R E D

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Release: 2010


Es folgt ein ausführlicher Bericht zum Film von unserem Teammitglied - Lord.

Lord... was'n das eigentlich für ein Name? Gibts da keinen Nachnamen? Wollte ich den schon immer mal gefragt haben... Lord... Lord Voldemort oder wie der heißt, oder Lord Helmchen... Lord von und zu Vandewegwerf... Vielleicht war ein Nachname aber auch teuer. Obwohl... so teuer sind Googlekonten ja nun auch wieder nicht... hmmm....
"Der Film war wirklich toll. Witzig, Actiongeladen, urige Charaktere und eine Story, der man gut folgen konnte. Bruce Willis überspitzt geschickt die Merkmale seiner Paraderolle als knallharter Kerl und John Malkovic ist sowieso herrlich überdreht. Eine dicke Prise schwarzer Humor und Selbstironie gesellt sich stets zu den handelnden Figuren, was dem Szenario durchweg gut tut.

Da ich aber den frühen Tod (und die viel zu geringe Screentime) von Morgen Freeman etwas zwiespältig sehe, gibt es 4,5 Zimbelaffen von mir!" gez. Lord

,5

The Peacekeeper

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Release: 1997

aka. Red Zone


Mitte der 90iger Jahre wurde Herr Lundgrens Vertrag an Nu Image/ Millenium überschrieben, dieser kleinen Filmschmiede, welche sich erst mit B-Actionern und mittlerweile auch mit Kinoware wie z.B. Rambo oder The Expendables in der Branche der Feuerbälle und MG-Salven etabliert hat. Für seinen ersten Film unter neuer Flagge sollte der Neuling Frederic Forestier die Oberverantwortung bekommen. Dieser Knilch drehte unter anderem auch den „Oberkracher“ Astrix bei den olympischen Spielen… eh, jaaah...

Wie auch immer: Dolph spielt Major Frank Cross, der unter Einsatz von Stock Footage Reissäcke über einem Land abwirft, in dem Reissäcke gebraucht werden. Sein Chef findet das scheiße, die Presse ganz und gar toll und deswegen darf er von nun an auf den Football aufpassen – diesen kleinen schwarzen Koffer, von dem aus der Präsident der US of A (Roy Scheider Ladys and Gentlemen) per Fernzündung alle Atomraketen abfeuern und die Welt in atomare Wüste verwandeln kann. Doch direkt am ersten Tag geht die Sache gründlich in die Hose. In seinem Appartement wird er überfallen und ohne Koffer vom Balkon geworfen. Auch nach einer ordentlichen Verfolgungsjagd in einem Taxi über die Dächer der Stadt kann er daran nichts ändern. Stattdessen schleicht er sich mit erbeuteter Uniform und Gasmaske unter die Reihen der Terroristen und fliegt mit ihnen unterkannt in ein kleines Raketensilo mitten im Nirgendwo, dass eigentlich genau an diesem Tage eingemottet werden sollte. Nachdem sich Cross mehreren Terroristen entledigt, den Kommandanten der Einrichtung kennen gelernt und der Bösewicht diverse Denkmale Amerikas atomisiert hat, kann er in gewohnter Stirb-Langsam-Manier die letzte Rakete stoppen und die Menschheit vor dem Untergang bewahren.
Dolph geht durchs Plakat

So flapsig wie die Zusammenfassung ist „Red Zone“ zum Glück nicht. Im Gegenteil sogar, denn es gibt einiges zu sehen. Schon nach ein paar Minuten beginnt die erste Jagd nach dem Koffer und die ist nicht schlecht inszeniert. Von einem Parkhaus aus geht es über die Dächer der Stadt. Häuserschluchten werden übersprungen, Werbetafeln durchstoßen und Haussimse zerrissen, bis Dolphs Karre wie Schweizer Käse ausschaut. Das ganze geht über mehrere Minuten und ist derart schick in Szene gesetzt, dass ich als eingefleischter B-Movie-Fan das dicke Grinsen in der Fresse hatte.

Leider schien Forestier dann aber die Kohle auszugehen, denn die zweite Hälfte des Films, welche komplett in dem Raketensilo spielt, ist längst nicht mehr so schauwertlastig. Hier fällt auch das erste Mal der billige Look des Streifens auf, der nur notdürftig durch den dunklen Blaufilter verdeckt werden kann. Darüber hinaus gibt’s im Silo zwar noch jede Menge Feuergefechte und Prügeleien mit den Bösewichtern, so richtig in Schwung will die Angelegenheit aber nicht mehr kommen. Liegt vielleicht auch daran, dass es ziemlich nach „Stirb Langsam“ müffelt… und zwar nach der 100tausensten Verwurstung.
"Hallo Roy... was ist dein Lieblingshorrorfilm?"

Lundgren selbst ist wie gewohnt bei der Sache. Ich war ja schon immer der Meinung, dass er stets ein Opfer der Drehbücher/Regisseure war und nie Opfer seiner Motivation. Zwar benutzt er hier auch nur zwei Gesichtsausdrücke (Grimmig & verschmitzt Lächelnd), bemüht sich aber dennoch um ein gewisses Engagement. Das kann man von Oberbösewichtdarsteller Michael Sarrazin (bis auf den Nachnamen kommt mir an dem nix bekannt vor) nicht gerade behaupten. Ja, er spielt ne racheerfüllte, tragische Rolle… und ja, er atomisiert gerne Denkmäler… aber deswegen ist muss er noch lange nicht furchteinflößend wirken. Entsprechend unspektakulär ist dann auch sein Abgang. Genau so siehts bei Roy Scheider aus, der sich offensichtlich voll und ganz über seinen Rolle in einem B-Actioner bewusst war und diese Tatsache mit so viel Ehre trug, wie unter gegebenen Umständen möglich war. Hätten wir da noch den Typen, der den Silokommandanten spielt, wobei es da nicht viel zu sagen gibt. Er reißt pseudophilosophische Sprüche, er lässt sich anschießen, er funktioniert als zweckdienlicher Sidekick. Völlig unnütz wirken die Szenen mit Cross’ Frau und Sohn. Das trägt weder zur Story, noch zum Humor bei und einfach nur belangloser Lückenfüllerscheiß… und dann dieser Blödsinn mit dem Kerl, der die ganze Zeit auf dem Aufzug hockt und mit dem Stimmenmodulator rumspielt…
~Fly like a bullet in my head - Fly like a bullet in my body~

Fazit:
Die Story kann man bei einem Produkt dieser Güte wie immer selbstverständlich großzügig ignorieren und stattdessen am besten einfach hinnehmen. Dafür sollte man lieber die für B-Movie und DTV Verhältnisse ziemlich schick inszenierte Action genießen. Dolph fliegt mit Autos über Häuserschluchten und macht den McClane im Raketensilo - und zwar immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen und mit der nötigen Portion Brutalität. Für Fans des langen Schweden auf jeden Fall empfehlenswert, der durchschnittliche Actionfan kann mal einen Blick riskieren, alle anderen Heinis gucken sich lieber noch mal eine Michael Bay Gurke an! 3,5 Köppe

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Zitat of the Moment

Nachdem ich mich mal wieder bei den derzeitigen Wetterverhältnisses von links nach rechts durch das gesamte Ruhrgebiet und wieder zurück gequält habe, traff ich bei meiner Heimkehr meinen Nachbarn in Rente, der den Schnee vor seinem Haus beiseite bürstete. Kaum war ich erschöpft und genervt aus meinem Auto gefallen, da stand er auch schon freudestrahlend vor mir und begrüßte mich:

"Naaaaa, wie STAUT's aus?"

Jeder, der tagtäglich das Verkehrschaos im Pott mitmachen muss, wird sich denken können, wie ich auf diesen saublöden Witz reagiert habe...

Jedenfalls kann der mann im Marienhospital in der Innenstadt besucht werden. Die Ärzte wissen noch nicht, ob er jemals wieder laufen wird, aber seine Finger kann er schon wieder bewegen. Ein paar Wochen aus der Schnabeltasse trinken wird er aber noch müssen. Tja...

