Robo Vampire

(für mehr topflappige Infos klicke ich aufs Cover)

Release: 1988


Sam Burton betritt einen großen Raum, der ausschaut, wie ein typisches Klassenzimmer. Die Schultische sind an die Seite geschoben worden, an der Tafel steht in großen Buchstaben „Willkommen“. In der Mitte des Raumes ist ein Stuhlkreis aufgebaut, wo bereits mehrere Personen sitzen und sich anschweigen. Hauptsächlich Frauen. Junge, ziemlich gut aussehende Frauen, wie Sam auffällt, als er sich zwischen zwei der der Damen auf einem freien Platz niederlässt. Neben ihm ist nur ein weiterer Kerl in der Runde zu sehen und der ergreift auch gleich das Wort:
„Willkommen könnt ihr an der Tafel lesen und willkommen möchte ich euch heißen“, säuselt er mit nasaler Stimme, „Wie ich sehe, haben wir ein neues Mitglied in unserer Runde. Möchten sie sich kurz vorstellen?!“

„Was? Wer? Ich? Eh, ja, hi! Mein Name ist Sam Burton und ich habe ich ein Problem.“

„Hallo Sam!“ schallt es ihm wie aus einem Mund entgegen.

„Hi Sam“, haucht ihm auch die barbusige Blondine neben ihm ins Ohr und streichelt dabei über sein Knie, was Sam einigermaßen irritiert.

„Wir sind alle wegen unserer Probleme hier, aber gemeinsam werden wir sie lösen. Schildere uns doch bitte dein Problem, Sam“, säuselt der Mann, der die Runde begrüßt an und sich als Gruppenleiter herausstellt, weiter.

„Tja also, es ist so. Alles begann vor ein paar Tagen mit einem schrecklichen Erlebnis. Es war schon spät, aber ich hatte noch Lust auf ein kleines Abenteuer. Also lud ich mir ein paar Freunde ein und wir legten los. Es wurde ziemlich bizarr, wisst ihr…“
„Oh, ich liebe bizarr, weißt du“, haucht ihm diesmal die Dame zu seiner anderen Seite ins Ohr. Sie hält ihm ihre Hand hin, welche er auch bereitwillig schüttelt. „Mein Name ist übrigens Sandy“, fügt sie augenzwinkernd hinzu, was Sam wieder etwas durcheinander bringt.

„Schöner Name… Sandy… also mit bizarr meinte ich eigentlich, dass alles überhaupt kein Sinn ergeben hat. Zuerst war da dieses Koks, was insgesamt den einzigen erkennbaren roten Faden darstellte. Damit fing eigentlich alles an. Aber nicht genug, wurden plötzlich Vampire eingeführt. Hoppelvampire! Ja, diese Viecher hoppelten durch die Gegend und sind von einem Taoisten als Drogenkurriere ausgebildet worden. Das war natürlich völliger Nonsens, aber plötzlich wurden sie von einem Anti-Drogen-Cop aufgemischt, der nach einem fatalen Unfall zu einem Robocopartigen Ding umfunktioniert wurde. Das Kostüm sah wirklich beschissen aus. Das ist kaum noch in Worte zu fassen. Zusammengehäkelte Topflappen waren das, mehr nicht.“

„Aha!“ unterbricht ihn Gruppenleiter, „Rollenspiele unter Drogen. Bisher nichts ungewöhnliches, aber fahren Sie bitte fort.“

„Warum zum Geier sollte ich einen Ford fahren?“ fragt Sam, der solche Wortwitze schon fast zwanghaft umsetzen muss. Außer ihm lacht leider niemand… Mit traurigem Gesichtsausdruck fährt also fort.
„Nachdem Topflappen-Robo also von der Plus-Minus-Maschine zum Leben erweckt worden ist, zieht er los, um gegen die Vampire zu kämpfen. Gleichzeitig wurde aber die Tochter eines Priesters von Dschungelrebellen entführt und soll jetzt von einem Experten befreit werden. Das hat aber mit der Topflappen-Geschichte gar nichts zu tun. Wirklich krass war allerdings eine Tote Schwester, die wirklich ziemlich schäbig war und die mit Ihrem Vampirbruder – der eine Affenkopfmaske trägt - im Tod vereint sein will. Dabei macht sie mit selbigem irgendwann rum, wobei beide aber vom Topflappenrobo gestört werden.“

„Das…ehh… hört sich wirklich interessant an…“ stammelt der Gruppenleiter und schaut in die ebenfalls verwirrt dreinblickenden Gesichter der übrigen Gruppenmitglieder.

„Interessant?! Das war der größte Mist, den ich je erlebt habe. Wie ein schlechter Drogentrip. Wie ein Schlag ins Gesicht… ach was sag ich, zwei Schläge ins Gesicht. Dann wird Topflappenrobo aber erstmal aufgemischt. Seine Verfolger schießen mit einer Bazooka auf ihn, wobei deutlich zu erkennen ist, dass es sich um eine Plastikpuppe auf einem Holzgestell handelt. Das konnte Robo aber auch nicht umhauen, denn dank der Plus-Minus-Maschine stampft er bald wieder unbeholfen durch den Dschungel. Und was liegt normalerweise direkt neben dem Dschungel?! Natürlich Großstädte. Dort verfolgt er nämlich den Affenkopfbruder von der untoten, schäbigen Schwester, was an Dramatik kaum noch zu überbieten ist. Affenkopf hüpfte voraus, Robo stakste hinterher. Und das in einem Tempo, über das selbst meine Oma lachen würde. Am Ende pustet Robo aber alles um und auch die tote Schwester darf bei ihrem Kampf gegen bösen Taoisten noch mal Brust zeigen.“
„Darf ich auch mal zu deinen Partys kommen? Dann puste ich auch alles um!“ fragt ihn die barbusige Blondige neben ihm. Auch sie hält ihm ihre Hand hin und Sam schüttelt sie, wobei er sich hier irgendwie nicht am rechten Ort fühlt. „Mein Name ist übrigens Mandy,“ stellt sie sich vor.

