Jungle Force

(klicke aufs Cover für mehr knallige Infos)

Release: 1986


Rataatatata, KABOOM, ARRGGGGGGG,
Peng
, Peng, Urrrggghhh!


Und ab geht die dreckige Dschungelaction. Außerdem braucht es auch gar nicht mehr viele Worte dieses Werk von Cirio H. Santiago zu beschreiben, denn die Handlung dient einzig und allein dazu, massenhaft Szenen aneinander zu reihen, in denen unzählige Gegnermassen um gerotzt werden. Schon in der Einführung (nach der übrigens ein ziemlich steiler Titelsong erklingt) steht der Bodycount bei 24 oder 25, aber sowas wie Handlung solls ja auch noch geben:
Sarge (Brat Baxter Clark), Johnny (blutjunger Robert Patrick) und… und… ein Typ der auch noch dazu gehört, bilden das Sondereinsatzkommando „Eagle“ im vietnamesischen Dschungel. Nach ein paar Scharmützeln mit dem Vietcong, kommen sie dank einer vorlauten Reporterin einer abtrünnigen Einheit amerikanischer Soldaten auf die Spur, deren Kommandant den kleinen Bruder von Sarge auf dem Gewissen hat. Rache ist angesagt und es wird Blut fließen… sehr viel Blut.
Soviel zur Handlung (ich glaub, so wenig hab ich noch nie dazu geschrieben). Dialoge sind nur Tarnung, damit die Jungs wissen, wo sie nach den Opfern suchen müssen und wie das Wetter am nächsten Tag wird (bleihaltig mit wahrscheinlichem Granatenregen). Unter dem Oberfehl von Mike Monty, der so ziemlich in jedem mir bekannten B-Dschungelactioner mitgespielt hat, zieht das Eagle-Kommando los und eliminiert den Feind. Nein, viel mehr noch: Die Eagles töten nicht einfach, sie vernichten! Zwischendurch wird noch ordentlich Klischeebedienung betrieben, so gibt es z.B. die obligatorische Gefangenenfolter oder ne deftige Schlägerei in einem Striplokal. Unsere Helden – allen voran Robert „T 1000“ Patrick - drehen dabei auf, als hätte man sie vor den Dreharbeiten mit purem Testosteron gefüttert.
Wenn im permanenten Dauerfeuer gerne auch mal ein Dutzend Gegner gleichzeitig in Gras beißen, kann so was wie Spannung natürlich nur schwerlich aufkommen. Geht nicht, klappt nicht… will der Film aber auch gar nicht.

Cirio H. Santiago, der für eine Vielzahl stumpfer und trashiger Vietnam- und Endzeitfilme verantwortlich ist, war wohl einfach ein unglaublicher Actionjunkie und dazu noch in der Lage, das ganze auf Zelluloid zu bannen. Zwar sind seine Werke technisch höchstens auf durchschnittlichem Niveau und in der Regel sieht man immer wieder die gleichen Kamerafahrten oder die gleichen Einstellungen, aber dafür ist das Gesamtergebnis meistens extrem unterhaltsam. Jedenfalls wenn man drauf steht, auch noch Stunden nach dem Film das Trommeln etlicher MG-Salven oder die Explosion einer Bambushütte im Ohr zu haben.
Ein Film, so actionüberladen und gleichzeitig so extrem rotzendoof, dass man sich aussuchen kann, ob man an einer Bleivergiftung oder spontaner Gehirnverpuffung sterben möchte. Als hartgesottener Actionfan steh ich auf diesen Shit, aber für ein anderes Publikum (also eben Actionfans, die vor nix fies sind) ist das Ganze sowieso nicht gedacht! 3 Köppe!

„Jungle Force - für wenn'ze ma wieda watt zu Knall’n brauchs!“



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