Raiders of the magic ivory

(für mehr grünliche Infos klicke aufs Cover)

Release: 1988

Suger hockt im Knast irgendwo im Dschungel, wird jedoch kurzerhand von seinem Kollegen Mark rausgeholt. In bester Manier müssen darauf hin 100erte Wachen dank Unendlich-Magazine in Gras beißen und endlich geht’s zurück in die Heimat. Dort werden die beiden mit einer horrenden Summe von 250.000 US-Dollar von einem alten Chinesen beauftragt, eine alte Elfenbeintafel zu beschaffen, die Macht und ewiges Leben verspricht. Leider müssen die beiden dafür zurück nach Vietnam, um dort einen Tempel bewacht von Eingeborenen zu finden. Aber die Sache hat einen Hacken, denn der alte Chinese will die Tafel benutzen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Klare Sache für die Kumpels, dass es so nicht Enden darf!
Wenn man zwei Anläufe braucht, um einen Film in Gänze durchzustehen, dann ist das schon kein gutes Zeichen… Die Story ist lahm, die Darsteller sind lahm, die Action ist lahm, die Mukke ist lahm. Alles lahm und es wird einfach nicht besser. Und das, obwohl sich Sugar und Mark die größte Mühe geben, die Situationen hin und wieder mit grottenschlechten, aber immerhin unterhaltsamen Kommentaren aufzulockern.
Mark: "Hey, das war verdammt knapp!"
Sugar: "Auf einer Tankstelle wäre das nicht passiert."
Mark: "Gemüseladen wäre besser."
Sugar: "Da muss man aber rechnen können."
Mark: "Was dir wohl schwerfallen dürfte!"

Naja, wenigstens ist in der zweiten Hälfte noch etwas "Spannung" angesagt. Zumindest für den alt eingesessenen Trashliebhaber. Kaum haben die beiden nämlich die Tafel, werden sie verraten, kommen hinter das Geheimnis der Tafel und stellen sich dem finsteren Opi in den Weg. Und was wäre ein alter, reicher Chinese ohne Privatarmee? Nichts! Kaum hat man sich diese Frage gestellt, da tauchen sie auch schon auf. Massen an lebendem Kanonenfutter. Es entbrennt ein heftiger Kampf, in dem alles, was nach Feind aussieht, gnadenlos niedergemacht wird. Sugar blitztdingst den fiesen alten Opa und wird zum Retter der Welt! Fetzige Mukke, Bier, eine Yacht und Weiber. Ente gut, alles gut.
Denkste, denn jetzt mal Butter bei die Fische: Raiders of the Magic Ivory oder Die Jagd nach dem goldenenen Elfenbein, wie der Film hierzulande genannt wird, ist alles in allem trotzdem noch ein großer Haufen Langeweile. Die Action lässt sich an einer Hand abzählen und ist größtenteil unspektakulär, die Sprüche der Darsteller zwar witzig, aber viel zu selten und überhaupt passiert viel zu wenig. Da können auch die Ninjas nicht mehr viel rausreißen. Wenn mich jemand dazu auffordern würde, diesen Film mit einem Wort zu beschreiben, würde ich sagen: Grün! Bis zur hälfte des Film latscht das kleine Team nämlich nur durch den Dschungel. Das sieht zwar schick aus, ist aber völlig belanglos. Und was danach passiert, kann einen nur noch schwerlich aus der Ohnmacht reißen.
Dabei fehlt dem Film gar nicht so viel, um eine ordentlich Granate zu werden. Die Story ist ordentlich plemplem und die Darsteller sowieso. Vielleicht ein bisschen mehr Geballer, ein paar mehr lockere Sprüche oder ein bisschen mehr nervige Synthimukke hier und da und der ganze Quark wäre wesentlich schmackhafter geworden. So hat man es allerdings mit einem Film zu tun, den man höchsten für 3€ vom Wühltisch mitnimmt und wahrscheinlich ziemlich schnell in die unterste Ecke des Regals verfrachtet. 2 von 5 Köppe

Keine Kommentare: