Firestorm

(klicke aufs Cover für mehr feurige Infos)

Release: 1998


Jetzt hab ich ein Problem… soll ich den Film einer ernsthaften Kritik unterziehen oder ihn total durch den Kakao ziehen? Problem wäre, dass er ernsthaft betrachtet höchstens 2,5 Köppe wert wäre, andererseits hat er diesen ganz speziellen Unterhaltungswert, der ihm locker 4 Zimbelaffen bescheren würde… hmmm… ach drauf geschissen!

„Hallo, liebe Fans der gepflegten Nonsens-Unterhaltung, und herzlich Willkommen in der FIRESTORM-Arena. Die Begrenzungsfeuer auf dem Platz sind bereits entzündet worden und wir warten gespannt auf den Einzug der Gladiatoren. Und da kommen Sie schon. Team SMOKEJUMPER wird angeführt von Jessy Graves, der in seinem frühen Leben Footballstar war, Howie Long hieß und es leider nie bis ganz nach oben geschafft hat. Jessy ist ein Bulle von einem Kerl - 2 Meter große, 5 Meter breit und grinst ständig, als würde er nicht verstehen, was um ihn herum passiert. Trotzdem hat die Menge auf seiner Seite! Neben ihm sehen wir seinen wesentlich bekannteren Kollegen Wynt, einen Ex-Schauspieler mit dem Namen Scott Glenn. Mein Gott, Glenn, wie tief bist zu gesunken… Soeben stürmen auch die Gegenspieler auf Platz. Vorne weg läuft Randall Shaye, der noch vor kurzem unter dem Namen William Forsythe in verschieden Irrenanstalten unterwegs war. Seht nur, wie herrlich übertrieben er seine Rolle spielt, wie überzogen er mit den Augen rollt und fast zu einer Karikatur seiner selbst wird.
„I’am the God of Hellfire!“ denkt sich Dean Semler, der Trainer der Smokejumpers, der bereits solch g-r-o-ß-a-r-t-i-g-e Teams, wie “The Patriot” und “Super Mario Bros.” gnadenlos über den Jordan geschickt hat, und schickt sofort seinen besten Männer per Fallschirm in den Kampf. Was für ein pompöser Start.

Durch geschickte Tricks haben es Randall und seine Kumpels soeben geschafft, an Smokejumper- Trikots zu kommen. Jessy ist verwirrt! Er grinst dämlich und… was macht er denn jetzt?? Er läuft mit ihnen mit… dieser Jessy… nicht zu fassen. Es doch offensichtlich, dass die Jungs nicht aus seinem Team sind. Und hier kommt auch schon unser Cheerleadergirl Miss Vogelkundlerin 98. Sie versucht Jessy zu warnen, der aber schon selber hinter das Geheimnis gekommen ist. Es entbrennt ein spannender Kampf in einem brennenden Haus.
Ladys und Gentlemen, ich weiß nicht was in diesem Haus auf dem Platz vorgefallen ist, aber jetzt gerade ist Jessy auf einem Motorad durch ein Loch im Dach heraus gesprungen. Er hat sich Miss Vogelkundlerin geschnappt und fährt unsere Kilometerhohe Todesrampe hoch, dicht gefolgt von Randall und seinen Kollegen. Dieser Teufelskerl fährt genau auf die Kante zu und… Jessy springt mit der Frau hinunter. Ist das das Ende von Jessy Graves? Nein, so leicht ist der Junge nicht kleinzukriegen. Er öffnet einen versteckten Gleitschirm und schwebt zurück zu Boden. Randall ist außer sich vor Wut und wird von der Menge ausgebuht – was sich sogar noch reimt!
Die Hitze nimmt zu, meine Damen und Herren, und immer wieder haben sich Jessy und Randall, der mittlerweile alle seine eigenen Kumpels umgenietet hat, kleine Scharmützel geliefert. Die Menge verlangt ein schnelles und künstlich herbei geführtes Ende des Kampfes, vorauf sich nun beide Teams an unserem „Lake of Doom“ befinden. Randall ist bereits auf dem sicheren Boot und versucht zu entkommen, doch er hat seine Rechnung ohne die Wasserrate Jessy gemacht. Und da kommt er! Mit einer unglaublichen Kraft schießt er aus dem Wasser und schleudert seine Axt! Die Menge hält den Atem an und die Axt fliegt! 30 Meter! 40 Meter! 50 Meter! Jetzt dreht sich Randall um! UND DIE AXT TRIFFT! K.O. durch absolut unmöglichen Axtwurf! Die Menge ist außer sich! Jessy Graves ist der Gewinner und neuer Rekordhalter im Axtweitwurf. Zusammen mit Miss Vogelkundlerin 98 darf er jetzt zwei seltene Eier ausbrüten.
Sie haben keine Ahnung, was ich da gerade von mir gegeben habe??? Ich auch nicht, aber es hat verdammt noch mal Spaß gemacht, dem dämlich grinsenden Jessy und dem übertrieben verrückten Randall zuzugucken. Es muss ja nicht unbedingt eine Rolle spielen, dass das Spiel ein paar fiese Schiedsrichterfehler hatte und das erzwungene Ende durch mies getrixte CGI-Feuer ein wenig übertrieben wurde. Die Hauptsache ist doch, dass die Menge über knappe 85 Minuten gut unterhalten wurde und das war glaub ich auch der Fall! Wirklich professionelle Kritiker hätten diesen Auftritt von Jessy aka Howie Long wahrscheinlich in der Luft zerrissen, aber wir sind 1. nicht hier um objektiv zu urteilen und 2. mögen wir das kantige Kerlchen. Deswegen gibbet muntere 4 Zimbelaffen und die Empfehlung von gleichzeitigem Bierkonsum zusammen mit Gleichgesinnten. The Heat is on, Baby!"




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