Robocop (Remake)

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Release: 2014


Sam Burton: Yo, Jack, eine Frage. Was haben die Remakes von Total Recall und Robocop gemeinsam? Außer der Tatsache, dass die Vorbilder beide von Paul Verhoven sind.

Jack Logan: Ehh… wah?

SB: In gewisser Weise richtig. Beide Filme sind total belanglos und stinken gegen das Original meilenweit ab.

JL: Also das hätte ich dir auch vorher sagen können. Lass mich mal raten. Bei Robocop gibt’s schicke Effekte, aber kack Story.

SB: Das trifft es in gewisser Weise auf den Punkt. Der Stoff wird direkt in die Zukunft transportiert. Bionische Gliedmaße sind fast schon Alltag geworden. Neue Hände, neue Beine, alles kein Problem mehr. Das amerikanische Militär verlässt sich in Krisengebieten (immer noch der nahe Osten) auf Cyborgs und Kampfrobotor. Letztere, die ED209’s, sind noch aus dem Vorbild bekannt und sehen auch wirklich schick aus. Außerdem gibt’s natürlich Überwachung überall, riesige Monitore und Touchscreens an allen Ecken und Kanten. 

JL: Und natürlich Robocop!

SB: Ja schon, aber der kommt erst später. Erst muss sich Neo-Murphy noch mit den Ermittlungen über einen großen Verbrecherboss aufhalten. Es kristallisiert sich heraus, dass irgendwo im Polizeirevier ein Maulwurf sitzt. Murphy und Partner geraten nämlich prompt in einen Hinterhalt und werden zusammengeschossen. Und weil sich Gansterbosse nicht gerne in die Suppe spucken lassen…

JL: …muss Murphy dran glauben!

SB: So siehts aus. Bombe unters Auto und KABOOM. Der zerlegte Körper kommt Omnicorp gerade recht, denn mit einer Menschmaschine hofft man die Kippung eines Gesetzes, welches den Einsatz von Kampfdruiden in den USA verbietet.

JL: Doch dann kommt Robocop, die denkende Maschine, der stählerne Superpolizist!


SB: Und räumt auf bzw. heult erstmal nur rum. Kein Körper mehr usw… Pussy! Trotzdem tut er natürlich das, was er als Supercop so machen muss. Die Verbrechensrate sinkt und irgendwann wird auch der Gangsterboss unschädlich gemacht. Omnicorp ist mit seinem Produkt aber nicht ganz zufrieden. Der Blecheimer denkt nämlich etwas zu selbstständig und lässt sich schwer kontrollieren. Für einen sekundenbruchteil spricht der Streifen sogar die berühmte Frage nach der Seele innerhalb der Maschine an. Aber wirklich nur ganz kurz… soll ja nicht zu tiefgründig werden.

JL: Wobei bis dahin ja etwas Zeit vergeht und Samuel Jackson – der zur Zeit gefühlt in jedem zweiten Film mitspielt – ordentlich die Propaganda-Pauke schlagen darf. 

SB: Stimmt! Jackson ist gut drauf und ist halt... eh.. Jackson! Nur… das war‘s dann auch schon… das Finale ist… Robocop ist… und zwischendurch…

JL: Der Film ist belanglos?

SB: Absolut belanglos… total banal… Ich hab den Film vor vier Tagen gesehen und es ist quasi NICHTS hängen geblieben. Ich kann mich noch an schicke Optik erinnern. Ich weiß noch, dass mich die verkackte Wackelkamera ziemlich aufregte und dass die Action – FSK16 sei dank – megamässig unblutig war. Bis weit in die zweite Hälfte hält sich der Film mit der Entwicklung der Hauptfigur auf, verliert sich in – da haben wir’s wieder - Banalitäten, statt einfach mal gepflegt auf die Kacke zu hauen. Auch weiß man lange zeit nicht, wer denn nu‘ der Oberbösewicht ist.

JL: Wobei hier und da ein paar originelle Ideen durchblitzen. Samuel Jackson wie gesagt liefert mit seinem Ihm eigenen Overacting eine gute Show ab. Das Technobabbel und der Wissenschaftler der ganze restliche Sci-Fi-Kram ist ganz nett und der Score weiß auch hin und wieder zu überzeugen.

SB: Ja und sonst?

JL: Mehr fällt mir jetzt auch nicht mehr ein… über welchen Film reden wir noch mal??


SB: Robocop…

JL: Oh ja, richtig… hatte ich schon wieder vergessen…


SB: *räusper* Okay, dann hätten wir das ja geklärt. Meine Name ist Sam Burton…

JL: …und ich bin Jack Logan. Und wir raten euch, wartet bis Robocop im TV durchgenudelt wird. Geld braucht ihr für den Schinken wirklich nicht investieren. Zieht euch lieber das Original nochmal rein. Da habt ihr mehr von. Ist ja mittlerweile auch auf Blu-Ray zu bekommen!

SB: Zwei Köppe von uns für die Neuauflage der Blechbirne. Mehr ist nicht drin.



PS:
Honest Movie Trailers zeigt euch, wie das richtigerweise laufen muss







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