Der Tank

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Release: 1984


Eigentlich hatte sich Zack Carey in seinem Leben alles bereits schön zu recht gelegt. Noch ein paar Jahre Soldatenanwärter durch die Gegend scheuchen und dann den Ruhestand mit seiner Frau auf einem Boot verbringen. Doch für den Com.Sgt.Maj. und Sherman-Panzer-Besitzer sollte es anders kommen. Als er ganz Gentlemen-like eine Prostituierte vor den Schlägen eines Hilfssheriffs beschützt (und diesen dafür ordentlich durch den Kakao zieht), zieht er den Zorn des fiesen Redneck-Sheriffs Cyrus Buelton auf sich. Der will Carey's Kopf und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Beleidigung, Drohung, Erpressung! Alles erträgt der gestandene Soldat mit stahlharten Nerven. Doch als sein Sohn unschuldig in ein Strafgefangenenlanger gesteckt wird, ist es vorbei mir Carey's Ruhe. Er steigt in seinem funktionstüchtigen und voll aufmunitionierten Shermantank und schießt sich den Weg zu seinem Sohn frei. Anschließend geht’s auf zur Staatsgrenze, um die Sache in einer fairen Gerichtsverhandlung zu klären. Dass das dem Sheriff nicht passt, ist wohl klar.
Der Film funktioniert vor allem so wunderbar wegen James Garner, der sichtlich Spaß an seiner Rolle als schlitzohriger Militär hatte. Ein weiterer Faktor ist der lineare Spannungsaufbau. Nach einer kurzen Einführung geht’s auch schon ab zu ersten Schlägerei, der Sheriffs leckt blut, die Sache schaukelt sich hoch. Auf Legalem Wege ist nichts mehr zu machen, also greift der Sheriff zu härteren Mitteln. Schlag auf Schlag folgt ein Ereignis dem nächsten, bis es Carey zu viel wird. Der Sheriff hat das Fass zum Überlaufen gebracht und Carey rollt mit seinem Panzer aus, eine Spur der Verwüstung hinter sich her ziehend.
Durch den recht groben Schlagabtausch zwischen den beiden Männern wird es zu keiner Zeit langweilig. Leider finden dabei leisere Zwischentöne, wie die angeknackste Vater-Sohn-Beziehung oder die aus der Situation heraus kieselnde Ehe, nur wenig Beachtung. Aber es geht ja auch eigentlich mehr um den Spaß, zu sehen, wie der smarte Sergeant dem Redneck-Mistkerl in den Arsch tritt.
In diesem Zusammenhang zeigt der Film dann allerdings seine Schwächen. Nach Drohungen aller Art – auch die „zufällige“ Erschießung des Sohnemanns im Strafgefangenenlager – ist ein bescheidenes Schlammbad für den Sheriff mehr als nur unbefriedigend. Auch wenn der Film generell pazifistisch, so hätte der Arschtritt ruhig etwas grober ausfallen können. Wäre dieser Knallfrosch an Rambo geraten, dann hätte jedenfalls die Stadt gebrannt! Aber so was von!

Fazit:
„Der Tank“ ist Sonntagnachmittagsunterhaltung pur. Nicht sehr tiefsinnig, aber dank James Garner und seiner lustigen, sarkastischen und schlagfertigen (nicht nur mit Argumenten) Art, ungemein sympathisch. Der fiese Sheriff und seine Rednecks hätten zwar ein paar Schläge auf die Nase verdient und vielleicht wäre eine Information am Ende des Streifens über den Ausgang des Prozesses auch ganz nett gewesen, aber alles in allem ist der Film ne Runde Sache und immer mal wieder empfehlenswert. Nicht selten spielt in diesem Zusammenhang auch der Nostalgiefaktor eine große Rolle und deswegen gibt’s von uns auch 4 Köpfe!


Call me Captain Kirk!


sieht wie ne lustige Sauftour aus!
hm....
wo kann ich mich anmelden?

How I met your mother Season 5



aaaah wie der Drogentrip nach einem langen Entzug; einfach Wahnsinn!

ist Ed O'Neil Gott?


btw. Wayne's World heute auf Super RTL um 20.15 Uhr

A-Team Movie


Es ist soweit! Die Dreharbeiten zum A-Team Film haben begonnen! Unter der Flagge von 20th Century Fox ziehen Liam Neeson als John "Hannibal" Smith, Bradley Cooper als Templeton "Faceman" Peck, Sharlto Copley als Murdock und Quinton Jackson als B.A. Baracus als Kriegsveteranen in einen persönlichen Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit. Regie führt Joe Carnahan (Smoking Aces) und das Drehbuch kommt von Michael Brandt (Wanted, Todeszug nach Yuma), was zumindest im Hinblick auf die Action was aussagen könnte. Starttermin soll der 11. Juni 2010 sein. Hoffentlich ist das genug Zeit, um was ordentliches auf die Beine zu stellen, denn über die Story ist uns noch nichts handfestes zu Ohren gekommen.


