Eat my dust

(klicke aufs Cover für mehr staubige Infos)

Release: 1976

Bevor Ron Howard bei „Grand Theft Auto“ selbst Regie führen durfte, musste er ein jahr zuvor noch schnell in einem Low-Budget-Crasher mitspielen. Wenn man es nicht all zu genau nimmt, dann ist „Eat my dust“ der Vorgänger von „GTA“. Es geht um Hoover (Ron Howard), der einen aufgemotzten Rennschlitten klaut, um seiner Angebeteten zu imponieren. Natürlich haben die beiden (die Anfang noch mit ein paar Kollegen unterwegs sind) ganz schnell die Cops am Hals. Ist aber alles nicht so schlimm, wäre der Vater von Hoover nicht zufällig der Dorfsheriff.
Wieder einmal betrachten wir einen Streifen aus der Car Crash Collection, wobei auch dieser leider – wie „Thunder & Lightning“ – hinter den Erwartungen zurück bleibt. Die meiste Zeit wird für Handlungsszenen verschwendet, die ab und zu durch kurze Stunts unterbrochen werden. Ein paar dieser kurzen Crasheinlagen sind noch sehenswert, aber meistens sind sie einfach nur ziemlich albern. Gerade in den ersten 2/3 des Films muss man wahnsinnig viel dümmlichen Slapstick über sich ergehen lassen, über den man gerade Mal müde lächeln kann. Ein bisschen wie bei „Auf dem Highway ist die Hölle los“ nur alles viel, viel, viel ausgelutschter… Natürlich war das Budget nicht sehr hoch, aber ein paar mehr Rasereien, ein paar mehr Blechschäden, ein bisschen mehr Action wäre bestimmt noch drin gewesen.
Stattdessen haben wir es mit unfähigen Polizisten, verwöhnten Gören, Hinterhof-Idioten und betrunkenen Rennfahrern zu tun. Oder mit anderen Worten: Klischeehafte Charaktere – ein gern benutztes Wort in unseren Reviews. Wie es bei solchen nun mal Typen ist, nerven manche tierisch, andere können die festgefahrene Handlung noch ein wenig auflockern. Zum Beispiel sorgen die betrunkenen Rennfahrer gegen Ende des Films noch mal für Tempo, wenn sie hackenstramm die Verfolgung aufnehmen, weil die Polizei einfach nichts gebacken kriegt. Das kann den Film aber zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr retten.
Fazit:
Es dürfte niemanden überraschen, dass es am Ende natürlich zu einem Happy End kommt. Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass der Hauptdarsteller den gesamten Fahrzeugbestand der Polizei und etliche weitere Fahrzeuge zu Blechklumpen verarbeitet hat. Er fährt mit einem lächeln in den Sonnenuntergang (ist natürlich nur im übertragenen Sinn gemeint) und der Zuschauer kann die Silberscheibe wieder aus dem Player nehmen. Der restliche Film ist auf schnelle Autos + Stunts und Gags ausgelegt, wobei die Stunts unspektakulär und die Gags größtenteils Rohrkrepierer sind. Zum einschlafen zu empfehlen, für Unterhaltung bitte doch besser auf „Auf dem Highway ist die Hölle los“ oder „Cannonball“ zurückgreifen.


PS: Wie es bei der Car Crash Collection so üblich ist, finden wir auch auf dieser DVD einen Bonusfilm in fieser Qualität wieder. Der ist allerings Low-Low-Budget und beinhaltet nur ein wenig Reifengequietsche. Wie also zuvor schon gesagt: Ist ganz nett, dass der als Bonus enthalten ist, brauchen tut den aber eigentlich niemand.


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