Steven Seagal im TV... again

Da muss ich doch direkt mal nachlegen!
Nach seinem Ausflug als "Lawman" in die amerikanischen Vorstädte darf sich unser Aikido-Moppel nun ein weiteres Mal im Fernsehprogramm behaupten. In "True Justice" spielt er Elijah Kane, den Anführer eines Undercover-Teams, Ex-Militär, mit ausgewöhnlichen Fähigkeiten und mysteriöser Vergangenheit. Zusammen mit seinem Team nimmt er jeden Gangster, Räuber oder Dealer auseinander, der sich in Reichweite befindet, und zwar "with their own unique brand of brutal street justice".



Im Klartext heißt das: Seagal wird wie immer über alle Zweifel erhaben sein. Er wird sein Team in die wildesten Ballereien verwickeln, er wird Genicke breche, er wird weise Worte sprechen, und er wird immer - und ich wiederhole: immer - recht haben und behalten... sowohl in seiner Meinung, als auch mit seinen Fäusten. Ey, wenn das kein Spaß für alle Fans da draußen wird, dann weiß ich auch nicht... ;-D

Ne, ernsthaft, im Grunde genommen ließt sich der Plot wie einer von Seagals Filmen. Nur handelt es sich diesmal um eine Serienproduktion fürs Fernsehn. Das muss aber noch lange nicht schlecht sein, denn wenn man sich das Produktionsdesign und den Härtegrad so mancher heutiger Serie anschaut, dann lässt das ein paar unterhaltsame Abende hoffen.



Lord Steven is watching you!

Welcome to the jungle

(für mehr rockige Infos klicke aufs Covers)

Release: 2003

Ja, in der Filmografie von Dwayne „The Rock“ Johnson gab es auch mal eine Zeit fern ab von Zahnfeen oder Magic-Mountains. Eine Zeit, in der er als DER neue Actionstar und standesgemäßer Nachfolger von Schwarzenegger & Co betitelt wurde. Und das vor allem dank eines Films: Welcome to the Jungle von Peter Berg. Mit seiner zweiten großen Hauptrolle schlug The Rock ein, wie eine Bombe. Und tatsächlich kann man sich – vor allem als Actionfan – nur schwer der Sympathie des Films und seines Hauptdarstellers entziehen.

Beck ist Schuldeneintreiber, der zwangsweise für einen schmierigen Unterweltboss arbeiten muss, um seine eigenen Schulden zu begleichen. Noch einen letzten Auftrag soll er erfüllen, dann wäre Beck ein freier Mann. Ohne andere Möglichkeiten willigt er ein und findet sich kurz darauf im Amazonas wieder, um den Sohn (Seann William Scott) seines Chefs - Travis - in die Zivilisation zurück zu bringen. Schnell macht er Bekanntschaft mit Mr. Hatcher, seines Zeichens Goldminenbetreiber, Hobbydiktator & Menschenhasser (famos besetzt mit Christopher Walken), der so gar nicht mit Becks Plänen einverstanden ist. Travis steht nämlich kurz vor der Entdeckung einer verschollenen und unglaublich wertvollen Goldstatue und die will sowohl Hatcher für sich, als auch die Rebellen, welche in einer solchen Konstellation natürlich nicht fehlen dürfen. Für Beck ist das der Auftakt einer halsbrecherischen Flucht durch den Dschungel und für die Fans beginnt ein kleines Actionfeuerwerk.
Ja klar, die Story ist ziemlich platt und abgegriffen, was aber dank der Schauplätze, der Schauspieler und nicht zuletzt wegen der Action kaum ins Gewicht fällt. Sie ist zweckmäßig, um Beck und Travis durch den Dschungel zu hetzen, zu zeigen wie böse Hatcher ist oder Becks Besinnung, am Ende doch für eine gute Sache zu kämpfen, ins rechte Licht zu rücken. Außerdem gibt sie den Beteiligten jede Menge Gelegenheiten, mit der groben Kelle um sich zu schlagen!