Das einzige, was mir reichlich seltsam vorkommt ist Jessica Biel als Army General... o_O

Dafür gibt es schon ein erstes Bildchen:

Na, ist das mal ordentlich schmackhaft, oder was?!

Quelle:

First Look at the New A-Team VanSource: Splash News, September 19, 2009

20th Century Fox has begun filming The A-Team in British Columbia, Canada and we've got your first peek at the new van being used for the movie. The production was using the van, which looks similar to the one used in the 1983-87 TV series, for chase scenes.Opening in theaters on June 11, 2010, the big screen adaptation stars Liam Neeson as John "Hannibal" Smith, Bradley Cooper as Lt. Templeton "Faceman" Peck, Sharlto Copley as Capt. "Howling Mad" Murdock, and Quinton "Rampage" Jackson as Sgt. "B.A." Baracus. The roles were made famous by George Peppard, Dirk Benedict, Dwight Schultz and Mr. T, respectively, in the original series.Also starring is Jessica Biel as an Army general pursuing the team, while Entertainment Weekly reports that Watchmen star Patrick Wilson has joined the cast as well as a CIA operative.

Combat Johnson vs. Halloween Box-Set

Link: Combat Johnson vs. Halloween Box-Set

Combat Johnson - Selbsternannter Gründer von NoBudgetProductions, Teil von GeneralUnsichtbar Productions, Filmfan, Computergeek und mehr... in einer Person! - hat sich zum Thema Special DVD-Collections, insbesondere dem Halloween Box-Set auseinander gesetzt. In gewisserweise betrieb er dabei auch gleich ein wenig Schleichwerbung für die Academy.

Danke Combat Johnson!
Dafür bist du jetzt ins unserer Blogroll! ;D

The Expendables Trailer

Jap, Ihr habt richtig gelesen! Der erste Trailer für The Expendables ist draussen. Das Teil war eigentlich bisher noch net für die Öffentlichkeit bestimmt, aber kann uns ja egal sein. Macht euch selber nen Bild davon, was uns Sly & Co nächstes Jahr um die Ohren pfeffern wollen. Das ganze sieht zumindest bisher mehr als nur solide aus und macht Lust auf mehr. =D

Blutiges Lang Mei

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Release: 1990


Mister Santiago for the win!

Bei wem sieht man 49 abgeknallte Vietcongs innerhalb der erste 8 Minuten? Natürlich nur bei Cirio Santiago, dem Meister der stumpfen Vietnam-Klopper! Auch kriegt man gleich einen Vorgeschmack, womit man es die nächsten 85 Minuten zu tun haben wird: Mit purem Dauerfeuer auf schier endlose Gegnerhorden.
AMERICA! FUCK YEAH!

Dabei fängt alles so einfach an. Die Supercrew von Major XXX überfällt einen Zug des Feindes und legt alles in Schutt und Asche. Auf dem Rückweg sollen Sie bei einem Außenposten (Vietnam-Hügel-Camp in bester Tradition mit Schützengräben, Bunkeranlagen, Stacheldraht, Wachtürmen und Tretminen) halt machen. Da ist aber leider keiner mehr und gemeinsam mit ein paar Einheimischen müssen sie das Camp gegen fiese VC verteidigen, die den Hügel unbedingt einnehmen wollen. Der Major will zwar Unterstützung besorgen, wird aber fälschlicherweise eingesperrt und zu allem Überfluss soll ein Grünschnabel von Captain den undisziplinierten und Autoritätshassenden Haufen in den Kampf führen. Munition scheint bei dem ganzen Ärger zum Glück kein Problem zu sein, denn es werden Kugeln abgefeuert, bis die Rohre glühen.

Eins gleich vorweg: Mike Monty spielt nicht mit… aber man kann ja nicht alles haben. Und natürlich ist die Handlung mal wieder saublöde. Es geht eigentlich nur um’s Abwehren von einer Angriffswelle nach der anderen. Mal bei Tag, mal bei Nacht, mal kommt der Feind bis ins Lager, mal fällt er auf eine List herein, grundsätzlich jedoch werden alle Schlitzaugen rigoros nieder gemäht, ob mit Blei, Granaten, Raketen, Minen oder Napalm. Handlungsort ist bis auf die Eröffnungssequenz und kurze Szenen im HQ das erwähnte Camp, welches sofort richtig schön rotzige Vietnam-Atmosphäre verbreitet.
Der Versuch von Charakterzeichnungen wird zwar unternommen, ist insgesamt aber eher lachhaft bis völlig fehl am Platz. Es interessiert wirklich keine Sau, ob z.B. der Captain ein Grünschnabel ist, der sich nicht durchsetzen kann oder ob der Indianer-Mann Halluzinationen bekommt… umgerotzt wird eh alles, was nicht auf amerikanischer Seite ist. Das bisschen Pseudopsychologische Geschwätz (Warum führen wir diesen Krieg? Was soll das eigentlich alles? Können wir nicht einfach nach Hause? Und was haben die Illuminaten damit zu tun?) hätte man sich bei einem Bodycount jenseits der 250er Marke ebensogut sparen können.
So ist es die Action die übrig bleibt und die fällt handwerklich mal wieder solide bis durchschnittlich gut aus. Blutig ist das ganze bei den fallenden Herscharren kaum, spannend auch irgendwie nicht. Jedoch… Auch wenn man sich nebenbei einen Kaffee aufsetzen kann (das MG-Feuer hört man eh durch die ganze Bude und verpassen tut man auch nichts), irgendwie ist dieser Schnickschnack ziemlich unterhaltsam. Man kann sich zurücklehnen und sich berieseln bzw. sich von dem ganzen Geknatter betäuben lassen.

