Draculas Todesrennen

(klicke aufs Cover für mehr unnütze Infos)

Release: 1977

Originaltitel: Crash!

Es kommt zwar selten vor, aber manchmal wird die gesamte Handlung eines Films bereits im Klappentext erklärt. So spar ich mir jetzt auch ne große Storyerzählung und schreib den Text einfach ab:

„Ein Mann, der durch einen Autounfall, den seine Frau verschuldete, zum Krüppel wurde, beschließt aus Rache, sie durch seinen Hund umzubringen. Als dies mißlingt, und sie überlebt, versucht er einen zweiten Mordanschlag, der aber ebenfalls scheitert. Während die Frau zwischenzeitlich mit Ihrem Arzt ein Verhältnis beginn, und es ihr mit Hilfe eines geheimnisvollen Amuletts gelingt, ihr Auto führerlos durch die Gegend rasen zu lassen, kann sie dadurch schließlich ihren Mann töten...“
"Bin ich hübsch?" - "Weiß nich, aber hässlich biste!"

Oder anders gesagt: Es geht um einen schwarzen Wagen ohne Fahrer und es geht um eine Frau, die von einem Fötus-Schlüsselanhänger rote Augen bekommt und sich an Ihrem Mann rächen will, leider jedoch an Amnesie leidet und sich gar nicht mehr darüber bewusst ist, dass ihr Ehemann einen Hund auf sie gehetzt hat. Dafür kann sie aber das Schwarze Cabrio mit ihren roten Augen steuern. Die Karre heißt übrigens Dracula, was man als Zuschauer aber erst ganz am Ende erfährt und sich zwischendurch immer fragt, warum Polizisten an Straßensperren solch sinnlose Kommentare von sich geben, wie "Oh mein Gott, das Ding sieht ja wirklich aus wie Draculas Sarg!" oder "Ach du meine Güte, die Karre hört sich ja wirklich an wie Dracula!" WTF!
Brumm, Brumm, Wrööööm... ein Cabrio auf KITT's spuren!

Zwischen den schnöden Handlungsszenen werden dem Zuschauer dann eine Reihe von Blechschäden präsentiert, die allesamt von dem Führerlosen Cabrio verursacht werden. Handwerklich kommen die ganz gut daher, aber spannend sind sie nicht mal ansatzweise. Es scheppert, es rumst, ab und zu explodiert ein Auto sinnfreierweise nach einem Überschlag. Dann ein Schnitt und wir müssen wieder das Erinnerungslose Blondchen ertragen, das sich an ihren Schlüsselanhänger klammert.
Verdammt, wieso hab ich mich für den Schwachsinn verpflichten lassen...

Der Plot ist eigentlich recht einfallsreich bzw. ein witziger Genremix aus Mystery-Voodoo-Grusel-Gedönse und Car-Crash-Budenzauber, nur leider viel zu langatmig und somit unglaublich langweilig verarbeitet. Spannung ist wie gesagt nicht vorhanden - Grusel, Horror oder vielleicht mal was Lustiges erst recht nicht. Die Darsteller schwanken zwischen schlecht und total scheiße und als Zuschauer freut man sich sowieso nur die nächste Crashszene… die werden übrigens gegen Ende alle ausführlich wiederholt, damit dem Zuschauern auch bloß auffällt, dass sich der Wagen auf den Wohnort von Blondchen zu bewegt und natürlich damit sich die Macher am Ende noch mal selbst auf die Schulter klopfen dürfen. Was haben sie doch für tolle Arbeit geleistet... Ich glaube, dass beste an dem Film (abgesehen vom verbeulten Blech) war der Krüppel-Baby-Anhänger und der Amok fahrende Rollstuhl, welcher den Köter killt und dann von Blondchen's Ehemann mit Krücken verhauen wird (also der Rollstuhl, nicht das Hundchen... das ist nämlich zu diesem Zeitpunkt schon platt gerollstuhlt).


Fazit:
Klappentext + Crash-Zusammenfassungs-Video (bei Youtube zu finden! Ich = zu faul zum suchen) + Bilder in diesem Text = man hat alles gesehen und kann sich den Kauf des Filmes ersparen. Dazu kommt, dass die Auswertung des Films auf DVD schon an Arbeitsverweigerung grenzt. Typisch Laser Paradise eben: Falsches Format, abgedunkeltes unscharfes Bild, keine Untertitel, keine weiteren Sprachen, nicht mal Trailer und ein Cover, wie es schäbiger nicht sein könnte! Wenn ihr die Scheibe also irgendwo liegen seht, lasst sie ruhig liegen. Verpassen tut ihr nix! Ehrlich! So bad, it’s just bad… Besorgt euch stattdessen lieber Death Race 2000 aka Frankensteins Todesrennen!!!

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