Wie schon erwähnt ist es schwer, sich der Sympathie des Hauptdarstellers zu entziehen. Dwayne „The Rock“ Johnson strahlt ein einzigartiges Charisma aus. Es ist dieses Art von Charisma, welches tatsächlich den großen, aber bereits längst verblassten Namen des Actionkinos zum Erfolgt verholfen hat. Von Anfang steht fest, dass sein selbst gewählter Spitzname hier Programm ist. Der Fels wird nicht brechen, er wird nicht einknicken und er wird schon gar nicht aufgeben und das alles klargestellt in einem einzigen Blick von Mr. Johnson.
Damit dieser Fels nicht stoisch glotzend durch die Botanik rodet, hat man ihm Seann William Scott an die Hand gegeben. Verbindet man diesen Namen eigentlich nur mit dämlichem Rumgeblödel, nervt er hier als Travis und Möchtegern-Indiana-Jones *gott sein dank* nicht so sehr. Zwar ist sein permanent überhebliches Getue irgendwann auch mal zuviel des Guten, aber im Grunde genommen ist seine Hauptaufgabe eh nur, für ein viele witzige Wortgefechte zu sorgen, The Rock coole Oneliner um die Ohren zu hauen oder ihn von einer brenzlichen Situation in die nächste zu quatschen.Christopher Walken hingegen verkörpert den Bad Guy nach allen Regeln der Kunst und mit einem Schuss Selbstironie. Mal staubtrocken humorvoll, mal eiskalt erbarmungslos, dann wieder halb Wahnsinnig. Einfach eine großartige Performance, so wie man es von Walken kennt und schätzt! Und damit man auch noch was fürs Auge hat, gibt’s die süße Rosario Dawson als Sahnehäubchen dazu.

Oberstes Programm bei „Welcome to the jungle“ ist und bleibt jedoch die Action. Und die hats wirklich ins sich. Was die Haupt- und Nebendarsteller hier an Schlägen einstecken und auch austeilen ist schon nicht mehr feierlich und eigentlich völlig übertrieben. In schicker Zeitlupenästhetik wird hier um sich geschlagen und dank sehr viel Wirework durch die Luft gewirbelt, fern ab jeglichen Realismus. Aber wen interessiert das schon?! Gerade diese krassen Übertreibungen sorgen für den nötigen Spaß an der Action und natürlich für formschöne Faustkämpfe und Shootouts. Gerade das Finale hat es in sich und ist ein Overkill an Übertreibung. Wenn The Rock plötzlich mit einer Shotgun in jeder Hand aus der Deckung springt, beide Knarren unter den Armen nachläd und zu wüten anfängt, garantiere ich, dass kein Actionfan mehr ruhig auf seinen vier Buchstaben sitzenbleiben kann.
Der Härtegrad ist dabei – von den hart wirkenden Schlägen mal abgesehen – zugunsten eines PG13-Rating entsprechend niedrig gehalten worden. Blutige Einschüsse gibt’s eigentlich keine, auch wenn im Finale entsprechend viele Handlanger durch Becks Wutanfall ins Gras beißen müssen. Für einen Familienfilm eignet sich WttJ deswegen aber noch lange nicht.
Fazit:
Was für eine spaßige Actionkomödie! Dwayne Johnson, Seann William Scott, Christopher Walken… Egal wer - alle sind super drauf und haben deutlich Spaß an dieser Granate. Die Action ist zwar realitätsfern, kann aber dank diverser Tricktechnischer Übertreibung teilweise mächtig Eindruck schinden. Es ist ein Jammer, dass Dwayne „The Rock“ Johnson nicht noch ein paar Actionfilme dieser Qualität gedreht hat und lieber in die Rolle der Zahnfee schlüpfte. Bestimmt bin ich nicht der einzige, der ihm seine Kinderfilmausflüge recht übel genommen hat, wirkten Sie für mich doch jedes Mal wie verschenktes Potential. Ich will ja nicht abstreiten, dass dieser Mann witzig sein kann, aber dann möchte er dabei doch auch bitte jemandem auf die Nase hauen und zwar mindestens genau so gut, wie er es hier getan hat! 4 Köppe (*)



PS: Warum zum Geier wurden die entfallenen Szenen eigentlich aus dem Film geschnitten?? Das sind vollwertige Szenen, die den Film aber sowas von gut ergänzen würden! Nicht nur nette Erweiterungen von Handlung, auch ganze Actionszenen wie z.B. Faustkämpfe sind hier enthalten und haben es später nicht in den Film geschafft. Dabei würden gerade diese entfallenen Szenen das Gesamtwerk positiv abrunden… (*) Deswegen gibts übringes auch nur vier Köppe! Ich weiß, das ist fies, aber ich prangere es an, verdammt nochmal!!!

Zitat of the Moment

"ROOOOAAAAAR!!! Socks are for your feet silly. "- Satan in Leo und Satan

Damit man sich das ganze Meisterwerk antun kann, hier habt ihr nun tuen können gucken das Clip!

Kommando Leopard

(für mehr dschungelige Infos klicke aufs Cover)

Release: 1985


Der Dschungelrambazamba geht weiter!

Eigentlich könnte ich zu „Kommando Leopard“ genau das gleiche schreiben, wie zu „Geheimcode Wildgänse“. Eigentlich bräuchte ich tatsächlich nur die Handlung neu zusammen zu fassen. Der Rest ist nämlich, eigentlich und uneigentlich genau das gleiche: eine Ordentliche Ladung Dschungelaction aus einer längst vergangenen Zeit inkl. den gleichen Darstellern in neuen Rollen und streckenweise sogar den gleichen Schauplätzen.