„Sandy und Mandy! Namen, wie aus Pornofilmen!“ juckst Sam, wobei die beiden Mädels erstaunt nicken.

„Woher wusstest du das?!“

Hätte Sam ein Glas Wasser gehabt, hätte er jetzt einen Schluck getrunken, um ihn dann wieder auszuprusten. Als Profi, der er nun mal ist, weiß er aber mit einer solchen Situation umzugehen: Lächeln und nicken, Sam, immer schön lächeln und nicken.

„Also weiter im Text! Die TopflappenRobo-Hoppelvampir-Story ist vom Umfang her ungefähr gleichzusetzen mit der Priestertochter-Befreiungsgeschichte. Letztere kommt allerdings wesentlich professioneller daher… wenn man hier überhaupt davon sprechen kann. Der Anführer stürmt mit einer kleinen Gruppe Söldner ein Lager im Dschungel, die Gegner werden Reihenweise niedergemäht und die Frauen am Ende befreit. Hinterlässt alles im Allem keinen so großen Eindruck, wie Topflappen und Hoppelvamps. Aber auf der anderen Seite möchte ich euch fragen: Wie bitte geht es noch absurder. Und ich glaube, ich brauche auch nicht erwähnen, dass es sich um völlig talentfreie Laiendarsteller gehandelt hat, oder?!“
Der Gruppenleiter weiß mittlerweile nicht mehr, was er sagen soll, muss er aber auch nicht, denn in diesem Moment wird die Tür aufgerissen und Jack Logan kommt herein gestürmt.

„Sam, verdammt wo bleibst du denn?! Wir warten alle auf dich!“

„Wieso ihr auf mich? Ich warte hier eher auf euch!“

Er fixiert seinen Kollegen kurz, dann dämmert ihm, was passiert ist.

„Dies ist nicht die Selbsthilfegruppe für Trashfilmgeschädigte?!“

„Nein, ist es nicht“, sagt Sandy zu seiner linken.

„Dies ist die Gruppe der anonymen Nymphomaninnen!“ sagt Mandy zu seiner rechten.

Beide legen ihre Arme um Sam, der zunächst ein wenig verstört reagiert, dann aber ein breites Grinsen aufsetzt.

„Oh Jack, geh doch schon mal vor, ich hab hier noch zu tun!“

„Ja sicher… das war ja wieder klar, ey… falls du schon alles ausgeplaudert hast, könntest du dann bitte noch ein Fazit ziehen?!“ knurrt ihn Jack an und verschwindet, ohne auf weitere Ausführungen zu warten, um ein wohlverdientes kühles Bier trinken zu gehen.

„Aber klar doch, Mister Logan!“ Wie auf Kommando dreht sich Sam zu einer unsichtbaren Kamera um. Das Geschehen pausiert plötzlich und Sam spricht den Leser direkt an.
„Hört mir zu, werte Leser der Trash-Academy. Robo Vampire ist ganz harter Tobak. Das ist nichts für den Durchschnittskonsumenten. Nichts für Anfänger in Sachen Trashfilmen. Robo Vampire kann bei unbedachten Konsum schwere Hirnblutungen auslösen und es ist unbedingt ratsam einen Holzhammer für eine spontane Selbstnarkose bereit zu halten. In diesem Film ergibt erstens nichts einen Sinn, da er nach dem Godfrey-Ho-Prinzip (Aus Zwei mach Eins) zusammengebastelt wurde, und außerdem ist diese Hoppelvampir-Topflappenrobo-Story das verrückteste, was ich je gesehen habe. Von wegen Godfrey Ho: Zwar ist der Film von einem gewissen Joe Livingstone oder so, aber hinter diesem Namen verbirgt sich niemand anderes, als der Großmeister Ho himself.
Das Schnittgewitter, die daraus entstandene Geschichte, die Effekte, die totale Unfähigkeit ALLER Beteiligten… Das macht Robo Vampire zu einem der härtesten Totalausfälle, die ich bisher genießen durfte. Es gibt nur wenige Trashgranaten, die es mit diesem Wahnsinn aufnehmen können und daher vergebe ich im Namen der Academy 5 Köppe und erkläre Robo Vampire zum Trashfilm des Monats. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss mich um die Ladys hier kümmern.“

PS: Außerdem hat die DVD bei der Erstellung der Bilder mein Laufwerk dahin gerafft...

Zitat of the Moment

"Unheilig ist der Trash in seiner Gesamtheit. Er ergreift euren Geist und zwingt Ihn, das zu glauben, was er sieht. Er ergreift euer Gefühl, denn der Trash ist hinterhältig und zeigt nur selten sein wahres Gesicht.
Hütet euch vor den Farben und den Klängen, die so verlockend klingen mögen. Denn die Farben verschweigen das, was wirklich ist. Und die Klänge übertönen das, was wirklich ist.
Ist der Geist einmal in den Fängen des Trashes, so gibt es kein Entkommen und ist ewig verdammt. Er benutzt die Tugenden, sich selbst mit Schande zu erfüllen, er benutzt die Gläubigen, vom Weg des rechten Glaubens abzukommen..."

Lesung aus dem Buch des Lars, Kapitel 3, Absatz 4
(kein Kommentar möglich...)

War City Platoon

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Release: (irgendwann ende der 80iger)

"Justiz des Todes!"

