Schicht im Schacht

Vor sieben Jahren, im Februar 2008 um genau zu sein, wurde die Trash-Academy ins Leben gerufen. Anfangs aus einer Schnappsidee (im wahrsten Sinne des Wortes) erdacht, entwickelte sich schnell mehr aus dem Blog, als anfangs erwartet. Denn - um in dieser Richtung kurz auszuholen – eigentlich sollte der Blog „Weizenbier und schlechte Filme“ heißen. Kaum zu glauben, oder?! Wie der Name vermuten lässt, zogen wir uns damals das leckere Gesöff rein und genossen dazu auf Silberscheibe gepresste Schlechtigkeit. Außerdem veranstalteten wir regelmäßig unsere sogenannte DVD-Challenge. Meine Film-Sammlung war bereits groß genug, um ausreichend Auswahl zu bieten und wurde fast wöchentlich erweitert. Wenn wir schon so viel Spaß damit hatten, so meine Intention, dann wollte ich auch anderen davon berichten!

Es war eine unbeschwerte Zeit. Eine Zeit, in der ich mich intensiver mit dem abseitigen Filmen auseinander setzte und tiefer in die Materie eintauchte, als jemals zuvor. Ich stolperte über vergessene Perlen, knüpfte interessante Kontakte und erweiterte stetig meinen Horizont. Meine Streifzüge über Filmbörsen förderten jedes Mal ungeahnte Schätze in mein Filmregal (und ließen meinen Kontostand regelmäßig gegen Null wandern).

Über den Namen wurde bei einer bierseligen Runde diskutiert. Mehrere Namen wurden von mir in den Raum geworfen und schließlich stand der Entschluss fest: Die Trash-Academy war geboren. Die Idee zum Maskottchen, dem fiesen Zimbelaffen, entstand nebenher. Ich könnte jetzt die ganze Anekdote erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen. Nennen wir es einfach einen glücklichen Zufall, dass alles zusammen fiel und wir auf das einzigartige Gimmick mit dem grinsenden Äffchen gekommen sind!

So wuchs der Inhalt des Blogs und fast täglich wurden neue Trailer, kurze Reviews, Zitate oder lustige Links präsentiert. Ob Kino-, Action- oder reinrassige Trashfilme – über alles wurde geschrieben. Sogar ein paar Specials entstanden dabei (unter anderem das Firefly- und Nummer-6-Special). Ganz vorne weg waren anfangs auch sämtliche Seagal-Filme. Der Aikido-Moppel hatte es mir aus unerfindlichen Gründen angetan und ich hatte mir fest vorgenommen, über jeden seiner Filme etwas zu schreiben… tja, was soll ich sagen… hat nicht geklappt! Dafür brachte es der Blog bis August 2014 auf sage uns schreibe 188 Reviews.

Jedenfalls tut sich im Moment nicht mehr sehr viel. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mein Interesse am abseitigen Film verloren hätte – nein, ganz bestimmt nicht – viel mehr hat dies verschiedene Ursachen. Ganz vorne mit dabei ist der Faktor Zeit! Schreibzeit, Freizeit, veränderte Zeit… Nicht nur, dass sich die anderen Mitglieder bereits vor Jahren von ihren Blog-Aktivitäten zurückgezogen haben, auch mir fehlt schlicht die Zeit, mich regelmäßig um neue Beiträge zu kümmern. Auch meine knappe Freizeit geht längst für mehr als nur ein Hobbie drauf. Nach wie vor jage ich noch seltenen Filmen hinterher und sauge allerhand Informationen zu dem Thema auf, aber nebenher gibt es so viel mehr, das mir wichtig geworden ist.
Also habe ich einen folgenschweren Entschluss gefasst:
Ich werde den Blog nicht weiterführen!
Von heute auf morgen einfach alles hinschmeißen werde ich allerdings auch nicht! Ich habe mächtig viel Energie in all die vielen Beiträge gesteckt und war immer stolz auf meine Arbeit. Deswegen habe ich mir ein persönliches Abschlussprojekt auf die Fahne geschrieben:

Der Blog in Buchform!

Ja, richtig verstanden, ich werde den gesamten Inhalt der Trash-Academy in einem Buch zusammentragen und drucken lassen. Ein paar Beiträge hab ich bereits überarbeitet und werde mich in den nächsten Monaten Stück für Stück durch den gesamten Blog arbeiten. Naja, fast den gesamten… Trailer abdrucken macht wenig Sinn…

Ob ich das Buch am Ende nur für mich selbst mache oder sich in der (vielleicht doch existenten) Stammleserschaft weitere Interessenten finden, ist mir ehrlich gesagt egal. Würde mich natürlich freuen, wenn jemand Interesse anmeldet, generell betrachte ich das aber als mein persönliches Projekt, um diesen kleinen Lebensabschnitt abzuschließen. 
Soweit von mir zum aktuellen stand der Dinge.
Weitere Infos folgen.