Crash Dive

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Release: 1997

Dudikoff again… es grenzt schon an Selbstgeißlung, dass ich immer wieder Filme mit dem Sunnyboy in den Player schiebe. Ich hätte mir ja auch beispielsweise einen Seagal-Streifen geben können… was im Grunde genommen keinen großen Unterschied gemacht hätte... okay, hilft ja nix, packen wir’s an...

Michael Dudikoff spielt James Carter, Ex-Navy Seal und nun U-Boot-Konstrukteur. Sein Schiffchen wird auch gleich zu Wasser gelassen, um eine erste Schleichfahrt zu absolvieren. Carter bleibt mit Sohnemann an Land und freut sich seines Lebens. Bis der Captain gegen jede Logik auftaucht, um ein paar Schiffsbrüchige aus einem Sturm zu retten, die sich sogleich als Terroristen herausstellen. Gut, dass die Fieslinge genau wussten, dass das U-Boot auf jeden Fall da ist und auch auftaucht… ne ist klar… Ein paar Strangulationen und eine überflüssige Sex-Szene später (überflüssig, aber dafür Nippel-Alarm) haben die Badguys das Boot übernommen. Es wird Kurs auf Washington genommen, dass mit Atomraketen beschossen werden soll, sollte die US-Regierung nicht schnellstens eine größere Menge an Gold bereitstellen. Natürlich gibt es nur einen Mann, der die Katastrophe abwenden kann: James Carter! Nachdem sich sein Junge, den er mit ins Heiligste des Pentagons mitgenommen hat, ebenfalls für das Himmelfahrtskommando seines Vaters ausgesprochen hat, düst er verschmitzt grinsend dieser los, um das U-Boot im Alleingang zu entern. Ähnlich unspektakulär, wie die Übernahme des Bootes gelaufen ist, gelangt Carter an Bord und macht sich an die Dezimierung der Terroristen. Dabei nutzt er die natürlichen Gegebenheiten an Bord, z.B. mannshohe Luftschächte *hust*. Später gibt es noch einen vorhersehbaren Twist, dann werden alle abgeknallt und zwischendurch ruft immer wieder der Sohnemann problemlos im Pentagon an, um sich über den Stand der Dinge zu informieren. Am Ende retten Carter natürlich die Welt und knutscht mit seiner Kontaktperson (Cathrine Bell – J.A.G. Im Auftrag der Ehre) rum.
"Lasst mich aus diesem Fiiiiiilm!!!"
What a crap! Andrew Stevens versuchte sich hier als Regisseur, nachdem er der Meinung war, mit diversen Produktionen die nötige Erfahrung gesammelt zu haben. Aber Pustekuchen… Angefangen mit der Handlung, die mehr als hanebüchen daherkommt, über diverse schauspielerische Totalausfälle, bis hin zu lahmen Actionszenen – hier wird auf C-Movie-Niveau alles geboten, was man nicht sehen wollte. Gewohnt wird der Müll mit diversen Szenen aus anderen Werken aufpoliert. Hier musste vor allem „Crimson Tide“ herhalten. Die Außenaufnahmen der U-Boote inkl. Torpedoabschüsse werten den Streifen zwar deutlich auf, gutheißen kann man diese Klauerei aber nicht. Wenn mal eigene Effekte verwendet werden (z.B. die Explosion über dem Empire State Building) möchte man lieber verschämt wegschauen.
"Hier steht: Willkommen in Blödsinn-Hausen... versteh ich nich..."
Zwar hetzen die Jungs und Mädels durch die immer gleichen Gänge, aber wenigstens machen die Kulissen einen ordentlichen Eindruck. Es gibt jede Menge blinkende Lichter, diverse Monitore und insgesamt wird zumindest ansatzweise das Gefühl vermittelt, sich auf einem U-Boot zu bewegen. Das ist auch gut so, denn 90% der Laufzeit spielen in dem Blechsarg. Dort wird Dudikoff durch das bekannte Die-Hard-Alarmstufe-Rot-Szenario gejagt und muss versuchen, sich als Ein-Mann-Armee gegen die Schergen zu behaupten. Klappt selbstredend nur bedingt, da die Inszenierung an mehr als einer Stelle hinkt. Dudikoff wird vor zahlreiche Probleme gestellt, die aber alle irgendwie belanglos sind. Die gesamte Entwicklung des Films ist ohnehin sehr vorhersehbar und bietet keinerlei Überraschungen. Dazu kommen diese nervenden Szenen von Dudi’s Sohnemann…hätte man auch gleich alles streichen können! Wenn es mal zur Sache geht (und damit meine ich nicht die Nippel), ist das Geballer schnell vorbei und hinterlässt kaum bleibenden Eindruck. Die Talentfreiheit der meisten Beteiligten und die krassen Logikschwächen hingegen schon…
NIPPELALARM! (sry, das musste einfach sein...)

Fazit:
Knappe 85min. geht „Crash Dive“ auf Tauchgang. Das sind angesichts so viel Unsinn ca. 85 Minuten zu viel. Der Streifen plätschert vor sich hin, dümpelt von vorhersehbarer Szene zur vorhersehbarer Szene. Zwischendurch beschießen sich die U-Boote aus Crimson Tide und die Kommandobrücken bei „Crash Dive“ wackeln. Klingt komisch, ist aber so. Und mitten drin knüppelt sich Michael Dudikoff, der mit Dackelblick und MP die Situation zu retten versucht, durch die Szenerie. Spannung entsteht dabei selten bis gar nicht, obwohl die Kulissen durchaus was her machen und auch die Filmmusik ganz brauchbar ist. Die bekannten Gesichter (z.B. Cathrine Bell) können außerdem nur schwer von den restlichen Darsteller-Gurken ablenken. Im übertragenen Sinne zeigt „Crash Dive“ sehr schön, wie tief Dudikoff zu dieser Zeit bereits gesunken war… und Nippel!!! :D Nur weil es bekanntlich noch schlechter geht, gibt’s noch 2 Äffchen von mir.

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