Es ist mal wieder einer dieser Tage, an denen das Team der Trash-Academy auf der Couch sitz und sich fragt, welcher Film denn nun geguckt werden soll. Es ist einer dieser Tage, an denen Doc Savage sich erhebt und ungesehene Trashgranaten aufzählt: Die Rache des KungFu, KungFu Kannibalen, Todeswaffe Ninja werden schnell verneint und Doc ist wie immer traurig. :-( Dann trifft er aber den wunden Punkt des Teams: Einen IFD Films & Arts Kracher unter der Regie von Philipp Ko, produziert von Joseph Lai und unter der Aufsicht von Godfrey Ho! Das Trio des Grauens! Die Geiseln der Filmlandschaft! Götter aller Trashfreunde, empor gestiegen aus den dunklen Tiefen der 80iger Jahre, als HongKong neben Billigspielzeug die ganze Welt zusätzlich mit noch billiger produzierten Filmen überschwemmte.
Treu nach dem Prinzip Aus-Zwei-mach-Eins, welches Godfrey Ho unter diversen Pseudonymen in gefühlten 200 Filmen perfektionierte, schwatze man ein paar Amateurfilmern Ihr gedrehtes Material ab, drehte mit einem amerikanischen Schauspieler (meistens direkt aus der Gosse mit einer Flasche Schnaps rekrutiert) ein paar zusätzliche Szenen, schnitt das Ganze zusammen und fertig war ein neuer Film, der mit neuer Synchronisation für irgendjemanden auf der Welt vielleicht einen Sinn ergeben würde. Um die beiden Filme irgendwie zu verbinden, wurden solche wunderbaren Szenen eingeführt, wie ein Telefonat von Hauptdarsteller Nr.1 mit Hauptdarsteller Nr. 2 oder ein Treffen der Gangster, wobei beide nie zusammen in einem Bild sind und meistern nicht mal die Hintergründe stimmen.

Um es gleich vorweg zu sagen: Wir haben noch nicht viele Filme dieser Art gesehen… „American Eagle“ war ziemlich langweilig, „Robo Vampire“ war der auf DVD gepresste Hirntot und „War City Platoon“ ist so ein Zwischending geworden. Halbwegs verständliche Story trifft völlig debile Leistungen in allen anderen Belangen. Und darum geht’s:
Story Nummer 1:
Murdock ist Gangsterboss, der einen Prostitutionsring betreibt, nach außen hin aber ein ganz normaler Geschäftsmann ist. Jake Kelly ist Cop, der vorzugsweise einen babyblauen Mantel mit Blumenmuster-Innenfutter trägt, und Murdoch das Handwerk legen will. Wie er am liebsten guckt, seht ihr auf dem Bild… ein Traumtyp also! Ihm zur Seite steht eine als Reporterin getarnte Polizistin. Murdock versucht zwar die ganze Zeit, seinen Widersacher los zu werden, was aber nicht gelingt, da dieser meistens verwirrt irgendwo in der Gegend umher irrt.
Story Nummer 2:
Murdock hat gleichzeitig mit einem Reporter zu kämpfen, der über seine finsteren Machenschaften bescheid weiß. Er lässt ihn durch Bruno, seine rechte Hand, umbringen. Bei der Vertuschung wird Murdock unterstützt durch Kelvin, der wohl auch so was wie ein Gangsterboss darstellen soll, sich aber leider nur einen, schon für damalige Verhältnisse ziemlich klapperigen, Ford leisten kann. Gleichzeitig ist Collega Erik nach HongKong unterwegs. Erik hat einen permanent verschlafenen Streberblick, ist ausgestattet mit Übergroßer Brille, Überbiss und Überlippen-Rotzfänger, will aber die Mörder seines Reporterkumpels finden. Dabei trifft er allerlei Typen und Weiber, die man alle irgendwann nicht mehr auseinander halten kann, weil es einfach zu viele sind und alle gleich aussehen. Meistens rennt er weg oder hampelt rum, in der Hoffnung, dass es nach irgendeiner Kampfsportart ausschaut. Am Ende tritt er stilecht im gelben Bruce-Lee-Kampfanzug gegen Kelvin an, welcher eine Klippe mit einer Straße verwechselt. Murdock wird Jake überlassen und ziemlich unspektakulär erschossen. Bruno, der rechten Hand, werden hingegen ordentlich die Kronjuwelen zermatscht. Da fragt man sich, wer von allen Bösewichtern wohl am besten weggekommen ist.
Story Nummer 2 macht insgesamt den größten Teils des Films aus, spielt überwiegend in ein und derselben Wohnung, die uns mit Hilfe verschiedener Perspektiven als zwei unterschiedliche Niederlassungen verkauft werden soll. Erik (ich hab keine Ahnung, wie der Darsteller heißt… will es aber auch gar nicht wissen!) ist derart fehlbesetzt… das ist echt nicht mehr feierlich… unpassender geht es nicht. Vor allem, weil wohl ursprünglich so was wie eine Agentenstory erzählt werden sollte. Wenigstens reiht er sich mit seiner Talentfreiheit perfekt in die restliche Riege von Volldeppen ein.
Und das meine ich Storyübergreifend, denn in Story Nummer 1 sieht es nicht viel besser aus. Jake hat allerdings eine vorzügliche Gesichtskirmes auf Lager und Murdock, der Oberboss… also ich kann das nicht mehr in Worte ist fassen. Lest einfach mal folgenden Dialog und beguckt das Bildchen darunter.

Cobra: "Boss!"
Murdock: "Alles erledigt?"

Cobra: "Nein Sir, er konnte fliehen..."

Murdock: "Ich dachte du wärst ein Profi?"