R.I.P. Leslie Nielsen


Holy crap... Leslie Nielsen is dead...

Am 28.11.2010 verstarb Nielsen im Alter von 84 Jahren.

Vor allem dürfe uns die alte Silberlocke aus den Komödien "Die nackte Kanone 1-3" bekannt sein, aber auch Werke wie "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug", "Dracula - Tot aber glücklich" oder "Sehr verdächtig" dürfen nicht vergessen werden. Wie kaum einer anderer prägte Nielsen mit diesen Spaßfilmen die 80iger und 90iger und bis heute sorgen seine Komödien für viele Lacher unter den Zuschauern. Vor allem seine stets ernsthafte Spielweise in den absurdesten Situationen und verrücktesten Gags machte seinen Humor und seinen Charme aus. Und jeder, der von sich behauptet, einen guten Sinn fürHumor zu haben, sollte mindestens ein Zitat aus einen Werken im Kopf haben. Das ist nämlich Pflichtprogramm!


R.I.P




Und für alle, die tatsächlich keine Nielsen-Zitate kennen, hier eine kleine Auswahl:
Verkäuferin: "Soll das eine Festnahme sein?"
Frank: "Nun ja, ich würde sie auch sanft nehmen!"
"Wie ein Blinder beim Gruppensex würde ich mich langsam an die Sache herantasten müssen."
"Es stimmt schon, was man sagt. Bullen und Frauen passen nicht zusammen. Das ist als würde man einen Löffel Rohrfrei essen... natürlich reinigt es einen, aber tief im innern wird alles hohl."

Predators vs. Terminators

Gleich zwei Fortsetzungen bekannter Vorlagen musste ich vor kurzem dringend nachholen. Zum einen gabs da die fiesen Jäger aus dem All und zum anderen die fiesen Metallköppe von der Erde. Auf den ersten Blick haben beide Filme nichts mit einander zu tun, aber wenn man genauer hinschaut, finden sich doch noch ein paar Gemeinsamkeiten:
1. Beide Streifen setzen die Geschichten vergangener Actionblockbuster fort.
2. In beiden Filmen steht die menschliche Spezies ganz oben auf der Abschussliste
3. Arnold Schwarzenegger konnte sich in der Hauptrolle durch die Vorgängerfilme rocken
4. Beide Teile wurden in der Regel höchstens als Durchschnittlich bewertet, von manchen Fans auch gerne regelrecht zerrissen.

Doc Savage von der Trash-Academy kam somit nicht drum rum (nachdem er schon ums Kino wegen den schlechten Bewertungen einen großen Bogen gemacht hatte), die Produktionen im Heimkino schlussendlich doch noch zu begutachten. Und weil der Doc aber gerade nicht so in Schreiblauen ist, folgen jetzt zwei kleine Kurzbesprechungen. Hatten wir hier so nämlich auch nicht oft!


Predators:
Von Robert Rodriguez produziert, mit bekannten Gesichter gespickt (allen voran die Titelgebenden Figuren) und von einem bisher ziemlich unbekannten Regisseur erschaffen, will „Predators“ an den ersten Teil anknüpfen. Das heißt allerdings auch, dass er sich direkt mit Arni und den 80iger Jahren messen muss und diesen Kampf verliert er leider auch.

Wobei der Streifen alles andere als schlecht ist! Die Idee um die Spezies der Predators wird konsequent weitergeführt und das Franchise eine wenig aufgepeppt, was nette Sideeffects mit sich bringt (z.B. die „Hunde“). Das Dschungelsetting verbreitet eine ganz eigene Atmosphäre, die sich gerade zu Beginn – in der ersten Hälfte – auf den Zuschauer überträgt. Es wird klar, das hier ist kein gemütlicher Urlaubsort, sondern wilde, unberührte Natur.

Auch mit den meisten Darstellern kam ich gut zurrecht, wobei eigentlich von Anfang klar war, wer Kanonenfutter ist und wer überleben wird. Trejo und Fishburn hätten trotzdem etwas mehr Screentime bekommen können. Was den Film aber wirklich am laufen hält, ist die Action. De Regisseur hat vielleicht so seine Probleme mit ruhigeren Szenen, aber dafür ein gutes Auge für effektvolles Feuerwerk.
Leider geht in der zweiten Hälfte (ab Ankunft in Fishburns Behausung) irgendwie der Drive verloren. Es kommt zu einem abrupten Stillstand des Themas – die permanente Flucht vor den Jägern – und mit einem Mal wollte man wohl mit aller Macht den Showdown erzwingen. Dieser Übergang hätte fließender sein müssen, lässt er doch die mittlerweile hoch angestiegene Spannungskurve plötzlich tief abfallen.

Um den Film jetzt irgendwie in die Reihe einzuordnen:
Er ist auf jeden Fall auf einer Höhe mit dem zweiten Teil. Vielleicht noch einen Ticken drüber. Er ist auf jeden Fall besser als die beiden AvP-Filme. Nur an das Original kommt er noch lange nicht heran. Das werden aber sicherlich auch kommende Fortsetzungen nicht schaffen. 4 Köppe


Terminator 4:
Weil Schwarzenegger noch mit Umweltschutzgesetzen in Californien beschäftigt war, konnte er im vierten Teil leider nicht mehr mitspielen (nicht direkt). Dafür darf sich Christian Bale als der Anführer einer Widerstandstruppe – John Connor – mit den Maschinen herumprügeln. Mit Zeitreisen ist hier auch nix mehr, denn die Welt liegt (wie im dritten Teil ja bereits gezeigt) in Schutt und Asche. Das Ziel der Maschinen ist allerdings immer noch das gleiche: John Connor töten, Kyle Reese töten(1. Teil, Vater von Connor, hier gerade erst volljährig… Zeitreisen… komplizierte Sache…), den Widerstand vernichten, Menschheit ausrotten… same shit, different time.

T4 lebt fast ausschließlich von seinen zahlreichen bombastischen Actionszenen. Alle paar Minuten explodiert etwas, jemand schießt wild um sich, jemand wird erschossen, jemand sprengt etwas in die Luft, Etwas sprengt jemand in die Luft usw. Für mich als Actionfreak war das kein großes Problem. Hirn aus, Spaß an und zwischendurch gabs noch ein paar Wiedererkennungswerte inklusive computeranimierter nackter Arni. Die Story ist dabei nicht mehr als ein plumpes Grundgerüst, das die Hauptdarsteller von einer Explosion zur nächsten hetzen soll. Hier und da haben sich zusätzlich noch erschreckende Logikfehler und Dümmlichkeiten eingeschlichen. Ich möchte da nur mal an die „Helikopter schwebt über Wasser“-Szene erinnern.

Selbst wenn die Verantwortlichen auf ihre PG13 (FSK16) Freigabe verzichtet hätten (um diese zu erreichen, wurden nämlich unter anderen diverse Szenen verändert und auf ein negatives Ende verzichtet), wäre das Drehbuch trotzdem nicht besser geworden. Von der totalen Farblosigkeit der handelnden Figuren mal ganz abgesehen.

Was bleibt ist also eine Actionszene nach der anderen. Zumindest hier kann man McG (Drei Engel für Charlie) nichts vorwerfen. Feuerball an Feuerball zu reihen reicht jedoch nicht aus, um einen 200 Millionen US-Dollar teuren Film über die Laufzeit von knapp 2 Stunden zu tragen. Da hilft nur ein: Hirn abschalten, Bombast genießen, Schwachsinn verdrängen. Viel wird im Gedächtnis sowieso nicht hängen bleiben. 3 Köppe

Die Blechpiraten

(für mehr Blechschäden klicke aufs Cover)

Release: 1974

Originaltitel: Gone in 60 seconds

Ja genau, DAS Original von diesem Cage/Jolie Dingen!


