Stealth

(klicke aufs Cover für mehr EDI'ige Infos)

Release: 2005


Wenn ein Film so richtig blöde ist, wird es manchmal nötig, ihn unter anderen Gesichtspunkten zu betrachtet. Wenn es absolut nicht mehr möglich/sinnig ist, diesen Film subjektiv bewerten zu können, dann kann dies sogar lebensnotwendig sein!

Zu diesem Entschluss kamen wir ziemlich schnell bei „Stealth – Unter dem Radar“. Mein Gott, was für ein grandioser Schwachsinn. Teurer Schwachsinn, wohl gemerkt, denn das Machwerk aus den Händchen von Rob Cohen (Triple X und The fast and the furious) kostete stolze 130 Millionen US-Dollar (spielte aber nur 30 Mio. ein). Aber lasst mich erst einmal kurz was zur Story schreiben:
Drei Superpiloten in ultramodernen Stealthbombern, die wildeste Manöver fliegen können und sich dabei lockerflockig über den nächsten Kaffeeklatsch und ihre letzte Bettgeschichte unterhalten! Ein vom Blitz getroffener Flieger, der mit KI ausgestattet ist, aussieht wie eine Kakalake, EDI heißt (steht für extrem deep invador *höhö*) und danach Amok fliegt (und natürlich aufgehalten werden muss)! Im übrigen steht die fliegende Kakalake auf Pseudocoole Rockmukke. Außerdem haben wir da noch einen fiesen Vorgesetzten im Hintergrund, der alles vertuschen will! Und selbstverständlich keine Chance für Naturgesetze, wie z.B. Schwer- oder Gravitationskraft und erst Recht kein Platz für Logik!
Dafür entwickelte der Film im laufe der Betrachtung plötzlich ganz andere Qualitäten: Richtig fette Explosionen und Jessica Biel’s wohlgeformtes Hinterteil! Genau danach haben wir „Stealth“ dann auch bewertet. Die Punktevergabe war schnell geklärt: Je länger Miss Biel’s Popöchen im Bild war, je besser der… eh… „Kamerawinkel“, desto höher die Punktzahl. Explosionen wurden einfach gezählt, die waren nämlich alle bombastisch und sowieso völlig over-the-top!
Jaja, sagt jetzt nix, natürlich ist das völlig bescheuert etc. blabla, aber mal ehrlich, der Film ist Kacke. Man sieht zwar die 130 Mio. $, die Action ist fetzig und rasant und den Unterhaltungswert des Streifen's kann man auch nicht abstreiten, aber insgesamt gibt es zu viele Störfaktoren. Ich kann’s gerade nicht wirklich beschreiben, aber so sehr sich „Stealth“ auch bemüht, er schafft es einfach nicht, das Gewisse Etwas zu erreichen, dass einen Nobrain-Actioner zu einem gelungenen Nobrain-Actioner macht.
Ganz zu schweigen von den bekloppten Einfällen. Was zum Teufel sollte z.B. die Szene mit dem fliegenden Tankzeppelin? Warum denkt sich jemand denn so einen Mist aus? Naja, eigentlich kann man sich die Frage selbst beantworten: Um eine derb fette Megaexplosion zu kreieren! Seht ihr, da haben wir es schon wieder! Entweder das, oder Jessicas Hintern!

So kann man dem Film im Endeffekt nur mit einer gehörigen Portion Ironie und vielleicht noch einem halben Kasten Bier begegnen…
Wie auch immer; hier kommt das Ergebnis:

Überwiegend in kurzen Szenen zu sehen (mit 2 oder 3 Punkten bewertet), weiß Jessica Biel zwischendurch immer wieder zu überzeugen (4 Punkte). Besonders bei einer Wasserfall-Bikini-Szene legt sie sich so richtig ins Zeug. Hier kann sie dank der Szenenlänge wahnwitzige 21 Punkte für sich und ihren Hintern verbuchen. Der Arschoverkill quasi! Längere Einstellungen wurden übrigens mit 2 Punkten pro 2 Sekunden bewertet. Insgesamt schafft es Jessica somit auf sage und schreibe 71 Punkte, inklusive einem Bonuspunkt für die Szene im Finale, in der sie in einem kleinen Wassertümpel herum planschen darf.

Die Explosionen lassen sich schneller abfertigen. Insgesamt wird man mit 31 mächtigen Feuerbällen verwöhnt, die allesamt äußerst gewaltig und sehenswert sind. Mit angerechnet wurden ebenfalls die „Flugunfälle“ Falls wir was vergessen haben, bitten wir um Nachsicht. Die PPV (Popo-Punktevergabe) hat uns doch mehr in Anspruch genommen, als wir erwartet hatten.

Jamie Foxx bekommt außerdem einen Gnadenpunkt für seinen Arschwitz!
Biel: "Ich bin als erste oben, Jungs!"
Foxx: "Da würd ich nicht den Arsch drauf wetten!"



Fazit:

„Stealth“ ist insgesamt eine ziemliche Gurke, die allerdings auf andere Weise zu überzeugen weiß. Charaktertechnisch werden allerdings nur oberflächliche Klischees bedient, wobei Jessica Biel noch am besten wegkommt und Jamie Foxx sich dank frühem Ableben frühzeitig seinen Scheck grabscht. Josh Lucas steigt zum heldenhaften Retter in der Not und schwebt dabei die ganze Zeit auf der Grenze zur völligen Talentfreiheit. Da helfen auch seine Terence-Hill-blauen Augen nicht viel. Die Story würde auf Grund ihres 0815 Strickmusters tierisch langweilen, wäre nicht durchgehend Action angesagt. Und natürlich nicht zu vergessen unsere Bewertungspunkte. In diesem Sinne:

Danke Jessica Biel, dass du dich für diesen Film prostituierst hast. Danke Rob Cohen, dass deine Untergebenen solch bombastische Explosionen aus dem CGI-Labor gezaubert haben. 71 Arsch-Punkte und 31 Explosionen sprechen eine deutliche Sprache und deswegen gibt’s heute auch keine Zimbelaffen, sondern Rundungen und Krachbumm!


71 Rundungspunkte für Jessica Biel
31 Krachbummpunkte für Rob Cohen und seine Sklaven
1 Mitleidspunkt für Jamie Foxx

Das macht zusammen einen rundum vergnüglich verlebten Trashabend und eine köstlich amüsierte, laut grölende und niveaulose Jury!





PS: Bitte entschuldigt unsere vulgäre Ausdrucksweise ;D

1 Kommentar:

Ashley J. Williams hat gesagt…

niveau... das hat nix mit der Creme zu tun, niwoh... so ist es richtig xD