Cobra: "Das bin ich auch!"

Bruno: "Vielleicht solltest du dein Messer zu Hause lassen und ein Gewehr benutzen!"

Cobra: "Hast du ein Problem, Bruno?"

Bruno: "Bist du mit deinem Messer genau so lahm wie mit deinem Maul?"


Purer Wahnsinn, denkt ihr?! Ihr liegt vollkommen richtig. Trotzdem vergingen die knappen 80 Minuten recht schnell, da es immer was Verrücktes zu bestaunen gab. Seien es Murdock und seine Recken, gleiche Synchronsprecher die für verschiedene Charaktere einfach nur die Stimmen verstellen, Dialoge wie Schläge auf die Nase oder schlichtweg die Handlungsorte. Dazu eine Erzählung, der man nur mit Mühe und Not folgen kann (zum Glück existiert ja eine Rahmenhandlung) und immer wieder Möchtegern-Kungfu-Gehaue und Messergewerfe und Pistolengeschiesse…

Fazit:
Ein Film, der sich schon auf Grund seiner Produktionsgeschichte (aus zwei mach eins) jenseits von Gut und Böse bewegt und eigentlich ein Verbrechen – ja geradezu eine Vergewaltigung des Mediums Film – darstellt. Und trotzdem dürfen solche Machwerke in unserer heutigen Filmlandschaft nicht fehlen, denn als mahnende Denkmäler einer vergangenen Epoche erinnern sie uns stets an die Grausamkeiten, zu denen der Menschliche Verstand (unter welchen Einflüssen auch immer) fähig ist.
Wenn ihr also auch mal wieder erinnert werden wollt, oder ganz einfach eure körperliche Resistenz, eure geistige Widerstandfähigkeit und eure Willenstärke testen wollt, dann zieht euch „War City Platoon“ rein. Für Opfer übernimmt die Trash-Academy wie immer keine Verantwortung und vergibt stattdessen 4 Köppe. Keine Sorge, es geht noch viel Krasser!


Russen Arnie


Was müssen meine entzündeten Augen da sehen?!
"PHANTOM KOMMANDO" - die Blaupause des 80iger Jahre Actionfilms - komplett geremaked von unseren russischen Nachbarn?! Hammer!!! Okay, ich gebe zu, ich hab schon von gehört, aber als ich dann den Videoclip (siehe unten) gesehen hab, ist mir doch glatt die Kinnlade runtergefallen!

HIER gibts noch ein paar mehr Bilder...
Übersetzung leider nicht möglich... ^^°

ofdb-Link

thx to Harry ;)

Avatar - 2 Minuten Hunting Clip

Gesetz der Rache

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Release: 2009


Butler vs. Foxx oder Death Wish meets Saw!

Bei einem Überfall werden Frau und Tochter von Clyde Shelton (Gerard Butler) brutal ermordet. Er selbst kann die Täter zwar identifizieren, aber das Justizsystem, vertreten durch seinen Anwalt Nick Rice (Jamie Foxx) macht der Gerechtigkeit leider einen Strich durch die Rechnung. Der Haupttäter kommt mit einem blauen Auge davon, Clyde ist fassungslos und Nick schert sich einen Dreck, weil er nur seine Verurteilungsquote im Kopf hat. 10 Jahre später ist Clyde wieder da. Die Jahre hat er auch gebraucht. Nicht für ein Auszeit oder einen kleinen Urlaub, sondern um ordentlich verrückt zu werden und seine Rache zu planen. Obwohl: Es ist mehr als Rache! Es ist Bestrafung! So nimmt er einen nach dem anderen auf Korn. Erst die Mörder seiner Familie und dann nach und nach alle, die irgendwie mit dem Fall zu tun hatten.
Aber er ist nicht der Punisher, sondern eigentlich nur ein Mordlüsterner Irrer, dem das korrupte System gehörig stinkt!
Und genau da liegt das Problem! Eigentlich sollte die Figur von Jamie Foxx im Rampenlicht stehen, eigentlich sollte der Zuschauer auf der Seite des Gesetzes sein, eigentlich hätte ich keine so großen Sympathien für Clyde Butler entwickeln dürfen. Dieser Charakter ist nämlich wirklich fies und böse. Selbstjustiz schön und gut, aber nachdem er eine Richterin und eine Reihe von Leuten abgemurkst hat, sollte auch der Letzte verstanden haben, dass da etwas in seinem Kopf nicht mehr stimmt. Problem an der Sache ist aber, dass Jamie Foxx seinem Gegenüber (zumindest in diesem Film) schauspielerisch völlig unterlegen ist. Ich konnte einfach nix mit seiner Figur anfangen. Ständig hinkt er seinem Widersacher einen Schritt hinterher, kriegt einfach nicht die Kurve, und nur damit der verdammten Gerechtigkeit genüge getan wird, fällt ihm per Zufall der entscheidende Hinweis in die Hände – what a twist!
Im Umkehrschluss war es also ganz einfach spannender, abzuwarten, wie wohl die nächste Person ins Gras beißen würde. Oder zuzuschauen, wie Butler das Justizsystem basht, seine wahnsinnige Intelligenz ausspielt und Foxx permanent in die Ecke drängt. Es hätte mich sogar gefreut, wenn Clyde seinen letzten Anschlag erfolgreich durchgeführt hätte und Nick samt Kapitol in die Luft geflogen wäre. Zwar kann Nick durch seinen Zufallstreffer den finalen Anschlag noch stoppen, trotzdem trägt der Racheengel doch noch einen Sieg davon. Denn letzten Endes greift Nick zu den selben Mitteln – nämlich der Selbstjustiz – um seinen Gegner kalt zu stellen… bzw. eher heiß, aber um das zu verstehen, müsst ihr schon den Film gucken.