Eigentlich arbeitet Maindrain Pace als Gutachter für eine große Versicherung, nebenbei dreht er allerdings jede Menge krummer Dinger. Zumeist dreht sich dabei alles um das Klauen von Autos. So auch in seinem neustem Job, bei dem er 48 Karossen aus allen Sparten für 2 Millionen Dollar binnen ein paar Tagen zu den Docks schaffen soll. Alle Wagen mit Decknamen versehen, macht er sich so gleich zusammen mit einer Truppe an die Beschaffung. Keines der Wägelchen stellt große Probleme dar, bis auf eines: Eleanor, ein gelber 1973er Mustang Mark 1. Genau mit diesem verheddert sich Maindrain zum Schluss des Films auch in einer furiosen und halsbrecherischen Verfolgungsjagd. Was tut man nicht alles für einen gut bezahlten Job…
Das ist es also: Gone in 60 seconds! Das Original! Leider nicht nur ein Grund für große Lobeshymnen: Wir haben es hier mit einem Filmvehikel aus dem Jahr 1974 zu tun, also aus einer Zeit, in der solche Car-Crash-Movies sehr beliebt waren. Mit viel Blödelhumor und ohne viel Tiefgang sollte möglichst viel Blech verbeult werden. So waren auch hier dem Regisseur, Drehbuchschreiber, Produzenten, Hauptdarsteller und Stuntfahrer in Persona – H.B. Halicki – die Begriffe Spannung und Dramatik offensichtlich völlig fremd. Bis zur dicken Verfolgungsjagd am Ende plätschert der Film leise vor sich hin, fliegt gerade zu am Zuschauer vorbei. Kommt es mal zu ein bisschen Spannung, wird diese entweder mit völlig unpassender Country-Mukke oder mit lächerlichen Slapstick-Einlagen nieder gemacht. Die Handlung folgt dabei nur einem sehr, sehr groben Rahmen und einen Bezug zu den handelnden Personen kann man wegen den schauspielerischen Totalausfällen auch nicht aufbauen. So muss man sich rund 45 Minuten um die Ohren schlagen, bis man endlich dort angekommen ist, wo man schon die ganze Zeit hinwollte: Bei der längsten Verfolgungsjagd der Filmgeschichte.

Tatsächlich geht diese nämlich fast so lange, wie der ganze Handlungsmüll vorher (fast 40 Minuten) und entstand über mehrere Städte hinweg. Halicki setze sich dabei selbst hinters Steuer seiner Eleanor und improvisierte, was das Zeug hielt. So gibt es zu Beispiel einen Unfall auf einer Brücke und mehrere heran brausende Einsatzwagen. Geplant war das nicht, aber Halicki hat es einfach filmen lassen und später in die Jagd eingebaut. An anderer Stelle verliert er kurz die Kontrolle über seinen Mustang und wickelt sich mit 100 Sachen (mph!!!) um einen Telefonmast. Die Dreharbeiten mussten bis zu Halickis Genesung unterbrochen werden, aber zurück am Set war seine erste Frage, ob alles im Kasten wäre. Von diesen Fast-Katastrophen gibt es noch einige mehr im Endprodukt zu sehen, was gerade dieser finalen Jagd eine wahnsinnige Authentizität gibt.
Da der Film komplett aus eigener Tasche finanziert wurde, musste Halicki die Kosten außerdem steht’s niedrig halten. Alle Stuntwagen gehörten ihm selbst, gedreht wurde teilweise in seiner eigenen Werkstatt, in der er nebenbei immer noch ganz normal Autos reparierte, um wieder Geld in die Kasse zu bekommen. Zusätzlich engagierte er echte Feuerwehrmänner, Sanitäter oder Polizisten. Teilweise wusste sogar die Passanten auf den Straßen nicht, was gerade vor sich ging. Es gibt z.B. eine Szene, bei der ein Mann von Polizisten an einer Tankstelle festgenommen wurde. Blöd nur, dass dort gleichzeitig eine Bikergang halt machte. Diese äußerten dann auch gleich ihren Ummut über die Verhaftung eines vermeintlich Unschuldigen.

Wenn man also berücksichtigt, dass die meisten der handelnden Personen entweder aus dem öffentlichen Dienst oder direkt aus Halickis Verwandtschaft rekrutiert wurden, kann man Ihnen auch das nicht vorhandene Talent verzeihen. Das einen die Handlung völlig kalt lässt oder man ihr manchmal nur schwer folgen kann, ist dem quasi nicht vorhandenen Drehbuch geschuldet, denn zum Drehbeginn standen nur ein paar wenige festgelegte Dialogzeilen fest. Der Rest war komplett improvisiert. Zwar kann das die total spannungsarme Inszenierung nur bedingt entschuldigen, aber zumindest relativiert sich mit diesem Wissen der eine oder andere grobe Schnitzer und der vielleicht aufkommende Unmut beim Zuschauer.
Fazit:
Wäre auf der DVD nicht dieses informative Vorwort gewesen, in welchem dem Zuschauer die vorgenannten Produktionsumstände erklärt worden, ich hätte sämtliche Handlungsszenen glatt weggespult. Langwierig, unübersichtlich und unspannend zieht sich die erste Hälfte. Trotzdem muss man Halicki seine einfache und gleichzeitig einfallsreiche Idee zu gute halten. Spätestens wenn Halickis Charakter dann aber aus seinem Mustang zu den Cops hinüber schaut und mit einem Kommentar zu seinem heutigen schlechten Horoskop das Gaspedal durchtritt, wird auch der Zuschauer wieder wachgerüttelt. Was folgt ist eine irrsinnige Verfolgungsjagd durch mehrere Städte, bei der man für die erste Hälfte mit Blechschäden im Sekundentakt entschädigt wird.

Man sollte sich bereits im Vorfeld darüber bewusst sein, dass das Original nichts mit dem Remake aus dem Jahr 2000 zu tun hat. Wer das Remake mag, wird mit diesem Film hier wahrscheinlich nichts anfangen können. Denn wo das Remake ein ersetzbares Hochglanzvehikel nach Hollywood-Maßstäben ist, ist das Original dank Halicki’s tollkühner und grundehrlicher Inszenierung halsbrecherischer Stunts zu einem Klassiker geworden und Halicki konnte allen zeigen und beweisen, dass er seinen Spitznamen – The Car Crash King – zu recht trug! 3,5 Köppe

.5

Wer mehr über den Streifen und seinen Regisseur wissen will, der guckt am besten in die üblichen Quellen (z.B. HIER).



Attack of the Indian Werewolf

Weil ich ja mit meiner voreiligen Behauptung, DAS HIER wäre ein Bollywoodstreifen, in den Kommentaren ziemlich nieder gemacht worden bin *hust, hust*, möchte ich das mit diesem Beitrag wieder gut machen.

Nein, Spaß beiseite, ich hab einfach nur eine riesen Freude daran, unsere kleine Lesergemeinde zu quälen! In diesem Sinne:

THIS IS MADNESS!

NO... THIS - IS -BOLLYWOOD!!!!!


Death Race 2


Vor zwei Jahren durfte Jason Statham noch als Frankensteinersatz hinter Lenkrad und ordentlich Gas geben (wir berichteten). In dem Vehikel von Paul W.S. Anderson rauchten die Mündungsrohre der vor Waffen starrenden Todeskarren und die Action machte ordentlich Laune.

Daran hatte PWSA offensichtlich derart viel Spaß, dass er sich gleich als Produzent einer Fortsetzung hergab. Ne, halt, keine Fortsetzung, sondern ein Prequel. Die Story lässt sich dabei in einem Satz festhalten: Typ kommt ins Gefängnis, weil er (angeblich) einen Cop getötet hat und muss dort als Frankenstein - der Publikumsliebling - am Death Race teilnehmen. Okay, same shit, differt movie... but we don't care! ;-)

Die Hauptrolle besetzt Luke Goss (Hell Boy 2, Bad guy bei Mercenary for Justice) . Als Regisseur zeichnet sich Roel Reiné verantwortlich, der mit The Marine 2 einen ganz passablen B-Actioner ablieferte. In den Nebenrollen dürfen übrigens Danny Trejo, Vingh Rames und Sean Bean bestaunt werden, was dem Film eigentlich nur gut tun kann.

