Söldner Kommando 2

(für mehr trashige Infos klicke aufs Cover)

Release: 1982


Seit nun fast zwei Jahren liegt dieser Film auf meiner Trashablage. Seit fast zwei Jahren wurde er immer wieder noch hinten verschoben und ist zuletzt schon fast in Vergessenheit geraten. Verdammt, warum eigentlich? Warum haben wir so lange gewartet, diese glänzende Trashperle zu sichten?!
Alles geht ganz harmlos los. Larry Sargeant, ein Supersöldner mit einzigartigen Karatefähigkeiten wird nach Hongkong geschickt, um die… eh mongrovianische (ja echt!) … Prinzessin aus den Klauen eines Hinterhältigen Botschafters mit einem unaussprechlichen Namen zu befreien. Der will sie per Akupunktur einer Gehirnwäsche unterziehen und so an die reichhaltigen Titanvorkommen des Landes kommen. Zusammen mit ein paar Kollegen (Tan Lung, dem Mönch, Kamikaze und das Kampfweib Soo-Lim) spürt er den Schurken auf und vermöbelt in regelmäßigen Abständen seine Privatarmee.
Moment mal… Karate? Hongkong? Logische Konsequenz: NINJAAAAAAS! Natürlich hat der Botschafter eine komplette Karateschule samt eigener Privatarmee. DER Klassiker! Die putzigen Kungfukämpfer sind allesamt in quietschbunte Ninjaanzüge gekleidet und natürlich gibt es auch zwei Oberninjas, die als Endgegner fungieren. Ich weiß auch nicht, aber seit ich solche Granaten wie „Das Todesschwert der Ninja“, „American Fighter“ oder ein paar andere Godfrey Ho Filme gesehen hab, kann ich Ninjas nicht mehr sehr ernst nehmen. Eher feiern, was wir nach dem ersten Auftauchen der Knilche auch gemacht haben.
Die Ninja - Meister des HokusPokus!

Auf der Suche nach der Prinzessin zieht die lustige Truppe willkürlich und teilweise ziemlich zusammenhangslos von einem Schauplatz zum anderen. Den Logikfehlern werden keine Grenzen gesetzt, aber das ignoriert man bei dem Format des Streifens sowieso am Besten ganz schnell. Im Grund genommen wird sich sowieso nur von Location zu Location geprügelt oder geschossen und die Story nur in ihren Ansätzen verfolgt. Die Söldnertruppe taucht irgendwo auf, dann kommen ein paar Ninjas, alle werden vermöbelt das die Schwarte kracht und weiter geht’s. Irgendwann kommt man im Trainingslager des Botschafters an und schon geht die Klopperei weiter.
Kommt ein Ninja geflogen...

Das Lager ist übrigens auch ganz nett geraten und erinnert irgendwie an ein Erholungslager. Das Ninjaerholungslager! Wir haben immer damit gerechnet, dass Michael Dudikoff jeden Moment auf einem Liegestuhl gammelnd auftaucht und genüsslich einen Cocktail schlürft. Übrigens kann der Film zwischendurch mit diversen exotischen Schauplätzen punkten.
Was den Film neben den ganzen Prügelszenen zusätzlich unterhaltsam macht, sind zum einen die Darsteller und zum anderen die Sprüche. Letzteres hätte ruhig übertriebener ausfallen können, aber teilweise sind die Sprüche und Dialoge echte Brüller. Als hätte den Text einer Komödie auf einen Actionfilm kopiert. Lest selbst:

"Wo ist das Bare? - "Und wo ist die Ware? Geriebenes reiß ich nur raus wenn ich dafür Köhlerchen kriege!"

"Sagen sie mir die geheime Parole!" - "Die was? Es gibt keine geheime Parole!" - "Sehr richtig, dass ist die Parole..."

"Du malst nicht nur, du spielst auch Flöte? Tja, ist halt nicht alles Trübsal, was geblasen wird!"

Das kommt davon, wenn Granaten zwischen diese Fässer schmeist...

Bei den Darstellern herrscht talenttechnische Wüste. Bruce Baron (am ehesten aus diversen Godfrey Ho Geschnipseln bekannt) versucht lustig zu sein, versagt dabei aber völlig, was den Streifen aber noch lustiger macht. Bruce Li (der Bruce Lee Imitator) zerschlägt am liebsten Vasen mit einem Stock und lässt auch sonst lieber die Fäustchen sprechen. Ansonsten gibt es klassisches asiatisches Overacting zu jede Menge Gesichtkirmes zu bestaunen. Guckt euch einfach die ganzen Bilder an, die sagen mehr als tausend Worte.
Botschafter "Fettklops" und sein Leibwächter "Fischfressenmann"

Was gibt’s noch zu sehen:
- Zwei Typen werden im laufe des Film bestimmt 10-mal kaputt gemacht, stehen aber immer wieder auf und stellen sich der Söldnertruppe erneut entgegen… extreme Selbstheilungskräfte oder einfach nur Darstellermangel?

- Zwischen aufgestapelten roten Fässern mit der Aufschrift „DANGER“ schmeißt einer von den Oberninjas eine Granate… was für ein Trottel… (siehe Bild)

- Wusstet ihr, dass eine Schlange das Gift aus einer Wunde saugen kann? Ich auch nicht!

- Zu sehen nicht aber zu hören gibt es ganz exellete Mukke aus Fuji's Synthiewerkstatt

Fazit:
Fiese Köppe, fiese Ninjas, fiese Sprüche, fiese Handkantenschläge und fiese Schurken. Dazu eine ordentliche Portion Karate und fertig ist die Trashgranate! Verdammt, dass reimt sich auch noch, darum vergeben wir dafür und für den restlichen Wahnsinn 4 Köppe und empfehlen zu „Söldner Kommando 2“ rege Bierverköstigung mit Gleichgesinnten!!!



PS: Zieht euch mal das Review von den Videoraiders zum ersten Teil rein. Also den muss ich mir unbedingt mal beschaffen. Was hier nur Sprüchemäßig nur noch ab und zu betrieben wird, grenz im ersten Teil an Gehirnschmelze und puren Overkill. Der erste Teil ist nebenbei bemerkt quatsch. Die beiden Teile haben bis auf den deutschen Titel nix mit einander zu tun.

Kommentare:

firetrain hat gesagt…

Hihihi... Witziges Review! Den Streifen muss ich mir wohl zulegen...
Den ersten Teil hätte ich auch gerne - fragt sich nur, wo man den bekommt?! Scheint nix zu machen zu sein...

Doc Savage hat gesagt…

Wenn überhaupt dann findet man den ersten Teil nur irgendwo auf VHS... wirklich eine Schande!

Aber vielleicht erbarmt sich ja irgendwann jemand und schmeißt in den letzten Atemzügen noch eine DVD auf den Markt