Fazit:
„Gesetz der Rache“ ist kein schlechter Film, dass möchte ich gleich vorweg sagen. Die Handlung ist zwar keine Neuerfindung und es wird sich meiner Meinung nach viel an bereits funktionierenden Prinzipien bedient, trotzdem vergingen die ca. 100 Minuten dank der stetig steigenden Spannungskurve, der professionellen Umsetzung und natürlich wegen den gut aufgelegten Darstellern (wenigstens Butler) wie im Fluge.

Problematisch ist die Butler/Foxx-Beziehung, denn Gerald spielt Jamie hier in Punkto Coolness und Emotionen locker an die Wand. Auch ist mir nicht ganz klar, was Regisseur F. Gary Gray (Verhandlungssache) eigentlich wollte?! Auf der einen Seite wird die Selbstjustiz als Racheinstrument gut geheißen, dann kriegt er aber irgendwie Schiss, lenkt den Charakter auf die Wahnsinnige Schiene, hat dann aber nicht den Mumm, bis ganz zum Ende zu gehen, nur um damit auf dem Pfad der Tugend bleiben zu können. Ein brachiales und entlarvendes Ende hätte den Film womöglich länger frisch gehalten.

Wie auch immer (und auch wenn mich das alles etwas verwirrt hat… aber vielleicht sollte ich einfach nicht drüber nachdenken und einfach Butler weiter feiern, der so wie er ist auch weiterhin in so ziemlich jedes Genre passen wird), Chewieee und ich vergeben 3,5 Zimbelaffen – 2 für Butler, 0,5 für den rollenden Bombenentschärfungsroboter mit MG-Geschütz, EMP- und Raketenwerfer auf dem Friedhof und 1 Punkt für Colm Meanay, der egal in welcher Rolle für immer und ewig Chief Miles O'Brien sein wird... ja, Kinder, Star Trek kann manchmal wie ein Fluch sein! Und damit sollte der Gerechtigkeit ebenfalls genüge getan sein.

,5

PS: Chewieee hat übrigens eine ziemlich geile Feststellung gemacht! Gerald Butler sieht irgendwann wie ein alter fetter Toby Mcguire aus (Bilder werden nachgereicht, wenn irgendwie möglich). Da habt ihr gleich noch einen Grund, den Film zu gucken! :-D

Zitat of the Moment

"Guck mal, das ist ja cool: Meine Motivation rennt nackig durch den Garten!" - Meine Freundin zu einer neu gefundenen Gruppe im StudiVZ...

Ja, das trifft meine derzeitige Stimmung ziemlich gut. Hängt wohl mit der Jahreszeit zusammen... oder meiner Alkoholabstinenz... aber keine Sorge - das ändert sich auch wieder!

By the way: Ja, die Trash-Academy ist im StudyVZ zu finden. Nix MySpace, nix Youtube, nix Facebook! Also wenn ihr auch im Stalker-Verzeichnis angemeldet seit, kommt zur Trash-Academy! ;-)

2012

(klicke aufs Cover für mehr zerstörungswütige Infos)