Was mich jetzt allerdings ziemlich anpisst, ist die Tatsache, dass der Trailer zur Hälfte aus Szenen des ersten Teils zusammengebaut wurde. Jedenfalls sieht mir das ganz verdächtig danach aus... Hoffen wir einfach mal, dass die endgültige Qualität stimmt und kein DTV-Schrott erwartet...

Steven Seagal im TV... again

Da muss ich doch direkt mal nachlegen!
Nach seinem Ausflug als "Lawman" in die amerikanischen Vorstädte darf sich unser Aikido-Moppel nun ein weiteres Mal im Fernsehprogramm behaupten. In "True Justice" spielt er Elijah Kane, den Anführer eines Undercover-Teams, Ex-Militär, mit ausgewöhnlichen Fähigkeiten und mysteriöser Vergangenheit. Zusammen mit seinem Team nimmt er jeden Gangster, Räuber oder Dealer auseinander, der sich in Reichweite befindet, und zwar "with their own unique brand of brutal street justice".



Im Klartext heißt das: Seagal wird wie immer über alle Zweifel erhaben sein. Er wird sein Team in die wildesten Ballereien verwickeln, er wird Genicke breche, er wird weise Worte sprechen, und er wird immer - und ich wiederhole: immer - recht haben und behalten... sowohl in seiner Meinung, als auch mit seinen Fäusten. Ey, wenn das kein Spaß für alle Fans da draußen wird, dann weiß ich auch nicht... ;-D

Ne, ernsthaft, im Grunde genommen ließt sich der Plot wie einer von Seagals Filmen. Nur handelt es sich diesmal um eine Serienproduktion fürs Fernsehn. Das muss aber noch lange nicht schlecht sein, denn wenn man sich das Produktionsdesign und den Härtegrad so mancher heutiger Serie anschaut, dann lässt das ein paar unterhaltsame Abende hoffen.



Lord Steven is watching you!

Welcome to the jungle

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Release: 2003

Ja, in der Filmografie von Dwayne „The Rock“ Johnson gab es auch mal eine Zeit fern ab von Zahnfeen oder Magic-Mountains. Eine Zeit, in der er als DER neue Actionstar und standesgemäßer Nachfolger von Schwarzenegger & Co betitelt wurde. Und das vor allem dank eines Films: Welcome to the Jungle von Peter Berg. Mit seiner zweiten großen Hauptrolle schlug The Rock ein, wie eine Bombe. Und tatsächlich kann man sich – vor allem als Actionfan – nur schwer der Sympathie des Films und seines Hauptdarstellers entziehen.

Beck ist Schuldeneintreiber, der zwangsweise für einen schmierigen Unterweltboss arbeiten muss, um seine eigenen Schulden zu begleichen. Noch einen letzten Auftrag soll er erfüllen, dann wäre Beck ein freier Mann. Ohne andere Möglichkeiten willigt er ein und findet sich kurz darauf im Amazonas wieder, um den Sohn (Seann William Scott) seines Chefs - Travis - in die Zivilisation zurück zu bringen. Schnell macht er Bekanntschaft mit Mr. Hatcher, seines Zeichens Goldminenbetreiber, Hobbydiktator & Menschenhasser (famos besetzt mit Christopher Walken), der so gar nicht mit Becks Plänen einverstanden ist. Travis steht nämlich kurz vor der Entdeckung einer verschollenen und unglaublich wertvollen Goldstatue und die will sowohl Hatcher für sich, als auch die Rebellen, welche in einer solchen Konstellation natürlich nicht fehlen dürfen. Für Beck ist das der Auftakt einer halsbrecherischen Flucht durch den Dschungel und für die Fans beginnt ein kleines Actionfeuerwerk.
Ja klar, die Story ist ziemlich platt und abgegriffen, was aber dank der Schauplätze, der Schauspieler und nicht zuletzt wegen der Action kaum ins Gewicht fällt. Sie ist zweckmäßig, um Beck und Travis durch den Dschungel zu hetzen, zu zeigen wie böse Hatcher ist oder Becks Besinnung, am Ende doch für eine gute Sache zu kämpfen, ins rechte Licht zu rücken. Außerdem gibt sie den Beteiligten jede Menge Gelegenheiten, mit der groben Kelle um sich zu schlagen!

Wie schon erwähnt ist es schwer, sich der Sympathie des Hauptdarstellers zu entziehen. Dwayne „The Rock“ Johnson strahlt ein einzigartiges Charisma aus. Es ist dieses Art von Charisma, welches tatsächlich den großen, aber bereits längst verblassten Namen des Actionkinos zum Erfolgt verholfen hat. Von Anfang steht fest, dass sein selbst gewählter Spitzname hier Programm ist. Der Fels wird nicht brechen, er wird nicht einknicken und er wird schon gar nicht aufgeben und das alles klargestellt in einem einzigen Blick von Mr. Johnson.
Damit dieser Fels nicht stoisch glotzend durch die Botanik rodet, hat man ihm Seann William Scott an die Hand gegeben. Verbindet man diesen Namen eigentlich nur mit dämlichem Rumgeblödel, nervt er hier als Travis und Möchtegern-Indiana-Jones *gott sein dank* nicht so sehr. Zwar ist sein permanent überhebliches Getue irgendwann auch mal zuviel des Guten, aber im Grunde genommen ist seine Hauptaufgabe eh nur, für ein viele witzige Wortgefechte zu sorgen, The Rock coole Oneliner um die Ohren zu hauen oder ihn von einer brenzlichen Situation in die nächste zu quatschen.Christopher Walken hingegen verkörpert den Bad Guy nach allen Regeln der Kunst und mit einem Schuss Selbstironie. Mal staubtrocken humorvoll, mal eiskalt erbarmungslos, dann wieder halb Wahnsinnig. Einfach eine großartige Performance, so wie man es von Walken kennt und schätzt! Und damit man auch noch was fürs Auge hat, gibt’s die süße Rosario Dawson als Sahnehäubchen dazu.

Oberstes Programm bei „Welcome to the jungle“ ist und bleibt jedoch die Action. Und die hats wirklich ins sich. Was die Haupt- und Nebendarsteller hier an Schlägen einstecken und auch austeilen ist schon nicht mehr feierlich und eigentlich völlig übertrieben. In schicker Zeitlupenästhetik wird hier um sich geschlagen und dank sehr viel Wirework durch die Luft gewirbelt, fern ab jeglichen Realismus. Aber wen interessiert das schon?! Gerade diese krassen Übertreibungen sorgen für den nötigen Spaß an der Action und natürlich für formschöne Faustkämpfe und Shootouts. Gerade das Finale hat es in sich und ist ein Overkill an Übertreibung. Wenn The Rock plötzlich mit einer Shotgun in jeder Hand aus der Deckung springt, beide Knarren unter den Armen nachläd und zu wüten anfängt, garantiere ich, dass kein Actionfan mehr ruhig auf seinen vier Buchstaben sitzenbleiben kann.
Der Härtegrad ist dabei – von den hart wirkenden Schlägen mal abgesehen – zugunsten eines PG13-Rating entsprechend niedrig gehalten worden. Blutige Einschüsse gibt’s eigentlich keine, auch wenn im Finale entsprechend viele Handlanger durch Becks Wutanfall ins Gras beißen müssen. Für einen Familienfilm eignet sich WttJ deswegen aber noch lange nicht.
Fazit:
Was für eine spaßige Actionkomödie! Dwayne Johnson, Seann William Scott, Christopher Walken… Egal wer - alle sind super drauf und haben deutlich Spaß an dieser Granate. Die Action ist zwar realitätsfern, kann aber dank diverser Tricktechnischer Übertreibung teilweise mächtig Eindruck schinden. Es ist ein Jammer, dass Dwayne „The Rock“ Johnson nicht noch ein paar Actionfilme dieser Qualität gedreht hat und lieber in die Rolle der Zahnfee schlüpfte. Bestimmt bin ich nicht der einzige, der ihm seine Kinderfilmausflüge recht übel genommen hat, wirkten Sie für mich doch jedes Mal wie verschenktes Potential. Ich will ja nicht abstreiten, dass dieser Mann witzig sein kann, aber dann möchte er dabei doch auch bitte jemandem auf die Nase hauen und zwar mindestens genau so gut, wie er es hier getan hat! 4 Köppe (*)