Fazit:
Darsteller = Keine Ahnung? Handlung = pff, wayne! Action = JA SIAAAA!!! Insgesamt ist zwar Story-Mäßig mehr los, als z.B. bei Jungle Force, aber immer noch zu wenig, um das Geschehen ernst zu nehmen. Dauerfeuer bis die Ohren bluten ist angesagt und damit ist dieser Klopper ziemlich gut geeignet für einen Filmeabend mit guten Kumpels. Allerdings läuft man bei übermäßigem Bierkonsum Gefahr, in unkontrolliertes Gegröle und Verständigung per Grunzlaute zu verfallen. 3 Köppe!

PS: Die DVD ist wohl uncut, ist aber insgesamt ziemlicher Mist. Fernsehformat, schlechtes Bild, schlechter Ton, die deutsche Synco wurde komplett über alle Nebengeräusche gelegt… Außerdem wurde der Film unverständlicherweise "Dirty Vietnam" genannt.

Flachwitz of the Moment:

Was ist grün und spielt gerne Schiffe versenken?
Ein Eisbergsalat!

- Das Tal der schlechten Witze schlägt zurück!!!

Blackjack

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Release: 1998


Gerade frisch aus dem Urlaub zurück zieht Herr Dolph los, seinem alten Kumpel zu helfen, dem fiese Russen sein geliebtes Casino abjagen wollen. Bei einer kurzen Kamerafahrt durch die Spielhalle wird auch gleich ganz geschickt der Titelname eingebaut, auf den in dieser Form später allerdings nie wieder eingegangen wird. Kurz darauf gibt’s auf auch schon die ersten gebrochenen Nasen und abgesäbelte Krawatten dank Rasierklingenkarten, was zugegeben ein ziemlich cooler Einstand für unseren Helden ist.
Herr Dolph wird von seinem Kumpel gebeten, auf seine kleine Tochter aufzupassen, die auf der Abschussliste der fiesen Russen steht und kaum sind die beiden zurück in der Villa, rückt auch schon ein Killerkommando an. Zusammen mit der ersten Zeitlupeneinstellung weht sofort ein frischer Hauch von Woo durch den Raum. Für einen kurzen Moment vergisst man sogar die billige TV-Optik und kann sich der typischen Woo’schen Gewaltästhetik hingeben. Aber wirklich nur kurz, denn alles ist irgendwie viel zu schnell vorbei und es folgt erstmal viel Blabla, unterstrichen von melancholischen Saxophontönen (die allerdings meistens ziemlich passend wirken).
Dank teils extrem sprunghafter Szenen (gerade noch alles ruhig und in der nächste Szene voll der Emotionsausbruch) erfahren wir plötzlich, dass Dolphs alter Casinokumpel tot ist und er jetzt Papa wird. Außerdem hat er bei einem kleinen Blendgranatenunfall ein Problem mit der Farbe Weiß, das jetzt wie Kryptonit auf den blonden Schweden wirkt. Nur gut, dass Herr Dolph grundsätzlich Perlwoll statt Weiser Riese benutzt und eine Sonnenbrille trägt. Natürlich ist das mit der Weiß-Phobie ein interessanter Aspekt, der auch entsprechend umgesetzt wird (z.B. ein Kampf in einem Milchbad), aber auf die Dauer ist es schon ein wenig nervig, wenn Lundgren im Angsicht der Farbe Weiß jedes mal willenlos zusammenklappt.