Release: 2009


Unser Roland lässt mal wieder die Kacke dampfen! Diesmal gibt’s aber keine Universal-Soldaten, keine Aliens, keine Riese-Gummiexe, keine Megaeiszeit, keine wütenden Mammuts, sondern schlicht und ergreifend den Weltuntergang. Mit Erklärungen will sich unser Roland dabei gar nicht lange aufhalten, denn er hat gute Drehbuchschreiber rangeschafft, die zwar vorher nur Seifenoper-Dialoge geschrieben haben, dafür aber ziemlich günstig waren. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie sich schnell ihre eigene kleine naive Welt schaffen, in der man bloß nicht nach dem „Warum“ fragen sollte, weil sonst alles wie ein Kartenhaus zusammenfallen würde. Das Zusammenfallen überlassen wir dann lieber unserem Roland (und seinen 200 Millionen Dollar), der schon immer eine Zerstörungswut in sich hatte, von der Michael Bay bis heute nur träumen kann.
Aber zurück zum Anfang. Ein riesige Sonneneruption bringt irgendwelche Teilchen/Neutrinos/Dingsis in einem riesigen Wassertank in einer tiefen, tiefen Kupfermine irgendwo in Indien zum Lambada tanzen, wie das blubbernde Wasser eindeutig zeigt. Ziemlich schnell wird den Anwesenden klar, dass es in ein paar Jahren zu einer Erdkrustenverschiebung kommen wird und dass der glorreiche Präsident der USA schnellstens was tun sollte. Und er macht tatsächlich was! Ich glaube, ich verrate nichts neues, wenn ich euch erzähle, dass in China, in der tibetanischen Hochebene riesige Archen durch kleinen chinesischen Kinderhändchen gebaut werden. Ein Ticket kostet 1 Milliarde EURO, weil der Dollar auch im Jahre 2012 noch im Arsch ist. Doch die Katastrophe beginnt früher, als vorausgeahnt. Und so steckt Jackson (John Cusack) samt Ex-Frau, deren Freund, Kindern und Russen schon bald bis über beide Ohren im Schlamassel der untergehenden Welt. Als er jedoch von einem irren Radiomoderator von den Schiffen erfährt, beginnt eine abenteuerliche Reise nach China. Irgendwie muss es ja schließlich möglich sein, sich vor dem drohenden Untergang retten zu können.
Spätestens, als Jackson mit seiner Karre (einer Limosine) vor dem Haus der Ex vorfährt und die Erde zu beben anfängt, weiß auch der letzte Zuschauer, dass das Spektakel gleich beginnen kann… Und wie es beginnt. Das ist einfach unfasslich. Riesige Erdspalten, einstürzende Hochhäuser, einstürzende Highways, einstürzende… ach, es stürzt einfach alles ein! ALLES! Und jedes Mal entkommen unsere Protagonisten im letztmöglichen Augenblick. Der ausufernden Dramatik werden dabei keine Grenzen gesetzt! Das wird auch nicht besser, als ein Supervulkan im Yellowstone Nationalpark hochgeht, Lavabrocken durch die Luft fliegen, Asche über dem gesamten Land niedergeht, ein Flutwelle sämtliche Kontinente überzieht oder gleich ganze Städte im Meer versinken. Dieser ganze Bombast ist so dermaßen Over-the-Top, dass es einem die Schuhe auszieht, wobei ich sagen muss, dass es mir gegen Ende schon fast zu viel wurde. Pure Sinnesüberreizung bei völligem Realitätsverlusst - allerdings auch nur in the holy USA!
Da kann man schon fast von Glück reden, wenn die triefig-schnulzigen Szenen samt passenden, pathosgeschwängerten Dialogen schnell wieder den Wind aus den Endorphinsegeln nehmen. Keine Chance wird ausgelassen, um ordentlich mit der Emotionskeule um sich zu schlagen. Wie gesagt: absolutes Seifenoper-Niveau, vorgetragen von Darstellern, die sich allerhöchstens hölzern durch diese Szenen schlagen können. Überhaupt bleibenden die handelnden Personen bei dem ganzen Effektgewitter ziemlich hinter ihren Möglichkeit zurück bzw. können sich manchmal nur durch Overacting halbwegs glimpflich aus der Affäre ziehen. Unnötig gewordene Charaktere finden meistens ein schnelles Ende, was aber egal ist, denn eine Beziehung zu den Gestalten auf der Leinwand kann der Zuschauer wegen der vorgenannten Punkte eh nur schwerlich aufbauen und so muss man sich mitunter schon anstrengen, um die konstruiert-furchtbaren Schicksale der Leute zu bangen.
Bei wahren Trash-Freunden sorgt das alles schnell für entzückte Lacher, denn an der einen oder anderen Stelle sprüht dieser Schmonz gerade zu vor unfreiwilliger Komik. Zum Beispiel werden zu völlig unpassenden Momenten flache Witze gerissen, alle Ausländer in der deutschen Syncro sprechen mit einem lustigen Akzent (bei den Indern hört sich das standesgemäß knuffig und bei den Russen eher dämlich), Cusack glotzt die ganze Zeit Löcher in die Luft, Woody Harrison ist als irrer Radiomoderator voll in seinem Element und Danny Glover (Lethal Weapon 1 - 4) als Präsident ist sowieso ein Fall für sich. Als die riesige Flutwelle auf das Weiße Haus zu rollt und Danny so was wie „Ich komme nach Hause!“ (seine Frau ist bereits aus der irdischen Welt geschieden) blubbert, hörte ich ihn in meinem Kopf ganz deutlich etwas anderes sagen: „Ich werd’ zu alt für diesen Scheiß!“
Eins ist sicher: Die 200 Millionen US-Dollar sind eindeutig für die Effekte, und nicht für's Drehbuch draufgegangen. Der Schnulzfaktor nimmt genauso rasant zu, wie Rolands Zerstörungswut, und erreicht in der zweiten Hälfte gleich mehrere wahnwitzige Höhepunkte. Eine mit Brechen und Biegen zusammen geschusterte dramatische Szene jagt die Nächste, genauso wie eine Flutwelle der anderen folgt. Da wird’s am Ende schlimmer, als die Motivationsrede des Präsidenten aus Indepence Day (10 mal hintereinander). Es ist sogar noch Platz für ein (in meinen Augen völlig unpassendes und unnötiges) Happy-End, denn nach Aussage der Wissenschaftler ist die Zerstörung der Welt schlussendlich doch nicht so schlimm wie erwartet. So gondeln dann alle Überlebenden fröhlich nach Afrika, denn der Kontinent hat sich angehoben und wurde nicht überspült. Oder mit anderen Worten: Afrika hat wie immer nix mitbekommen, immer noch Bürgerkrieg!
Leute, ich hab nur einen einzigen Rat für euch alle, die ihr den Film noch nicht gesehen habt: Gebt euer Hirn vorher zum Pfandleier. Nachdenken lohnt sich vorne und hinten nicht, denn „2012“ ist die teuerste B- (ich möchte schon fast sagen Trash-) Produktion ever! Zerstörung, Vernichtung, Tot und Verderben + GZSZ-Dialoge, muffige politische Korrektness, Inkonsequenz undHappy-Happy-Alles-wird-Gut-Botschaft = verdammt gute, aber auch verdammt saublöde Unterhaltung, die irgendwie einen schalen Nachgeschmack hinterlässt. Unser Roland hat es jedenfalls mal wieder geschafft, alles das richtig zu machen, was er schon immer richtig machte und alles das falsch zu machen, was er ebenfalls schon immer falsch gemacht hat. Herzlichen Glückwunsch! Dafür gibbet von uns solide 3 Zimbelaffen.