PS: Warum zum Geier wurden die entfallenen Szenen eigentlich aus dem Film geschnitten?? Das sind vollwertige Szenen, die den Film aber sowas von gut ergänzen würden! Nicht nur nette Erweiterungen von Handlung, auch ganze Actionszenen wie z.B. Faustkämpfe sind hier enthalten und haben es später nicht in den Film geschafft. Dabei würden gerade diese entfallenen Szenen das Gesamtwerk positiv abrunden… (*) Deswegen gibts übringes auch nur vier Köppe! Ich weiß, das ist fies, aber ich prangere es an, verdammt nochmal!!!

Zitat of the Moment

"ROOOOAAAAAR!!! Socks are for your feet silly. "- Satan in Leo und Satan

Damit man sich das ganze Meisterwerk antun kann, hier habt ihr nun tuen können gucken das Clip!

Kommando Leopard

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Release: 1985


Der Dschungelrambazamba geht weiter!

Eigentlich könnte ich zu „Kommando Leopard“ genau das gleiche schreiben, wie zu „Geheimcode Wildgänse“. Eigentlich bräuchte ich tatsächlich nur die Handlung neu zusammen zu fassen. Der Rest ist nämlich, eigentlich und uneigentlich genau das gleiche: eine Ordentliche Ladung Dschungelaction aus einer längst vergangenen Zeit inkl. den gleichen Darstellern in neuen Rollen und streckenweise sogar den gleichen Schauplätzen.

Naja, was solls, fang ich halt noch mal von vorne an. *Lufthol* Also… Erwin C.Dietrich (Sechs Schwedinnen im Pensionat, Sechs Schwedinnen von der Tankstelle, Sechs Schwedinnen auf der Alm) wandte sich den blonden Schwedinnen ab und ließt Antonio Margheriti ein paar „Men on a Mission“ Ballerstreifen auf den Philippinen drehen. Mit ein paar bekannten Namen wurde die Werbetrommel gerührt und heraus gekommen sind ein paar recht sehenswerte Actioner. Gerade mit nostalgischen Hintergedanken betrachtet können die Streifen in der Tat jede Menge Spaß machen.
Hier geht es diesmal um einen fiesen Presidente, der sein Volk mit Hilfe seiner rechten Hand Silveira (Klaus Kinski) unterjocht. Wer nicht hören will, muss fühlen und das endet in der Regel tödlich. Logischerweise sind dort, wo solche Umstände herrschen, Rebellen nicht fern. Ihr Anführer, Carrasco (Lewis Collins), geht bei der Befreiung seines Landes zwar über Leichen, hat jedoch stets die gute Sache im Blick. Damit rechtfertigt er dann auch, dass zum Beispiel ein komplettes Dorf von Flammenwerfer-Hubschraubern getoastet wird. Auf seiner Mission helfen ihm unter anderem ein Ingenieur (THOMAS DANNEBERG) und ein Priester (MANFRED LEHMANN). Letzterer spielt ihm und seinem Trupp ein reihe brisanter Infos zu, die Carrasco auch gleich nutzen will. Was er allerdings nicht weiß: Er rennt damit direkt in eine geschickt gelegte Falle von Silveira.
Aber nicht nur da rennt der Rebellentrupp rein. Auch in mehrere Miniaturmodelle (für die Margheriti so bekannt war). Die werden zwar gleich wieder in die Luft gejagt, aber zum Glück gibt es auch genug davon, um die Truppen bei Laune (und bei Dauerfeuer) zu halten. Ganz zu Anfang zum Beispiel wird sehr eindruckvoll ein Staudamm gesprengt. Mit eindrucksvoll meine ich, dass die Detailverliebtheit dieses Modells so enorm hoch ist, dass man einmal kurz blinzeln muss, um den Unterschied zu erkennen. Später fallen dann noch ein Mini-Zug samt Brücke, eine Mini-Raffinerie oder ein abstürtzendes Flugzeug den Pyrotechnikern zum Opfer. Überhaupt haben die Jungs den ganzen Film über immer gut zu tun, denn irgendwas darf eigentlich immer weg geblasen werden.
Im Gegensatz dazu hatten die Drehbuchautoren sicherlich nicht viel arbeit. Nur die üblichen Zutaten wurden hier zusammen gemixt, so wie es schon bei „Geheimcode: Wildgänse“ der Fall war. Drum herum wurde der gesamte restliche Freiraum anschließend mit Actionszenen verpackt. Der Rest ist und bleibt pure Schwarz-Weiß-Malerei. Nicht nur in der Handlung, auch bei den Charakteren werden allerhöchstens (oftmals gerne sehr fragwürdige) Klischees bedient… bla & das übliche…
Jetzt mal ganz ehrlich: Wen kümmert das eigentlich??? Wer guckt sich denn bitte einen solchen Reißer an, um sich hinterher ernsthaft damit auseinander zu setzen? Ich bestimmt nicht! Wer mehr als einen italienischen, nach Schweiß und Schwarzpulver müffelnden Dschungelactioner gesehen hat und seine Freude dran hatte, der wird auch hier nicht enttäuscht. Da sind tiefgründige Kommentare, vielschichtige Charaktere, eine intelligente Handlung und politisch korrekte Sichtweisen ganz einfach kackegal! Hauptsache die Mündungsrohre glühen und die Feuerbälle sind schön groß und rund!
Wem jetzt plötzlich die Lust an „Kommando Leopard“ vergangen ist, dem kann ich nur sagen: Pussi, Alter! Wer jetzt erst recht so richtig scharf ist, der sollte sich noch schnell den Beitrag zu „Geheimcode: Wildgänse“ reinziehen und dann ab dafür! Nochmal 4 Köppe!


Jackass 3D

Böse, Böse... ich weiß zwar nicht, ob das wirklich nötig ist, aber um einfach mal seine niederen Triebe feiern zu lassen... ja, dafür sollte der Film doch wohl noch taugen! ;-D

Geheimcode: Wildgänse

(klicke aufs Cover für mehr flambierte Infos)

Release: 1984



Wie du in den Wald hinein schießt, so ballert es auch heraus!

Anfang der 80iger Jahre machte sich Produzent Erwin C. Dietrich (Mädchen, die nach Liebe schreien, Die Mädchenhändler, Mädchen ohne Männer, Die bumsfidelen Mädchen vom Birkenhof, etc.) mal wieder Gedanken darüber, wie er schnell ein bisschen Geld in die Kassen bringen könnte. Softpornos reichten ihm wohl nicht mehr, eine ordentlich Ladung Testosteron musste her!

Kurzerhand rief er seinen alten Kumpel Antonio Margheriti an (Einer gegen das Imperium, Jäger der Apokalypse) und machte ihm ein Vorschlag. Toni bekäme ein dickes Budget und eine Handvoll internationale Schauspieler und Erwin als Gegenleistung alle Einnahmen. Toni schlug ein und ruckizucki entstand eine lose Söldnerfilm-Trilogie. Der erst Teil – Geheimcode: Wildgänse – war auf Grund der Darstellerriege und bestimmt auch des Namens wegen (Die Wildgänge kommen) ein kleiner Hit und genau der Meinung bin ich auch… wenn auch nur in sehr trashiger Hinsicht.

