Predators vs. Terminators

Gleich zwei Fortsetzungen bekannter Vorlagen musste ich vor kurzem dringend nachholen. Zum einen gabs da die fiesen Jäger aus dem All und zum anderen die fiesen Metallköppe von der Erde. Auf den ersten Blick haben beide Filme nichts mit einander zu tun, aber wenn man genauer hinschaut, finden sich doch noch ein paar Gemeinsamkeiten:
1. Beide Streifen setzen die Geschichten vergangener Actionblockbuster fort.
2. In beiden Filmen steht die menschliche Spezies ganz oben auf der Abschussliste
3. Arnold Schwarzenegger konnte sich in der Hauptrolle durch die Vorgängerfilme rocken
4. Beide Teile wurden in der Regel höchstens als Durchschnittlich bewertet, von manchen Fans auch gerne regelrecht zerrissen.

Doc Savage von der Trash-Academy kam somit nicht drum rum (nachdem er schon ums Kino wegen den schlechten Bewertungen einen großen Bogen gemacht hatte), die Produktionen im Heimkino schlussendlich doch noch zu begutachten. Und weil der Doc aber gerade nicht so in Schreiblauen ist, folgen jetzt zwei kleine Kurzbesprechungen. Hatten wir hier so nämlich auch nicht oft!


Predators:
Von Robert Rodriguez produziert, mit bekannten Gesichter gespickt (allen voran die Titelgebenden Figuren) und von einem bisher ziemlich unbekannten Regisseur erschaffen, will „Predators“ an den ersten Teil anknüpfen. Das heißt allerdings auch, dass er sich direkt mit Arni und den 80iger Jahren messen muss und diesen Kampf verliert er leider auch.

Wobei der Streifen alles andere als schlecht ist! Die Idee um die Spezies der Predators wird konsequent weitergeführt und das Franchise eine wenig aufgepeppt, was nette Sideeffects mit sich bringt (z.B. die „Hunde“). Das Dschungelsetting verbreitet eine ganz eigene Atmosphäre, die sich gerade zu Beginn – in der ersten Hälfte – auf den Zuschauer überträgt. Es wird klar, das hier ist kein gemütlicher Urlaubsort, sondern wilde, unberührte Natur.

Auch mit den meisten Darstellern kam ich gut zurrecht, wobei eigentlich von Anfang klar war, wer Kanonenfutter ist und wer überleben wird. Trejo und Fishburn hätten trotzdem etwas mehr Screentime bekommen können. Was den Film aber wirklich am laufen hält, ist die Action. De Regisseur hat vielleicht so seine Probleme mit ruhigeren Szenen, aber dafür ein gutes Auge für effektvolles Feuerwerk.
Leider geht in der zweiten Hälfte (ab Ankunft in Fishburns Behausung) irgendwie der Drive verloren. Es kommt zu einem abrupten Stillstand des Themas – die permanente Flucht vor den Jägern – und mit einem Mal wollte man wohl mit aller Macht den Showdown erzwingen. Dieser Übergang hätte fließender sein müssen, lässt er doch die mittlerweile hoch angestiegene Spannungskurve plötzlich tief abfallen.

Um den Film jetzt irgendwie in die Reihe einzuordnen:
Er ist auf jeden Fall auf einer Höhe mit dem zweiten Teil. Vielleicht noch einen Ticken drüber. Er ist auf jeden Fall besser als die beiden AvP-Filme. Nur an das Original kommt er noch lange nicht heran. Das werden aber sicherlich auch kommende Fortsetzungen nicht schaffen. 4 Köppe


Terminator 4:
Weil Schwarzenegger noch mit Umweltschutzgesetzen in Californien beschäftigt war, konnte er im vierten Teil leider nicht mehr mitspielen (nicht direkt). Dafür darf sich Christian Bale als der Anführer einer Widerstandstruppe – John Connor – mit den Maschinen herumprügeln. Mit Zeitreisen ist hier auch nix mehr, denn die Welt liegt (wie im dritten Teil ja bereits gezeigt) in Schutt und Asche. Das Ziel der Maschinen ist allerdings immer noch das gleiche: John Connor töten, Kyle Reese töten(1. Teil, Vater von Connor, hier gerade erst volljährig… Zeitreisen… komplizierte Sache…), den Widerstand vernichten, Menschheit ausrotten… same shit, different time.

T4 lebt fast ausschließlich von seinen zahlreichen bombastischen Actionszenen. Alle paar Minuten explodiert etwas, jemand schießt wild um sich, jemand wird erschossen, jemand sprengt etwas in die Luft, Etwas sprengt jemand in die Luft usw. Für mich als Actionfreak war das kein großes Problem. Hirn aus, Spaß an und zwischendurch gabs noch ein paar Wiedererkennungswerte inklusive computeranimierter nackter Arni. Die Story ist dabei nicht mehr als ein plumpes Grundgerüst, das die Hauptdarsteller von einer Explosion zur nächsten hetzen soll. Hier und da haben sich zusätzlich noch erschreckende Logikfehler und Dümmlichkeiten eingeschlichen. Ich möchte da nur mal an die „Helikopter schwebt über Wasser“-Szene erinnern.

Selbst wenn die Verantwortlichen auf ihre PG13 (FSK16) Freigabe verzichtet hätten (um diese zu erreichen, wurden nämlich unter anderen diverse Szenen verändert und auf ein negatives Ende verzichtet), wäre das Drehbuch trotzdem nicht besser geworden. Von der totalen Farblosigkeit der handelnden Figuren mal ganz abgesehen.

Was bleibt ist also eine Actionszene nach der anderen. Zumindest hier kann man McG (Drei Engel für Charlie) nichts vorwerfen. Feuerball an Feuerball zu reihen reicht jedoch nicht aus, um einen 200 Millionen US-Dollar teuren Film über die Laufzeit von knapp 2 Stunden zu tragen. Da hilft nur ein: Hirn abschalten, Bombast genießen, Schwachsinn verdrängen. Viel wird im Gedächtnis sowieso nicht hängen bleiben. 3 Köppe

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