Eine Faust wie ein Hammer

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Release: 1971

Besser Arm ab, als Arm dran

Nachdem der Schüler Liu Ti Lung die halbe Klasse einer anderen Kampfschule verdroschen hat, weil sich diese Rüpel in einem Lokal nicht anständig benehmen konnten, fordert der Meister der anderen Kampfschule – Kao Chao - Ti Lungs Auslieferung. Das wird natürlich nicht gestattet – viel mehr wird ihm wegen seiner großen Klappe von Ti Lungs Meister ordentlich der Hinter versohlt.

Geschlagen und Gedemütigt besorgt sich der Verdroschene Chao ein paar Söldner - eine mürrisch dreinblickende, aber insgesamt lustig anzusehende Truppe, die von aufblasbaren Lama-Mönchen bis hin zu KungFu Vampiren alles zu bieten haben. Gemeinsam verdreschen sie Ti Lungs Kollegen, töten seinen Meister und schlagen Ti Lung auch noch den recht Arm ab.

Schwer angeschlagen… oder sollte ich sagen, schwer abgeschlagen *haha* … jedenfalls kann Ti Lung entkommen. Mit Hilfe eines weisen alten Mannes und seiner Tochter kommt er in Rekordzeit wieder auf die Beine und schließlich kann sich unser armloser Held auf seinen Hauptgedanken konzentrieren: RACHE! Grausame, blutige, bittersüße Rache!
Doch wie anstellen?! Mit einem Arm kämpft es sich nicht sehr gut und wer einen Arm abschlagen kann, schafft das in der Regel auch mit dem anderen. Ti ist also etwas niedergeschlagen (oder sollte ich sagen Armgeschlagen? :D okay, okay, ist ja gut…), doch die Tochter des Alten weiß Rat: "Mein Vater hat krasse Kräuter zu Hause, mit denen wir dich superstark machen können. Doch zunächst müssen wir alle Nerven in deiner Hand abtöten. Dazu musst du deine Pranke so lange in glühende Kohlen stecken, bis sie schön knusperig ist und fies müffelt!" (freie Interpretation) Gesagt, getan und eine razifatzi Standbild-Trainingsmontage später ist Ti Lung wieder genesen und trainiert seine Hand, indem er einen großen Stein immer wieder drauf fallen lässt... Ja, dieser Ti Lung war noch ein echter Kerl, der sich von so Kleinigkeiten erst gar nicht Beeindrucken ließ!
Was folgt, ist klar: Nach und nach knöpft sich Jimmy die einstigen Peiniger vor. Seiner Dampfhammerfaust kann sich niemand entgegenstellen. Den ersten Widersacher boxt er einfach aus nem Haus raus (1. Stock), ohne groß mit der Wimper zu zucken. In einem alten Steinbruch kommt es dann zum finalen Showdown und der Kampfzwerg kann zeigen, wie viel Power tatsächlich in einer einzigen Faust stecken kann. Ob einfaches Angepiekse oder Zeigerfingerhandstand: Dresche ohne Ende ist angesagt!

Alter Falter, was für ein KunFUnsinn! Aber extrem unterhaltsam! Was uns hier präsentiert wird, geht teilweise auf keine Kuhhaut mehr. Im Vorgängerklopper von "Duell der Giganten" ist Jimmy Wang Yu vielleicht noch nicht ganz so weise und kampfstark. Auch muss er sich erst noch als Schüler einer großen Kampfschule behaupten. Viel Courrage und Engagement legt er jedoch auch hier schon an den Tag.

Überhaupt verfügt er über eine wahnsinnige Leinwandpräsenz. Dieser kleine Mann, der privat nichts auf die Reihe bekam, strahlt auf Zelluloid eine faszinierende Sympathie aus, ohne die er wohl nicht zu einem solchen Zugpferd für die Shaw Brother werden konnte. Seine Kampfkünste hätten dafür nämlich garantiert nicht gesorgt. Davon hatte er nie so richtig was gelernt und bezog sein Wissen um Kicks und Tritts aus vergangenen Straßenkämpfen. So kommt sein Gefuchtel immer sehr wüst daher und ist längst nicht so geschmeidig, wie man das von anderen großen Martial Arts Stars gewohnt ist. Aber genau dieser Tatsachen verdankt Jimmy auch heute noch seine ungebrochene Popularität.
Übrigens zählt „Der einarmige Boxer“ zu den Mitbegründungswerken, welche die KungFu-Film-Welle in den 70igern auslösten. Auch an der im Grunde genommen lächerlich einfachen Handlung (Typ erlebt Schicksalsschlag, rappelt sich wieder auf, sinnt auf Rache, töte alle) orientierten sich viele Nachfolger. Viele machten es besser, noch mehr machten es schlechter, aber keines hatte mehr einen so coolen Typen, wie den Einarmigen Boxer Ti Lung zu bieten (bis auf die direkten Fortsetzung natürlich).