Granaten-Lehmann - eine Stimme räumt den Dschungel auf

Im Goldenen Dreieck blüht das Drogenproduktionsgewerbe wie eh und jeh. Unter der Kontrolle eines fiesen Generals („Ich beziehe meine Macht nicht aus Geld, sondern aus meiner Persönlichen Stärke!“ oder so) werden ganzen Dörfer versklavt. Der DEA, unter der Führung eines extrem naiven Ernest Bognine, ist das natürlich ein Dorn im Auge und so wird Commander Robin Wesley (Lewis Collins) mit der Vernichtung der Lager und der Beschaffung einer Diskette, auf der alle Verkaufspartner aufgelistet sind, beauftragt. Dabei soll ihm seine Superduper-Eliteheinheit helfen.

Und genau da kann der geneigte Genrefan ne Runde abfeiern gehen. In der Truppe geben sich nämlich Synchronsprecherlegenden Manfred Lehmann (Bruce Willis, Dolph Lundgren u.a.), Thomas Danneberg (Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone), Frank Glaubrecht (Al Pacino, Kevin Costner) oder Wolfgang Pampel (Harrison Ford) persönlich die Ehre. Als wäre das nicht genug, hat sogar Hartmut Neugebauer (John Goodmann, Gene Hackmann) neben Lee van Cleef und Klaus Kinski eine Rolle ergattern können. Der absolute Synchro-Overkill also!!!

Unnötig zu erwähnen, dass die Mission nur ein Teilerfolg ist. Nachdem das Transportmittel explodiert ist, sind die Männer auf sich allein gestellt und müssen sich den Weg zurück in die Zivilisation kämpfen. Auf dem Weg dorthin liegen allerdings auch noch ein mit Drogen und Munition beladener Zug und ein weiteres Lager, welches dem Erdboden gleich gemacht werden will.
Antonio Margheriti bekommt hier die Chance, mit Namhaften Schauspielern und einem ordentlich Budget was Feines zu zaubern. Und das tut er auch! Auch wenn gezwungen war, mit einer deutschsprachigen Crew zusammen zu arbeiten, schafft er es dennoch, aus den gegebenen Umständen das bestmögliche herauszuholen. Vor allem dank der tropischen Dschungelkulisse und dem Flair asiatischer Großstätte (inkl. Landschaft etc.) lässt er den Film oft wesentlich teurer wirken, als er eigentlich ist. Die meiste Kohle wird aber sicherlich für die Baller- und Zerstörungsorgien drauf gegangen sein. Die sind nämlich so zahlreich vorhanden, wie Brüste in den Filmen von Erwin C. Dietrich (siehe oben)!
Und immer wenn die Action ihren Höhepunkt erreicht, präsentiert uns Herr Margheriti akribisch zusammengebaute und detailreiche Miniaturmodelle, die er binnen Sekunden bis auf den Grund abfackelt. Das klingt natürlich erst mal ziemlich drollig und ich muss zugeben, dass ich eine verrücktere Spielzeugauto-Verfolgungsjagd wohl noch nie gesehen habe und auch nie mehr sehen werde, aber auf der anderen Seite macht das natürlich einen wichtigen Teil des Charmes dieses Streifens aus. Nicht zuletzt konnte der Regisseur so auf billige Art und Weise die Sucht des gemeinen Fans befriedigen, der in seiner Einfachheit immer gerne nach solchen Zerstörungsanfällen schreit. Neben riesigen Feuerbällen und umher fliegenden Autos sorgen die Modellbauaufnahmen dann auch für ein paar der nachhaltigsten Szenen. Wenn ein Helikopter aus einem Hangar fliegt, in den zeitgleich ein LKW rast, wenn ein Zug samt Brücke in die Luft fliegt oder ein Spielzeughelikopter mit Flammenwerfer ausgerüstet den Feinden am Boden das Schwitzen beibringt, dann sollte man diese Arbeit würdigen und in Ruhe ne Runde abfeiern, finde ich!
Aber nicht nur diese Miniaturmodelle sorgen für die richtige Laune. Eigentlich gibt es immer jemanden, der umgenietet werden muss. Selbst wenn der Film für ein paar Sekunden mal ruhigere Töne anstimmt und gerade so etwas wie ein ernsthaftes Gesprächsthema aufkommt, springen plötzlich maskierte Typen aus einem Gebüsch und ballern wild um sich. Ernsthaft, die Mündungsrohre geben einfach keine Ruhe und solange nicht das letzte Magazin verballert ist, wird dem Zuschauer ne ordentliche Portion Dauerfeuer vorgesetzt.
Tja, und mitten drin Manfred Lehmann und Thomas Danneberg (und Lewis Collins, jaja…). Unsere zwei Synchrohelden als fiese Söldner, die sich markige Sprüche um die Ohren hauen und in verschwitzten Hemden durch den Dschungel rennen dürfen. Dafür, dass man sonst nur ihre Stimmen kennt, machen sie ihre Sache sogar erstaunlich gut. Zwar besetzen beide nur Nebenrollen, aber diese wissen sie anständig zu füllen. Witzigerweise wurden beide von jeweils anderen Sprechern nachträglich synchronisiert, da einer der Beiden Lewis Collins seine Stimme leihen musste… der Bekanntheit wegen. Sei es drum, die beiden haben Spaß an ihrem kleinen Ausflug in die Actionwelt und sind ebenfalls (zumindest Manfred Lehmann) in den nachfolgenden Dietrich/Margheriti-Produktionen zu sehen. Klaus Kinski hingegeben – nur in einer kleinen Nebenrolle – arbeitet auch hier weiter an seinem eigenen Image und sieht meistens so aus, als würde er sich entweder insgeheim über seine Schauspielerkollegen lustig machen oder sich nur schwer zusammenreißen können, um nicht plötzlich alles und jeden in seiner Nähe zusammen zu scheißen! Lee van Cleef und Ernest Bognine wirken eher so, als bräuchten sie schnell noch mal ein paar Dollar für ihren nächsten Cluburlaub, verrichten aber trotzdem routiniert ihre Jobs.

Fazit:
Eine Story aus der Mottenkiste, aber Action bis zum Abwinken! Da ist es auch egal, ob nur Klischees bedient werden oder reaktionäre Schwarz-Weiß-Malerei betrieben wird. Hauptsache die Shootouts sind reichlich, der Bodycount hoch und die Feuerbälle groß! Die typischen Elemente eines Söldnerabenteuers werden hier effizient von Margheriti verwurstet und dank schicker Optik und Darsteller macht das auch noch Spaß. Zwar taumeln letztere halb belustigt, halb bemüht durch die banale Handlung und plagen sich mit teils haarsträubenden Dialogen herum, aber letztlich ist es die Flinte in der Hand die zählt! Keine Längen, viel Dschungelatmosphäre und noch mehr Krachbumm – Geheimcode: Wilgänse ist wahnwitziges europäisches Action-Explotation-Kino und Freunde des B-Films werden an diesem Streifen ihre wahre Freude haben. Versprochen! 4 Köppe


PS: Ich hatte leider das Pech, die geschnittene Version gucken zu müssen. Hier sind fast 14 Minuten geschnitten. Die Handlung betrifft das gewiss nicht (noch einfach und ich mach ein Kinderbuch aus der Story!), sondern vielmehr und einzig die vielen Gewaltspitzen. Man kann sich sicher vorstellen, dass bei 14 fehlenden Minuten nicht mehr viele blutige Einschüsse übrigbleiben. Ich glaube sogar, es war hier kein einziger mehr zu sehen, höchstens ganz kurz angedeutet. Also, egal wie, besorgt euch das ungeschnittene Tape… UND MIR GLEICH MIT!!!

Expendables 2

Ein kurzer Blick in die Zukunft...


