American Figher 2

(klicke aufs Cover für mehr ninjamäßige Infos)

Release: 1987

Ninjaaaas!!! Schon wieder!!!


Sam Firstenberg drehte unter der Flagge von Cannon insgesamt vier Filme mit Michael Dudikoff. Drei davon machten Dudi zum Aushängeschild des Studios und in zwei davon durfte der brave Michael in ein schickes Ninja-Kostüm klettern. In diesem Fall geht’s um Teil 2 der American Fighter Reihe.Hier spielt Dudi wieder Joe Armstrong, der zusammen mit seinem Kumpel Jackson (Badass Schnäuzermann Steve James) irgendwo in die Karibik beordert wird, um das mysteriöse Verschwinden von ein paar Marines zu klären. Die Marines bewachen nämlich die Botschaft, die mehr an eine All-Inclusive-Hotelanlage inklusive Surfbucht erinnert. Von Militärischer Disziplin ist herzlich wenig zu spüren, wenn die Jungs in Hawaiihemden den ortsansässigen Schönheiten hinterher pfeifen.
Zusammen kommen die Beiden schließlich auf die Spur des „Löwen“, ein weltweit gefürchteter Drogenbaron, welcher mit Hilfe einer genetisch veränderten Super-Ninja-Armee Drogen durch die Gegend schmuggeln will. Natürlich darf auch der fiese Oberninja nicht fehlen, der in einer Machtdemonstration seinen Kollegen das Fell über die Ohren ziehen darf. Ja, die Investoren reißen sich um die Zusammenarbeit mit dem Meister der Ninjas, doch leider haben alle die Rechnung ohne Joe und Jackson gemacht! Das Ziel ist schnell klar: Dem Löwen muss das Handwerk gelegt werden. Der Weg dorthin gestaltet sich ebenfalls recht einfach: Alles und Jeder wird zusammen gehauen, bis die Handkanten Funken sprühen.
Michael! Hier drüben! Hier ist die Kamera! - Wie? Was? Wo denn?

Im Vergleich mit dem ersten Teil geht es hier etwas moderater zur Sache, was vor allem bei den Choreografien bemerkbar wird. Das Budget war nicht mehr ganz so hoch, an der Story hat sich auch nicht viel verändert. Unverändert dagegen die schöne Kulisse, die manchmal einiges her macht, auch wenn es schon an Verarsche grenzt, wenn dem Zuschauer ein und dieselbe Bar als zwei unterschiedliche Orte verkauft werden soll. Logikfehler sind also im Preis inbegriffen, woran man sich aber nicht stören sollte/darf. Wobei ich hier noch was loswerden möchte: Seit wann werden Hauptdarsteller in Handlungsszenen durch ihre Stuntmänner gedoubelt?? Achtet mal darauf, wer bei beim ersten Vorsprechen beim Vorgesetzten ins Büro geht und wer wieder rauskommt. Dudikoff war das nämlich nicht! ;)
Steve James - immer wieder gerne oben ohne!

Hauptaugenmerk liegt dann aber sowieso auf den zahlreichen Auseinandersetzung. Fiese Ninjas sprießen dabei wie Unkraut aus dem Boden und dürfen sich quasi ununterbrochen mit Dudikoff und James prügeln. Der Kreativität werden bei den Gegnermassen keine Grenzen gesetzt. Ob am Strand, in einer Bar, in Hinterhöfen oder in der finalen Turnhalle… eh… Kampfarena, die schwarzen Maskenträger sterben schnell und zahlreich. Sie werden verhauen, verbrannt, zerbrochen, aufschlitzt, in die Luft gejagt und manchmal sterben die Knilche sogar schon durch einen gezielten Stockwurf. Man darf natürlich aus Budget- und Talentgründen keine Höchstleistungen von den Kämpfern erwarten, hauptsache jedoch die Schauwerte sind hoch und zahlreich.
Die Erfolgsshow "Dance with Ninjas" wird präsentiert von...

Dudikoff hat seit seinem Einstieg ins Filmgeschäft ein paar weitere Gesichtausdrücke gelernt und darf schon nach 10 Minuten mehr reden, als im gesamten ersten Teil zusammen. Lustigerweise lagen die Sympathien bei uns ganz klar bei Steve James. Der scheint seine Arbeit nicht all zu ernst, sondern eher mit viel Humor genommen zu haben. Überlebensgroß bestreitet er seine Rolle und wandelt manchmal sogar auf den Spuren von Bud Spencer (Barfight). Auch sonst sorgt er gerne für Lacher, oftmals unbewusst dank seines wahnwitzigen Overactings. Der böse Gegenspieler ist nur eine Kopie aus dem ersten Teil, wobei der Oberfiesling dort schon nicht gerade ernst zu nehmen war. Zum Oberninja muss ich wohl nichts sagen. So ein Typ gehört in eine solche Story, wie das Amen in die Kirche!
...Starmoderator "Löwe" und seinem treuen Gefolge.


Fazit:
Same Shit, different Part, dafür schneller und trashiger (noch trashiger) als der Vorgänger. Sam Firstenberg knüpfte an Teil 1 an, kopiert fleißig und verpackt das ganze in den charmanten Flair der späten 80iger. Was soll ich sagen: Das funktioniert wunderbar! Die Schauspieler dürfen prügeln, schießen und die Säbel wetzen und sind dabei verdammt gut drauf, allen voran Steve James und erst danach Michael Dudikoff. Die karibische Kulisse sorgt für Heiterkeit und die passende Mukke für den nötigen Drive. Natürlich ist alles mit einem riesigfetten B markiert, aber das reicht völlig um primitiv gröllend einen vergnüglichen Abend zu verbringen! 4 Köppe!


PS: Teil 2 und 3 findet man übrigens in einer – ich glaube – finnischen Version von MGM, auf der die deutsche Tonspur enthalten ist. Über diverse Onlineshops ist es nicht all zu schwer, da dran zu kommen.


TRAILER

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