Leviathan

(klicke aufs Cover für mehr wässrige Infos)

Release: 1989


Manche Filme erfahren einfach nicht die Bekanntheit, die ihnen eigentlich zustehen sollte. So habe ich erst vor kurzem von diesem Tiefsee-Thriller erfahren bzw. ihn einfach mal bei mit nach Hause genommen, ohne je ein Wort davon gehört zu haben. Was soll ich sagen... es hat sich gelohnt.
Ein 8 köpfiges Team hängt 5.000 Meter unter dem Meeresspiegel in einer kleinen Basis rum und baut mit modernsten Mitteln Silber für eine Mining-Gesellschaft ab. Plötzlich entdeckt das Team einen untergegangenen Russischen Frachter. Auf ihm schlummerte ein böses Virus, dass sich sofort daran macht, ein paar Teammitglieder zu töten. Es kommt zu einer genetischen Mutation. Der Leviathan will sich aus seinen Opfern formen. Was bleibt ist der nackte Kampf ums Überleben und niemand weiß, wenn es als nächstes erwischen wird.
Zunächst einmal muss man ehrlicherweise sagen, dass der Film nur eine Zusammenwürfelung altbekannter Themen ist. Wir haben es hier mit einer Mischung aus "Alien", "The Thing" und "Abyss" zu tun. Nichts, was man nicht vorher schon mal gesehen hätte, wobei auch die durch ihre Vorlagen enstande Story einige Unfeinheiten aufweist. Hinzu kommt die relativ gleichbleibende Spannung, die durchgehend kein sehr hohes Level erreicht. Auch wird das Monster an sich erst gegen Ende gezeigt und dann auch nur in Sekundenschnitten. Kunstblut sucht man da bis auf ganz wenige Ausnahmen ebenfalls vergebens.
Was macht den Film also dann sehenswert? Ganz klar die Atmosphäre, welche durch die beeindruckende Kulisse und die unglaubliche Liebe zum Detail erzeugt wird. Die Größe der Basis wird durch die Bildern greifbar und man spürt die Enge, in denen sich die richtig gut aufgelegten Darsteller bewegen. Außenaufnahmen, die zwar nicht wirklich unter Wasser aufgenommen wurde, aber täuschend echt wirken, und die technische Ausrüstung, wie z.B. die Robo-Anzüge, runden das Bild ab. Das Zuschauen macht einfach Spaß und als Fan dieses Ranggenres kann man sich ordentlich satt sehen.
Mit von der Partie sind übrigens ein paar recht bekannte Namen. Da hätten wir unter anderem Peter "Robocop" Weller, Ernie "Ghostbuster" Hudson, Daniel "Kevin-Jäger" Stern und nicht zu vergessen Richart "Col. Trautman" Crenna. Für bekannte Gesichter ist also schonmal gesorgt, aber auch auf dem Regiestuhl nimmt ein erfahrener Herr platz. George Cosmatos hatte zuvor sowohl Rambo 2, als auch Die City Cobra gedreht. Routiniertes Actionkino ist also garantiert!


Fazit:
Dank großem Budget können wir hier eigentlich auch nicht mehr von einem B-Movie reden. Wenn doch, dann von einem verdammt hochkarätigem! Die Schauspieler leisteten saubere und vergnügte Arbeit und es Krachte und Mutierte an allen Ecken. Nur die Spannungsschraube hätte man insgesamt und vor allem gegen Ende mehr anziehen können. Auf die Story dageben sollte man besser gar nicht achten, sondern einfach das hübsche Produktionsdesign genießen. Dann klappt das auch mit der 95 minuten langen angenehmen und Spaß machenden Unterhaltung! Außerdem sieht die Unterwasserstation auf dem DVD-Cover von CMV wie der Millenium Falke aus! :D Vier Köppe

Kommentare:

tumulder hat gesagt…

Der kam ja zeitgleich mit Cunninghams Deep Star Six. Ich finde beide klasse.:D

Doc Savage hat gesagt…

Deep Star Six empfand ich als sehr langatmig. Aber die letzte Sichtung liegt schon einige Jahre zurück. Muss also mal wieder hervor gekrammt werden!

tumulder hat gesagt…

Und alles nur wieder wegen Cameron.;)

Doc Savage hat gesagt…

und Ridley Scott auch irgendwie ein bisschen... ^^°