Sylvester Stallones neuster Actionkracher "The Expendables" ist ja derzeit DER Film für alle Actiongeeks da draußen. Super-Action, Super-Stars, Super-Hardcore, Super-Oldschool, SuperSUPER. Stallone hat es geschafft, einige der größten Haudraufstars der alten und neuen Generation zusammen zu trommeln und mächtig Dampf abzulassen. Der Erfolg seines Projektes veranlasste ihn und noch ein paar weitere Kollegen offen über eine Fortsetzung nach zu denken.

The EXPENDABLES 2 - Back for more Asskicking!

Laut Stallone diente der erste Teil nämlich nur als kleiner Anreiz, um all die übrigen Stars und Sternchen aus der Versenkung zu locken. Alte Haudegen, wie Steven Seagal oder Van Damme lehnten Rollen im ersten Teil ab, aber das wird sich laut Stallone bald ändern. Nach der Premiere von The Expendables meldeten sich nämlich plötzlich viele alte Bekannte und heulten Stallones Anrufbeantworter voll, um eine Rolle in seinem nächsten Film flehend! Auch ein Plot wurde bereits zusammen gebastelt:


Aus heiterem Himmel werden die Familien des amerikanischen (Arnold Schwarzenegger) und des russischen Präsidenten (Ernest Bognine) entführt (russische Familie: nur Tochter, Olga Kurylenko, amerikanische Familie: Sharon Stone und Dakota Fanning). Die Entführer verlangen zur Freilassung, dass Mütterchen Russland einen noch nicht näher benannten Vertrag mit den USA abschließt. Schnell findet man auf beiden Seiten heraus, dass sich die Entführer in den Eiswüsten Kanadas aufhalten und so schickt der Chef des Heimatschutzes (Chuck Norris) kurzerhand ein internationales Team unter der Führung vom Big Bos (Steven Seagal) los. Der Trupp rennt natürlich prompt in eine geschickt gestellte Falle des Befehlshabers der Entführer (Michael Ironside), welcher für den Boss im Hintergrund (Lance Henrikson) arbeitet. Letzterer ist der geldgierige Inhaber des Weltgrößten Ölkonzerns. Dieser verlangt von den beiden Mächten Russland und USA einen Vertrag, welcher alle Bohrrechte für die enormen Ölvorkommen in Alaska und Sibirien seinem Unternehmen zusichert. Diese würde natürlich einen massiven Verlust an Glaubwürdigkeit für die Staaten bedeuten.

Wie dem auch sein: Der Gesamte Truppe unter Seagal wird aufgerieben (mit dabei: Danny Trejo, Michael Madsen, Michael Dudikoff, Jeff Speakman, William Forsythe, Olivier Gruner, Michael Paré und Ralf Möller), gefangen genommen oder sofort getötet. Neue Forderungen werden gestellt und plötzlich stellt sich heraus, dass die Entführer nebenbei auch noch mehrere Atomraketen aus russischen Beständen geklaut haben, deren Spitzen nun auf die Hauptstädte der Welt gerichtet sind. Ein neues Einsatzkommando unter Barney Ross (Stallone) wird zusammengestellt (Die alten Bekannten + Oleg Taktarov, Ray Stevenson, Scott Adkins, Mark Dacascos, Jean-Claude van Damme, Wesley Snipes, Vinnie Jones, Robert Patrick und The Rock), um die Gegner, die mittlerweile ihren Standort nach Sibirien verlegt haben, auszulöschen. Der russische Geheimdienstchef erteilt die Genehmigung zu einem Einsatz auf seinem Staatsgebiet durch die fremde Truppe unter der Bedingung , dass einer seiner Männer (Taktarov) eine Schlüsselposition bei der Befreiungsaktion einnimmt. In der unmenschlichen Kälte Sibireins kommt es zum finalen Showdown.

Wieder mit dabei sein werden natürlich auch wieder Bruce Willis und Mickey Rourke, die diesmal allerdings aktiv ins Geschehen eingreifen sollen. Noch nicht bestätigt ist ein Gastauftritt von Clint Eastwood, welcher als Chef des CIA's auftreten soll.

Noch ist nichts bestätigt, aber wenn Stallone DIESES Projekt wirklich auf die Beine stellen kann, dann ist ihm ein Platz im Actionolymp ein für alle mal sicher! Die Vorbereitungen laufen bereits und ein großteil der genannten Schauspieler hat bereits zugesagt. Die Dreharbeiten beginnen laut unbestätigten Quellen bereits nächsten Monat, so dass wir uns schon im nächsten Sommer über diese Wahnsinnsgranate freuen können!!!

Bis dahin glaubt nicht alles, was wir schreiben, sondern guckt euch lieber "The Expendables" an. Der rockt nämlich schon für zwei Teile! Oder mit anderen Worten:

REINGELEGT! Have fun! :D


Falls aber noch jemand vorschläge für weitere coole Darsteller/innen für eine Fortsetzung hat, zu der sich Stallone übrigens tatsächlich bereits positiv geäußert hat, dann bitte her damit.

Zitat of the Moment

"...also der Alkohol ist hier ja wirklich Omnipräsent!"
Typ aufm Festival am WE im Gespräch mit seinem Weibchen und beim betrachten eines völlig zugemüllten und zerstörten Zeltplatzes, auf dem unter Bierdosen, zerlegten Campingstühlen und einem halb eingestürtzten Pavillion ein paar Alkis lagen, welche ihren Rausch (und ihre offensichtliche Zerstörungswut) auschliefen.

Jaja, so ist das mit dem Alkohol auf Festivals... versteht jetzt vielleicht nicht jeder, aber ich hab in dem Moment sehr gelacht. Okay, ich gebs zu... ich war einer von den zugemüllten Typen! :-D

Trancers

(für mehr trancige Infos)

Release: 1985


Jack Deth – Trooper, Trancerhunter, coole Pocke!

Wir schreiben das Jahr 2247. Nach einem großen Beben ist die USA nur noch verbrannte Erde. Aber nicht nur damit müssen sich die Menschen rumschlagen, auch treiben Trancer ihr Unwesen. Trancer, das sind… naja, dass sind… also… so wirklich weiß ich nicht was Trancer sind. Fakt ist, der fiese Fiesling Whistler macht willenlose Menschen zu Trancern und die haben dann wiederum sehr schlechte Haut und gehen Zombiemäßig auf alles und jeden los, wenn sie erstmal losgelassen. Werden sie umgenietet lösen sie sich außerdem in braune Rauchwölkchen auf (praktisch und hygienisch zugleich). Wieso es sie gibt oder warum der fiese Fiesling Whistler sowas kann, wird nicht geklärt. Hintergrundinfos aller Art: Fehlanzeige. Höchstens in Nebensätzen erfährt man ein paar Fakten.
„Jack Deth war mal ein guter Mann… bis die Trancer seine Frau umbrachten.“

Und seitdem ist er nur noch ein stets übel gelaunter, hass zerfressener Mann, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, Whistler zur Strecke zu bringen. Die Chance wird ihm gewährt, als er vom obersten Rat beauftragt wird, in die Vergangenheit zu reisen. Wie? Was? Moment mal… Zeitreisen? Eieiei, das kann ja eiter werden… Wird es auch, oder eher verwirrend. Denn man reist nicht komplett in die Vergangenheit, sondern es wird nur der eigene Geist in den Körper seines Vorfahrens geschickt. Dies hat auch schon Whistler getan und bringt in LA des Jahres 1986 die Vorfahren des Obersten Rates aus der Zukunft um, damit er so die Herrschaft an sich reißen kann. Völlig unproblematisch ist wiederum das Verschicken von Gegenständen in die Vergangenheit. Verstehe wer will… am Besten einfach hinnehmen und nicht weiter drüber nachdenken, denn sonst stolpert man permanent über Logikfehler.
Jack Deth nimmt also sofort die Verfolgung durch die Zeit auf und gerät prompt an eine Frau – Lena (Helen Hunt! Ich wusste gar nicht, dass die mal in Full Moon Produktionen mitgespielt hat. Jeder hat mal klein angefangen, was?!). Als einzige Ansprech- (und Bett-)partnerin klebt sich Jack an Ihre Versen. Nach einem ersten Zusammentreffen mit einem Trancer glaubt sie ihm seine absurde Story dann auch tatsächlich und gemeinsam machen Sie sich auf den Weg, den letzten Vorfahren des obersten Rates, einen Ex-Baseballstar und jetzt Penner, zu suchen und vor Whistler zu beschützen. Whistler ist in dieser Zeit nämlich blöderweise Cop und hat bereits eine beträchtliche Schar Cop-Trancers um sich vereint.
Vom Jäger zum Gejagten und anders herum geht es durch die ganze Stadt. Vorzugsweise über vergammelte Hinterhöfe, vergammelte Motelzimmer, vergammelte Nebenstraßen und vergammelte Stadtviertel. Hauptsache billige Drehorte, lautete die Devise und so überrascht es auch nicht, dass die
Zukunft hauptsächlich aus viel Pappe und handgemalten, eingefügten Hintergründen besteht. Zu keiner Zeit kommen die Drehorte über schnodderiges B-Movie-Flair hinaus und passen sich damit der Gesamtproduktion an.

