G.I. Joe

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So! Wird Zeit, eine kleine Wettschuld zu begleichen! Für den General, dank seines Sieges bei unserem letzten Paint-O-Movie-Quiz, gibts nun exklusiv eins Burton & Logan Review. Have fun!



Sam Burton: Hallo liebe Freunde des sonderlichen Geschmacks und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von „Geld ausgeben leicht gemacht“, heute am Beispiel vom Effektüberladenen Filmspektakel „G.I. Joe“ von Stephen Sommers.

Jack Logan: Auch von mir ein herzliches Hallo an die Leser da draußen.

SB: Sag mal Jack, was fällt dir so spontan zu „G.I. Joe“ ein?

JL: Ganz spontan? Totaler Nobrainer, ohne Tiefgang, ohne Anspruch, mit viel Brimborium, aber auch mit ordentlichem Unterhaltungswert, ohne viel Leerlauf.

SB: Und damit wäre eigentlich alles gesagt. Einen schöne Abend noch.

JL: Hey, warte, so geht das jetzt aber nicht hier. Wir haben ja nicht mal genug Text zusammen bekommen, um die Screenshots anständig einzufügen. Und überhaupt sind wir unseren Lesern schon noch ein bisschen mehr Informationen schuldig. Erzähl doch mal was zur Story.

SB: Also damit bin ich schnell durch. Ein paar Koffer, in denen Sprengköpfe mit Nanobakterien, die quasi alle Substanzen fressen, aufbewahrt sind, sollen transportiert werden. Dabei macht die Schutztruppe überraschend Bekanntschaft mit den Bösewichtern von „Cobra“ und den Goodguys von „G.I.Joe“. Diesen Namen für eine Organisation, die den Weltfrieden sichern soll, halte ich übrigens für unglaublich bescheuert, aber die Namenswahl hat ja andere Hintergründe. Jedenfalls schließen sich zwei der Soldaten den Joes an und von da an fetzt man sich um die halbe Welt, um die Sprengköpfe zurück zu bekommen. Pah… Nanobakterien… wie originell… dafür gibt’s aber Super-Beschleunigungsanzüge, umkippte Eifeltürme, Feuerbälle noch und nöcher und sogar eine Unterwasserstation inkl. Mini-U-Boot-Schlacht!
JL: Zunächst einmal ist festzuhalten, dass es sich bei „G.I.Joe“ um eine Spielzeugverfilmung handelt. In Europa eher unbekannt, sind die Blagen in Amerika ganz verrückt danach. Es gibt Spielzeug in Hülle und Fülle, Zeichentrickserien und –filme, Comichefte und vieles mehr. Dabei peilt Spielzeugmonopolist „Hasbro“ in der Hauptsache eine Altersklasse von 0 bis 10 Jahren an, wodurch vor allem das Spielzeug zum Teil skurrile Charakteristika in Aufbau und Namenswahl aufweist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Film entsprechend bunt und actionüberladen geworden ist.

SB: Bunt und Action, dass sind die beiden Schlagwörter, die den Nagel auf den Kopf treffen. Ernst nimmt sich der Streifen dabei übrigens zu keiner Zeit. Mal ganz von den hölzernen Darstellern abgesehen, deren Charakterzeichnungen wirklich jeder Beschreibung spotten. Noch stereotypischer geht es schon fast nicht mehr. Oh, da fällt mir was ein! Kennst du die Zeichentrickserie "Rockos modernes Leben" aus den frühen 90igern, in dem es um Rocko das Wallaby und seine verrückten Freunde geht?!

JL: Nie gehört…

SB: Okay, Nickelodeon produzierte insgesamt 4 Staffeln mit 52 Episoden und eine dieser Episoden heißt "Rockos Flohmarkt", aus der ich eine Stelle einfach mal aufgreifen möchte. Da gibt’s diese Szene, in der Heffer zu Rockos Flomarkt eine Plastiksoldatenpuppe mitbringt, um diese dort zu verkaufen und so seinem Kumpel finanziell unter die Arme greifen möchte. Die „Skulptur“ hieß dort zwar Jimbo, aber das macht nachfolgend auch keinen großen Unterschied.
„Was ist das denn?!“"Joe, der G.I.! Er hat mehr als 8 Einsätze auf unserem Küchenherd überlebt!" "Keiner wird das kaufen wollen, Hef, es ist kaputt!" "Wie kommst du darauf? G.I. JOE!! ER WIRD JEDEN VERNICHTEN! AUCH DICH UND MICH!"

JL: Das ist das bescheuerste was ich je gehört habe und es ist wirklich schade, dass wir davon keinen Videoausschnitt haben - dennoch verstehe ich, worauf du hinaus willst.

SB: Ganz genau! Der Film ist auf seltsame Art fesselnd und unterhaltsam. Die Schauspieler und ihre Leistungen sind bewegt und dennoch starr. Er ist massiv in seinen Stereotypen, zart in seiner Effektdarstellung. Wild und doch ruhig. Gefühlvoll und doch von schlichter Einfachheit… ein ewig währendes Rätsel von Freude und Schmerz…

JL: Ehhh…. Jaaaa… okay, wie sind wir jetzt noch mal von einer Spielzeugverfilmung zu einer Zeichentrickserie gekommen? Egal, spielt keine Rolle! Fakt ist, dass G.I. Joe einfach nur grobschlächtige Unterhaltung ist. Es werden alle bekannten Stereotypen und Klischees in einen großen Pott geworfen, dazu eine gewaltige Priese Effektgewitter (das für die heutige Zeit eindeutig besser hätte aussehen müssen). Das ganze serviert man einfach auf einem Reißbrettdrehbuch und fertig ist ein Möchtegern-Sommer-Blockbuster. Gibt man sein Gehirn für zwei Stunden beim Pfandleier ab, kann man nicht nur einen unterhaltsamen Actionfilm genießen, man kann man sich auch noch einen Kasten Bier vom Pfanderlös kaufen. Aber eins sollte man nicht tun: Drüber nachdenken… dann wird der Streifen nämlich echt rotzendoof!
SB: G.I. JOOOE... HAT DEN TAG GEREHEETET UND NICHTS KANN DIE JUNGS JE UMBRINGEN!"

JL: Sam, bitte, lass die Drogen weg. Ich weiß, für manche ist dieser Streifen nur in diesem Zustand zu ertragen, aber ich dachte immer wir beide gehören nicht dazu.

SB: Und damit hast du auch völlig recht! Ich liebe dich, Mr. Zwiebelkopf!

JL:

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