Weil Fred Williams damals auch noch ab und zu Geld verdienen musste, bekam er von Woo übrigens auch noch einen Rolle. Und zwar als weiterer Kumpel von Dolph und Chef einer Bodyguardtruppe. Leider hört keiner auf ihn und bei dem Versuch seine Klientin – ein Model – zu beschützen, fängt er sich ne Kugel ein. Nach kurzer Überlegung springt Dolph für ihn ein. Screentime: 10 Minuten (davon 5 Minuten stehen und 5 Minuten im Krankenbett liegen). Immerhin hat er dafür 2 dicke Zigarren gratis bekommen. Sehr schade eigentlich, denn Williams hätte noch einiges rausreißen können. So müffelt sein Auftritt ein wenig, wie verschenktes Potential.
Schnitt auf den Killer, der aussieht, als könne er keiner Fliege was zu leide tun. Er kann zwar böse gucken und Theaterstücke zitieren, ist allerdings auch eine Heulsuse und hat irgendwie so gar keine Badguy-Ausstrahlung. Warum zum Teufel er das Topf…eh… Topmodel jagt, weiß auch noch niemand, aber bei den ständigen in den Mund gelegten Dialogen wird des Rätsels Lösung bestimmt nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Während Dolphs Mitbewohner seine Kumpels bei der Baader-Meinhof-Gruppe (wtf?!) befragt, findet Dolph heraus, dass sein Topfmodel 1000 Tabletten pro Tag schluckt (wtf² ?!) und davon ein ganz kleines bisschen süchtig geworden ist (finger weg von Drogen, liebe Kinder!). Um sie wieder fit zu machen, tanzen die beiden ne Runde Salza, denn seit Knight Rider weiß ja wohl jeder, dass gegen Schlaftrunkenheit entweder Bewegung oder reiner Sauerstoff hilft.
Um das blonde Blödchen in Sicherheit zu bringen muss sich extra ein Bodyguard in Kleider schmeißen. Das bringt aber leider nix, weil der Killer per Richtmikrophon schon längst weiß, wo er suchen muss. Kaum ist die Autokolonne unterwegs, kommen auch schon von überall her Motorräder angesaust. Es kommt zur zweiten großen Ballerorgie des Films. Dolph macht sich zwar als beidhändig ballernder, Motorradfahrender Supermann und Herr der Bullettime ziemlich gut, aber woher hat der Killer plötzlich die ganzen Helfer? War das wirklich nötig? Egal, Hauptsache wieder Action!

Nach der dicken Schießerei ist erstmal wieder Ruhe angesagt. Dolph und Mitbewohner finden zwar einiges heraus, wirklich spannend ist das allerdings nicht. Außerdem fängt die Trulla langsam an zu nerven. Entweder rumflennen oder treudoof gucken. Ne, ne... schauspielerisches Talent sieht anders aus. Endlich erfahren wir den Grund des Killers: Er ist des Modesl Ex-Männchen, der es nicht ertragen konnte, dass sie mehr Erfolgt hatte, als er selbst (Er: gescheiteter Schauspieler… sowohl im Film, als auch im wirklichen Leben *haha*). Geographie ist übrigens auch die Stärke des Films. Ich kenn mich ja auch nicht wirklich in den Staaten aus, aber seit wann liegen stillgelegte Fabrikgelände direkt neben dem Times Square??? Egal, da ist jedenfalls das Versteck des Killers.
Und weil sich Herr Dolph heute mal scheiße benehmen will, wird er dort von dem Hänfling zuerst K.O. geschlagen und dann reizt er den Kerl auch noch. Gar nicht clever, einen völlig Irren Typen zu reizen, der den Kumpel auch noch als Geisel hat. Spätestens ab der Modenschau erwartet man anschließend sehnsüchtig den großen Showdown, doch der lässt auf sich warten. Wie Kaugummi wird die Handlung künstlich in die Länge gezogen, wobei die Dramatik wie ein Schluck Wasser in der Kurve wirkt. Nach viel zu langen weiteren 10 Minuten kommt es zu einem kurzen Gunbattle, Dolph kuriert sich von seiner Perlweiß-Phobie und nach 110 Minuten hat der Spuck ein Ende.
Naja, nicht ganz. Das Blödchen hat sich in den Schweden verknallt, Fred ist wieder auf dem Damm und zum schnulzigen Ende gibt’s noch mal einen coolen Kartentrick.
Gerade hatte John Woo den Kracher „Face Off“ in die Kino gebracht und sich damit eigentlich alle Tore geöffnet, da drehte er ausgerechnet eine TV-Produktion. Warum wissen nur die Götter. Wenigstens hatte er Lundgren an Bord, der seine Rolle gewohnt engagiert angeht. Ihm kann man hier absolut kein Vorwurf machen, auch wenn er gerne mal komische Grimassen zieht. Ansonsten hat es den Eindruck, als hätte Woo seine ganze Energie in die Actionszenen gesteckt. Hier trägt jede einzelne Kugel Woo’s ganz persönliche Handschrift und er zeigt, was man alles aus wenig Budget heraus holen kann. Der Rest des Films hätte dagegen auch von einem x-beliebigen Regisseur herunter gekurbelt werden können. Das Drehbuch hat so viele Logiklöcher wie ein Schweizer Käse und viele Szenenwechsel fallen durch ihre Sprunghaftigkeit negativ auf. Neben den Actionszenen (die höchstens 20% ausmachen) herrscht gerne mal Spannungslosigkeit. Von der dichten Atmosphäre aus anderen Woo-Filmen ist herzlich wenig zu spüren, was aber auch der ständig billig aussehenden TV-Optik liegt.
Story pfui, Action hui. Von Woo ist man weeeeeeesentlich besseres gewohnt und würde Dolph nicht mitspielen, wäre der Film wohl noch schlechter weggekommen. Als Fan des schwedischen Hünen kann man jedoch ruhig mal einen Blick riskieren. 2 Köppe

Jungle Force

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Release: 1986


Rataatatata, KABOOM, ARRGGGGGGG,
Peng
, Peng, Urrrggghhh!