Naja, was solls, fang ich halt noch mal von vorne an. *Lufthol* Also… Erwin C.Dietrich (Sechs Schwedinnen im Pensionat, Sechs Schwedinnen von der Tankstelle, Sechs Schwedinnen auf der Alm) wandte sich den blonden Schwedinnen ab und ließt Antonio Margheriti ein paar „Men on a Mission“ Ballerstreifen auf den Philippinen drehen. Mit ein paar bekannten Namen wurde die Werbetrommel gerührt und heraus gekommen sind ein paar recht sehenswerte Actioner. Gerade mit nostalgischen Hintergedanken betrachtet können die Streifen in der Tat jede Menge Spaß machen.
Hier geht es diesmal um einen fiesen Presidente, der sein Volk mit Hilfe seiner rechten Hand Silveira (Klaus Kinski) unterjocht. Wer nicht hören will, muss fühlen und das endet in der Regel tödlich. Logischerweise sind dort, wo solche Umstände herrschen, Rebellen nicht fern. Ihr Anführer, Carrasco (Lewis Collins), geht bei der Befreiung seines Landes zwar über Leichen, hat jedoch stets die gute Sache im Blick. Damit rechtfertigt er dann auch, dass zum Beispiel ein komplettes Dorf von Flammenwerfer-Hubschraubern getoastet wird. Auf seiner Mission helfen ihm unter anderem ein Ingenieur (THOMAS DANNEBERG) und ein Priester (MANFRED LEHMANN). Letzterer spielt ihm und seinem Trupp ein reihe brisanter Infos zu, die Carrasco auch gleich nutzen will. Was er allerdings nicht weiß: Er rennt damit direkt in eine geschickt gelegte Falle von Silveira.
Aber nicht nur da rennt der Rebellentrupp rein. Auch in mehrere Miniaturmodelle (für die Margheriti so bekannt war). Die werden zwar gleich wieder in die Luft gejagt, aber zum Glück gibt es auch genug davon, um die Truppen bei Laune (und bei Dauerfeuer) zu halten. Ganz zu Anfang zum Beispiel wird sehr eindruckvoll ein Staudamm gesprengt. Mit eindrucksvoll meine ich, dass die Detailverliebtheit dieses Modells so enorm hoch ist, dass man einmal kurz blinzeln muss, um den Unterschied zu erkennen. Später fallen dann noch ein Mini-Zug samt Brücke, eine Mini-Raffinerie oder ein abstürtzendes Flugzeug den Pyrotechnikern zum Opfer. Überhaupt haben die Jungs den ganzen Film über immer gut zu tun, denn irgendwas darf eigentlich immer weg geblasen werden.
Im Gegensatz dazu hatten die Drehbuchautoren sicherlich nicht viel arbeit. Nur die üblichen Zutaten wurden hier zusammen gemixt, so wie es schon bei „Geheimcode: Wildgänse“ der Fall war. Drum herum wurde der gesamte restliche Freiraum anschließend mit Actionszenen verpackt. Der Rest ist und bleibt pure Schwarz-Weiß-Malerei. Nicht nur in der Handlung, auch bei den Charakteren werden allerhöchstens (oftmals gerne sehr fragwürdige) Klischees bedient… bla & das übliche…
Jetzt mal ganz ehrlich: Wen kümmert das eigentlich??? Wer guckt sich denn bitte einen solchen Reißer an, um sich hinterher ernsthaft damit auseinander zu setzen? Ich bestimmt nicht! Wer mehr als einen italienischen, nach Schweiß und Schwarzpulver müffelnden Dschungelactioner gesehen hat und seine Freude dran hatte, der wird auch hier nicht enttäuscht. Da sind tiefgründige Kommentare, vielschichtige Charaktere, eine intelligente Handlung und politisch korrekte Sichtweisen ganz einfach kackegal! Hauptsache die Mündungsrohre glühen und die Feuerbälle sind schön groß und rund!
Wem jetzt plötzlich die Lust an „Kommando Leopard“ vergangen ist, dem kann ich nur sagen: Pussi, Alter! Wer jetzt erst recht so richtig scharf ist, der sollte sich noch schnell den Beitrag zu „Geheimcode: Wildgänse“ reinziehen und dann ab dafür! Nochmal 4 Köppe!


Jackass 3D

Böse, Böse... ich weiß zwar nicht, ob das wirklich nötig ist, aber um einfach mal seine niederen Triebe feiern zu lassen... ja, dafür sollte der Film doch wohl noch taugen! ;-D