Heutzutage wirkt der Streifen natürlich ziemlich skurril, ja geradezu verrückt. Zwar war er damals bestimmt mal als launiges Rache-Epos ausgelegt, doch jetzt mal ernsthaft: Wie soll man die oben geschriebene Story + KungFu-Vampire denn bitte ernst nehmen?! Geht nicht, muss man aber auch nicht. „Der einarmige Boxer“ ist nämlich trotz des hohen Trashfaktors immer noch ganz großes Tennis! Im direkten Vergleich hat die Fortsetzung "Duell der Giganten" eine Nasenlänge vorsprung, was vor allem daran liegt, dass dort Elemente aus dem Erstling wieder aufgegriffen und in verbesserte Form verwendet werden. So zum Beispiel die Widersache mit ihren unterschiedlich Kampfstilen.
Fazit:
Im Nachfolger „Duell der Giganten“ geht’s noch einen Ticken Wahnsinniger zu, aber das macht das Erstlingswerk keineswegs schlechter. Seiner Fortsetzung steht es in kaum was nach und überzeugt vor allem dank Jimmy Wang Yu in der Hauptrolle auf ganzer Linie. Genreliebhaber sollten sich diese Granate der glühenden Handkanten auf keinen Fall entgehen lassen. Wer zögert, der wird vom einarmigen Boxer sofort kaputt geboxt! „Du aufgeblasener Wurzelzwerg. Sonst lass ich dir die Luft ab!“ 4 Köppe

Footloose Trailer

Na guck einer an: Ein Footloose-Remake! Und dann auch noch mit Dennis Quaid.
Na wenn der Streifen es nicht wert ist gesehen zu werden, dann weiß ich auch nicht mehr...



PS: Ich hasse dich, Harry ;-D

Das Schwarze Loch

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Release: 1979

So schön und doch so inkonsequent...