PS: Ach du meine Güte, jetzt hätte ich ja beinahe die geradezu genialen Logiklöcher vergessen! Die sorgen nämlich für immens viele Kopfklatscher. Also noch mehr, als der Film sowieso schon verursacht. Weil ich jetzt aber zu Faul bin, alle aufzuzählen – Nein – eigentlich weil sich Tumulder schon die Mühe gemacht hat, ein paar PLOTHOLES niederzuschreiben, verlinke ich einfach seinen Beitrag. ;-D


PPS: Und noch mal ein kleines Video, dass so schon mal hier zu sehen war, nach Sichtung des Endproduktes für mich persönlich allerdings noch mehr an Aussagekraft, Bedeutung und Coolness dazu gewonnen hat:

KICK ASS


Ich hab keine Ahnung von dem Comic, weil ich auf der Schiene generell nicht viel Ahnung habe, aber dieser Trailer kickt wirklich ziemlich ass! Das ist ein scheiß-deutsch, dafür entschädigen aber die nachfolgenden bewegten Bilder:



QUELLE
thx to harry

22 Bullets

...das klingt besser als "L'immortel", ist aber auch egal, sieht nämlich egal mit welchem Namen nach einem Rachefilmchen mit Jean Reno aus!

"The only man who would dare to try to kill him just made one mistake: he failed."

Tja, Jean Reno kann man eben nicht einfach abknallen und wir hoffen das Beste!



QUELLE
thx to harry

Jan Tenner - Special



„Bewegung ist nicht alles!“ sagte schon Ron Jeremy. Auch die Ohren können eine große Rolle spielen (was er wiederum nicht sagte). Oder anders ausgedrückt: Trash und Wahnsinn, Faszination und Entsetzen muss man nicht unbedingt nur mit den Augen aufnehmen. Man kann sie auch hören!

Wahnsinn hören? Wie soll das denn gehen? Ganz einfach! Besorgt euch lediglich die 46 Folgen umfassende Hörspielserie „Jan Tenner“ und ihr habt den ersten Schritt hinab in die Welt des Hörspiel-Trash’s getan.

Wie jetzt? Ihr kennt Jan Tenner nicht??? DEN Jan Tenner! Ein junger, durchtrainierter, gutaussehender, aber leider durchweg drogensüchtiger Student, der keine Chance auslässt, um sich von seinem Mentor Professor Futura mit den neusten Designerdrogen vollpumpen zu lassen? Jan Tenner, der ständig auf Haarsträubenste Art und Weise seine Heimat Westland rettet, um seiner ebenfalls gutaussehenden Kollegin Laura zu imponieren. Jan Tenner, der vor Optimismus nur so sprüht, dass es schon an Naivität grenzt und trotzdem mit immer wieder aus dem dicksten Schlamassel entkommen kann.

Wenn der Osterhase durchdreht - Jan Tenner im Kampf gegen Amok-Eier!

Aber Tenner ist nicht allein, denn wie schon angedeutet hat er noch ein paar gute Freunde, mit denen er abends gerne um die Häuser zieht, ein Bierchen trinkt, abhängt oder eben nebenbei die Welt rettet.
An erster Stelle hätten wir da Professor Futura, der intelligenteste Mensch der Welt, der ein Serum erfunden hat, welches z.B. Mücken in Elefanten verwandeln kann. Aber man wird davon auch unsichtbar, superstark oder superklein. Man kann fliegen, teleportieren, Gedanken lesen und vieles mehr. Ganz nach dem Motto: Neue Folge, neuer Stoff!

Ihm zur Seite steht Laura, die hübsche Assistentin, die eigentlich immer nur dazu da ist, rum zu quieken oder zu sagen, dass Jan sich nicht in Gefahr begeben soll und ihn schließlich immer wieder begleitet, nur um anschließend von ihm gerettet zu werden. Naja, ganz so schlimm es nicht, aber die erste Assistentin des Profs – Tanja – war so. Leider ist sie nach einem missglückten Selbstversuch in Tiefschlaf versetzt und durch Laura ersetzt worden. Böse Zungen behaupten, ihre Nachfolgerin hätte etwas damit zu tun gehabt.

Das Militär wird durch General Forbett vertreten. Er ist Soldat durch und durch. Erst schießen, dann fragen, lautet seine Devise und des Öfteren hätte er schon gerne den ein oder anderen Kontinent mit Atomraketen beschossen, nur weil dort ein paar Außerirdische gelandet sind. Außerdem ist er ein Mann des Volkes und wirkt manchmal ein bisschen wie der Dorfsheriff. Wenn irgendein Farmer mitten in einem degeneriertem Hinterwäldchenstädtchen seinen Sohn verwisst, kann er sich beruhigt zu jeder Zeit persönlich an den General wenden und sich gewiss sein, dass er schon bald mit Jan, Laura und dem Professor angerollt kommt.

Als zusätzlichen Begleiter erhalten die Vier später den Supercomputer „Mimo“, welcher der Bordcomputer des Silbervogels ist – ein erbeutetes Raumschiff. Mimos Lieblingsbeschäftigung ist rum moppern, Befehle verweigern und überhaupt irgendwie meistens sein eigenes Ding zu machen. Kurz: Manchmal ziemlich nerviger Elektroschrott, den alle aber irgendwie mögen.


Abenteuer gibt es viele, Logik eher weniger!