Und ab geht die dreckige Dschungelaction. Außerdem braucht es auch gar nicht mehr viele Worte dieses Werk von Cirio H. Santiago zu beschreiben, denn die Handlung dient einzig und allein dazu, massenhaft Szenen aneinander zu reihen, in denen unzählige Gegnermassen um gerotzt werden. Schon in der Einführung (nach der übrigens ein ziemlich steiler Titelsong erklingt) steht der Bodycount bei 24 oder 25, aber sowas wie Handlung solls ja auch noch geben:
Sarge (Brat Baxter Clark), Johnny (blutjunger Robert Patrick) und… und… ein Typ der auch noch dazu gehört, bilden das Sondereinsatzkommando „Eagle“ im vietnamesischen Dschungel. Nach ein paar Scharmützeln mit dem Vietcong, kommen sie dank einer vorlauten Reporterin einer abtrünnigen Einheit amerikanischer Soldaten auf die Spur, deren Kommandant den kleinen Bruder von Sarge auf dem Gewissen hat. Rache ist angesagt und es wird Blut fließen… sehr viel Blut.
Soviel zur Handlung (ich glaub, so wenig hab ich noch nie dazu geschrieben). Dialoge sind nur Tarnung, damit die Jungs wissen, wo sie nach den Opfern suchen müssen und wie das Wetter am nächsten Tag wird (bleihaltig mit wahrscheinlichem Granatenregen). Unter dem Oberfehl von Mike Monty, der so ziemlich in jedem mir bekannten B-Dschungelactioner mitgespielt hat, zieht das Eagle-Kommando los und eliminiert den Feind. Nein, viel mehr noch: Die Eagles töten nicht einfach, sie vernichten! Zwischendurch wird noch ordentlich Klischeebedienung betrieben, so gibt es z.B. die obligatorische Gefangenenfolter oder ne deftige Schlägerei in einem Striplokal. Unsere Helden – allen voran Robert „T 1000“ Patrick - drehen dabei auf, als hätte man sie vor den Dreharbeiten mit purem Testosteron gefüttert.
Wenn im permanenten Dauerfeuer gerne auch mal ein Dutzend Gegner gleichzeitig in Gras beißen, kann so was wie Spannung natürlich nur schwerlich aufkommen. Geht nicht, klappt nicht… will der Film aber auch gar nicht.

Cirio H. Santiago, der für eine Vielzahl stumpfer und trashiger Vietnam- und Endzeitfilme verantwortlich ist, war wohl einfach ein unglaublicher Actionjunkie und dazu noch in der Lage, das ganze auf Zelluloid zu bannen. Zwar sind seine Werke technisch höchstens auf durchschnittlichem Niveau und in der Regel sieht man immer wieder die gleichen Kamerafahrten oder die gleichen Einstellungen, aber dafür ist das Gesamtergebnis meistens extrem unterhaltsam. Jedenfalls wenn man drauf steht, auch noch Stunden nach dem Film das Trommeln etlicher MG-Salven oder die Explosion einer Bambushütte im Ohr zu haben.
Ein Film, so actionüberladen und gleichzeitig so extrem rotzendoof, dass man sich aussuchen kann, ob man an einer Bleivergiftung oder spontaner Gehirnverpuffung sterben möchte. Als hartgesottener Actionfan steh ich auf diesen Shit, aber für ein anderes Publikum (also eben Actionfans, die vor nix fies sind) ist das Ganze sowieso nicht gedacht! 3 Köppe!

„Jungle Force - für wenn'ze ma wieda watt zu Knall’n brauchs!“



Screamers 2

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Release: 2009


Jack Logan: Hallo Leute! Mein Name ist Jack Logon und bei mir ist wie immer mein hochgeschätzter Kollege Sam Burton.

Sam Burton: Hi Jack! Manche von euch kennen uns vielleicht als die zwei verwegenen Helden – die knallharten Profis – auf der ewigen Suche nach dem Costner-Land, doch manchmal kehren wir dieser Aufgabe den Rücken, um uns hier in der Academy zusammenzufinden und den einen oder anderen Film zu besprechen.

JL: So auch heute und unser heutiger Film ist – jetzt bitte einen kleinen Trommelwirbel einspielen – SCREAMERS 2 – The Hunting. Nachdem wir auch schon den ERSTEN TEIL besprochen haben, kamen wir an dem Nachfolger natürlich nicht vorbei.

SB: Wobei wir gleich vorweg nehmen möchten, dass der zweite Teil nicht die Klasse seines Vorgängers erreicht. Zu den Gründen werden wir natürlich noch kommen. Jack, worum geht’s denn genau?