Allerdings stört das den geneigten Genrefan eh kaum. Wichtig ist doch der Unterhaltungswert, nicht wahr?! Man will unterhalten werden, man will was nettes sehen, vielleicht sogar den einen oder anderen Gag serviert bekommen. Allen voran sorgt dafür vor allem Tim Thomerson als Protagonist Jack Black. Als übel gelaunter Cop im ausgelutschten Mantel ist er nie um einen coolen Spruch verlegen, mimt den in der Vergangenheit Aufgeschmissenen recht glaubhaft und zeigt den Badguys ziemlich schnell und kompromisslos, wo der Hammer hängt. Kurz gesagt: Der Mann hatte Spaß an seiner Rolle und damit auch der Zuschauer. Helen Hunt als Sidekick funktioniert ebenfalls erstaunlich gut. Klar, dass da später noch eine kleine Lovestory eingebaut werden musste.
Ansonsten gibt es immer mal wieder ein paar kleine Actioneinlagen. Ob jetzt ein überraschender Kampf gegen ein Trancer in einem schäbigen Kaffee, eine Schlägerei in einem Punkrockschuppen zu den Punk-Klängen von „Jingle Bells“, eine Schießerei in finsteren Lagerhallen oder eine Verfolgungsjagd auf Motorrollern, für jeden sollte etwas dabei sein. Als zusätzliches Gimmik gibt’s noch eine Superduper-Zeitverlangsamungs-Uhr. Per Knopfdruck kann Jack die Zeit verlangsamen und sich selber noch ganz normal bewegen. Anwendung: Einmal pro Uhr. Als er dieses Feature das erste Mal einsetzt, sieht das allerdings so dermaßen beknackt aus, dass man nur drüber lachen kann. Egal, trotzdem netter Einfall!

Fazit:
Charles Band, Regisseur und Produzent etlicher B-Schinken, schuf mit Trancers eine Action-SciFi-Komödie, die in den Folgejahren noch 4 weitere Fortsetzungen mit dem grummeligen Jack Deth nach sich ziehen sollte. Logik sucht man jedoch sowohl im ersten Teil, als auch in allen anderen Teilen vergeblich. Ebenfalls Hintergrundinfos. Mich hätte nämlich schon interessiert, was das mit Trancern eigentlich soll. Aber was soll’s… gelangweilt habe ich mich deswegen nicht. Auch wenn der Streifen nicht anderes als billige B-Ware ist, verströmt er doch seinen ganz eigenen, für diese Produktionen typischen Charme, dem zumindest ich mich nur schwer verschließen kann. Und ich weiß, damit bin ich nicht alleine! Solide 3 Köppe


Nachtrag

In unserem kleinen "Still Alive"-Beitrag hab ich ein japanisches Forum erwähnt, in dem wir verlinkt wurden. Tja, was soll ich sagen, der Link ist wieder aufgetaucht:


Guckst du hier: HIER!

Ja, ich finde das ziemlich geil und ja, die Leude suchen immer noch nach STAR WARS 7. Bei Google sind wir deswegen bereits unter den ersten 5 Treffern. Ob man den Artikel wegen absichtlicher Verarsche vielleicht vom Blog nehmen sollte??? Neeeee!! Have fun! ;-D


Außerdem findet man uns jetzt unter dem Suchbegriff:
- wikipedia thriller über entführung einer frau im wassertank

Weiß zufällig jemand, welcher Film das sein soll???

Grausame Welt...

In was für einer Welt leben wir eigentlich? Erst die Deepwater Horizon im Golf von Mexiko und nun sowas...Ich bin nun auch traurig und verständnislos... das man für so nen Blumenkübel 150 Euronen ausgegeben hat...

Faster Trailer


UUUUUH... ich will mich nicht daran erinnern, was für Rohrkrepierer der olle Dwayne in letzter Zeit rausgehauen hat. Dabei hat doch alles so gut angefangen. Ich hätte mich auch mit ner Bud Spencer und Terence Hill "Neuauflage" mit nen X-Beliebigen Schauspieler, der nen bissel lustig ist, zufrieden gegeben. Welcome to the Jungle ist dafür ein großartiges Beispiel. Aber nein... der Herr wollte ja mal nen bissel was für die Kinder drehen... Was der sich dabei gedacht hat, ist mir bis Heute schleierhaft...

Aber nun ist es endlich soweit! The Rock ist BACK! Nicht nur das er im fünften Teil von the fast and the furious mitwirkt, wovon ich bisher keinen Teil gesehen habe und mich auch nicht wirklich interessiere... NEIN! Sein neuer Actionstreifen (das man das Wort Action nochmal in Kombination mit en Johnson raushauen darf, daran habe ich selber nicht mehr geglaubt...) lautet Faster!

Kurz zur Story: Driver, verkörpert vom guten alten Dwayne, kommt aus en Knast, will Rache für sich und seinen Bruder, der bei nen Überfall umgekommen ist und bei dem beide Hintergangen wurden. Mit ner to-kill-list im Gepäck macht er sich auf en Weg, um den Kerlen mal gehörig die Köpfe zu waschen. Jedoch kommen weitere Details an den Mord seines Bruders ans Tageslicht. Klar das dadurch seine Pendenzenliste länger und länger wird.

Ich für meinen Teil kann es kaum noch bis zum 27. Januar abwarten, dass der Streifen in die Kinos kommt. Hier nun aber der Trailer, damit ihr euch selber nen Bild davon machen könnt.



Have Fun Folks!

Tucker & Dale vs Evil Trailer


Scary Movie und diese ganzen Ableger sind doch mal volle Pulle für en Lokus. Die Filme sind durch die Bank so schlecht, dass die noch netmal mehr gut sind... Also wirklich, wirklich schlecht. Es wurde also langsam Zeit das sich jemand der Sache annimmt und was vernünftiges abdreht.

Nun kommt Tucker & Dale vs Evil daher. Kurz angeschnitten worum es geht: Die beiden Hillbillies Dale und Tucker wollen ihr neu erworbenes Haus am See einweihen. Problem an der ganzen Sache ist nur, dass so nen paar Rotzgören ebenfalls vorhaben im Wald Party zu machen und die beiden als durchgeknallte Mörder abstempeln. Die Balgen versuchen die beiden neuen Eigenheimbesitzer dingfest zu machen, stürzen sich jedoch alle nasenlang selber in den Tod.

Anbei, als Tucker, ist Alyn Tudyk, manchen vielleicht als Piloten aus der Serie Firefly bekannt und Tyler Labine, als Dale, den man vielleicht schonmal in der Serie Reaper gesehen hat. Der Film scheint also, wenn man sich den Trailer antut und seine Hoffnung in die beiden Darsteller legt, vielversprechend zu werden.

Wenn nun interesse vorherrschen sollte, dann könnt ihr euch ja nunmal den Trailer zu Gemüte führen.



Have Fun Folks!