Wie schon erwähnt, lebt Tenner in Westland. Das ist so eine Art Superstaat, denn außer Westland gibt es nur noch Europa. Entweder hat der General also alle anderen Länder weg gebombt, oder der Weltfrieden hat neue Dimensionen erreicht. Ehrlich gesagt, tippe ich aber auf ersteres, denn innerhalb Westlandes scheint es nur ein paar wenige Städte zu geben und alles ist in wenigen Stunden mit dem Auto zu erreichen…

Müssen die Abenteuer zunächst noch auf der Erde bestritten werden, geht es in späteren Folgen ab ins All. Erst mit Raumsonden, die mit einem nicht näher bezeichneten Superantrieb ausgerüstet sind, dann mit einem erbeuteten Raumschiff eines feindlichen Volkes, welches über viele Episoden hinweg die Menschheit bedroht (also die Aliens, nicht das Raumschiff!). Die Wesen dieses Volkes – Leonen genannt – haben vier Arme und einen Löwenkopf, wollen das gesamte Uran der Erde für sich erbeuten und lassen sich dafür allerhand fiese Tricks einfallen. Außerdem haben es Tenner & Co noch mit dem wahnsinnigen Professor Zweistein zu tun, der zwar verdammt diabolisch lachen kann, sonst aber ein ziemlicher Loser ist. Seine selbst bezeichneten Wasserdichten Pläne können in der Regel schnell und unkompliziert oder durch schlagkräftige Argumente vereitelt werden.
Logik spielt meistens keine große Rolle. So werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse meistens auf pure Behauptungen gestützt, als auf aussagekräftige Beweise. Aber wer braucht schon Beweise, wenn sowieso immer den richtigen Riecher hat. Als z.B. radioaktive Strahlung in einem Berg gemessen wird, vermutet Tenner, dass es sich um eine vorzeitliche Station handeln könnte, deren Erbauer schon lange weg sind und die jetzt von einem Computergehirn gesteuert wird. Die Strahlung wird durch eine künstliche Sonne erzeugt und außerdem könnten dort Wesen aus der Urzeit in Tiefschlaf vorsetzt worden sein… Was soll ich sagen: Er hatte recht!!!

Das Beispiel ist natürlich extrem übertrieben, aber so ungefähr kann man sich in der Serie die allgemeinen Schlussfolgerungen vorstellen. Ist natürlich auch ne Möglichkeit, lange wissenschaftliche Studien zu umgehen, damit sich die Laufzeit einer Episode (Kassette… das waren diese eckigen Dinger mit Magnetband… manche erinnern sich vielleicht noch daran) nicht aus versehen von ca. 45 Minuten auf 4.500 Minuten aufbläht.

Jan Tenner - die fliegende Kanonenkugel!

Bei all der naiven Unschuld, welche jede einzelne Folge in gewissen Momenten versprüht, so muss man der Serie doch ein paar Dinge zu gut halten: Abwechselung und Kontinuität zum Beispiel.
Beschränken sich die anfänglichen Episoden auf abgeschlossene Handlungen, geht man bald dazu über, einen verknüpften Handlungsstrang zu verfolgen. Geschehnisse bauen plötzlich auf einander auf, bis es sogar zu einer mehrere Folgen dauernden Jagt nach dem Stein der Macht kommt. Auch danach gibt es immer wieder Folgen, die unmittelbar zusammenhängen. Gleichzeitig entwickelt sich Westland ebenfalls immer weiter. Gibt es am Anfang kaum Raumfahrt oder ähnliches, verfügt der General gegen Ende über einen Raumhafen, mehrere Superlaserkanonen oder eine Mondbasis. Für eine Hörspielserie aus den späten 80igern ganz und gar unüblich.

Gleichzeitig kann man sagen, dass es nur wenige Folgen gibt, die durchwachsen daherkommen. Natürlich sind manche vom Aufbau her einfach nur doof geraten, trotzdem kann man den fleißigen Schreiberlingen (manche haben übrigens auch Perry Rodan Storys geschrieben) eine blühende Fantasie nicht absprechen. Es gibt mutierte Riesenadler, gefährliche Weltraumpflanzen, durchgedrehte Supercomputer, Puppenplaneten, Steinzeitseuchen und vieles mehr. Dem Einfallsreichtum waren keine Grenzen gesetzt. Da wurde auch gerne mal auf schwarze Magie zurückgegriffen, wenn der Pott mit den Sci-Fi-Ideen gerade leer war. Egal, abwechselungsreich ist es am Ende immer irgendwie geworden.

Zimperlich waren die Episodenschreiber übrigens auch nicht. Es wird natürlich nicht explizit erwähnt, aber gerade zum Serienanfang gibt es fast keine Folge ohne Toten (und wenn es nur ein totes Kaninchen ist). Außerdem werden auch gerne mal ganze Städte in Westland verwüstet, in bester Godzilla-Manier dem Erdboden gleich gemacht oder gleich ganze Planeten vernichtet. Sehr ungewöhnlich für eine Kinderserie!

Jan Tenner – eine Hörspielserie, die ich als Kind liebte und die ich nie ganz vergessen konnte. Natürlich ist es eine Kinderserie und natürlich gibt es deswegen eine Menge Logikfehler, aber wer es schafft, diese Tatsachen mal kurz beiseite zu schieben und das Kind in sich heraus zu lassen, der wird bestimmt begeistern werden. Wir können das und deswegen gibt’s auch glanzvolle 5 Zimbelaffen!




Paint-O-Movie VIII

Dieses Rätsel wurde gelöst.

Natürlich handelt es sich um "Predator"!
Herzlichen Glückwunsch an Tumulder, der sich nebenbei für den Wunschfilm "Galaxina" entschieden hat.



Neuer Monat, neues Glück!


Sagt uns, welchen Film wir suchen und werdet mir einer Überraschung... überrascht. Der Gewinner darf sich nämlich einen Film aussuchen, den unsere freien Mitarbeiter Jack Logan und Sam Burton begutachten und natürlich dann auch besprechen werden (müssen). Na, ist das nichts?! Na?! Naaaaaaa?! Also volle Energie und fertig ist die Ramrod-Infantrie! ;D


Oh, ganz vergessen. Natürlich haben wir eine kleine Vorauswahl getroffen. Zur Wahl stehen für den glücklichen Gewinner folgende Perlen:

- Robo Vampire, Galaxina & KungFu Kanibalen