JL: Tja, worum geht’s genau?! Es geht um eine Gruppe von Soldaten, die sich geschätzte 10 Jahre nach dem ersten Vorfall auf eine Search & Rescue-Mission nach Sirius 6B, dem Screamerplaneten, begeben. Von dort wurde nämlich ein Notrufsignal empfangen. Warum wird nicht erwähnt. Laut Nachrichtendienst sind die Screamers mittlerweile ungefährtlich, weil ihre Batterien nur zwei Jahre halten. Man nimmt an, dass kein Grund zur Panik besteht, wäre da nicht der typische Verräter in den eigenen Reihen. Weil sich die Screamers nämlich selbstständig weiterentwickelt haben, ist die Technologie unbezahlbar. Durch einen kleinen Datenaustausch in einer Screamersfabrik kommt der ganze Laden wieder ins Rollen und das Töten beginnt von neuem.

SB: Außerdem stößt der Trupp auf ein paar Bergleute, die sich in Minen verschanzt haben. Hier wird klar, dass Screamers auch in menschlicher Gestalt in Erscheinung treten. Der Kampf ums Überleben beginnt und nebenbei müssen auch noch die durch wiedererweckte Screamers leer gesaugten Energiezellen des Raumschiffes gefunden und ersetzt werden. Ein weiteres Problem stellt ein Meteorsturm der Klasse 10 da, welcher den Planeten bei Ankunft zu Asche verwandeln wird. Der Crew bleibt also nur ein Zeitfenster von knappen 7 Tagen.

JL: An dieser Stelle möchte ich kurz anmerken, dass Vorwissen über die Geschehnisse im ersten Teil zwar hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich ist. Alle nötigen Infos über die Herkunft der Screamers, was mal passiert ist, wie es passiert ist, warum es passiert ist werden dem Zuschauer während kurzer Lagebesprechungen geliefert. Daher und weil wir schon in der Besprechung zum ersten Teil darauf eingegangen sind, werden wir das jetzt nicht weiter erörtern.

SB: So ist das. Und nun? Erst zu den positiven Aspekten? Die kann man nämlich schneller abarbeiten. Zum Beispiel der Look des Films. Er ist an den ersten Teil angelehnt. Schneebedeckte Steinwüsten, alles braun in braun, verrostete alte Minen- oder Bunkeranlagen. Die Sets im Raumschiff, in Bunkern oder anderen Räumlichkeiten sind passend und stimmungsvoll. Die Trostlosigkeit eines zum sterben verdammten Planeten macht sich breit und wird spürbar.

JL: Auch von der technischen Seite aus gibt es nichts zu meckern. Regisseur Sheldon Wilson macht seine Sache gut, fängt Action- und Handlungsszenen in soliden Bildern ein und schafft es, dass niedrige Budget geschickt zu nutzen bzw. den Film nicht danach aussehen zu lassen. Ab und zu darf auch mal ordentlich Kunstblut durchs Bild spritzen und der Gewaltgrad schnellt dank gespaltener Schädel und abgehakter Beine kurzzeitig in die Höhe. Actionmäßig bleibt der Streifen aber insgesamt auf einem Durchschnittlichen Niveau. In regelmäßigen Abständen kommt es zu kurzen Scharmützeln mit Screamers oder Überlebenden oder beidem, es wird ein bisschen rumgeballert und dann ist auch wieder gut.

SB: Mit Durchschnittlich sind wir auch bei den negativen Aspekten! Insgesamt steckte eine Menge Potential in dem Stoff – steckt es immer noch – aber meiner Meinung nach wurde dieses Potential nicht bis gar nicht genutzt. Damit meine ich z.B. die Geschehnisse rund um die Besatzung. Dieses Team aus Waschlappen agiert so unlogisch, dass es schon wehtut, da zuzuschauen. Einer verliert sein Herzschlagdingsi, in Kampfsituationen verhalten die sich wie wimmernde Zivilisten. Insgesamt fällt das irrationale Verhalten der Figuren ziemlich negativ auf. Schließlich sind das Soldaten - eine verdammte Aufklärungseinheit! Die müssen hart sein, emotionslos und vor allem erfahren. Stattdessen scheint man Leute nach Sirius 6B geschickt zu haben, die beim Eignungstest durchgefallen sind. Warum läuft die Truppe durch möglicherweise feindliches Gebiet und es sieht so aus, als würden sie einen netten kleinen Spaziergang machen. Warum werden die „inhaftierten Screamers“ in den Minen nicht von wenigstens einer Wache bewacht. Wieso will die Ärztin noch bei der toten Irren bleiben - Innerhalb von 48 Stunden sind 3 oder 4 Ihrer Kameraden abgeschlachtet worden, da könnte Ihr eine Fremde, die Sie vorher noch töten wollte, ziemlich egal seien. Ein Thema wird aufgegriffen und sofort wieder verworfen (z.B. die Tatsache, dass die Hauptdarstellerin die Tochter von Colonel Henriksson ist oder dass sich die Screamers gegenseitig abschlachten). Was ich besonders schade fand, war der völlig verschenke Lance Henriksen. Er spielt den Erfinder der Screamers und ist vielleicht knappe 15 Minuten zu sehen. Da wäre viel, viel mehr drin gewesen. Im Gegensatz dazu hätte man den einen oder anderen Charakter auch gleich ganz streichen können!

