Fantasy Mission Force

(klicke aufs Cover für mehr Blödsinn)

Release: 1983

"Ihr Hirn können Sie dann im Finanzamt Osnabrück abholen!"


Prolog:
Während des zweiten Weltkrieges werden ein paar wichtige Generäle von Japanischen Streitkräften entführt und danach von Luxenburg nach Tokio gebracht. Eine Lösung muss her. Schnell und effektiv muss Sie sein, doch wen soll man mit dieser schweren Aufgabe betreuen? 007 arbeitet neuerdings in Südafrika, die Klapperschlange beguckt sich die Radieschen von unten und Rocky ist zu den Grünen übergelaufen. Kurzerhand wird Captain "Der Leutnant des Satans" Don (Wang Yu) von Johnson und Thomson, zwei anderen Generälen, mit der Befreiungsmission betreut. Der zieht auch gleich los, um sich den selektierten Schwachsinn auf zwei Beinen zusammen zu suchen. Die werden übrigens mit Nazigold geködert, was sich im Versteck der entführten Generäle befindet. Als die Truppe endlich komplett ist, ist die eigentliche Aufgabe aber erstmal zweitrangig.
"Wie stehst du denn zu der Tatsache, dass ich dir gleich voll locker in die Eier treten werde?!"

"Halt! Finanzamt! Überprüfung! Wir haben das was leuten hören, dass Sie ihre Socken nicht versteuert haben... Darauf gibts 15 Jahre!"

Stufe 1: Die unglaubliche Reise mit einem verrückten Team
Und los geht die Wahnsinnsfahrt. Der eine ist ständig betrunken und trägt ein bayrische Trachtenkleidung, der nächste hält sich für den chinesischen John Lennon und wieder ein anderer sieht aus wie eine schlechte Elvisimitation, der von einer seiner vielen Geliebten erbarmungslos gejagt wird. Dazu gesellt sich ein Typ im Schottenrock und ein Torfkopf, der die ganze Zeit in Ritterrüstung steckt und ne Kette mit Kugel dran schwingt. So ein Haufen hat die Welt noch nicht gesehen – Betrunken, Gierig, Illoyal, und allesamt zu blöd wie ein Stück Brot. Dafür aber hoch motiviert und immer einen lockeren Spruch nach dem Rainer-Brandt-Muster auf den Lippen ("Ey, moment mal, die Wampe kenn ich doch!" - "Natürlich, ich hab in dem Streifen hier ja auch ne Hauptrolle!"). Selbstverständlich taucht Jackie Chan als Tagedieb zwischendurch auch immer wieder auf, übernimmt aber mehr eine Art Nebenrolle.
Und ab geht die Post im Zwerg-Nase-Mobil.

Und jetzt alle zusammen: Hühnerscheeeiiiiiißeeeee!

Stufe 2: Fliegende Amazonen und der Bachelor
Gerade noch friedlich am Nachtlager alte Lagerfeuerlieder geträllert, wird der Trupp auch gleich angegriffen und von maskierten Amazonen gejagt. Die können auch noch durch die Luft fliegen, über Wasser hüpfen und leben in einem kleinen Dörfchen am See. Captain Don, der eigentlich Leutnant ist, verlässt den Jeep kurzerhand wegen Überfüllung und Speer im Rücken und überlässt die Truppe sich selbst. Eine Anführerin auf weiblicher Seite sucht man ebenfalls vergebens, denn der Bachelor persönlich, komplett mit Smoking und weißer Rose, hat sich den Damen angenommen. Andere Männer kann er da natürlich nicht gutheißen und steckt die Jungs in Frauenkleider. Zum Glück kommt Jackie zu Hilfe und schnürt die aggressiven Weiber in Säcken zusammen. Das Dorf fliegt danach quasi von allein in die Luft. Weiter geht’s zur nächsten Etappe.
"Ich bin der Bachelor und das sind meine fliegenden Kampfweiber."

"Naja, so schlecht sehe ich ja gar nicht aus, oder?!"

