Star Force Soldier

(für mehr toddsichere Infos klicke aufs Cover)

Release: 1998

Captain: „Guten Morgen Sergeant Todd. Wie geht’s ihnen?“
Todd: „…“
Captain: „Sie sind nicht sehr gesprächig, oder?!“
Todd: „…“
Captain: „Möchten Sie ein paar Schädel einschlagen?“
Todd: *nickt*
Captain: „Tja dann, worauf warten sie noch? Toben sie sich aus!“

Es war einmal irgendwann in naher Zukunft. Baby Todd wurde ausgewählt, an einem streng geheimen Supersoldatentraining teilzunehmen. Nach seiner Ausbildung durfte der tapfere Soldat Todd mit seiner Truppe zahlreiche Schlachten schlagen, die er alle gewann und vor allem überlebte. Der tapfere Soldat Todd war dabei der Beste der Besten der Allerbesten und so wurde er zum Sergeant. Doch in den geheimen Forschungslabors des Militärs bahnten sich dunkle Schatten in das Leben der Elitekämpfer: Gen-Mutanten aus dem Reagenzglas.
Der tapfere Soldat Todd wollte seine Kraft beweisen, versagte dabei jedoch jämmerlich, wurde zum Toten degradiert und per Müllschiff auf einem Müllplaneten abgeliefert. Dort freundete sich der tapfere Soldat Todd mit den Müllis an, die sich ein putziges kleines Dorf in den Fels gehämmert hatten. Hier wurde der tapfere Soldat Todd auch das erste Mal mit etwas Fremden tief in ihm konfrontiert. Es waren Gefühle, die der tapfere Soldat Todd zunächst für eine Geheim-Psycho-Waffe der Müllis hielt, während er Radieschen einpflanzte oder auf Metallkübel boxte.
Doch die dunklen Schatten sollten ihn wieder einholen. Die bösen Gen-Soldaten kamen nämlich auf den Planeten und wollten die Müllis alle über den Jordan schicken. Obwohl der tapfere Soldat Todd eigentlich gerade erst aus dem putzigen Dorf ausgestoßen wurde, weil er zu viel Mist gemacht und sich vor der Weihnachtsfeier gedrückt hatte, konnte er dieses Massaker nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, welches er ebenfalls erst ein paar Tage zuvor entdeckt hatte.
Und so zog der tapfere Soldat Todd los, um dem elendigen Gen-Pack ein paar ordentliche Arschtritte zu verpassen und den fiesen Möppen mal zu zeigen, wo der Hammer hängt! Am Ende flog der ganze Planet in die Luft, aber das störte den tapferen Soldat nicht sonderlich, weil er mit den überlebenden Müllis in einem erbeuteten Raumschiff schon längst zu neuen Abenteuern aufgebrochen war.
Das Paul W.S. Anderson ein Hang zu stupiden, aber unterhaltsamen Actionern hat, konnte er das letzte Mal mit “Death Race unter Beweis stellen. Aber auch für „Soldier“ muss er sich nicht schämen, denn er liefert hier ein ordentliches Brett von Film ab. Kulissen- und Actiontechnisch schwankt er immer wieder zwischen B und A Qualitäten, die Action ist handgemacht, die Explosionen großzügig und die Einschüsse blutig. Dabei ist die Handlung natürlich nur Mittel zum Zweck, um Kurt Russell möglichst eindrucksvoll und cool in Szene zu setzen.
Kurt „Snake“ Russell benötigt für seine Rolle als tapferer Soldat Todd übrigens quasi keine schauspielerischen Qualitäten. Insgesamt hat er genau zwei Gesichtsausdrücke: angepisst-mürrisch gucken und treudoofer Hundeblick. Sein Text passt dabei bequem auf einen Bierdeckel. Ich will jetzt nicht lügen, aber Russel lässt nach knapp 40 Minuten das erst mal seine liebliche Stimme erklingen. Drei Wörter, dann ist erstmal wieder Pause, was aber nicht heißen soll, dass er nicht auch ohne Dialoge starke Präsenz ausstrahlen kann.
Der einzige Negativpunkt findet sich im Mittelteil. Beim ersten Sichten ist der vielleicht noch ganz interessant, aber bei mehrmaligem Konsum kann er sich auf Grund absoluter Actionarmut tierisch in die Länge ziehen. Man will Todd einfach nicht sehen, wie er von seinen Gefühlen gequält wird, wie er seine Kriegserlebnisse verarbeitet und dabei seine menschliche Seite an sich wiederentdeckt. Man will ihn Köppe einschlagen und böse Buben umnieten sehen! Denn dass hat Todd besonders gut drauf und das darf er dann glücklicherweise die letzten 30 Minuten äußerst ausgiebig zelebrieren.

Fazit:
Wer als echter Kerl mal wieder sein Filmrevier markieren muss, kann unter anderem beruhigt auf „Soldier" zurückgreifen! Paul Anderson lässt es so richtig schön krachen und Kurt Russel hat sichtlich Spaß an seiner schweigenden Rolle als tapferer Soldat Todd. Weniger reden, mehr handeln und zwar möglichst großkalibrig, so lautet die Devise und das kann sowohl Anderson, also auch Russell wunderbar in die Tat umsetzen. Nur der Mittelteil schmälert das Actionerlebtnis auf unangenehme weise und hinterlässt einen schalen Nachgeschmack. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Dafür ist aber alles andere ne Toddsichere Sache (hahaha, versteht ihr, todd…sicher! haha…ha…t’schuldigung…)!

Kommentare:

chewieee hat gesagt…

old school

Shane Schofield hat gesagt…

Der Film ist cool. Alle die was anderes sagen haben keine Ahnung *gg*

Doc Savage hat gesagt…

Hey, der Shane!

Cool isser auf alle fälle! Schade nur, dass es den auf Deutsch nur als Bootleg gibt...

In diesem Review wurden übrigens 11 mal die Worte "tapferer Soldat Todd" geschrieben. Mehr wäre zu prollig geworden! :D

Shane Schofield hat gesagt…

Hab den noch nie auf Deutsch gesehen. Obwohl das dauer gequatsche vom "tapferen Soldat Todd"(nun ist es DAS DRECKIGE DUTZEND) auf Deutsch auch extrem cool sein dürfte...