JL: Nun muss man natürlich bedenken, dass der Film das Genre nicht neu definieren soll, aber so ein paar grundsätzliche Dinge, wie Spannung oder logische Zusammenhänge sollten dann doch stimmen. Die Handlung plätschert somit nur vor sich hin. Von Spannung kann da keine Rede rein, da alles ziemlich vorhersehbar ist. Dazu kommen so überflüssige Dinge, wie dieser Meteorsturm und die dadurch ablaufende Frist. So etwas hätte man durchaus souveräner lösen können. Neben diesen aufgezwungen wirkenden Dingen, gibt es noch ein paar weitere Szenen, die nachträglich zum Film hinzugefügt wirken. Ihr seht also, da liegt einiges im argen…

SB: Ja leider, und wir hatten schon keine hohen Erwartungen an dieses Direct-to-DVD-Produkt. Als Fazit können wir festhalten, dass Regisseur Wilson und Crew trotz toller Kulissen und einem guten roten Faden zwar nichts falsch machen, aber auch nichts richtig... Die Handlung plätschert vor sich, von aufkommender Spannung ist kaum zu reden. Eine bedrohliche, gar klaustrophobische Atmosphäre wird kaum bis gar nicht aufgebaut. Der Film verkauft sich weit unter Wert und verschenkt sein Potential wo er nur kann. Da können auch die netten Sets oder ein temporeicheres Ende, welches die Tür zu einer Fortsetzung sehr weit aufstößt, nichts mehr reißen…

JL: Man könnte natürlich noch mehr über den Film erzählen, aber ich denke, wir können es sehr gut bei diesem Fazit belassen. 2 Köppe, Sam?

SB: Aber maximal, Jack!





Halo 3 ODST - Real Life Trailer

Wenn der ein oder andere dort draussen bereits ein klein wenig spitz geworden ist, nachdem er erfahren hat das gegebenenfalls der Herr Steven Spielberg Halo verfilmen wird, dann dürfte dieser Trailer nun dazu beitragen noch mehr ins schwärmen zu geraten. ;D

Have fun folks!

Ich kam, ich sah und ich erbrach

Offenbar haben die Inder die Finanzkrise nicht groß zu spüren bekommen oder warum wollen die auf einmal die Sachen weltweit vermarkten.

OMG, werden wir bald nur noch Filme aus Bollywood sehen und warum müssen die dort immer tanzen und singen?

Ich mein, stellt euch doch mal vor:
- Han Solo wird in "Empire strikes back" zum Einfrieren in Karbonit in die Kammer herunter gefahren
- Leia sagt: "ich liebe dich"
- Han Solo sagt jetzt nichts, sondern fängt auf einmal an zu singen im Opernstil, springt aus der Kammer heraus und alle fangen an mitzusingen und zu tanzen
- Anakin Skywalker alias Darth Vader sorgt gleichzeitig für die Lichtshow, in dem mit seinem Lichtschwert jongliert während er - supportet by the Force - Capoeira vorführt
- am Ende steigt Han Solo wieder fröhlich in die Kammer, sieht ein "ey is ja doch alles Scheisse hier" und wird eingefroren

Da bleibt eigentlich nur noch eins zu sagen:

Danke George!

Ninja Assassin

Nachdem wir ja schon ein wenig über Issac Florentine's "NINJA"-Film berichtet hatten, möchten wir euch Warner Brothers größeres Projekt ebenfalls nicht vorenthalten! Ihr habt noch nichts von "Ninja Assassin" gehört? Also bitte... dann solltet ihr euch HIER (offizielle Seite) mal schnell den Trailer und einige Bilder reinziehen, bevor wir zum eigentlichen "Anmacher" dieses Beitrages kommen: Freakin' Road Ninjas! Have fun! :D



thx to Harry!

Smells like junior Fight Club without fighting

Wizards of the Lost Kingdom

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Release: 1985


Es war einmal vor vielen, vielen, vielen Jahrhunderten in…

EINEM KÖNIGREICH VOR UNSERER ZEIT!

Ein Land, in dem die Magie genau so mächtig war, wie die Blödheit seiner Bewohner. Ein Land voller Zauberer mit angeklebten Bärten, unfähigen Königen, betrunkenen Zwergen, Rittern mit riesigen Helmen, Zyklopen, Selbstmörderhöllen und natürlich Gulfaxe! Ein Land, in dem die Synchronisation genau so abenteuerlich, wie die Namensgebung ist, die da z.B. wäre SHURKA, der – oh wunder, oh wunder – Schurke und böser aber inkompetenter Magier. Außerdem treffen wir auf KOR, Held der Gesichtskirmes, WULFRICK, Held der aufgeklebten Bärte und UDEA, die Verräterschlampe. Ach ja, und die Hauptperson des ganzen Spektakels, SIMON (nach all den dollen Namen, ist das ein ziemlicher Losername, oder?!).
"Oh shit... ich hät' mir die Pilze nicht einschmeißen sollen..."

