Gravity

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Release: 2013

Eine kleine Kurzbesprechung.. oder kurze Kleinbesprechung?!

Ganz sieben Goldjungens hat „Gravity“ abgeräumt – und damit die meisten bei der diesjährigen Oscarverleihung. Neben der besten Regie für den Regisseur Alfonso Cuarón (Children of Men) gabs auch noch Gold für die Kamera, Filmmusik, den Tonschnitt, die Tonmischung, den Filmschnitt und die Spezialeffekte. Jeden einzelnen Oscar hat dieser Film verdient. Es gibt – das muss man einfach so sagen – bisher keinen vergleichbaren Film, der solch phantastische Bilder liefert. Allein die erste Szene, in der die Kamera frei um die Astronauten schwebt und bei den Arbeiten begleitet, ist atemberaubend. Der Zuschauer wird mit ins All genommen, ist live dabei, kann sich in extrem langen und ruhigen Kamerafahrten an den Bildern satt sehen.
Diese frei schwebende Kamera hatte mich bei „Children of Men“ schon fasziniert. Auch hier war bereits Emmanuel Lubezki für die Kameraarbeit verantwortlich. In „Gravity“ haben sich die Verantwortlichen jedoch selbst übertroffen. Bei der Entstehung dieser eindrucksvollen Bilder musste die Crew teilweise völlig neue Wege gehen und neue Techniken entwickeln, um die Schwerelosigkeit so realistisch wie möglich darstellen zu können. Die Produktion hat ja schlussendlich auch nur 4 ½ Jahre gedauert.

Der Film glänzt also in technischer Hinsicht heller als der Morgenstern. Das Drehbuch ist flackert allerdings höchstens ein bisschen. Offenbar wurde vergessen, dass auch noch Darsteller an dem Film teilnehmen. Mit Bullock und Clooney hatte man neben dem ganzen Effektegewitter schließlich auch zwei talentierte Schauspieler an Bord. Aber stattdessen diese beiden - vor allem Bullock, welche die eigentliche Hauptrolle inne hat - ihre Arbeit machen zu lassen, müssen sie dem Zuschauer jede einzelene Szene erklären. Bullock hört dabei einfach nicht auf zu reden. Sie drückt nicht auf einen Knopf - nein - sie erzählt dem Zuschauer, welchen Knopf sie drückt und wie sie den Knopf drückt und welche Farbe der Knopf hat und wie stark der Druckpunkt des Knopfes ist... Herr gott nochmal, als wäre der Zuschauer völlig verblödet und könnte sich nicht selbst zusammenreimen, was da gerade passiert!


Fazit:
Es schwächelt am Drehbuch... die Erklär-Bärin Sandra Bullock macht im All zwar eine gute Figur und liefert zuammen mit Clooney auch eine sehr gute Leistung ab. Nur hätte man die Dialoge ruhig noch viel, viel weiter zurückfahren können und die Handlung einfach für sich sprechen lassen können. Dafür - und das ist viel wichtiger - die Effekte sind E-R-S-T-K-L-A-S-S-I-G! Näher wird man als Zuschauer dem All niemals kommen. Absolut atemberaubende und grandiose Bilder, welche die Schattenseiten des Films immer wieder schnell vergessen lassen. 4 Köppe (ohne verlinkung, ohne Bilder, ohne killefit)


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1 Kommentar:

cpt hat gesagt…

Klasse Film, besonders die Effekte haben mich begeistert. Leider nur im Heimkino gesehen, immerhin in 3D.
Die Oskars sind (imho) auch verdient.
PS: Link my new blog ;D