Stufe 3: Hoppelvampire und Sekt(en)empfang
Noch völlig geschafft vom letzten Erlebnis lässt sich der Trupp in einem verlassenen Haus nieder und geht pennen. Doch etwas stimmt mit dem Gemäuer nicht. Scharfe Schnitten, die sich als Skelette entpuppen, ohrfeigende Bilder, schummelnde Geister und… da wurden böse Erinnerungen wach… gottverdammte Hoppelvampire! Das Haunted House ist letzten Endes nichts anderes als das Versteck einer fiesen Sekte. Ein bisschen Feuerwerk kann den Jungs aber ordentlich einheizen und dank unerwarteter Hilfe gelingt die Flucht.
"Jetzt wirds zeit für Drehschluss!"

Eh, was? Ehm, ja, was soll ich dazu noch sagen... irgendwann fehlen einem auch die Worte...

Stufe 4: Stockcar-Nazis und der große Schlussknall
Endlich ist das Nazilager gefunden, doch keine Spur von den Generälen. Im Gegenteil: Alle Soldaten im Lager sind schon tot und es gibt keine Spur vom vielen Geld. Wie aus dem Nichts tauchen dafür Herrschaaren von Stockcar-Nazis auf und geben dem Begriff Wagenrennen eine völlig neue Bedeutung. Ihr Anspruch: Die Kohle! Ihre Frist: Ein Tag. Warum eigentlich? Die waren mindestens 100 Mann stark und geben ein paar durchgeknallten Typen einen Tag zeit?? Es kommt zum großen Showdowngemetzel, in dem auf beiden Seiten reichlich gestorben wird. Doch was ist das?! Captain Don lebt noch. Sein Plan war, dass sich alle Gegenseitig ausschalten und er das Geld einsacken kann. WHAT A TWIST! Leider hat er seine Rechnung ohne Jackie gemacht, der auch wieder aufgetaucht ist. Das große Comedy-Fu-Gehaue kann beginnen. Und die Generäle…äh… ja, die sind auch wieder da, was aber niemanden interessiert, da sie eigentlich schon die ganze Zeit völlig nebensächlich waren!
"Der guckt so brummig, weil se ihm als Kind das Vanilleeis verwehrt haben!"

Karamba Karacho!

Epilog:
Holla die Waldfee, gröllt der Trashfan und stößt mit einer weiteren Bierkanne freudig erregt an. Fantasy Mission Force hat alles, nur kein Niveau und das ist auch gut so. Kunterbunter Oberblödsinn, Handlung gleich Null, extrem verrückte Ideen, noch extrem üblere Darsteller und dazu eine deutsche Synchronisation, die einem die Falten aus dem Gesicht klatscht. Allerdings – das muss man dem Streifen zu gute Halten – wird ein ordentliches und gegen Ende oft blutiges Feuerwerk abgebrannt! Jackie Chan darf zwar zeigen, was er so drauf hat, wirkt in diesem Nonsens-Quatsch aber immer irgendwie fehl am Platz. Das er überhaupt in dieser Trashbombe mitgespielt hat, lag ja auch mehr an einem noch geschuldeten Gefallen, als an freiwilliger Mitarbeit. Naja, wurscht!

Fantasy Mission Force eignet sich exzellent dazu, seine gehobenen Filmansprüche effektiv den Lokus runter zu spülen und wenn man zudem auch noch auf typisch asiatisches Overacting samt dazugehörigen skurrilen Slapstickeinlagen mit Vollkörpereinsatz steht, dann sind Lachkrämpfe garantiert. So einen Film gibt’s echt nur einmal und deswegen gibt’s von uns neben einer „Trash des Monats“-Empfehlung auch volle Koppzahl!



TRAILER:

PS: Ja, verdammt, mir fällt gerade auf, dass die ganz dreißt die Mukke von „Agenten sterben einsam“ verwurstet haben. Wo gibt’s denn so was!

Kommentare:

GeneralUnsichtbar hat gesagt…

Mit einer der wildesten Jackie-Chan-Filme vom Storytechnischen her;) Den streifen guck ich immer wieder gern^^ Vorallem die Hauptdarstellerin mit dem Rocketlauncher erfreut die Glubscher!

Doc Savage hat gesagt…

Der Raketenwerfer, der alte SuperSoacker! ^^

GeneralUnsichtbar hat gesagt…

Naja, immer noch besser als die Ballerpappe aus TURKISH RAMBO^^ Cetin Inanc & Serdar 4evr!;)