sein Charakter wird wegen den bekannteren Gesichtern in den Hauptrollen zwar noch etwas klein gehalten, trotzdem ist er aber schon hier ne ziemlich coole Pocke! Er ist es übrigens auch, der in allen vier Teilen auftaucht und ab Teil 3 sogar die Hauptrolle übernimmt.

Fazit:
Kurz und knackig, mit hohem Tempo erzählt und ohne Längen, kann „Tremors“ durch ein einfallsreiches Drehbuch, sympathische Charaktere, liebevoll inszenierte Effekte und natürlich den nicht zu kurz kommenden Humor überzeugen. Der Versuch, den Charme eines 50iger Jahre Horrorfilms mit einem ordentlichen Schuss Humor und Selbstironie in die 90iger Jahre zu hieven, funktioniert auch dank Fred Ward, Kevin Bacon und der restlichen gut aufgelegt Crew wirklich super. Teil 2 kann dank mehr Knete sogar noch ne Schüppe drauf legen, die Idee des ersten Teils bleibt unerreicht. Nach Meinung des TA-Teams verdiente 4 Zimbeläffchen.


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