Simon ist der Sohn von Wulfrick, dem guten Zauberer, und als das Schloss von Shurka und seinen finsteren Truppen gestürmt wird, drückt er seinem Sohn den magischen Superring in die Hand und teleportiert ihn und Gulfax nach draußen, um kurz darauf in einem ziemlich unspektakulären magischen Zweikampf gegen Shurka den Löffel abzugeben. Simon hingegen steht der Unfähigkeit seines Vaters aber ins nichts nach, denn er verliert den Ring noch im Schloss. Ganz toll gemacht, du Zwerg! Ohne magische Unterstützung müssen Simon und Gulfax dann auch gleich durch Kor vor fiesen Viechern beschützt werden. Eigentlich will Kor danach weiter zur nächsten Kneipe, aber Simon findet schnell seinen wunden Punkt (Feigling oder Ehre oder so was in der Richtung…weiß nich mehr) und Kor kommt doch mit. Von da an zieht das muntere Trüppchen gemeinsam durch Wald und Flur und stellen sich fürchterlichen Gefahren, wie z.B. Bollerkopp-Zyklopen, fetten Echsen oder der sagenumwobenen Selbstmörderhölle (eine „Abkürzung“). So geht der Spaß eine Weile weiter, bis man endlich zurück in der Burg ist, wo Shurka die ganze Zeit schurkische Dinge getan hat (die kleine Freundin von Simon hypnotisieren, Zwerge pulverisieren, den Ring suchen, böse gucken, diabolisch lachen). Es kommt zu einem magischen Zweikampf, aus dem Simon dank wieder gefundenen Superring als Gewinner hervorgeht. Das Königreich ist befreit, die Welt ist wieder sicher und Gulfax kann nicht klatschen… Ende gut, alles gut!
"Shurka mein Name! Mein Markenzeichen: Schlechter Modegeschmack!"

Juche, Jucha, Juchheisassa! Was für ein Fantasytrashfest! Produzent von diesem Schmonz war übrigens unser guter alter Herr Roger Corman. Allein dieser Name kommt einer Selbsterklärung gleich. Es werden Szenen aus alten Filmen verwurstet, die Musik sowieso und zwischendurch wird der Zuschauer mit einem Wesen konfrontiert, das in der Filmgeschichte wirklich einzigartig sind: Dem Gulfax!
*grunz, grunz, kratz, grunz*

Der heimliche Star des Film – ein zwei Meter großer Albino-Wasserkopf-Wookie – trottet die ganze Zeit hinter Simon und Kor her und macht, was große weiße Bettvorleger eben so machen: Grunzen, mit dem Armen wedeln, Grunzen, hin und her stampfen, Grunzen, sich im Schritt kratzen und vielleicht noch mal grunzen. Simons Haustier ist dabei derart unmotiviert bei der Sache und trotzdem penetrant Aufmerksamkeitsbedürftig, dass ich am Ende nicht mehr wusste, ob ich den weißen Riesentampon nun cool oder nervig finden sollte. Wann es ein Dialog erlaubte, konnte man sicher sein, dass Gulfax auch seinen Senf in Form von Grunzgeräuschen dazu beitragen würde. Gulfax war dabei aber permanenter Mitläufer, hatte keine eigene Meinung und konnte keiner Fliege was zu Leide tun… also eigentlich war er ziemlich überflüssig, weil er eigentlich nichts konnte! Gulfax eben! =D
Unsere Lektion heute: Blinzdingsen mit Buntstiften.

Ein weiterer Star des Filmes – diesmal aber kein heimlicher – ist Bo Svenson, der z.B. schon bei einem Haufen verwegener Hunde mitmischte. Mit seiner Mimik erinnert stark an Neil Flynt von Scrubs (also den fiesen Hausmeister) und siehe da… sie haben nichts mit einander zu tun. Wäre auch zu lustig gewesen. Dennoch ist die Ähnlichkeit erschreckend. Jedenfalls fahren seine Gesichtzüge die ganze Zeit Achterbahn und so wirklich ernst schien Bo die ganze Angelegenheit auch nicht genommen zu haben. Locker durchs Bild stampfend gibt er gerne mal sarkastische Kommentare von sich, sorgt für reichlich Unterhaltung und ist insgesamt so gut drauf, wie ein Mann, der genau weiß, dass er am Ende der Dreharbeiten einen fetten Scheck bekommt. Simon hingegen ist… naja… Simon ist halt Simon… die typische Rotzgöre, in dessen Händen mal wieder Schicksal eines Königsreiches liegt.
"Wenn ich hiermit durch bin, feuer ich meinen Manager... moment... ich hab ja gar keinen... verdammt..."

Ernst nehmen kann an diesem Machwerk wirklich gar nichts, denn alles entstammt der untersten Schublade. Gummimonster, Effekte, Kulissen, aber auch Handlung, Spannung, Drama, etc. kommen so unglaublich dilettantisch daher, dass man als echter Trashfan bei wunderbar albernen Vielfalt eigentlich nur eins tun kann: Feiern, bis der Bierkasten leer ist. Unterhaltung ist garantiert und so können wir dieser Fantasytrashgranate ganz beruhigt 4 Köppe verpassen!