Zu einer Zeit, als Disney's Führungsetage nicht mehr so recht wusste, in welche Richtung es denn nun gehen sollte und worein man das viele, viele Geld so pumpen könnte, entstanden ein paar interessante Filmische Werke. Eines davon - das erste und meines Wissens einzige Werk mit einer PG13-Freigabe - war "Das Schwarze Loch" von Gary Nelson (unzähliger Serienquatsch und Quatermain II - Auf der suche nach der geheimnisvollen Stand).
Die Crew der Palomino ist auf dem Weg zurück zur Erde. Die Suche nach außerirdischem Leben in den weiten des Alls hat sich als Fehlschlag herausgestellt. Während man also etwas demotiviert durch den Weltraum gondelt, entdeckt der kleine fliegende Blecheimer V.I.N.C.E.N.T ein gigantisches schwarzes Loch. Als man näher ran fliegt, entdeckt die Crew plötzlich ein Raumschiff, welches sich als die Cygnes herausstellt, die mit der selben Mission Jahre zuvor ins All geschickt wurde und bisher als verschollen galt. Bei dem Versuch, sich der Cygnes zu nähern, wird die Palomino beschädigt und muss an dem Geisterschiff andocken. Doch so verlassen wie angenommen ist das riesige Schiff gar nicht. Hans Reinhard herrscht an Bord über eine gesichtslose Robotorarmee. Mehrere Jahrzehnte der Einsamkeit haben allerdings so ihre Spuren an dem Wissenschaftler hinterlassen. Nicht nur, dass er direkt in das schwarze Loch hineinfliegen will, auch die Crew der Palomino will er nicht mehr so richtig gehen lassen.
Mit einem Multimillionen-Dollar-Budget wollte man damals an den Erfolg von "Star Wars" anknüpfen. Die Disney-Studios erfanden dafür sogar eine neuartige Aufnahmetechnik und erschufen gigantische Sets. Leider blieb das Projekt am Ende hinter den Erwartungen zurück, was vor allem an einer deutlich spürbaren Inkonsequenz lag.
Der Ausstattung und den Effekten kann man dabei definitiv nichts ankreiden. Die Raumschiffmodelle sind detailreich modelliert und das Schwarze Loch, welches immer wieder im Hintergrund zu sehen ist, präsentiert sich stets eindrucksvoll. Auch die übrigen Effekte, wie der gigantische Meteorsturm, sorgen immer wieder für tolle Bilder. Nein, die Probleme bei "The Black Hole" liegen woanders.
Zum Beispiel bei diesem möchtegern-lustigen Roboter Vincent und seinem verbeultem Kollegen Bob. So düster der Film über die gesamte Laufzeit daher kommt, desto unpassender wirken die beiden fliegenden Blecheimer mit ihren Kulleraugen. Als hätte sich jemand aus der Führungsetage in letzter Minute dazu entschieden, etwas Kindertaugliches in den Film zu pressen. Und als wäre das nicht genug, muss diese fliegende Stück Metall dann auch noch einen Großteil der Dialoge im Mittelteil übernehmen und der Palomino-Crew den entscheidenen Hinweis über den verrückten Doktor liefern.
Kein wunder also, dass die Rollen seiner menschlichen Schauspielerkollegen allesamt etwas blass ausfallen. Auch wenn alle versiert bei der Sache sind, kann keiner von ihnen wirklich glänzen oder in den Köpfen der Zuschauer hängen bleiben. Einzig Maximilian Schell kann man hier nichts vorwerfen. Er spielt den verrückten Doktor Reinhardt glaubhaft und stets mit dem nötigen Wahnsinn.
Hinzu gesellen sich weitere Widersprüchlichkeiten... Wissenschaftliche Fragen werden zwar zunächst behandelt (wenn auch nur oberflächlich), dann am Ende aber allesamt verworfen, um religiösen Interpretationen den Vorrang zu gewähren. Die Bilder der Endsequenz sprechen da deutliche Worte, in denen das schwarze Loch als eine Verbindung zu Himmel und Hölle dargestellt wird... wissenschaft adé... Überhaupt erscheint das gesamte Ende - dieser infernalische Trip durch das schwarze Loch - im Anbracht der vorran gegangenen Handlung ziemlich unpassend.
Unpassend ist auch das ein oder andere mal die musikalische Untermalung. Gut sind die Kompositionen von John Barry definitiv, nur leider manchmal falsch eingesetzt. Bei einem wilden Lasergefecht erwarte ich einen spannenden Score und nicht heroische Fanfaren, die eher in den Abspann gehören.
Fazit:
Der Film gut, keine Frage! Den Effekten sieht man ihr Alter natürlich an, auch wenn das massige Budget sichtbar ist. Hier und da haben sich dem Alter entsprechende Lächerlichkeiten eingeschummelt, aber auch über die kann man hinwegsehen. Was dem Film am Ende das Genick bricht, ist die platte Story und die inkonsequente Umsetzung. Entweder komplett düster oder Kinderspaß ohne Altersbeschränkung - beides ist jedoch kaum miteinander zu vereinbaren.

Völlig egoistisch betrachtet, kann ich diese Fehler aber verzeihen. Gründe dafür liegen schlicht und ergreifend darin, dass der Film bei mir einen sehr hohen Nostalgiewert hat. Seit ich ihn das erste mal in sehr jungen Jahren gesehen hab, hingen die Bilder in meiner Birne fest. So sehe ich zwar die offensichtlichen Schwäche, kann sie aber gleichzeitig ignorieren, ja sogar genießen. Aber das muss wie immer jeder selbst entscheiden. Total subjektive 4 Köppe ;-)


Hitman: Absolution

Und ich dachte schon, er würde niemals mehr wieder kommen... zum Glück habe ich mich geirrt. Der Lieblings-Auftragskiller aller Schwiegermütter - Mister 47 - kehrt zurück in die Videospieleindustrie. Auf der E3 konnte man den Hitman auch gleich in Aktion erleben. Erster Eindruck laut diverser Gameseiten: Gut bis sehr gut.

Das ist mir aber eigentlich schnuppe, denn bisher habe ich ALLE Hitman-Teile verschlungen. Sogar den unausgegohrenen ersten Teil hab ich im Regal stehen. Alle Teile haben wir mir stundenlanges Spielvergnügen bereitet und ich bin guter Dinge, dass die Entwickler auch dieses Mal was ordentliches abliefern werden.

yumyumcat

Und nun... etwas völlig anderes!

Soll ja keiner behaupten können, wir posten nix mehr. Und wenn, dann nur quatsch... moment mal... das hier ist doch quatsch... verdammt! Have fun! ;-)